Aufrufe
vor 7 Monaten

E_1940_Zeitung_Nr.050

E_1940_Zeitung_Nr.050

VI AUTOMOBIL-REVUE

VI AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 10. DEZEMBER 1940 — N° 50 19 das grösste Bombenflugzeug der Welt Vor mehr als einem Jahr ging durch die Presse eine aus USA stammende Nachricht, dass die Pläne für ein alle bisherigen Masse übertreffendes Bombenflugzeug gestohlen worden wären. Einige Tage darauf konnte gemeldet werden, die Diebe wären gefangen genommen und die Beute wieder eingebracht. Es handelte sich um die Konstruktionsdetails des B-19 der Boeing Airplane Co., eines Flugzeugmodels, dessen Ausmasse rund doppelt so gross sind als diejenigen der grössten bis heute bekannten Flugzeuge. Inzwischen ist der Bau vollendet worden; die Probeflüge dürften bereits begonnen haben. Damit wurde auch die Notwendigkeit hinfällig, die gröberen Einzelheiten zu verheimlichen; denn der Apparat rückt nun ins Blickfeld der Allgemeinheit. Der B-19 wurde in einem speziell konstruierten Hangar der Douglas Aircraft in Santa Monica in Kalifornien gebaut. Er hat eine Flügelspannweite von 65 Metern; die totale Länge des Rumpfes beträgt 41 Meter, das Totalgewicht 70 Tonnen. Der Apparat fliegt ohne Zwischenlandung 9600 km weit, was ungefähr einem Viertel des Erdumfanges am Aequator entspricht. Der Antrieb erfolgt durch vier Wrighf-Duplex-Sfern-Morore, wovon jeder 2000 PS leistet; die Bedienung beträgt 10 Mann. Die Konstruktionsweise erlaubt, neben rund 15000 Liter Brennstoff eine Bombenlast von über 25000 Kilogramm mitzuführen (diejenige eines gewöhnli- chen zweimotorigen Flugzeuges trägt vergleichsweise zirka 2000 kg.). Jie Höchstgeschwindigkeit wird mit 320 km angegeben. Als Landungsgestell dienen drei Riesenräder, von denen jedes rund 500 kg wiegt. Das ganze Flugzeug ist mit Duraluminium bekleidet und über weite Flächen gepanzert. Ueber die Bewaffnung ist bis jetzt erst bekannt, dass auf dem Oberteil des Rumpfes ein drehbarer Geschützturm eingebaut wird. Die Baukosten sollen sich auf mehr als 1 000 000 Dollars belaufen. Man wird sich fragen, welche Aufgaben ein solches Riesenflugzeug im Kriege zu erfüllen hat; da es der Fliegerabwehr ein gutes Ziel bietet und der Apparat kaum jene Flughöhe erreichen kann, in denen die Flaks nicht mehr wirksam sind. Vielleicht ist man sogar geneigt, diese neueste Schöpfung als nichts anderes zu betrachten, denn als das Resultat eines gefühlsmässigen «Dranges nach Die Tragflächen des B-19 gehen ihrer Vollendung entgegen. Sie befinden sich hier auf dem vor einigen Monaten in der Presse abgebildeten Gestell. Der Vergleich mit dem Mann in der untern rechten Ecke gibt ein anschauliches Bild von den Riesen-Dimensionen des Flugzeugs. GrSsserem». Allein, man wird den Amerikanern genügend praktischen Sinn zusprechen müssen, um sie nicht in den Verdacht zu ziehen, ein Millionen-Dollarvermögen für sentimentale Zwecke zu opfern. Die Zweckbestimmung des B-19 lässt sich nur erklären im Zusammenhang mit der besondern strategischen Lage Amerikas. Jeder Angreifer der U.S.A. muss vorher die Seeherrschaft erringen, deren Träger heute noch wie früher die Schlachtschiffe, also die grössten Flotteneinheiten sind. Solche schwimmende Ungetüme können mit gewöhnlichen Bombenflugzeugen nicht oder wenigstens nicht mit der wünschenswerten Gründlichkeit angegriffen werden, weil ihre starke Panzerung ausserordentlich grosse Quantitäten Sprengstoffe vertragen und weil der Angriff möglichst frühzeitig, das heisst in weiter Entfernung der amerikanischen Küste erfolgen sollte. Da dem Kriegsschiff die Stabilität des festen Bodens fehlt, ist seine Luftabwehr vermittelst Flab-Geschützen notgedrungen ungenauer, weshalb die grössere Dimensionierung des Flugzeuges nicht so sehr ins Gewicht fällt. Der B-19 wurde vorläufig zu Versuchszwecken in einem einzigen Exemplar gebaut; falls die Probefahrten befriedigen, soll, wenigstens gerüchtweise, die Absicht bestehen, 16 solcher Apparate zu bauen. 0 Die Masse des Curtiss P-36, eines Jagdflugzeuges der amerikanischen Flugwaffe ... verglichen mit denen des B-19. Der B-19 vor seiner Vollendung in der speziell, gebauten Flugzeughalle in Santa Monica. Wie aus dem Bild ersichtlich ist, gelangen Landeklappen zur Verwendung; man beachte ferner die drehbare Geschützkanzel auf dem Rumpf des Flugzeuges, ferner die doppelflächigen Höhensteuer. lüeifmacfUsrQeschenke zu äusserst. massigen Fabrikpreisen (Sianü A BASE DE FINE CHAMPAGNE Löwenstrasse 11 f Zürich nächst Sih Iporteplatz Die Montage eines der Wright-Üuplex-Stern-Motoren von je 2000 PS. Wenn das Bild nicht täuscht, so handelt es sich um 14zvlindrie:e Konstruktionen. S TERNEGG SCHAFFHAUSEN 'llhPfWflrpfifahrit __^__^__ Feine Bestecke, 90er und 100er Versilberung 20 verschiedene Modelle in allen''Preisklassen. Handgehämmerte Schalen. — Kaffee-, Tee-, Likörservices. — Muster, Offerten und Prospekte kostenlos. «Einrahmungen Beachten Sie meine Schaufenster

N° 50 — DIENSTAG, 10. DEZEMBER 1940 AUTOMOBIL-REVUE 15 VH2X Die „Old Timer 1 * der Schweizer Aviatih in Bern Aus Anlass der bevorstehenden Wiederkehr des 40. Jahrestages der Gründung des Aero-Clubs der Schweiz fand unter der Losung c-40 Jahre Schweizer Iuftfahrt> am Samstag im farbenprächtigen, fahnen- und blumengeschmückten Berner Gasino- Saal ein Festabend zu Ehren der Pioniere unseres Flugwesens statt, der sich für alle Freunde der Luftfahrt zu einem wahrhaft unvergesslichen Erlebnis, zu einer erhebenden historischen Feierstunde gestaltete. Der Ae. G. S. durfte mit seinein Appell einen grossartigen Erfolg verbuchen: au« allen Richtungen der Windrose strömten die Akteure der «temps. herolques » unserer Luftfahrt in der Bundesstadt im der vom Berner Aero-Glub, insbesondere von den HH. Verkehrsdirektor Buohli, Ing. Siegfried und Ing. Steinemann mustergültig organisierten Soiree. Mit einer eindrücklichen, überaus weihevollen Ehrung für alle jene Vorkriegspiloten unsere« Landes, die — Oskar Bider an der Spitze — im Dienste unserer Luftfahrt ihr Leben einbüssten, nahm die Abwicklung des reich befrachteten Programms ihren Anfang, worauf die Versammlung Sympathie-Telegramme u. a. an General Guisan und Oberstlt. Th. Real, den ersten Kommandanten der 1914 neu geschaffenen schweizerischen Fliegertruppe, der gegenwärtig in Frankreich •weilt, abgehen Hess. Und während die paar hundert Flieger -und Flugbegeisterten sich zu tafeln anschickten, entbot Zentralpräsident Oberst Walo Gerber der zahlreichen Fliegergemeinde herzlichen Willkommgruss, der im besondern den HH. Bundesrat Celio, Oberstkorpskdt. Prisi, Oberstdivisionär Bändi, Kdt. der Fl. u. Flab. Trp., Regierungspräsident Nationalrat Grimm, Oberst Isler, Direktor des Eidg. Luftamtes, Generaldirektor Hunziker von der PTT etc. galt. Ein Sturm der Begeisterung nach dem andern tobte durch den Saal und die Blitzlichter der Photographen zuckten unaufhörlich, als Oberst Gerber die anwesenden Pioniere begrüsste und sie namentlich aufrief: Oberst Mtssntr (Feldbach), langjähriger Präsident und Ehrenpräsident des Ae. G. S., mit einem Flug von 73 Stunden Dauer zusammen mit Oberst Schaeck Sieger im Gordon-Bennet-Wettfliegen 1008 u. Kdt. der echweix. Ballon-Trp.; Oberst Santtchi (Bern), der 1912 in Berlin das Brevet als Luftschiffübrer auf Parsevalund Zeppelin-Luftschiffen erwarb; Oberstlt. v. Guflelberg (Maienfeld), Kp. Kdt. der ersten Ballon- mit eigenen Brennstoffreserven doch in Verkehr blieben, vertrat die zuständige kantonale Behörde die Ansicht, dass für diese Wagen das Benzinsteuer-System fallen zu lassen sei und die alte Gebührenordnung nach PS-Stärke •wieder in Kraft treten müsse. Unsere Sektion hat damals in einer Eingabe an den Regierungsrat gegen diese Auslegung in einem ausführlichen Expose Stellung genommen. Diese Eingabe blieb bis heute 'inbeantwortet. Solange nun die Frage nicht abgeklärt ist, kann die kantonale Motorfahrzeugkontrolle die Steuerverrechnung, die bereits auf Oktober in Aussicht gestellt war, nicht vornehmen. Wir sind nun erneut an den Regierungsrat gelangt mit dem Wun- Rekrutenschule im Jahre 1900; Prof. Piceard (Chexbres), der Eroberer der Stratosphäre (1931 sche, man möchte im alten Jahre noch Stellung und 1932); Oberst Ott, der 1. Zugführer in dernehmen zu diesem Problem. Eine rasche Lösung, ersten Ballon-Rekrutenschule; Kunstmaler Stelger- sowie die Ausarbeitung eines neuen Steuersystems Kirchhofer (Kilchberg), der sich schon Ende der für 1941 überhaupt, auf Grund der bedeutend reduzierten Benzinzuteilungen, liegt im Interesse des 60er Jahre mit Flugproblemen nach der Art der Vögel und dem Segelflug auseinandersetzte und Staates. 1892 ein Flugzeug mit Doppelpropeller p«tentieren liess; Oberst Isler, Direktor des Eidg. Luftamtes, 2. Kdt. der Schweiz, Fliegertruppe und Förderer der Zivil- und Verkehrsaviatik; F. J. Voltz-Sprüngli (Kilchberg), konstruierte nach der Jahrhundertwende ein Flugzeug nach dem Enten typ, dessen Motor aber nur die Hälfte der nötigen Kraft hergab und die «Ente» nicht «um Fliegen brachte; Gebr. Armand und Henri Oufaux (Genf), erbauten 1905 ihr erstes Flugzeug und flogen 1910 als erste über den Genfersee (A. Dufaux liess sich an der Versammlung krankheitshalber telegraphisch entschuldigen); Max Bucher (Luzern), erster Schweiz. Nachtflieger (Oktober 1911 in Dübendorf); Hans Der Fragebogen für die Neueinteilung der Kategorien A und B ist da — und muss bis spätestens 17. Dezember ausgefüllt und eingesandt werden. Um festzustellen, wer bei der neuen Treibstoffrationierung, die, wie bereits gemeldet, auf den Februar hin in Wirksamkeit tritt, noch Berücksichtigung finden kann — es wird sich dabei nur noch um einen Teil der Bezugsberechtigten der Kat. A und B handeln — versendet die Sektion für Kraft und Wärme soeben einen Fragebogen an die in Betracht fallenden Halter. Mag er eich auf den ersten Blick auch etwas umfangreich und kompliziert ausnehmen, so erschrecklich ist die Sache denn doch nicht. Er heischt ja nur Red' und Antwort auf jene Fragen, welche auf den Einzelfall zutreffen, womit auch schon gesagt ist, dass nicht sämtliche Fragen beantwortet zu werden brauchen. Sie können es auch rar nicht. «Die andauernden Scbwierlfkeiten in der Zufuhr von flüssigen Kraft- und Brennstoffen» — heisst es da eingangs — «zwingen zu einer feineren Ausscheidung der Personenwajen und Motorräder der Kat. A und B und der Lieferwagen nach ihrer Bedeutung für lebenswichtige Bedürfnisse der Kriegswirtschaft, der Landesversorgung, der Volksgesundheit und -Wohlfahrt und für die Aufrechterhaltung der Existenz der Betriebe und Einzelpersonen ». Voraussetzunj dazu bildet die wahrheitsgetreue Ausfüllung des Fragebogens; sie erleichtert die Arbeit der Behörden und ermöglicht eine gerechte und den Bedürfnissen entsprechende Zuteilung der knappen verfügbaren Benzinmengen. Die aufgefüllten Fragebogen sind bis tpitesttns 17. Dezember dtr zustandigen kantonalen Amfssfell«, in der Regal der kantonalen Motorfahrzeugkontrolle zurückzusenden. Eine Frist von sieben Tagen sollte ausreichen, wenn man sich erinnert, dass im Oktober 1939 für die Ausfüllung der Fragebogen für die erste Rationierung nur 5 Tage- gewährt werden konnten, ohne dass es dabei eine nennenswerte Zahl von Nachzüglern gegeben hätte. Schliesalich dürfen auch die Behörden nicht bummeln, denn soll die Grundlage für die neue Rationierung bis Mitte Januar errichtet sein, so müssen sie sich mächtig sputen. Bei der Neueinteilung wirken übrigens diesmal die Kantone mit, was insofern von Bedeutung ist, als sie die Verhältnisse an Ort und Stelle kennen. Nachher wird das in den Fragebogen enthaltene Material auch noch durch die Experten der eidgenössischen Behörden verarbeitet. Das heisst also, dass man diesmal doppelt näht, um Mängel und Unbllligkeiten soweit als möglich zu eliminieren. Burkhard (Dübendorf), Inhaber des Brevets Nr. 20 (August 1911), konstruierte u. a. die Grossbomber «Gothas», die im letzten Weltkrieg ihre Last nach London und Paris trugen; Alfred Comte (Zürich), rückte 1914 mit knapp 18 Jahren als jüngster scbweiz. Militärpilot ein, Einflieger und Akrobatik- Pilot", Konstrukteur des Kampfflugzeugs AC-1; Dr. med. Dieterlc (Zürich), studierte 1911—13 ein Taubenflugzeug anhand von Hunderten von Modellen Und konstruierte ein solches als ersten «Sturzbomber»; Prof. Rob. Gsell (Bern), Inhaber des Brevets Nr. 12 (Mai 1911), im gleichen Jahr Chefpilot bei Dorner in Johannistal, flog 1913 Weltrekord mit 3 Passagieren, heute technischer Oberexperte des Luftamtes, sass am Steuer von 177 verschiedenen Flugzeugtypen; Martin Hug (Zürich), Brevet Nr. 18 (August 1911) auf Grade-Eindecker, setzte sich 1910 für die Gründung des ersten Unternehmens für gewerbsmässige Passagier-Motorluftfahrt in Luzern ein, ferner für die Schaffung einer Schweiz. Flugzeugindustrie, einer Schweiz. Militäraviatik und eines Schweiz. Zivilflugwesens; Henri Kramer (Bern), brevetierte 1912 auf Farnian in der Rekordzeit von 3 Tagen und unternahm 1913 Passagierflüge über dem Genfersee; Henri Kunkler (St. Gallen), führte 1911 in Dübendorf die ersten Flugversuche durch, gewann 1914 am Luzerner Meeting den Höhenpreis; Henri Pillichody (Zürich), erster Flugschüler Biders, heute Swissair-Direktor; Carletto Salvion I, brevetierte 1911 auf Farman in SEKTION AARGAU. Motorfahrzeugbesteuerung. Als man im Monat September den in den Kategorien C und D eingeteilten Personenwagen kein Benzin mehr zuteilen konnte, diese aber grösstenteils Diese Memoiren des aus Solothurn stammenden Kommandeurs der Schweizergarden und Günstlings der Königin Marie-Antoinefte vermitteln einen interessanten Einblick In den damaligen franz. Hof und die Tätigkeit der Schweizergarde. 300 S, 16 Kunstdrucktafeln. Fr.8.80 Etampes, Chefpilot der ital. Gesellschaft SADA in Taliedo bis 1914, einziger Ueberlebender der fünf Tessiner Vorkriegspiloten; Franoois Durafour, konstrierte das erste Schwanzflugzeug in Europa, flog 1912 über New York und ging mitten in einer Jahrmarkt-Budenstadt nieder, landete 1922 auf dem Mont Blanc; Fritz Wellenmann i(Opfikon), trat 1912 an vielen Meetings auf und war 1918 Fluglehrer im Ausland; Hans Schaer (Bad Henniez), Verkehrspilot der Swissair, erster Luftverkehrsmillionär unseres Landes. Während Bundesrat G e 1 i o in kurzen, treffenden Worten die bedeutenden Verdienste unserer Veteranen unterstrich und ihnen Anerkennung und Dank zollte, stellte Nationalrat Grimm in seinem Rückblick über die Rolle Berns in der Entwicklung der Luftfahrt fest, dass es die Aufgabe der Zukunft sein werde, das Verkehrsproblem in einen Gesamtrahmen zu spannen und einer Gesamtlösung entgegenzuführen. In ungezwungener, humorgewürzter Plauderei vermittelte alsdann Oberst Isler eine Menge interessanter Reminiszenzen aus seiner Tätigkeit als oberster Luftpolizist im eidg. Luftamt und Oberst Messner, als berufener Sprecher der «aufgeblasenen Konkurrenz» liess in Kürze Etappe um Etappe in der Entwicklung des Aero-Clubs nochmals aufleben. Nicht dass den Reden an 'diesem Testab'en'd eine programmfüllende Aufgabe zugekommen wäre, wenn es sich auch ihretwillen allein gelohnt hätte, im Kreise der Flieger zu weilen, zumal alle Sprecher viel Unbekanntes oder in Vergessenheit geratenes kund und zu wissen taten, so dass auf diese Weise ein Querschnitt' durch die schweizerische Fluggeschichte, wenigstens in ihren Anfängen, entstand, der einen jeden in eeinea Bann ziehen musste. der Monatsversammlung vom 4. Dezember 1940. Vorsitz: Präsident Edi Griesser. Anwesend waren 23 Mitglieder; 5 Kollegen Hessen sich entschuldigen.. Unter Verkehrs- und Berufsfragen folgten einige Aufklärungen über die Tätigkeit der I.G.C.V.2. Eine in Aussicht genommene Exkursion zur Besichtigung von Holzvergasern muss auf einen günstigeren Zeitpunkt vertagt 1 werden. Hierauf sprach Ernst Griesser allen Kollegen, die zu dem über Erwarten grossen Erfolg unseres Unterhaltungsabends beigetragen haben, den herzlichsten Dank aus. Der Beginn der Weihnachtsfeier vom 15. Dezember 1940 wurde auf 15.30 Uhr im «Du Pont», 1. Stock, festgelegt und dabei die Erwartung nach pünktlichem Erscheinen, ausgesprochen. Es folgen noch Einladungen durch Zirkular. An unsere Soldaten, deren Dienstadresse uns bekannt ist, wird eine kleine Gabe versandt. Hier schreibt der ehemalige Chef der geheimen Sicherheitspolizei am Hof Nikolaus II. eine legendenfreie, nur auf Tatsachen beruhende Rasputin • Biographie, die Aufsehen erregt hat. 320 Seiten 16 Kunjtdrucktafeln Fr, 8.80 Die in England preisgekrönte Biographie des Matterhorn-Bezwingers au» der Feder des von seinen Himalaya- Expedltionen bekannten Alpinisten Smythe. Eines der gediegendsten Berg* bücher unserer Zeit. Mit Illustrationen nach Originalen von Edward Whymper. 300 Seiten - 16 Bildtafeln • Fr. 8.80 Äu* J»M V«»fo£Snd«n wsmmas CHAUFFEUR-VEREIN ZÜRICH ZÜRICH Protokoll Kein Forscher hat so grossen Ruhm erworben wie dieser bescheidene Missionar, dem es bei seiner Durchquerung des schwarzen Erdteils in erster Linie darum ging, dem schamlosen Sklavenhandel auf den Leib zu rücken. 500 Seiten Umfang. Ganzleinen Fr. 9.20 Die Berichte zweier Schweizer Offi. ziere Ober den Marsch nach Moskau, den denkwürdigen, gigantischen Rückzug Napoleons von der Bere- *ina. Eine der trat heilen der Kriegsgeschichte. Illustrationen von Faber du Faurs. 240 Seiten. 16 Bildtafeln. Fr. 7.80. Nicht verbummeln! Den Sektionsvorständen ist bezüglich des Bezuges der «Automobil-Revue» im kommenden Jahr von der Zentralverwaltung unseres Verbandes ein Rundschreiben zugestellt worden. Es wurde in der vorletzten Ausgabe der Verbandszeitung publiziert, so dass wir auf den Abdruck in unserem Chauffeurorgan verzichten können. Dagegen erwarten wir von allen Vorständen, dass sein Inhalt genau befolgt werde. Jede Bummelei wird sich unangenehm auswirken! KANTON SCHWYZ. Wir machen unsere Kollegen auch auf diesem Wege darauf aufmerksam, dass wir am kommenden Sonntag, den 15. Dezember, nachmittags punkt 3 Uhr, im Restaurant «Jäger» in Lachen, eine wichtige Versammlung durchführen. Es ist Ehrenpflicht aller Kollegen, daran teilzunehmen. Kollege Ruedi Meier wird ebenfalls erscheinen und über die wichtigsten Fragen orientieren. WINTERTHUR. Ein grosser Versammlunoserfolg. Die auf dem Gebiete der Benzinrationierung verfügten neuen Einschränkungen, die eich als Folge davon ankündigende Arbeitslosigkeit einerseits und die Diskussion über die Notwendigkeit der Beschaffung von Ersatzbrennstoffen für die Motorfahrzeuge anderseits bilden auch unter den Winterthurer Chauffeuren und Transportarbeitern Gegenstand leidenschaftlicher Diskussionen. Es war daher nicht verwunderlich, dass der von unserer Chauffeurgruppe an alle Interessenten ergangenen Einladung auf Teilnahme an einer auf letzten Samstag angesetzten öffentlichen Versammlung in so grosser Zahl Folge geleistet wurde und der grosse «Trübli»-Saal auf den letzten Platz besetzt war, als der Tagespräsident dem Referenten, Kollege Nationalrat Hermann Leuenberger, das Wort erteilen konnte. In anderthalbstündigen Ausführungen und in der bei ihm bekannten Art orientierte Kollege Leuenberger über die Verhältnisse auf dem Gebiete der Brennstoffversorgung unseres Landes im Zeitpunkt des Kriegsausbruches und die seither an die Sektion für Kraft und Wärme des eidgenössischen Kriegs-Industrie- und -Arbeitsamtes und ihre Expertenkommissionen herangetretenen grossen Schwierigkeiten. Geschlossene Grenzen, der Verlust der letzten Zufuhrwege, der Mangel an Transportmöglichkeiten haben die Streckung der vorhandenen Vorräte zur Notwendigkeit gemacht und führten BU den Massnahmen, welche für die Arbeitnehmer des Stras» sentransportgewerbes und Werkverkehrschauffeure so düstere Perspektiven eröffnen. Die daraus resultierende Unsicherheit und Verbitterung ist verständlich, hilft aber über die Schwierigkeiten nicht hinweg. Mutiges Anpacken der Probleme, forcierter Umbau einer Anzahl Lastwagen auf Holzgas und ernsthafte Prüfung aller sonst noch? in Frage kommenden Ersatzbrennstoffe auf ihre Tauglichkeit drängen sich auf, soll das Gewerbe und die damit verbundenen Existenzen über Wasser gehalten werden. Die dem von grosser Sachkenntnis getragenen Vortrag nachfolgende Aussprache wurde rege benutzt und bewies dem Kollegen Leuenberger, dass er nicht nur auf volles Verständnis gestossen ist, sondern unter den Chauffeuren von Winterthur manchen dankbaren Freund zählt. Im Treppenhaus, auf der verdunkelten Strasse setzt sich die eifrige Diskussion fort. Zuversicht klang trotz allem daraus. Jawohl, so hiess es, er hat im Grunde genommen recht: Nur nicht klein belgebenl Hand in Hand mit der Arbeitgeberschaft und unter der umsichtigen Führung unseres Verbandes müssen die Schwierigkeiten gemeistert werden. Es wird und muss gehen! ZÜRICH. Taxichauffeure. Monatsversammlung Donnerstag, 12. Dezember, in der «Urania». Sehr wichtig! ZÜRICHSEE LINKES UFER. Am nächsten Samstag, den 14. Dezember, findet mit Beginn um 20 Uhr, Im Restaurant «Anker», Richterswil, eine wichtige Versammlung statt. Der Vorstand besammelt »ich im gleichen Lokal schon um 19 Uhr. Es stehen wichtige Angelegenheiten zur Diskussion. Kollegen, wir sagen es in aller Offenheit, dass uns der Besuch der letzten Versammlung nicht befriedigte. Wir erwarten von Euch, dass Ihr etwas mehr Interesse am Verbandsgeschehen beweist. Achtung! Wir stehen vor der Jahreswende. Sorge jader Chauffeurkollege dafür, dass sein Verbandsbuch am 31. Dezember 1940 in Ordnung Ist. Handel u. Indu: Pflege hält den Wagen jung Ein verschmutztes und schlecht gepflegtes Automobil ist nicht allein ein hässlicher Anblick, sondern es erreicht auch niemals die höchstmögliche Lebensdauer. Zum rationellen Unterhalt des Wagtnt gehören einwandfreie Pflegemittel, Hat beispielsweise die Lackierung ihren jugendlichen Glanz ein wenig eingebüsst, so ist eine Behandlung mit Ila-Schleifpaste am Platz, die unter kreisenden Bewegungen aufgetragen wird, worauf eine Nachbehandlung mit Ila*Glanzol folgt, um den erwünschten Hochglanzspiegel «u erhalten. Damit er möglichst lange vorhält, wird die lackierte Wagenoberfläche nun mit Ha-Autowachs überdeckt. Vernickelte oder verchromte Teile aber bleiben am längsten schön, wenn man sie zum Sehutz mit Auto fix einstäubt oder anstreicht. Hat sich Rost bereits anzusetzen vermocht, so entfernt man ihn zuvor mit Autoxyd. Zur Reinigung der 'Wagenscheiben endlieh ist dal Emolin entwickelt worden, das schon wenige Minuten nach dem Auftragen mit einem Wattebausch sich wieder ebenso abwischen lägst, worauf das Glas blitzblank sich präsentiert.