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E_1948_Zeitung_Nr.005

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Di« Schwierigkeiten

Di« Schwierigkeiten einer Deutschlandreise beginnen nicht etwa am Tage des Grenzübertrittes, sondern schon Monate vorher und äuseern 6ich in einem heftigen Papierkrieg mit den zuständigen Visumebehörden in Bern. Allein, auch das geht vorüber, und an einem Novembertag steuere ich meinen Wagen unter dem Schlagbaum durch, hinüber auf deutschen Boden, Der erste Eindruck? Eine mehr als schlechte, mit vielen Löchern durchsetzte Strasse, überall lärmende Kinderhorden (genau so undiszipliniert wie bei uns!) und eine Menge Schweizer Lastenzüge, mit Nummernschildern aus allen Kantonen, die Holz in die Schweiz transportieren. Im Gegensatz zum misslichen Zustand der Strasse ist die Signalisation auch auf kleineren Nebenrouten erstaunlich gut, so dass auch ein Neuling sich nicht verfahren kann. Allerdings nur während des Tages, denn in der Nacht brennt nirgends, auch nicht in grossen Städten, eine Strassenlampe. Nach einem Abstecher fahre ich über die Schwäbische Alb Richtung Stuttgart. Es ist dunkel wie in einem Kuhmagen; grell leuchten meine Scheinwerfer bei jeder Biegung irgendwo ins Leere hinaus, Selten treffe ich ein Fahrzeug, aber wenn schon, dann versetzen mich diese Begegnungen in Wut; denn entweder begrüsst mich der Entgegenkommende mit vollem Scheinwerferlicht, oder er löscht ganz aus, oder eine einzelne Lampe blinkt in die Naeht hinaus. Die Erklärung gibt mir am nächsten Tage ein Einwohner Stuttgarts. Es fehlt, wie an vielen anderem auch, an Schemwerferlampen (Bilux). Fast kein deutscher Wagen mehr besitzt solche. So beleuchtet eben jeder die Fahrbahn wie er es kann. Was mich aber an diesem Abend vollends aus dem Häuschen bringt, das ist die Strasse selbst. Ihre Löcher wetteifern miteinander bezüglich Tiefe und Grosse. Dabei sind sie so zahlreich wie die Sterne der Milchstrasse. Alles Schimpfen nützt nichts; mit 20 km/h holpert der Wagen dahin. Um so mehr muss ich über die deutschen Automobilisten den Kopf schütteln: trotz schlechter Stra&sen, ungenügender Beleuchtung und miserablem Wagenzustand jagen sie ihre Kisten mit Vollgas herum. Aber was können sie daran eigentlich noch kaputtmachen? Wissen Sie, wie man sich hier hilft, wenn die Schläuche ausgegangen sind? Man fährt ganz einfach auf den Felgen! DEUTSCHLAND Von der Schweiz nach Bremen und zurück Ein Schweizer Automobilist berichtet über seine Erfahrungen Bei Nacht und Nebel gelange ich La die Nähe von Stuttgart, habe aber vor Erreichen der Stadtgrenze noch die Zonengrenze zu passieren, die durch einen Schlagbaum markiert wird. Im Wachthäuschen hocken ein Franzose und ein Deutscher in Uniform, Gleich bei der Ankunft fragen sie mich um Zigaretten. Mein Pass und die Ausweise interessieren weniger. Wenige. Hundert Meter weiter vortr' folgt der amerikanische Kontrollposten, das beisst, es sind nur einige deutsche Polizisten anwesend. In Stuttgart komme ich als Ausländer mit Permias im amerikanischen Quartier unter, das im Hotel Graf Zeppelin eingerichtet ist. Die Atmosphäre hier ist vollkommen « amerikanisiert », augefangen von den deutschen Kellnern und Angestell- Der Eingang zum Hotel Graf Zeppelin in Stuttgart, worin sich das amerikanische Quartier befindet. ten, die nur englisch sprechen, bis zu den Fruchtsäften mit Schinken und Eiern zum Frühstück, die unter den Klängen einer Jazzband serviert werden. Der Wagen bleibt während der Nacht im Freien vor dem Hotel stehen, bewacht von einem Polizisten. Auf der ganzen Reise habe ich den Wagen kein einziges Mal unter Dach versorgen können, doch war er jptets bewacht. Jedoch solche Parkplätze, die meistens in der Nähe der Quartiere der Alliierten zu finden sind, dürfen nur von den Be- AUTOMOBIL-REVUE urmrocH, *. FEBRUAR 19a - Nr. 5 mm setzungsmächten und von Ausländern benützt werden. Benzin erhält der Ausländer von den Beeetzungsbehörden genügend, sehr billiges Benzin erster Qualitätl In jeder grossen Stadt kann man auf dem Brennstoffamt des Verwaltungsgebäudes der betreffenden BesetzungsbehSrde gegen Zahlung in Dollar oder Pfunden « Tickets » (Coupons) einlösen, gegen deren Abgabe einem jede < Filling Station > den Tank auffüllt (für Alliierte und Ausländer gibt es diese speziellen Tankstellen in der US-Zone, In der britischen Zone kann man an jeder beliebigen Tankstelle Benzin fassen). Umgerechnet kommt so ein Liter Benzin in der US-Zone auf ca. 16 Rappen zu stehen, in der englischen auf etwa 20 Rappen. Am nächsten Tag habe ich. in einer grösseren Stadt Panne. Der Ventilschlauch am rechten Hinterrad ist abgerissen. In der Nähe befindet 6ich glücklicherweise eine Reparaturwerkstätte; doch frostig und abweisend empfängt mich der Chef. Ausgeschlossen, vor drei Tagen komme ich nicht mehr weg. Er wißse gar nicht wo anlangen vor lauter Arbeit. Ich beginne einmal auf gut schweizerisch zu schimpfen, um mir dann eine Zigarette zwischen die Lippen zu schieben, worauf mein Gegenüber so grosse Augen macht: «Ach so, der Die einzige Strasse, die sich, von den Autobahnen abgesehen, in annehmbarem Zustand präsentierte: Hannover—Bremen, Herr ist Schweizer!?» ... Zwei Stunden später fahre ich mit behobenem Schaden weiter. Soviel wie möglich bleibe ich auf den Autobahnen. Sie sind heute im grossen und ganzen wieder hergestellt und auf lange Strecken unbeschädigt, abgesehen von den ausnahmslos und sinnlos zerstörten Brücken und Autobahnviadukten. Namentlich die Strecke Köln—Frankfurt weist viele solcher Unterbrüche auf, und stets blühen einem wieder neue Umleitungen. Gleich bei der Ankunft in Frankfurt anerbietet sich ein kleines, weisshaarigeg Mäunlein, « wie ein Spürhund > am Wagen Wache zu halten, bis ich im « Visitors Office » die nötigen Formalitäten erledigt habe. Wie ich zurückkomme und wegfahren will, ist er sichtlich enttäuscht Das sei doch ein Parkplatz, und er wäre so gerne für ein Paket Zigaretten die ganze Nacht beim Wagen Wache gestanden, meint er. Dabei war es bitterkalt, und der erste Schnee war gefallen. Auch diese Nacht bin ich im amerikanischen Hotel gleich gut aufgehoben wie zuvor in Stuttgart. Der nächste Tag bringt mich nach der britischen Zone. Hier gibt es keine eigentliche Markierung der Zonengrenze mehr. Kassel ist die letzte grosse Stadt der US-Zone, furchtbar verwüstet, wie jede grosse deutsche Stadt. Ich entschliesse mich, anstatt im wohlversorgten alliierten Quartier im deutschen Hotel zu schlafen. Das früher wohlbekannte Haus, in einem noch bekannteren ehemaligen Ferienort gelegen, weist überall Spuren der Armut auf. Alle Teppiche fehlen, jeglicher Komfort ist auf ein Minimum reduziert, das elektrische Licht setzt oft aus und leuchtet sprunghaft, so dass der Kellner beim Nachtessen stets mit einer PetroleumfunzeJ Wache 6tehen muss. Es kann nicht oder nur sehr schlecht geheizt werden, so dass man ßtändig fröstelt. Dennoch gaben sich die guten Leute alle Mühe, den Ausländer zufriedenzustellen. Bremen um Bremerhaven sind wieder amerikanisch, weil hier die Yankees ihre Lebensmittel ausschiffen, das Benzin für ihre vielen Wagen und alle die grossen und kleinen Dinge, die man im PX-Laden kaufen kann. Das «Hotel Bremen» ist zum Quartier für Alliierte und Ausländer umgebaut. Früher war es, inmitten eines Parkes ganz ausserhalb der Stadt gelegen, ein Erholungsheim. Die Autobahn von Bremen nach Hamburg finde ich gesperrt. Bewacht und von Stacheldraht umgeben, ist sie auf ihrer ganzen Länge mit alliiertem Material vollgestopft, wobei vor allem die riesigen Benzintanks auffallen. In der britischen Zone gibt es — im Gegensatz zur französischen und amerikanischen — auffällig viele Kontrollen. Auf der Autobahn, an Brücken, an Verkehrsknotenpunkten, in Städten, überall kann plötzlich ein solcher Posten auftauchen. Oft fahren die britischen Militärpolizisten in ihren roten Baretten mit Jeeps vor, versperren zusammen mit deutscher Polizei die Strassen und kontrollieren jeden durchfahrenden Wagen. Die Ausländer allerdings brauchen nur ihre Ausweise zu zeigen und können ungehindert weiterfahren. Besonders im Ruhrgebiet musste ich viele dieser Kontrollen passieren. Alles in allem hat heute der ausländische Automobilist während einer Deutschlandfahrt keine grossen Schwierigkeiten zu gewärtigen, sofern er gut vorsorgt. Die Besetzungsbehörden betrachten gewissermassen jeden Ausländer als Gaöt und machen nirgends grosse Anstände. Generalvertretung für die Schweiz: C. Schlotterbeck Automobile AG., Basel, beim Bundesbahnhof, Telephon (061) 2 4840, Zürich, Falkenstrasse 12, Telephon (051) 34 0054 Vertreter in allen orössern Ortschaften Wegen Platzmangel verkauf« ich mein flugtechnisches Archiv bestehend aus Fachzeitschriften 1942-1947, Katalogen, Fabrikmitteilungen, Hauszeitschriften, Photographien usw., zum grössten Teil fortlaufend registriert und sofort verwendbar. Offerten unter Chiffre 22981 an die Automobil-Revue, Bern. Speedometer- Service E. MAAG TEL. 24 53 33 Kilometerzähler, alle Systeme Tourenzähler Antriebssaiten Fernthermometer Oelmanometer Auto- Uhr«n Benzinpumpen NEUGUMMIERUNG VON PNEUS mif Normal- und Stollenprofil sowi» Reparaturen nur bei Vulkanisierwerkstätte Wir reparieren: Telephon 981275 ZÜRICH 8 OUFOURSTR. 94 E. Muggler, Pneumatikhaus Hinwil (Zeh.) Zu kaufen gesucht von internationaler Speditionsfirma Autotransport- Unternehmen mit vorwiegend 10-Tpnnen-Lastzügen und Konzessionen mit Bereich ganze Schweiz. 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Nr. 5 - MITTWOCH, 4. FEBRUAR 1948 AUTOMOBIlrREVUE Drastische Erhöhung der Automobilzöllc — Aus Devisengründen vermehrter Import ^ von Kleinwagen geplant — Neue Benzinpreiserhöhung in Sicht? — Regierung fordert Reduktion des Treibstoffkonsums Schon vor Ausbruch de« zweiten Weltkrieges befand eich der holländische Automobilismus in einer wenig beneidenswerten Lage. Einmal standen seiner Entfaltung hohe Steuern und Zölle entgegen, und zum andern litt er unter dem Unverständnis von Behörden, die einen bedeutenden Teil der vom Motorfahrzeugbesitzer entrichteten Fißkalabgaben nicht etwa für die Ausbesserung des Strassermetzee, sondern für Zwecke verwendeten, die mit dem Automobil in keinem noch so losen Zusammenhang stehen. Leider sieht es nicht darnach aus, als ob sich das Blatt zum Bessern wenden sollte. Kürzlich erst ist der Tanksäulenpreis für Benzin von 19 auf 26 Cent» pro Liter heraufgesetzt worden, während auf 1. Januar, als Neujahrsgabe gewissermassen, der Einfuhrzoll für Automobile und Ersatzteile eine massive Erhöhung erfahren hat, und zwar von ca. 4 % auf 24 %, d. h. um einen Fünftel, so da&s also ein Wagen, dessen Preis sich bisher auf 5000 Gulden belief, nunmehr mit 6000 Gulden bezahlt werden muss. Dies ist auf die Benelux-Zollunion zurückzuführen, die verlangt, dass die Einfuhrzölle auf Luxusartikeln, denen hierzulande auch das Auto zugerechnet wird, in den drei Vertragsländern in Uebereinstimmung zu bringen sind. Auch einzelne Fahrgestelle und Karosserien werden nunmehr mit einem Einfuhrzoll von 24 % belegt, währenddem eich die Belastung für Einzelteile auf 6 bis 15 % beläuft. Die Folgen dieser Politik lassen 6ich leicht ausmalen: ein in Holland montierter Ford kommt billiger zu stehen als ein aus den USA importierter Wagen; dasselbe ist von den in Antwerpen montierten Chevrolets zu sagen. Unter diesen Umständen liegt es nahe, dass auch andere amerikanische Personenwagenfabrikanten versuchen, in den Niederlanden oder Belgien Montagewerke zu errichten. Indessen steht die holländische Regierung diesen Bestrebungen keineswegs sympathisch gegen- ,über, weshalb damit zu rechnen ist, dass Ford in Holland und die General Motors in Antwerpen auch weiterhin eine Vorzugsstellung einnehmen, um so mehr als der HOLLAND Brief aus Holland (Von unserem Korrespondenten) Import Ton Motorfahrzeugen vor allein auch eine Devisenfrage ist. Ein« Devisensparmaissnahme war es auch, als die Behörden zur Annullierung der Ende Dezember noch nicht ausgeführten Bestellungen schritten, indem das betreffende Kontingent kurzerhand als ein Teil des Gesamtkontingentes pro 1948 bezeichnet wurde. Dem Vernehmen nach besteht ein Plan, wonach in diesem Jahre 14 000 Personenwagen und 6000 Nutzfahrzeuge eingeführt werden sollen, wobei die Tendenz dahin gehen dürfte, aus Devisengründen möglichst wenig Amerikaner, dagegen um so mehr englische, französische und tschechische Kleinwagen hereinzubekommen. Es hat sich jedoch gezeigt, dass der Holländer, der von der Vorkriegszeit her an grössere, vorab amerikanische Wagen gewohnt ist, gegenüber den Kleinwagen noch immer eine gewisse Abneigung empfindet, weil diese weniger Raum und Komfort bieten und zu öfterem Schalten zwingen. Den sog. Reichsverkehrsinspektionen, in deren Händen die Erteilung von Kauflizenzen liegt, gehen denn auch zahlreiche Gesuche für Amerikaner Wagen zu. Wenn sie unbeanstandet passieren, kann einer schon von Glück reden, weil nämlich die Beamten in der Regel die Meinung vertreten, ein Kleinwagen genüge vollauf. Wie gesagt, ein Importplan ist vorhanden, ohne dass man jedoch das notwendige Devisenkontingent dafür reserviert hätte. Lediglich für das erste Quartal hat die Regierung provisorisch eine Viertelmillion Pfund Sterling und 1,7 Mill, Dollar zur Verfügung gestellt, wobei aber die Dollar auch zur Bezahlung der aus der USA- Zone Deutschlands kommenden Opel-Wagen ausreichen müssen, hofft man doch, vom März hinweg monatlich 100 Olympia und ab Juli ausserdem 100 Captain übernehmen zu können. Endlich besteht die Absicht, 1500 Wagen aus der Tschechoslowakei im Verhältnis von 10 Personenwagen auf einen Lastwagen einzuführen. Der Nachteil beim Techecbengeech&ft. besteht vor allem darin, dass man in Holland für den Preis, den man für einen kleinen Skoda zu erlegen hat, auch einen FoTd oder einen Chevrolet erhält. Aehnliches gilt für Frankreich, das auf Grund von Handelsabkommen etwa 2000 Personenwagen liefern dürfte. Allen anderen Behauptungen zum Trotz lässt sich nicht bestreiten, dass viele alte, ausgeleierte Vehikel im Verkehr stehen. Die Folgen bleiben nicht aus. Nie zuvor hatten sich die Automobilisten in dem Masse mit Pannen herumzuschlagen wie dies zur Zeit der Fall ist Angesichts dieser wenig erfreulichen Sachlage hat sich der Allgemeine Touristenbund anerboten, zur Hilfeleistung seine Strassenwarte zu mobilisieren, Sie patrouillieren auf den Hauptverkehrsadern von morgens früh bis abends spät auf Motorrädern mit Seitenwagen, um allenfalls « stillgelegten» Fahrzeugen wieder auf die « Beine » zu helfen. Einen andern Weg hat der Königlich-Niederländische Automobil-Club eingeschlagen, der den Standpunkt vertritt, das wahllose Hin- und Herfahren von Motorrädern sei wirtschaftlich nicht zu verantworten, denn letzten Endes jage die Feuerwehr auch nicht den ganzen Tag im Land umher, um irgendwo in Funktion treten zu können. Deshalb schuf er eine Organisation, der bestimmte Garagen und Reparaturwerkstätten sowie das Rote Kreuz angeschlossen sind, welche auf einen telephonischen Aufruf hin zur Hilfeleistung « ausrücken », Außerdem ist beabsichtigt, dieser Idee auch die Radiotelephonie dienstbar zu machen. Um anderseits seine Mitglieder vor unangenehmen Ueberraschungen zu bewahren, hat der Automobil-Club einen Dienst ins Leben gerufen, bei dem man seinen Wagen auf Herz und Nieren prüfen lassen kann. An Hand des Rapportes, den die Experten abfassen, vermag der Autobesitzer zu ersehen, wie es um den Zustand seines Fahrzeugs bestellt ist und inwieweit sich gegebenenfalls Reparaturen aufdrängen. Die Schaffung eines solchen Dienste« lag schon deshalb nahe, weil Hollands Motorfahrzeugpark im Vergleich zur Vorkriegszeit noch immer ein Manko von ca. 40 000 Wagen (60 000 gegen 100 000) aufweist. Solange die Einfuhr kontingentiert bleibt, kommt eben niemand darum herum, 6ein Vehikel länger als üblich im Verkehr zu halten, was den holländischen AC bewog, die erwähnten Vorsichtsmassnahmen zu treffen. Neuerdings zeichnet sich am Horizont eine weitere Gefahr ab. Die Regierung hält dafür, dass der Treibstoffverbrauch viel zu hoch ist. Und weil das am Devisenvorrat zehrt, droht sie offen mit der Rationierung. Tatsächlich haben die letzten Preiserhöhungen den Benzinkonaum in keiner Weise einzudämmen vermocht. In automobilistischen Kreisen traut man den Behörden ohne weiteres zu, dass sie neuerdings eine Heraufsetzung des Pumpenpreise« anordnen — Pessimisten rechnen mit einem Aufschlag von 9 Cents pro Liter — und diesen neuen Beutezug mit einer Rationierung oder einem teilweisen Fahrverbot — sei es sonntags oder an ein bis zwei Wochentagen — verbinden. Diese Befürchtungen sind es, die die Verbände veranla6st haben, eine Spezialkommission zu bilden und mit einem fertigen Plan an die Regierung heranzutreten, darin sie aus freien Stücken Vorschläge zur Reduktion des Benzinverbrauchs unterbreiten, weil sie — mit Recht — der Meinung sind, es sollte unter allen Umständen verhindert werden, einen kostspieligen Beamtenapparat für eine vorübergehende Rationierung in Bewegung zu setzen. Noch ist ein Entscheid darüber, welche Folge die Behörden dieser Anregung zu geben gedenken, offiziell nicht gefallen. Wie ich jedoch aus zuverlässiger Quelle vernehme, 6oll 6ich die Regierung mit diesem Plan einverstanden erklärt haben, so dass in Kürze mit dessen Propagierung bei allen Automobilisten zu rechnen ist. Für den Fall allerdings, dass das Resultat der auf Freiwilligkeit beruhenden Aktion den Erwartungen nicht entsprechen, d. h. der Konsum nicht zurückgehen sollte, werden strenge behördliche Restriktionen nicht zu vermeiden sein. Ly. Australien - Importland für Autos Dringender Bedarf an neuen Wagen Nach einer amtlichen Erhebung standen 1939 in Australien 862 602 Motorfahrzeuge im Verkehr. Da während der letzten acht Jahre nur wenig neue Wagen in Betrieb genommen wurden, ergibt sich hieraus, da6s ein grosser Teil des Bestandes heute mindestens acht Jahre oder älter ist. Australien könnte derzeit, alles in allem gerechnet, rund 250000 neue Personen- und Lastwagen sowie andere Motorfahrzeuge aufnehmen, auch zu den heutigen erhöhten Preisen, In Fachkreisen ist man überzeugt, dass es möglich sein würde, innerhalb eines einzigen Jahres Käufer für etwa 70 000 bis 80 000 neue Wagen zu finden. Je länger es dauert, bis die Auffüllung der Bestände möglich ist, um so höher staut sich der Bedarf, Unter diesen Umständen schrumpft das Altwagengeschäft stark zusammen, weil die Lust zum Verkaufen entsprechend gering ist. Besondere Schwierigkeiten stellen sieh unter den heutigen Verhältnissen der Versorgung mit Ersatzteilen entgegen. Man kann sich denken, das« es kaum mehr gelingt, für Wagen aus dem Jahre 1928 noch die nötigen Ersatzteile zu beschaffen. Hinzu kommt noch die Vielfalt der Typen, weshalb in zahlreichen Fällen eine kostspielige Neuanfertigung als einziger Ausweg übrigbleibt. W. F. Le magnum de Is cuisine soignee. Au Bar, pianiste. Das in den zytlndenvänden stark ertritit« Wasser Illissl direkt durch d«n Heizkörper. ARVIN-Wormwasserheizungen hoben sich guf der ganzen Well seit über 20 Jahren dank ihren hervorragenden Qualitäten glänzend bewährt. Einige ihrer markantesten Eigenschaften sind: WIRTSCHAFTLICH Als Warmwasserheizung benötigt die ARVIN weder Vergaseramchlüsse noch verbraucht sie Brennstoff. Die Leistung des Motors wird oIlP In keiner Weise beeinträchtigt. 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