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E_1948_Zeitung_Nr.007

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16 AUTOMOBIL-REVUE

16 AUTOMOBIL-REVUE MTn-rocn. is. FEBRÜAR ms - Nr.7 Betriebskosten der Wagen unserer Leser NASH «600» Der schöne Wagen Ein luxuscoupi auf dem Maseratl-l,5-liler-5por(chassis. Diese Karosserie von Ptnin Farlna Ist für die neue italienische Bauweise ohne Kotflügel und glatte Seitenwände charakteristisch. Gut gelungen sind die Fronlgeslaltung und die besonders grosse Fensterfläche, während der Zierwulst über dem Vorderrad die horizontale Linie betont und gleichzeitig schmale Ventilationsschlitze für die Motorluft enthält. Zur nachstehenden Betriebsrechnung sind einige Bemerkungen vorauszuschicken. < Ich habe aus beruflichen Gründen vor .allem die ausgedehnten Quellengebiete von Sihl- und Lorzetal im Kanton Zug zu befahren. Zudem wird der Wagen auch für amtliche Pikettdien6tfahrten benützt und dabei strapaziert. Bei Störungen von Wasserleitungen ist ee notwendig, bei jeder Tagesund Nachtzeit rasch, eventuell mit einer Pikettmannschaft, zur Stelle zu sein. NASH « 600 > 1946. Fahrleisluno während Rechnungsperiode: 21 246 km Mittlere Besetzung: 2 Personen 14.4 PS, Standort Zürich Vermögensreehnung Fr. Buchwert bei Rechnungsbeginn 13 960.70 Buchwert bei Rechnungsabschluss 12 309.27 Amortisation 1651.43 Zeitkosten Kapitalzins, 3% von Fr. 13 960.70 418.80 Verkehrssleuer 340.50 Haftpflichtversicherung 276.40 Clubbeitrag 24.— Führerausweis 10.— Anschaffungen (Schwamm u. Hirschleder) 29.70 Abtg. «Automobil-Revue» 12.50 Total 1 111.90 Fahrkosten Benzin, 2762 liier ä Fr. —.62 1 712.44 Oelwechsel. 70 Liter ä Fr. 2.60 + 2.— pro Service 210.— Waschen, Schmieren, Unterhalt, Trinkgeld 279.60 Reparaturen und Revisionen 261.60 Frostschutzmittel 38.— Pneu- und Schlauchersatz unter Reparaturen enthalten —.-"' Colloidol-Graphlt 7.50 Total 2 509.14 Gesamtkosten 5 272.47 Kosten pro Kilometer 24.81 Meine Wahl fiel auf einen Nash «600», obschon deren erst wenige Wagen fuhren. Nach einer Kilometerleistung von über 21000 habe ich meinen Entschluss nicht zu bereuen. Der letzte Winter war streng und schneereichj ich verfüge wegen Strommangel über keine heizbare Garage; der Wagen steht sehr oft in der Kälte, und dennoch: Witterungsschäden ßind deswegen am Lack keine aufgetreten. Weder Türen noch die übrigen Karosserieteile machen sich durch Geräusche bemerkbar. Mit der Leistung des 14,4 PS-Motors bin ich vollauf zufrieden. Es ist das erstemal, dass ich während meiner 25jährigen Fahrpraxis nur ~>it so kleinem Motor fahre, doch hatte ich im Kt*'eu Winter auch mit Ketten nie das Gefühl, am Ende seiner Leistung zu sein. Neben der Geräumigkeit des Wagens empfinden alle Mitfahrer die Heizung als besonders angenehm. Was mich am meisten immer wieder freut, ist der grosse Kofferraum, der es mir ermöglicht, für meinen Dienst gleich die nötigen Gegenstände zu verstauen oder für eine Reise einen wirklichen und nicht nur einen andeutungsweise vorhandenen Kofferraum zu haben. Die Anschaffungskosten (Buchwert bei Rechnungsbeginn) von FT. 13 960.70 setzen sich aus folgenden Ausgaben zusammen: Nash-« 600 »-Limousine, viertürig, Mod. Fr. 1946, 14,4 PS 12 800.— 4 % Wust 512.— Ueberzüge der Polster und Cellophaneinfassungen der Türen 285.— 2 Extra Schneepneus 261.— 1 Paar Schneeketten 71.80 1 Schmierpresse 10.90 Expertengebühren, Kant. Verkehrsamt 20.—r Fr. 13 960.70, Die Zeitkosten: Die Garage steht mir unentgeltlich zur Verfügung. Eine Kasko- und Insassenversicherung habe ich nicht. Ein Betrag von ca. Fr. 400.— für eine Kaskoversicherung würde mein Budget als Angestellter zu sehr belasten. Es erübrigt sich, eine zusätzliche Unfallversicherung abzuschliessen, da ich gegen Betriebs- und Nichtbetriebsunfall versichert bin. Eine Insassenversicherung für meine Familie werde ich im kommenden Jahr abschließen. Die Fahrkosten: Oel wurde nie nachgefüllt. Dafür wurde der Oelwechsel je nach Beanspruchung des Wagens durch Passfahrten schon bei 1500 km und früheT vollzogen. An der Schmierung und am Oelwechsel wird nicht gespart. Andere Wagenbesitzer werden den Posten Unterhalt auch noch um einiges kleiner halten können. Mein Wagen wird beim täglichen Besuch der Baustellen eben verschmutzt. Auch kann ich auf schlechtes Wetter keine Rücksicht nehmen. Im Posten Reparaturen figuriert ein Betrag von Fr. 150.— für Motor russen und Ventile einschleifen nach 20 000 km. Darin sind die Kosten für 6, Kerzen eingeschlossen, die überflüssigerweise ersetzt werden mussten. Unverschuldet und unerwartet figuriert eine Ausgabe von Fr. 80.— für eine Kontrolle des Differentialgetriebes. Nach 10 000 km trat in der Hinterachse ein Summtotv auf. Bei der sofort vorgenommenen Kontrolle auf der Strecke zeigte sich, dass das Gehäuse bei normalem Oelstand viel zu heiss war, was nur auf ungeeignetes Oel oder auf Unreinigkeiten bei der Uebernahme zurückzuführen ist. Der Summton hat, obschon das Oel in der Hinterachse dreimal gewechselt wurde und die Verzahnung nun im geeigneten Oelfilm reichlich Gelegenheit hatte, 6ich einzulaufen, nicht wesentlich nachgelassen. Der Benzinverbrauch beträgt 12 Liter auf 100 km, bei Schnee natürlich entsprechend mehr. ' Th. W. Neue Motoren für die Rover 1948 Schlags von Seite 15 Die Kraftübertragung wurde nicht geändert und besteht wie bisher aus einer Einplatten-Trockenkupplung, dem Vierganggetriebe mit drei schrägverzahnten und zwei synchronisierten Gängen sowie dem 6perrbaren Freilauf. An Stelle der Zentralchassisschmierung treten Gummilager sowie nach Möglichkeit dauergeschmierte Stellen. Eine einfache Hebevorrichtung erleichtert den Radwechsel. Da das Wagengewicht gleich geblieben ist, die Motorleistungen aber im Vergleich zu den bisherigen entsprechenden Typen eher erhöht wurde [ein genauer Vergleich ist nicht möglich, da die Rover- Werke eTstmalß die Bremsleistungen ihrer Motoren angeben), dürfte die verfügbare Reserve auf der Strasse ebenfalls eine Steigerung zeigen. Auch die übrigen Aenderungen dürften auf die Fahreigenschaften einen guten Einfluss ausüben und den Wert dieser Wagen noch steigern. A.-R.-BERATUNGSDIENST Der A.-K.-Beratungsdienst beantwortet aus Fragen automobilistischer Natur wie Wagenwahl, Technik, Rechtsfragen etc. Antragen sind unter Beilage eines adressierten, frankierten Briefumschlages *u richten an die Redaktion der Automobil- Revue- Breitenrainstrasse 97, Bern. Eine kleine Auswahl der allg.interessierenden Fragen wird periodisch veröitentHchi. Schriftliche Antworten: Frcnzösischs und italienische Autofabrilcen (P D in G., M. in H.), Europa-luftfüllschlauch (S. in Z., L. in F. P in Z., M. in B.J, Scotchlite

Nr. 7 - MITTWOCH, 18. FEBRUAR 1948 AUTOMOBIL-REVUE 17 Die International-Harvester-Lastwagen Einheitliche Typenreihe von 21 verschiedenen Basismodellen Die International Harvester Company, deren Lastwagen und Traktoren sich auch in der Schweiz seit Jahren eines guten Rufes erfreuen, konnte letztes Jahr das Jubiläum ihrer 40jährigen Tätigkeit feiern. Die Firma hat sich neben • der Herstellung von Landwirtschaftsmaschinen auf den Bau von Nutzfahrzeugen spezialisiert und verfolgt seit Jahren das Prinzip, dass ein Nutzfahrzeug seine Aufgabe nur dann befriedigend und wirtschaftlich erfüllen könne, wenn es in jeder Beziehung, d. h. bezüglich Abmessungen, Nutzlast, Motorleistung, Getriebegangzahl, Hinterachsübersetzung, Reifengrösse usw. genau dem vorgesehenen Verwendungszweck angepasst wird. Aus diesem Grunde werden nicht weniger als 21 verschiedene Basismodelle mit Gesamtgewichten von 2000 bis 40 000 kg hergestellt, die mit 13 verschiedenen Motortypen mit Zylinderinhalten von 3480 bis 17 900 ccm ausgerüstet sind. Für die leichteren Modelle •werden durchwegs Benzinmotoren verwendet; für die schwereren 6tehen auf Wunsch auch Dieseloder Butanmotoren zur Verfügung. Die Bremsleistungen der verschiedenen Typen variieren zwischen 82,4 und 295 PS. Die Fabrikation der ganzen Typenreihe verteilt sich auf drei verschiedene Fabriken in Springfield, Fort Wayne und Emeryville (Kalifornien). In der letzteren Fabrik werden die sogenannten W- oder «Western »-Typen hergestellt. Es sind dies ausgesprochene Schwergewichte mit Nutzlasten von 10 und mehr Tonnen, die von den meisten europäischen Staaten überhaupt nicht zum Verkehr zugelassen würden. Der weitaus grösste Teil der Benzinmotoren sind Eigenfabrikate des International-Harvester- Konzerns und werden in einer besonderen Motorenfabrik in Indianapolis in Großserien hergestellt. Einzig in die ganz schweren Lastwagen der Western-Serie werden Continental- und Hall-Scott- Benzinmotoren von 254 bzw. 295 PS eingebaut. Die gegen Aufpreis lieferbaren Dieselmotoren sind durchwegs Fremdfabrikate; es werden für die Schwergewichte Cummins-, für die mittleren Modelle Buda-Typen verwendet, letztere allerdings hauptsächlich nur für den Export, da bekanntlich in den USA die Brennstoffkosten einen weit geringeren Anteil an den Betriebskosten ausmachen als bei uns in Europa. Der Amerikaner zieht deshalb den nicht nur geräuschloseren und elastischeren, sondern auch beträchtlich billigeren Benzinmotor für die kleineren und mittelgrossen Nutzfahrzeuge dem Dieselmotor vor. Der Import in die Schweiz beschränkt sich auf die kleineren Modelle mit der Typenbezeichnung KB-1 bis KB-7 für Nutzlasten K «te ZWEI SCHWEIZERISCHE KAROSSERIEN Oben ein KB-3 mit 1,5 Tonnen Tragkraft und offener Brücke, unten der KB-7 mit vier Tonnen Tragkraft und Blachenkarosserie. Das Fahrgestell des KB-5 mit einer Tragkraft (karossiert) von 3,5 Tonnen. von 800 kg bis 5 Tonnen Ihre Ausführung ist gegenüber den letztjäbrigen Modellen bis auf einige kleine Aenderungen gleich geblieben. Aeusserlich sind die neuen Modelle durch eine leicht veränderte Kühlergitterverzierung zu erkennen. Als Triebwerke stehen fünf verschiedene Typen, vier Benzinmotoren eigener Konstruktion und ein Buda- Einbaudieselmotor zur Verfügung. Die wichtigsten Daten sind in der untenstehenden Tabelle zusammengestellt. Die Green Diamond-Typen, mit denen die kleineren Fahrzeugmodelle KB-1 bis KB-5 ausgerüstet wefden, sind bewährte Sechszylindermotoren von normalem Aufbau mit seitlich stehenden Ventilen Das massig hohe Verdichtungsverhältnis (6,3: 1) tin'd die nicht allzuhoch getriebene Literleistung (ca. 24 PS/Liter) sowie der durchwegs robuste Aufbau dieser Motoren beweisen, dass sie speziell für den schweren Dienst in Nutzfahrzeugen entworfen wurden. Bemerkenswert ist das sehr sorgfältig ausgebildete Schmiersystem. Die grossdimensionierte Zahnradpumpe fördert das Schmieröl durch die Kurbelwelle und die hohlgebohrten Pleuelstangen bis zu den Kolbenbolzen. Die Kurbelwelle ist nach dem Tocco-Verfahren hochfrequenzgehärtet und in vier leicht auswechselbaren dünnwandigen Präzisionslagerschalen gelagert. Gleiche Lagerschalen werden für die Pleuellager verwendet. Mit den Motoren sind in üblicher Weise die Getriebe verblockt: Die für die Schweiz bestimmten Fahrzeuge werden alle mit Vierganggetrieben ausgerüstet. Die Kupplung ist eine nor- •**o\d** AUSDAUER contra Aberglauben! Spieglein, Spieglein an der Wand...? Doch, wehe! wenn es in Scherben geht! 7 Jahre Unglück soll es bedeuten. Und woher stammt dieser Unsinn? Aus jener grauen Vergangenheit, wo man des Glaubens war, die Spiegelung des Menschen im Wasser und im Spiegel sei seine Seele. Ein neuer Beweis dafür, wie kläglich sich der Aberglaube im Vergleich zur AUSDAUER, die immer das letzte Wort hat, ausnimmt. Denken Sie jetzt daran, denn; Treffersumme erhöht um Fr. 101OOO.- auf Fr. 631 OOO.-! Trefferzähl um 6080 erhöht auf 28849! Haupttreffer: Fr. 5IM*.—, 2« •••-, 2 mal 10 08©.-, 5 mal 5999.. etc.... Jede 10-Los-Serie enthält mindestens 1 Treffer und bietet 9 übrige Chancen! 1 Los Fr. 5.- (plus 40 Rp. für Porto) ayf Postcheckkonto III 10026. Adresse: Seva-Lotterie, Bern. ZIEHUNG 28. Febr. also in 8 Tagen schon! 9* Messwerkzeug EXACTA Vorteile: Zentriert sich selbst - Direktes Ablesen des Masses - Rasches Messen an verschiedenen Stellen durch Verschieben und Drehen. 99 Die bewährte holländisch« Messbereich: Typl 60-106 mm Typ II 100-180 mm Unverbindliche Vorführungen durch EXACTA Messwerkzeuge ZÜRICH Hafdturmstrasse 88 Tel.(051)23 58 07 Q U ALITÄTS-AUTOG LÜ H LAM P E Scheinwerferlampen, Stop-, Schluss- und Kontrollampen 6 und 12 Volt bis auf weiteres wieder ab Lager lieferbar Direkter Import: WAELCHLI & BOLLIER AG. Abteilung elektrische Teile für Fahrzeuge Seefeldstrasse 98 ZÜRICHS Tel. (051) 326661