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E_1948_Zeitung_Nr.010

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AUTOMOBIL-REVUE

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Nr. 10 - MITTWOCH, 10. MÄRZ 1948 AUIÜMOBIJ^REVUE Ifgny (FN) erfolgreich, wogegen sich auf der Piste Von Eaumorte folgende Kämpen auszeichneten: Rennwagen: Martin (Amilcor) 21,6" = 166,66 km/h Sportwagen: Delmar (Steyr] 22,5" = 160,000 km/h Tourenwagen: Hürliman (Mercedes Kl 25,1" = 143,426 km/h Der Grosse Preis der Voituretten in Meyrin gestaltete sich insofern zu einer schweren Enttäuschung, ols nur drei Konkurrenten am Start erschienen. Davincourt auf Salmson-Kompressor beewang die Distanz von 148,8 km mit einem Mitte! von 160,052 km/h. Einen riesigen Teilnehmererfolg erzielte die Sternfahrt 1928, zu der 87 Bewerber starteten, von denen nur vier auf der Strecke blieben. Neu war am Reglement, Üass die Bekanntgabe der einzelnen Fahrtrouten erst unmittelbar vor dem Start erfolgte. In Front landete diesmal der Barner K. Fortmann auf Farman, der Vater des heute aktiven Rennfahrertrios. Das Kilometer-Iance von Eaumorte zerfiel neu in ein nationales und ein internationales Rennen. Resultate: National i Rennwagen: Heusser IBugatti) 19,74" = 182,370 km/h Sportwagen: Freuler (Steyr) 23,82" = 151,261 km/h Jourenwagenj Büttikofer (Martini) 30,38" = 118,421 km/h International: Rennwagen: Martin (Amilcar) Sportwagen: v. Wentzel-Mosao 20,03" = 179,730 km/h (Mercedes-Benz) 21,10" = 170,616 km/h Ausserdem fand auf der Strecke von Grand- Saconnex, duf der die Genfer zuvor verschiedentlich geschlossene Sektionsrennen ausgetragen hatten, ein Kilometer-Bergrennen mit stehendem Start statt. Sieger: Rennwagen: Escher (Bugafti Kl 34,4" = 104,65 km/h Sportwagen: Blaettler (Mercedes K) 35,6" = 101,12 km/h Jourenwagen: Segard (Panhard) 45,8" = 78,60 km/h Am Ra'Hye ACS-Spartkomrmssär Pierrehutnbert, Le locle (Hlspano-Sui'za) ex aequo den ersten Platz betagten, wurden die Bestimmungen durch Erhöhung der vorgeschriebenen Durchschnittsgeschwindigkeit auf 37,5 km/h in Anbetracht des damaligen Strassenzustandes nicht unwesentlich verschärft. Im Kilometerrennen von Eaumorte kehrte man zu dem dort schon 1914 praktizierten stehenden Start zurück. Spitzenreiter National : Rennwagen: Strittmatter (Bugottil Sportwagen: Escher (Bugatti) Tourenwagen: Duval R. iChrysler) 31,9" = 112,8 km/h 34,4" = 104,6 km/h 41,1" = 87,6 km/h Internationali Rennwagen: Morel (Amilcar) Sportwagen: v. Wentzel-Mosau 30,6" = 117,6 km/h (Mercedes-Benz) 32,0" = 112,5 km/h Im Verein mit der Sektion Waadt organisierte Genf nach langjährigem Unterbruch neuerdings das Rennen auf den Marchaiwz, den Stuber auf Bugatti in 7:56,8 = 72,9 km/h erklomm. Weitere Reglementsabänderungen (Befahren der Strecke mit zweimal wechselnden Stundenmitteln), traten in bezug auf die Sternfahrt 1930 in Kraft. In den Erfolg teilten sich Geiser, Huttwi! (Reo), Theilkäs, Bern (FcHcon-Knight) und K. Fortmann, Bern (Farman). — Mit einer bösen Katastrophe endete der Kilometer-arrete von Eaumorte, indem sich ein Rad des Amücar-Rennwagens, an dessen Steuer der Genfer Theo Sarbach sass, in den Tramschienen der Auslaufkurve verfing. Beim unvermeidlichen Sturz zog sich der Pilot einen Beinbruch und schwere Kopfverletzungen 'ZU; wenige Tage darauf erlag er einer Embolie. Dieser' Zwischenfall bildete für die Organisatoren das Fanal, inskünftig auf die Durchführung von Rennen auf dieser gefährlichen Piste zu verzichten. — Resultate: 1929, Rennwagen: Stuber (Bugqtti) Sportwagen: Escher (Bugattil wo H. Moser, Frutigen (Bugatti) und der heutige • Tourenwageni Zwimpfer (Chrysler) Die Beteiligung an der Sternfahrt 1931, die der Berner E. H. Thommen auf Fiat gewann, sank beinahe auf den Nullpunkt, indem nur zehn Automobilisten der Einladung der Genfer Folge leisteten. Das endgültig nach Grand-Saconnex verlegte Kilometerrennen mit stehendem Start zeitigte die nachstehenden Ergebnisse: Rennwagen: Stuber (Bugatti) 30,6" = 177,647 km/h Sportwagen: H. C. Wehrli (Alfa Romeo) 32,4" = 111,1 km/h Tourenwagen i Muff (Chrysler) 45,0" = 80,0 km/h Am ersten Junisonntag kamen in Meyrin zur Abwechslung wieder einmal Rundrennen zur Durchführung, und zwar ein Grosser Preis der Kleinwagen (350—1100 ccm), der Benoit auf Amilcar als Sieger sah, und der Grosse Preis von Genf in drei Vorläufen und einem Finale mit Lehoux auf Bugatti ols überlegenem Erstem. Für die Periode von 1932—1934 ist grundsätzlich Neues in bezug auf den Kilometer-arrete von Grand-Saconnex nicht zu melden, wo im Kampf gegen den Uhrzeiger folgende Koryphäen die Siegespalme errangen: Die Krise macht sich bemerkbar 1932i Rennwagen: Stuber (Bugatti) Sportwagen: Dr. Karrer (Bugatti) Tourenwagen! Maurer (Voisin) 1933 : Rennwagen: Stuber [Bugatti) Sportwagen: Villars (Alfa Romeo) Tourenwagen: Maurer (Voisin) 29,5" = 122,04 km/h 32,7" = 110,09 km/h 41,3" = 87,17 km/h 27,4" 30,4" 42,4" 28,8" 32,4" 42,6" 1934. Rennwagen: A. Hug (Bugatti) 28,4" Sportwagen: Frau Gradenwitz (M.-Benz) 37,6" Tourenwageni Zwimpfer (Chrysler) 40,8" 131,387 km/h 117,646 km/h 84,906 km/h 125,0 km/h 111,11 km/h 84,507 km/h 126,760 km/h 95,740 km/h 88,230 km/h Für eine interessantere Gestaltung der Sternfahrt dagegen wurde immerfort nach neuen Wegen gesucht. 1932 (Sieger E.H.Thommen, Bern, Fiat) griff man auf die Reglemente der Jahre 1928/29 zurück, 1933 (Sieger.Petermann, Moutier, Chrysler) bestand die Möglichkeit, gewissermassen eine «Auswahlsendung > von bestimmten Etappen nach fre-iem Ermessen zu kombinieren, wobei die Distanz auf maximal 300 km und die Stundenmittel je nach Hubraum auf 40—50 km festgesetzt und ausserdern eine Geschmeidigkeitsprüfung ins Programm aufgenommen wurde. 1934 endlich (Sieger Eherhard, La Chaux-de-Fonds, Delage) verzichtete »rian darauf, die DurchsehnittsgeschwfndJokeit nach oben zu begrenzen und begnügte sich vielmehr damit, eine untere Limite von 40 km/h festzulegen. Mit 1935 ist das letzte Kilometerrennen von Grand-Saconnex, das sich entsprechend der allgemein nidsigehenden Konjunktur nurmehr einer massigen Beteiligung erfreute, in die Genfer Automobilsportgeschichte eingegangen, und zwar flitzten die Konkurrenten diesmal mit fliegendem Start der gemessenen Strecke entgegen. Hier die Kategoriensieger: Rennwagen: Ruesch (Maserati) 24,4" = 137,541 km/h Sportwagen: de Montfort (Bugatti) 30 2" = 119,205 km/h Tourenwagen: Pilloud (Fiat) 44,4" = 81,081 km/h Beim Rallye, das L. Chytil-Straub, Rorschach (Chrysler) gewann und das in allen Rängen 'zahlreiche, durch das Reglement begünstigte ex aequos zeitigte, wurde im Prinzip an den Vorschriften von 1934 festgehalten, jedoch den Konkurrenten für das Passieren der Kontrollorte je nach deren Lage eine Anzahl von Punkten kreditiert. Kein Wunder, dass dergestalt die Salonsternfahrten je länger je mehr in pure Rennen ausarteten. Letzt« Vorkriegsjahre im Zeichen der Rallyes 1936-1939. Sich die Erfahrungen von 1935 zunutze machend, schrieben die Organisatoren 1936 wieder eine zwischen Start und Ziel zu beobachtende Höchstgeschwindigkeit vor, die aber an der bisherigen Praxis nichts zu ändern vermochte, weil man sich nicht entschliessen konnte, gleichzeitig auch geheime Kontrollen einzuführen. Dieser offensichtliche Mangel fand seinen Niederschlag in 18 ex aequos im l.Rang. Um «tote Rennen» in diesem Ausmass zu verhindern und das Interesse der Sportleute nicht noch mehr zum Erlahmen zu bringen, als dies bereits der Fall war, behalf man sich 1937 (Sieger Hans Portmann, Basel, Ford) mit der Einschaltung einer gymkhana-ähnlichen Ausscheidungskonkurrenz. Indessen drängte sich gebieterisch eine Neuordnung der Salonsternfahrten auf, die 1938 mit der Ausschreibung eines Schnee- Rallyes Wirklichkeit wurde. Nicht nur bezog man eine Winterbergprüfungsfahrt am Col des Mosses und ein Flachrennen auf der Route Suisse vor Genf in die Konkurrenz ein, sondern verlieh ihm von Grund auf den Charakter einer Zuveriässigkeitsfahrt, der ein Schönheitsfehler lediglich insofern anhaftete, als man Streckenplan und Marschtabelle zu früh bekanntgab, so dass nicht nur im voraus gerechnet, sondern auch trainiert werden konnte. Das Interesse aber war neuerdings geweckt, und als Sieger dieser neuen und in jeder Hinsicht stark verbesserten Auflage der Sternfahrt wurde J. Stich, Le Loole, auf Fiat gefeiert, während aus dem nach einem weiter vervollkommneten Reglement durchgeführten 1939er RaJIye J. Perrin, La Chaux-de- Fands, (Lancia Aprilia), bei den Amateuren und Hans Portmann, Basel (Ford), bei den Experten siegreich hervorgingen. 1936 hatte Genf übrigens auch den Versuch gewagt, Begeisterung für eine internationale Sternfahrt mit vier Tagesetappen (Genf—St. Moritz— St. Galten—Basel—Genf, total 1695 km) zu entfachen, der aber, da nur fünf Interessenten starteten und auch gleich ex aequo den ersten Preis beanspruchten, aw gescheitert betrachtet, und ©in Jahr darauf, nachdem diese Fahrt neuerdings ausgeschrieben worden war, mangels Nennungen abgeblasen werden musste. Und neues Leben blüht... Nach dem vieljährigen, zwangsweisen Unterbruch fiel am 21. Juli 1946 den Genfern die Ehre zu, die erste schweizerische Nachkriegssaison mit dem Grossen Preis der Nationen auf der kurzen, spektakulären Secheron- Rundstrecke würdig zu eröffnen. Das den 1,5-Liter- Rennwagen mit Kompressor reservierte Rennen gliederte sich in zwei Vorläufe und einen Schlusslauf und bewies die eklatante Ueberlegenheit der Alfetta, die sich im Finale mit Farina-Trossi-Wimille gleich die drei ersten Plätze sicherte. In einem Sportwagenrennen, das unsern Einheimischen erstmals wieder seit 1939 Startgelegenheit verschaffte, kamen Waeffler, Zürich, auf BMW 328 und Patthey, Neuenburg, auf MG zu Siegerehren. 1947 erlebte sodann — aus Anlass des ersten Genfer Nachkriegssqlons — die Schneesternfahrt eine grandiose Renaissance, sei es, dass es mit nahezu 100 Konkurrenten einen neuen Teilnehmerrekord zu registrieren gab, sei es, dass man ein Reglement präsentierte, das nun wirklich nur noch wenige Wünsche offen Hess. An erster Stelle des Klassements placierten sich die Berner WiHy Hohl (Ford) bei den Amateuren und August Scheibler (Fiat) bei den Experten. Damit sind wir am Schlüsse unseres Querschnitts durch ein halbes Jahrhundert Genfer Autosportgeschichte angelangt. Rund zwei Dutzend Sternund Zuverlässigkeitsfahrten, eberisoviele Kilometerrennen mit Wiegendem oder stehendem Start, ein Dutzend Bergrennen, vier Rundrennen und ungezählte geschlossene Konkurrenzen hat die Sektion Genf des ACS in diesem Zeitraum organisiert. Die Bilanz darf sich sehen 'lassen! Der Grosse Preis von Lugano ist vom 29. auf den 22. August 1948 vorverlegt worden. Der Zürcher Rennfahrer Rudolf Fischer hat sich einen der Vorjahrs-Simca-Gordini-1100-ccm- Monoposto-Rennwagen erstanden, der am Genfer Salon ausgestellt sein wird und mit de, 4-Pl.-Limousine, 6 PS ab Fr. 8550.- Generalvertretung für die deutsche Schweiz: J. H. KELLER AG. vormals SPORTCAR AG. ZÜRICH Ausstellung und Verkauft Bannnof »traue 1. TeleDnoo 2SB6SS Service und Ersatzteil«! Neumunleoual 3Q/32. 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