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E_1948_Zeitung_Nr.011

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m hVUt Pia Administration; Rr.11 - BERN, Freitag, 12. März 1948 Zweite Salon-Nummer Hummer: 30 Rp. ERSTE SCHWEIZERISCHE AUTOMOBIL-ZEITUNG Zentralblatt für die schweizerischen Automobil- und Verkehrsinteressen Schwein ABONNEMENTS-PREISE: halbjährlich Fr. 6.30 jährlich Fr. 12.60 Erscheint Wen Mlttwetk REDAKTION und ADMINISTRATION: Breitenrainstr.97, Bern Telephon (0S1) 2 82 28 . PottcheelcHMM . Telegramm-Adrestej Aatorernc, Ben Geschäftsstelle Zürich: Löwensirssse 51, Zürich 23, Telephon 2S 97 43 INSERTIONS-PREIS: Die achtjespaltene 2 mm hohe Grnndzeile oder deren Ranm 60 Rp. Gröasere Inserate nach Spezialtarif Inseratenschltu» Freitag 12 00 Uhr \ Der 18. Genfer Salon eröffnet Genf. 11. März 1948. Ein festlich herausgeputztes Genf erwartete heute den höchsten Magistraten des Landes zur Eröffnung des 18. Internationalen Automobilsalons. Ueber der Stadt liegt das helle Licht eines Vorfrühlingstages, und auf dem Platz vor dem Bahnhof Cornavin blähen sich an hohen Stangen Flaggen in den Schweizer und den Genfer Farben, als kurz nach Mittag der Berner Zug, mit Bundespräsident Celio in die Halle rollt. Am Perron erwarten ihn die Spitzen der Genfer Staatsbehörden und des Salonkomitees, um ihm ihr Willkommen zu entbieten. Lächelnd entsteigt er, begleitet von einer Reihe hoher Persönlichkeiten aus der Bundesverwaltung, dem Wagen. Verbeugungen, Händedrücken, Hütelüften. Frau Celio wird ein prächtiges Bukett überreicht. In der Halle wie am Ausgang unten steht die Menge Spalier, um den hohen Gast zu begrüssen. In makellosem Glanz erstrahlende Autos entführen darauf die illustre Gesellschaft die Stadt hin* unter nach dejn Hptel des Bergues, wo sich nach einer Tradition, *-di«j so alt : ist?- wie der Salon selbst, der erste Akt der Eröffnung, das Festbankett, abspielt. Wie es der Brauch will, machte dabei der Präsident des Organisationskomitees des Salons, Herr Ch. Dechevrens, den Anfang im Reigen der Reden. Klar und prägnant umriss «r mit seinen substanziellen Darlegungen die Probleme, welche die schweizerische Automobilwirtschaft heute beschäftigen, und frei und offen formulierte er deren Auffassungen and Begehren. Ihm antwortete, auf die vom Vorredner aufgeworfenen Fragen eingehend, unser Verkehrsminister. Dass das, was er ausführte, immerhin nicht das letzte Wort in den zur Diskussion gestellten Problemen sein dürfte, wohl aber noch Anlass zu weiteren Auseinandersetzungen mit dem motorisierten Strassenverkehr geben mag, liegt in der Natur der Sache. Nach diesem in vollendeter Korrektheit geführten Waffengang ergriff noch der Präsident des Genfer Staatsrates, Casai, das Wort. Auf die einzelnen Reden hier näher einzutreten, erübrigt sich, zumal sie der Leser an anderer Stelle dieser Nummer im Wortlaut findet. Inzwischen haben sich in Plainpalais draussen die Tore des Salons dem Publikum bereits geöffnet. In Scharen belagert es die Kassen und strömt es herein in die lichten Hallen, die mit ihrer hellen Tönung und den braunen Standschildern mit roter Schrift den Räumen ein freundliches Cachet verleihen. Noch ist — könnte es anders sein? — nicht alles « bis zum letzten Knopf» bereit, noch herrscht da und dort emsige Geschäftigkeit. Blumen, Möbel und Teppiche werden an Ort und Stelle geschleppt, hier ein Telephonkabel verlegt, dort die Büroeinrichtung auf dem Stand fertiggestellt.. Handwerker und Arbeiter bringen noch den letzten Schliff. Photographen eilen wie gehetztes Wild umher; von den Ausstellungswagen fallen die letzten Hüllen, Staubwedel treten in Aktion — kurz, es herrscht etwa die Stimmung wie auf der Bühne vor dem Hochgehen des Vorhangs. Im Salon draussen. Aber der Uhrzeiger rückt gegen 4 Uhr, bis es so weit ist. Vom Des Bergues sind die Ehrengäste inzwischen in langer Wagenkolonne durch die beflaggten Strassen zum Ausstellungsgebäude hinausgefahren. In der Vorhalle hat die « Ehrenwache» aus Genfer Polizisten in ihren pittoresken Uniformen Aufstellung genommen, und hinter ihnen drängt sich dicht und immer dichter eine Menge, die beim Einzug der Spitzen von Behörden und Salon-Organisatoren zugegen sein will. Und dann stehen die Hüter der Ordnung stramm, die Türe öffnet sich, und die Schar der Offiziellen und Ehrengäste, voran Bundespräsident Celio, an der Seite von Herrn Dechevrens, betritt den Salon, empfangen vom Kreuzfeuer der Photographen und von den neugierigen Blicken des Publikums. Wieder ist unten den Ehrengästen General Guisan — schon beim Bankett freudig begrüsst — mit dabei. Ohne weitere Förmlichkeiten — denn das Band, das sonst der Vertreter des Bundesrates durchschnitt und mit dieser symbolischen Geste den Salon eröffnete, fehlt diesmal — wird der Rundgang durch die Ausstellung angetreten, mitten unter den übrigen Besuchern, in durchaus demokratischer Manier. Ein kleiner Polizeikordon nur eröffnet und beschlieist den Zug. Mit seiner Visite auf den Ständen, die bei diesem Salon der Rekorde ja in Fülle vorhanden sind, nimmt 4 es der Herr Verkehrsminister, übrigens geinäu und gründlich. Er irerrät lebendiges Interesse am modernen ,X«r« kehfsmittel de*w>jSJavasse, ößt dem* er sicS* l In seinen amtlichen Funktionen immer und immer wieder befassen muss und dessen'Bedeutung er in seihfer Rede anerkannt hat^HJtil verweilend, sich dort etwas erklären' lassend, schreitet er die lange Front der Stände ab, wobei er auch der Zubehörschau. Seine Aufmerksamkeit schenkt. , gehört. Bekannte Gesichter aus allen Himmelsstrichen, auf Schritt und Tritt, Begrüssungen am laufenden Band, eine Generalmobiknachung alles dessen, was irgendwie mit dem Auto zu tun hat. Dass der Ausstellung auch der Publikumserfolg wieder gewiss sein wird, darum braucht es den Veranstaltern nicht zu bangen. Schon der Aufmarsch am Eröffnungstag bewies, was für ein eminentes Interesse dem Automobil in weitesten Kreisen der Bevölkerung entgegenschlägt und wie stark der Motorisierungsgedanke dort Fuss gefasst hat. So ermutigend diese Feststellung ist, so bleibt doch als bitterer Beige- Reden am Genfer Salon Betrachtungen zu den internationalen Rennformeln Eine Statistik über die Personenwagen am Salon Fahrleistungs- und Konstruktionsdaten der USA-Personenwagen Die amerikanischen Personenwagen an der Genfer Schau USA-Bilderschau Neuheiten am Genfer Salon: Die HydramaticKraftübertragung