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E_1948_Zeitung_Nr.011

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10 AUTOMOBIL-REVUE

10 AUTOMOBIL-REVUE FREITAG, 12. MÄRZ 19« - Nr. 11 STATISTIK AM GENFER SALON 19« Tafet 2 Hubvolumen Hubvolumen in cnt> 0-500 500—1000 1000-1500 1500-2000 2000-3000 3000—5000 Ober 5000 England — 4 (9%) 14 [30%! 11 124%) 8 (18%l 9 (19%) — U.S.A. — — — 3 (9%) 23 (72%) i (19%) Frankreich 2 (8%l 4 (17%) 4 (17%) 2 (8%) 5 (21%) 7 (29%) — Italien 1 [6%) 2 (13%) 9 (56%) 1 16%) 2 (13%) 1 (6%) — Tschechoslowakei — 1 125%) 1 (25%) 1 (25%) 1 (25%) — — Deutschland — — 2 (1CO%) — — — — Niederlande ^ — — — — 1 (100%) — Toto) Modelle 3 11 30 15 19 41 6 In Prownlen J » 24 12 15 34 4 fen. (Nachdem die «A.-R. > ihre Stellungnahme zugunsten der Einzelradfederung erst kürzlich in allen Einzelheiten begründet hat, sei ein kleiner ketzerischer Gedanke erlaubt: Ob nicht der Sprung von der starren zur Schwingachse nicht hier und dort eher vom Schielen zur lieben Konkurrenz als von rein kühlen, nüchternen technischen Ueberlegungen veranlasst war? Schwamm darüber.) Die hintere Starrachse bleibt nach wie vor Standardausführung; es ist nicht anzunehmen, dass sich hier etwas ändern wird, obwohl wir gerade bei den Vollschwingachsern am Salon (darunter auch erfreulicherweise Fahrgestelle, die alle technischen Einzelheiten zeigen) einige bestechend schöne, wenn auch nicht gerade billige Konstruktionen sehen können. Die selbsttragenden Karosserien nehmen innerhalb der Großserienwagen langsam, aber regelmässig zu. Ihre Vorteile sind bekannt und unbestritten; die einzigen Nachteile liegen darin, dass der Hersteller einer solchen Karosserie sehr grosse Investitionen machen muss, um den nötigen Maschinenpark anzuschaffen, und dadurch notgedrungen längere Zeit die STATISTIK AM GENFER SALON 1948 Tafel 4 gleichen Modelle bauen wird. Im Interesse' einer Erhaltung des Wagenwertes und einer nicht so starken Betonung des modischen Elementes könnte man diesen Umstand allerdings ebensogut als Vorteil ansehen. Die Antriebsart gibt ebenfalls nur zu wenigen Bemerkungen Anlass. Der normale Antrieb durch den vorderen Motor, Kardanwelle und Hinterräder bleibt nach wie vor, zahlenmässig weitaus am stärksten vertreten; den Frontantrieb finden wir bei einer Minderheit von Wagen als gesicherte, gesunde Lösung, und der Heckmotorwagen findet nur eine kleine Zahl von Anhängern, zu denen neu einige französische Kleinstwagen stossen. Die Eigenschaften aller drei Lösungen sind bekannt. Damit ist unser technischer Rundgang im Sinne einer raschen Analyse des Gesehenen, beendet; die gezogenen Schlüsse verweilen: nicht auf den Einzellösungen, sondern beim Allgemeinen. Die weiteren Aufsätze werden sich mit den verschiedenen Marken sowie auch mit den Karosserien und der Ausstattung befassen. Fahrgestelle ANTRIEBSART RAHMEN RADAUFHÄNGUNGEN «— Ä st CÄ Ä •sarjs^Ät.-äs.' England 46 (100%) - - 39 (85%) 2 (4%) 5 (11%) 21 (46%) 24 (52%) 1 12%) U.S.A. 32 1100%) — — 30 (94% 2 (6%) - 5 (15%) 27 (85%) - (Jeep- 4-Rcd- Antrieb) Frankreich 13 (54%) 7 (29%) 4 (17%) 15 (62%) 8 (33%) 1 (5%) 2 (8%) 18 (75%) 4 (17%) Italien 14 (3854) 1 116%) 1 (6%) 14 (88%) 2 (12%) — — 11 (70%) 5 (30%) . Tschechoslowakei 1 125%) 1 (25%) 2 (50%) 2 (50%) 2 (50%) — — — 4 (100%) Deutschland 1 (£0%) — 1 (50%) — 1 (50%) 1 (50%) — 1 (50%) 1 (50%) Niederlande 1 (100%) — — I (100%) — — 1 (100%) — — Total Modelle 108 10 7 101 17 7 29 81 W In Prozenten 87 • 5 II 13 6 22 45 13 Zylinderabnützung und Harzbildung im Dieselmotor Drei Ursachen wirken bei der Zylinderabnützung zusammen, nämlich Korrosion, Abrieb (Abschmirgeln) und trockene Reibung. Ihre Auswirkungen hingen weitgehend vom Betriefcazustand und den Betriebebedingungen des einzelnen Motors ab. Abgesehen von der Korrosion bei hohen Zylindertemperaturen, welcher nicht von allen Schmierölen gleich gut begegnet werden kann, werden die zwei wichtigsten Korrosiqnsarten durch, die Anwesenheit von Schwefel im Treibstoff und die Bildung von Kohlensäure auf den Zylinderwänden bei unterkühltem Motor verunsacht. Es ist anzunehmen, dass der Schwefel im Treibstoff zu Schwefeltrioxyd verbrennt und mit dem Schmieröl eine Verbindung eingeht, welche sich als harzige Ausscheidung im Carter und den Oelwegen festsetzen. Spezialöle sind in gewissen Grenzen gegen diese Einwirkung unempfindlich. Die durch Schwefel hervorgerufenen Korrosionen sind vielfach überlagert durch die Korrosion der Kohlensäure, wie sie sich in Motoren bildet, welche häufig unterkühlte Betriebszustände aufweisen. Während des Anwärmens und Abkühlens sinkt die Temperatur im Zylinder unter den Taupunkt, so dass Feuchtigkeit an den Zylinderwänden niedergeschlagen wird. Kohlendioxyd, als Verbrennungsprodukt des Kraft- und Schmierstoffe«, bildet mit dem Niederschlag die Kohlensäure, welche die Zylinderwände chemisch angreift. Fortwährend werden die Korrosionsprodukte durch die Kolbenringe abgetragen, wodurch die Oberfläche stets blank und neuen Angriffen ausgesetzt bleibt. Im unterkühlten Zustand zählt weitgehend die Fähigkeit des Oeles zur Bildung eines genügend widerstandsfähigen Oelfilmes als Schutz gegen Säureeinwirkung. Harzige Rückstände aus dem Schmieröl neigen bei hohen Temperaturen zur Bildung von harten Ueberzügen oder von Oelkohle, wodurch der Verschleiss ansteigt, Ablagerung von Oelkohle in den Ringnuten erhöht die Reibung zwischen Kolbenring und Zylinderwand. Schmirgelwirkung zieht stet« Kolben, Kolbenringe und Zylinderwand in Mitleidenschalt. Mittel gegen den Ringvercchleiss wirken also auch der Zylinderabnützung entgegen. Versuche unter völlig gleichen Bedingungen, aber mit Kolbenringen verschiedener Breiten aus dem gleichen Material, mit gleicher Waadstärk« und Luftspalt und gleichem Anpressdruck pro Flächeneinheit, ergaben, dass die Abnützung der Ringe als Funktion der Ringbreite mit zunehmender Breite stark absinkt; gegen Schmirgeleffekte zeigt sich demnach.die grösste konstruktiv zulässige Ringbreite als am widerstandsfähigsten. Andere Methoden, wie Verchromen der Ringkontaktflächen (Reduktion der Abnützung bis zu 25 %) sowie Oberflächenhärtung gusseiserner Ringe oder durchgehendes Härten von Ringen aus legierten Gusseisen zeigten Resultate eines starken Rückganges der Abnützung. Bekanntlich ist «teU ein rückstandslos verbrennender Treibstoff, ebenso guter Zustand von Luftreinigern und -filtern sowie die Vornahme des Oelwechsels in angemessenen Zeitintervallen wichtig. Diese Umstände helfen, die Bildung und den. Eintritt von schmirgelnden Produkten in den Zylinder zu reduzieren. Die trockene Reibung zwischen Ring und Zylinderwand entsteht gewöhnlich beim Einlaufen oder bei starker Belastung eines noch ungenügend erwärmten Motors, Auch sehr hohe Zylindertemperaturen, höbe Kolbengeschwindigkeiten, hohe Gasdrücke und lokal erhöhter Anpressdruck, z. B. infolge verzogener Zylinder, sowie mit Brennstoff verdünnte Schmieröle können die Ursache direkter ungeschmierter metallischer Reibung sein. In dieser Beziehung geht aus Prüfungen der USA-Armee hervor, dass im Widerstand gegen die trockene Reibung der schmale Ring dem breiten gegenüber überlegen ist, dass abeT auch hier mit verchromten Ringlaufflächen eine Besserung erreicht werden kann. Auch Versuche mit Anfüllen der genuteten Ringlauffläche verchromter oder normaler Gusseisenringe mit anderem Material bietet guten Schutz. Dieses Verfahren hat sich auf Diesellokomotiven bestens bewährt. Daneben werden gelegentlich Ueberzüge auf Kolbenringe als Schutz während der Einlaufzeit angewendet. Diese 6ind zweckmässig, wenn nur wenig schmirgelnde Produkte in die Zylinder gelangen und die normalen Betriebsbedingungen des Motors die trokkene Reibung nach der Einlaufzeit ausschliefen. Wie genau die Messungen auf Abnützung heute durchgeführt werden, geht daraus hervor, dass neben der Schaffung stets verbesserter Messmethoden selbst das Schmieröl auf Zunahme des Eisengehaltes chemisch analysiert wird, um die Abnützungsmenge festzulegen. Automobile GENERALVERTRETUNG FÜR DIE SCHWEIZ UND DAS FÜRSTENTUM LIECHTENSTEIN Tucker-Telegramm vom 4. März: Bedauern Lieferungs-Verzögerung. Rechtzeitiges eintreffen des Tucker 48 zum Genfer Salon unmöglich. Senden Wagen sobald vom Werk freigegeben. Tucker Export Corp. Komische Auswirkungen der Spannung, mit welcher der Tucker 48 erwartet wird, sind Gerüchte wie ; Er wird überhaupt nicht fabriziert, denn es gibt gar keine Tucker-Werke Von

Nr. 11 - FREITAG, 12. MÄRZ 1948 AUTOMOBIIrREVUE 11 Internationale Fahrleisfungs- und Konstruktionstabellen 1948 Tafel I: Amerikanische Personenwagen (Zu unserer Beilage über die USA-Personenwagen auf S. 17 ff) Für die sinngemässe Benützung dieser Tabellen und die genaue Bedeutung der einzelnen Kolonnen wird auf den Artikel «Eine neuartige Uebersicht über die Personenwagenkonstruktion 1948 » verwiesen, der in Nummer 10 der « A.-K. » auf Seite 12 veröffentlicht wurde. Bedeutung der Zeichen: X = der betr. Wert wird vom Wagen nicht erreicht; — = Wert nicht erhältlich, * = Schnellgang. Konstruktive Daten Fahrleistungsdaten Kennziffern Ford 6 Cyl V 8 Frazer Hudson «Eight» . . . . « Six« Kaiser Lincoln H 76 V-12. . . Meroury V-8 Oldsmobile 66 Packard 8 Marke und Typ Buiok 50 Cadillao 62 75 Chevrolet Chrysler G 38 Windsor . . C 39 New Yorker De Soto Diplomat. . . . S11 Custom . . Dodge D 25 Kingsway . . D24 Custom . . . Super Custom . . . Plymouth Pontiac 25 Studebaker Champion . Commander Willys Jeep Willys-Station Wagon leistungsgewicht leer, mit Wasser u. Oel beladen Spezifisches Hubvolumen leer, mit Wasser u. Oel Mittlere Kolbengeschwindigkeit bei n max. bei 80 km/h Theoretisch angesaugtes Gemisch (im schnellst. Gang) pro km pro km PS/Liter j kg/PS kg/PS Liter/t m/sec m/sec I Liter/km Liter/km Xt cm'» km/h km/h 28,25 16.7 16,9 2,20 12,6 8,9 3900 2100 564 12 19,2 26,8 13,2 14,5 2,81 13,7 7,3 4080 2020 664 15,6 24,35 26,8 14,4 16,7 2,68 13,7 7,8 4340 1980 613 14,5 22,65 25,8 16,2 18,2 2,40 10,5 7,7 3220 2190 11,2 19,7 28,10 15,1 16,8' 2,45 13,7 8,1 3260 1940 16,9 29,5 25,85 13.8 15,3 2,78 14,0 9,1 4350 2290 10,1 17,8 26,95 15,1 17,1 2,46 14,3 8,4 3080 2120 650 13,45 19 28,45 15.4 17,4 2,28 12,9 8,0 3240 1900 658 10,05 17,6 26,95 15.1 17,1 2,46 14,3 8,4 3080 2120 650 13,45 19 27,40 15.2 17,2 2,40 14,0 9,0 3240 2060 650 13,45 19 25,30 25,95 15.2 14.3 17,2 16,3 2,60 2,70 12,3 12,0 8,7 7,4 2410 3420 1660 2390 710 710 11 11 19,4 19,4 27,20 31,2 28,6 27,25 15,7 12,7 - 13.5 15.7 17,6 14,5 15,4 17,5 2,36 2,53 2,60 2,35 14,3 16,0 14,9 14,3 6,8 7,5 7,0 8,5 2590 3070 3150 3220 1640 1850 1900 2040 13,5 10,4 10,4 13,5 22,3 15,9- 15,9 23,6 26,45 13,2 15,2 2,78 11,4 6,0 3500 1940 600 14.2 21,2 25,95 14.8 16,8 '2,00 11,4 7,6 3510 2370 690 10,8 19 26,00 15.9 17,9 2,45 11,0 7,0 3350 2090 645 11,3 18,1 28,45 27,50 27,80 — — — — — — — — — 11,4 12,9 14,0 7,1 6,1 6,4 3970 3380 3570 14,7 10,8 ,11,1 ,23,25 17,0 17,6 26,95 15,1 17,1 2,46 14,3 8,4 3080 2120 650 13,45 19 24,3 16.6 18,7 2,44 11,4 8,2 3560 2240 625 12,5 20 29,0 15,8 18,2 2,18 13,7 7,2 2230 1740 745 12,8 20,4 26,4 15.4 17,4 2,54 14,3 7;4 V 2820 1930 7S5 12,0, 20,0 28,6 16.7 19,7 2,08 .14,8-11,4 -2580 2450 720 iß n -20>5 24,5 1,70 -14,8 8,5 --• 19ÖÖ3 -Ü7Ö~ 9,2 und > Geschwindigkeit bei 1000 T/min. O o ü 31,2 31,2 34,7 33,1 34,4 20,7 34,8 20,5 34,9 34,9 34,3 34,3 34,0 28,6 28,6 34,6 30,1 33,6 31,6 35,5 26,1 26,9 34,8 33,1 29,1 31,0 25,9 25,9 41,7 39,3 37,8 36.2 43,0* 41,7* | 41,7*| 47,4* 49* O) 37,4 39,8 ...X ... •34,8 Drehzahl bei 100 km/h • O 3200 2680 2890 3020 2910 2870 2870 2910 2910 2890 3500 3500 2880 3200 2980 3165 2810 3820 3720 2870 3020 3440 3230 3900,. 3860 2400 2550 2640 2760 2320* 2460* 2460* 2110* 2040* 2670* 2510* . :,x. , 2875* I' 3 112 150 141 109 136 123 125 129 125 125 114 130 155* 170* 160* 125 154 121 135 125 119 150* 143* 102 139* o e km/h km/h U/min U/min km/h km/h 35:9 X X 42.6 37,5 2870 2780 2340* 2665 62 67 64 66 45 58 42 43 42 43 41 69 60* 49 67 42 49 58* 50* •69* 1,80 2,22 2,22 1,05 4,0 2.12 3,0 3,0 3,0 3,0 2,75 1,9 2,57 2.57 2,0 1,8 2,84 1,08 1,53 1,40 1,02 2,60 1,54 1,99 1,95 1.99 1,91 1,81 1,33 1,03 1,63 1.52 1.22 1,79 3,0 1,99 2,43 1,46 2,0 1,27 2,26 1,40 2,0, 1,20 2,0 0,98 CORPORATION Die Kaiser Frazer Wagen vereinigen in sich alle bis heute im Automobilbau erzielten Fortschritte Man schreibt uns Amerikanische Formschönheit und. Komfort - Europäische Strassenhaltung Geschwindigkeit und Wendigkeit - Ausdauer und Sparsamkeit (12-13 Liter pro 100 km) Ihre in 1947 neuen und epochemachenden Stromlinien sind 1948 von der Konkurrenz aufgenommen und nachgeahmt worden Preise 1948 Kaiser Fr. 15900.=, Frazer Fr. 16900.- mil Schnellgang, Frazer Manhattan Fr. 18600- mit Schnellgang und Heizung Die beiden Modelle Frazer und Frazer Manhattan werden mit Schnellgang geliefert Betr. unseren FHAZER-Personenwa&en Soeben von einer unserer grBsseren Auslandsfahrten zurückgekehrt, möchten wir Ihnen unsere Erfahrungen mit unserem FRAZER-Wagen bekanntgeben. Auf langen und schlechten Straaaen ist das Fahren nit den FHAZER angenehm. Dank ausgezeichneter Federung treten fUr den Fahrer und die Insassen nie Ermüdungserscheinungen auf. Ueber den vergangenen, sehr heissen Sommer hat sich der Wagen in den Bergen auegezeichnet gehalten. Im Stadtverkehr ist er als grooser Wagen sehr wendig, auch In engen Gassen. Der Benzinverbrauch ist selbst bei sehr hohen Geschwindigkeiten gering.- Wir haben bis heute, innert 6 Konaten, total 32.000 km zurückgelegt, ohne geringste Störung. Wir sind mit dem FRAZER sehr zufrieden und können Sie au- dieser Vertretung nur beglückwünschen. Hochachtungsvoll Automobil-Salon Genf, Stand 16 und 17 Generalvertreter für die Schweiz Commercsal Corporafion S.A. Rue du Rhone 92 Genf