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E_1948_Zeitung_Nr.009

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14 AUTOMOBIL-REVUE

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P|f Admimsvratioo-i Nr. 9 - BERN, Mittwoch, 3. März 1S48 Gelbe Liste Nummer: 30 Rp. ERSTE SCHWEIZERISCHE AUTOMOBIL-ZEITUNG Zentralblatt für die schweizerischen Automobil- und Verkehrsinteressen Sehweil: ABONNEMENTS-PREISE: halbjährlich Fr. 6.30 jährlieh Fr. 12.60 Erscheint jeden Mittwoch REDAKTION und ADMINISTRATION: Breitenrainstr.97, Bern Telephon (031) 2 82 22 - Poetcheck III414 - Telegramm-Adresse: Autorevue, Bern Geschäftsstelle Zürich: Löwenstrasse 51, Zürich 23, Telephon 23 97 43 INSERTIONS-PREISs Die achtgespaltene 2 mm hohe Grundzeile oder deren Raum 60 Rp. Grössere Inserate nach Spezialtarif Inseratenschlues Freitag 12 00 Uhr Noch acht Tage bis zum Genfer Auto-Salon Der Kampf gegen die Blendgefahr Der Salon der Rekordzahlen Früher gab es in Genf bei den Automobilausstellungen Salons der Neuheiten, die, sei es auf dem Gebiete der Technik, sei es auf dem des Karosseriebaus, zum Kennzeichen des betreffenden Jahres wurden. Bei der für die Zeit vom 11. bis 21. März bevorstehenden 18, Internationalen Automobil-, Motor- und Fahrrad-Ausstellung in Genf haben wir es bezüglich der Beschickung und damit auch der räumlichen Ausdehnung mit einem Salon der Rekordzahlen zu tun. Beteiligung. , So stellt der Salon 1948 nicht nur die bedeutendste Veranstaltung solcher Art dar, die je in Genf oder sonst in der Schweiz abgehalten wurde, sondern hinsichtlich der Zahl und Zugehörigkeit der vertretenen Marken auch die erste der ganzen Welt. Die eindrücklichen Ziffern der Beteiligung, die schon im November des vergangenen Jahree anlässlich der Gründung der Stiftung des Internationalen Automobilsalons in Genf für 1948 genannt werden konnten, haben seither sogar teilweise noch eine weitere Erhöhung erfahren. Mit nahezu 400 Ausstellern weist sie gegenüber den 308 des Salons von 1947 eine Steigerung um 25 % auf. Diese Gesamtzahl will zwar an sich noch nicht alles heissen. Entscheidend ist, dass die wichtigste Gruppe, jene der Personenwagen, mit 72 Marken aus 7 verschiedenen Ländern (Grossbritannien 23, Vereinigte Staaten 22, Frankreich 14, Italien 7, Tschechoslowakei 3, Deutschland 2 und Holland 1) die letztjährige Zahl von 63 beträchtlich übersteigt. Das gleiche gilt von den Ziffern der Schwergewichter, Traktoren, Anhängern und Nutzwagen, mit 44 Marken gegenüber 27 im Vorjahr und von den Karosseriefabrikanten, die diesmal nicht, wie bisher, allein auf die Schweiz beschränkt sind, mit 15 Firmen gegen 8. Ausserdem finden sich diesmal u. a. ca. 170 Aussteller von Zubehör und Bestandteilen, Pneus, Treib- und Schmierstoffen, Ausrüstung usw. (gegenüber 143 im Vorjahr). Im ganzen beteiligen sich am diesjährigen Internationalen Automobilsalon in Genf 11 Länder: Frankreich, Grossbritannien, die Vereinigten Staaten, Italien, die Tschechoslowakei, Holland, Belgien, Schweden, Oesterreich, Deutschland und die Schweiz. Die gesamte vermietete Bodenfläche beträgt und 15 000 m 2 (gegenüber 9688 im Jahre 1947). Bauliche Erweiterungen. Nachdem sich das Genfer Palais des Expositions s- ,on für die bisherige Beteiligung als zu eng erv, esen halt«, 6o dass man zu provisorischen Anbauten Zuflucht nehmen musst«, braucht es nicht zu verwundern, wenn man sich angesichts der diesjährigen Beschickung des Salons zu einer Erweiterung de* verfügbaren Raumes um etwa 50 % veranlasst sah. Das ist ermöglicht worden durch die Anfügung einer zweiten grossen Ausstellungshalle auf der der Arve zugekehrten Seite des Hauptgebäudes von 100 m Länge und 65 m Breite, also mit einer Grundfläche von 6600 m 2 . Ihr Mittelstück, für welches das Gerüst früherer Flugzeughallen ^yom Flughafen in Cointrin Verwendung finden konnte, bildet bereits das Kernstück für die späteren, noch im Laufe dieses Jahres zu erstellenden definitiven Bauten. Zusammen mit den in Stahlrohrkonstruktion mit innerer und äusserer Isolierstoffverkleidung ausgeführten provisorischen Anbauten ist eine Ausstellungsfläche von rund 25 000 m- gewonnen worden. Die Meinung des Präsidenten. Der Präsident des Organisationskomitees des Automobilsalons und Animator der ganzen Veranstaltung, Herr Charles DechevrenG, der uns freundlicherweise einige seiner Eindrücke mitteilte, gibt zu, dass der Beteiligungserfolg dieses Jahres alle Erwartungen übertroffen hat. Tatsächlich sind alle Länder, die irgendeine Spezialität auf dem Gebiete des Automobils, des Camions, der Karosserie, des Motor- und Fahrrades zu bieten haben. Vertreten. Die grosse Sorge des letzten Jahres wegen der Liefermöglichkeiten besteht heute nicht mehr, wenn auch vielleicht bei einzelnen Marken noch mit längeren Fristen gerechnet werden muss. Die Preise sind stabil, und man sieht einstweilen noch keine Baisse voraus, eher bei gewissen Konstrukteuren eine Neigung zu weiterer Steigerung. Nicht nur die neuesten Modelle der Serienproduktion, die im allgemeinen in normalen Fristen lieferbar sind, werden im Salon 1948 zu sehen sein, sondern in einzelnen Ständen auch Prototypen und technische Neuheiten, die bereits eine Idee von der künftigen Entwicklung des Autos zu vermitteln vermögen. So weit allgemein von Tendenzen gesprochen werden kann, lässt sich sagen, dass diese in der Hauptsache durch die Fiskalität bedingt sind. Die reichen Länder pflegen grosse Wagen, die armen kleine Fahrzeuge zu bauen. Entsprechend der gesteigerten Bedeutung des diesjährigen Salons ist auch mit einem noch stärkeren Zuzug von ausländischen Besuchern aus aller Welt zu rechnen. Es laufen täglich derart"w|ere Anmeldungen ein, dä*s selbst, wenn im Einvernehmen mit dem Verkehrsverein Genf alle MäSsnahmen getröffen werden, um die Logisnot zu mildern, die Frage der Unterbringung dieser Gäste doch ein schwieriges Problem bleibt. Der Salon 1948 ist der erste, der im Zeichen der letzten Herbst durch die Gründung der Stiftung des Internationalen Automobilsalons in Genf getroffenen inneren Strukturänderung erfolgt. Das bisherige Ständige Komitee des Salons war, wie bekannt, eine Organisation, die der Beibringung des Garantiekapitals zu dienen hatte. Angesichts der steigenden Bedeutung der Veranstaltung hat es nun einer Institution Platz gemacht, die keinerlei lukrative Zwecke verfolgt und in engster Verbindung mit der Syndikalkammer der Automobilindustrie steht. Auf diese Weise hat die Sicherung der jährlichen Veranstaltung des Genfer Salons eine beträchtliche Stärkung erfahren. H. B. Im Anschluss an diese Darlegungen geben wir, ohne vollständig sein zu wollen, einige Hinweise auf die wichtigsten unfallfördernden Mängel, Eigenschaften und Gewohnheiten: 1. Hohe Kurzsichtigkeit und andere Mängel des Auges (soweit sie" nicht durch Brillen korrigiert werden können) wären besonders gefährlich, wenn sie nicht in den meisten Fällen da6 Autofahren ohnehin ausschliessen würden. Uebrigens sind sie leicht festzustellen. Man stelle sich die Welt de6 Kurzsichtigen vor: sie ist beschränkt auf einen Umfang von wenigen Metern, Unfallgefahren bleiben im Nebel, bis es praktisch zu spät ist. 2. Weniger auffallend, manchmal selbst für den Betroffenen unbekannt, sind Erscheinungen wie: Farbenblindheit, langsame Anpassung an die Dunkelheit, Nachtblindheit. (Zum Teil sind sie angeboren, zum Teil aber Symptome von Krankheiten wie Nikotinvergiftung oder Vitaminmangel und dann günstig beeinflussbar.) Der Mann, der, von Scheinwerfern angestrahlt, nach deren Abblendung minutenlang nichts mehr sieht, ist in grösserer Gefahr als jener, dessen Augen sich rascher anpassen. Der Farbenblinde ist, sofern er Rot von Grün nicht unterscheidet (was der häufigste Fall ist), in Gefahr, das rote und das grüne Signal der Verkehrsampeln zu verwechseln. Da man jedoch dem grünen Signal eine andere Form gegeben hat als Vor zweieinhalb Monaten (siehe « A.-R. > vom 17. Dezember 1947) hat die. « A.-R, » ihre Leser zu einer Meinungsäusserung über eine Seite des Blendproblems aufgefordert, nämlich über die Frage, ob die amerikanischen Sealed-Beam-Scheinwerfer, die in der Schweiz eine recht starke Diskussion ausgelöst haben, in der Abblendstellung die Fahrer entgegenkommender Wagen blende oder nicht. Auf Seite 23 veröffentlichen wir einen Teil der uns zugekommenen Antworten, wobei die einzelnen Meinungsgruppen prozentual gleich stark wie in sämtlichen Einsendungen vertreten sind. Das Ergebnis der Rundfrage kann wie folgt zusammengefasst werden: 45 % der Einsender fühlen sich von den Sealed-Beam-Scheinwerfern auch in der Abblendstellung geblendet und wünschen ein Verbot ihrer Verwendung sowie einen Ersatz durch eine Abblendvorrichtung nach den bisher geltenden schweizerischen Vorschriften. 39 % der Einsender fühlen 6ich von den Sealed-Beam-Scheinwerfern nicht geblendet, bestätigen aber, dass auf unseren Strassen eine Blendplage besteht, deren Ursachen sie in schlechter Einstellung der Scheinwerfer aller Typen, unzulässiger Verwendung des Fernlichtes, ferner der Lastwagenscheinwerfer, Nebellampen und Velobeleuchtungen und anderen Gründen sehen. 16 % der Einsender fühlen sich durch einen Teil der Sealed-Beam-Scheinwerfer auch in Abblendstellung geblendet; sie sind der Meinung, dass dieser Zustand vor allem durch bessere Einstellung behoben werden sollte und wünschen Kontrolle sämtlicher Fahrzeugbeleuchtungen, aber kein Verbot der Sealed- Beam-Scheinwerfer. Die veröffentlichten Einsendungen stammen, soweit dies aus den uns vermittelten Angaben erkennbar ist, von eigentlichen Automobilisten, nicht Zur Psychologie des Automobiiunfalls Von *) Vgl. «A.-R.» Nr. 8/1948. Dipl.-Ing. P. Silberer, Leiter des Psychotechnischen Instituts Basel ." Für oder gegen Sealed-Beam? dem roten, kann er bei genügender Aufmerksamkeit 6einen Mangel bis zu einem gewissen Grad kompensieren, 3. Die Frage, ob der Schwerhörige oder Taube vom Standpunkt der Verkehrssicherheit als Autofahrer gefährlich, bzw. gefährdet ist, wird im allgemeinen bejaht. Wir wagen zu behaupten, däss die Unfallgefahr durch Schwerhörigkeit nicht oder nur sehr wenig erhöht wird, vorausgesetzt, dass der betreffende Fahrer jene Chraktereigenschaften besitzt, die ihn korrekt und vorsichtig fahren lassen. Wir würden gerne von jenen, die anderer Meinung sind, die Schilderung einer Verkehrssituation erhalten, in der ein schwerhöriger Lenker eine erhöhte Unfallgefahr bedeutet. Beizufügen bleibt allerdings, dass Taubheit oft mit gewissen Charakterdeformationen parallel geht, die sich als solche ungünstig auswirken können. Zu den Antworten auf unsere Rundfrage 4. Das Lenken eines Automobils erfordert keine sehr hohe Intelligenz. Natürlich ist geistige Schwerfälligkeit gefährlich; 6ie ist aber auch leicht zu erkennen. Etwas weniger selbstverständlich ist es, dass man auch gewissermassen zu intelligent sein kann: Der Typus des Theoretikers, der jedes Problem analysiert, bevor er eine Entscheidung trifft — was naturgemäss eine gewisse Zeit braucht, die in einer praktischen Verkehrssituation nicht immer zur Verfügung steht —, dieser Typus ist für den Verkehr nicht ohne Gefahr. Immerhin ist er auch aber von Auto-Experten. Auch solche haben ihre Meinung geäussert, doch war es uns in erster Linie darum zu tun, die Ansicht de6 Fahrers kennen zu lernen und der Oeffentlichkeit bekanntzugeben, denn da in erster Linie der Automobilist (neben den übrigen Verkehrsteilnehmern) der Leidtragende schlechter Beleuchtungseinrichtungen oder der Nutzniesser guter Systeme ist und auch seine Stimme im Gremium der Fachleute Gehör finden soll. Dass die «A.-R.» das Problem der Sealed- Beam-Scheinwerfer, schliesslich nur eine Seite der ganzen Blendungsfrage, herausgegriffen und behandelt hat, liegt darin, dass alle anderen Teilfragen so alt sind wie sämtliche Probleme der Verkehrssicherheit im Automobilismus selbst. Nachdem ihre Lösung in den vergangenen Jahrzehnten leider noch nicht möglich war, wird eie sich auch heute nicht so leicht erreichen lassen. Die Frage der Sealed-Beam-Scheinwerfer dagegen stellt sich* erst seit deren Einführung, für uns also seit der Wiederaufnahme der Einfuhr amerikanischer Wagen, und mus6 innerhalb nützlicher Frist ihre Lösung finden. Da neben den Belangen der Verkehrssicherheit auch wirtschaftliche, handelspolitische und andere Aspekte hineinspielen, sehen sich die verantwortlichen Stellen vor nicht allzueinfache Entscheidungen gestellt. Voreret sei nun der Oeffentlichkeit und den interessierten Organen die Ansicht des * gewöhnlichen » Automobilisten über den Sealed-Beam- Scheinwerfer vermittelt. Sie mag vielleicht technisch manchmal anfechtbar sein; schliesslich entscheidet aber die Frage, ob ein Wagenführer geblendet wird oder nicht, über Gesundheit und L«- ben anderer Verkehrsbenützer, Einem weiteren Artikel sei es vorbehalten, Erfahrungen vom Automobilexperten über die Blend'frage sowie die Ergebnisse weiterer Untersuchungen unseres Blatte« zu behandeln. Die Redaktion. intelligent genug, um seine Schwäche nach Möglichkeit zu kompensieren oder sich aus dem Verkehr zurückzuziehen. 5. Wichtig ist das rasche und richtige Reagieren auf eine unvermutet auftretende Situation. Zum richtigen Reagieren braucht es etwas geistige Beweglichkeit und «gesunden Menschenverstand ». Die rasche Reaktion ist eine Angelegenheit, die das Nervensystem betrifft und vom Intellekt her nicht beeinflusst werden kann. Die Psychotechnik verfügt über die Methoden, um die Raschheit und die Gleichmässigkeit der automatischen Reaktionen zu messen. In der Reaktionszeit können sich Unterschiede von einer bis zu mehreren Zehnteksekunden ergeben. Nähern sich zwei Automobile einander, wobei jedes eine Geschwindigikeit von 60 km/h haben möge, so beträgt die relative Ge- Um den Verkehrsartikel - Entwurf der SBB Die St. Galler Initiative gegen die Steuererhöhung Sportnachrichten Beschlüsse der Europäischen Transportkommission Dringlichkeit des Strassenbaues in USA Frankreich und der Genfer Salon Langstreckenpriifungen der «A.-R.»: Citroen 11 Legere Ein neuer Motor-Tester Antworten auf unsere Rundfrage: Sealed-Beara oder nicht?