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E_1948_Zeitung_Nr.009

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AUTOMOBIL-REVUE

AUTOMOBIL-REVUE MITTWOCH. 3. MÄRZ 1948 - Nr. 9 MODEU. 1948 FABRIKNEU I -PLYMOÜTH- 6 Zylinder Bohrung 82,55 mm 18 Sfeuer-PS Kompressions-Verhältnis 1:6,6 4fach gelagerte Kurbelwelle Hub 111,125 mm 95 Brems-PS 3600 Touren pro Minute Carter für 5 Liter Öl NEUE AMAG ZÜRICH UTOQUAI47 TEL. 241640 Letzte technische Errungenschaften: Direkte Einspritzung, 4,5 t Nutzlast, 3-Gang-Getriebe, Doppelte Rücksetzung Untervertreter: Garage GUYOT S.A., LAUSANNE: Waadt, Wallis, Freiburg, Neuenburg „und Berner Jura AUTO AG., AARAU: Basel, Aargau, Solörhum. Ls. HONEGGER, Winterthurerstrasse 344, ZÜRICH: Zürich, St. Gallen, Graubünden, Thurgau u. AppenzeÜ FISCHER & SCHIBLER, BERN: Kanton Bern. Unfall- und Abbruch-Auto kauft A. Furrer, Bettwil (Aargau) Telephon 057) 7 2237 Neugummierungen Reparaturen Neue Pneus P.TOBLER,BASEL Laufenstr. 70, Tel. (061) 353 05 ERIE Modell 1948 üf. W$ Benzinsäulen Hl*!^ ;!?^ für jeden Brennstoff W% I .-; ^% I verwendbar WJMM& IPS «=»»•»"•10, SM W^$M& I Tadelloser Betrieb ^ K ^ Te..(039)21160 MARKSA AG., LA CHAUX-DE-FONDS Frühling!... Frühling allerorten! Der Wonne-Monat Mai — die Zeit des neuen, lichten Kleides, der frischen Vorhange... und der vielen Hochzeiten. Und zu altem Ueberfluss noch die Chance — schon am 8. Mai — einen der prächtigen Seva-Treffer, ja sogar einen dieser hier zu gewinnen: ' • : Fr. 5 t #•§.-> 2# •§•.-, 2 xlt §§•.-, 5x5 •••.— etc., etc.... Im Ganzen, sage und schreibe 22 369 im Werte von Fr. 5 30 000.—. iledeTO-Los-Serieenthält mindestens 1 Treffer und bietet 9 übrige Chancen. 1 Los Fr. S.r- (plus 40 Cts. för Porto) auf Postcheckkonto III10026. Adresse: Seva-Lotterie, Bern. Ziehung schon am 8. Mai! Das stabilisierte Mineralöl der Weltrekorde! Gen.-Vertr. f. d. Schweiz: J. Schnyder, SL Niklausstr. 54, Solothum Lager in Basel Die rassigen, italienischen Sportwagen sind am Stand Nr. 28 des Automobil-Salons ausgestellt Generalvertretung für die Schweiz:

II. Blatt BERN, 3. März 1948 AUTOMOBIL-REVUE II. Blatt BERN, 3. März 1948 Zum Abschluss unserer Artikelserie « Querschnitt durch die französische Automobilkonstruktion », mit der wir unseren Lesern ein lebendiges Bild der technischen Methoden und der Ideen des franzosischen Personenwagenbaus zu vermitteln versuchten, freuen wir uns, nachstehend persönliche Meinunigsäueserunigen dreier führender Männer aus Frankreichs Autojnobilindustrie über die Aussichten de6 französischen Auitomobilbaues und insbesondere {über die Zukunft der Beziehungen, zwischen Frankreich als Lieferant und der Schweiz als Abnehmer von Automobilen wiedergeben zu können. Der schöpferisch bejahende Geist, der aus den Worten von Baron Petiet, P, Lefaucheux und Jean-Pierre Peugeot spricht, kann sehr wohl als Extrakt des Gedankengutes betrachtet werden, das der Genfer Salon auf das Glücklichste verkörpert. Red. «Die Renaissance der französischen Automobilindustrie ist für mich gewiss...» In den unruhigen Zeiten, in denen wir leben, ist man zuweilen geneigt, an der Zukunft gewisser europäischer Industrien zu zweifeln. Insbesondere gehört die Automobilindustrie zu den Industriezweigen, von denen man noch nicht recht weise, was die Zukunft bringen wird. Wir in Frankreich zögern allerdings nicht zu erklären, dass das Schicksal unjenem unseres Landes eng dass die Renaissance des serer Industrie mit verbunden ist und einen wie des anderen für uns gewiss ist, weil wir sie nämlich für notwendig halten. * Die Grundlagen der französischen Automobilindustrie werden durch mächtige materielle und moralische Gegebenheiten gebildet. In Frankreich war es, wo 1884 das Automobil geboren wurde (? Red.) und wo es kräftig Wurzel fasste. Die Schöpfungen der Ingenieure, der Unternehmergeist der Fabrikanten und der Geschmack der Automobilbenützer haben sich hier zu einem Grade entwickelt, der dem Automobil einen geradezu nationalen Charakter verleiht. FRANKREICH Frankreich und der Genfer Salon Von unserem Spez.-Korrespondenten Wenn die Umstände — insbesondere zwei Kriege, ihre wirtschaftlichen Nachwirkungen und eine etwas unglückliche Politik — die Anstrengungen der Automobilindustrie gehemmt haben, so muS6. man ihr anderseits zugestehen, dass sie nichts von ihrer Lebenskraft verloren hat und dass sie bereit ist, hiefür den Beweis zu erbringen. Auf dem Gebiete der Technik sind alle nur erdenklichen modernen Lösungen für die Serienfabrikation durch unsere bedeutendsten Automobilwerke gefunden worden. Die Originalität der französischen Auffassungen beruht u. a. in der Aufrechterhaltung einer fast vollständigen Reihe von Fahrzeugen, die vom gTossen Touren- und Sportwagen bis zum besonders wirtschaftlichen Kleinwagen geht, genau wie bei den Nutzfahrzeugen der Fabrikationsrahmen sowohl wie das 15-Tonnen-Schwergewicht, ja sogar noch grössere Lastwagen, wie den leichten, au6 dem Personenwagen abgeleiteten Lieferwagen umfasst. Die Probleme der Wirtschaftlichkeit wurden in Frankreich von jeher mit besonderer Sorgfalt behandelt, gekennzeichnet durch das systematische Streben nach grösstmöglicher Leichtigkeit, nach Leistungssteigerung, nach höherer Solidität der Konstruktion und nach Vereinfachung des Unterhaltes. Die französischen Konstruktionen, gleich gültig ob es sich um Nutzfahrzeuge, um Autocars oder um irgendwelche Personenwagentypen handelt, tragen also den Stempel der Wirtschaftlichkeit, die zur Zeit in allen Ländern der Welt und insbesondere in Europa einem gebieterischen Bedürfnis entspricht. Auch die Schweiz wird dem französischen Automobilbau ständiges Interesse entgegenbringen und in den Fahrzeugtypen, die wir ihr liefern, das finden, was den Anforderungen ihres Strassennetzes und den wirtschaftlichen Bedürfnissen unserer Zeit entspricht. Die französischen Autofabrikanten sind sich ihrerseits in jeder Hinsicht des Interesses bewußt, das der Schweizer Automobilmarkt für sie bietet. Sie werden sich auch weiterhin bemühen, alle Wünsche der Schweiz aufs Beste zu erfüllen. Der Genfer Salon wird ihnen erneut die Gelegenheit bieten, die engen Beziehungen zu festigen, die sie bereits mit ihren Schweizer Freunden verbinden, f der Qualität, sondern auch auf jenem der Preise und der Lieferung6möglichkeiten. P. LBFAUCHEUX Präsident und Generaldirektor der «Regie. Nationale des Usines Renault». «Die Schweiz wird die Zahl ihrer Automobile verdoppeln...» Im Jahre 1947 hat Frankreich besonders viele BARON PETIET Automobile nach der Präsident der «Chambre Syndicale de6 constructeurs Schweiz exportiert: die d'Automobiles » und der « Födera- tion Nationale de l'Automobile >. Ziffer von 6683 Fahrzeugen liegt weit über dem Jahresdurchschnitt der Vorkriegszeit. Ich freue mich darüber, nicht nur «Wir haben Vertrauen in die Zukunft...» als Industrieller, sondern Der Horizont hellt sich auch als Freund eines vor uns auf... Die Jahre, Nachbarlandes, an welgen, die hinter uns lieches uns so viele Bande waren nicht immer jeglicher Art knüpfen. leicht. Wir mussten unsere Fabriken wieder auf- Wirschaftsbeziehungen zwischen Frankreich und Die Entwicklung der bauen, mussten einen Teil der Schweiz ist nach meinem Dafürhalten eine6 unserer Einrichtungen der beachtenswertesten Elemente in der Organisierung des künftigen Europas. Der Schwei- wieder herstellen, mussten unsere Fabrikation auf zer Markt ist, wiewohl er — was das Automobil anbelangt — seit zwei Jahren reichlich der Grundlage eines Programms wieder aufnehmen, das durch die man- von jeder Uebersättigung, sondern sogar von jenem mit Material aller Art versorgt wird, nicht nur weit nigfachen Versorgungsschwierigkeiten am Rohstoffmarkt begrenzt war. Ungeachtet aller Schwierigkeiten gelang es uns aber nach und nach, unsere Produktion zu entwickeln und nach befreundeten Ländern, wie der Schweiz, eine erhebliche Zahl von Wagen zu exportieren. Gleichzeitig haben wir aber auch Leistungen auf dem Gebiete der Wiederaufrüstung vollbracht. Unsere Automobilwerke sind jetzt für eine Erzeugung eingerichtet, die sich, bei gleichzeitiger Einschränkung der Typenzahl, von Monat zu Monat erhöht. Diese Formel gestattet überdies, die Gestehungskosten zu vermindern, die technischen Methoden zu spezialisieren und damit die Anstrengungen unserer Versuchslaboratorien und unserer Studienstätten auf besondere Probleme in beschränkter Zahl zu konzentrieren. So gelang es uns, mit vollkommen neuartigen, vollautomatischen *Transport »-Maschinen bereits jetzt, alle Standard-Elemente für die verschiedenartigsten Bestandteile selbst herzustellen. Wir können also getrost in die Zukunft blicken. Unser neuer 4-PS-Wagen, dessen Serienherstellung jetzt anläuft, wird bald in vorgesehenem Rhythmus herauskommen. Wir werden 60 das uns gestellte Ziel erreichen: unserer Kundschaft auf den hauptsächlichsten Weltmärkten einen modernen und wirklich ökonomischen Kleinwagen zu liefern. An der Spitze der französischen Automobilindustrie sind die Renault-Werke jetzt durchaus in der Lage, die französischen Farben wirksam zu verteidigen, und zwar nicht nur auf dem Gebiete Die Weltj-Erdölindustrie muss 1951 mit einer täglichen Nachfrage von rund 10 Millionen Fass rechnen, während der durchschnittliche Tagesbedarf 1947 8 Millionen Fass, 1938 nur 5,1 Millionen Fass betrug. Dieser starke Verbrauchsanstieg beruht sowohl auf der Zunahme des Motorfahrzeugverkehrs als hauptsächlich auch auf der allgemeinen Umstellung von Kohlen- auf Oelheizung. Produktionsanstieg in den Haupterzeugerländern. 1947 wiesen fast alle Hauptproduktionsländer eine Steigerung der Erdölgewinnung auf, wie aus folgenden vom Londoner Petroleum-Pre6S-Bureau veröffentlichten Zahlen hervorgeht: Länder Vereinigte Staaten Venezuela Mexiko Kolumbien Argentinien Trinidad Peru Iran Saudi-Arabien Irak Aegypten. Kuweit Bahrein Britisch Borneo UdSSR (schätzungsweise) Rumänien Uebrige Länder JEAN-PIERRE PEUGEOT ' Präsident und Generaldirektor der « Societe Anonyme des Automobiles Peugeot >. (Autorisierte Uebersetzung von Dr. W. Bg.) die Vereinigten Staaten für 1947 die höchste Produktionssteigerung. Eine entscheidende Erhöhung der Förderung ist jedoch nach Ansicht amerikanischer Fachleute nicht mehr zu erwarten, obgleich mit der Entdeckung neuer Quellen zu rechnen ist. Einschränkung des Treibstoffexports in USA Es steht vielmehr anzunehmen, dass sich die amerikanische Rohölförderung auf der Höhe des letz- vor einigen Wochen eine Reduktion der Treibstoff- Nachdem das Handelsdepartement der USA erst ten Quartals 1947 von 5,2 Millionen Fass täglich ausfuhr angeordnet hatte, verfügte es Ende Februar^ stabilisieren wird. einen weitem Abstrich an der März-Exportquoteim Ausinass von 599 000 Barrels (1 Barrel = 159 Die bedeutendste Produktionssteigerung wird für die nächsten Jahre in Venezuela und dem Mitt- Liter). leren Osten erwartet. In Venezuela rechnet man für 1951 mit einer durchschnittlichen Tagesproduktion von 1,5 Millionen Tonnen (Ende 1947 täglich 1,2 Mill. t). Die tägliche Förderung des Mittleren Ostens wird 1951 voraussichtlich 1,6 Millionen Fass (Ende 1947: 872 000 Fass) erreichen können. Eine günstige Entwicklung verspricht ferner die Erdölproduktion der niederländischen Oelfelder auf Ost- Borneo. Auch in Argentinien ist man um die Erweiterung der Erdölproduktion bemüht. Der « Drilling and Exploration Co. of Nevada » wurde von der Staatlichen Petroleumgesellschaft der Auftrag auf Ausführung von 40 Versuchsbohrungen auf Erdöl in Argentinien erteilt. Europäische Produktionsaussichten ungünstiger. Während in den erwähnten Ländern eine Produktionssteigerung vor sich geht oder zu erwarten steht, sind die Aussichten für die europäischen Erdölgebiete weniger günstig. So sinkt die Erdölförderung in Ungarn ständig, wa6 auf eine rücksichtslose Ausbeutung während des Krieges zurückgeführt wird. Das Londoner « Petroleum-Press- Bureau » rechnet für 1947 in Ungarn mit einem Produktionsrückgang auf 600 000 t gegenüber 685 000 t 1946, für Rumänien von 4 Mill. t auf 3,8 Mill. t und in Oesterreich von 846 000 auf 760 000 t. Die Produktionsrückgänge betreffen im wesentlichen jedoch nur die Gebiete geringerer Bedeutung, während die wichtigsten Erdölzentren der Welt ihre Erzeugung voraussichtlich noch weiter steigern können und damit eine wenigstens annähernde Befriedigung des ständig wachsenden Bedarfes erwartet werden kann. Verbrauchsbeschränkungen in den USA. Trotz dem Anstieg der Welt-Erdölförderung und den Aussichten auf weitere Steigerungen ia den Hauptproduktionsländern wird in den USA ernstlich eine Rationierung erwogen. Bereits hat die Shell Union Oil Company eine zehnprozentige Kürzung der Lieferungen an Haushaltverbraucher östlich der Rocky Mountains bekanntgegeben. Die Gesellschaft begründet ihr Vorgehen damit, dass jetzt schon ernstliche Verknappungen drohen und hier vorgesorgt werden müsse. Die USA, seit Jahrzehnten der grösste Erdöllieferant, stehen zum ersten Male vor einem Mangel im eigenen Lande. Eine Krise droht noch nicht, aber in manchen Gebieten, besonders im mittleren Westen und an der Atlantikküste, fehlen bereits 15 % de6 benötigten Erdöls. " " , Ursache für den Mangel im mittleren Westen ist der Rückgang der Jahresproduktion von 404 auf 345 Mill. Fass in der Zeit von 1941 bis 1947. Demgegenüber steht ein Verbrauchsanstieg um 30 %. Das Fehlen von Tankern gibt den Ausschlag für Gleichgewicht entfernt, das zwischen dem wah-den Mangel an der Atlantikküste. Mehr als 95 % des benötigten Erdöls werden auf dem Wasserwege herangeschafft. Nach dem Kriege wurden zahlreiche Tanker abgestossen, so dass die vorhandene Zahl nicht mehr für den eigenen Bedarf ausreicht. ren Bedarf des Landes und dem Umfang seines Automobilparks hergestellt werden muss und kann. Vergessen wir doch nicht, dass vor dem Kriege in der Schweiz nur ein Fahrzeug auf je 45 Einwohner entfiel, und dass seither, mangels genügender Bezugs- und Erneuerungsmöglichkeiten, die Situation keine Besserung erfahren konnte. Es erscheint mir somit nicht als ein Zeichen übertriebenen Optimismus, wenn ich voraussage, dass die' Scfl^wetzr Ihv Läufe der nächsten Jahre auf- eine Verdoppelung der Zahl ihrer Automobile rechnen kann. Und es ist wahrscheinlich, dass ein gros-ser Teil jener Fahrzeuge, die in Verkehr gesetzt werden,; gerade zu denjenigen Typen leichter Wagen gehören, die der moderne Automobilist bevorzugt und. die für die derzeitige französische Konstruktion charakteristisch sind. Ich sehe also eine erhebliche Steigerung der französischen Lieferungen an die Schweiz voraus, und ich bin überzeugt davon, dass unsere Automobilindustrie, die ihre Leistungsfähigkeit Tag für Tag steigert, in jeder Beziehung dem Vertrauen und den Anforderungen unserer Schweizer Kunden und Freunde zu entsprechen vermag. Schwierige Deckung des Welt-Erdölbedarfs Steigender Bedarf — Verknappungserscheinungen trotz Produktionszunahme 1947 19« [Millionen t) 250,0 234,2 63,5 56,7 7.2 7,0 3,5 3,2 3.0 3,0 2,9 2,9 1,7 1,7 19,8 19,5 12,0 8,2 4,7 4,7 1.3 1,3 2.7 0,8 1.1 1,1 ?eise) 1,9 0,3 26,0 22,8 3.8 4,2 4.2 4,1 Total 410,3 375,7 In absoluten Zahlen ausgedrückt, verzeichnen Reduzierte Exportquote. Angesichts der Verknappungserscheinungen setzte das US-Handelsministerium die Exportquote für Petroleumprodukte im ersten Vierteljahr 1948 auf 12 Mill. Fass fest, das sind 200 000 Fass weniger als im letzten Vierteljahr 1947. Das « Bureau of Mines» rechnet für 1948 mit einer Ausfuhr von nur 149 Mill. und einer Einfuhr von 166,8 Mill. Fass. Zum ersten Male würde damit in den USA die Einfuhr die Erdölausfuhr übersteigen. Angesicht« dieser Entwicklung wird bereit« von der verstärkten Aufnahme synthetischer Erzeugung gesprochen. Dem Kongress wurde kürzlich vorgeschlagen, in den nächsten 5 bis 10 Jahren neun Milliarden Dollar für diese Zwecke auszugeben. Ernste Schwierigkeiten ergeben sich auch in Grossbritannien. Das zuständige Ministerium hat deshalb angeordnet, dass weitere Umstellungen auf Oelheizung vorerst nicht vorgenommen werden können. Ueber die Erdölproduktion in der Sowjetunion sind nur ungefähre Daten bekannt. Das Londoner « Petroleum-Press-Bureau > schätzt die sowjetische Erdölproduktion für 1947 auf 26 Mill. t gegenüber 22,8 Mill. t 1946. Dass die Sowjetunion indessen weitgehend auf Erdöleinfuhren angewiesen ist, ergibt sich aus ihrer Politik im Mittleren Osten und auf dem Balkan sowie neuerdings in Oesterreich, wo sie, einer Reuter-Meldung zufolge, nach dem Scheitern der Londoner Konferenz auf zwei Drittel der österreichischen Erdölproduktion, sämtliche Vorräte und 75 % der österreichischen Raffinerieanlagen Anspruch erhoben haben soll. f« Verkehrs-Kurier ») AKTUELLES Dennoch' Wiedereinführung der Treibstoffrationierung in Schweden ? In der ersten Nummer der « A.-R. » dieses Jahres war von den Benzinsparmassnahmen die Rede, deren strikte Durchführung ein 24 Automobil-, Handels- und Industrieverbände umfassendes « Komitee für freien Automobilverkehr durch frejwilli-, ges Benzinsparen » in Anbetracht der Dollarknappheit, die der Regierung neuerdings eine staatliche Regelung auf dem Gebiet des Treibstoffverbrauchs nahelegte, empfohlen hat. Ob der Appell an die Freiwilligkeit der schwedischen Automobilisten den gewünschten Erfolg vermissen Hess? Fast möchte man es glauben, wenn man vernimmt, dass die Behörden kürzlich ein Verkaufsverbot für alle Petroleumprodukte erlassen haben und sich mit dem Gedanken tragen, die Behzinrationierung diesen Monat abermals zu dekretieren.