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E_1948_Zeitung_Nr.014

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12 ATJTOMOBIL.REVUE

12 ATJTOMOBIL.REVUE FREITAG, 19. MÄRZ 1948 - Nr. 14 Das Werk bietet das schweizerische Automobilnummernverzeichnis ist soeben erschienen f mit seinen Adressen- und Berufsangaben der Besitzer von 120000 Wagennummern auch Ihnen seine Dienste an Erhältlich bei den ortsansässigen Buchhändlern, wo nicht, direkt beim Verlag' ' • Preis Fr. 15.- plus Wust. Verlag Hallwag Bern, Abteilung Auto-Touristik Sichern Sie sich dieses überaus nützliche Informationswerk noch heute BÜCHERZETTEL (In offenem Couvert nur 5 Rp. Porto) Senden Sie sofort-per Nachnahme Ex. 1 Auto-Index 1948 zum Preise von Fr. 15.- plus Wust.

II. Blatt BERN, 19. März 1948 AUTOMOBIL-REVUE II. Blatt BERN, 19. März 1948 Nach den ersten Rundgängen, die die amerikanischen, französischen und englischen Personenwagen zum Gegenstand hatten, sei diese Nummer vor allem den italienischen -Marken, dann den tschechischen und übrigen Fabrikaten gewidmet. Temperamentvolle Italienerwagen Zahlenmässig hat die italienische Vertretung mit acht Marken einen bisher kaum dagewesenen Rekord erreicht, denn seit vielen Jahren waren es immer die drei bis vier gleichen Firmen, die die italienischen Farben verteidigten. Diese sind es, die auch heute noch produktionsmässig das Hauptkontingent stellen, so vor allem die italienische Marke par excellence, Rat, deren Programm Sich noch immer auf die volkstümliche Kategorie spezialisiert, dann die preislich höheren Lancia in technisch unveränderter Form sowie der bekannte Typ von Alfa Romeo, der nach wie vor einer der Maßstäbe bleibt, mit dem andere Wagen beurteilt werden. Die Neulinge unter den italienischen Marken umfassen einmal vor allem die sportlichen Fahrzeuge von Cisitalia und Maserati, die das bunte Element der Rennstrecke und der hohen Fahrleistung in die sonst eher behäbige Salon-Atmosphäre bringen, dann zwei technische Kunstwerke, die am letzten Pariser Salon einen einzigartigen Erfolg errangen, nämlich die beiden Avantgarde-Konstruktionen von CEMSA-Caproni und Isotta-Fraschini, die die Beachtung aller Automobilfachleute gefunden haben und die auch in Genf ständig umlagert sind. Konstruktiv lassen sich in der italienischen Industrie weniger gemeinsame Züge erkennen, als dies in anderen Gruppen der Fall ist. Dazu sind die Firmen zu wenig zahlreich und die Gebiete zu stark abgegrenzt. Auffallend ist immerhin das Streben nach hohen Motorleistungen; bei fast allen Motoren findet man hängende Ventile und einen grossen Prozentsatz obenliegende Nockenwellen. Im Getriebebau ist Italien, wenigstens nach den ausgestellten Objekten zu schliessen, an den neueren Tendenzen nicht stark interessiert; die meisten Getriebe besitzen vier Gänge, von denen drei geräuscharm und die zwei oberen durch einfache Gleichlaufvorrichtungen ohne Sperring synchronisiert sind. Das Hauptmerkmal der italienischen Wagen, die Karosserien und insbesondere die Speziqlkarosserien, waren schon in der letzten Nummer beschrieben; es sei hier nochmals bestätigt, dass die italienische Industrie auf diesem Gebiete heute Spitzenleistungen vollbringt und sich dauernd durch neue Schöpfungen selbst übertrifft. Wenn zur Eleganz der Linie und Ausstattung nun noch eine ebenso starke Betonung von Komfort und Dauerhaftigkeit kommt, so lassen sich diese Produkte kaum mehr besser vorstellen. Tschechoslowakische Bauweise Die nationalisierten Firmen der tschechoslowakischen Automobilindustrie bringen mit dem Tatraplan, dem vielbesprochenen Modell der Pionierfirma von Stromlinie, Heckmotor und Luftkühlung, ein Modell heraus, das zu den wichtigsten Gegenständen der Ausstellung gehört. Es stellt ein Anzeichen dafür, dass die tschechoslowakischen Konstrukteure beginnen, neben dem Fahrwerkbau, der ihnen se.it jeher besonders am Herzen lag, auch nunmehr die Verfeinerung des Motors, die Verbesserung der spezifischen Leistung und der Laufruhe/qn die Hand zu nehmen. Auch im Karosseriebau "wurde der früher oft etwas schwerfällige Stil' verlassen und die wenigen Anleihen an amerikanische Ausgestaltung des Inneren, der Wagenfronten etc. stehen im Einklang mit den Tendenzen der übrigen Autoindustrie Europas. Von den drei ausgestellten Marken kann jede mit irgendwelchen besonderen Merkmalen auftreten, die sie von der Masse unterscheiden; für die zahlenmässig kleine • Industrie eines nicht sehr grossen Landes zweifellos Personenwagen aus verschiedenen Ländern Die Beteiligung am Internationalen Automobilsalon in Genf liefert ©in lebendiges Zeugnis der Anstrengungen, welche das italienische Volk ununterbrochen vollbringt, um die Wirtschaft Italiens wieder aufzurichten und am Fortschritt der Welt mitzuarbeiten. f FRANCESCO LA FRANCESCA Addefto Commerciqle, Legazione d'lfaliain ßema. Der Industriell«: In der überaus imposanten Beteiligung der italienischen Automobiiindustrie am Genfer Salon kommt das besondere Interesse zum Ausdruck, das die Konstrukteure meines Landes dem schweizerischen Markt entgegenbringen. War dem itaJienischen Automobil- und Karosseriebau schon om Genfer Salon 1947 ein sehr beachtenswerter Erfolg beschieden, so ist vom diesjährigen zu hoffen, dass er jenem mindestens ebenbürtig sein, wenn nicht ihn gar an Bedeutung überragen werde. Das Interesse unserer Automobilindustrie am Genfer Salon,,ist nicht allein auf das Gewicht ^zurückzuführen, das dieser Veranstaltung auf internationalem Boden beigemessen wird, sondern ebensosehr auf die Bedeutung, die der Schweiz als Absatzgebiet für italienische Automobile in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zukommt. Di'e tadellose Organisation der Schau sowie das unablässig steigende Interesse, das ihr die Besucher zollen, haben den schweizerischen Auto'mobitsalon vielleicht zur wichtigsten aller Automobilausstellungen Europas gestempelt. Ich wünsche dem bevorstehenden Salon einen glänzenden Erfolg und bin überzeugt, dass er sich,.wie seine Vorgänger, den Traditionen Genfs und der Schweiz würdig erweisen wird.. Gleichzeitig .benutze ich die Gelegenheit, die schweizerischen Automobilisten zum Besuch des Turiner Autosolons einzuladen, der vom 15.—26: September 1948 stattfindet und bei dem es sich nach einem durch den Krieg bedingten Unterbruch von zehn Jahren um die erste internationale Schau dieser Art auf italienischer Erde handelt. DR. RODOLFO BISCARETTI, Präsident der « Associazione Nationale fra Industrie Aütomobilistiche e Affini > «ANFIAA». ,. - , eine Leistung, auf die die betreffenden Firmen stolz sein dürfen. Erstmals seit Kriegsende, also erstmals seit 1939, stellen in Genf zwei deutsche Personenwägenmarken aus. Wie weit diese Erscheinung symptomqtisch zu werten ist, lässt sich,nicht leicht beurteilen, denn die Erzeugungsmöglichkeiten in Deutschland stehen noch auf zu schwachen Füssen und sind allzusehr von politischen Faktoren abhängig, als dass man sich darüber auf längere Frist hinaus ein Urtgi) erlauben könnte. Die beiden in Genf anwesenden Marken sind in bezug auf die Produktionsziffern beide von den Bewilligungenund Rohmafefialzuteilungen alliierter Militärbehörden abhängig. Unter diesen Umständen ist natürlich an eine technische Entwicklungsarbeit erst in letzter Linie zu denken, so dass es nicht verwundern kann, dass beide Wagen mit wenigen Abänderungen den entsprechenden Modellen des Italien Der Diplomat: Stimmen Italiens zur Genfer Schau (AA* ALFA ROMEO In der Weltproduktion nimmt die berühmte Mailänder Firma noch immer, einen wichtigen Plofz ein. Sie hat ihre Modelle stets mit grösster Sorgfolt entwickelt und entsprechend auch immer wieder bemerkenswerte Erfolge mit ihren Renn- und Sportwagen erzielt.. Die in den Rennen gesammelten Erfahrungen sind laufend in der Entwicklung der normalen Typen ausgewertet worden. Deshalb sind diese Wagen, vor ailem ihre Motoren, einwandfrei durchkonstruiert, und sie zählen zu den zuverlässigsten aller sportlichen Wagen. Das Fahrgestell 4+JO