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E_1948_Zeitung_Nr.012

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12 AUTOMOBIL-REVUE

12 AUTOMOBIL-REVUE MO.NTAG, 15. MÄRZ 1948 - Nr. 12 CORPORATION Die Kaiser Frazer Wagen vereinigen in sich alle bis heute im Automobilbau erzielten Fortschritte Amerikanische Formschönheit und Komfort - Europäische Strassenhaltung Geschwindigkeit und Wendigkeit - Ausdauer und Sparsamkeit (12-13 Liter pro 100 km) Ihre in 1947 neuen und epochemachenden Stromlinien sind 1948 von der Konkurrenz aufgenommen und nachgeahmt worden Preise 1948 Kaiser Fr. 15 900.—, Frazer Fr. 16 900.— mit Schnellgang, Frazer Manhattan Fr. 18 600.— mit Schnellgang und Heizung Die beiden Modelle Frazer und Frazer Manhattan werden mit Sehnellgang geliefert Man schreibt uns Betr. Unseren FRAZER-Personenwagen Soeben von einer unserer grBsseren Auslandsfahrten zurückgekehrt» möchten wir Ihnen unsere Erfahrungen mit unseren FRAZEH-üfagen bekanntgeben. Auf langen und schlechten Strasaen ist das Fahren mit den FHA2ER angenehm. Dank ausgezeichneter Federung treten fttr den Fahrer und die Insassen nie Ermüdungserscheinungen auf. Üeber den vergangenen, eeniheissen Sommer hat sich der Wagen In den Bergen ausgezeichnet gehalten. Im Stadtverkehr ist er als grosser Wagen sehr •wendig, euch in engen Gassen. Der Benzinverbrauch ist selbst bei sehr hohen Geschwindigkeiten gering. Wir haben bi3 heute, innert^6 Konaten, total 32.000 km zurückgelegt, ohne geringste Störung. Wir sind mit dem FRAZER sehr zufrieden und können Sie zu dieser Vertretung nur beglückwünschen. Hochachtungsvoll Automobil-Salon Genf, Stand 16 und 17 Generalvertreter für die Schweiz Commercial Corporation S.A. Rue du Rhone 92 Genf DER MODERNE DIESEL-INDUSTRIE-TRAKTOR Ausgestellt am Genfer Automobil-Salon, Stand Nr. 125 Vom kleinsten bis zum grössfen Modell - , .^ V"V," >' ' • ' ~" ,",»" Lurvfriefifi ISA£Arf*MV WM -ST GALLEN T«I tm-n AUÄA

II. Blatt BERN, IS. März 1948 AUTOMOBIL-REVUE IL Blatt BERN, 15. März 1948 In vier scharf voneinander getrennte Klassen lassen sich die französischen Ausstellungsobjekte trennen. Bei den in grosser Serie gebauten Marken finden wir bewährte, längstbekannte Konstruktionen, Wagen für den täglichen Gebrauch und in keiner Weise , ein Fahrgestell des Vorkriegstyps 57 mit einem 3,3-Liter-Acntzylindermotor, das ein elegantes Cabriolet von Letourneur et Marchand trägt. Dieser Wagen wird selbstverständlich nicht gebaut; die Molsheimer Werke, die zurzeit wieder in produktionsfähigen Zustand gebracht werden sollen, werden sich anscheinend zuerst dem neuen Vierzylinder - Anderthalbliter - Sportwagen widmen, von dem eine viersitzige Kompressor- Coach in Paris ausgestellt war. O. DEPRET3JIXIO Conseiller commercial der französischen Gesandtschaft in Bern. neuere Erkenntnisse im Motoren- und Fahrwerksbau Sowje der strömungsgünstigen Gestaltung von ^Aufbauten zu verwirklichen suchen. Rundgang durch die Stände CITROEN Ueber die Fahrleistungen des Citroen sind nicht viele Worte notwendig, nachdem die A.-R. kürzlich einen ausführlichen Bericht über eine Dauerprüfung mit-dem «11 L6gere » veröffentlicht hat. Die Vorderradantriebsserie dieser Marke umfasst nach wie vor drei Modelle: den erwähnten Typ «IT Legere», den etwas geräumigeren Vierzylinder «11 Large> mit dem gleichen Motor, sowie den grossen Sechszylinder 15-6, einer der wenigen Frontalantriebsdfeile -mit starker Maschine, die sich unter die Wagen mit besonders gutem Ruf eingereiht haben. Die Grundkonstruktion Citroens ist seit bald 15 Jahren unverändert geblieben, .doch zeigen die neuesten Typen kleine, immerhin ins Gewicht fallende Verbesserungen. Die damals geschaffene -G*undkonstrokrion mit ziehentfeh Rädern, Einzel-' ^qfkiuihärjflung vorn und selbsttragender Karosserie hat sich gut bewahrt und ist nicht mehr geändert worden. Während sonst viele Marken besondere Ausstellungsfahrzeuge ulid -fahrgestelle zeigen, beschränkt sich Citroerv'jayf eine Anzahl Modelle in genauer Wiedergabe 8er Seriendusführung, wie Sie von ledern Käufer'erworben werden kann. CLAVEAU Während ein Besucher des Claveau-Standes bei kurzem Verweilen nur einen an und für sich recht schönen Motorblock eines Achtzylinders zu sehen vermeint, zeigt sich bei näherer Betrachtung, dass sich hier für die Dauer des Salons ein Pionier der Autotechnik niedergelassen hot, dessen Ideen je und je den mehr wirtschaftlich eingestellten Firmen zahlreiche Anregungen vermittelt hat. Der ausgestellte Motorblock, ein Achtzylinder in V von 2,3 Liter Hubvolumen und 85 Brems-PS Höchstleistung, zieht den technisch versierten Besucherdurch seine schönen Linien und einigekonstrüktive Merkmale ungewöhnlicher Natur an. Noch interessanter aber ist die Gesamtkonzeption des Wagens, zu dem er einmal gehören soll, wenn sich Emile Claveaus Pläne verwirklichen lassen. Seit einigen Jahren arbeitet dieser Pionier, dem seit 1923 zahlreiche Impulse zu verdanken sind, an einer sechssitzigen, geräumigen und dabei doch höchst sparsamen Fdmilienlimousine, deren Aufbau ST-mit so strenger Logik und philosophischer Folgerichtigkeit durchdacht hat, dass ihm die Typenbezeichnung « Descartes > die richtige schien. •" Anhand des Frontantriebsblockes sowie der weiteren technischen Daten würde, man es Claveau gönnen, dass er seine Ideen zur Reife bringen könnte und nicht mehr gezwungen ist, dem ausländischen Fabrikanten die Auswertung seiner Gedanken vorzuschlagen. Erfolgreich* französische Kleinrennwagen am Genfer Salon DELAGE Im Rahmen der GFA, der «Societe- Generale Francaise de l'Autorriobile >, die in der gleichen Gesellschaft 5 Firmen vereinigt, wird Delage.als Nebenprodukt der Delahave-Werke erzeugt. Er unterscheidet sich hauptsächlich vom 135er Delahaye durch seinen etwas kleineren Motor, ein 3-Lite.r-Sechszylinder mit 16 Steuer- und 82 Brems- PS. Durch seinen flachen Kühler hat Delage' eine eigene Note beibehalten, die ihm eine langgestreckte aristokratische Linie verleiht. Weniger sportlich als sein Bruder, wird er für Liebhaber eines charaktervollen Luxuswagens konstruiert.. Der 3-Liter-Delage wird auf ein, Chassis montiert, dessen Hauptdaten folgende sind: Radstand 315 cm, Spurweite 146 cm. Fahrzeuggewicht 1525 k,g. Am Salon \s* der Delage vertreten durch ein in traditionell eleganter Linienführung gehaltenes Chaprpn- Cabriolet. DELAHAYE In erster Linie Sind die sportlichen Fahrgestelle dieser Firma für den Export bestimmt und haben im letzten Jahr auch in. der Schweiz grossen Anklang gefunden. Der heute am meisten verbreitete 3y 2 -Litertyp wird als kurzer Tourenwagen in zwei Ausführungen (135 M und MS gebaut),- während er, mit einem längeren Chassis versehen,* als Modell 148 L mit etwas . weniger hochgezüchtetem Motor geräumigere Aufbauten aufnimmt. Von den ausgestellten Wagen seien einmal -die schönen Schweizeraufbauten von Graber und Secheron erwähnt, dann die beiden italienischen 1 Cabriolets von Ghia und Viotti, die man zum erstenmal in der Schweiz auf französischen Fahrgestellen findet. Die starken Motoren mit Bremsleistungen von 95 bis 130 PS, die vordere Einzelradaufhängung und das Cotal-Getriebe sind typische Merkmale dieses Hochleistungsfahrzeugs. Wie in Paris, so wird auch in Genf das wunderschöne 4'/ 2 -Uterchassis ausgestellt, mit dem Delahaye nun den Schritt in die Superklasse ausführt und in Zukunft in einem Zuge mit. den-besten Marken der Welt genannt werden will. Der Bauweise dieses Nachkriegstyps, dessen Entwicklung durch das Werk soweit fortgeschritten ist, dass Aufträge entgegengenommen, werden, verrät deutlich, dass durchwegs die besten -Lösungen gesucht worden sind. Gegenüber den ersten Angaben sind nunmehr höhere Leistungsziffern des Motors zu erwarten. DOLO Zwei höchst originelle Kleinwagen stellt diese französische Firma aus, die seit längerer Zeit-an diesen Modellen gearbeitet hat und nunmehr die ersten Prototypen fertigstellen konnte. Während grössenmässig beide Wagen sehr kompakt gehalten sind, gehören sie in ihrer Ausstattung und der eigenwilligen Formgebung eher in eine gewisse Luxuskategorie. Technisch gesehen zeichnet sie vor allem die Bauart, des Motors aus, beim kleinen J.B. 10 ein Vierzylinder mit 600 cm 3 , beim grösseren J.B. 20 ein Boxer-Achtzylinder mit dem doppelten Hubvolumen und 43 Brems-PS. Unseres Wissens- stellt dies die erste Verwendung eines Achtzylinder- Boxers im Autobau dar. Getriebe und Zahnräder des Frontantriebs sind zusammengeblockt; die Aufhängung verwendet Torsionsstäbe. Besonders das grössere Modell besitzt bei einem Gesamtgewicht von angeblich 640 kg das für eine viersitzige 1100-cm 3 -Litnousine unglaublich günstige) Leistungsgewicht von 15 kg/PS. Auch die FahrTeistung liegt nacH den Werkdngaben, vor allem wahrscheinlich wegen des offensichtlich günstigen Luftwiderstandes der glatten Karosserie, sehr hoch. Aeusserlich dürfte der Plexiglas-.Oberteil der Dolo-Karosserien das Hauptmerkmal dieser neuen Marke darstellen. Dies und die andern-ungewöhnlichen Eigenschaften dieser Marke sind wohl für das grosse Publikumsinteresse mit verantwortlich. FORD Ford-Poissy heisst seit letztem Jahr die französische Ford-Gesellschaft die schon vor dem Krieg Fahrzeuge produziert hat. Der .Ford-France, Wie dieser Wagen in der Schweiz bezeichnet wird, ist ein ausgesprochener Gebraüchswagen, robust, sparsam im Unterhalt, und bildet eine gute Synthese amerikanischer und europäischer Merkmale: Sein V'8"Motor gleicht der amerikanischen Konstruktion des Mutterhauses, hat aber ein Hubvolumen von nur 2,4 Litern Inhalt, Das Gewicht 1 der fünfplätzigen Limousine ist verhöltnismässig •• nie- Ein einsitziger Simca-Gordini-Rennwagen, der letztes Jahr grosse Erfolge an den Rennen der Klasse 1100 cm' errang und nunmehr vom zürcherischen Fahrer Rudolph Fischer erworben wurde« Das Peugeot-Coup* 202 Darlmqt, das kurz vor dem letzten Pariser Salon einige Rekorde der Klasse 1100 cm* schlug und dessen Verbrauch bei einer Geschwindigkeit von rund ISO km/h, nur am rund 10,5 Liter atif 100 km/h, betrug.