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E_1948_Zeitung_Nr.012

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AUTOMOBIL-REVUE MONTAG,

AUTOMOBIL-REVUE MONTAG, IS. MÄRZ 1948 - Nr. 12 Meinungsströmungen sind ihr indessen durchaus günstig gesinnt. Damit dieses System praktischen Wert erhält, ist es unbedingt nötig, dass man sich nicht mit halben Massnahmen zufrieden gibt. Was not tut, ist nicht Routine, sondern die internationale Anerkennung dieser Methode, und zwar auch in jenen Fällen, wo es sich um einen Transport von einem bestimmten Land in ein Nachbarland und nicht nur um die Durchfahrung eines dritten Landes handelt. Eine solche Lösung dürfte nicht mehr lange auf sich warten lassen. Bei dieser Gelegenheit sei auch noch auf die Wichtigkeit des Nutzfahrzeugs für den Transport von leicht verderblichen Lebensmitteln hingewiesen. Sofern sich dieser rationell organisieren lässt und man in bezug auf dessen Verteilung auf verschiedene Verkehfsmittet zu einer Einigung gelangt, tut sich hier dem" Nutzfahrzeug ein weites Tätigkeitsfeld f. , ^ Noch mehr als der; Personenwagen berührt das Nutzfahrzeug'den vielgestaltigen ••'•'- Fragenkomplex der allgemeinen Verkehrspolitik, l ' den wir in der schweizerischen Terminologie mit dem Begriff « Schiene-Strasse » umreissen. Dieser ist in den unmittelbar interessierten Kreisen gleichbedeutend mit der Quadratur des Zirkels, die um so unlösbarer scheint, als man gegen vorgefasste Meinungen und mächtige Interessen, ferner an Erklärungen anrennt, die viel'eher von der Unversöhnlichkeit und Unnachgiebigkeit als von einer klären Urteilskraft derer zeugen, die sie abgeben. Die Koordinierung der Verkehrsmittel ist nicht nur auf nationalem, sondern auch auf internationalem, ja interkontinentalem Boden erstrebenswert. Es erhebt sich die Frage, wo man nur anfangen soll. Die einen halten dafür, man müsse die Zusammenarbeit im eigenen Lande verwirklichen, bevor man an die internationale Lösung des Problems herantritt, während die andern im Gegenteil der Auffassung sind, es dränge sich vor allem die Festlegung von Normen auf, die für' alle Länder annehmbar wären, um alsdann.zu versuchen,- auf nationalem Gebiete zu einer Verständigung zu gelangen. « Gründliche wirtschaftliche Nutzung der vorhandenen Quellen,. Koordinierung der verschiedenen Transportmittel, Zusammenarbeit nicht nur zwischen jenen, die an der gleichen Transportart ein Interesse haben, sondern auch zwischen jenen, die an mehreren Verkehrsmitteln zugleich interessiert sind. » So lauten die vom Sekretariat des europäischen Transportkomifees ausgearbeiteten Richtlinien, Wie man sich auch zu ihnen stellen mag: es geht darum, die Transporte so zu organisieren, dass sie den Bedürfnissen der Wirtschaft am besten entsprechen. Keines der Verkehrsmittel darf dem andern geopfert werden; eine schöne Zukunft liegt daher vor dem Nutzfahrzeug.. ' Dr v PauI Ossipow, Sekretär der AIT. Am Genfer Salon Eine Nutzfahrzeugschau von internationaler Bedeutung Zum erstenmal !n der Geschichte des Genfer Automobilsalons steht die Gruppe Nutzfahrzeuge als in ihrer Art gleichwertig neben den unvermeidlicherweise glanzvolleren Personenwagen und gibt einen recht vollständigen Ueberblick über die Tendenzen im Lastwagenbau der wichtigsten Länder Durch die Verwendung eines Anbaues als separate Halle kannte eine wesentlich grössere Zahl von Marken zugelassen werden, und auch um die Interriationalität ist es besser gestellt. Auch das Nutzfahrzeug macht Fortschritte. Langsamere vielleicht, teilweise vor allem weniger sichtbare, da schliesslich der Wert eines Transportmittels, das weniger an « psychologische » Momente appelliert als der modegebundene Personenwagen, vor allem von der ihm innewohnenden Wirtschaftlichkeit und Zuverlässigkeit abhängt. Eigentlich kann man'an den diesjährigen Nutzfahrzeugständen erstmals richtig konstatieren, dass nun auch der Fahrkomfort verbessert wird. Der Lastwagenchauffeur, der einen grossen Teil seines Lebens im Führersitz seines Fahrzeugs verbringt, hat ein mindestens so verbrieftes Recht auf die jüngsten Verfeinerungen, wie Ventilationsanlagen,- Heiz- und Defrostervorrichtungen, herstellbare Sitze, breite Bänke, Lenkradschaltung etc. wie der verwöhnte .Personenwagenfahrer. Glücklicherwelse beginnt sich diese Erkenntnis doch durchzusetzen, und man findet anatomisch falsch konstruierte Sitze, Kabinen mit zu geringem Kopfraum, schmaler Scheibe und schlechter Sicht nur noch in ganz vereinzelten Fällen. Alles was zur Bedienungserleichterung gehört, ist des besonderen Interesses der Aussteller sicher. Nennen wir die Getriebe, von denen besonders die beiden Hauptkonstruktionen Saurers, das Vorwählgefriebe sowie das normale Fünfganggetriebe mit drei synchronisierten Gängen Aufmerksamkeit verdienen, dann die Schnellgänge, die man hin und wieder antrifft. Servolenkungen haben sich für unser Gelände und die zugelassenen Grossen noch nicht als notwendig erwiesen. Schliesslich gehört auch die Verbesserung des Aeusseren in dieses Gebiet. Man findet einige wirklich gutgeratene Neuschöpfungen, wie die Modelle 1948 von Ford, den kleinen Commer-Lieferwagen und andere, die aufzuzählen der Raum nicht gestattet, deren Karosserien offensichtlich mit einem Schweiz Auge auf den Personenwagenbau, mit dem andern auf die Reaktion des Käufers gebaut worden sind. Phantasievolle, aber doch nicht so überladene Vorderfronten wie diejenigen der Personenwagen, breite, abgerundete Kabinen sind tiie Hauptmerkmale der «Lastwagengesichter» von 1948. Die wesentlich stärker betonte Internationalität der Lastwagenausstellung ist vor allem auf die Tatsache zurückzuführen, dass der kjjrzliche Bundesratsbeschluss, der die Verwendung von nunmehr 240 statt 220 cm breiten Lastwagen auf einem Teil unseres Strassennetzes gestattet, die Anzahl der für den Verkauf In der Schw&lz in Frage kommenden Marken mit einem Schlag stark vergrösserte. Da es sich dabei meist um bei uns mehr oder weniger unbekannte, wenn auch in ihren Heimatländern schon jahrelang bestens bewährte Fabrikate handelt, war es gegeben, dass sich einige davon wenigstens am Genfer Salon vorstellen. Dies ist Obrlgens der Grund,, warum in der Preisliste der Nutzfahrzeuge, die in dieser Nummer veröffentlicht wird, auch Marken figurieren, die nicht in Genf vertreten sind. Diese Neuorientierung im schweizerischen Nutzfahrzeugwesen wird aber unserer eigenen (022) 4 63 93 ist die Telephonnummer des Standes der «Automobil-Revue » am Genfer Salon. Er befindet sich im Parterre, rechts vom Hauptelnganjf. Unser Stand hält sich auch für die Vermittlung von Rendez-vous zur Verfügung. Sofern Sie der Redaktion oder der Administration etwas mitzuteilen haben, verlangen Sie also Telephonnummer (022)4 63 93 Industrie keine Schwächung einbringen,, da deren einziges augenblickliches Handicap die mangelnde Liefermöglichkeit infolge der Ausnutzung des Produktionspotentials betrifft. Im übrigen zeigen gerade die Ausstellungsobjekte, dass die Schweiz in ihrer Art immer noch einzigartige Lastwagen, Traktoren und Anhänger baut, Fahrzeuge, denen die grosszügige Materialdosierung im kritischen Falle gerade jenes entschelderte Plus an Lebensdauer vermittelt. Besondere Erwähnung müss der Postcar von Saurer finden, eirfvin "jeder«'Beziehung tadelloses Kunstwerk, das nun jeden Kontakt mit der im AutornobHbaU:hin und wieder; bestehen? den Verbindung zur Blechspenglerei verloren hat, sondern wirklich nach den im- Grossmaschirienbau geltenden Normen konstruiert wurde, ohne dabei etwa übermässig schwer oder unhandlich zu werden. Trotz des Radstandes von 560 cm hat dieses Fahrzeug einen Wenderadius von etwa 9 m, besitzf eine völlig neue Art. der Motoranordnüng im Heck und dürfte mit seinem Motor von 220 PS und dem Achtganggetriebe auf Fahrleistungen kommen; die nicht von jedem der 1 ' leichteren Brüder rieben^ an in der Ausstellungshalle der Personenwagen erzielt werden. Dieses Fqhrzeug habenlwlr deshalbhier be-j sonders .eryyrä.ljpt,..vyail,a,s. uas^.ie^fci.rtsohHtt]IcheArbeii-. der schweizerische^ !t 1Wdus}pe**ß'esoriiieTs / ejndrucks-i voll vor Augen zu fuhren scheint: DaneBjgn-Veidienen selbstverständlich'• auch- die ProdüJöeiVSorf')Be.r»Q so besonders ein ••; sehr eleganter) scKvveter, Von Gangloff-Bem karö.sslerter Car Erwähnung. fin Uebe/rbjiek Ober den,M otor« n bd u. zeigt, dass wenig neue. Bgumusfer ausgestellt werften, dass sich aber das Vfrhältrtjs Benzine zu : Dieselmotor weiterhin zuungunsten des arsteren -zy' verschieben scheint. Von den ausgestellten; Marken bauen etwa gleich viel Dfeselv oder Benzinmotoren;, wobei die Zahl der letzteren etwas abzunehmen:. _ Drei verschiedene Fahrzeuge In tadelloser Aus' Führung sind auf dem Stand von Berna zu sehen. Ein dreissigplätziger Gesellschaftswagen auf dem Chassis 4U besitzt eine raffiniert ausgerüstete, elegante Karosserie von Gangloff, Bern, in zweifarbiger Bemaluna, unter Betonung langgezogener, abgerundeter Linien. Die Sitze sind mit dunkelbraunem Leder und Plüsch gepolstert, mit aufklappbaren Seitenlehnen versehen und sehr komfortabel gehalten. Da der Wagen als Konblnationsfahrzeuej mit auswechselbarer Karosserie und Ersatz des Car-Aufbaues durch eine Brücke aus: geführt ist, wurde der Lastwagentyp 4U und nicht der eigentliche Autobus-Niederrahmen gewählt. Trotzdem sind die Innenmasse bei Wahrung einer normalen Gesamthöhe genügend. Schiebedach, Heizung, Radio; VoJIsicnt'durch-abgerundete-Scheiben etc. ergänzen den Innenausbau. Der Motor ist der bekannte ,100-PS-Sechszylinderdiesel. Auf dem grossen 5 U-Chassis wird ein Diesellastwagen der stärksten Serie mit 6,5 bis 7 Tonnen, Nutzlast gezeigt. Dieser Wagen besitzt eine Brük-- : kenkarosserie und die Militärausrüstung, die die.' Subventionsberechtigung voraussetzt. Ebenfalls; ausgerüstet mit dem 100-PS-Motor, hat dieses- Fahrzeug als Kraftübertragung die vor einiger Zeit; in der « A.-R.» beschriebene DoppelkuppTung mit dem Achtganggetriebe, von dem vier Gänge synchronisiert und sechs geräuscharm sind. Als dritter Ausstellungsgegenstand sei der kleinere Kipp-Lastwagen genannt, der mit einer Tragkraft von 3 bis 3,5 Tonnen auf dem Fahrgestell 2 U zu sehen ist, den Vierzylinder-Dieselmotor mit 27 Steuer-PS und 65 Brems-PS sowie ein Fünfgangqetriebe besitzt, von dessen Gängen der fünfte ein Schnellgang darstellt, die oberen drei synchronisiert und bis auf den ersten alle geräuscharm gehalten sind. Von "der ausserordentlich kompletten Ausgestaltung dieses robusten Fahrzeugs seien hier nur wieder die hydraulische Bremse mit Servo- Drucklufthilfe, die Auspuffbremse sowie die sehr gute Ausrüstung und Fertigung der Kabine erwähnt, wie denn alle drei Gegenstände ein weiteres Zeugnis für die offensichtliche Qualität der schweizerischen Nutzfahrzeuge darstellen. scheint, indessen nur bei solchen wesentliche Neukonstruktionen zu finden sind; Wir nennen hier besonders die Ueberraschung des grossen Ford-V-8 mit SU Liter Hubvolumen und 145 Brems-PS, ein Motor, d&r den schwereren Wagen dieser Marke ein aussergewöhnlich günstiges L&istungsgewfcht -vermittelt, ferner den schräggestellten Unterflurmotor von Commer, ebenfalls eine grosse Maschine mit fast 5 Liter Zylinderinhalt, während unter den Dieselmotoren selbstverständlich besonders der •luftgekühlte Tatra auffallen wird. Literleistungsmässig und in b&zug auf Drehzahl hat sich praktisch nichis geändert,- es scheint, dass die heute üblichen Werte nicht mahf sehr leicht -übertreffen werden können, ohne ein gewisses Mass an Zuverlässigkeit preiszugeben. .,. Abschliessend noch ein Wort über die Autocars, deren Karosserien auch dieses Jahr wieder Anziehungspunkte im Lastwagensektor sind. Immerhin scheint uns eine gewisse Gefahr in der Entwicklung insofern zu entstehen, als, wahrscheinlich auf Orangen der Besitzer, oftmals Karosserien entworfen wenden, bei denen vom Luxus zum überladenen •Prürtk nur noch ein kleiner Schritt ist. In erster Linie •Spfeien eine Rolle der Innenkomfort, die Dauerhaf- Nakeitund cjer Luftwiderstand, .der bei den von den Heutigen Äutocqrs erreichten Geschwindigkeiten bereits ins Gewicht fällt; das Streben nach elegantem Aeusseren darf beim Autobus nie zu Geschmacklosigkeiten Anlass bieten. Einige, der ausgestellten Gars sind aber in ihren Linien und ihrer Fertrgurrg wirkliche Vorbilder dieses Zweiges, in dem gerade die schweizerische Industrie verdiente Erfolgs erringt. Per GesamteindFuck der Nutzfahrzeugausstellung Ist insofern ein ausserordenrlich vorteilhafter, als dass eine wirklich bedeutende Auswahl von Lastwagen, Traktoren, Cars, Zubehör etc. in bisher nicht gebotenem Ausmass verglichen werden kann. Gang durch die Stände a) Lastwagen, Traktoren, Autobusse, Trolleybusse BERNA F.B.W. Das Wetzikoner Werk zeigt als Hauptobjekt einen Trolleybus der Stadt Zürich, von dem es deh Fahrwerkteil hergestellt hat. Der in den schönen Zürcher Farben blau-weiss gefertigte .Wagen nimmt bei e,nem Radstand von 520 cm und einer Totallänge von ca. 1070 cm auf seinen Sitz- und Stehplätzen fünfundsiebzig Personen auf. Der Begrenzungsradius beim Wenden beträgt dank dem guten Radeinschlag nur 10 m. Unter den technischen Merkmalen dieses Fahrzeugs sei der über der Hinterachse leicht gekröpfte, ziemlich niedrige U-Rahmen sowie die nach unter abgekröpfte, speziell gebaute Hinterachse erwähnt, die dazu beitragen, dass der Fussboden tief gehalten werden kann. Die elektrische Ausrüstung stammt von der Maschinenfabrik Oerlikon, die Karosserie von Tüscher. Ferner sei ein Lastwagen der Reihe L50 mit 5'bis 6 Tonnen Nutzlast erwähnt, der den Sechs- Zylihdermotor mit direkter Einspritzung, Hubvolumen von ca. 8,6 Liter und 105 Brems-PS besitzt. Die Höchstgeschwindigkeit des mit einem Vier^ ,ganggstriebe mit Schnellgang (total acht Gänge) '•.ausgerüsteten Fahrzeugs betragt nach Werkangaoe jca. 70 km/h. Die Karosserie dieses Wagens stammt von F B. W -selbst, die Führerkabine ist aus Leichtmetall gefertigt. Als drittes Objekt ist ein Modell des Sechszylinder-Dieselmotors mit direkter Einspritzung zu erwähnen, das den.äusseren Aufbau dieser Maschine erläutert. HORUMANN Die Wiler Traktorenwerke Hans Hürlimann zeigen Vertreter einiger Modelle aus ihrer neuen Reihe, die die Typenbezeichnung D 100 bis D500 tragen. Erstmals wird der jndustrietraktpr D500 mit Dieselmotor gezeigt, einer der stärksten Strassenschlepper auf dem schweizerischen Markt. Mit einem: Vierzylinder-Dieselmotor von 28'65 PS 'und dem geschickt abgestuften Fünfgqnggetriebe kann er sowohl den Nah- und Pendelverkehr wie auch regelmässige Transporte In einem erweiterten Rayon ausführen. Merkmale des Motor, den Hürlimann nach eigener Entwicklungstätigkeit baut, sind die Düsenanordnung sowie direkte Einspritzung mit niedrigem spezifischem Treibstoffverbrauch. Die Vorderachse wird zur Verbesserung der Fahreigenschaften auf schlechten Strossen und höhern Geschwindigkeiten, als sie der LandwTrtschaftstraktor erreicht, mit Einzelaufhängung der Räder ausgerüstet. Die hydraulische Bremse mit Luftdruck- Betätigung der vier Räder weist einen Anschluss an die Luftdruckbremse des Anhängers auf, wodurch der ganze Schleppzug beim Bremsen eine Einheit bildet. Neben der mechanischen Handbremse wird schliesslich noch eine Motorbremse als drittes Aggregat montiert. Der Drehkreis ist infolge der Ganzranklenkung und der Einzelradbremsung sehr eng. Vom Karosserieaufbau sei der Wetterschutz erwähnt, der bei guter Witterung fast ganz demontiert werden kann. Die Schwingungen des Führersitzes werden durch einen Teleskopschwingungsdämpfer reduziert. Die Kabine bietet 3 Personen Raum. Unter den Zusatzaggreggten seien erwähnt die Kipperpumpe, die Seilwinden, Riemenscheiben für den stationären Antrieb etc. Ein kleinerer Strassenschleoper ähnlicher Ausführung, der D400 mit einem 20'45-PS,Motor, besitzt einen sehr ähnlichen Aufbau. Schliesslich hat Hürlimann auch seine beiden Landwirtschaftsfrokfören D 100 und D200 ausgestellt, deren Grundkonstrüktion den beiden Industrietraktoren entspricht. weitgehend SAURER Die Auswahl der Ausstellungsobjekte von Saurer fiel dieses Jahr auf einen mittelschweren Frontlenkungslastwagen für 4 t Ntrtzfdst, emerrsebweren Dreiseitenkipper für 63 t. Nutzlast, sowie auT einen 'grossen Car Alpin der PTT mit Saurer-Kafosserie und im Heck eingebautem 12-Zylinder-Dieselmotor Der kleinere Lastwagen, Typ 2 CR1 D-H, mit Frontlen>kung, besitzt den bekannten 4-Zylir>der- Dieselmotor (110'14O mit 271 Steuer-PS und einer effektiven Leistung von 65 PS bei 1800 T'min. Das 5-Gancjgetniebe mit 4 geräuschlosen und 3 synchronisierten Uebersetzungen gestattet ein sehr leichtes Schalten und angenehmes Fahren. Eine doppelte UeHersefzung im Hinterachsantrieb, die für jedes Fahrzeug entsprechend gewählt werden kann, erlaubt selbst unter schwierigsten Betriebsver^ältnis'en einen sicheren Betrieb. Der schwerste, in der Schweiz zulässige Lastwagen mit 13 t Gesnmtqewicht ist durch den Dreiseitenkipper, Typ 5 CT 1 D, vertreten. Der 6-Zylinder-Dif>'elmotor ist von derse'ben Typenreihe (110'140) mit 40.6 S'euer-PS und einer effektiven .Leistung von 100 PS bei 1900 T/min. Beim 8-Ganqqetrlebe mit 4 synchronisierten und 6 geräuschlosen Gänqen wird der Schnellp.ang durch eine Doppelkupplung geschaltet, wovon am letzten Saion ein Schnittmodeli gezeigt und die Vorteile eingehend erörtert wurden. In seiner Gesamtheit ist dieses Fahrzeug überdimensioniert, so dass die Betriebssicherheit und Langlebigkeit auch bei höchsten Beanspruchungen gewährleistet ist. Eine interessante Sonderausführung stellt ein grosser Car Alpin, Typ 4 H, der PTT dar, bei welchem vor allem auf günstigste Ausnutzung des Innenraumes und auf qrosse Motorleistung tendiert wurde, damit dieses Fahrzeug auch mit Personenanhänger in Steigungen hohe Durch-schm'ttsaeschwindiqkeiten erreichen kann. Der 12-Zylinder- Dieselmotor mit einer Leistung von 220 PS wurde links im Heck eingebaut, und man veriiess damit die konventionelle Anordnung mit vorn eingebautem Motor Nur der Kühler bleibt vorn; und der Ventilator wird mittels einer langen Kardanwelle durch den Motor angetrieben. Die Kraftübertraqung auf die Hinterachse -geschieht über eine Rutschkupplung, ats Schutz für zu hohe Beanspruchung der Transmissionsorgane, über 2 Winkeltriebe, eine 2-Scheibenkupplung,, ein ferngesteuertes 8-Gangaetriebe, sowie über eine kurze Kardanwelle. Die Kupplung ist von hinten leicht zugänglich. Das Getriebe ist von der gleichen Bauart wie das 4-Ganggetniebe, das in der vorletzten Nummer der A.-R. beschrieben war, d. h. mit hydraulischer Schaltung, Sperrsynchrohisierung und elektrischer Fernsteuerung. D'e. einzige Abweichung ist ein zusätzliches Zahnräderpaar, wodurch sich mit dem 4-Ganagetriebe 8 Kombinationen eraeben. Es genügt für die Uebertragung von 220 PS. Die Fahrversuche haben ausgezeichnete Resultate ergeben, da sowohl hohe Geschwindigkeiten als auch gute Steigvermögen bei voller Belastung erreicht werden. Die Karosserie ist ebenfalls ein Saurer-Produkt. Sie zeichnet sich aus durch eine einfache Linienführung und vereinigt in sich die Qualität mit der zum heutigen Re ; sekomfort aehörenden Ausrüstung. Die maximale Breite beträgt 2,40 m, die Länge über alles 11 m. Es ist somit ein Fahrzeug für Ueberlandrelsen auf breiten Strossen. Die S'tze bestehen zur Hauptsache aus erhöhten Zweierbänken mit einem tiefen Mittelgang. Dies gestattet, die Innere lichte Höhe für den Durchgang auf? m zu halten, ohne dnss sich_darous ein ungünstiges Verhältnis von Höhe zu länr° ergibt. Unter den Sitzbänken ist genügend R" 1 .;-" geschaffen, um kleine Handkoffer unterzubrinaer.

Nr. 12 - MONTAG, 15. MÄRZ 1948 AUTOMOBIL-REVUE msi • HOrlimann-lndusIrietraMor D 900. Vevey-lndustrietraUor 5W. Der FBW-Dieselmotor mit direkter Einspritzung. Ferner sind auf der Unken Seite zwei von aussen zugängliche Kofferkasten vorgesehen. Von den 41 Sitzplätzen befinden sich nur 5 hinter der Hinterachse, da der Motor den Raum hinten links benötigt. Dadurch wird einem Wunsch der Reisenden, möglichst vor der Hinterachse zu sitzen, Rechnung getragen; ausserdem ist der hintere Ueberhang durch den Motor belastet und neigt weniger zu den unangenehmen Federausschlägen. Durch die Bestuhlung wird nur ein Teil des Innenraumes beansprucht, so dass zusätzlich mit ca. 25 Stehplätzen gerechnet werden kann. Je eine breite Falttüre vom Führersrhz aus pneumatisch betätigt vorn und hinten, gestatten ein rasches Ein- und Aussteigen. Neben der Herstellung von Strassenfahrzeugen spielt bei Saurer die Fabrikation der Diesel-Motoren mit direkter Einspritzung und Doppelwirbelung eine wichtige Rolle. Die beiden ausgestellten Motoren, Typ BXD, 130/180, mit BBC-Abgasturboaufladung, Spitzenleistung 225 PS,, Typ BZD, 12 Zylinder, 130/18, Spitzenleistung 360 PS, werden meistens in Triebwagen ©ingebaut, finden aber auch ein verbreitetes Anwendungsgebiet für Notstromgruppen, fahrbare Anlagen, Seilbahnen, Rangierlokomotiven, Schnee schleudern u.a.m. Die ausgestellten Objekte machen auch dieses Jahr der Arboner Firma alle Ehre. VEVEY Erneut zeigt Vevey sein interessantes Nachtcriegsmodell, den Traktor 560, in zwei Ausführungen mit langem und kurzem Radstand. Die Maschine ist so entwickelt, dass sie durch geringfügige Aenderungen allen möglichen Anforderungen gerecht wird und deshalb in grundsätzlich weitgehend normalisierter Form gebaut werden kann. Als Kraftquelle dient der bekannte Buda- Dieselmotor, der nach dem Lanova-Verfahren mit Luftspeicher arbeitet. Bei einem Hubvolumen von etwas unter 4 Liter leistet die Maschine 52 PS an der Bremse, ist durch Pumpe und Thermostat gekühlt und besitzt ein Bosch-Einspritzsystem. In seiner Ausführung als Industrietraktor erreicht er im obersten Gang seines Fünfganggetriebes 30 km/h, während, die übrigen Uebersetzungsstufen zwischen 3,5 und 16 km/h erzielen lassen. Ohne dass es hier möglich ist, die Details dieser interessanten Konstruktion näher zu beschreiben (wir hoffen, sie in der «A.-R. » bald einmal ausführlicher behandeln zu können), seien doch einige der wichtigsten Punkte der beiden im typischen graublau der Firma gehaltenen Fahrzeuge erwähnt : Der sehr grosse Verschränktwinkel der Vorderachse, die nicht selbsthemmende Differentialsperre, der normalisierte Zapfwellenantrieb, sowie die Verstellmöglichkeit der Hinterräder. Der vollständig ausgerüstete Traktor wiegt mit Verdeck, Zusatzgewichten, Seilwinde etc. rund 3 Tonnen, das Fahrzeug allein ca. 1900 kg. USA CHEVROLET Neben den Personenwagen, die in der Schweiz sehr verbreitet sind, baut Cnevrolet eine Reihe von Nutzfahrzeugen, von einer Produktion, die sich über ungefähr 40 Typen verteilt, werden die sechs Fahrgestelle importiert, die sich für unsere Verhältnisse am besten eignen. Drei Motoren können auf diesem Chassis montiert werden; es sind der «Thriftmaster» und der «Loadmaster>, zwei bekannte Sechszylinder-Benzinmotoren, die 18 bzw. 20 Steuer-PS haben was Leistungen von 91 und 94 Brems-PS entspricht, ferner der Vierzylinder-DOOD- «Hercules»-Dieselmotor, der aber nur auf dem 4,5- Tonnen-Chassis montiert wird. Am Salon finden wir einen mit dem Thriftmaster ausgerüsteten Kastenwagen, der vom Werk karossiert auf den Markt kommt. Als Lieferwagen oder für den Transport von sperrigen Gütern, die vor Witterungseinflüssen geschützt werden sollen, ist er besonders geeignet. Alle anderen Modelle werden nur mit der Kabine geliefert, um dem Käufer die ganze Freiheit der Karossierung zu sichern. Ein gutes Beispiel eines in der Schweiz fertiggestellten Lastwagens ist ein Loadmaster, der von Burkhardt in Burgdorf als Brückenwagen karossiert wurde. Ferner sind zwei weitere Loadmaster ausgestellt, davon einer mit der Hochsitzer-Kabine, die bei kleinerem Radstand nichts an der karossablen Länge verliert. DODGE Dodge zeigt dieses Jahr zwei Modelle, die die Freunde dieser gut renommierten Marke mit Interesse ansehen werden. So ist ein Dodge-Diesel als Kipper für Kiestransport ausgestellt. Der Wirbelkammer-Sechszylinder-Dieselmotor leistet 70 PS bei 2200 T/min. Das Kompressionsverhältnis von 16:1 reduziert den spezifischen Treibstoffverbrauch. Das Vierganggetriebe ist mit einem als Schnellgang ausgebildeten fünften Gang ausgerüstet. Dieser Wagen, der übrigens in England montiert ist, dürfte für unsere Verhältnisse geeignet sein. Einige technische Details sind noch zu erwähnen; so ersetzen «Lay-Rub»-Universal- die gewöhnlichen Kardangelenke und benötigen keine Schmierung; die Lenkung ist mit Finger und Rolle; eine Spezialausführung der Hinterfeder gestattet eine Anpassung der Federwirkung an die Belastung. Neben diesem Fünf-Tonnen-Typ ist ein in Amerika gebautes, rot angestrichenes 3,5-Tonnen-Chassis mit einer modern karossierten Kabine. Die doppelten Hinterräder sind weit auseinander montiert, was sich gegen das Eindringen von Steinen günstig auswirkt. Die hintere Halbelliptikfedern sind mit Zusatzfedern versehen. Zur Kabine gehört, ähnlich wie bei einem Personenwagen, ein schönes Armaturenbrett. FARGO Ebenfalls vom Chrysler-Konzern gebaut, gleichen sich die Fargo-Lastwagen und die von Dodge gebauten. 7 Motoren, von 95 bis 130 Brems-PS, ungefähr 13 versahiederie .Fahrgestelle bieten eine reiche Auswahl. Das ausgestellte Chassis FK2-33 besitzt eine Nutzlast von 1300 kg. Sein seitengesteuerter Sechszylinder-Motor leistet 102 PS bei 3600 T/min. Andere technische Merkmale sind: Stossdämpfer der Vorderachse,- hydraulische Fussbremse,- HypoTdachsantrieb, Radstand 338 cm. Das Chassis FK-4-60 ist ein 3'/2 Tonnen mit einem Radstand von 406,4 cm. Er ist am Salon ohne Kabine ausgestellt und hat einen 109-PS-SechszyIinder-Motor von 3876 cm 3 ; die Hinterachse ist ganzschwebend ausgeführt, die Handbremse wirkt auf die Kardanwelle. Als drittes Chassis wird ein 5- Tonnen-Nutzlast-Fahrzeug mit dem in England gebauten Sechszylinder-Diesel gezeigt, der als Kipper vorgesehen Ist. 3. SALONNUMMER — MONTAG, 15. MAERZ. Nutziahrzeuge: Der Strassentransport im Nachkriegseuropa. Besuch der Stände von Lastwagen, Traktoren, Anhänger, Nutzfahrzeugkarosserien. Bilder der Nutziakrzeuge. Preisliste der Lastwagen und Traktoren des schweizerischen Marktes. Französische Personenwagen;' Technische Uebersicht. Besuch auf den Ständen. Salon-Bilder. Konstruktions- und Fahrleistungstabellen. 4. SALONNUMMER — MITTWOCH, 17. MAERZ. Karosseriebau am Salons Die Serienkarosserie 1948. Besuch bei den Spezialkarosserien. Bilderseite. FEDERAL Die Federal-Werke sind seit vielen Jähren ausschliesslich Nutzfahrzeuge. Sie haben eine lange Erfahrung, die sich in der einwandfreien Fertigstellung ihrer Produkte zeigt. Am Salon sind zwei karossierte Fahrzeuge ausgestellt. Der Typ 16 M ist ein 3Vi-Tonnen-Kipper. Seine Kabine ist dreiplätzig und mit Kunstleder überzogen sein Motor ein 87 PS starker 4-Liter-Sechszylinaer. Die Kraftübertragung erfolgt durch ein Vierganggetriebe und einen hypoldverzahnten Ritzel. Daneben steht das Modell 25 M 2 mit 4,9 Tonnen Tragkraft. Sein Hauptmerkmal ist die Zweigang-Hinterradübersetzung die sehr elegant durch einen einfachen Schalter am Armaturenbrett.betätigt ist. Die Reduktion beträgt 6,13 :1 für rasche Strossen und 8,15:1 als höhere Uebersetzung. Diese Anordnung gestattet diesem Fahrzeug Geschwindigkeiten von 100 km/Std. auf Ueberlandstrassen zu erreichen. Dazu kommt ein mit Schnellgang ausgerüstetes Getriebe. Erscheinungsweise und Inhalt der «Automobil-Revue» während der Dauer des Genfer Automobil-Salons Englis-che Personenwagen: England und der Genier Salon. Standbesuche. Bildseite. Konstruktions- und Fahrleistungstabellen. Choke und Eusebio am Salon. 5. SALONNUMMER — FREITAG, 19. MAERZ. Italienische, tschechische, deutsche Personenwagen. Uebersicht über die Tendenzen. Standberichte. Bilderseiten. Konstruktions- und Fahrleistungstabellen. Zubehör am Genier Salon: Die Zubehörindustrie 1948. Besuch der Stände (Zubehör, Garageeinrichtungen, -Service, Bereifungen, elektrische Ausrüstung, Treibstoffe). Amerikanischer Forschergeist, gepaart mit Schweizer Qualitätsarbeit, geben dem Schweizer FIRESTONE-Reifen sein besonderes Gepräge. Was Wunder, dass er sich stets grb'sserer Beliebtheit erfreut. Fahren auch Sie FABRIK FÜR FIRESTONE-PRODUKTE AG. PRATTELN Der Motor ist von 4620 cm» und leistet 102 PS bei 3000 T/min. FORD Aus dem « Prefect» entwickelt, präsentiert sich der kleine, ausgestellte Lieferwagen als solides Erzeugnis der englischen Ford-Werke von Dagenham. Ein ganz neues Gesicht präsentieren die 1948-Lastwagen der amerikanischen Ford. Wird wohl die Mode auch bei Nutzfahrzeugen die Karosserien jedes Jahr ändern? Auf alle Fälle scheint die neue Kühlerverschalung mit weniger Chrom und gut eingebauten Lampen sich für ihren Zweck gut zu eignen. Drei Motoren- sind jetzt lieferbar: ein neu entwickelter Sechszylinder von 3706 ccm und 95 PS Bremsleistung, der gewöhnliche V8, 3920 ccm, als «Mercury »-Motor bekannt, und ein neu entwickelter, grosser 5527-ccm-V-8, der eine Höchstleistung von 145 PS bei 3600 T/min ausgibt. Bei allen Motortypen ist eine bessere Zugänglichkeit angestrebt worden: Jetzt ist auch der Verteiler am V-8-Motor auf der oberen Motorseite angebracht. Diese neue Anordnung der Motoraggregate wird den Service zeitsparend vereinfachen. Bemerkenswerte Neuerungen sind noch zu erwähnen: Die « Loadautomatic »-Zündverstellung wirkt jetzt nicht nur bei-Motordrehzahländerung, sondern auch bei Belastungswechsel. Neue Kühlvorrichtung, Auspuffleistung, Stossdämpfer usw. ergeben eine verbesserte Leistung und Fahrsioherheit. Ausgestellt sind zwei Sechszylinder: ein Liefer- und ein schwerer Lastwagen. Mit dem kleineren V-8 sind zwei Chassis augestellt, eines mit Kabine (Radstand 400 cm), das andere ohne Karosserie (Radstand 340 cm). Ausgestellt ist noch ein Hochsitzer, der wegen seiner guten Sicht sehr beliebt ist. Bei der Ford-Anordnung ist die Kabine wegen den niedrigen Motoren trotzdem sehr niedrig. FORDSON Der Fordson < Major > ist eine berühmte landwirtschaftliche Maschine. Er ist einer der wenigen Traktoren mit hydraulisch betätigter Hebevorrichtung, die das Linienpflügen ohne zusätzliche Hilfe gestattet, ein System, das bei uns noch nicht verbreitet ist. Eine Zapfwelle ist selbstverständlich hinten,..vorgesehen, sie wird aber nur auf Wunsch und gegen Mehrpreis montiert. Die Bremsen sind einzeln betätigt, können aber auch, wie in der Schweiz vorgeschrieben ist, zusammen wirken. Der Motor arbeitet mit Petrol, läuft aber mit Benzin an und wird nach dem Warmlaufen umgeschaltet. Die Hauptdimensionen sind: Wendekreis 7,93 m (mit Einzelbenützung der Bremse: 6,41 m), Länge 321 cm. Breite 165 cm. Von der amerikanischen f ord-Gesellschaft ist der in die Schweiz kürzlich importierte N-8-Traktor ausgestellt. Viel kleiner als sein englischer Bruder, hat er dieselbe hydraulische Hebevorrichtung der angehängten Zubehöre. Der Motor ist ebenfalls ein Vierzylinder, läuft aber mit Benzin. INTERNATIONAL HARVESTER Aus ihrer umfangreichen Produktion zeigt die f International Company » sieben Typen. Der KB-1 wird als Kastenwagen mit Fabrikkarosserie geliefert. Er ist mit dem « Green Diamond »-Sechszylinder seitengesteuerten Motor, der die Leistung von 82,4 PS bei 3400 Touren erreicht, ausgerüstet. Das Dreiganggetriebe wird durch Lenkradschaltung betätigt die hydraulischen Bremsen sind stark ausgeführt. Der Radstand beträgt 318 cm. Der KB-3 ist als Chassis ohne Kabine ausgestellt. Er ist mit demselben Motor ausgerüstet, hat aber einen längeren Radstand von 330 cm und doppelte Hinterräder. Mit einem stärkeren «Diamond»-Motor ist der KB-5 ausgerüstet, der mit einer Kabine versehen ist; das gleiche Chassis kann ferner auch mit einem Dieselmotor geliefert werden. Sein Radstand beträgt 4,5 m. Der KB-6 ist ein 5-Tonnen-Lastwägen mit dem «Buda»-Dieselmotor, ein Sechszylinder, der 91 Brems-PS leistet. Er kann mit dem «Blue Diamond»-101-Benzinmotor auf Wunsch geliefert werden. Der grösste ausgestellte Lastwagen ist ein KB-7; er besitzt eine elektrisch betätigte Hinterräder - Sandstreueinrichtung. Neben diesen Fahrzeugen sind noch Traktoren zu sehen. Der ID 6 ist mit einem Benzin-Diesel-Motor montiert; nachdem der Motor Betriebswärme erreicht hat, wird er auf Dieselöl umgestellt. Erwähnenswert ist noch der Rangiertraktor Hebard, der in Fabriken, Flugplätzen und Bahnhöfen gute Dienste leisten wird. STUDEBAKER Die im Personenwagenbau gut bewährten Studebaker-Motoren sind auch in Nutzfahrzeuge der Firma montiert. Der kleine 14 Steuer- 81 Brems-PS starke Sechszylindermotor rüstet einen Leichtlastwagen aus, 'der annähernd den gleichen Komfort bietet wie Personenwagen. Sehr beliebt wird auf alle Fälle die Bergstütze, die keine Handbremsbetätigung mehr beim Anfahren am Berg erfordert. Die zwei anderen ausgestellten Modelle besitzen den grösseren 92-PS-Motor. Sie sind mit progressiv wirkenden Hinterradfedern sowie «Hydroval »- Servobremse ausgerüstet. Defroster und Heizung sind zur Montage vorgesehen, und serienmässig sind die M-l7-Chassis mit pneumatischer Schaltung der Hinterachsübersetzung versehen. Für alle Karosserie wird von den Werken Motorhaube und Kühlerschutz mit der modernen Gestaltung geliefert. Kabinen können aber auch von Schweizer Firmen gebaut werden. WILLYS-OVERLAND Auf dem « Station-Wagon » - Chassis, der vom Jeep abgeleitet ist, baut Willys auch einen Liefer-, wagen, der durch seinen kleinen, aber kräftigen und daher wirtschaftlichen Motor für die Schweiz interessant ist. Ohne den für diese Fahrzeugart un-