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E_1948_Zeitung_Nr.013

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Beim Eintritt fällt der

Beim Eintritt fällt der Blick zuerst aal die im einheitlicher Farbe gehaltenen Wagen des Standes von Hermann Gräber, die ^zusammen einen harmonischen Dreiklang in Grau ergeben. Das Talbot- Lago-Record-Cabriolet hat eine aus zartgrauetn glattem Leder bestehende Polsterung, eine nach vorn in rundem Bogen hinuntergezogene Haube sowie eine ebenfalls runde Kühlluftöffnung, über der das neue Talbot-Kühlerzgichen mit goldenem Kranz angebracht wurde. Die langgestreckte Linie mit dem einfachen, waagrechten Chromstreifen, die ziemlich hoch hinaufreichenden Kotflügel mit weich in die Karosserie verlaufendem Uebergang sowie eine ungewöhnlich gute Führersitzübersicht sind Merkmale dieses Meisterwerkes. Das ähnlich gebaute Delahaye-Cabriolet mit ziegelroter Innenauskleidung hat eine gleicbgehaltene Verdeckhülle, wie die Karosserie hellgrau gespritztes Armaturenbrett sowie leicht schräg nach hinten ziehende Türlinien unter Vermeidung absolut vertikaler Motive. Beim Bentley-Cabriolet in gleicher Tönung wurde eine kornblumenblaue Lederpolsterung gewählt. Der Chromstreifen reicht hier nur bis zum Haubenschloss, die Heckgestaltung erfolgte in leichtem, geschwungenem Bogen. Drei wirklich bemerkenswerte, in Entwurf und Ausführung makellose Werke. Auf dem Stand von R am 6 e y er - W or b l au - f e a wird man zuerst das schwarze Bentley-Cabrilet mit hellbeigem Inneren erblicken. Selten wurde von einem Karossier der gleichzeitig repräsentative wie auch sportliche Charakter dieses Super-Fahrgestells 60 gut getroffen wie von Ramseyer, der durch die leicht nach aussen geschwungenen Türen, die die Trittbretter verdecken, sowie die Balance zwischen vorderen und hinteren Fenstern einen Lyetails des Graber-Cabriolefs Talbof Lago-Record (Zeichnungen «Automobil-Revue») TZ7T Das Gesicht mit der abgerundeten Kühllufteinlrittsöffnung mit lenkrechten Stäben. Helles, Obersichtliches Armaturenbrett mit einzelnen Zifferblättern. wagen geschaffen hat, der die Abmessungen des Bentley gleichsam verkleinert und egalisiert; die Ausführung ist in jeder Beziehung tadellos geraten. Konservativ in der Linienführung, jeder Zoll ein sportlicher Tourenwagen europäischer Tradition, erscheint der Talbot-Lago-Record auf dem gleichen Stand, der den Kühler der Marke unverändert wiedergibt. Wesentlich breiter als die Originalkarpsserien der Marke und deshalb geräumiger, besitzt diese Ausführung auch 6ehr gute Führersicht dank der hohen, nach hinten geneigten Windschutzscheibe. Als drittes Ausstellungsobjekt wird ein vierfenstriges Cabriolet auf dem Ford-V-8-Chassis gezeigt, das schwarz mit beiger LederpoLsterung gehalten ist. Aehnlichen Charakter wie das Talbot- Cabriolet besitzt ein resedagrünes Cabriolet von Ramseyer auf dem Jaguar-Stand. Wuchtige Linienführung zeigt das Cabriolet von Reinbolt und Christe auf einem 3J-a-Liter- Jaguar-Chassis, bei dem die Kühlerform durch eine schmälere, von einem breiten Wulst umgebene neue Verschalung ersetzt wurde und der keine waagrechte Markierung durch Bordstreifen besitzt. Das Innere dieses originellen Wagens mit stark gewölbten Kotflügeln Ut in rotbraunem Leder ausgeschlagen. Ein zitronengelbes, zweisitziges Cabriolet derselben Firma wird auf dem Stand von Triumph gezeigt. Das vierfenstrige Bentley-Cabriolet von Beutler, einer erstmals ausstellenden Firma, ist in dunklem weinrot gehalten, das durch hellbeiges Leder in Naturfarbe kontrastiert wird. Die Hintersitze sind strahlenförmig gesteppt und das Armaturenbrett ist ebenfalls mit de« gleichen Leder Gute Sitzverstellung in Art der Flugzeugsitze am Alfo Romeo in Serienausführung c Freccla d'Oro >. Sehr sorgfältige Innen-Ausführung des Pinin-Farino-Cobrioiets auf dem Lancia-Aprilia, das auf Seite V dieser-Nummer abgebildet ist. AUTOMOBIL-REVÜE MITTWOCH, 17. MÄRZ 1948 - Nr. 13 Praktische Karosseriedetails an Personenwagen > '•• .' : (Zeichnunten «Automobil-Revue») Oben i Die Anordnung der Serien* massigen Heizung und Ventilation am Viickteehtit Di« nach hinten zu öffnenden Motorhauben, wie beispielsweise diejenige des Hiilman Min», besitzen einen Sieherungsnaken, um das Auffliegen bei zufälligem Betätigen des Haubenschlosses Im Woaeninnern zu vermeiden. Links: Die vordere Verkleidung des Austin A-40 geht in sanftem Uebergang von der Haube in die Front Ober. überzogen., Gute Sicht wurde durch sehr schmale Fensterpfosten erzielt; alle vier Fenster besitzen ausstellbare Ventilationsflügel. Auf einem Delahaye 135 stellt, S e eher o n ein viersitziges Cabriolet in schwarzer Farbe aus, dessen dunkler Ton durch die senfgelbe Polsterung in narbenloserh, glanzglattem Leder mit schmäler Steppung abgesetzt wird. Aehnlich wie das letztes Jahr ausgestellte Cabriolet kann auch das, Dach der diesjährigen Ausführung in halber de*Ville- Stellung über den Vordersitzen geöffnet werden, während der Hinterteil des Daches stehen bleibt. Die Bordstreifen sind ziemlich reich gehalten und senken sich leicht nach hinten. Ohne einen eigenen Stand zu besitzen, ist das Karosseriewerk Langenthai durch drei Schöpfungen auf verschiedenen Markenständen gut vertreten. Das hellgeibe Lancia-Aprilia-Cabriolet^st das Resultat einer Zusammenarbeit zwischen Langestreckte Aufbauten dank dem ziemlich langen Radstand gut eignet. Erwähnt sei ßchliesslich noch ein viertüriges Cabriolet der gleichen Firma auf dem Alvis-« 14 «-Chassis, bei dem die Ursprung' liehe Kühlerform beibehalten würde. Einen Reichtum an Ideen und Farben sondergleichen findet man auf den Ständen der italienischen Karosserieindustrie, die sich unter der Aegide der ANFIAA' (bzw der italienischen Vereinigung der Karosserieindustrie) einerseits zu einem Gemeinschaftsstand zusammengetan haben, anderseits auf den Ständen verschiedener Wagenmarken zu finden sind. Auf dem Gemeinschaftsstand trifft man zuerst auf die dunkelgrüne Fiat-1500-Limousine von G h i a mit einem imposanten Gesicht, das offensichtlich vom Buick (oder noch weiter zurück vom Mercedes-Rennwagen) inspiriert wurde, ferner Radverscbalungen vorn und hinten, die cia, Pinin Farina «nd LangenthaL, (wobei die.yordoje^ |

Nr. 13 - MTTWOCH, 17. MÄRZ 1918 AUTOMOBIL-REVUE den Seiten Haltewülste erhalten haben, wie man dies bei einem derartigen Fahrzeug wünscht. Eine zweitürige, schwarze Limousine mit Plexiglaseinsatz im Dach wird auf dem Isotta-Fraschini gezeigt; sie entspricht dem meergrünen Wagen, der am letzten Pariser Salon einen derartig großen Erfolg erzielte. Auch Pinin-Farina trifft man nicht auf eigenem Stand, wohl aber in verschiedenen wunderbaren Spezialausführungen, wie besonders dem grauen, einmaligen Cabriolet auf dem Lancia Aprilia, dessen lange Silhouette durch den Chromstreifen mit dem Hakenmotiv sowie den aufgesetzten Knöpfen, die Radverschalungen und die schmale Kühlluftöffnung noch 'betont wird. Die Ausstattung dieses Wagens, beispielsweise der Finish des Fueäbodeas und der seitlichen Kästen vorne mit verchromten Gittern ißt von unerhörter Schönheit. Sehr gut gefiel dem Berichterstatter auch das zartblaue Cabriolet auf dem Bristol-Chassis, das mit hellrotem Leder ausgepolstert ist und dessen Chromverzierungen trotz der Reichhaltigkeit, beispielsweise den Ringen um die Instrumente, nicht überladen wirken. Auf dem Maserati-Anderthatbtiterchassis findet man ein neues Sportcoupe Empfang bei Rovin. Die Anwesenheit Robert de Rorins, des Konstrukteurs der bekannten Zweiplätzer-Kleinstwagen am Genfer Salon, benützend, lud der Generalvertreter dieser Marke für die Schweiz, M. Abel- Lourdin, seine Untervertreter am letzten Samstag zu einem Mittagessen ein, wobei er unter den Gästen auch unseren Pariser Kollegen Maurice Philippe, die « A.-R. » sowie Vertreter aus Frankreich und Belgien willkommen heissen konnte. Im Laufe des Anlasses fand M; de Rovin Worte des Dankes für den- herzlichen Empfang, der ihm in der Schweiz wiederum zuteil geworden i*t. Damit verband er das Versprechen an die Adresse der Vertreter, sein möglichstes zu tu«, um sie fortlaufend (beliefern zu können. M. Maurice Philippe eeincTseit« wand Roibert de Rovin, als £ros- MKI Könner unter den Konstrukteuren wie aU unermüdlichem, sich selbst am wenigsten schonendem Schaffer ein Kränzchen. Der Rovin Motooar, dessen konstruktive Einzelheiten sich im Laufe langer Jahre des Studiums und der Versuche herauskristallisieren, stellt ein robustes und sparsames Wägelchen dar, wovon, beiläufig bemerkt, den schweizerischen Vertretern fünf Exemplare zu Vorführmiigs- mnd Propagandazwecken zur Verfügung gestellt wurden. Von Paris hatte .übrigens de Rovin den Genfer Salon mit einer Anzahl seiner Motocars auf der Stra6se erreicht. Bei Citroen. Die bekannte französische Marke vereinigte letzten Freitag ihre Vertreter bei einem gemeinsamen Nachtessen im Restaurant des Cercle francais, wobei die Leitung der Citroen-Geeellsc'haft in der Schweiz die honneurs machte. Nach einem Willkommensgruss an ihre Gäste entwarfen die Herren Graf, Präsident des Verwaltungsrates, und Dir. Bouvigny ein ebenso klares wie instruktives Bild deT Lage des schweizerischen Atrtomobilmarktes, Was der Präsident des Salon-Organisationskomitees, Herr Dechevrens, in seiner Eröffnungsansprache hervorgehoben hatte — da»s das Automobil durchaus kein Luxusgegenstand mehr sei, sondern ein Arbeitsinstrument — auf diese Feststellung legte auch Herr Bouvigny den Akzent. Eine Fiskalpolitik, welche dieser Tatsache keine Rechnung trägt, ist, wie er weiter darlegte, schon in ihrer Grundlage falsch. An Hand einiger Zahlen entwarf der RedneT sodann ein Bild von der Popularität des Citroen-Wagens in der Schweiz. Wie wir eben vernehmen, begeben 6ich M. Pharamond, der Direktor der Exportaibteilung, ebenso wie M. Duclos, der Chef des Strassendienstes 'bei Citroen, nächster Tage nach Genf, "um dem Salon ihren Besuch abzustatten. (man erinnert sich des sensationell niedrigen Coupes de6 letzten Jahres, das die gleiche Firma auf dem neuen Maserati zeigte) mit schräggezogeaem Heck ohne Absatz, pf eilförmiger Windschutzscheibe und sehr einfacher, schöner Vorderfront. Gleich wie in Paris, so besticht auch hier wieder das überaus schlanke, elegante Coupe auf dem Cisitalia- Chas6is, das dieses Jahr in Schwarz gehalten ist. Auf dem Alfa-Romeo-2500-SS wird ein zweisitziges Coupe in hellgraublauer Farbe gezeigt, dass eine Weiterentwicklung der bekannten Konstruktion mit hinten in die Karosserie überfliessenden Kotflügeln ist. # * Rund um den Salon Nicht sehr %tark ist dieses Jahr die französische Karosserieindustrie vertreten, von der Chap r o n auf dem Delahaye-Delage-Stand eines seiner Cabriolets zeigt, während Faget-Varnet eines seiner mit selbsttragendem Chassis versehenen, umgearbeiteten Cabriolets ausstellt, auf das wir noch zu sprechen kommen werden. Von den englischen Karosslere erwähnen wir Duncan mit setner Healey-Limousine und H. J. Mullinens scnwarzgelbe Rolls-Royce-Limousine, während das erwartete Barker-Daimler-Cabriolet nicht eingetroffen ist. Die Kovrn-Kolonne in Genf. Hoher Besuch bei den Chrysler-Leuten. Auf einer ausgedehnten Geschäftsreise, die ihn per Flugzeug nach der Südafrikanischen Union, Aegypten und der Schweiz führt, wird Mr. C, B. Thomas, der Präsident der Chrysler Export Corporation, auch den Genfer Automobilsalon besuchen, der mit einer ganzen Auswahl von Personen- und Lastwagen aus der Chrysler-Produktion 4. SALONNUMMER — MITTWOCH, 17.MAERZ. Karosseriebau am Salon; Die Serienkarosserie 1948.' Besuch bei den Spezialkarosserien. Bilderseite. Englische Personenwagen: England und der Genfer Salon. Standbesuche. Bildseite. Konstruktion- und Fahrleistungstabellen. Choke und Elisebio am Salon. aufwartet. Bei seiner Ankunft in Genf, die dieser Tage erfolgt, zumal der Start zum Rückflug nach Detroit auf den 20. März anberaumt ist, wird Mr. Thomas von den Herren Caravella, Verkaufsdirektor Chryslers für Frankreich und die Schweiz, Benjamin King, Direktor der Chrysler Motors Ltd. in London, und S. G. Keevill, Direktor der Chrysler S.A.-in Antwerpen, empfangen und durch den Salon geleitet. Englische Autojournalisten tagen in Genf. Als Symptom der Anziehungskraft, welche der Genfer Salon auf die Zeitungsleute au6 dem Aus^ land ausübt, notiert der Chronist die Versammlung, welche die britische «Guild of Motoring Journalist« » unter dem Vorsitz von Tommy Wisdom ausgerechnet in der Lemanstadt abhielt. Neue Besucherrekorde, Konnte man den diesjährigen Genfer Salon schon vor der Eröffnung als « Salon der Rekorde » bezeichnen, der Rekorde nämlich in bezug auf Internationalität, Beteiligung und Flächenausdehnung, so erweist es sich, da6s auch der Publikumsandrang schon von den ersten Tagen an alles bisher Dagewesene übertrifft, dass also in dieser Hinsicht ebenfalls neue Rekordzahlen zu erwarten stehen. Namentlich der Sonntag (14. März) brachte einen gewaltigem Strom voji Salonbesuchern nach Genf; Tausende von Automobilen aus allen Kantonen der Schweiz wie aus dem Ausland, vor allem aus dem benachbarten Frankreich, fluteten durch die Strassen der Stadt, und fahrplanmäßige wie Extrazüge führten .weitere Tausende und aber Tausende heran. Am Sonntag mittag schon hatten die Kassen des Salons rund 20 000 Eintrittskarten abgegeben, und noch immer hielt der Andrang mit unverminderter Stärke an. E. LUTHI, Präzisionswerkstätte für Automobile, BERN, Holligehstrasse 94, Telephon 51422 E. GÖTTI, Präzisionswerkstätte fürAutomobile, ST. GALLEN, Burgstrasse 106a, Tel. 2 6717 W, SCHWEIZER, Präzisionswerkstätte für Automobile, BASEL;; Neuweilerstr. 60, Tel. 3 20 90 Erscheinungsweise und Inhalt der «Automobil-Revue> während der Dauer des Genfer Automobil-Salons 5. £ALONNUMMER — FREITAG, 19. MAERZ. 11 a lienische, tschechische, deutsche Personenwagen, Uebersicht über die Tendenzen. Standberichte. Bilderseiten. Konstruktions- und Fahrleistungstabellen. Zubehör am Genfer Salon: Die Zubehörindustrie 1948. Besuch der Stände (Zubehör, Garageeinrichtungen, -Service, Bereifungen, elektrische Ausrüstung, Treibstoffe). SCHWEIZERISCHES Touring-Club der Schweiz und Bundesfinanzreform Der Verwaltungsrat des Touring-Clubs der Schweiz, der am 13. März in Genf unter dem Vorsitz von Nationalrat Adrien Lachenal tagte, beiasste sich mit den Folgen der Bundesfinanzreform für den Motorfahrzeugverkehr. Er stellte fest, dass die künftigen Einnahmen des Bundes aus dem Motorfahrzeugverkehr auf jährlich 130 bis 135 Millionen Franken geschätzt werden können, was ungefähr 10 % der Gesamteinnahmen der Eidgenossenschaft und ein Drittel der Zollerträge ausmacht. Das Begehren, dass der Bund in stärkerem Masse als bisher den Ausbau der schweizerischen Hauptstrassen fördere, ist unter diesen Umständen gerechtfertigt. Obwohl der Verwaltungsrat anerkennt, dass die Vorschläge des Bundesrates über den Anteil der Kantone am Ertrag des Einfuhrzolles auf den Treibstoffen einen gewissen Fortschritt gegenüber der jetzigen Lage darstellen, ist er der Ansicht, dass die vorgesehenen Bundesibeiträge sowie die- Verteilungsmodalitäten nicht völlig befriedigen. Er beschloss deshalb, diesen Standpunkt nach Fühlungnahme mit den andern interesssierten Verbänden den Mitglieder der eidgenössischen Räte mit Nachdruck bekanntzugeben. Gleichzeitig sollen die Vorarbeiten für eine Volksinitiative über die Verwendung der Fiskaleinnahmen aus dem Motorfahrzeugverkehr zugunsten des Ausbaues und der Verbesserung der Strassen fortgesetzt werden. Auch der Nationalrat gibt sich mit 7 Mill. Fr. Bundesbeitrag für den Alpenstrassenausbau 1948/49 zufrieden Nach dem Ständerat hat sich in der kurzen, einwöchigen Märzsession des eidgenössischen Parlaments auch der Nationalrat zugunsten des bundesrätlichen Antrags ausgesprochen, zur Fortführung des Alpenstrassenausbaues in den Jahren 1948/49, d h. bis zum Inkrafttreten der neuen Finanzordnung des Bundes, einen Ueberbrückungskredit von 7 Mill. Fr. (für 'beide Jahre zusammen) zur, Verfügung zu stellen. Genau wie im Ständerat befürwortete auch in der Volkskam'mer ausgerechnet jener Parlamentarier, der in einer Motion die Ausrichtung von j äh r 1 i c h e n Alpenstrassensubventionen in der Höhe von je 7 Mill. Fr. für 1948 unJ 1949 gefordert hatte, nunmehr den Standpunkt des Bundesrates, der sich, wie gesagt, mit der Hälfte begnügen will. Namens der Kommission plädierte nämlich Gysier (Zürich), unterstützt vom Tessiner Pini, für die Annahme der Vorlage (über deren Inhalt die « A.-R. » ihre Leser in Nr. 8 ausführlich unterrichtet hat). Grundsätzliche Opposition meldete sich nirgends, denn was der Schwyzer Heinzer und der Zürcher Meili in der kurzen Diskussion vorbrachten, waren Strassen ausbau wünsche und Hinweise auf die Notwendigkeit, auch den Ausbau der Zufahrtsstrassen zu.den Alpenstrassen (wie z. B. der Brienzerseestrasse als Zugang zum Susten) soweit als möglich zu fördern. Bei der Stimmung im Rat, die offensichtlich zum Jasagen bereit war — obwohl vor drei Monaten noch 80 Herren Nationalräte die Motion Gysier unterzeichnet hatten, die für 1948/49 « vom Bund mindestens gleichh'o'he Mittel » verlangte, wie sie im abgelaufenen Alpenstrassenprogramm bewilligt wurden —, hatte Bundesrat Etter leichtes Spiel. Sein Hinweis darauf, dass gewisse Kantone wegen Mangels an Arbeitskräften und Material einstweilen von der Projektierung neuer Strassenbauten absehen, tat, 6ofern es überhaupt nötig war, ein übriges, so dass der bundesrätliche Antrag — 7 Mill. Fr. für beide Jahre — mit 96 gegen 0 Stimmen durchdrang ... (022) 4 63 93 ist die Telephonnummer des Standes der « Automobil-Revue » am Genfer Salon. Er befindet sich im Parterre, rechts vom Haupteingang. Unser Stand hält sich auch für die Vermittlung von Rendez-vous zur Verfügung. Sofern Sie der Redaktion oder der Administration etwas mitzuteilen haben, •erlangen Sie also Telephonnummer (022)4 63 93