Aufrufe
vor 8 Monaten

E_1948_Zeitung_Nr.015

E_1948_Zeitung_Nr.015

10 AUTOMOBIL-REVUE

10 AUTOMOBIL-REVUE MITTVOCn, 24. MÄRZ 1948 - Nr. 15 Das Öl mit dem höchsten Viskositäts-Index ZD VERKAUFEN Chevrolet-Lastw. 3 t Doppelbereifung, neu« Brücke, mech. einwand frei, frisch gespritzt. Fr. 5800.—. Chevrolet-Lieferw. mech. ganz überholt, 500 kg, neue Brücke, frisch gespritzt. Fr. 5300.—. Fiat-Lastwagen VA t, 13 PS. Fr. 3700—. G.M.C. 1K t, 16 PS. Fr. 3200.— Nash-Personenw. Modell 1947, 14 PS, 9000 km. Fr. 11200.—. 2 NEUE ACHSEN für Kipplastwagen mi Achswellen. Alb. Wernli-Widmer, Autos, Thalheim (Aare.) Tel. 442 70. Seltene Gelegenheit! 2 Fiat- Cabriolet Topolino 1940 dunkelmarron, metallisiert, sehr schöne Wagen, in einwandfreiem Zustande, sind vorteilhaft abzugeben. Tel. (041)8 22 22. ZU VERKAUFEN von Privat 65381(15 Graham Limousine 18 PS, 5 PL, 1934, 75000 km, gepflegter Wagen, durchrevid., neue Nova- Kolben. Fr. 4500.—. (15 Offert, an Dr. W. Mall, Peter-Merianstr. 18, Basel. Tel. 3 40 27. ZUVERKAUFEN Peugeot 202 Herstellungsjahr 1940, 5,77 PS, Nutzlast 470 kg, in gutem Zustande, sehr preiswert. 65368(15 Garage F. Burri, Thun. Telephon 2 32 12. ZU 2 BH. 2 t, 24 PS, Brücke 300X173, in gutem Zustande, mit Ausnahme der Pneus, Fr. 5000.—. Auskunft erteilt: Moser & Cie., Autogarage, Langnau. Tel. 2 10. ZU COMMERCIAL VERKAUFEN 1 Lastwagen Saurer VERKAUFEN De Soto Chrysler-Motor 17 PS, Mod. 33, 6 neue Pneus. Abgabe an den Meistbietenden. 65385(15 Auskunft: Tel. 7 60, Langnau i. E. ZUVERKAUFEN Graham Limousine Mod 1936, in gutem Zustand (revidiert), dunkelblau. 4/5plätzig, 4 Türen. 14 PS, günstig im Preis. Dr. med. Julius Hafliger, prakt. Arzt, Reiden. Tel. 83105. ZU VERKAUFEN oder TAUSCH 11-12-Plätzer-Car, Chevrolet Es würde everit. neuerer PW oder Taxi an Zahlung genommen oder neuerer 2-Tönnen-Lastwagen. Anfragen unter Chiffre Z 9993 an die Automobil- Revue, Zürich 23. ZU VERKAUFEN eventuell auch nur Polsterung. Infolge Platzmangels billig abzugeben. Telephon (071) 835 68. U VERKAUFEN eine ältere 20-Plätz*r-Karosserie Peugeot 202 Modell 1939, 4-Plätzer, mit Heizung, Radio, total revidiert, neue Kolben, muss noch eingefahren werden, zum Preise von Fr. 4600.—. 65362(15 Offerten an W. Kräuchi, Gasthof Hirschen, Lyss. Telephon 8 43 08. Limousine M. G. Modell 1938, mit Garantie, Konstruktion und Zustand ausgezeichnet, wenig gefahren, schwarz, Inneres blaues Leder, 4 Plätze, Motor mit hoher Kompression, 6 Zylinder. 12 PS, obengesteuert. Doppelvergaser, doppelte elektrische Pumpe, hydraulische Bremsen. Räder Rudge, wunderbare Maschine. Preis r. 9800.—. Offerten unter Chiffre P.W. 27684 L. an Publicitas, Lausanne. ZD VERKAUFEN STANDARD-CABRIOLET 14 9PS, Jahrgang 47, sorgfältig eingefahren (9000 km). Wegen Anschaffung eines grösseren Wagens günstig zu verkaufen. , (P 34074 Lz) 86968 Offerten an Telephon (041) 2 92 89. ZU VERKAUFEN Chevrolet Modell 36, 14 PS, Lederpolster, Radio, 5 neue Pneus. Mechanischer Zustand sehr gut. 65386(15,16 Auskunft Telephon 7 60, langnau i/E. Modell 1947, Limousine, 5,5 PS, beige, 4plätzig, sorgfältig eingefahren (14 000 km), in tadellosem Zustand. Pneus 80 %, rassiger Motor. Gegen bar Fr. 8000.— (statt Fr. 10 50Ö.—). ' 65312(15 Kdi Bischof, Lutzenberg (Appenzell). Telephon (071) 4 42 61. 8 PL, 8 Zyl., 20 PS, in sehr gutem Zustande. Eignet sich vorzüglich für Bergfahrten. Preis Fr. 4000.— 65289 11(15 Offerten an Fr. Iten, Transporte, Stans. Telephon 6 72 77. 14,85 PS, Lederpolster, neue Kolben, Jahrgang 34, Preis Fr. 4000.—. Auch Tauschofferten gegen Kleinwagen bis 12 PS erwünscht (P 4225 Q) 86926 R. Marchai, Dittingerstr. 41, Basel. Telephon 3 70 23. ZU Cabriolet Adler Standart VERKAUFEN Lancia-Cabriolet Modell < Augusta la Zustand. Offerten unter Revue, Bern. Von grosser Bedeutung für die Beurteilung der Qualität eines Reifens ist heute der Name des Herstellers. Seit Ober 24 Jahren stellt SEIBERLING seine unermüdlichen Forschungen und Erfahrungen in den Dienst des Reifenbaues und ist dadurch heute bereits zu einem der grössten Reifenhersteller in Amerika geworden. Das Geheimnis dieses grossen Erfolges liegt in der hohen Qualität. AUTOMOBILWERKE FRANZ AG. - ZÜRICH ZU VERKAUFEN umständehalber ZU VERKAUFEN Skoda Lancia Dilambda ZU VERKAUFEN Chiffre 65276 an die Badenerstrasse 313 Telephon (051) 272755 », 6 PS, i PL, 6fach bereut, in Lastwagen Automobil- (15,16 1 FORD V8, 1947, mit Anhanger 1 BERNA, 1935, 15,63 PS, ZVi Tonnen, hydr. Bremsen, Fischerräder etc. 1 CHEVROLET, 1930, 16,18 PS, ca. VA Tonnen Anfragen erbeten unter Chiffre 65337 an die Automobil-Revue, Bern. (15,16 ZD VERKAUFEN Ford 1936er, V8, 18 PS, generalre\idiert, in prima Zustand. Preis günstig. Anfragen unter Chiffre 23212 an die Automobil- Revue, Bern. Fabrikneues Buick- Cabriolttt Modell 1946, ausgerüstet mit Original-Radio, Heizung, Vent.-Anlage, mit antom. Verdeck. Könnt* besonderer Umstände halber sofort abgegeben werden. — Eilangebote unter Chiffre Z 9996 an d. Automobil-Revue, Zürich 23. ZU VERKAUFEN von Privat Opel Captain 1940, wenig gefahren, in einwandfreiem Zustande. Offerten unter Chiffre 23204 an, die Automobil- Revue. Bern. ZU VERKAUFEN 1 B.M.W. 1939, Mod. 320, 6 Zvl., 9 PS, 4plätzig, in 100%- Znstand, Fr. 9000.—. 1 RENAULT Cabrio-Limous., 1947, 4- plätzig, 7000 km, 5,1 PS, in absolut neuwertigem Zustand, Fr. 6800.— 1 SIMCA 8 1947, 8000 km, Zustand prima. Fr. 6800.— 1 FIAT Ardita 1936, 9,9 PS, in 100%- Zustand, Fr. 5600.— Nähere Auskunft erteilt Moeer &. Cie., Autogaraje, Langnau. Tel. 210. B. M. W, Typ 327 Coupe", 10 PS, 1939, 3 Vergaser, glänz. Fahreigenschaften, neuwertiger Gesamtzustand (neue Kolben, Lager etc.) noch nicht eingefahren, total 35 000 km. Reelles Objekt aus rster Hand. Eilofferten unter Chiffre 5.G. 667 an Mosse-Annon- ;en, Zürich 23. 86955 üVERKAUFEN von Privat Nash Ambassador, Mod. 1946/47, 5/6-Plätzer, 19,5 PS, mit Original-Heizung u. Luftkondition, wenig gefahren, wie neu und mit jeder Garantie, sehr preiswert abzugeben, wegen Anschaffung eines grösseren Wagens. 65364(15 Anfragen erbeten an Telephon (064) 8 42 14. UVERKAUFEN Ford V8 Lastwagen 2,8 Tonnen Tragkr., Mod. 1936, in gutem Zustand, Motor revidiert. nteressenten melden sich unter Chiffre 65378 an die Automobil-Revue, Bern. Sonstige Occasion! BUICK 932er, 8 Zyl., 21,8 PS, mit Schiebedach, neue Pneus, sehr günstig abzugeben. Anfragen unter Chiffre 23213 an die Automobiltevue, Bern.

II. Blatt BERN, 24. März 1948 AUTOMOBIL-REVUE II. Blatt BERN, 24. März 1948 LUkst GENERAL MOTORS — HYDRAULISCH Neben-dem Verdeck diese» Oldsmobile Cabriolets, dessen Betätigung hydraulisch erfolgt (auf dem Bild in halboffener Stellung festgehalten^ arbeitet auch die Hydramatie-Kraftubertrogung mit hydraulischen Steuerorganen und einer Oelkupplung. leehtii DER GROSSE DELAHAYE Trotz der tiefen Bauweise wirkt die Guillore-Coach auf dem neuen 4'/j-Liter-Delahaye-Chassis, hier in Ausführung Typ 175 mit kurzem Chassis gezeigt, sehr imposant. Der photographierte Wagen wurde von «Tester» gefahren. Salon-Kurzteste 1948 Fahrimpressionen von neuen Wagen aller Klassen Schon ist es zur Tradition geworden, dass die «A.-R. » ihre Salon-Berichte mit einigen Eindrükken TOH neuen Wagen beschliesst, die, ohne über die einzelnen Typen ein abschliessendes Urteil zu erlauben, dennoch einen einigermassen repräsentativen Ueberblick über die Neuigkeiten des Jahres bieten. Auch dieses Jahr bot eich die Gelegenheit, sich ans Steuer einer Anzahl von Fahrzeugen zu setzen, die teilweise erstmals in Produktion stehen oder in der Schweiz noch kaum bekannt sind. In einigen Fällen standen uns Prototypen zur Verfügung, das heisst Fahrzeuge, die, noch von Hand gefertigt, jeweils eine ganze Reihe Fehler aufweisen, die beim Serienwagen eliminiert werden. Dass darüber keine Kommentare notwendig sind, versteht sich wohl von selbst. Die meisten der Probefahrten wurden auf der Genfer Saloa-PrüfstTeck« durchgeführt, die auf kurzem Raum Steigung, Kurven, Eselsbrücke und eine für die Höchstgeschwindigkeit günstige, sich anfangs senkende Gerade umiasst und geradezu ideale Verbältnisse bietet, um einen Wagen innerhalb des Minimums an Zeit und Strecke einiger- Inassen kennenzulernen. ., Ohne Schalthebel, noch Kupplung — mit Hydramatic Von den General-Motors-Wagen Pontiac, Oldsmobile und Cadillac, die alle nunmehr mit dem in der zweiten Salon-Nummer beschriebenen Hydramatic-Getriebe geliefert werden können, stand uns ein Cabriolet Oldsmobile « 66 > genügend lange zur Verfügung, um das Getriebe unter allen möglichen Fahrbedingungen zu erproben. Beim Zurechtsetzen am Steuer glänzen Kupplungspedal und Schalthebel durch Abwesenheit, wobei der letztere durch den kleinen Hebel unter dem Lenkrad mit vier Stellungen (neutral, drive, low, rückwärts) ersetzt scheint. Der Motor wird (mit dem Hebel auf neutral) gestartet, der Hebel auf D (Drive) gestellt. Gas gegeben, und der Wagen fährt weich im ersten Gang an. Gibt man Vollgas, so beschleunigt er rasch. Erlaubt die Strasse volles Beschleunigen, 60 schaltet der Wagen ohne Zutun des Fahrers und rucklos bei ca 25 km/h in den zweiten, bei ca. 45 km/h in den dritten und bei ca, 90 km/h in den direkten Gang. Gibt man wenig Gas, so wird bei diesem schwächeren Beschleunigen 6chon bei ca. 8, 15 und 30 v km/h geschaltet. Gibt man beim Beschleunigen oder bei einer Steigung zwischen etwa 50 und 80 km/h Vollgas, so schaltet der Wagen augenblicklich in den dritten Gang zurück, so beispielsweise beim Ausfahren des Fahrzeugs an einer Steigung mit Kurve. Die Beschleunigung ist ausgezeichnet, gleichmässig und weich; nach Zähler werden 80 km/h ca. in 13 sec, 100 km/h ca. in 20 sec erreicht. Fährt man bergab und wünscht man die Bremskraft des Motors auszunützen, so legt man den Hebel auf « Low » (tiefe Geschwindigkeitsstufe) um und spürt in dieser Stellung, die nur noch den ersten und zweiten Gang umfas6t, sofort eine starke, aber weich anpackende Bremswirkung durch die steigende Motordrehzahl. Im Verkehr schaltet das Getriefte je nach der Stellung des Gashebels oft oder auch selten; durch Abstufen des Pedaldruckes kann der Fahrer trotz des vollautomatischen Mechanismus den Augenblick des Schaltens noch einigermassen beeinflussen. Meist kümmert man sich aber nicht mehr darum, in welchem Gang man sich befindet, da das Getriebe tatsächlich die geeignetste Uebersetzungsstufe auswählt. Beim Start beispielsweise, besonders beim raschen Anfahren, stellt man fest, dass das Getriebe 6O rasch schaltet, dass man mit einer Handbetätigung kaum gleich schnell arbeiten könnte; da die hydraulische Kupplung sowohl beim Wegfahren vom Stillstand wie auch beim Abbremsen alle Unregelmäßigkeiten oder Stösse ausgleicht und auch der Scbaltvorgang durch die hy> draulische Betätigung des Planetengetriebes gedämpft wird, wirkt die Fahrweise des Wagens beruhigend und ausgleichend. Das Arretieren des Wagens am Berg erfolgt durch Einschalten des Rückwärtsganges, der die Hinterräder blockiert. Im Zusammenhang mit diesem vollautomatischen Getriebe wird häufig die Frage gestellt, ob nicht ein normales Getriebe mehr sportliche Abwechslung biete und Hydramatic allzu langweilig sei. Meist wird diese Ansicht von solchen vertreten, die noch nie Gelegenheit hatten, ein vollautomatisches Getriebe selbst zu probieren. In Tat und Wahrheit liegt die Sache so, dass zum Charakter der amerikanischen Fahrzeuge diese Getriebeart derart ausgezeichnet passt und eine so grosse Vereinfachung in der Bedienung ergibt, dass sie zweifellos in den nächsten Jahren eine grosse Verbreitung finden wird. Tatsächlich wird das Fahren auf einem Wagen ausserordentlich leicht gemacht; der etwas anspruchsvollere Automobilist findet immer noch kleine Tricks, um noch etwas mehr aus dem Wagen herauszuholen. Vom Standpunkt der Vereinfachung wie auch der Fahrsicherheit (beide Hände jederzeit am Lenkrad) wie auch als technisches Meisterwerk verdient das Hydramaticgetriebe vollste Anerkennung. Delahaye 175 —ein sportlicher Tourenwagen für grösste Ansprüche Dank dem Entgegenkommen der Delahaye- Werke war es möglich, eine Probefahrt mit dem neuen 4Yt -Liter-Modell auszuführen; normalerweise lässt die Fabrik noch niemanden ans Steuer dieses Wagens, da das Vereuchsfahrzeug au6 der Entwicklungsreihe stammt und deshalb noch mit den üblichen kleinen Unstimmigkeiten behaftet ist, die die Serie selbstverständlich nicht mehr sehen wird. Das Prüfungschassis ist vom Typ 175 mit kurzem Radstand und Einvergasermotor sowie einer Coach von Guillorg, die offensichtlich viel hinter sich hat; bei einer Bremsleistung von rund 150 PS wiegt der komplette Wagen heute nicht viel weniger als zwei Tonnen, während er. in der endgültigen Ausführung je nach Modell leichter sein wird. Es war eine Freude, mit diesem grossen Wagen Bekannschaft zu schliessen. In einer Zeit, die zur starken Vereinheitlichung aller Fahrzeuge' tendiert, wo ein Wagen dem andern mehr und mehr zu gleichen droht, ist es dem Amateur charaktervoller Fahrzeuge ein Vergnügen, einen Wagen anzuzeigen, der die Tradition der früheren Elite-Wagen wieder aufnimmt und in die Klasse der unverweichlichten, männlichen Fahrzeuge gehört, die sich dem Neuling nicht schon in den ersten fünf Minuten erschliessen, sondern deren volle Leistung erst dem Kenner und Habitue zugänglich wird. Aehnlich wie der etwas kleinere Z% -Liter-Motor von Delahaye konstruiert, arbeitet die Maschine nicht übermässig geräuschlos, dreht aber richtig « gesund » und weich bisün das Gebiet von 4000 Touren/min, wo sie ihre Höchstleistung abgibt. Im vierten Gang entsprechen 1000 Touren ziemlich genau 40 km/h; die Höchstgeschwindigkeit, die wir mit dem Wagen auf der Genfer Prüfstrecke erreichten, lag auf dem Zähler zwischen 145 und 150 km/h, doch war der Wagen offensichtlich, nicht voll ausgefahren. Die Beschleunigung straft das Leistungsgewicht von etwa 14 kg/ PS Lügen; vom Stillstand wurde ein Zählerstand von 80km/h im zweiten Gang in 9,7 sec, 100 km/h im dritten in etwas über 13 sec erreicht, ohne dass der Wagen etwa forciert worden wäre; zudem war er vmit drei Personen besetzt. Im zweiten erreicht er 80, im dritten etwa 120 km/h; die Kraftreserve 16t- derart gröss, dass man mit allen Hindernissen, Sfeji^uiigcn^etc. gleichsam spielt. Die neue Aufhängung (vorn Längslenker mit gekapselter. Schraubenfeder in Oelbad, hinten De- Dion-Ach6e mit Halbelliptikfedern) vermittelt einen weitgehenden Fahrkomfort; Unebenheiten werden sowohl auf den Vorder- wie auch auf den Hintersitzen kaum verspürt. Trotzdem haftet die Maschine, bemerkenswerterweise auch vorn, einwandfrei in den Kurven; an die Lenkung, die infolge des Gewichtes bei niedriger Geschwindigkeit nicht besonders leicht geht, muss man sich, wie an die ganze Fahrweise, gewöhnen, bevor man das Aeusserste aus ihr herausholen kann.. Dieser Aspekt der Fahrleistung besitzt aber weniger Bedeutung, denn offensichtlich wurde der 4K-Liter, wenigstens in der vorliegenden Ausführung, nicht als Wagen nur für Höchstgeschwindigkeit gedacht; viel wichtiger ist die mühelose Art, mit welcher der besonders als Reisewagen für grösste Distanzen bestimmte Typ 175 die Kilometer gleichsam schluckt. Hoffentlich finden die für die Schweiz bestimmten Exemplare dieses imponierenden Automobils, die wahrscheinlich kaum vor Ende dieses Jahres erwartet werden dürfen, eine Zeit, die solchen technischen Spitzenleistungen günstig gesinnt ist. Rover P 3, ein Produkt fortschrittlicher Entwicklung Zu den angenehmsten Pflichten bei Prüfungefahrten gehört es, einen an und für sich guten Wagen zu erproben, bei dem wirkliche, greifbare Verbesserungen festzustellen •. sind. Dies gilt für den Rover « 75 » der neuen Typenreihe P 3, die in Genf gezeigt war und kürzlich an dieser Stelle ihre ausführliche Würdigung fand. Eine Probefahrt mit deT sechsfenstrigen Limousine dieses Modells zeigte sehr deutlich, dass der Rover, der an und, für sich immer schon ein guter Wagen war, durch die Verbesserungen, die insbesondere den Motor (gegenüberliegende Ventile, neue Form des Verbrennungsraumes), die Aufhängung (vorne Einzelradaufhängung) und die Bremsen (vorne nunmehr hydraulisch) betreffen, seine Eigenschaften spürbar verbessert haben. Der Anzug ist, ganz besonders ün dritten Gang, spürbar besser geworden und verleiht dem Wagen am Berg eine lebhaftere Note; das Vorderende liegt auch bei hohen Geschwindigkeiten (Zählerstand 120 km/h) viel ruhiger, und die Strassen- und Kurvenlage erscheint besser; schliesslich haben die Bremsen an Wirksamkeit ebenfalls zugenommen. Gleichzeitig sind die bisherigen guten Eigenschaften der Marke beibehalten worden, so die einwandfreie Geräuschisolierung des Wageninneren, die leichte Bedienbarkeit aller Organe, Kupplung, Lenkung, Getriebe etc., und die einwandfreie Ausstattung und Ausrüstung konstatiert man ebenfalls gerne. In der äusseren Form bleibt der Rover Allerdings der konservative, zurückhaltende Engländer, wobei die vierfenstrige Limousine durch ihre kleinere Gesamthöhe etwas sportlicher aussieht, die Platzverhältnisse der sechsfenstrigen Ausführung dagegen günstiger gehalten 6ind. Ohne besonders bemerkenswerte Ziffern an Höchstgeschwindigkeit und Beschleunigung zu erreichen, kann der Rover lange Strecken dennoch mit hohen Durchschnittsgeschwindigkeiten zurücklegen, da er mühelos zu fahren ist und infolge seiner geräuschlosen Maschine und der guten Aufhängung den Fahrer wie auch die Insassen nicht ermüdet. Die englische Werkmannsarbeit findet nach wie vor in dieser Marke einen würdigen Vertreter, Zweite Bekanntschaf t mit dem Jowett Javelin Vor einiger Zeit konnten unsere Leser eine kurze Würdigung des ersten Jowett Javelin lesen, der in die Schweiz gekommen war. Am Genfer Salon war dieser moderne Engländer in zwei Ausstellung«- und zwei weiteren Exemplaren voThanden, die nunmehr alle der Serie entstammen, die kürzlich begonnen hat. Einen dieser Wagen jagten wir über die Versuchsstrecke und konstatierten wiederum, dass dieser Achtpferder eine unerhörte Lebendigkeit besitzt, an Steigungen von etwa 8 % bis auf 80 km/h im dritten Gang beschleunigt und auf der geraden, allerdings sehr günstigen Strecke einen Zählerstand von ca. 135 km/h erreichte. Weiche, komfortable Federung, ausserordentliöh lebhafte Fahrweise, einwandfreie Strassenlage und bequemes, geräumiges Inneres dieses äusserlioh kleinen Wagens waren Dinge, die uns am Javelin bei diesen Versuchen auffielen. Mit seinem guten Leistungsgewicht und der reichhaltigen Ausstattung schlägt der Nachkriegs-Jowett den neuen Weg ein, den erst wenige englische Firmen gehen. Armstrong-Siddeley mit Synchrongetriebe Vor bald zwei Jahren beschrieben wir den Zweiliter von Armstrong-Siddeley, eine Nachkriegskonstruktion dieser bekannten englischen Fabrik der Fahrzeug- und Flugindustrie. Dieses Modell wird noch immer gebaut, bat jedoch einige kleinere Retouchen an Lenkung und Aufhängung erfahren, die wh- ebenfalls praktisch erprobten. Die Lenkung ist etwas stärker übersetzt und besonders im Stadt- STOLZ AUF DEN JAVELIN Direklor Calcott Reilly von den Jowett-Werken neben einem der ersten Serienwagen des neuen Modells in Eaux-Vives. DAS LANCASTER-HECK GVC818. der Armstrong Siddeley_ mit Synehromesh-Getriebe, der uns von den englischen Ingenieuren zur Verfügung gestellt wurde. ROVER « 75 > AM GENFERSEE Die ruhige Linienführung der sechsfenstrigen Limousine unterscheidet sich kaum von den Vorgängern der Serie P-3.