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E_1948_Zeitung_Nr.015

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LZ ALITOMOtUL-KEV L_

LZ ALITOMOtUL-KEV L_ MITTWOCH, 24. MÄRZ 1948 - Nr. 15 verkehr leichter zu bedienen; bei hohen Geschwindigkeiten hat sie an Präzision nicht nachgelassen. Die Federung des Vorderendes ist dem Charakter des Wagens, eines zurückhaltenden, fahrsicheren und gediegenen Fahrzeugs, noch etwas besser angepa6st worden und bildet einen guten Kompromiss zwischen der für die gute Strassenlage nötigen Härte und der komfortablen Weichheit. Der Armstrong sei aber deshalb .hier kurz erwähnt, weil wir Gelegenheit hatten, ihn an Stelle des bekannten Vorwählgetriebes mit einem normalen Synchromesh-Getriebe zu fahren. Bei einigermassen richtiger Bedienung kann man dieses Normalgetrietbe gleich schnell schalten wie das Vorwählgetriebe; der Schalthebel lässt eich so schnell von Gang zu Gang bewegen, tls dies ma» nuell überhaupt denkbar ist. Beim Zurückschalten bleibt der rechte Fuss auf dem Gaspedal, und die linke Hand drückt den Schalthebel mit gleichmässigem Druck blitzschnell in die neue Stellung. Diese Konstruktion verdient deshalb Interesse, weil sie wieder einmal zeigt, wie befriedigend die normale Kraftübertragung arbeiten kann, wenn sie gut konstruiert und gefertigt ist. Eine weitere Serie von Impressionen über Wagen anderer Klassen wird in einer der nächsten Nummern folgen. « Tester » Unschädliches Viehsalz Die Goodyear-Werke haben ein Präparat auf den Markt gebracht, das, wenn es dem zum Auftauen von Eis benutzten Viehsalz beigemengt wird, verhindert, dass das Salz die Metallteile und den Lack von Autos angreift. Das Präparat besteht au6 einer Chromnatriumverbindung, die zudem die überraschende Eigenschaft besitzt, Pneus aus Natur- oder synthetischem Gummi etwas « zäher » zu machen. Der einzige Unterschied, den der Fahrer bemerkt, ist der gelbliche, im übrigen leicht abwaschbare Niederschlag auf den Kotflügeln und dem Chassis. E. B. DOLO. FKONTANTWEB UND .AUFHÄNGUNG Aufhängung durch oberen Dreieeklenker und unteren einfachen Querlenker mit starken Profilen. Torsionsstabfederung. In der Serie wird ein Verstärkungsstuck zwischen oberem und unterem Querlenker in -t-förmigem statt T-förmigem Querschnitt vorgesehen. («Chili DOLO: DIE SELBSTTRAGENDE € COQUE > Eine Leichtmetollkonstruktlon aus Duranilox (1,2 m starke Bleche, Verstärkungsrippen 2,5 bis 3 mm), bei der man die Form des zweisitzigen Typs J. B. IQ gut erkennt. Technische Neuheiten am Genfer Salon Zeichnungen für die «A.-R.» von Gedovius Rechtst FAGET-VARNET. DIE HINTERE TÖRSXULE mit IHREN SPEZIALKNOPFEN Die ausgestellte Luxuskarosserie besitzt rechts vom hinteren Sitz nicht weniger als fünf verschiedene «Spezialitäten», die infolge der grossen Breite gut Platz finden. Es bedeuten: 1 =• Zigarrenanzünder, der sich zum Passieren des Verdeckspriegels umklappen lässt; 2 «= Knopf zum Lösen der Armlehne beim Verdeckschliessen; 3 = Verriegelungsknopf des hinteren Gepäckdeckels; 4 = Trittbrettbeleuchtung mit Bedienungsknopf (ein weiterer befindet sich am Armaturenbrett); 5 >> Aschenbecher. Die gleichen Aggregate trifft man am linken Pfeiler. Neues Mittel gegen beschlagene Fenster Die Du-Pont-Werke haben ein neues Mittel auf den Markt gebracht, das angeblich den bisher üblichen Mitteln zum Verhindern des Anlaufens von Autofenstern überlegen ist. Das neue Präparat wird zum Imprägnieren eines weichen Tuches benutzt; wischt man mit dem Tuch über das Glas, so wird ein Beschlagen mehrere Stunden hindurch wirksam verhindert. Die Formel lautet: 700 g «Duponol» ME (detergierend), 90 g Gerbsäure, 160 g.Glyzerin, 9g« Pontamine » 6BX (ein Farbstoff) und genügend Wasser für 8 Liter Flüssigkeit. Die Formel ist nicht patentiert; sie wird Fabrikanten zur Verfügung gesteift, die beabsichtigen, Putztücher mit der Flüssigkeit zu imprägnieren. E. B. ISOTTA FRASCHINI, EIN BAROCKES INSTRUMENTENBRETT Seit dem Genfer Salon hat die < Kommandobrücke > det Isotta-Fraschini-Heckmoiors noch weitere Raffinements erhalten. Links und rechts sind Kontrolluhren in Kästchen mit verschlossenem Deckel vorhanden. Das Jinke Paar wird in der Zeichnung offen dargestellt. Ein Kontrollicht leuchtet auf, wenn irgend etwas nicht in Ordnung isf, worauf der Fahrer den Deckel aufhebt und nachsieht, ob der Kühlwasserthermometer, der Oelmanometer der Amperemeter oder die Benzin- . uhr etwas Ungutes zu melden haben. Das mittlere Instrument zeigt in der oberen Skala die Geschwindigkeit, in der unteren die Motordrehzahl an. Ueber der Lenksäule der Ganganzeiger und rechts der Vorwählhebel. Auf der Nabe des Lenkrades I eine Uhr. die beim Zeichnen noch nach italienischer Zeit lief. Linkst FAGET VARNETi EINE SPEZIALKAROSSERIE MIT GANZ- STAHLBLECH-GERIPPE Auf das Fahrgestell wird diese Konstruktion unter Zwischenschaltung elastischer Glieder aufgebaut und ersetzt das üblicherweise verwendete Holzgerippe. Sie besteht aus insgesamt dreizehn verschiedenen Elementen, von denen hier die Frontgruppe gezeigt wird. Sie geben den Aufbau des von Faget-Varnet karossierten Delahaye wieder, der an anderer Stelle abgebildet ist. COUPON Astotu*>G*aoma«cluft, Büro Zürich 2. I Stockerstraß« *. Senden Sie mir bitte Ihren Prospekt mit den BeitritUbediniungeo, deutsch* / hinsSslscb* Hardy- Antriebsgelenk' Scheiben (»igenes Fabrikat) sofort-in leder Ausführung BRINER J., ZÜRICH 23 051 Tel. 241 900 IT . . . au» 97 ZU VERKAUFEN ein Blachengestell Militärausrüstung, 5 m lang, 2,20 m breit, 1,65 m Innenhöhe, eventuell mit Blache. — Eine Lastwagenbrücke 3,70X2,12 m. W. Lischer, Autotransporte, Dübendorf. Telephon 93 42 58. 65016(iai5,16 Unserem technisch hoch entwickelten Lande endlich auch eine eigene Personenwagen-Industrie zu verschaffen, ist ein Vorhaben, mit dem sich immer wieder bedeutende Konstrukteure und Wirtschaftsführer befaßt haben. Es ist wahrhaft des Schweißes der Edelsten -wert! Denn tatsächlich wäre es für die Festigung unserer wirtschaftlichen Position von unschätzbarem Wert, auch auf diesem bedeutenden Produktionsgebiet unabhängiger und vor allem exportfähig zu werden. Wenn alle diese Projekte bis heute immer wieder Projekte blieben, so liegt der Grund darin, daß die Entwicklung eines Automobils nur schon bis zur Fabrikationsreife und — wenn sie endlich erreicht ist — der Aufbau des Produktionsapparates und die Abklärung der Fabrikationsprobleme jahrelange Opfer an Zeit und immense Aufwendung an Geld erfordern. Und gerade darum bedeutet es für die Idee einer nationalen Personenwagen'Industrie eine einmalige Chance, daß beim AUDAX'Projekt alle diese Opfer restlos dahinfallen. Beim AUDAX ist alles schon da: Die Lizenz auf einen weltberühmten Kleinwagen, der sich tausendfach bewährt hat; die bis ins letzte Detail abgeklärten Konstruktions-Pläne und auch die nicht minder wichtigen Fabrikations-Anleitungen. All das liegt auf unserem Büro. Ja, sogar die notwendigen Fabrikationsanlagen arbeiten bereits reibungslos, denn der AUDAX wird zur großen Hauptsache in den bestehenden Industrieunternehmungen unseres Landes hergestellt werden... i I T i~. M —r ni/iA« Gewiß, man kann sich noch etwas wünschen: Die Sicherheit darüber, daß dieser Wagen im Publikum den erhofften Anklang findet, daß er sich durchsetzt und ... daß so viele davon verkauft Werden, wie man produzieren will! Normalerweise ist es Sache einer jahrelangen und Geld verschlingenden Verkaufspropaganda, einem Automobil das nötige Zutrauen und eine entsprechende Käuferschaft zu sichern. Aber auch diese Anlaufszeit und diese Auslagen spart uns das schweizerische DKW-Proiekt, denn der AUDAX besitzt das ganze Vertrauen, das sich der DK Wwährend anderthalb Jahr« zehnten durch seine Bewährung und seine entscheidenden kon« struktiven und wirtschaftlichen Vorteile bei Publikum und Auto« mobilisten unseres Landes ge« schauen hat! Das erhöht den Vorsprang noch einmal auf 4:0 für den AUDAX, Lizenz DKW, und doch ist es noch immer nicht alles: nicht nur Good-will, nicht nur ein glänzender Ruf, nicht nur ein enormes Vertrauehskapital ist dem AUDAX schon in die Wiege gelegt — auch Bestellungen! Bestellungen und Reservierungen aus allen Teilen der Welt, genug, um die Produktion der ersten Jahre restlos abzusetzen. Und damit stehen wir schon zu Beginn des Wettbewerbes bei 5:0 für den AUDAX! «Aber», sagen die Neunmalklugen, «auch der berühmte DKW, nach dessen Lizenz Ihr Euren AUDAX baut, wird einmal von der Entwicklung überholt werden. Was dann?» Nun, auch dafür ist gesorgt, daß er die technische Entwicklung mitmacht. Der AUDAX 1948 wird schon nicht mehr der DKW 1939 sein. Er bringt •wesentliche Verbesserungen ... und ist selbst nur ein Anfang. Schon sind die ersten Versuche mit dem AUDAX 1950 eingeleitet. Die grundlegenden Eigenschaften des DKW aber werden allen •späteren Modellen des AUDAX immer wieder eine Vorzugsstellung sichern! Aus allen diesen und noch weiteren Gründen ist das AUDAX-Projekt eine wirtschaftliche Chance, die wir uns nicht entgehen lassen dürfen. Sie soll nicht verloren gehen, noch toU sie bloß einigen wenigen zugänglich sein. Die eigentlichen Initianten des Projektes haben darum beschlossen, das neue Unternehmen so aufzubauen, daß weiteste Kreise unseres Volkes daran teilnehmen können. Aus diesem Grunde haben sie anfangs dieses Jahres die AUTO BAU. GENOSSENSCHAFT gegründet und laden alle Frennde einer schweizerischen Personenwagen-Industrie, die bisherigen und künftigen Anhänger des DKW, ein, ihr beizutreten und so an der zukunftsreichen Entwicklung dieses nationalen Werkes teilzunehmen. Verlangen Sie unseren Prospekt mit den ausführlichen Bedingungen! Er enthält interessante Details über die Grundlage des Projektes, das erste AUDAX-Modell nach Lizenz DKW, nnd die für die Genossenschaftsmitglieder. Jetzt ist die Stunde da, die dem Schweizer Automobilisten seinen eigenen Kleinwagen und unserem Land wieder eine eigene Personenwagen-Industrie bringen kann. Helfen Sie mit, sie zur Sache des ganzen Volkes zu machen] AUTOBAU« GENOSSENSCHAFT Hin ausschneiden und offen als Drucksach« einsenden i r I Sondervorteile Nam« . I Vorname _______________ Strafe nnd Nr. Das sind drei Voraussetzungen, die dem AUDAX, Lizenz DKW, einen entscheidenden Vorsprung vor jedem andern Projekt verschaffen. Kann man da noch mehr verlangen? Ort und Datum . * Nicht Gewünschte« bitte streichen I I Bitte leserlich K-feiben 1 I i

Nr. 15 - M1TTV0CH. 24. MÄRZ 1948 AUTOMOBIL-REVUE 13 Unser« Mitarbeiter besuchen die Galerie Zweiter Rundgang bei den Zubehörständen (Siehe auch fünfte Salon-Nummer vom 19. März) Dass die Entwicklung von^neuen, noch besser dem Verwendungszweck angepassten Pneus ihren Afaschluss noch keineswegs gefunden hat, kann man am diesjährigen Salon unschwer feststellen. Durch den Krieg sind neue Materialien und Herstellungsmethoden gefunden worden, durch die der Pneubau gewaltige Anregungen erfahren 'hat. Auch die vorübergehende, kriegsbedingt notwendige Verwendung von ungewöhnlichen Rohstoffen hat zur grundsätzlichen Klärung mancher Frage beigetragen. Insbesondere ist der Bau von Bereifungen für schwere Fahrzeuge, die sich sowohl auf der Strosse als auch im Gelände bewegen müssen, während des Krieges stark entwickelt worden. Die Ergebnisse dieser Entwicklung kommen heute den in der Landwirtschaft und wn Erdbau verwendeten Fahrzeugen zugute. Besonderer Wert wird darauf gelegt, dass sich derartige Reifen während der Fahrt selbsttätig reinigen, denn das beste Profi! kann doch nur zur Geltung kommen, wenn es nicht durch Erde und Steine verklebt ist. Die Ballonreifen zur Verwendung an Jeichten, schnellen Fahrzeugen haben ebenfalls wesentliche Aenderungen erfahren. Die Entwicklungstendenz scheint vor allem darauf abzuzielen, einerseits das Luftvolumen der Reifen zu vergrössem und anderseits die Breite des tragenden Profils eher zu ver- W&inern. Eine Unmenge neuer Profile sind entwickelt worden, und fasst an jedem Stand ist irgendeine Neuheit zu treffen. Gleich bei der Treppe, die den Haupteingang der Halle mit der Galerie verbindet, befindet sicn der schmucke Stand von E n g I e b e r t. Ausgestellt werden verschiedene Pneutypen, in der Hauptsache solche für Personenwagen. Besonders hervorgehoben wird der neue Super-ßallonpneu, der mit einer eigenartigen Lamellenprofrlierung versehen ist. Die Firma Firestone zeigt durch einen gewaltigen Pneu mit 2.60 m äusserem Durchmesser, dass ihre Erfahrungen durch den Bau von Reifen für spezielle Zwecke durch den Krieg noch erweitert worden sind. Durch eine Anschrift wird der Besucher belehrt, dass ein mit vier Reifen dieses Typs versehenes Spezialfahrzeug eine Belastung von über 100 Tonnen aufzunehmen vermag. Trotz der gewaltigen Belastung soll dabei der Druck in den Schläuchen die Grenze von 2,5 atü nicht überschreiten. Die Schweizer Firma zeigt ausserdem verschiedene Modelle der laufenden Produktion, insbesondere den neuentwickelten c Deluxe Champion >. Dieser Pneu zeichnet sich durch ein spezielles Zickizackprofil aus. Durch ein mächtiges Bild, das die Weltrekordfahrt von John Cobb im September 1947 darstellt, wird der Besucher des Standes von D u n I o p daran erinnert, dass dieser Rekord auf Dunlop-Pneus gebrochen worden ist. AusgesteHt sind eine ganze Serie von Reifen der verschiedensten Dimensionen und mit verschiedenartigen Profilen. Erwähnt sei Hier insbesondere ein Reifen für schwere, geländegängige Fahrzeuge, der die Bezeichnung Trakgrip 8 führt. Das Profil dieses Reifens ist mit besondern Nuten versehen, durch welche das feuchte Erdreich, das sich während der Fahrt zwischen den Stollen gesammelt hat, gelöst wird und das Profil freigibt. Die Firma Kleber, Colombes, eeigt an ihrem Stand ausser den Erzeugnissen ihres Werks In Frankreich auch eine reiche Auswahl von Pneus der amerikanischen Firma B. F. Goodrich. Diese amerikanische Firma hat während des Krieges in der Entwicklung von Pneus grosse Arbeit geleistet. Am Stand wird der Reifen eines der bekannnten Passagierflugzeuge Douglas DC-4 gezeigt. Dieser Pneu hat bei einer Landung ca. 6 Tonnen Last aufzufangen und wird dabei ausserdem in kürzester Zeit vom Stillstand auf eine Geschwindigkeit von 200 km/h beschleunigt..Die Beanspruchung ist derart gross, dass ein solcher Pneu nur etwa 60 Landungen durchhält. Die I n d i a Tyre & Rubber Co. Ltd. hat an ihrem Stand als Blickfang einen grossen Soldaten In der Uniform der schottischen Hochländer aufgestellt. Gezeigt werden eine reichhaltige Auswahl der verschiedensten Reifen, aus der ein sich selbst reinigender Pneu für landwirtschaftliche Traktoren und ein längsgerippter mit Zickzackprofilen versehener Ballonpneu für leichte Fahrzeuge erwähnt seien. Man unterlasse es nicht, sich an diesem Stande den speziell für Bentley entwickelten Pneu, der die Bezeichnung t Silent» trägt, zu zeigen. Wie der Name sagt (Silent = leise), vermeidet diese Bereifung auch bei hohen Fahrgeschwindigkeiten jede Geräuschbildung. BEREIFUNGEN Die Verkaufsgeselisohaft Royal stellt an ihrem Stand eine reichhaltige Sammlung der verschiedenortigsten Zubehörteile aus, dabei auch Reifen der U.S. Rubber Co. Besonders erwähnt sei hier der Typ US. Royal Air Ride, ein neuartiger Superballonreifen. Dieser Pneu hat u.a. den ^Vorteil, dass er auf einer normalen Felge montiert werden kann. Die Dätwyler AG. zeigt an ihrem Stand i eine Auswahl ihrer Velopneus vom Typ Bullcord. An einer originellen Einrichtung wird die ausgezeichnete Federwirkung dieser Bereifung demonstriert. In den Schaukästen werden andere Erzeugnisse dieser bekannten urnerischen Gummiwerke gezeigt, so cz. B. Gummikabel, Bodenhüllen, Schläuche, Manchetten, Silentblocs und anderes mehr. Es sei hier darauf hingewiesen, dass diese Firma heute leicht bewegliche Schläuche für Benzinsäulen herstellt, die weder eine schwere Umspannung noch eine Armierung aus Draht benötigen. , Die AG. R. & E. Huber vergleicht an ihrem Stand die Wirkungsweise des Profils ihrer beiden neuentwickelten Reifen Pallas P-44 und P-44- Schnee mit derjenigen einer Bärenpfote. Bekanntlich ist ja der Bär einer der schnellsten und vor allem ausdauerndsten Läufer und dabei ein ausgesprochener Sohlengänger. An einem DemonstTatlonsmodel! wird auf sinnreiche Art die schmale ausgesprochen viereckige Auflagefläche, gewissermassen die «Spur der Bärenpfote > des P-44 demonstriert. BOITEL-KLEINWAGEN MIT DKW-MOTOR Dir.se französische Konstruktion fand om Salon deshalb grosses Interesse, weil der dafür vorgesehene DKW-Motor von 600 cm* dem hur 400 kg schweren Fahrzeug eine ausgezeichnete Reprise erteilen dürfte. Nach Mitteilungen des Konstrukteur« soll sich die erste Serie bereits in Produktion befinden; die Schweiz soll in Bälde eine Anzahl Exemplare erhalten. Vom Pallas-Stand aus erreichen wir durch einen Durchgang einen besondern Raum der Galerie. Hier muss sich jeder, der Pneus nicht nur zum Fahren benützt, sondern auch mit deren Wartung und Unterhalt zu tun hat, am Stand der Firma D. Schürm a n n den Vulkanisierapparat Durol ansehen. Dieser Apparat ist so zweckmässig gebaut und die Qualität der ausgeführten Reparaturen ist derart gut, dass auch, heute noch das Vulkanisieren mit gutem Erfolg angewendet werden dürfte. FAGET-VARNET SPEZIALCABRIOLET Im Lauf des Salons kam diese französische Spezialkonstruktion nach Genf, die einige interessante Merkmale besitzt (siehe die Zeichnungen von Gedovius auf nebenstehender Seite). Auf einem Delahaye-135-Chassis zeigt dieses olivgrüne Cabriolet eine originelle Linienführung. Die Stände der Firmen, die sich mit dem Vertrieb von Treib- und Schmierstoffen befassen, fallen durch besonders geschmackvolle Ausstattung auf. Der Kauf und die Verwendung einer bestimmten Oelmarke sind weitgehend Vertrauenssache. Demontieren lässt sich hier nur wenig, und so verzichten viele Firmen ganz darauf, überhaupt Oel, Fett oder Benzin zu zeigen. Sie richten hübsche Stände ein, an denen für das Produkt geworben wird und an denen der Kunde Gelegenheit hat, seine Probleme mündlich zu erörtern und sich Auskunft und Rat zu holen. So sind die Stände von Au toi, von Motul, von Veedol, von O. Müller und der Oe I-Brack-AG. als hübsche Plauderecken eingerichtet und in den jeweiligen Farben der Etiketten auf den Oelkannen gehalten. An vielen Ständen dient ein Strahl von herabfliessendem Oel als Blickfang, wie z. B. am Stand von Castrol und BP. Erwähnt sei hier auch eine instruktive Zeichnung am Stande der Vacuum Oil Corp. AG., die den Begriff der Oelviskosität anhand eines auseinandergeschobenen Kartenspiels sehr einfach erklärt. Auf dem Stand von F e h r werden die Vorteile des Elektrion- Oels behandelt. Der Stand der N o b a zeigt die pennsyivanischen Usol-Oele. Am Stande von A s e o I ist ein besonders origineller Blickfang ausgestellt, nämlich ein Panhard Levasor aus dem Jahre 1904, bemannt durch einen Sportsmann und eine Dame von anno dazumal mit wehendem Schleier. Die Firma will dadurch auf ihre langjährige Erfahrung im Handel mit Schmiermitteln hinweisen. Am Stande von Caltex wird auf die Aende-. rung des Namens der Firma hingewiesen. Nach \ Linkst DER KLEINE KENAULT MIT HECKMOTOR ALS KLEIN- LIEFERWAGEN mit einer Tragkraft von ca. 200 kg. Rechts s FAHRGESTELL DES FD* RO- DUNGSARBEITEN ETC. BE- STIMMTEN LATI L.TRAKTORS Besondere Merkmale: Vierradontrieb und -lenkung (ausschaltbar). Differentialsperre vorn und hinten, Vierganggetriebe mit Zusatzgetriebe, insgesamt acht Gange. Die hintere Balkenkonstruktion Ist ein Rqhmen mit zwei Sporen, die bei der Verwendung des Traktors als stationäre Zugmaschine auf weichem Untergrund niedergelassen und in den Boden gedrückt werden. TREIB- UND SCHMIERSTOFFE Wie vor vertreibt die Firma Caltex die besteingeführten Produkte der Texas Oil Co., nämlich das Motorenöl TEXACO und das Schmierfett MARFAK. Besonders attraktiv sind die Stände der Treibstoff-Firmen gehalten. Am Stande der Standard wird jedem, der ab Ostern bei einer Esso-Tankstelle Benzin kauft, die kostenlose Ueberweisung einer Strassenkarte der Schweiz zugesichert. Der Stand der Lumina ist als grosser Sandkasten gehalten, in welchem ein Industriequartier en miniature aufgebaut Ist. Am Rande des Sandkastens stehen die vielfältigen Produkte der Gesellschaft in kleinen Fläschchen. Drückt man auf den neben den Fläschchen' angebrachten Knopf, z. B. beim Fläschchen mit dem Asphalt, so leuchten auf allen asphaltierten Strossen und auf dem asphaltierten Rollfeld des Flugplatzes kleine Glühbirnen auf. Ein ideales Spielzeug für wissensdurstige Salonbesucher. Verschiedene Firmen befassen sich mit dem Vertrieb von sogenannten Obenschmierölen. Diese Oele werden in der Regel dem Benzin in einem bestimmten Verhältnis beigemischt, sollen die Schmierung der Zylinderwände unterstützen und die Bildung von Kusskoks im Verbrennungsraum verhindern oder wenigstens dafür sorgen, dass der Russ 'sich nicht in harten Schichten, sondern als weicher Belag ansetzt. Solche Obenschmieröle sind das von der Firma H. Bachmann angebotene Brenmus,das von der Firma Protechnik AG. angebotene Motor-Fizik und das am Stand Nr. 621 ausgestellte Firezone. Am Stand Slip werden neben Obenschmieröl Einfahrspezialmittel wie Graphit gezeigt. Die aus England importierten Slip-Produkte sind u. a.: das Slip-Penetrating-OÜ (Graphitzusatz im Motor], das Dieslip (Obenschmieröl für Dieselbrennstoffe), Petrotslip (Obenschmiertabletten) sowie Chemikalien wie Lösungsmittel, Polituren usw. AKKUMULATOREN - BATTERIEN Die Herstellung von Akkus ist eine ausgesprochene Spezialität und verlangt grosse Erfahrung. So ist es denn nicht weiter verwunderlich, dass sich heute nur noch einige wenige Firmen mit deren Herstellung befassen. Diese Firmen stellen durchwegs nur Akkumulatoren her und nehmen keine andern Artikel in ihr Fabrikationsprogramm auf. Ein kleiner Rundgang mag uns davon überzeugen, dass noch immer kleine, jedoch aber wesentliche Verbesserungen gefunden werden, durch die der Betrieb und insbesondere die Wartung einer Batterie massgeblich beeinflusst werden können. Die Elektrona AG. zeigt an ihrem Stand eine übersichtliche Schau der verschiedensten Batterien. Hier sei hervorgehoben, dass die bekannten Typen 6N6, 6N7 und 6N10, grosse Batterien für Lastwagen und Traktoren nun auch in Hortgummikasten, statt wie bisher üblich in Holzkasten geliefert werden. Hartgummikasten sind den Holzkasten in jeder Hinsicht überlegen und halten vor allem den Beanspruchungen, wie sie hauptsächlich beim groben Fahrbetrieb nicht vermieden werden können, viel besser stand. Eine grosse Auswahl an verschiedenen, hauptsächlich kleinen Batterien zeigt, die Basler Firma Plus. An verschiedenen Schnittmodellen wird der Aufbau dieser Batterien demonstriert und die Isolation der einzelnen aktiven Platten durch Glaswolle und federnde Hartgummieinlagen gezeigt. Diese Anordnung verhindert das Herausbröckeln des Anodenschlammes und die dafaus entstehenden möglichen Kurzschlüsse. Am Stand der Akkumulatorenfabrik Oerlikon werden neben vielen andern Batterien verschiedene kippsichere Ausführungen gezeigt, wie sie an Motorrädern, Traktoren und insbesondere an Flugzeugen Verwendung finden. Diese Batterien sind mit Spezialverschlüssen ausgerüstet, durch die das Ausfliessen von Säure in jeder Lage verhindert wird, die aber doch das Entweichen des sich in der Batterie beim Laden bil- SICHERE SITZLEHNEN Mehr und mehr trifft man bei schnellen Fahrzeugen Sitzlehnen mit seitlichen Rundungen an, die, wie hier im Fall der Bristol- Fabriklimousine, den Fahrer in den Kurven halten. denden Dampfes zulassen. Vor allem sehe man sich das hübsche Schnirtmodell. der 24-Volt-Flugzeugbatterie an. Die Firma Lee I an ehe S. A. stellt seit zehn Jahren in Lizenz Stahlakkumulatoren her. Diese Batterien sind vor allem gegen mechanische Beanspruchungen äusserst unempfindlich, und werden daher gerne in Trolleybussen, Elektromobilen, Schienentraktoren und Kranwagen eingebaut. Ausserdem sind sie wenig empfindlich gegen kurzzeitige Ueberlastung, gegen Entladung unter die zulässige Spannungsgrenze und sind auch bei längerer Lagerung der Gefahr der Sulfatierung nicht ausgesetzt.