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E_1948_Zeitung_Nr.018

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12 AI3T0M0BIL.REVUE MITTWOCH, 14. APRIt 1948 - Nr. 18 tävztäfäi i»ü f£^£&(foi4j,< GENERAL MOTORS SUISSE SA.BIENNE Bind die BUICK 48 dank der speziell für europäische Verhaltnisse geschaffenen stabilen Aufhängung, den neuen Stossdampter.Ventilen CAR, A^^kttClEANER Gesetzlich geschützt 'Reinigt mühelos Leder- und Stoffpolster, Tür- und Dachverkleidungen, Cabriolet-Verdecke, usw. VA LA Y entfernt allen Schmutz, Fett-, Öl-, Blut- und andere Flecken, enthält keine Säure, Ammoniak, Sprit oder Benzin, ist unschädlich und hinferlässt keinen «Rand». Dieses englische Schaummittel ist gebrauchsfertig und nicht feuergefährlich. ' "'"'" VALAY ist das ideale Reinigungsmittel für Auto, Flugzeug und Eisenbahn, sowie Kleider, Hüte, Polstermöbel, Teppiche, Regenmäntel, Farbanstriche, Lederund Gummiartikel usw. VALAY frischt die Stoffe auf. Mr. VALAY entfernt mit Leichtigkeit alte Politur, den Schmutzfilm, Öl- und Fettflecken auf Ihrer Karosserie. Die Quart (1,14-Lifer-Kanne) für Auto und Haushalt Fr. 16^- + Wust Die Gallone (4,55-Liter-Kanne) für das Gewerbe Fr. 52.— + Wust Alleinimporfeur: Hermann Kipfer, Rabbentaitre PP e 10, Bern IYLINDERSCHLEIFWERK TeLaumi Original-Ersatzteile für PLYMOUTH, zu aussersf günstigen Preisen sofort ab Lager lieferbar CHRYSLER Bediener, Sie sich unseres EXPRESS-SERVICES E. V/agner, Centralgarage, Amriswil Telephon 501 •i1«*r-~^..«-*««.-.'*'£?? Für Arbeiter-Kurse liefern wir neu« Spezial-Cars komplett betriebsbereit - keine Konzession notig Carrosserie-Werke Aarburg AG. -Airburg bei Ölten • Telephon (062) 53851 Führende Industriefirmen als Referenzen Ab Lager lieferbar: neue Pneus 13X45 14X45 15X45 16X45 145X400 155X400 165X400 15X50 17X50 und alle andern Dimensionen. * 65800(17,13 Armin, Hohl, Autogarage, Aarberg. Tel. (032) 823 60. Internat. AUTO-KATALOG Neu! Laufende Lieferung einheitl. Prospekt-- blätter über neueste Mod., Accessoires usw. Leicht klassierbar n. vorgedruckt. Einteilung. Unentbehrlich für jedermann, der an Motorfahrzeugen interessiert ist (Auto, Motorrad, Nutzfahrzeuge. Flugzeug). Jahresabonnement 1948 (ca. 250 Blatt) Fr. 12,- + Fr. 4.50 für Sammelmappe mit Ringmechanik und prakt. Griffregister. — (Postcheck VIII28303.) Musterblätter gratis. — Tel. 27 85 77. INDEX AG., Zürich 22, Seideneasse 16. L/ieser Omnibus, in tadellosem Zustand, mit neuem Sechszylinder-Motor, « Westinghouse-Bremse und Pneus, wird umständehalber sehr günstig verkauft H. JENNY & CO. Merkurstrass» 43 ZÜRICH 7 lür-jffP

Nr. 18 - MITTWOCH, 14. APRIL 1948 AUTOMOBIkREVUE 13 Im Anschluss an den Artikel « ZUT Psychologe des Verkehrsunfalls » (« A.-R. » Nr. 8) schreibt uns unser New Yorker Korrespondent: Jedes Jahr im Frühling wird in den USA, wie in anderen Ländern auch, von der Fach- und Tagespresse den Autofahrern naheglegt, ihre Wagen zu überholen. Man empfiehlt ihnen, das Oel zu wechseln, die Zündkerzen zu reinigen, die üblichen Reparaturen und Reinigungsarbeiten vornehmen zu lassen u.dgl. mehr. Wenn der Ratgeber zu dem Punkte gelangt ist « tighten all nuts and bolts» (alle Schrauben und Muttern anziehen), dann fügt er gelegentlich . hinzu: «And don't forget the nut behind the wheel. » « Nut » bedeutet nämlich nicht nur Schraubenmutter, sondern auch « Schafskopf, Idiot, leichtfertiger Geselle ». In diesem Jahre schenkt man der « nut behind the wheel» ganz besondere Beachtung. Längst haben auch die Amerikaner festgestellt, dass Unfälle eich keines etwa nahezu gleichförmig über die gesamte autofahrende Bevölkerung verteilen, sondern da6S sie bei gewissen Gruppen von Fahrern häufiger, bei anderen selten sind. U. a. weiss* man schon lange, dass die Altersklassen von 16 bis 21 Jahren nahezu fünfmal soviel Unfälle verzeichnen wie die anderen, von den allerältesten abgesehen. Ebenso gilt es als sicher, dass Frauen im allgemeinen weniger Unfälle als Männer, absolut und relativ gemessen, aufweisen. Und endlich hat man — nicht erst heute — festgestellt, dass bestimmte Menschen immer wieder in Unfälle verwickelt werden. Man bezeichnet sie kurz als « Unfäller ». Beispielsweise entdeckte man bei Untersuchungen in Kalifornien, da&s 80 % aller Unfälle auf kaum mehr als 10 % aller Fahrer entfallen. Die Frage tauchte auf, woher e6 kommt, dass von je zehn Automobilisten einer ein schwarzes Schaf ist. Bei der Untersuchung von Hunderten solcher U. S. A. Versagen im Strassenverkehr «Unfäller» konnten zunächst diejenigen ausgemerzt werden, die aus klar erkennbaren körperlichen oder geistigen Ursachen zur Führung eines Motorfahrzeugs nicht geeignet waren. Hierher gehörten Menschen mit schweren Sehdefekten, Hörstörungen und bestimmten Alterserscheinungen, ferner Epileptiker, Trinker und Geisteskranke, kurz Personen, denen ein Führerausweis niemals hätte erteilt werden dürfen. Schaltete man die defekten Individuen aus, so blieben von den 10% mehr als 9% übrig, offenbar gesunde Menschen im Vollbesitz ihrer intellektuellen und körperlichen Fähigkeiten, die dennoch immer wieder in Unfälle verwickelt wurden, und zwar mit und ohne nachweisbares Verschulden. Ein typischer Vertreter dieser Gruppe war ein angesehener Rechtsanwalt aus San Francisco, der in einem Jahre vier schwere Unfälle hatte; ferner gehörten hierher ein Lastwagenchauffeur, der als besonnen galt, schon ein Jahrzehnt im Beruf stand und fünfmal hintereinander verunglückte, eine Blibliothekarin (drei Unfälle in einem Jahr) und ein Schuldirektor, der es auf sechs Unfälle in einem Jahr gebracht hatte. Da bei diesen scheinbar kerngesunden Menschen die Häufung von Unfällen nicht einem Zufall zugeschrieben werden konnte, entschlossen sieb die Justizbehörden in mehreren Städten, ia den Gerichtsverhandlungen über Verkehrsunfälle psychiatrische Sachverständige hinzuzuziehen. Ihre Befunde bestätigten, das« es gewisse Fahrzeuglenker gibt, bei denen sich eine besondere Anfälligkeit für Unfälle feststellen lässt. Diese Neigung, in Unfälle verwickelt zu werden, geht auf einen inneren, dem Betreffenden selbst nicht bewussten Konflikt zurüpk. Wenn dieser Konflikt eine übermässige Stärke annimmt, so 6ucht das Individuum nach einer gewaltsamen (oder gewalttätigen) Lösung im Sinne der Selbstzerstörunig. Wenn die Sachverständigen versuchten, die psychologische Erklärung der Neigung zu Unfällen in die Läiensprache zu übersetzen, so kamen 6ie unweigerlich zur Formulierung, dass das Individuum versuchte, 6ich zu töten. Oft genug sind diese Versuche auch von Erfolg begleitet. An Hand von Akten Hess 6ich nachweisen, dass 6ich unter den Verkehrsopfern der vergangenen Jahre zahlreiche Personen befanden, die 6chon vorher in Unfälle verwickelt gewesen Tvaren. Beim letzten war ihnen der Selbstmord dann gelungen. Eine derartige Deutung lieferte nicht nur eine plausible Diagnose, sondern auch eine Therapie. In Dutzenden von Einzelfällen wurde die Probe aufs Exempel gemacht, und immer stellte sich heraus, dass die Psychiater sich auf dem richtigen Weg befunden hatten. Der Rechtsanwalt mit den vier Unfällen hatte wegen einer bestimmten moralischen, wenn auch juristisch irrelevanten Schuld mehrere Monate zuvor eine Periode der Depression durchgemacht, in der er vorübergehend Selbstmordpläne fasste. Diese Pläne verwarf er später, und setzte sich auch über sein Schuldgefühl hinweg; aber es war nur verdrängt und brach nun wieder hervor, indem er mehrfach aus unterbewußten MötivenUherauf den Tod durch Verkehrsunfall suchte. Die Bibliothekarin war in einen viele Jahre zurückliegenden, längst verdrängten lesbischen Schuldkomplex verstrickt, aus dem sie nun gewaltsam und unter Zerstörung des Ich einen Ausweg suchte; der als besonnen geltende Lastwagenfahrer bekannte sich zu einem verpfuschten Leben — er behauptete, die Falsche geheiratet zu haben —, und der Schuldirektor machte sich unterbewusst für den Tod eines Schülers verantwortlich, den er durchfallen Hess und der sich deshalb da6 Leben genommen hatte. Die beiden letzten Fälle konnten;auf dem Wege der Psychiatrie aufgeklärt werden; die beiden erstes waren schwieriger, und die betroffenen Personen stehen noch heute in Behandlung. In Kalifornien glaubt man, dass 10 % aller Fahrer 90 % aller Unfälle verursachen; In Connecticut, wo vor einigen Jahren ähnliche'Erhebungen durchgeführt wurden, hält man 20 % der Fahrer für 80 % aller Unfälle verantwortlich. Ueberträgt man diese Zahlen auf die USA als Ganzes, so ergibt sich, dass 10—20 % aller Fahrer, d. h. mindestens zwischen 3 und 6 Mill. Menschen, die heute einen Führerausweis besitzen, ihn nicht haben dürften. Da sich beim allergrässten Teil dieser Gruppe körperliche oder geistige Anomalien im klinischen Sinne des Wortes nicht feststellen lassen, muss man zu der Schlussfolgerung gelangen, dass in den USA einige Millionen Menschen mit mehr oder weniger stark verkappten selbstmörderischen Tendenzen ihr eigenes Leben und jenes anderer Strassenbenützer gefährden. Da die Konflikte, die für die selbstmörderischen Triebe verantwortlich sind, im Unterbewussten liegen, also der Kontrolle des Individuums entzogen bleiben, lassen 6ich diese Personen nicht zum vornherein als «Unfäller» erkennen, weder durch andere noch durch sich selbst. Damit ist die ganze*Sehwere eines Problems angedeutet, für das es heute noch keine Lösung gibt. Im März d. J. hat man in New York versucht, hundert Verkehrssünder körperlich und geistig genau zu untersuchen, um die tieferen Gründe für ihr Versagen festzustellen, aber optimistische Erwartungen darf man hieran nicht knüpfen. Ein psychiatrisch geschulter Strafverteidiger hat sich hiezu unlängst treffend geäussert: «Gut, ich gebe zu. dass mein Mandant auf dem Grand Central Highway die Höchstgeschwindigkeit um 10 Meilen überschritten hat. Wird es ihm auch nur ein Jota nützen, wenn ich überzeugend darlege, dass er sonst als überaus vorsichtig bekannt, auf den Gashebel getreten ist, um sich an seinem vor 24 Jahren verstorbenen Vater zu rächen?» Kann der mit einem Oedipuskomplex behaftete, der von verschollenen Schuldkomplexen gehetzte, damit rechnen, mit einer geringeren Strafe davonzukommen? Nur wo die Konflikte dicht unter der Ober- \ fläche liegen, ist unter Umständen eine Abhilfe möglich. Sonst lassen sich die Fälle weder erkennen noch anpacken und es bleibt nur die resignierte Schlussfolgerung übrig, dass dies ein Risiko ist, dass die Gesellschaft, ohne es zu wissen, auf sich genommen hat, als sie dem Autoverkehr seine überragende Stellung im modernen Leben einräumte. In Einzelfällen wird man helfen können; das Phänomen als solches mu6s man als notwendiges Uebel hinnehmen — ebenso wie man die Tatsache hinnimmt, dass viele andere Erfindungen Gefahren mit sich gebracht haben, an die man anfangs nicht dachte. Die jüngste Vergangenheit liefert ja genügend Beispiele. Ernst Behrendt. Vom Busmechaniker zum Direktor der Greyhouhd Lines Der heute 44jährige Robert W. Budd, der die Geschicke und Geschichte der « Greyhound Lines » lenkt, des grössten Autobusunternehmens der Welt, das jährlich um die 50 Millionen Passagiere befördert, ist ein Selfmademan im wahrsten Sinne des Wortes. Er begann seine glanzvolle Laufbahn im Jahre 1926 als Mechaniker einer kleinen Busfirma in Minneapolis, die ihn eines Tages mit der Verbesserung des Abfertigungsdienstes betraute. Das gab den Ausschlag zum spätem meteorhaften Aufstieg, denn nachdem sich das von Budd entwikkelte System als überaus wirksam erwiesen hatte, wurden ihm weitere Aufgaben übertragen, bei denen er ebenfalls seine gro&sen Fähigkeiten unter Beweis stellte. So erklomm er auf der Leiter zum beruflichen Erfolg Stufe um Stufe, bis ihn seine Gesellschaft im Jahre 1930 zum Direktor ernannte. In das gleiche Jahr fiel die durch Fusion mehrerer Autobusunternehmen zustandegekominene Gründung der Greyhound Lines, denen sich auch die von Budd geleitete Firma anschloss. Als Vizedirektor der Eastern Greyhound Lines ging er hierauf nach New York, um dort das Terrain für die weitere Entwicklung zu ebnen. Binnen kurzer Zeit bekleidete Budd führende Posten in sechs von den 2t den Greyhound Lines zugehörigen Gesellschaften. Gegenwärtig ist die Gesellschaft daran, 1500 neue Autobusse in Dienst zu stellen. Das bedingt die zusätzliche Verpflichtung einer grossen Zahl von Chauffeuren, die mit Rücksicht auf die sprichwörtliche Sicherheit des Unternehmens, die jener der Bahnen in nichts nachsteht, einer strengen Prüfung unterzogen werden. Es ist nun ebenfalls das Verdienst Budds, ein Verfahren für die Auswahl geeigneter Wagenführer ausgeheckt zu haben. Die Anforderungen sind so hoch geschraubt, dass nur etwa 20 % aller Anwärter Aussicht darauf haben, in die engere Wahl zu kommen. Wer aber erst einmal zum fahrenden Personal der Gesellschaft gehört, wird von den Kontrolleuren, die sich tagein, tagaus unterwegs befinden und deren Sperberauge keine scheinbar noch so harmlose Missachtung der Verkehrsvorschriften entgeht, ständig unter die Lupe genommen. :: %utos, 'jMotQirräder und Garagen : : gibt,• :•> Ist Anverfrauen Sie Ihren Lancia der LANCIA- Spezial werkstätte Garag« Sihltal, Adliswil-Zch. Albisstrasse 12 Telephon 91 63 86 Inhaber E. Peter Betriebsleitung G. Besomi Ausgerüstet mit sämtlichen Spezialmäschinen und Spezialwerkzeugen AVTOL bekämpft die Motoren-Abnützung! M Grosses Ersatzteillager Spezialität.- Einbau und Reglieren von Webervergasern Auf Wunsch wird Ihr Wagen abgeholt und wieder zurückgebracht • • • schmiert! . . . kühlt! • . . säubert ! M ees. eesch. seit 1901 Kugel-Kupplungen für Anhänger von 300-1200 kg. Tragkraft AUFOL A.G.- BASEL 19 Tel. (061) 41807 GEBR. MOSER & CIE. BERN Fahrzeugbau Schwarztorstr. 101 • Tel.(031)53215