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E_1948_Zeitung_Nr.020

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10 AUTOMOBIL.REVUE

10 AUTOMOBIL.REVUE MITTWOCH, 2*.ATOL IM« - Nr. 20 Programm: Freitag, den 30. April: 06.00—08.00 Offizielles Training. Samstag, den I.Mai: 06.00—08.00 Offizielles Training. 18.00 Offizieller Empfang im Foyer des < Grand Theätre » durch den Staatsrat des Kantons Genf und die Genfer Stadtbehörden. 21.00 Soiree im Palais d'Hiver. Sonntag, den 2. Mai: 08.00 Start zum nationalen Sportwagenrennen um den «Grand Prix du Cinquantenajre». — 34 Runden = 100.S10 km. 10.00 Start zum «Grossen Preis von Genf» für Rennwagen bis 1100 ccm Hubvolumen mit oder ohne Kompressor. — 70 Runden •= 207450 km. 14.30 Start zum «Grossen Preis der Nationen > für Rennwagen bis 1500 ccm mit und bis 4500 ccm ohne Kompressor. — 80 Runden = 237,2 km. ca. 17.30 Ende des Rennens. 21.00 Preisverteilung im Palais d'Hiver. der bis 1953 gültigen internationalen Rennformel Nr. 1 entsprechen, d. h..einen Hubraum von höchstens 1600 ccm aufweisen, so es sich um Fahrzeuge mit Kompressor handelt oder einen solchen bis 4500 ccm für kompressorlose Konstruktionen. Irgendwelche Beschränkungen des Gewichts gibt es nicht; auch die Wahl des Treibstoffes steht den Konkurrenten frei. Nachdem Alfa Romeo als einzige, heute den Rennsport pflegende Fabrik am Rennen nicht teilnimmt, setzt sich das Feld aus-Angehörigen von privaten Renngemeinschaften und Einzelfahrern zusammen. Italien entsendet den absoluten Automobilmeister des vergangenen Jahres, Luigi Villoresi, und dessen Teamgenossen Alberto Ascari, die beide die Farben der Mailänder Scuderia Ambrosiana auf Maserati verteidigen, von denen mindestens einer mit einem Zweistufenkompressor ausgerüstet sein wird. Die Scuderia Milan ist durch Arialdo Ruggeri, deren Chef sowie den zweifachen Pau-Sieger Pagani und den Argentinier Bucci vertreten, die alle auf Maserati in den Kampf ziehen. Giraud-Cabantous und Chiron steigen für die Ecurie France auf dem letztjährigen 4,5-Liter- Talbot in die Arena, während Jean-Pierre Wimille und Amedee Gordini auf dem kompressorlosen Anderthalbliter-Simca gemeldet sind, der in Päu debütierte. Sieht man von Etancelin ab. der als Fahrer der Genfer Ecurie Amerikanische Benzin-Motoren „Basco" 0,5-1 PS 1-2 PS 3-5 PS 5-7 PS • viertakt + luftgekühlt + eingebauter Tourenzahlregler • leicht im Gewicht • preislich am vorteilhaftesten Autosport ebenfalls der Vorteile einer privaten Rennorganisation teilhaftig wird, sowie von Raymond Sommer, der einen 2-Liter-Ferrari vom Typ Inter für die von Goffredo Zehender geleitete Scuderia Inter steuert, so handelt es sich bei den verbleibenden Konkarrenten ausnahmslos um Einzelgänger, unter denen Chaboud auf dem 4,5-Liter-Delahaye, Rosier, der am Volant des ersten Exemplares des neuen 4,5-Liter-Talbot erscheinen soll, und unser Landsmann de Graffenried auf einem Maserati des ebenfalls startenden Enrico Plate Anspruch auf besonderes Interesse erheben dürfen. Sofern die Maseratis, die übrigens angesichts der zurückzulegenden Distanz von 237,2 km um das Tanken nicht herumkommen werden, nicht, wie auch schon, durch die verschiedensten Defekte am vollen Aufdrehen verhindert sind, wird man ihnen im Kampf um den Grossen Preis gute Chancen einräumen müssen. Andernfalls dürften sich die Aussichten sehr zugunsten der Talbots der Ecurie France verlagern, deren Regelmässigkeit und Durchstehvermögen sprichwörtlich geworden ist. Alle Aufmerksamkeit gilt sodann dem infolge seines geringen Leistungsgewichts auf diesem ausgesprochen langsamen Stadtparcours ähnlich wie in Lausanne stark bevorteilten 1,5-Liter-Simca (genau 1430 ccm), der am Ostermontag in Pau zum erstenmal in drei Exemplaren auf der Bildfläche erschien, die freilich der ungenügenden Vorbereitung wegen nicht entscheidend in den Rennverlauf einzugreifen vermochten. Immerhin gelang es wenigstens Wimille, einen fünften Platz zu belegen. Es handelt sich bei dieser Konstruktion um den ausgebohrten 1,1- Liter-Motor (Verdichtungsverhältnis 9:1), dessen Bremsleistung mit 90 PS bei 5500 T/min angegeben wird und dessen Gewicht wie das des 1,1-Liter-Typs 370 kg beträgt. Die Maximal- .geschwindigkeit soll um die 210 km/h liegen. 1. Vorlauf 32 Runden = 94,88 km 2. Vorlauf 32 Runden = 94,88 km Endlauf 44 Runden = 130,46 km Schnellste Runde Wimille Farlna Farina Wimille Dem Simca wie der Rennwagenversion des 2 - Liter -12 - Zylinders - Ferrari « Inter >, dessen Sporttyp vor einem Monat siegreich aus der Sizilienrundfahrt hervorging und auf dessen erstmaliges Auftreten hierzulande mit Sommer am Steuer man mit grösster" Spannung entgegensieht, darf man jedenfalls die Aussichten auf einen guten bis sehr guten Platz nicht absprechen. Der Grosse Preis von Genf, der für Rennwagen mit einem Zylinderinhalt von 1100 ccm mit und ohne Kompressor ausgeschrieben War, vereinigt um die zehnte Vormittagsstunde ausschliesslich kompressorlose Fahrzeuge der Marken Simca und Gsitalia am Start, was nicht überraschen kann, nachdem Wagen dieser Klasse mit Gebläse ausserordentlich dünn gesät sind. Man wird hier also, wie schon im Preis vom Leman in Lausanne, der Anfang Oktober des letzten Jahres zur Durchführung kam, einem Duell dieser beiden Kleinwagen beiwohnen, einem Zweikampf übrigens, der insofern mit ungleichen Waffen ausgefochten wird, als sich die Cisitalias durchs Band weg in den Händen von Privatfahrern befinden, wogegen die Simcas ausnahmslos von der Organisation Gordinis betreut werden. Den Auftakt zum sonntäglichen Geschehen bildet dos nationale Sportwagenrennen um den «Prix du Cinquantenaire>, eine Veranstaltung aus Anlass des 50iährigen Bestehens das ACS, die um 8 Uhr früh ihren Anfang nimmt. Im Gegensatz au den beiden internaHonalan Rennen, bei denen die Zahl der Startenden guf maximal 16 festgesetzt ist, werden hier aus Sicherheitsgründen ~~ vor allem mit Rücksicht auf jene Sportleute, die in der Bestreitung von Rundstreckenrennen noch nicht genügende Erfahrung besitzen — nur ein Dutzend Wagen an den Ablauf zugelassen. Das Reglement zu diesem Wettbewerb erklärte ausdrücklich Fahrzeuge dreier Klassen, nämlich D (2001—3000 ccm), E (1501 Das Goldene Buch des Rennens von 1946 Schnslste Grosser Preis der Nationen für 1,5-l-Wagen mit Kompressor 32 Runden = 31 Rimden Runde (Alfa Romeo) (Alfa Romeo) (Alfa Romeo) (Alfa Romeo) Nationaler Preis von Genf für Sportwagen Klasse D (2001-3000 94,88 km Waefflör • 91,915 km Klasse F (1101—1500 Patthey Waeffler :ßl% cem) (B.M.W. 328) ccm) (M. G. 1250) (B.M.W. 328) 59,45,5 = 95,263 km/h 56:17,2 = 101.139 km/h 1il5,49,4 = 103 234 km/b 1:315,4 = 110,726 km/h M0 :(V!,3 = 81,203 km* 1:12,16,8 2:04,9 76,299 km/h 85,460 km/h Sage mir, wie du fahrst und ich sage dir, wer du bist! Tausende von Wagen werden die Flennen vom kommenden Sonntag wieder nach Genf locken. Das verpflichtet einen jeden, der am Volant sitzt, zu anständigem, korrektem Fahren. Ein jeder setze seine Ehre darein, dass dieser automobilistische Grossanlass ohne Unfall verlaufe, ein jeder fahre so, dass er dazu stehen kann: vorsichtig und rücksichtsvoll, in den Ortschaften wie auf der offenen Strosse, und nicht bloss, wenn ein Polizist in Sicht kommtl Die zu erwartende Kolonnenfahrt nach Schlu8s der Rennen ist ein Prüfstein für die Vernunft und die Disziplin des Automobilisten. Beweisen wir durch beherrschtes Verhalten, dass Anstand und Sicherheit der Strosse für uns keine leeren Worte sind! bis 2000 ccm) und F (1101—1500 ccm) als startberechtigt, wobei die Organisatoren erst nachträglich beschlossen, in jeder dieser Klassen vier Konkurrenten starten zu lassen. Indessen ergab es sich, dass für die Klasse 2—3 Liter nur drei Meldungen vorlagen, was die Veranstalter — wie in unserer loteten Ausgabe zu lesen stand — bewog, das Rennen für diese Klasse zur allgemeinen Ueberraschurvg kurzerhand zu sperren, um dafür in der Klasse 1101—1500 ccm, wo die Meldungen offenbar sehr zahlreich vorlagen, mehr als vier Fahrern Startgelegenheit zu verschaffen. Seltsamerweise tauchten dann in der letzte Woche veröffentlichten NenrrKste in Gesellschaft der MG, BMW und HRG plötzlich auch ein Cisita'Üa und ein Simca auf, Fahrzeuge einer Klasse also, die gar nicht ausgeschrieben war. Der prompten Intervention des Präsidenten der NSK ist es zu verdanken, wenn die dadurch geschaffene reglementswidrige Lage rasch geklärt und durchgesetzt wurde, dass nicht nw die Wagen der Klasse 1101—1500 ccm — wie es sich gehört — unter sich sein w&rden (ein Start von Cisitalia und Simca kommt in diesem Rennen gar nicht in Frage), sondern darüber hinaus jenen Konkurrenten, die sich in der Klasse 2—3 I meldeten, die ihnen in Aussicht gestellte Startgelegenheit auch tatsächlich eingeräumt wird. Wie beim Grossen Preis der Nationen und beim Grossen Preis von Genf, für die zum Teil ebenfalls zuviele Meldungen vorliegen und bei denen sämtlichen gemeldeten Schweizer Konkurrenten grundsätzlich Gelegenheit zum Training eingeräumt werden muss, werden nun — wie das übrigens im Reglement auch vorgesehen ist — die im Training ereielten Rundenzeiten über Zulassimg oder Nichtzulassung zum Rennen entscheiden. Preis-Abschlag auf SKODA-AUTOMOBILE Generalvertreter der Firma Briggs & Stratton Corp. LKIaus-Häberlin, lister Telephon (051) 969605 ZUSATZSTÄB? UND ELEKTRODEN ZUM SCHWEISSEN ALLER METAUF Wir stellen vor: Herrn BERNASCONI, Reparateur in einer grossen Druckerei. Er ist immer alarmbereit, denn wenn eins Maschine eine Panne hat, muss der Schaden rasch behoben werden, damit die Druckarbeiten trotz alledem rechtzeitig herauskommen. Mit Hilfe seines Castalin-Assortiments gelingen ihm die schwierigsten Reparaturarbeiten auf den ersten Anhieb. „Wie oft kommt es vor", erzählt er .uns, .dass ich einen Maschinenteil reparieren muss. ohne ihn erst abmontieren zu kännen. Castolin braucht so wenig Wärme, dass ich ohne Risiko selbst in der Nähe empfindlichster Teils schweissen kann. Auf jedem Stück und jedem Metall erziele ich mit Csstolin unter minimalem Zeitaufwand eine garantiert haltbare Schweissverbindung. Unsere Firma hält ihre Liefertermine stets ein, denn bei einem Maschinendefekt kann sie auf mich zählen - und auf Castolin!" Die Marke des fortschrittlichen Schweissers CASTOLIN SCHWEISSMATERIAL AG. LAUSANNE TEL (021) 28413 Internationale Frühjahrs-Rennen 9. Mai 1948 Beginn 10.30 Uhr und 13.30 Uhr auf dem Rennplatz im Schachen, Aar au Vorverkaufsstellen: AAR AU: Gustav Werder, Sportgeschäft, Zeughausstrasse 23, Telephon (044) 210 58. ZÜRICH: Kuoni, Reisebureau, Bahnhofplatz 7, Telephon (051) 23 36 10. Einsendestation : W. T. B. Oder S. B. B. Menziken oder Postsendungen Burg 6 Leichtmetallschweisserei Ad. Eichenberger Tel. (0B4) 6 10 27 liefern wir neue Spezial-Cars Totalisator Schweissspeziaüst auf Aluminium-Motorenguss empfiehlt sich für Reparaturen von Auto- und Motorradgehäusen etc. Für Arbeiter-Kurse komplett betriebsbereit — Iceine Konzession nötig Garrosserie-Werke Aarburg AG. 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Vertreter für die nachstehenden Kantone gesucht) Fribourg, Neuenburg, Solothurn, Graubünden, Glarus, Thurgau, Schaffhausen, Zug v

Nr. 20 - MITTWOCH, 28. APRIL 1948 AUTOMOBIL-REVUE 11 Sie kämpfen in Genf um den Grossen Preis Eeurie France, Paris YVES GIRAUD-CABANTOUS Talbot Wechselte im Laufe des letzten Sommers von Delahaye zu Talbot über. Schwang in San Remo als absoluter und in Chimay als Klassenerster obenaus und beschloss die Saison mit einem verdienten Sieg In der Coupe du Salon in Montlhery nachdem er zuvor in Strassburg und Cornminges Zweiter gewesen. Im franz. Meisterschaftsklassement nahm er den dritten Platz ein. Scuderia Ambrosiana, Mailand ALBERTO ASCARI Maserati Absolvierte gleich Pagafji sein Rennwagendebut in •Kairo 1947 In Nizza startete er auf Maserati und wurde Vierter. Seinen, ersten Erfolg brachte er in Modena unter Dach, wo er am Steuer des neuen 2-i- Maserati-Sportwagens vom Typ A6G dominierte. Im G. P von Lausanne fiel er vom Start weg durch sein ungestümes Draufgängertum auf, das ihn bald zur Aufgabe zwang. LUIGI VILLORESI Maserati Erfolgreichster ital. Privatstallfahrer der Nachkriegszeit, der 1947 die beiden G. P. von Buenos Aires, den Grand Prix von Nizza und Nimes, die Rundrennen von V.oghera und Strassburg sowie den G. P von Lausanne gewann. Absoluter ital. Automobilmeister 1947 Schoss zu Beginn dieses Jahres in den beiden Rennen in Argentiniens Kapitale neuerdings den Vogel ab. JEAN-PIERRE WlfAILLE Simca Der erfolgreichste Auto rennfahrer Frankreichs der Gegenwart, aus dessen Nachkriegs-Patmares die wichtigsten Siege wiedergegeben seien: Grosser Preis der Schv/eiz und Grosser Preis von Europa in Spa 1947 sowie Coupe de Paris im Bois de Boulogne. Vor zwei Monaten brachte er den Simca Gordinis im Grossen Preis von Rosario in Argentinien zi> Ehren. Eeurie Gordini, Paris LOUIS CHIRON Talbot und Simca Obwohl nicht mehr der Jüngsten einer, ist nacn wie vor zu den Meistern des Volants zu zählen. Ein glanzvolles Comeback feierte er vergangenen Herbst, wo er in Lyon den klassischen französischen Grand Prix siegreich unter Dach brachte. Erwähnenswert ferner sein Erfolg -im G. P von Comminges sowie die zweiten Plätze in St-Helier, Ntmes und Reims. t ERO TARUFFI Cisitalia Kam vom Motorrad her, wo er verschiedentlich Rekordmann war, zum Wagensporf und hatte vor allem auf Cisitalia glänzende Erfolge, zu buchen. 1947 sah man ihn in Vercelli, im Caracallarennen zu Rom und in Venedig in Front. In Siders-Montana wurde er als Schnellster bei den Rennwagen registriert. 1948 Zweiter im Gesamtklassemerrt der Sizilienrundfahrt. Privatfahrer ENRICO PLATE Maserati Einer der aktivsten Privatfahrer Italiens, der in den Grossen. Preisen von Marseille 194(5 und 1947 je einen zweiten Platz zu belegen vermochte und auch im Bergrennen am Malojapass 1946 bei den Rennwagen im zweiten Rang landete. Im Grossen Preis der Schweiz des Vorjahres klassierte er sich im Vorlauf als Achter; ein gleiches ist vom G. P von Buenos Aires 1948 zu sagen. RAYMOND SOMMER Ferrari und Simca Ein Fahrer von internationaler Klasse, der schon lange vor Kriegsausbruch sein hervorragendes Können unter Beweis stellte. Siegte 1946 !n Marseille St-Etienne, St-Cloud und lille und erhielt den Titel eines französischen Masters zugesprochen. Holte sich 1947 auf Ferrari den Sportwagen-Grand-Prix von Turin und wurde in Albi und Lousanne (Prix dj Leman! Zweiter. Scuderia Milan, Mailand NF-LLO PAGANI Maserati Ursprünglich dem Motorradrennsport verschrieben, setzte sich Pagani anlösslich des Cisitalia-Rennens in Kairo 1947 erstmals in einen Rennwagen und wurde Vierter im Ausscheidungslauf. Vor fünf Wochen wiederholte er seinen Vorjahrssieg im Grossen Preis von Pau und startet nun in Genf für die Scuderia Milan. In Bern 1947 setzte er sich im Vorlauf auf den 4., im Finale auf den 7. Platz. CLEMAR BUCCI Maserati Einer der fähigsten südamerikanischen Fahrer, der mit Unterstützung der argentinischen Regierung über den Atlantik gefahren kam, Hier einige Vorkriegssiege dieses Franzosen, der in letzter Zeit nurmehr selten aktiv ins sportliche Geschehen eingriff: 1927t G. P. der Marne, 1929t G- P. Comminges, 1930: G. P. von Frankreich, 19311 G. P in Dieppe- und Comminges, 1933: G. P Picardie und Marne, 1934: 24 Std. von LeMans, 1936: G. P. von Pau. 1947 klassierte er sich in Pau mit Grignard als Fünfter. ARiALDO RUGGEKI Maserati Begründer und Chef der Scuderio Milan. Hierzulande kein Unbekannter, fuhr er doch im Molojarennen 1946 die beste Tageszeit. Im Grossen Preis von Pau 1947 verunglückte er schwer, so dass er einige Monate pausieren musste. Im vergangenen Januar beteiligte er sich an der europaischen Südamerikaexpedition und wurde in Buenos Aires Vierter im Vor- und Endlauf. Eeurie Autosport, Genf PHILIPPE ETANCELIN Talbot am Einblick in die Verhaltnisse im europäischen Rennsport zu nehmen. Vor einem Jahr ging er aus den Rundrennen von Necochea und Mendoza auf Cadillac siegreich hervor Er startet für die Scuderia Mian. CYRO BASADONNA Cisitalia Rief zu Beginn des Jahres 1946 die Genfer « Eeurie Aütosport > Ins Leben, für die er In Marseille und am Pariser Bois de Boulogne-Rennen startete, wo er sich freilich mit hintern Rängen begnügen musste. Dagegen winkte ihm das Glück im Grossen Preis von Penya Rhin in Barcelona in Form eines zweiten Platzes, den er hinter dem kürzlich verstorbenen Pelassa einnahm. CHARLES POZZI Delahaye Ein Bttek auf das PalmarÄs dieses Franzosen zeigt, wie er 1947 auf der Stufenleiter des Erfolges ständig höher kletterte, ohne dass es freilich zu einem Sieg gekommen wäre. Die vier dritten Plätze, die sich Pozzi auf Delahaye in Albi und in der Coupe du Salon und auf Talbot in Turin und dieses Frühjahr in Pau erstritt, dürfen sich aber entschieden sehen lassen. HENRI LOUVEAU Maserati Ein Fahrer, der seit Wiederaufnahme des Rennbetriebs nach dem Krieg augenfällige Fortschritte gemacht hat und sich mehrfach Plätze in den vorderen Reihen sicherte. 1946 war er Zweiter in St-Etienne, Perpignan und Albi, 1947 Zweiter in Perpignan, im G. P von Frankreich In Lvon und Dritter in Pau und Marseille. Zweiter der franz. Meisterschaft 1946 und 1947. GIUSEPPE FARINA Maserati und Cisitalia Der ehemalige Scuderia- Ferrari-Mann gehörte 1946 dem FabrikstaTl von Alfa Romeo an, für den er auf der Alfetta den 1. G. P der Nationen in Genf siegreich beendete. Das Mailänder Rundrennen des gleichen Jahres sah ihn beim Vorlauf im 3. Rang. Nach einem Jahr des Pausierens stellte er sein Können vor .kurzem in Buenos Aires und in Mar del Plata neuerdings unter Beweis. WALTER WUEST Cisitalia Oieser Zürcher Fahrer nahm in der vergangenen Saison zum erstenmal an rennsportlichen Veranstaltungen teil. Er startete an verschiedenen Schweiz. Bergrennen und klassierte sich u. a. am Gempen auf Bugatti als Schnellster in der Kategorie der Rennwagen. Ein sehr beachtliches Können zeigte er im Prix du Leman in Lausanne, wo er auf Cisitalia einen sechsten Platz erkämpfte. < KOBERT > Cisitalia Einer der jüngeren Fahrergeneration, dem man in der vergangenen Saison wiederholt und mit wechselndem Erfolg auf Cisitalia RAYMOND DE SAUGE Cisitalia Wartete im Laufe der beiden letzten Jahre auf Cisitalia mit verschiedenen beachtenswerten Leistungen auf. So wurde er in Nantes 1946, ausnahmsweise auf Fiat, Fünfter und in _der Coupe Benoist in Ntmes auf Cisitalia mit Sommer Zweiter. Am 'Weihnachtsbergrennen Siders—Montana nahm er auf einem BMW-Sport teil und erfocht in seiner Kategorie einen vierten Platz. EMMANUEL DE GRAFFENRIED Maserati Verteidigte 1947 die schweizerischen Farben an zahlreichen Auslandsrennen, wo er mitunter Hervorragendes zeigte, aber sich oftmals infolge mechanischer Defekte geschlagen bekennen musste, so im französischen Grand Prix und im Gran Premio d'ltalia in Mailand. Nach taktisch klugem Rennen belegte er im G. P für Formelwagen in Lausanne den dritten Platz. CLAUDE BERNHEIM Cisitalia Der Nama des Genfers Bernheim tauchte — so wir richtig orientiert sind — letzten Herbst erstmals in einem Schweiz. Rennprogramm auf, und zwar in jenem des Prix du Leman in Lausanne, wo er ebenfalls auf Cisitalia gemeldet hatte, jedoch die Weiterfahrt schon in der zweiten Runde einstellen musste. begegnete. Sowohl in der Coupe de Lyon als auch im Prix du Leman landete er im achten Rang, wogegen es in der Coupe du Salon auf der Bahn von Linas- Montlhery vom letzten November zu einem siebenten Platz reichte. ROGER LOYER Cisitalia Vertauschte 1947 den Sattel des Motorrades mit dem Volant, an welchem er mehrfach recht gut abschnitt. So entschied er in Angouleme einen Vorlauf für sich und belegte in Paris und Livorno einen dritten, in Comminges und im Preis vom L6man dagegen je einen vierten Platz. In Albi anderseits musste er — stets auf Cisitalia — mit dem fünften Rang vorliebnehmen. EUGENE Delahaye Aeusserst talentierter Franzose, der sich in der verflossenen Saison dank seinen überlegenen Siegen In Perpignan und Marseille, sowie seinem Ehrenplatz in Montlhery und den dritten Preisen in Comminges und im französischen Grand Prix die vom Automobile- Club de France ausgeschriebene Meisterschaft gewann. Im Grossen Preis von Turin überraschte er hinter Sommer als Zweiter. HARRY SCHELL CHABOUD Maserati und Cisitalia Der In den Vereinigten Staaten aufgewachsene Monegaske bestritt 19*5 erstmals Rennen in Europa, und zwar vorerst auf einem Maserati, mit dem er im Vorlauf In Marseille auf einen fünften und In |enem Grossen Preis der Nationen in Genf auf einen zehnten Platz kam. 1947 lenkte er vorzugsweise einen Cisitalia, mit dem er in Montlhery den Pokal der A.G. A.C..I. gewann. PRINZ < BIRA > Simca Dieser hervorragend talentierte Fahrer lieferte auch im Vorjahr wieder Proben seines eminenten Könnens, die er vorwiegend auf Simca ablegte: Sowohl in Reims als auch Im Manx-Cup auf der Insel Man und im Prix du Leman in Lausanne führte er den Wagen Gordinis siegreich durchs Ziel. Vor zwei Jahren war er in der Calvinstadt Sechster. LOUIS ROSIER Talbot und Simca In der Nachkriegszeit durch einige famose Leistungen bekannt geworden. Ais Privatfahrer belegte er 1946 in Nantes einen dritten Platz, während er 1947, wo er u. a. auch in Bern mit dabei war, das Bellevue-Bergrennen und den Grossen. Preis von Albi gewann. In der lerztjährigen französischen Meisterschaft klassierte er sich im 4. Rang. FRANCESCO ROL Simca Vertritt ebenfalls den französischen Nachwuchs. In der Schweiz debütierte Rol unseres Wissens am ersten Oktobersonntag 1947 in AMtDtE GORDINI Simca Der Magier der Mechanik, der als Schöpfer des Simca- Gordini-Rennwagens wie als Fahrer einen gleich guten Namen hat. Auf seiner Konstruktion gewann er das erste Kleinv/agenrennen der Nachkriegsperiode, die Coupe Benoist in Poris und war in der folgenden Saison auch in Marseille, St-Etienne, Dijon und Nantes erfolgreich. RUDOLF FISCHER Simca Der Zürcher Fischer, der im G. P von Genf auf Simca in die Arena steigt, hat sich schon in den Vorkriegsjahren rennsportlich betätigt, so u. a. im Preis vom Bremgorten 1935, wo er sich als Erster der Sporttvagengruppe über 1500 :cm ins Goldene Buch eintrug. 1947 schied er im Lausanner Sporlwagenrennen 3uf Cisitalia nach fulminantem Start mit einem Bremsleitungsdefekt aus. Lausanne, wo Jedoch sein Zweisitzer • Simca schon bald nach dem Start < sauer > wurde. Jenes Pech machte er acht Tage später wett im G. P. von Turin für Sportwagen, wo er sich, ebenfalls auf Simca-Gordini, als Fünfter klassierte.