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E_1948_Zeitung_Nr.020

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Bergrennen

Bergrennen Rheineck-Walzenhausen-Lachen in zwanzigster Auflage 23. Mai 1948 Am Sonntag nach Pfingsten bringt die Sektion St. Gallen/Appenzel'l des ACS das 20. Bergrennen auf der Sfrasse Rheineck—Walzenhausen—Lachen zur Durchführung, das als Jubiläumsanlass im internationalen Terminkalender figuriert. Die Strecke ist vom Hotel Hecht in Rheineck bis zum Eingang dos Dorfes Lachen genau 6,5 Kilomter lang und überwindet bei einer durchschnittlichen Steigung von 6,7 °/o und einer maximalen von 11 % eine Höhendifferenz von 433 Metern. Es besteht die Möglichkeit, entweder am internationalen, für die Schweiz. Automobilmeisterschaft und das ACS- Sportabzeichen zählenden, für Inhaber einer internationalen Lizenz reservierten Bergrennen oder aber an der geschlossenen Militärkonkurrervz für Angehörige der mot. Trp. teilzunehmen. Die Touren- und Sportwagen werden in fünf Wertungsgruppen (bis 1100 ccm, 1101—1500 ccm, 1501—2000 ccm, 2001—3000 ccm und über 3000 ccm), die Rennwagen in deren vier (bis 1100 ccm, 1101—1500 ccm, 1501—2000 ccm und über 2000 ccm) eingeteilt, wobei jeder Fahrer zwei Startgelegenheiten erhält; massgebend für die Klassierung ist die Fahrt mit der kürzeren Zeit. Amateure und Experten werden im internationalen Rennen getrennt gewertef. Anmeldungen zum einfachen Nenngeld (Fr 25.— für das internationale Rennen und Fr. 15.— für Die Reihen lichten sich weiter im internationalen wie im schweizerischen Terminkalender, auf dem neuerdings — nach der Genfer Salon-Sternfahrt und dem Malojarennen auch der Grosse Preis von Lugano samt dem dort vorgesehenen nationalen Sportwagenrennen zu streichen ist. Wie wir dazu erfahren, ist es vorab die Hotellerie, die den Organisatoren die Gefolgschaft versagte. Ausschlaggebend für ihre ablehnende Stellungnahme waren zum Teil Bedenken finanzieller Art,'dann aber auch Befürchtungen wegen der zu erwartenden samstäg- •lichen und sonntäglichen Ruhestörung, die wir freilich um so weniger teilen können, als zum Schauplatz des Rennens eine Strecke am Rande der Stadt, im Räume Cassarate—Viganeilo, ausersehen war. Die hier zum Ausdruck kommende negative Einstellung bildet auch insofern eine Enttäuschung, als es sich schliesslich auch jenseits des Gotfhards allmählich herumgesprochen haben dürfte, welch grosse wirtschaftliche Bedeutung solchen automobilsportlichen Anlässen beizumessen ist, was die Erfahrung in Bern, Genf und Lausanne klar bewiesen hat. Gymkhana des TCS in Baden Die Auto-Sekfion Aargau des TCS organisierte am 24,/25. April ein schweizerisches Geschicklichkeitsfahren in Baden. Rund 100 Konkurrenten, von denen die Gastgebeirsektion den Hauptharst stellte,, «nassen ihre Fahrkünste auf dem in den Parkanlagen des Kursaals geschickt ausgestreckten Parcours. Die Regenwolken venzogen sich just beim Beginn der Veranstaltung und ermöglichten so einen reibungslosen Ablauf der Konkurrenz und gleichzeitig einen grossen Zuschaueraufmarsch. Bei der Auswahl der Hindernisse verzichteten die Veranstalter bewusst auf «Volant-Akrobatik> und wählten Aufgaben, wie sie der Automobilist im täglichen Verkehr antrifft. So hatten die Fahrer sicn über ihr Können im Seitlich-Rückwärts- und Schrägparkieren auszuweisen. Eine Einschaltaufgabe, in der dem Teilnehmer 4 Verkehrssignale gezeigt wurden, die er genau izu bezeichnen hatte, deckte viele Lücken im Auto-ABC der Fahrer auf und brachte manchem einen unerwarteten Strafpunktsegen! Verschiedene Aufgaben prüften den Konkurrenten auf das Gefühl über-die Dimensionen seines Fahrzeuges; so musste beispielsweise ein 6 m langer Balken mit den Vorder- und Hinterrädern der dem Steuer entgegengesetzten Seite befahren werden. Als besonders kniffig erwies sich das Rückwärts-Anfahren am Berg: ein vor das Fahrzeug gestellter Klotz durfte nicht bewegt werden, während ein ca. 2 m hinter dem Wagen aufgestellter Holizständer zwar berührt werden musste, aber nicht umgefahren werden durfte. Das Wenden im begrenzten Raum bot wenigem Schwierigkeiten, doch kassierten auch hier verschiedene Fahrer Strafpunkte ein. Die Hauptattraktion war eine Wippe, auf der das Fahrzeug 10 Sekunden lang in der Balance gehalten werden musste, oft unter starker Rauchentwicklung der malträtierten Kupplung! Als vorteilhaft erwies sich der Entschluss der Veranstalter, die benötigte Zeit mit relativ wenig Strafpunkten zu belasten, so dass das Geschicklichkeitsfahiren nicht in ein Rennen ausartete. Neben einem für die Mitglieder der Sektion Aargau reservierten Einzelwettbewerb fand eine Gruppen'konkurrenz statt, für welche jede Sektion eine Dreiergruppe stellen konnte. H. U. S. Resultate: EinzelwettbBWerb: 1. Neuhaus Karl, Brugg. 338 Strafpunkte; 2. Häusermann A.,Fahrwangen, 342; 3. Minikus Xaver, Baden, 380,5; 4. Fasler'Leo Ihors concoursl, 403,5; 5. Bühter Willi, Trimbach, 408,5; 6. Kaufmann Paul, Schönenwerd, 427,5; 7 Brunner Ernst, Reinach, 447; 8. Schenker Hans, Aarou, 457,5; 9 Rubli Albert (hors concours), 463; 10. Frunz Fritz, Nussbaumen, 467,5. Sektionswettkampf: 1. Bern (Hummel Streun, Schenke), 1237,5 Strafpunkte; 2. Aargau, (Neuhaus, Frunz, Hess], 1403; 3. Schaffhausen (Schwerzmann, Schreiber, Gerster), 1414,5; 4 Solothurn (Staufer, Andresen, Fröhlicher), 1499; 5. Zürich (Raufer Künzler, Kunz) 1816,5; 6. Seeland (Humbel, Müller, Schindler), 1875,5; 7 Waldstätte (Dönni, Meridn, Wyss), 2006,5; 8. Glarus (Schielly, Hägeli, Zweifel), 2100. Rundrennen in Rankweil Die schweizerischen Sportleute, die sich für eine Teilnahme am Rundrennen in Rankweil vom 9. Mai interessierten, werden vom ACS darauf aufmerksam gemacht, dass sie nicht startberechtigt sind, da es sich nicht um eine im internationalen Terminkalender eingetragene Veranstaltung handelt. den Militärwettbewerb) nimmt das Sekretariat der veranstaltenden Sektion (Poststrasse 8, St. Gallen), bis Donnerstag, den 13. Mai, 18 Uhr, solche zum doppelten Nenngeld bis Dienstag, den 18. Mai, 9 Uhr, entgegen. Die maximale Teflnehmenzahl wurde auf 80 festgesetzt, so dass es •sich bei dem zu erwartenden tMassenandrang> empfiehlt, die Nennung möglichst frühzeitig abzugeben. Die kantonalen Behörden stehen der Veranstaltung, wiederum sehr wohlwollend gegenüber. War es auch nicht möglich, den Ausbau des Strassenteilstücks Walzenhausen—Lachen schon auf das Jubiläumsrennen hin in Aussicht zu nehmen, so sind die Ausbesserungsarbeiten doch im ausserordentlichen Bauprogramm vorgesehen. Voraussichtlich auf nächstes Jahr wird die Strasse einen staubfreien Belag erhalten. In diesem Zusammenhang sei übrigens auch vermerkt, dass im Abschnitt Brenden—Walzenhausen kürzlich zwei Kurven einen Ausbau erfahren haben. Sodann dürfte es die Aktiven interessieren, dass der im vergangenen Jahr 'lautgewordene Wunsch um Erstreckung des Trainings auf den Freitag heuer erfüllt wird. Auch das Training der Motorräder soll, im Unterschied zum letzten Jahr, eine befriedigende Regelung erfahren. Deutschland v Die Meisterschaftswertung Die Deutsche Automobilmeisterschaft 1948 zerfällt wieder in eine Strassenmeisterschaft, die in Hockenheim, Köln, Schotten, Hamburg, München und evtl. auf dem Nürburgring ausgetragen wird, und in eine Bergmeisterschaft, für die drei Läufe, am Feldberg, Kesselberg und Eggberg vorgesehen sind. Der Sieger jedes Wettbewerbs erhält 6 Punkte gutgeschrieben, der zweite 4, der dritte 3, der vierte 2, und jeder Fahrer, der das Rennen reglementsmässig beendet, 1 Punkt. Der deutsche Automobilsport wird damit zum ersten Male nach dem Kriege wieder Meisterschaften durchführen. EHO. Der deutsche. Sport- und Rennwagenpark für die kommende Saison setzt sich zur Hauptsache wie folgt zusammen: Sportwagen: Bis 1100 ccm: 2 BMW, 1 Cisitalia,. 4 Fiat-Eigenbau von Falkenhausen, 1 HRG, 1 Morgan, 4 Volkswagen-Eigenbau. B i s 1 500 ccm : 7 BMW und BMW-Veritas und 4 MG. Bis2000ccm : 14 BMW und BMW-Veritas und 1 Riiccardo-Eigenbau. Rennwagen: 1 Alfa Romeo, 2 Bugatti, 1 Cisitdia und 2 Maserati. Rennwagen nach der Formel 2: 1 Rat-Eigenbau und 1 Holbein. Kleinstrennwagen: Rund ein Dutzend Fahrzeuge. Jersey-Rennen Zum Strassenrundrennen in St-Helier auf der Kanal-Insel Jersey, das' morgen Donnerstag über eine Distanz von 55 Runden zu 3,2 Meilen (5,148 km) = 176 Meilen (283,18 km) nach der internationalen Rennformel Nr. 1 zum Austrag gelangt, sind folgende Konkurrenten gemeldet: Ergänzend sei biezu bemerkt, dass nach der französischen Fachpresse von einem Start des CTA-Arsenal in Jersey gar nie ernsthaft die Rede gewesen sein soll. Fraglich erscheint uns auch das Erscheinen jener Kon'kurrenten, die für den Grossen Preis der Nationen gemeldet haben, zu dem das Training anderntags in den frühen Morgenstunden seinen Anfang nimmt, es sei denn, man begnüge sich — wie auch schon dagewesen — mit einem einzigen Probegalopp anlässlich der zweiten Trainingssitzung vom Samstag. Auf der Insel Man wird am 25. Mai das Empire-Trophy-Rennen in drei verschiedenen Läufen gefahren: 1. British Empire Trophy Race für Wagen der Formel 1 über 36 Runden = 225 km. 2. Manx Cup Race für Wagen bis 1,1 Liter mit und bis 2,5 Liter ohne Kompressor über 18 Runden = 112,5-km. 3. Castletown Trophy Race für Wagen, die den beiden erwähnten Formeln nicht entsprechen, über 18 Runden = 112,5 km. Die Segrave-Trophy für das Jahr 1947 wurde John C o b b zugesprochen, in Anerkennung seiner hervorragenden Leistung, die die am 16. September 1947 erfolgte Verbesserung des Weltschnelligkeifsrekords im Automobil von 595 auf 634,4 km/h darstellt. « Hutchison-Poore organization» Unter dieser Bezeichnung haben sich die beiden englischen Rennfahrer Kenneth Hutchison und Dennis Poore zusammengeschlossen, um in der kommenden Saison gemeinsam an Bergrennen auf dem Kontinent' zu starten. Hutchison, der in der britischen Bergmeisterschaft des vergangenen Jahres einen vierten Platz belegte, verfügt über einen 2,9-Liter-Alfa-Romeo-Monoposto aus dem Jahre 1935, während Poore am Volant des 3,8-Liter-Alfa Briefe über allgemein interessierende Fragen werden gerne zur Veröffentlichung entgegengenommen. Sie sind möglichst kurz zu fassen und an die Redaktion der « Automobil - Revue >, Breitenrainstr. 97, Bern, zu senden. Die Verwendung eines Pseudonyms ist gestattet, wenn der Redaktion Name und Adresse des Absenders bekanntgegeben werden. Die neuen breiten Wagen Es ist mir in der letzten Zeit aufgefallen — und zwar unangenehm — dass sehr viele Fahrer mit den neuen, weit ausladenden Stromlinienwagen beim Ausweichen immer mehr als die halbe Strassenbreite für 6ich beanspruchen. Kommt das daher, weil zahlreiche dieser Modelle kein « Visier» mehr auf der Front der Motorhaube besitzen und der Fahrer die Breite des Fahrzeuges nicht me&r richtig schätzen kann? Oder herrscht bei den Fahrern die Ansicht, ihr Fahrzeug sei breiter als ein normaler Tourenwagen, weil sie im Innern mehr Platz haben? Es wäre sehr interessant, zu erfahren, wie solche Fahrzeugbesitzer hierüber denken. Ich nehme zwar an, dass sie sich noch gar nie bewusst geworden sind, wie •ungemütlich ihr Erscheinen auf die andern wirkt und welche Gefahren sich daraus ergeben können. -PP- Den Brunnen zudecken, bevor ein Kind ertrinkt! Die Berutschauffeure von Glattfelden und Umgebung ersuchen uns um Aufnahme folgender Zuschrift: In der Presse wird nicht umsonst immer wieder auf die Unfallhäufigkeit hingewiesen, die im Straßenverkehr leider festzustellen ist. Zur Verminderung der< Verkehrsunfälle können die Behörden ebenfalls viel mithelfen dadurch, dass die Strassen erweitert und Radfahrer- und Fussgän- •gerstreifen geschaffen werden. Wo dies nicht ohne weiteres möglich ist, in einem Dorf- oder Stadtkern, erwächst den Behörden die Pflicht, alles vorzukehren, um die Zahl der Verkehrsunfälle zu reduzieren oder sie ganz zu verhüten. Wenn aber, wie dies anlässlich der Kirchweih in Glattfelden (Zürich) der Fall war, die Schiessbuden samt Karussell ausgerechnet an die Hauptstrasse aufgestellt werden, dann können wir dem Gemeinderat den Vorwurf nicht ersparen, den Standort für den Budenbetrieb äusserst schlecht gewählt zu haben. Wer zählt die Autos, die besonders während der Mustermessezeit nach Basel fahren und das Dorf passieren? Sollen Unfälle vermieden werden, dann möchten wir dem Gemeinderat empfehlen, das nächste Jahr unbedingt eine Verlegung des Budenbetriebes anzuordnen. Die Berufschauffeure von Glattfelden und Umgebung AÜTOMOBIL.REVUE nrrnrocH, «. APRTX m* - Nr. 20 England Wagen mit Kompressor Chorlfon (1,5-Liter-Bugatti], Sommer (1,5-Liter-CTA-Arsenal), Hamsphire (1,5 Liter-Delage), Joe Ashmore, Brooke, Bolster und Geoffrey Ansell (1,5-Liter-ERA-B) Bira, Gerard und Harrison (1,5-Liter-ERA-C), Mays (1,5-Liter-ERA-D), Parnell und Johnson (1,5-Liter-ERA-E), Richardson (1,5-Liter-ERA-Riley), Fred Ashmore, R. E. Ansell und Villoresi (l,5-Liter-4-Zylinder-Maserati mit 16 Ventilen), Gilbey, Baring und Abecassis (1,5-Liter- 6-Zylinder-Maserati), Salvadori (l,5-Liter-4-Zylinder-Maserati mit 8 Ventilen!. Wagen ohne Kompressor Rolf (4,5-Liter-Alfa-Romeol, Heath (2-Liter-Alta), Baird (4,5- Liter-Emeryson), Cowell (4,5-Liter-Lagonda), Benett {4,5-Liter- Talbot), Connell (4-Liter-Talbot). BRIEFE DER LESER AN DIE A.-R. Schleuder- und Steinschlaggefahr am Lopper und anderswo Erst jetzt komme ich dazu, Ihnen über ein Erlebnis zu berichten, das für Ihren Kampf um die Verbesserung der Strassenverhältnisse am Lopperberg von Interesse sein kann. Eine Woche oder 14 Tage vor dem schweren Unglück, das vier Menschenleben forderte, fuhr ich von Basel nach denn Brünig. In der ersten Kurve nach der Glasfabrik Siegwart in Hergiswil, wo die Strasse nahe an die Felswand heranführt, schleuderte mein Wagen. Durch Gasgeben und Nichtkompensieren mit der Lenkung bekam ich ihn wieder in meine Gewalt. Meine Geschwindigkeit betrug in jenem Moment nur 25—30 km und dazu hatte ich neue Stollenpneus auf meinem Singer- 6-PS! Steine bis in Kindskopigrösse lagen überall auf der ganzen Strecke ... Was Steinschlag anbelangt, so wären die Verhältnisse auf der Südseite des Hauensteins ebenfalls einer Prüfung wert. Die Strecke zwischen Kiesgrube und grosser Kurve habe ich noch jedesmal mit zahlreichen grösseren, frisch heruntergestürzten Steinen bedeckt gefunden, wenn ich morgens durchfuhr. Abhilfe ist dringend nötig, wobei den zuständigen Strassenbaubehörden zu bedenken gegeben sei, dass ein herabfallender Stein nicht nur Automobilisten und ihren Mitfahrern zum Verhängais werden, sondern das« er auch einen Fuhrmann oder einen Traktorbauern treffen oder, am Boden liegend, einen Velofahrer zu Fall .bringen kann. Dass das Ausweichen vor denherum- Ijegenden' Gesteinsbrocken die Verkehrssicherheit nicht gerade erhöht, 6ei beiläufig ebenfalls bemerkt. Beim Lesen des Aufrufs, den der Fricktaler Gemeinderat in der «Nationalzeitung» an die zur Mustermesse fahrenden Automobilisten erlassen hat und worin er sie beschwört,. beim Passieren der Ortschaft auf die Kinder Acht zu haben, drängt sich einem die Frage auf die Lippen, warum denn die Landgemeinden den Projekten für Umfahrongsstrassen Widerstand entgegensetzen. «Ein Dorf, das umfahren wird, ist ein stefbetides Dorf», hat vor ungefähr einem Jahr alt Nationalrat Jaquet (Basel) in einer Rede erklärt. Den Verkehr durch die Ortschaft hindurch will man also — aber dann muss man auch bereit sein, die damit verbundenen Risiken mittragen zu helfen. Dr. S. in den Kampf zieht, mft dem 'Hans Ruesc+i im Herbst 1936 zusammen mit dem 1939 tödlich verunglückten Seaman den Grossen Preis von Doningtort gewann. Peter N. Whitehead der englische Rennfahrer, der kürzlich mit einem gecharterten Flugzeug beim Start in Croydon abstürzte und schwere Verletzungen erlitt, befindet sich auf dem Wege der Besserung. Frankreich Trintignant (Simca-1,4-Liter) Sieger in Perpignan Auf einer 2,538 km langen Stadtrundstrecke fand am letzten Sonntag das Rundrennen von Perpignan, der sog. « Grand Prix du Roussillon » nach der Formel Nr. 2 statt. Im ersten Vorlauf lieferten sich Wimille auf Simca-Gordini (1430 ccm) und Sommer auf Ferrari einen hartnäckigen Kampf, wobei der Berner Grand-Rrix-Sieger die Führung behauptete und schliesslich mit 200 m Vorspruog gewann. Unter den wegen Defekten Ausgeschiedenen befanden sich der Amerikaner Shefl (Todd Special), der Franzose Loyer (Cis'rtalia) urtd der Italiener Pariani (Cisitalia). Der zweite Ausscheidungsiauf vermittelte den Zuschauern noch schärfere Gefechte, stritten doch Trintignant, Martin und Rrinz Igor verbissen um den Sieg. Die übrigen Konkurrenten wurden um eine und mehr Runden distanziert. /' Das Finale schien eine Beute von Wimille zu werden, der aber vom Start weg das Kommando übernahm. In den letzten Runden aber musste er das Rennen infolge Kenzendefektes aufgeben, worauf sein Markenkollege Trintignant in Front ging und den Sieg vor Manzon und Sommer, der durch Motorstörungen ins Hintertreffen geraten war, errang. RESULTATE 1. Vorlauf (27 Runden = 68,63« km) 1. Wimille, Frankreich, Simca 1440, 42:55,6 = 95,934 km* 2. Sommer, Frankreich, Ferrari 2 Liter 3. Bonnet, Frankreich, D.B.. 23 Runden 4. Berger, Belgien, Fiat, 23 Runden 2. Vorlauf (27 Runden > 68,636 km) 1. Trintignant, Frankreich, Simca 1440, 45.-01.4, 91,467 km/h 2. E. Martin, Frankreich Frazer-Nash 2 Liter, 46:18,1 3. Prinz Igor, Frankreich, Simca 1440, 46:39,4 4. Manzon, Frankreich, Cisitalia 1100, 26 Runden 5. «Roberti, Frankreich, Cisitalia 1100, 24 Runden Endlauf (40 Runden • 101336 km) 1. TrinKgnont, Frankreich, Simca 1440, 1:04:06 - 94,972 km* 2. Manzon, Frankreich, Cisitalia 1100 3. Sommer, Frankreich, Ferrari 2 Liter 4. Prinz Igor, Frankreich, Simca 1440 Eine neuartige Formel für das für den 12 September vorgesehene 12- Stundenrennen für Sportwagen in Paris hat sich die französische Rennfahrervereinigung AGACI ausgedacht. Ihr Vorschlag geht dahin, dass die AGACI wie der BRDC, ihre britische Verbandskollegin, mit zahlen- und klassenmässig gleich starken Mannschaften aufrücken und in den Kampf ziehen würden. Die Erstellung des Klassements denkt man sich so, dass die Gesamtstrecke, die die französischen Konkurrenten in jeder Klasse absolvieren, mit jener verglichen wird, die das entsprechende britische Team zurücklegt. Zum Sieger wird jene Länderequipe erklärt, die unter Berücksichtigung sämtlicher Klassenresultate die grösste Totaldistanz hinter sich gebracht hat. Italien 15. Mille Miglia Das italienische Tausendmeilenrennen mit Start und Ziel in Brescia, das am nächsten Sonntag zum 15. Male zum Austrag kommt und wie im Vorjahr serienmässigen Touren- und Sportwagen reserviert ist, geht über 1823 km (Brescia—Verona—Vicenza— Rovigo—Ravenna—Fonli—-Rinrini—Pesaro—Spoleto— Terni — Rom — Civrtavecchia—Grosseto—Livorno— Pisa —Autostrada — Floren>z—Bologna—Modena— Parma — Piacenza —Voghero—AstL^—Turin—Autostrada—Mailand—Brescia) und dürfte vor allem in den Sportwagengruppen 1100 ccm und 2000 ccm interessante Auseinandersetzungen bringen. Bei den 1,1-Liter-Fahrzeugen stehen — soweit sich dies bei Redaktionsschluss überblicken lässt — einem Massenaufmarsch von Fiat vier Fabrik-CisitaKa (Sqyadra Pietlo Dusio mit Dusio, Scagliarini, Bonetto und Macchieraldo) und verschiedene in Privatbesitz sich befindliche Wagen dieser Marke gegenüber, die letztes Jahr mit Nuvolari nicht nur •in der Gruppenrangliste haushoch dominierte, sondern auch im Gesamtklassement hinter den Siegern Biondetti/Romano den zweiten Platz besetzte. Bei den 2-Liter-Wagen konzentriert sich das Hauptinteresse auf den Kampf zwischen Maserati und Ferrari. Während aber Maserati — abgesehen von Aunicchio — seine A6G-Typen Piloten zweiter Garnitur (Cappelli und Faccioni) anvertrauen muss, weil seine bewährten Kämpen Villoresi und Ascari vorgezogen haben, ihr Glück im Grossen Preis der Nationen in Genf zu versuchen, treten Ferrari, bzw. die Scuderia Inter, die im «Giro di Sicilia » mit Biondetti/Troubetzkoy den Sieg an ihre Fahne heftete, mit schärfstem Geschütz auf den Plan, indem sie ausser den beiden Genannten voraussichtlich den Grafen Sterzi und Cortese' delegierten. Endlich ist in dieser Klasse auch ein Cisitalia mit Taruffi gemeldet, der sich also noch zu entscheiden haben wird, ob er in Italien oder in Genf mittun will. Bei den Tourenwagen werden m der Klasse über 1100 ccm verschiedene Healeys erwartet, doch gilt im Augenblick erst die Equipe Lurani/Serafini als sicherer Starter. Spanien Der Grosse Preis von Penya Rhin in Barcelona findet nicht am 30., sondern am 31. Oktober statt; USA Sie alle möchten es wissen... Zum Indianapolisrennen, das am 31. Mai in 32. Auflage ersteht, haben sich rund 80 Fahrer, d.h. mehr als zweimal soviel wie im Vorjahr gemeldet. Das kommt einem neuen Melderekord gleich, der aus dem Jahre 1931 stammte und mit 72 Nennungen zu Buche stand. Von den gemeldeten Konkurrenten werden bekanntlich our 33 zum Start zugelassen und diese auf Grund der schnellsten Qualifikationsrunden eruiert.

Nr. 20 - MITTWOCH, 3«. APRIL AUTOMOBIL-REVUE besonders geeignet Rassig am Berg, dank niedrigem Leistungsgewicht. Wunderbare Strassenhaltung dank starker Rah,- menkonstruktion, vorn mit Einzel-Radabfederung, hinten mit Spiralfederung, stossdämpfend, Stabilisatoren vorn und hinten. OLDSMOBILE verbindet die Qualitätstradition der ältesten USA.-Marke mit der Montage-Garantie der GENERAL MOTORS SUISSE SA. BIENNE 1 . OlDSMOBItE 19,67 PS Limousine ;66" 4-lQrig "Slandanf-Äusrüstung Fr. 14 000.«-J Hydra-Matic .extra Fr. 875.— 19,87,PS Cabriolei .66* DeJLuxe-Ausrüslung Fr. 16625.- +WJSI ' : . Hvdra-Matic »tr» 'ff. 875«?— GENERAL MOTORS SUISSE SA BIENNE Verkauf Aorau: Basel: Bern-Worb!aufen Brunnen: Glarus: Chur: Vertretungen Service Fritz Glaus & Co. Huttwth City-Garage AG. J luzern: Gebr. Bartsch? AG., Garage Schaffhausen: Josef Inderbitzin, Garage Salöthurn: Central-Garage Ryffel, F. Schielly-Ryffel St. Gallen: L. Dosch, Grand Garage Zürich: Ersatzteile Graedel & Co v Centralgarage Garage Georges Schwerzmann E. Ramplnelli Werkhof-Garage AG. Hch. Grünenfelder Strehler. Jauch & Co.