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E_1948_Zeitung_Nr.019

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18 Der französische

18 Der französische Schiebermotor «Microma» Anlässlich de« « Concours Lepine », der Erfindera-usstellung, an der jeden Herbfit die besten Ideen der französischen Techniker prämiiert weiden und die jedermann die Möglichkeit bietet, seine Erfindungen öffentlich zu zeigen, wurde kürzlich eine neue Lösung des Schiebermotors gezeigt. Jünger als der Ventilmotor, hat der Schiebermotor vor dem Krieg nennenswerte Erfolge gehabt. Sowohl Willys in Amerika, Panbard und Voisin in Frankreich und besonders die Flugiaotorenwerke Bristol haben auf diese Weise die Nachteile der Ventile zu vermeiden versucht. Bekanntlich besitzt die Motorsteuerung durch Ventile gewisse Nachteile, Ihre Betätigung benötigt viel Energie; die Ventilfedern sind ziemlieh empfindlich, und die Verzögerung der Gase in den stark zerklüfteten Kanälen verursachen Strömuntfsverluste. Wenn »an Seitenansicht des Prototyps des c Microma >-Schiebemolori. von Spezialausführungen (schräg hängenden Vier» ventilmotoren etc.) absieht, sind die frösstmögliehen Oeffnungen sehr 'beschränkt. Vorteile des Schiebermotore sind: Freiheit in die Gestaltung der Oeffnungen, keine Federn, kein Nachstellen, kleine Strömungsverluste, Ihre Nachteile sind aber bedeutend. Einmal müssen die Schieber genau bearbeitet werden, so dass der Motor teuer wird; ferner stellt die Schmierung sehr heikle Probleme, Die meisten bis jetzt gebauten Schiebermotoren vermieden aber die hin- und hergehende Bewegung nicht, so dass die Tourenzahl des Motors nicht stark erhöht werden kann, was beim Drebschiebermotor möglich sein sollte. Ein neuer Vorschlag für einen Drehschiebermotor mit der Bezeichnung «Microma» stammt von dem Franzosen Croleak. Dank des Drehschiebers vermeidet dieser Motor die hin- und hergehende Bewegung der Steuerung und erlaubt deswegen sehr hohe Tourenzahlen von bis zu 8000 T/min, was eine sehr hohe Literleistung erwarten lässt. Der gebaute Prototyp, ein 500-ccm-Einzylindermotor, besitzt einen •Leichtm.etallzylinderblock. Im oberen Teil sind eine Einlass- und zwei Auslassschlitze angebracht, die doppelt so hoch als breit sind. Infolge der Form der Einlassöffnung erhalten die Gase beim Eintritt eine Drehbewegung, die sie bis zum Auslas» beibehalten. Die Zylinderbahn bildet eine trockene, im Schleudergussverfahren hergestellte Chroro-Nickel-Bückse mit den erwähnten Oelfnungea, Im oberen Teil der Büchse rotiert ein Drehschieber mit Vt der Kurbelwellendrehzahl, der den Verbrennuogsraum bildet und vertikale Oeffnunge» besitzt. Dieser Drehschieber, das Hauptmerkmal des Motors, hat die Form eines zylindrischen, unten geschlossenen Hohlraums, dessen Boden in der Mitte ähnlich wie bei einer Flasche nach oben gestülpt ist. Dieser an und für sich eleganten Lösung haften aber die bekannten konstruktiven Schwierigkeiten des Drehschiebers an, die «ich auf Kühlung, Schmierung und Abdichtung beziehen. Die Kühlrippen der Zylinderwand genügen nicht zur Kühlung des Drehschiebers, weshalb ein besonderer Luftstrom durch einen Trichter in den oberen Raum des Schieberantriebs über dem Zylinder führt. Die Abdichtung des Schiebers erfolgt durch einen mitrotierenden Bronzering, der Federringe am Schieber, die an die Zylinderwand angepresst wird. Beim raschen Drehen des Motors verbessert auch die Zentrifugalkraft die Abdichtung. Der Motor besitzt keine Oelwanne unter dem Kurbelgehäuse, Alle beweglichen Teile sind unter Druck geschmiert, und auch das für den Schieberantrieb gebrauchte Oel fliesst in den Oelbehälter zurück. Dieser erfolgt durch eine Vertikalwelle, die über konischen Zahnrädern von der Kurbelwelle aus angetrieben wird. Die Aufnahme des Axialschubes ist für stossartige Beanspruchung berechnet, die ini Moment der Explosion die Grössenordnung einer Tonne erreicht; sie erfolgt durch Axialkugellager. Im Ventilmotor ist das Kompre&sionsverhältnis unter anderem durch die heissesten Stellen im Verbrennungsmotor begrenzt (beispielsweise die Zünd- Woagrachter Schnitt durch den Zylinder. A m EiitloKSchlitz, E m Amlaßichlilie, I = Anordnung der Zündkerzen- Längsschnitt durch den Einzylinder-Versuchsmotor, 1 T ZylinderbGchse, 2 = Drehschieber, 3 = Axiallager, C = Verbrennungsraum. kerze und den Teller des Auspuffventils), die eine Detonation verursachen können. Der Microma- Motor vermeidet dies, indem die Kerze» nur im Zündmoment vom Schieber freigegeben werden. Die Hauptdaten des Prototyps sind folgende; 1 Zylindermotor 84X90 mm, Hubvolumen 500 cero, Stetrerzeiten: EinlaßschHtze öffnen 24» vor OTP, schliessen 40° nach UTP, totaler Einlasswinkel 244°, Auslaßschlitze öffnen 50° vor UTP, schliessen 30° nach OTP, totaler Auslasswinkel 260°. Schlitzenfläche 648 cm 5 (18X36 mm), grosse Ueberlappung von 54° mit entsprechend guter Spülung. Ein verbesserter Franklin»Motor Die Nachfolgerin der Franklin-Automobilwerke, die Aircooled Motors Inc., baut bekanntlich seit längerer Zeit einen luftgekühlten Vierzylinder- Boxermotor für Nutzfahrzeuge und industrielle Verwendung, der u. a. auch in den White-Horse- Stadtlieferwagen Verwendung fand. Ein neues, in verschiedenen Punkten verbessertes Modell wird seit kurzem unter der Typenbezeichnung 4-CHO*- 150 auf den Markt gebracht. Der Motor hat bei einer Bohrung und einem Hub von je 92,1 mm ein totales Hubvolumen von 2455 cm s und erreicht bei einer Verdichtung von 6:1 eine Leistung von 50 PS bei 3000 U/min. Das £r8**te Drehmoment betritt 13,8 ndg bei 1200 U/min. Durch Verwendung von Leichtmetall an Stelle von Grauguss für das Kurbelgehäuse, konnte eine Gewichtsverminderung von rund 30 kg erreicht werden. Neuerdings werden Aluminiumkolben eingebaut. Der neue luftgekühlte ft-anWln-Motor. Die hydraulichen Ventilstössel, die das Ventilspiel automatisch ausgleichen, wurden ebenfalk umkonstruiert, und neuerdings wird das Oel zur Schmierung der Kipphebel und Ventile durch die hohlgebohrten Stoßstangen geführt, während bisher für diesen Zweck besondere aussenliegende Oelleitungen dienten. Die Ansaugleitung, die durch die Auspuffgase vorgewärmt wurde, ist nun in den Kurbelgehäusedeckel verlegt, und die Vorwärmung erfolgt durch Motprschmieröl, das auf die Unterseite des Deckels gespritzt wird. Für den Einbau in Fahrzeuge wird der Motor mit einem Franklin-Toreionsdämpfer ausgerüstet, der durch Gummischeiben mit der Ventilatornabe verbunden ist. Ein 30-cm-Ventilator mit 55 Flügeln fördert bei 2500 U/ratn. 28,5 m s Küblluft in der Minute und benötigt dazu eine Antriebsleistung von rund 4 PS. -ch- (Automotive Industries, 1. Nov. 1947.) A.-R.-BERATUNGSDIENST Der A.-R.-Berofungsdienst beantwortet alle fragen aulomobilistiicher Natur wie Wagenwahl, Technik, Rechtstragen etc. Anfragen sind unter Beilage eines adressierten, frankierten Briefumschlages zu richten an die Redaktion der Automobil- Revue: Breitenrainstrasse 97, Bern, Eine kleine Auswahl der ollg. interessierenden Fragen wird periodisch veröffentlicht. Per technische Beratungsdienst fällt vom 20. April bis 5. Moi 1?« aus, Schriftliche Antworten : Adressen von Moretti und Cemsa-Copronl (G. in Z.), Rolls Royce (C. in F.), Citroen IS, in A.), Jacques Mightv Mite-Traktoren (M. in S.l. 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Nr. 19 - MITTWOCH. 21. \rrtit i