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E_1948_Zeitung_Nr.024

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22 ATJTOMOBIL-REVÜE

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Da ist dann der schon besser dran Der einen Wagen will erstahn Da braucht es keine Fragerei Was richtig wohl und weise sei. In der «Revue > ein Inserat Ist immer noch der beste Rat!

IV. Blatt BERN, 26. Mai 1948 AUTOMOBIL-REVUE IV. Blatt BERN, 26. Mai 1948 Zustandegekommene Gesetzesinitiative Der Abwehrkampf der Si. Gallisch-Appenzellischen Strassenverkehrsliga gegen die Steuererhöhung. (Mitg.) Die vom Regierungsrat des Kantons St. Gallen auf Anfang 1948 beschlossene Motorfahrzeugsteuererhöhung veranlasste die St. Gallisch-Appenzellische Strassenverkehrsliga eine Gesetzesinitiative in die Wege zu leiten. Durch eine Abänderung des Art. 116 des kantonalen Strassengesetzes soll dem Regierungsrat die Kompetenz zur Festsetzung der Motorfahrzeugsteuern entzogen und in die Hände des grossen Rates gelegt werden. Schon binnen zweier Monate konnten für diese Initiative rund 10 000 Unterschriften aufgebracht und der St. Gallischen Staatskanzlei eingereicht werden. Die Initiative ist demzufolge zustandegekommen und der stimmfähige Bürger wird in einer Abstimmung zum Begehren Stellung nehmen müssen, sofern nicht vorher zwischen dem Kanton und den interessierten Verbänden eine Lösung getroffen werden kann. Die Unterschriftensammlung wird abgebrochen, nachdem 6ie in der erwähnten kurzen Zeit dieses erfreuliche Resultat gezeitigt hat. (Wie man vernimmt, hat das Bundesgericht dieser Tage den von einigen St. Galler Automobilisten gegen die Erhöhung der Motorfahrzeugsteuern eingereichten Rekurs abgewiesen. So bedauerlich dieser ablehnende Entscheid auch sein mag — die Urteilsbegründung steht im Augenblick noch aus —, so wird man ihm angesichts des Zustandekommens der erwähnten Gesetzesinitiative -keine grosse Bedeutung beimessen können.) Auch im Kanton Bern kommt eine Gesetzesinitiative in der Frage der Motorfahrzeugsteuern Die vom bernischen Grossen Rat in Form eines Dekrets am 19. Novem'ber vorigen Jahres beschlossene Erhöhung der Motorfahrzeugsteuern um durchschnittlich 20 % für die Jahre 1948/49 hat bei der Mehrheit der davon Betroffenen eine scharfe Reaktion ausgelöst (und sich darüber hinaus auch in andern Kantonen, die ebenfalls mit einer weiteren Drehung an der Steuerschraube liebäugeln, für die Automobilisten nachteilig ausgewirkt). Wenn deshalb Dr. A. Raaflaub (Bern) zum Entscbluss gelangt ist, die Vorbereitungen für die Durchführung einer Gesetzesinitiattve an die Hand zu nehmen, wodurch dem kantonalen Parlament die Kompetenz zur Fixierung der Steueransätze entzogen und die Verkehrssteuern und Gebühren auf die im Dekret vom 4. Juni 1940 enthaltenen ursprünglichen Ansätze festgesetzt werden sollen, dann konnte er damit zum vornherein auf Zustimmung und Zuzug aus den Kreisen des Strassen Verkehrs rechnen. So haben, um nur diese Beispiele zu zitieren, die Mitgliederversammlungen der TCS-Lande6teile Mittelland und Oberland ihren Vorständen den Auftrag erteilt, Bestrebungen nach der Durchführung eines derartigen Volksbegehrens zu unterstützen. Diese Strömungen wurzeln in der Erkenntnis, dass sich die Motorfahrzeughalter allzulange mit Protesten und Resolutionen zufriedengegeben haben, dass nun der Zeitpunkt gekommen ist, um mit der Verhandilungstaktik Schluss zu erklären und zur Selbsthilfe mit den Mitteln der Demokratie zu greifen. Uebrigens trifft das nicht' nur auf den Kanton Bern zu, denn auch in anderen Kantonen haben die StrassenveTkehrsverbände nunmehr diesen Weig beschriften oder beabsichtigen, es nötigenfalls zu tun. Was den Kanton Bern im besonderen anbelangt, so hat der Steuererhohungsbeschluss des Grossen Rates zur Genüge demonstriert, welcher Wind hier gegenüber dem Motorfahrzeug weht. Die Möglichkeit weiterer Heraufsetzungen der Steuern ist deshalb nicht von der Hand zu weisen, solange die Kompetenz hiezu in der Hand des kantonalen Parlaments bleibt. Mit Befriedigung werden daher die bernischen Moiorfahrzeugbesitzer vernehmen, dass die Lancie- Tung einer Gesetzesinitiative im oben umschriebenen Sinne nunmehr in ein aktives Stadium getreten ist. Letzter Tage nämlich hat sich das Initiativkomitee, dem die Vertreter einer Reihe von Organisationen des Strassenverkehrs angehören, konstituiert und den ihm vorgelegten Text für das Volksbegehren beraten. Besonderer Nachdruck wurde dabei auf die Feststellung gelegt, dass der Staat auch der Vermehrung seiner Motorfahrzeugsteuereinnahmen durch die erhebliche Zunahme des Bestandes Rechnung tragen müsse. Ihrer Kardinalpunkt und ihr wesentliches Ziel besitzt die Initiative darin, dass sie einem weiteren Anziehen der Steuerschraube auf das Jahr 1950 hin einen Riegel schieben und die Steuer- und Gebührenansätze auf den Stand von 1940 festlegen will. Sobald die Zusammensetzung des Initiativkomitees feststeht — es müssen dafür noch einzelne Nominationen abgeklärt werden — und der Text des Volksbegehrens redaktionell endgültig bereinigt ist, wird eine entsprechende Veröffentlichung erfolgen. AKTUELLES Gut gesagt Ueber den Verkehr namentlich am Pfingstmontag hat der « Toggenburger» folgende treffende Betrachtungen angestellt, die der Automobilist Wort für Wort wird unterschreiben können: «Auf den Strassen herrschte allüberall, zumal durch die getrampelten und motorisierten Fahrzeuge auf Gummisohlen, ein aussergewöhnlich lebhafter Betrieb. Der Bund hatte wohl seinen besten und ertragreichsten Tag. Den mächtigen Einnahmen der SBB stehen die relativ noch höh'ern und ohne jegliche Gegenleistung eingebrachten Erträgnisse aus dem Benzinverbrauch gegenüber. In die Räuchlein, die dem Auspuff der über Hunderttausend zirkulierenden Wagen entstiegen, mischten sich die Gedanken über die immer grösser wergende volkswirtschaftliche Bedeutung des motorisierten Verkehrs. Dazu kam aber auch die Ueberlegung, dass es primäre Pflicht des Bundes wäre, aus den enormen Einnahmen des Benzinverbrauchs einen weitaus grössern finanziellen Teil den Kantonen für den Unterhalt und den dringend notwendigen Ausbau der Strassen zu überlassen. Eindrucksvoller als Worte und Zahlen unterstreicht der Pfingstverkehr diese Forderung. » Strassenverkehr im Kanton Zürich Der Geschäftsbericht der Polizeidirektion des Kantons Zürich stellt im Abschnitt über das Strassenverkehrsamt einleitend fest, dass sich im Jahre 1947 der Motorfahrzeugverkehr in starkem Ausm>ass entwickelt hat. « Hätte — so liest man weiter — der Import ausländischer Fahrzeuge mit der Nachfrage Schritt gehalten, so wäre die Zahl der immatrikulierten Motorfahrzeuge noch um einiges höher geworden. Parallel mit dieser Entwicklung nahmen auch die Anmeldungen zu den Führerprüfungen zu. » Im September vergangene«! Jahres wurde mit 29 948 Motorfahrzeugen und 984 Anhängern der Höchststand erreicht. Die im Bericht wiedergegebenen Zahlen .liegen bei den Personenwagen und den Motorrädern etwas über denjenigen, welche das Eidg. Statistische Amt bekanntgegeben hat. Der Park setzte sich aus 16 614 Personenwagen, 2382 leichten und 2458 schweren Lastwagen, 183 Gesellschaftswagen, 2179 Traktoren und 6132 Motorrädern zusammen. Am Jahresende befanden sich allerdings nur noch 27 301 Einheiten im Verkehr, weil rund 2600 Motorräder stillgelegt worden sind. 3000 Prüfungen mehr! 13 612 Personen oder 3000 mehr als 1946 meldeten sich für die Führerprüfungen an, von denen jedoch 3381 das Examen nicht bestanden. Unter den 10 329 Bewerbern für einen Motorwagenausweis erfüllten nahezu ein Viertel, nämlich 2466, die Bedingungen nicht. Bei den Motorradfahrer-Aspiranten» ergab sich allerdings ein noch grösserer Prozentsatz an Durchfällen, sind doch von 3283 Kandidaten nicht weniger als 915 gescheitert. Wegen körperlicher oder geistiger Gebrechen mussten sich 1529 (1946: 1534) Personen einer ärztlichen und 30 (26) einer psychotechnischen Prüfung unterziehen, wobei jene zu 65, diese zu 16 Verweigerungen führten. Die Verkehrspolizei kontrollierte insgesamt 26 097 Motorfahrzeuge gegenüber 29 262 im Vorjahr; dabei nahmen indessen die Beanstandungen von 1645 auf 2850 zu. Von den Experten des Strassenverkehrsamtes sind weitere 15 304 (15 657) Motorfahrzeuge und 256 Anhänger auf ihre Verkehrstüchtigkeit geprüft worden, wozu der Rapport bemerkt, dass sich die Zahl der erst bei zwei- oder BRIEFE DER LESER AN DIE A.-R. Briefe über allgemein interessierende Fragen werden gerne zur Veröffentlichung entgegengenommen. Sie sind möglichst kurz zufassen und an die Redaktion der « Automobil - Revue », Breitenrainstr. 97, Bern, zu senden. Die Verwendung eines Pseudonyms ist gestattet, wenn der Redaktion Name und Adresse des Absenders bekanntgegeben werden. Die breiten Amerikanerwagen In einer der letztenNuminern der «A.-R.» macht ein Einsender die Fahrer von Nachkriegs-Amerikaner- Wagen darauf aufmerksam, dass sie sehr oft beim Kreuzen zu wenig ausstellen und dann dem Partner zumuten, dass e r sich in den Strassengraben begibt. Tatsächlich kann man sozusagen auf jeder längeren Fahrt diese Beobachtung mächen. Es ist ja zur Genüge bekannt, dass 95 % unseres Strassennetzes für den Verkehr mit solchen Wagen nicht besonders geeignet sind. Wenn nun ein Automobilist wegen dem gebotenen Komfort und dem vorteilhaften Preis etc. trotzdem-einen «Amerikaner» wählt, so sollte er sich unbedingt bewus6t sein, dass er damit auch die Verpflichtung übernimmt, eine gewisse Rücksichtnahme (vor allem durch vorsichtigeres Fahren) gegenüber den übrigen Strassenbenützern walten zu lassen. W. A. B. «Erschütternde Tatsachen» Die Bemerkungen von « Zwischengas » in Nr. 23 sind nur zu berechtigt. Es ist klar, dass frisch zugeworfene Gräben nicht gleich asphaltiert werden sollten, da sonst später ein «ewiger» Graben bestehen bleibt. Das Material muss sich setzen können. Dann sollten aber die zuständigen und verantwortlichen Stellen dafür sorgen, dass diese Stellen von den Wegmachern periodisch kontrolliert werden. Je nach Zustand muss Material aufgetragen oder weggenommen werden. Das wäre eigentlich nicht so schwer zu machen! Und weil wir gerade an diesem Kapitel sind: Warum ist noch niemand auf die Idee gekommen, die Abgrenzung eines erneuerten Fahrbahnstückes gegen das alte schräg verlaufen zu lassen, statt genau quer zur Strassenrichtung? Wie wohltuend sind solche seltene Uebergänge für den Fahrer. Dass es bei Kantonsgrenzen nicht geht, begreifen wir; es würde in zuviel bezopften Häuptern zuviel Kompetenzprobleme aufwühlen. Aber an allen anderen Stellen sollten die Uebergänge schräg verlaufen. Auch das 6ollte nicht allzuschwer sein. Reblaus. Zur Verkehrserziehungswoche in Luzern Während der vorletzten Woche wurde in Luzern unter dem Patronat der Polizeidirektion der Stadt eine Verkehrserziehungswoche durchgeführt. An sich hätte man diesen Entschluss nur begrüssen können, wenn er nicht von einer gewissen SensationspTopaganda begleitet gewesen wäre. Auf dem Kornmarkt wurde nämlich ein havarierter Personenwagen zur Schau gestellt, m. E. ein ungeeignetes Objekt für den Zweck, den es erfüllen sollte (immerhin ist in den Vereinigten Staaten diese Art des « Anschauungsunterrichts » durchaus nicht selten. Red.) Hätte man nicht gescheiter diese «Schaustellung» an eine andere Stelle verlegt, wenn sie überhaupt nötig war? Müsste man dazu den Automobilisten den Platz, der ca. 20 parkierende Wagen fassen kann, für eine Woche sperren? Jeder, der Luzern kennt, weiss aus Erfahrung, wie prekär die Parkieruhgsmöglichkeiten in der Altstadt sind; sowohl die Automobilisten als auch die übrigen Strassenbenützer würden es freudig be-grüssen, wenn in der Kapellgasse einmal Ordnung geschaffen würde. Die Zustände dort sind unhaltbar geworden. Würde diese Gasse als Einbahnstrasse erklärt, so wäre das Problem auf einen Schlag und mit wenig Geld gelöst. K. Sonntaqs«ruhe» und Automobil -ich nehme Bezug auf den Artikel «Autofreie Sonntage » in Nummer 20 Ihres geschätzten Blattes und ittiöchte mich im Zusammenhang damit etwas ü6tfP k Sonntägsruhe und -Rieden, vornehmlich auf dem * Lande, äussern. Fern dem Großstadtgetriebe und der geräuschvollen Turbulenz grösserer Verkehrszentren, in der traulichen Abgeschiedenheit einer von Lyrikern oft besungenen Landschaft aufgewachsen, weiss ich um die'« erhabene Sonntagsruhe » solcher Gefilde. Damals, als der Automobilismus sozusagen noch in den Kinderschuhen steckte, gab es im besagten Marktflecken ein einziges Auto, womit sich ein biederer Landarzt mit mehr Verdruss denn mit Geduld abquälte. Natürlich fuhr der fortschrittliche Mediku6 auch sonntags, ja er tat das mit Vorliebe, da ihm mehr Zeit zur Ingangsetzung des eigenwilligen Motors zur Verfügung stand. Wie oft amüsierte ich mich über ihn, wenn er sonntags mit aufgekrempelten Hemdsärmeln (was damals nötig war) und starr auf die Strasse voraus geheftetem Blick seinen « Motorwagen » an unserem Garten vorbeisteuerte. Aber hören konnte ich ihn nicht... eben wegen der Sonntagsruhe, der idyllischen, die selbst durch die nicht unerheblichen Geräusche dieser antiken Benzinkiste keineswegs gestört werden konnte. Mit ihnen trat nämlich ein weitaus stärkerer und volkstümlicherer Lärm in erfolgreiche Konkurrenz. Drüben am Waldrand knatterten ohne Unterlass die Gewehre der pp.-Schützen; aus den Wirtshäusern drang weithin vernehmlich ein Donnerrollen, von Keglerkraft erzeugt, und von den Festplätzen stiegen hymnengesättigte Tonwolken in den Aether, währenddem in allen Gassen und Gässchen Privatsänger einzeln oder in Gruppen ihrer trunkenen Daseinsfreude Ausdruck verliehen. Leiterwagen mit Bänken, Bernerwägelchen mit eisenbeschlagenen Rädern, die unter Handorgelklängen mark- und beindurchdringend über das holprige Pflaster Tatterten, vervollständigten das friedlich sonntägliche Geräuschkonglomerat, in welchem, wie gesagt, das Auto noch keine Rolle spielte. Wie heisst doch da& Lied? «Sohntag ist's, ein heifger Friede!... ». Das war damals. Den guten motorisierten Medizinmann deckt längst der grüne Anger, und von seinem «Benzinross » zeug* nur noch eine verblichene Photo. Aber die stillen, weihevollen Sonntage, wie ich sie (siehe oben) erlebte, sind geblieben, ohne dass die mittlerweile auf Zehntausende angewachsenen Autos dabei einen andern Einfluss ausübten denn einen wirtschaftlichen. Sie sind ja auch leiser und besser zähmbar geworden als es des Doktors Karre war. Ich bin, was ich hätte voranstellen sollen, nicht Automobilist, leider, sondern passionierter Ausflügler per pedes apostolorum. Mich stören die Autos nie, so sie von kundigen und anständigen Fahrern gelenkt sind, vielmehr freue ich mich ihres Anblickes, wie ich alles Schöne gerne sehe. Nein, die Argumente der Befürworter autofreier Sonntage sind lächerlich. Ausserdem würden viele kleine Leute verbittert, die sich; jahrelang krumm gelegt haben, um dereinst im bescheidenen Topolino die Schönheiten der Heimat 60 recht genie6- sen zu können. Und hierzu steht ihnen nur der Sonntag zur Verfügung. Das Autofahren in die göttliche Natur entweiht den Sinn hoher Festtage in keiner Weise. E. S. mehrmaliger Nachkontrolle in Ordnung befundenen Fahrzeuge gegenüber früher 6tark vermehrt hat. Mehr Verstösse gegen die Verkehrsvorschriften. Durch die Gerichte, Statthalterämter, Gemeinden und Instanzen anderer Kantone wurden 14 261 (9529) Strafen im Motorfahrzeug- und Fahrradverkehr gemeldet. Dabei handelt es sich in 156 (129) Fällen um Vergehen (kriminelle Verkehrsdelikte) und in 14105 (9400) Fällen um Polizeiübertretungen. Wie im Jahre 1946 mussten wiederum zwei Drittel der Führerausweisentzüge, nämlich 200 von insgesamt 284, wegen Fahrens in angetrunkenem Zustand verfügt werden. Die zuständige Verwaltungsbehörde sprach 15 Radfahrverbote aus und in 79 Fällen wurde es angedroht. STRASSENBAU Vom Ausbau der Weissensteinstrasse (Korr.) In einem französischen Lehrbuch für die Sprache unserer Nachbarn im Westen gab es ein Kapitel « Sur le Weissenstein ». Und das Gästebuch des Hotels Weissenstein verzeichnet berühmteste Namen wie Romain Rolland. Diese beiden Hinweise belegen die Tatsache, dass der Weissenstein eine grosse Vergangenheit hat. Die Gegenwart hält leider nicht damit Schritt. Für die Bürgergemeinde Solothurn — die Besitzerin des Weissensteins — ist dieser Aussichtspunkt ein Sorgenkind. Seit Jahrzehnten wird daran herumgedoktert; leider mit unzulänglichen Mitteln. An Projekten hat es nie gefehlt; aber was nützen sie alle, wenn sie nicht verwirklicht werden? Seit 10 Jahren glaubt man, das Ei des Kolumbus in der Korrektur der veralteten Weissenstein- 6trasse gefunden zu haben. Sie weist eine Steigung bis zu 28 % auf; aber dennoch geschah es ab und zu, dass der « Berg » mit dem Auto erobert wurde. Nun soll eine Postautoverbindung Solothurn— Weissenstein den Verkehr beleben. Die schwierigste Kehre, der sog. « Mürlirank», wurde durch eine elegante Schleife ersetzt (vgl, die Abbildung in «A.-R. » Nr. 17). Das Baukonsortium hat hier treffliche Arbeit geleistet. Von Oberdorf bis dorthin wurden noch zwei Kehren ausgebessert, so dass eine Versuchsfahrt mit einem Postauto der PTT-Verwaltung befriedigend ausfiel. Aber die Strasse von Oberdorf bis auf den Weissenstein erfordert eine vollständige Korrektion, die mindestens 1 Mill. Fr. verschlingt. Was jetzt vorliegt, ist lediglich eine fertige Bauetappe, ein Stückwerk, das der Verwirklichung des Gesamtprojektes ruft, aus militärischer und touristischen Gründen. Mit der Fertigstellung würde der Weissenstein in die Nord—Süd-Verbindung direkt eingeschaltet; dazu sollte noch die Verbindung Weissenstein— Balmberg kommen, und das wäre dann eine Lösung, die die ganze Bergregion den neuzeitlichen Bedürfnissen entsprechend in das Strassennetz einschalten würde. Das ist in aller Kürze das Ergebnis einer auf Einladung des Baudepartementes des Kts. Solothurn erfolgten Probefahrt, wobei sich die eidgenössischen, kantonalen und lokalen Behörden der Gemeinden Solothurn, Langendorf und Oberdorf zu einer Prüfung der bisherigen Arbeiten zusammenfanden. TOURISTIK Der internationale Autotourismus der Schweiz im April 1948 Die von der eidg. Oberzolldirektion im April durchgeführten Erhebungen über die temporär in unser Land eingereisten Motorfahrzeuge lassen gegenüber dem Vormonat ein weiteres gleichmässiges Anziehen des internationalen Autotourismus erkennen, haben doch 28 129 Vehikel (24 261) unsere Zollübergänge passiert. Zieht man die Trimesterbilanz, 60 »gewahrt man die ebenso erfreuliche wie aufschlussreiche Tatsache, dass mit total 88 593 Uebertritten vom Jahresanfang bis Ende April die Zahl der im gleichen Zeitraum des Vorjahres registrierten Einreisen (37 745) um 134 % übertroffen und das Volumen des ersten Jahresdrittels von 1938, d.h. des letzten vollen Vorkriegsjahres (91 435) zu rund 97 % erreicht wurde. Wären die Visabestimmungen allüberall abgeschafft, gehörten auch die Devisenvorschriften der Vergangenheit an, so kann kein Zweifel darüber sein, dass die Gesamtzahl der ausländischen Fahrzeuge, die in den ersten Monaten dieses Jahres der Schweiz einen Besuch abstattete, weit über jener von 1938 liegen würde. An der Steigerung des Auslandsverkehrs im April waren sämtliche Fahrzeugkategorien beteiligt. Auf den Personen-Fernverkehr entfielen 26830 (23 226) Einheiten, die sich aus 24 751 (21 586) Personenwagen, 830 (668) Autöcars und 1249 (972) Motorrädern zusammensetzten, während an Lastwagen 637 (548) gezählt wurden. Im Grenznahverkehr erfassten die Zollorgane 662 (487) Personenwagen und Motorräder. Klassiert man die eingereisten Fahrzeuge nach dem Nationenschild, so haben sich im Vergleich zum Vormonat in den Positionen nur unbedeutende Verschiebungen ergeben. Frankreich nimmt weit in Front mit 17 089 (15 057) Einheiten den ersten, Italien mit 6113 (5062) den zweiten Rang ein, wogegen durch reinen Zufall Deutschland/Danzig mit 1354 (1198) und Belgien/Luxemburg mit 1337 (1206) Vehikeln neuerdings die Plätze vertauschten. Alsdann folgen die Niederlande mit 555 (443), Oesterreich mit 498 (312) und erstmals Nord- und Südamerika mit 379 (225) vor England/Schottland/Irland mit 345 (391) Fahrzeugen.