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E_1948_Zeitung_Nr.025

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16 AUTOMOBIL-REVUE

16 AUTOMOBIL-REVUE MITTWOCH 2. JUNI 194« - Nr. 25 Verfassungsfeier 1848-1948: Was Klugheit für den Staatenlenker, ist PENNZOILfür den Wagenlenker! Autocord ist nicht nur irgendeine Marke; es ist das seit vielen Jahren geschätzte, solide Auto- Schleppseil aus der Torgasse 8. Zürich \, Telephon (051) 32 6877 Verlangen Sie unseren Sonderprospekt! MOTOR OIL nur ein Oel für Benzin- und DieseN Motoren {TSG0 illMVlBIAl OttlAtl nur 1 Fett für Wasserpumpen, Radlager.Chassis und Kreuzgelenke UN t VERSAL CEAR OIL Gentve LaChaux- de-Fonds Lausanne nur 1 Getriebeoel fürWnterach Steuerung Wechsel! : .caas»;.:.-i Import N^v.MühleneniÄrr^ferfeBeRn.Effingetstrasse75 ZU VERKAUFEN Simca 8 Mod. 1947, 6 PS, 4 PL, Limousine, blau, in garantiert einwandfreiem Zustand, sofort gegen bar, Offerten unter Chiffre 67323 an die Automobil- Revue, Bern, oder Telephon (033) 2 37 63. (25 Zahnräder und andere Getriebeteile für europ. und amerik. Fahrzeuge fabrizieren alsSpecialität Gebr. Grell, Rheinfelden Abt. Zahnradfabrik & Autobestandteile Kaiserstr. 492 Tel.(061) 6 7100 Alfa Romeo Cabriolet, 4-Plätzer, abnehmbares Verdeck, Spezial- Karosserie, ganz Stahl, neu, Chassis 2% Liter. Ist mit Garantie zu verkaufen. Eventuell Tausch gegen gleichen Wagen 2-Plätzer. 67301(24 Offerten an Fonderie de precision S. A., Renens. ANGL1A 5 PS 2-türiger Innenlenker Frs. 6.120 Das Schweizer Klima mif seinem raschen Temperaturwechsel, der intensiven Sonnenbestrahlung und seinen zahlreichen Regenschauern beansprucht den Lackfilm Ihres Wagens gan,z besonders. Mit ROGERS-Lacken gespritzte Wagen aber werden keine Risse im Lackfilm erhalten. ROGERS- Lacke werden aus feinsten Rohmaterialien hergestellt, sind absolut witterungsbeständig und garantieren für dauernden Glanz und Leuchtkraft. Darum verlangen Sie für die Lackierung nur sichert Ihnen regelxnässige Lieferung ins Haus zu geringeren Kosten Füllen Sie den untenstehenden Bestellschein aus und senden Sie ihn an die „Automobil-Revue", Postfach Transit 603 Bern. Bestellschein Ich abonniere die „Automobil-Revue" bis 31. Dez. 1948 und bitte Sie, den Betrag von Fr. 7.35 per Nachnahme zu erheben. * Wird auf Postcheck-Konto Nr. m 414 einbezahlt. * Nichtpassendes streichen! Aaraw Basel Bellinzona Bern Blenne Chur FraiMnfeld Fribourg Le Locke Lugano Luzern Montreux Neuchatel Neuhausen I Ölten PREFECT 6 PS 4-türiger Innenlenker LIEF ERW A GEN A LIEF RW GEN 250 Kg. 500 Kg. Frs. 6.740 Frs. 5.490 Frs. 7.490 FORD 6 Zyl. 4-türiger Super De Luxe Innenlenker Frs.12.570 FORD 6 Zyl. De Luxe Coupe Frs. 11.270 Erkundigen Sie sich bei den OFFIZIELLEN FORD VERTRETERN Fritz Brack, Gals Garage Autavla A.G. Giacomo Ferrari, Garage Willy & Co Grand Garage du Jura S.A. M. Tribolet. Garage Stadeli W. Merz & Co Arthur Maradan, Garage Mis£r'corde Autohall Servette S.A. 5 PS 6 PS Garage des Trois Rols S.A. Robert Genton, Garage du Closelet S.A. Garage des Troi? Rois S.A. Luigi Casanova Th. Willy L Mettraux & Fils S.A. etc. etc. Payerne Porrentruy St Gallen Slot! Solothurn Winterthur Zürich Baden b. Zeh. Burgdorf Geneve Glarus Langenthai Landquart Locarno Rapperswil Garage & Ateliers du KursaalS.A. St. Moritz Charles A. Robert, (Grlsons) Grand Garage Sursee Gerhard Bührer, Central Garage Thun G.R. Pilloud, Garage Bifang Y.verdon PREISE OHNE WUST Les Holrj de Paul Ischy Luden Vallat, Electro Garage Häne & Schlaepfer, St. Leonhard-Garage Kaspar Freres, Garage Valaisan Touring Motor A.G. Hugo Erb, Automobiles Willy & Blattner A.G. Fritz Wymann, Garage Werner Bartsch), Bahnhofgarage Autohall Metropole, Ch. & Guy Schtadenholen Kaspar Milt, Garage Talhol Garage, Meyer & Süss Leo Weibel. Landquart Garage Guilio Franzoni, Garage Garage Helbling, G.m.b.H. Kulm Garage, Cattaneo Freres O. & R. Wyder, Vorm. Franz Wyder R. Pulver, Bahnhofgaraga Louis Spaeth Für Autoverdecke, Kühlerhoussen, Wagenpolster, Innenauskleidung Daisy-Plastic das schönste und geeignetste Material: Abwaschbar, lichtecht, wasserdicht, unempfindlich gegen Kälte und Wärme. Besser als jedes andere Material. In prächtigen Farben, 90—123 cm breit, prompt ab Lager lieferbar. Alleinverkauf: J. J. Drittenbass. Splügenstr. 13, St. Gallen. Telephon (071) 2 68 13. Neu eingerichtetes KAROSSERIEWERK empfiehlt sich für Aufbauten in Stahl und Leichtmetall auf jeden Chassistyp. 67306)25 Qualitätsarbeit Kurze Lieferfrist Reparaturen Walter Steinmann, dipl. Karossier, Buchs-Aarau. Speedometer-Service E. MAAG TEL. 24 53 33 ZÜRICH 8 DUFOURSTR 94 Wir reparieren: Kilometerzähler, alle Systeme Tourenzähler Antriebssaiten Fernthermometer Oelmanometer Auto- Uhren Benzinpumpen Polsterüberzüge Neuausschläge, Cabrioletsverdecke, Kühlerhoussen sowie sämtliche laufenden Reparaturen liefert prompt und fachgemäss Fr. Rohrer, Gümligen-Bern . , . Telephon Privat 4 28 98 Autosattlerei ,- ,..,.,«„,, .Geschäft 4 2012

III. Blatt BERN, 2. Juni 1948 AUTOMOBIL-REVUE IIL Blatt BERN, 2. Juni 1948 Oelkrise in den USA? In den letzten Monaten haben sich die meisten Meldungen über die Oel- und Benzinversorgung Amerikas durch einen bemerkenswerten Mangel an Klarheit ausgezeichnet. Zeitungsberichte sprachen abwechselnd von einer unvermeidlichen Benzinknappheit in diesem Sommer (und einer ebenso unvermeidlichen Oelknappheit im kommenden Winter) und von einer Rekordproduktion, die allen Ansprüchen gewachsen sei. Ebenso prophezeiten sie einerseits das unmittelbar bevorstehende Ende der amerikanischen Oelvorkommcn, anderseits eine Produktion, die noch 10 000 Jahre lang (sie) auf natürliche Vorkommen zurückgreifen könne. Die Verwirrung der Meinungen geht auf eine unpräzise Formulierung der Fragen zurück. Vor allem werden die Probleme einer kurzfristigen und einer langfristigen Versorgung durcheinandergeworfen, ferner die Versorgungsmöglichkeiten mit natürlichem und mit synthetischem Benzin. Klare Antworten lassen sich nur erzielen,, wenn man klare Fragen stellt. Die für die amerikanische Oeffentlichkeit im Augenblick wichtigste Frage lautet: Ist die amerikanische Oelindustrie imstande, die Bedürfnisse des einheimischen Marktes während der nächsten Monate zu befriedigen? Die gegenwärtigen, unmittelbar verfügbaren Benzinvorräte der USA betragen 113 Millionen Fass, eine Menge, die einen Rekord darstellt. Sie konnte angesammelt werden, weil im vergangenen Winter die Raffinerien mehr Benzin produzierten als je zuvor, eine Tatsache, die ihrerseits unmittelbar mit der Rekordproduktion von Oel für Heizzwecke zusammenhängt. Die Vorräte von 113 Millionen Fass bilden nun nicht automatisch eine Garantie dafür, dass genügend Benzin für jeden Autofahrer vorhanden sein wird. Sie bedeuten nur, dass, sofern man die laufende Produktion hinzurechnet und annimmt, sie bleibe gegenüber dem letzten Sommer unverändert, die Industrie imstande sein wird, den Benzinbedarf zu befriedigen, vorausgesetzt, dass der Verbrauch des Vorjahres um nicht mehr als um 2 % überschritten wird.. Vom April bis zum September kann die Industrie 450 Millionen Fass produzieren. Selbst wenn man noch 30 Millionen Fass von den Vorräten dazurechnet und den Benzinkonsum demnach mit 480 - Millionen Fass veranschlagt, ergeben sich für den kommenden Winter noch 83 Millionen Fass als Vorräte für die kalte Jahreszeit. 83 Millionen Fass gelten als Minimum, das nicht unterschritten werden darf. Hieraus scheint hervorzugehen, dass eine Benzinkrise in diesem Sommer ausbleibt, sofern noch mehrere andere Voraussetzungen erfüllt werden. Erstens darf es zu keinen Streik« kommen, und schon in dieser Beziehung ist man allgemein nicht zu optimistisch. Zweitens darf es nicht zu politischen Verwicklungen kommen, welche die Bereitstellung grösserer Reserven für militärische Zwecke notwendig machen. Drittens muss man immer mit Katastrophen rechnen; die Explosion einer einzigen grossen Raffinerie könnte das labile Gleichgewicht zwischen Nachfrage und Angebot zerstören: der Verbrauch darf ja gegenüber dem Vorjahre um höchstens 2% steigen, um gerade noch gedeckt werden zu können. Viertens darf keine Unterbrechung in der Versorgung mit ausseramerikanischem Rohöl und mit ausseramerikanischen Raffinerieprodukten eintreten. 1000 Tanker für den Import. Der Gesamtbedarf an Oel und Benzin für alle Zwecke (d. h. nicht nur für Autofahrer) wird in diesem Jahre in den USA über 2,2 Milliarden Fass betragen. Hievon kann, wenn alles gut geht, die einheimische Industrie etwa 2,15 Milliarden Fass liefern. Der Rest muss aus Venezuela, Mexiko, Kolumbien und dem Nahen Osten importiert werden. Sieht man von der Möglichkeit politischer Störungen ab, so Hegt die Hauptschwierigkeit in der Bereitstellung von Transportmitteln, die einen ununterbrochenen Zufluss von Oel garantieren. Im letzten Jahre machte sich vor allem ein Mangel an Tankschiffen fühlbar; mindestens 800 Tanker wären nötig gewesen, um die Produktion vom Ausland nach den USA zu schaffen. In diesem Jahre rechnet man damit, rund 1000 Tanker zur Verfügung zu haben, so dass in der Versorgung der USA mit ausländischem Oel keine Stockung eintreten sollte. Aber die 1000 Tanker und die anderen Transportmittel sorgen nur dafür, dass gerade die Menge importiert wird, die man als Minimum betrachten kann. Das geringste Ansteigen des einheimischen Bedarfs würde das mühselig geschaffene Gleichgewicht stören. Und schon lokale Transportstokkungen in den USA hätten zur Folge, dass Oel und Benzin nicht immer dort sind, wo man sie braucht. Derartige Stockungen erwartet man vor allem für die Staaten des Mittelwestens. Das bedeutet, dass zwar genügend Oel und Benzin vorhanden sein werden, das6 man 6ie jedoch nicht immer und nicht überall wird erhalten können. Mit anderen Worten: Der Automobilist wird namentlich im Mittelwesten manchmal kein Benzin bekommen. Oertliche Verknappungen haben jedoch mit einer echten Benzinkrise nichts zu tun, und mit einer echten Benzinkrise rechnet man während der nächsten Jahre nicht (immer abgesehen von politischen und sozialen Komplikationen). Die Panikstimmung kann sich gegenwärtig nicht auf konkrete Tatsachen stützen. Das hat nichts mit der weiteren Frage zu tun, ob die Benzinversorgung der USA auch in Zukunft sichergestellt ist. Hier sehen die Zahlen folgendermassen aus: Die von Geologen als sicher festgestellten Petroleumvorkommen haben im letzten Jahre zugenommen, d. h. man hat mehr unterirdische Oelfelder entdeckt. Die Menge des Oels in diesen Feldern ist grösser als der Verbrauch des letzten Jahres. Heute betragen die unterirdischen Reserven 24,7 Milliarden Fass, d.h. 705 Millionen mehr als vor einem Jahre. Die Geologen rechnen damit, auf absehbare Zeit auch weiterhin mit -dem Konsum Schritt halten zu können. Sie rechnen mit zusätzlichen 50 Milliarden Fass, die in den USA selbst noch nicht entdeckt worden sind, ferner mit einigen weiteren Milliarden Fass unter der Meeresküste in Gewässern, die bis zu 30 m tief sind. Indessen haben diese Zahlen nur bedingte Gültigkeit. Vor allem sagen sie nichts darüber, dass man jetzt im allgemeinen tiefere Bohrlöcher anlegen muss, um an die Oellager heranzukommen; ferner geht aus ihnen nicht hervor, dass die Durchschnittsgrösse neuerechlossener Oelfelder immer mehr zusammenschrumpft. Die Felder befinden 6idh nicht mehr so nahe an der .Oberfläche, sie liegen weiter auseinander und sie sind nicht mehr so ergiebig wie früher. Nach gewisser Zeit erschöpfen sich die Möglichkeiten eines wirtschaftlichen Betriebs. Schon jetzt machen sich diese Schwierigkeiten so stark bemerkbar, dass man vielfach importiertes Oel dem einheimischen t , vorzieht, weil es billiger ist. Je tiefer man bohren muss, je teurer die Bohrlöcher werden, um 60 vorteilhafter wird es sein, Oel zu importieren. Sachverständige rechnen damit, dass man binnen eines Jahrzehnts pro Tag eine Million Fass einführen muss; 6chon 1951 dürften 600 000 Fass pro Tag erreicht werden. Diese Menge wird aber nur zur Verfügung stehen, wenn die ausseramerikanischen Oelproduzenten der USA nicht mehr einen Teil ihrer Raffinerieprodukte an Europa abgeben müssen. Augenblicklich liefern die Länder um das Karibische Meer noch etwa 340 000 Fass pro Tag nach Europa. Wenn jedoch kerne unvorhergesehenen Schwierigkeiten eintreten, wird der Wiederaufbau der europäischen Industrie um 1952 wahrscheinlich derartige Fortschritte gemacht haben, dass die Lieferanten der USA entlastet werden und «inen grösseren Prozentsatz ihrer Produkte dorthin schicken können. Dennoch ist es mehr als fraglich, ob die Produktion aufdieDauer mit dem Verbrauch mitkommen wird. Fachleute bezweifeln das. Man denke nur an die Millionen neuer Wagen, die in den nächsten Jahren vom Fliessband rollen werden, an die Hunderttausende von neu entstehenden Häusern mit Oelheizung, an die neuen Industriebetriebe, die alle Oel und Oelprodukte verbraueben. Einmal tritt früher odej; später doch der Zeitpunkt ein, da weder die natürlichen Oelvorrätl noch die Einfuhren ausreichen. Und dann muss die synthetische Oelindustrie einspringen. Trotz aller Prophezeiungen, synthetisches Benzin werde nach dem Kriege das natürliche vom Markte verdrängen, kann von einer synthetischen Oelindustrie in den USA noch nicht die Rede sein. Die wenigen Fabriken, die bestehen, sind kaum mehr als Versuchsanlagen, in denen neue Verfahren ausprobiert werden. Der Entwicklung einer grossen synthetischen Industrie 6teht vor allem die Angesichts der in der ganzen Welt feststellbaren Steigerung der Nachfrage nach Erdölprodukten, eines Bedarfs, der einen bisher noch nie gesehenen Höhepunkt erreicht hat, scheuen die amerikanischen Wissenschafter keine Anstrengung, um die Benzinproduktion zu erhöhen. Auf unserem Bild reguliert ein Chemiker einer grossen Erdölgesellschaft die Pumpe an einer komplizierten Apparatur, die dazu dienen soll die immer noch in Geheimnis gehüllte Reaktion zu erforschen, wodurch sich aus Kohle Benzin gewinnen lässt. Ein neuer Bohrturm der S 1 '! Company im Sumpfland vo. Louisiana. Der Turm ist 56 r. hoch, die schwimmende Platt form weitere 12,5 m. Die er reichbare Bohrtiefe beträgt über 5400 m. Das kleine Bild rechts zeigt den ersten, 1859 errichteten 12 m hohen Bohrturm,'mit dem Colonel Drake in Titusville in Pennsylvanien das erste Bohrloch in den US anlegte. Kostenfrage im Wege. Synthetisches Benzin kostet mehr als natürliches. Konkurrieren könnte es vorläufig nur da, wo grosse natürliche Erdgasquellen bestehen, aus denen sich synthetisches Benzin billig gewinnen Hesse. Das Kohleverflüssigungsverfahren, theoretisch schon ausgezeichnet durchgearbeitet, ist praktisch noch nicht wirtschaftlich genug. Dennoch bedeutet die Entstehung einer grossen synthetischen Benzinindustrie nur eine Frage von Jahren. Schätzungen der Sachverständigen sprechen von mindestens zehn und höchstens zwanzfg Jahren als dem Zeitpunkt, in dem Amerika einen Grossteil seines Benzinbedarfs durch synthetische Produktion decken wird. Sie sprechen ferner davon, dass man in zehn, oder zwanzig Jahren 60 weit sein wird, aus Oelschiefern und ölhaltigem Sand Petroleum und Petroleumprodukte zu gewinnen, deren Erschliessung heute noch unwirtschaftlich wäre. An diesen Möglichkeiten gemessen mag es wirklich noch viele Jahrzehnte dauern, bis eine Oelverknappung eintritt. Auf die Frage' «Wird es in den USA eine Oelkrise geben? » lautet demnach die Antwort verschieden, je nachdem, welchen Zeitpunkt man im Auge hat und wie man die Möglichkeit politischer und sonstiger Komplikationen beurteilt. Hat man bei «Oelkrise» diesen Sommer und den nächsten Winter im Auge, so dürfte die Antwort negativ sein. Denkt man an eine gleichmässige Verteilung, so heisst die Antwort: « Ja. Mit lokalen Versorgungsstockungen ist namentlich im Mittelwesten zu rechnen.» Richtet man den Blick auf die nahe Zukunft — das nächste Jahrzehnt —, so ist damit zu rechnen, dass Nachfrage und Angebot sich nahezu die Waage halten werden. Eine kleine Erhöhung der Nachfrage kann bereits zu einer Krise führen. Denkt man endlich an die ferne Zukunft, dann muss eine Antwort heute noch ausbleiben, denn über grössere Zeitspannen lassen sich technische, politische und sonstige Entwicklungen nicht zuverlässig voraussagen. E.B. Das Fiat-Abkommen mit Polen Die seit fast einem Jahr geführten Verhandlungen zwischen den Fiat-Werken und dem polnischen Staat sind jetzt erfolgreich abgeschlossen worden. Der Vertrag sieht die Errichtung einer Fiat-Fabrik in Polen, wahrscheinlich in der Nähe von Lodz, vor, die, ausgerüstet mit italienischen Maschinen, binnen dreier Jahre die Großserienproduktion von Fiat-Wagen aufnehmen soll. Bereits hat Polen einen Sofortauftrag auf tausend Fiat 1100, 354 4-Tonnen- und 557 11-Tonnen- Fiat-Camions erteilt und ein zentrales Ersatzteillager eingerichtet. lpk Kosten der Umstellung bei Ford: 100 Millionen $ Nach einer Mitteilung von Henry Ford jun. ist die Umstellung der Ford-Werke auf die Produktion der 1949er Modelle die kostspieligste Massnahme dieser Art, die jemals von der Automobilindustrie vorgenommen wurde. Die Aufwendungen dafür betragen rund 100 Millionen $. Da die Produktion der 1949er Modelle von Lincoln und Mercury (die bereits auf dem Markt sind) zwar hohe, aber nicht unverhältnismässig hohe Summen erforderte, ist anzunehmen, dass der Grossteil der 100 Millionen für den neuen Ford-Wagen ausgegeben worden ist. Gegenwärtig rechnet man damit, dass der neue Ford im Juni oder Juli dem Publikum vorgeführt werden wird. E. B.