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E_1948_Zeitung_Nr.031

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AL' (»MUMM..lili'VIiE Ml i'i \iu.:n. 11. .• ..i Eine neue Welt in einigen Fahrstunden fOP occasionswagen Kauf er: zuerst nach dem Hindier, dann nach dem Wagen fragen l Reizende Gegenden,' märchenhaft schöne Landschaften sind Ihnen noch unbekannt. Und doch: wie leicht, dieses lockende Ziel zu erreichen! Gönnen Sie sich bei dieser schönen Jahreszeit eine Reise... mit einem FIAT. Seine Fahrsicherheit, sein Komfort machen aus ihm den idealen Tourenwagen. Zudem , . finden Sie. dank der weitverzweigten Organisation, überall FIAT-Service-Stellen. Sorgenlos und mühelos steuern Sie einem neuen Horizont entgegen. Den Klufer eines gebrauchten Wagens beschäftigen vor allem zwei Fragen: Ist das Fahrzeug gutl Ist der Preis reelll — Der beste Weg, sich über beide Punkte zum vornherein Gewißheit zu verschaffen, liegt In der Wahl der richtigen Hlndlerfirma. Die seriöse Automobilfirma mufc auf ihren Ruf bedacht sein. Sie ist sich dessen bewußt, dafj dieser Ruf von Jedem von ihr verkauften Wagen — sei er neu oder gebraucht — mitbestimmt wird. Darum wird sie danach trachten, nur einwandfreie Fahrzeuge in den Handel zu bringen — Wagen, für die sie Jederzeit mit gutem Gewissen einstehen darf. FIA T, immer ein Welterfolg Generalvertretung für Äic Schweiz: SACAF, routc de Lyon 108, GENF Vertreter und Untervertreter in allen wichtigsten Ortschaften Gen.-Vertr.f. Das stabilisierte Mineralöl der Weltrekorde! d. Schweiz: J. Schnyder, St. Niklausstr. 54, Solothurn Lager in Basel Sie unterzieht daher jeden Occasionswagen beim Ankauf oder Eintausch einer gewissenhaften Prüfung. Sind Reparaturen nötig, so leistet sie ganze Arbeit, und — sie setzt einen anstündigen Preis an, der sich fachmännisch verantworten UM. Zu bedenken ist ferner eines: die Vertretung angesehener Automobilmarken hat immer auch die besten Occasionsfahrzeuge am Lager; es sind gepflegte Wagen aus erster Hand, die von anspruchsvollen Fahrern oft schon nach kurzer letriebszeit gegen neue Modelle umgetauscht worden sind. Wer also einen wirklich guten Occasionswagen sucht, achtet auf den Namen der Hündlerfirma. Das grofte AufomobilgeschlH bietet die reichhaltigere Auswahl. Seine Occasionen sind von geschulten Fachleuten Oberholt, und — die Preise sind reell. Den gepflegten Occasionswagen finden Sie bei uns! NEUE AMAG AG. ZÜRICH Utoquai 47 Tel. 24 16 20 Unsere prächtigen Alpenpässe bleiben Ihnen verschlossen, wenn Ihr Kühler nicht mehr seine volle Leistung hergibt! Generalvertretung CHRYSLER / PLYMOUTH / FARGO STANDARD-VANGUARD / TRIUMPH Unsere 40jährige Erfahrung im Kühlerbau ist die btste Gtwähr für fachgemässe Arbeit Wir fabrizieren, reparieren und reinigen Kühler aller Fahrzeuge innert kürzester Zeit Sichern Sie sich sorglose Fahrt! ORIONWERKE, ZÜRICH Telephon (051) 25 26 00 Seit 1900 an der Hardturmstrasse

IL Blatt AUTOMOBIL-REVUE BERN, 14. Juli 1948 BERN, 14. Juli 1948 II. Blatt Nach dem Grossen Preis von Europa Darf man das Berner Rennweckend al« ein erfolgreiches Meeting bezeichnen, wenn die Erinnerung an' die Rennen von den Unfällen überschattet wird, die dem Sport tüchtige Fahrer entrissen? Es sei dem Chronisten erlaubt, diese Frage zu bejahen. Achille Varzi und Christian Kautz, die wir nun niemehr an den Rennen sehen werden, wären bestimmt die ersten, die der gleichen Ansicht wären. Solange sich Menschen in sportlichen Kämpfen messen, solange es Männer gibt, die sich nicht vor Gefahren scheuen und sich ihnen bewu6st aussetzen, weil sie ihr Charakter dazu zwingt, solange werden wir im Sport, in der Technik und der Wissenschaft immer wieder von Freunden Abschied nehmen müssen, die 6ich für eine Sache, die ihnen teurer als alles andere ist, opfern. Uober die Ursache dieser Unfälle mag man diskutieren; den eigentlichen Gründen kommt man nicht näher, ob man nun der Beschaffenheit des Stras6enbelages, der Streckenführung, den Fahrzeugen oder gar Kunstfehlern der Fahrer die Schuld zuschreibt. Solange Ingenieure versuchen, Rennwagen zu bauen, die schneller und schneller werden, solange Fahrer alles daran setzen, in solchen Fahrzeugen sich mit ihren Kameraden zu messen, solange müssen wir das Risiko von Unfällen auf uns RENNMOTOREN 1948. ALFETTA. Zur Verbesserung der Luftzufuhr in den Vergoser ist das Eintrittsrohr verlängert und vergrössert worden. Die gestarteten Wagen harten alle Zweistufenkompressoren. MASERATI. Die Geblaseanordnung des neuen Typs 4 CLT, die einwandfrei arbeitete. Beide neuen Wagen blieben bis zum Schluss des Rennens in ihrer Leistung konstant. Einige Blicke hinter die Kulissen nehmen. Jedes «chroffe Urteil über die Ursache der Stürze vom vorletzten Wochenende ist deshalb an und für sich unrichtig; nur wenig veränderte Umstände, und die Unfälle hätten sich nicht ereignet, dafür aber vielleicht andere ... Varzi und Kautz haben den höchsten Einsatz, den sie zu leisten hatten, ihr eigenes Leben, verloren. Ehren wir ihr Andenken, indem wir uns vornehmen, den Automobilsport weiter zu fördern, sein Ansehen zu mehren und ständig dafür sorgen, dass alles Unsportliche ausgemerzt werde und jeder in seinem Nebenfartrer zuerst den Sportkameraden und nachher den Konkurrenten erblicke. Bern — eine schwierige Strecke? Einige Fahrer haben an der Beschaffenheit der Rundstrecke im Bremgartenwald Kritik geübt. Einverstanden — eine normale Erstklaßstrasse kann mit Stundenmitteln von über 150 km/h, wie es die heutigen Grand-Prix-Fahrzeuge erreichen, nicht gefahrlos befahren werden; und wenn es den Organisatoren möglich wird, einige Stellen noch etwas zu verbessern, wie beispielsweise die S-Kurve im Jorden, die einige-Wellen aufweist, oder die ziemlich scharfe Rechtskurve im Wald vor dem Glasbrunnen, die eine leichte Ueberhöhung ertragen könnte, so wird eben die Strecke al* solche noch etwas schneller und damit sicher nicht ungefährlicher. Anderseits haben die Fahrer selbst vor dem Krieg energisch gegen die Absicht der Veranstalter, die erreichbaren Geschwindigkeiten durch den Einbau von Schikanen zu reduzieren, Stellung genommen, «o dass sich, abgesehen von der Glättung vorhandener Unebenheiten, keine grö6seren Retuschen aufdrängen dürften. Ein Wunsch sei hier allerdings feäuosert: Der rollende Kiesbelag vor den Boxen sollte durch etwas weniger rutschendes Material ersetzt werden. Taktik und Fahrzeuge in Bern Für den technisch interessierten Zuschauer boten die, Rennen sehr fiel Neues. Der schnellste Wagen wäre der Alfa Romeo von Varzi gewesen, der die weitgehendsten Modifikationen erhalten hatte, wegen den Folgen des Unfalls aber ausser Gefecht gesetzt war. Die restlichen drei Aifas kamen nie in die Lage, wirklich voll aufzudrehen, da ihre Vormachtstellung nach dem Ausscheiden Farinas nicht mehr gefährdet war. Der aufmerksame Beobachter auf der Tribüne konnte bald erkennen, das* der "diesjährige Grand Prix in den Signal-* ständen entschieden wurde. Wenn Farina sich beim Start an die Spitze setzte und sich von Wimille, der ihn kurz nachher überholte, das Tempo diktieren Hess, so fügte er eich ganz dem Konzept de6 Alfa-Stalles, der Wimille offensichtlich den Auftrag erteilt hatte, Farina bis zum Ausscheiden zu hetzen. Als dieser nachher Trossi hinter sich hatte und so in die Zange genommen sein Tempo nicht reduzierte, da erwartete man bald, dass der technisch unterlegene Maserati über kurz oder lang die Waffen strecken musste. Dies tat er denn auch, nachdem Farina seinen Widersachern einen interessanten Kampf geliefert hatte. Etwas allzu offensichtlich zeigte dann der Boxenhalt Wimille6, durch den Trossi an die Spitze gelangte, wie die Dispositionen des Alfa-Stalles lauteten. Ohne dass man Trossi den Sieg zu vergönnen braucht, sei doch festgestellt, dass Wimille der schnellste Mann auf der Strecke war. Einen ausgezeichneten Eindruck hinterliossea die neuen Maserati, die von Villoresi und Ascari im Rahmen der Scuderia Ambrosiana, in der «Johnny» Lurani eine leitende Rolle spielt, gesteuert wurden. Dieses neue Modell, der 4 CLT (= tubolare) mit Rohrrahmen, wurde aus dem bekannten Sechzehnventiler entwickelt, dessen Motor aber •von} Maserati-Werk in Modena eine neue Zweistufengebläseanlage erhielt, die sich von den Kompressoraggregaten Prof. Speluzzis, wie 6ie letztes Jahr die Scuderia Milan einbaute, unterscheidet. Wichtiger aber noch ist wohl der neue Rohrtierrahmen, der nicht nur das Aussehen des Wagens verändert, sondern dem Maserati endlich diejenige Strassenlage vermittelt, ohne die ein erfolgreiches Eingreifen in einem Grand Prix, an dem die Alfettas teilnehmen, ausgeschlossen ist. Die Wagen Villoresis und Ascaris wurden von ihren Piloten nicht übermässig gehetzt, hielten durch und endeten ehrenvoll auf dem dritten und fünften Platz. In diesen Modellen scheint Alfa Romeo 158 endlich ein wenigstens teilweise ebenbürtiger Gegner entstehen zu wollen, wenngleich beispielsweise ein Registervergaser, wie ihn die Auto-Union-Rennwagen vor dem Krieg zu ihren Kompressoren verwendeten, dem Mailänder Fahrzeug noch zu einigen PS mehr verhelfen könnte. Von den älteren Maserati-4-CL waren die beiden Wagen aus dem Plate-Stall mit dem Sturz Kautz 1 und der Beschädigung des Fahrzeuges von Tulo Graffenried, von schwarzem Pech verfolgt. Hoffentlich erhält unser heute bester schweizerischer Rennfahrer einmal Gelegenheit, mit einem modernen, schnellen Gefährt z-u zeigen, was er in den letzten zwei Jahren gelernt hat. Die Bremgartenrundstrecke zeigt dem aufmerksamen Rennbesucher immer wieder, dass das Problem Strassenlage heute noch nicht endgültig gelöst ist. Obwohl verschiedene Wagen mit Neuerungen anrückten, traten immer noch Ablösungen, ungewolltes Schleudern etc. auf. Hochinteressant 'ist vor allem das Verhalten der Alfetta-Hinterräder, die bekanntlich Schwingachsen besitzen. In unbelastetem Zustand stehen die Räder, im Gegensatz zu den normalen Schwingachsen bei Personenwagen, nicht in «O »-Stellung, sondern ziemlich genau parallel, um beim Beschleunigen, wenn sich der Hinterwagen senkt, den Eindruck von «X >- Beinen zu machen. Die Spur vergrössert sich dabei also, eine Erscheinung, die in den Kurven, wo sonst Schwingachswagen eine erhebliche' Spurreduktioh EIN NEUER RENNWAGEN. DELAHAYE 4'/j LITER. Der von Chaboud im Training gesteuert« neue Monoposto-Rennwagen konnte im Rennen leider nicht starten. Diese Maschine dürfte in Zukunft von sich reden machen. NEUE AUFHÄNGUNGEN. Die sprichwörtliche Zuverlässigkeit der kompressorlosen Wagen, die die Tücke des Renngeschicks oft nicht bestätigt, fand 6ich diesmal in Chirons zehn Jahre altem Talbot unter Beweis gestellt. Etwas enttäuscht waren wir vom Abschneiden der beiden neuen Vertreter dieser Marke, die unter der Führung von Rosier und Comotti beide mit einem ärgerlichen Defekt {Bruch von Oelleitungen), wie sie oft das Debüt neuer GUMMI FOR ALTA. Dieser neue Engländer, der bis zv Abscassis 1 Sturz einen guten Eindruck ninterliess, besitzt hintan Rennwagen stören können, ausschieden. Schade, dass Chabouds neuer Delaha ist ein gemeinsamer Luftansaugtrichter für die drei Vergaser, der ausserhalb der Motorhaube angebracht ist. D.B. 2 LITER, Der kompressorlose Motor des D.I., dessen Abstammung vom Citroen deutlich^ erkennbar ist. Der Wagen konnte leider als überzählig nicht starten. DER NEUE MASERATI. Die auffällig schöne und niedrige Linienführung des neuen Rennwagens tritt auf diesem Bild deutlich'hervor. Der dritte Platz wurde Villoresi nie-streitig gemacht. Der Wagen hat eine vordere Dreiecklenker-Aufhängung mit Schraubenfedern. und im Grenzfall verminderte Haftung erleiden, dazu führt, dass die Räder eine Stellung einnehmen, die derjenigen der bekannten entgleisungssicheren Schnellbahn, wie sie Prof. Wiesinger in Zürich propagiert, gleicht. Zusammen mit den neuen Stoßdämpfern dürfte dieser Umstand die Strassenlage sehr günstig beeinflussen. Im gleichen Zeitpunkt, wo Ford, der langjährige Vertreter .der Querfeder, zur hinteren Längsfeder übergeht, kehrt Cisitalia an den Wagen des Werkes zur quergelegten Blattfeder zurück. Nicht nur diesem Umstand sind die wesentlich verbesserten Rundenzeiten dieser Marke zu verdanken, denn auch der höher gezüchtete Motor sowie der Ersatz des halbautomatischen Dreiganggetriebes durch ein normales Getriebe mit vier Gängen 6pielt hier eine Rolle. Ueberraschend gut hielt sich der neue Atta mit seiner Gummifederung. Allerdings macht sich deutlich ein gewisses Hinaushängen in den Kurven bemerkbar, was darauf zurückzuführen ist, dass vorn und hinten gleiche Aufhängungselemente mit Querlenkern, also fast keinem Aufrichtemornent und sehr tiefem Momenfanzcntrum,' " verwendet