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E_1948_Zeitung_Nr.033

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16 AUTOMOBIL-REVUE

16 AUTOMOBIL-REVUE MrrrwocH, 28. JULI ms - Nr. 33 RICHLANOKII ^ DE LUXE 140 X 40 150 X 40 160 X40 165X400 185 X 400 14X45 Verstärkte Seitenwände, weiche die Pneus vor unregelmässigen Felgen und Rost schützen Meterdimensionen Automobilisten! verlangen Sie Pneus Richland-de-Luxe bei Ihrem Garagisten Alleinvertreter für die Schweiz S.A. pour la vente des pneus Richtend, Genf Place Longemalle 7 - Telephon 5 63 97 Letzte technische Errungenschaften: Direkte Einspritzung, 4,5 t Nutzlast. 3-Gane-Setriebe. Doppelte Rücksetzung Das Kamel sprach zum Jeep: t Ich Üjjp^JPP^" überquere die Wüste, denn tagelang halt ich's ohne Wasser aus! » Darauf der Jeep: eich erst recht .denn dank tUBRI-GAS rm Tank halt ich's dauernd ohne Wasser aus! > Es klingt wie ein Märchen eines modernen Lafontaine — und doch ist es wahr: 1 kleiner Massbecher LUBRI-GAS-Konzentrot auf 10 Liter Benzin = Schmierbenzin! Dieses bildet einen unverkennbaren OEL-Film in der Explosionskammer, dem wertvollsten und empfindlichsten Teil Ihres Wagens. Vorteile: leiser, geschmeidiger Gang — kein Klopfen — mehr Rasse — kuhler am Berg — viel geringere Russbildung — Schonung der Koleine g rosse ben, Ringe und Ventile — kurz, mehr Freude... und Ersparnis. LUBRI-GAS seit 1917 in USA führerid und — obschon hier erst seit 1947 — schon Referenzen, wie Fluggesellschaften, Sportfliegerschulen und über 10 000 Automobilisten N. v. MÜHLENEN GmbH. MINERALÖLE UND FETTE BERN, EFFINGERSTRASSE 75 • TELEPHON (031) 27666 1 Liter lubri-Gas-Konzentrot reicht für 500 Liter Benzin Diel-Liter- Kanne zu Fr. 8.30 in Garagen Untervertreter Garage GUYOT S.A., LAUSANNE: Waadt, Wallis, Freiburg, Neuenburg und Berner Jura. AUTO AG.. AARAU: Basel, Aarqau, Solothurn. Ls. HONEGGER. Winterthurerstrasse 344. Z0RICH: Zürich, St. Gallen, Graübünden, Thurgau u. Appenzell. FISCHER & SCHIBLER. BERN: Kanton Bern. Parko-TipNr.1 Schaffen Sie sich noch heute einBidon PARKO GLOSS POLISH & CLEANER an. Sie werden morgen Ihren Wagen mit PARKO behandelt nicht mehr erkennen. PARKO verleiht Ihrem Wagen ein neues Aussehen. Verlangen Sie PARKO bei Ihrem Garagisten oder wenn nicht erhältlich beim Generalvertreter ED. STEINER AG., BERN Laupenstr. 9-11 Tel. (031) 23545/258 22 Cliches Hallwag sind erstklassig DIFFERENTIAL, und KARDANWELLEN liefert prompt, innert wenigen Stunden nach Erhalt, nach eingesandtem Muster oder Zeichnung, aus bestem Chromnickelstahl Piero Bonetti, Locarno Mech. Werkstätte Te . 7 21 55 Unsere prächtigen Alpenpässe bleiben Ihnen verschlossen, wenn Ihr Kühler nicht mehr seine volle Leistung hergibt! Tadelloses Funktionieren Ihres Kühle» dank Cooling System Cleanser, ein hervorragendes Auflösungs- und Reinigungsmittel für Ansätze im Kühler. Cooling System Sealer verstopft alle KUhlerrisse und verhindert das Entstehen neuer Leckstellen. In allen guten Garagen und Drogerien erhältlich. Generalvertretung für die Schweiz: AUTOLAC AG., 6, nie de la Fleche, Genf Unsere 40jährig« Erfahrung im Kühlerbau ist die best« Gewähr für fachgemässe Arbeit Wir fabrizieren, reparieren und reinigen Kühler aller Fahrzeuge innert kürzester Zeit Sichern Sie sich sorglose Fahrt! ORIONWERKE, ZÜRICH Telephon (051) 25 26 00 Seit 1900 an der Hardturmstrasse

III. Blatt BERN, 28. Juli 1948 AUTOMOBIL-REVUE in. Blatt BERN, 28. Juli 1948 DEUTSCHLAND Erdölsuche mit dem Helikopter Versorgungsschwierigkeiten in der deutschen Pneufabrikation Ein schwer zu lösendes Problem bildet für die deutschen Reifenfabriken die unzureichende Versorgung mit chemischen Hilfsmitteln. Der Nachschub von AlterunSsschutzmitteln, Vulkanisier- Die Pneufrage gehört heute in Deutschland zu den schwierigsten Problemen, mit denen 6ioh der Autobesitzer herumschlagen muss. Sie wurzelt nicht nur in der andauernd unzureichenden Versorgungslage, sondern auch in der geringeren Qualität, in der gegenwärtig die Reifen auf den Markt gelangen. Dazu kommt, dass der Verbrauch infolge der bedeutend härteren Betriebsbedingungen ganz gewaltig zugenommen hat. Damit steht einem gesteigerten Bedarf eine bedenkliche Unterproduktion gegenüber, währenddem einerseits die schlechten Stras6enverhältnisse, und zwar auf den Ueberlandstrassen wie in den Städten, die Reifen stark beanspruchen, gibt es anderseitß-keine oder nur ungenügende Reparaturmöglichkeiten. Solche Umstände verkürzen natürlich die durchschnittliche Lebensdauer eines gewöhnlichen Pneus im Vergleich zur Vorkriegszeit. Und schliesslich sind alle in Betrieb» stehenden Reifen ständig Ueberlastungen ausgesetzt, weil bei dem gegenwärtigen geringen Verkehrsvolumen jede Fahrt maximal ausgenützt werden muss. Für die Produktion von Pneus im heutigen Deutschland sind alle Vorbedingungen mehr oder weniger unbefriedigend. Von der Arbeiterfrage bis zur Rohmaterialbeschaffung bildet dieser ganze Industriezweig ein Schulbeispiel für Mangelwirtschaft. Eine ernste Knappheit an Facharbeitern stellt die Qualität des Produktes zum vornherein in Frage, und dazu bleibt die Frage der Versorgung mit Kohle und Strom in den meisten Betrieben nach wie vor ungelöst, was bedeutet, dass die einzelnen Fabriken ihre volle Produktionskapazität nicht auswerten können. Die Rohstoffschwierigkeiten jedoch verkörpern den eigentlichen Kernpunkt der Problematik der heutigen deutschen Pneuproduktion. Indessen zeichnen sich gegenwärtig Bestrebungen ab, die darauf zielen, in Zukunft bei der Fabrikation wieder mehr die ursprünglichen Pneubeschleunigernrohstoffe zu berücksichtigen. Das heisst, dass Naturkautschuk und Baumwolle den bisher verwendeten synthetischen Kautschuk und die Kunstseide ablösen würden. Die Herstellung von Reifen Der «Fall Tucker » erregt auch ausserhalb der Industrie das grösste Aufsehen. Bekanntlich sind die Tucker-Werke « vorübergehend » geschlossen. Den Anlass hiezu bildete das Verlangen der Finanzaufsichtsibehörde auf Herausgabe der Geschäftsbücher, worauf Preston Tucker antwortete, das Fehlen der Bücher mache eine geordnete Geschäftsführung unmöglich; gleichzeitig etitliess er seine rund 2000 Arbeiter und Angestellten, um das Betriebskapital zu schonen. Ferner gab er bekannt, das« die Produktion für immer eingestellt •werden müsse, wenn 6ich die Prüfung über mehr als 60 Tage erstrecke. Bei der Finanzaufsichtsibehörde wie auch in weiten Teilen der Oeffentlichkeit betrachtet man Tuckers Begründung der Stillegung der Werke als Ausrede. Die Behörde hatte die Herausgabe der Bücher nur formell verlangt und sich bereit erklärt, die Revision in den Geschäftsräumen Tuckers vorzunehmen. Oeffentlichkeit (und vielleicht auch Behörden) fürchten, dass Tuoker finanziellen Schiffbruch erlitten hat. Er startete 6ein Unternehmen mit einem Kapital von 21 Millionen Dollar, einer Summe, welche für die Gründung einer neuen Autofabrik für viel zu gering gehalten wird. Kaiser begann mit 50 Millionen Dollar, und auch dieser Betrag reichte kaum aus. Von den 21 Millionen der Tucker-Gesellsehaft waren am 31. Mai nur noch 3 Millionen Dollar in Barreserven vorhanden, denen Forderungen von 1,6 Millionen Dollar gegenüberstanden. Ausserdem hat Tucker jeden Monat 600 000 Dollar an Löhnen und Gehältern zu zahlen; hinzu kommen noch die erheblichen laufenden Ausgaben für Stahlblech, Maschinerie u. dgl. m. Sein Versuch, von künftigen Kunden Vorschüsse auf Zubehörteile zu erhalten, brachte ihm nur 800 000 Dollar «in. Schon vor Monaten hatte die Finanzaufsichtsbehörde eine weitere Aktienausgabe verboten. Inzwischen ist von einem Autohändler gegen Tucker der Konkursantrag gestellt worden. Begründet wird er nicht nur damit, dass Tucker unterlassen habe, die zunächst für Januar, dann für Juli versprochene Produktion aufzunehmen, sondern U. S. A. Amerikanischer Brief Neues aus der Autoindustrie aus synthetischem Gummi darf schon deshalb nur als Notlösung gelten, weil der Produktionsprozess auf dieser Rohstoffbasis sehr kompliziert ist und dadurch verteuert wird. Zudem liegt die Qualität von Kunstkaut6chukreiien beträchtlich unter jener der Naturgummipneus. Für gewisse Pneusorten kommt jetzt schon als Ausgangsmaterial nur Naturkautschuk in Betracht, beispielsweise für alle Arten von Riesenreifen. Vor allem wirken eich beim Rohgummi die Importschwierigkeiten hemmend aus. So bleibt nichts ander.es übrig, als ru warten und darauf bedacht zu sein, möglichst günstige Mischungsverhältnisse zwischen Naturund Kunstkautschuk zu erreichen. Aehnlich verhalten sich die Dinge in der Gewebefrage, wenn hier auch nicht derart schwere Engpässe bestehen. Der Kampf zwischen Baumwolle und Kunstseide in der Reifenfabrikation ist vorläufig dahin entschieden, dass sowohl Kunstseide als auch Baumwolle die Rohstoffgrundlagen bilden. Kunstseide hat sich hauptsächlich in der Herstellung von Riesenreifen mit starker Beanspruchung gut bewährt, weil sie die Erwärmung besser aufnimmt. Dennoch bleibt Kunstseide, wie 6ie heute von den meisten Fabriken notgedrungen verwendet werden muss, auf die Dauer nur ein Notbehelf, und man erwartet mit Sehnsucht die ersten wieder eintreffenden Baumwollieferungen aus Uebersee. Aber selbst wenn Kunstseide in vermehrtem Ma&s zur Fabrikation herangezogen wurde, machten sich auch hier Mangelerscheinungen bemerkbar. In erster Linie fehlen hier die skandinavischen Edelzellstoffe. Bindemitteln etc. ist durch den Ausfall der alten Belieferungsbasis, der IG-Farben, fast gänzlich unterbunden Man sucht sich mit dem Ausweichen auf chemische Ersatzstoffe zu behll-» fen, wobei sich aber schwierige technische Probleme erheben. auch mit der Behauptung, er habe ungerechtfertigt hohe persönliche Bezüge gemacht, u. a. für ein Flugzeug und für ein Grundstück mit Haus. Ein Vertreter der Tucker-Gesellsehaft erklärte in Abwesenheit Tuckers selbst, dass sie alle diese Vorhalte kategorisch zurückweise und dass die ganzen Pröduktionsprobleme demnächst bei einer Versammlung der 2000 Tucker-Vertreter dargelegt würden. Die Zeitschrift « Newsweek » geht in ihrer Nummer vom 12. Juli sogar so weit, den Fortbestand der Tucker-Werke in Frage zu stellen. Sollten sie wirklich schliessen, dann wäre damit die Einführung eines technisch hochinteressanten, kühn konzipierten Wagens in den USA einstweilen vereitelt. Ganz zweifellos wird Tucker diese Entwicklung auf die Machinationen anderer Werke zurückführen, die er schon jetzt für seine Schwierigkeiten einschliesslich der Bücherrevision verantwortlich macht. Preiserhöhungen infolge von Lohnsteigerungen und Verteuerung von Materialien dauern an. General Motors hat die Preise für Ersatzteile um rund 6 % erhöht, d. h. seit 1940 um 46 %. Fort-Lastwagen sind zwischen 40 und 148 Dollar, d. h. um i'A bis WA % teurer geworden, Chrysler-Wagen um 75 bis 125 Dollar, De Soto6 um 80 bi6 132, Plymouths um 80 bis 95 und Dodges um 75 bis 120 Dollar. Preiserhöhungen bei Studebaker, Hudson, Packard, Chevrolet, GMC- Lastwagen und den neuen Fords haben schon vor einigen Wochen stattgefunden. Die Pneupreise werden demnächst um 5 bis 10 % anziehen. Autoanzeigen werden in den USA am meisten gelesen, wie aus einer kürzlich vom Reklameforschungsinstitut der American Newspaper Publiishere Association veröffentlichten Statistik hervorgeht. Diese Statistik basiert auf einer Berechnung der Zahl der Leser pro Anzeigenzeile. Sie ist am höchsten bei Autoinseraten, bei denen jede Zeile von 25 000 Personen gelesen wird; an zweiter Stelle folgen seltsamerweise Inserate für — Bier. Bei keiner Kategorie gibt die Grosse des Inserates allein den Ausschlag Das ist der < new look > bei der Suche nach Erdöl. Der Helikopter, der auf unserem Bilde in einem Sumpfgebiet im Staate Louisiana (USA) landet, hat einen Techniker für die Bedienung eines Schwerkraft-Messgerätes an Bord. Dieser Apparat ruht nach der Landung auf dem dreibeinigen Gestell, das zwischen den beiden c Pontons > sichtbar ist. Das Gerät zeigt die sehr geringen Differenzen in der Schwerkraft der Erde an verschiedenen Stellen an, die von der geologischen Struktur der tektonischen Schichtung abhängt und so mittelbar Rückschlüsse auf allfällige Erdölvorkommen erlaubt. für die Menge der Leser; entscheidend war vor allem die reklametechnische Gestaltung, die dann am meisten Erfolg hatte, wenn das Inserat nicht nur Erzeugnisse, sondern auch Darstellungen von Personen enthielt und wenn möglich mit humoristischen Effekten arbeitete. Aus, der Oelindustrie. Paradoxerweise hat die Erhöhung der Verkaufspreise für Oel und Benzin eine Besserung der amerikanischen Treibstofflage mit sich gebracht, da nunmehr auch Anlagen zur synthetischen Herstellung von Benzin aus Naturgas rentabel geworden sind. Zwei derartige Werke sollen in allernächster Zeit erstehen; der Fabrikationsprozess wird als ein « verbessertes Fischer-Tropsch-Verfahren » bezeichnet. Ferner trägt auch die internationale Spannung indirekt zur Verbesserung der amerikanischen Treibstofflage bei, da man an offizieller wie auf privater Seite die Vervollkommnung der synthetischen Verfahren mit grösster Energie betreibt. Die Erschöpfung der amerikanischen Petroleumvorkommen wird immer mehr ins Reich der Phantasie verwiesen. Im letzten Jahre war die Menge der neuentdeckten Erdölreserven etwa doppelt so gross wie die Menge de6 Petroleums, das tatsächlich gefördert wurde. Nicht einbegriffen hierin sind die Lager von ölhaltigen Schiefern namentlich im Staate Colorado, die allein genügten, um den amerikanischen Bedarf ein Jahrhundert lang zu decken — wenn es gelingt, ein wirtschaftliches Extraktionsverfahren zu finden. Weitere Oelbohrungen von schwimmenden Plattformen im Karibischen Meer dürften schon in nächster Zukunft vorgenommen werden, da sich die bisherigen Bohrungen — mehr als 7000 Fuss unter der Meeresoberfläche — als ausserordentlich ertragreich erwiesen haben. Die grosse Oel-Pipe-line in Ohio, bei der Pumpund Verteilungsstationen oft bi6 zu 150 km voneinander entfernt 6ind, hat eine Reihe von transportablen Radiosendern und -empfängern erhalten; auf diese Weise will man vermeiden, dass, wie es wiederholt vorgekommen ist, bei Unwetter, Feuer u. dgl. m. die Telephon- und Telegraphenanlagen ausser Betrieb gesetzt werden und damit eine Stockung der Oelversorgung eintritt. Bei einem « Benzin-Sparsamkeitswettbewerb » in Wood River schwang ein Fahrer obenaus, der mit einer Gallone Benzin in seinem 1937er De Soto 74,22 Meilen (rd. 119 km) zurücklegte. Der bisherige Rekord wurde 1942 mit 88,3 Meilen aufgestellt. Dezentralisierung der US-Autoindustrie Zahlreiche wichtige Teilbetriebe der amerikanischen Automobilindustrie werden heute von Detroit aus nach bedeutsamen « strategischen » Punkten im ganzen Land herum verlegt, um die Verteilung zu erleichtern und die Wirtschaftlichkeit zu steigern. Bei der zu erwartenden Rückkehr zum «Käufermarkt» treffen die grossen Automoibilfirmen schon jetzt ihre Vorbereitungen, um für die sicher kommende Verschärfung des Konkurrenzkampfes gerüstet zu sein. Seit Kriegsende sind mindestens 34 neue Fabrikations- und Montagebetriebe entstanden, d. h. 19 % des Totais von 133 Werken, wobei sich diese neuen Anlagen auf 77 Städte in 24 Staaten der USA verteilen, apd Belgien Zur Benzinverbilligung für Auslandstouristen in Belgien Zur Ergänzung und Vervollständigung der in «A.-R.» Nr. 31 bereits veröffentlichten kurzen Meldung über die vom 15. Juli an geltende Benzinpreisvergünstigung für ausländische Automobilisten in Belgien schreibt unser Brüsseler Korrespondent: An sich könnte der Erlass des Finanzministeriums zwar Befriedigung erwecken; allein im vorliegenden Fall handelt es sich um ein derart minimes Zugeständnis und der Formalitäten sind so viele, dass man die Massnahme nicht anders denn als Schlag ins Wasser bezeichnen kann. Die Verbilligung des Benzins um bFr, 2.— pro Liter bleibt nämlich an folgende Bedingungen geknüpft: 1. Sie gilt nur für den Ausländer, der sich zu autotouristischen Zwecken nach Belgien begibt; 2. um von der Vergünstigung profitieren zu können, muss seine Aufenthaltsdauer im Gebiet von Belgien—Luxemburg, mit Einscbjuss des Ein- und Ausreisetages, mindestens drei Tage betragen; 3. die Benzinmenige, auf der eine Rückvergütung gewährt wird, ist auf 20 Liter pro Tag und auf 300 Liter für einen längeren Aufenthalt begrenzt. Ueberdies hat der Grenzübertritt und die Ausreise an bestimmten Stellen zu erfolgen, wobei für die letztere die Zeit zwischen 7 und 22 Uhr gewählt werden muss. Dabei bedeutet der Umstand, dass der fremde Autotourist die Rückvergütung erst beim Verlassen Belgiens ausbezahlt erhält, natürlich eine Beeinträchtigung der Verwendbarkeit des Betrages und damit auch de6 Wertes einer solchen Vergünstigung. Für den Schweizer Automobilisten, der auf die Rückerstattung Anspruch erhebt, sind folgende Grenzposten vorgeschrieben: Aubange, Beaubru (Bouillon), Heer-Agimont, Bruly, Bois-Bourdon (Havay), Quievrain, Bonsecours, Hertain, Les Baraques (Menin) und Adinkerke. Bei der Ankunft an einem dieseT Posten muss sich der Autotourist eine Bescheinigung für die Rückvergütung ausstellen lassen, die unübertragbar ist und worin der Kilometerstand des Wagens beim Grenzübertritt eingetragen wird. DeT Schein besteht aus insgesamt 30 Abschnitten, deren jeder zum Bezug von 10 Litern Benzin berechtigt. Jedesmal beim Tanken muss die entsprechende Zahl dieser Abschnitte durch einen Stempel annulliert werden. Bei der Ausfahrt an einem der erwähnten Grenzposten weist der Automobilist den Rückvergütungsschein mitsamt den Zolldokumenten vor, worauf der Zöllner ihm den Betrag gegen Quittung aushändigt. Sollte der Fahrer aus irgendeinem Grunde unterlassen haben, den Schein zu verlangen, so kann er dies bei einem der Zollämter in Ar- Ion, Brügge, Brüssel, Charleroi, Courtrai, Gent, Lüttich, Louvain, Malines, Mons, Namur, St. Nicolas, Tournai und Verviers noch tun; die Rückvergütung erfolgt jedoch ausschliesslich an den Grenzzollämtern. Uebri^ens kann deren Ausrichtung aufgeschoben werden, sofern der Zollbeamte Verdacht hegt, es könnten Unregelmä6sigkeiten begangen worden seia Alles in allem: eine Massnahme von geringer praktischer Bedeutung, weil einem allzu bescheidenen Vorteil eine Menge von Unzukömmlichkeiten und Zeitverlusten gegenüberstehen. Indessen hielten wir eine Darstellung der Einzelheiten der neuen Retfelun«* doch für angezeigt, weil sich deren zeitlicher Geltungsbereich nicht bloss auf die Saison 1948 beschränkt; vielmehr soll künftig die Benzinverbilligung alljährlich vom 1. April bis 30. September in Kraft treten.