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E_1948_Zeitung_Nr.027

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10 AUTOMOBIL-REVUE

10 AUTOMOBIL-REVUE MJTTTrOCH, 16. JUNI 1, ».»'»•? < ., ~ Enormer Benzin- und Ölverbrauch ... Motorenlärm... der über den ganzen Wagen resoniert; das sind meistens die Folgen von flatternden-schlotternden und abgelaufenen Kolben im ausgeschlagenen Zylinder. Statt kostspieligen und langfristigen Reparaturen (Motorausbau), können diese Uebel mit dem Einbau der einfachen, aber genial erdachten ATREMA-DRUCKPLATTEN in der Kolbenwand radikal behoben werden. Senden Sie die ausgebauten Kolben zur kurzfristigen Montage der Druckplatten (2—3 Tage) an ATREMA-IDEAL, Fulenbach. Resultat: Rassiges Anzugsvermögen, schneller Lauf, Ersparnis an Brennstoff und Oel. Korrespondenzen an das kaufmännische Büro: ATS?EMA-IDEAL, ZÜRICH 2 Renggerstrasse 57 Konium-Elektroden bereiten durch Abgabe von Ionen das leichtere Überspringen des Funkens vor Erhältlich in alten Gangen Generalvertretung für die Schweiz : Rieh. Filtlnger, Ingenieur « Cit, /Unu

II. Blatt BERN, 16. Juni 1948 AUTOMOBIL-REVUE II. Blatt BERN, 16. Juni 1948 Pioniere gegen Produzenten Der Tucker — ein Wagen, der technische Geschichte machen kann Eine fachliche Betrachtung über die «grosse Unbekannte > im amerikanischen Autobau Dass vom Augenblick, wo ©ine Neukonstruktion auf der Strasse erprobt wird, bis am Moment, da ein Interessent im Laden den gleichen Wagen kaufen kann, heute noch grössere Zeiträume verstreichen und schwierigere Hindernisse zu überwinden sind als vor dem Kriege, wissen unsere Leser aus vielen Veröffentlichungen. Vor längerer Zeit haf die t A.-R.» beispielsweise den neuen Tendenzen im französischen Leichiwagenbau zwei Artikelserien gewidmet, die vielleicht vom Standpunkt des Produzenten aus gesehen, reichlich frühzeitig erschienen waren, denn es sind fast drei Jahre verflossen, bis die •rsten schüchternen Ansätze zum Serienbau verwirklicht werden konnten. Heute geniesst ein Amerikaner als «dark horse > Aufmerksamkeit von seiten der Industrie, des Handels wie auch des Automobilisten, nämlich der sagenumwobene Tucker. Im Januar 1946 veröffentlichte die tA.-R. > erstmals eine Notiz über die fast revolutionären Projekte dieses neuen Mannes im Autobau, und seither hat die Tages- und Fachpresse aller Länder periodisch mehr oder minder zutreffende Nachrichten darüber veröffentlicht. Die Situation, wio sie sich an Hand der Meldungen unserer Mitarbeiter in den USA wie auch aus Aeusserungen des Werkes darstellt, kann man etwa wie folgt zusammenfassen: Die Tucker-Gesellschaft verfolgt mit grösster Anstrengung ihr Ziel, einen neuartigen Wagen zu bauen. Zur Zeit befindet sich eine Vorserie in Herstellung, von der die ersten Exemplare bereits fahren. Die oft besprochenen technischen Spezifikationen, von denen manche in Fachkreisen ein ungläubiges Kopfschütteln verursachten, sind als offiziös zu betrachten,- offizielle Daten gibt die Fabrik erst bekannt, wenn sie die Großserienproduktion aufnimmt. Dennoch hat es die t A.-R. > als ihre Aufgabe angesehen, ihre Leser über den technichen Wert der bekannt gewordenen Merkmale objektiv und detailliert zu orientieren. Die nachstehende Abhandlung bezweckt somit im Gegensatz zu den üblichen Wagenbeschreibungen nicht, ein Serienprodukt näher zu betrachten, sondern will die Gründe beleuchten, die zum Entwurf von neuartigen Automobilkonstruktionen führen können. • Deshalb sind die Spezifikationen des Tuckers auch nur summarisch behandelt und mit allem Vorbehalt wiedergegeben. Ob und wann der Tucker kommt, entzieht sich unserer Kenntnis. Fest steht, dass der Konkurrenzkampf in den USA bereits wieder einzusetzen beginnt und die Machtpositionen in der Autoindustrie nicht nirr von technischen Faktoren abhängig sind, fest steht ferner, dass sich in der Geschichte der Autotechnik jede umwälzende Neuerung erst im Laufe der Zeit und unter Kämpfen durchsetzen konnte. Dass die Grundideen der Tuckerschen Konstruktion Beachtung verdienen, steht ausser Zweifel; wie weit sie von einer seriösen industriellen Auffassung begleitet werden, dies wird die Zukunft, wahrscheinlich die baldige Zukunft zeigen. Eines sei allerdings festgehalten: Die letzten Neuerungen der grossen amerikanischen Konzerne auf dem Gebiet der Kraftübertragung zeigen deutlich, dass auch bei den sogenannten konservativen Firmen sehr ernsthaft an der.technischen Weiterentwicklung gearbeitet wird. Vielleicht werden in absehbarer Zeit auch auf anderen Gebieten ähnliche Entwicklungen festzustellen sein. Red. Von den < Grossen Drei> zu "den