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E_1948_Zeitung_Nr.027

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20 AUTOMOBIL-REVUE

20 AUTOMOBIL-REVUE •111VOUL K. JORI -1fr. 27 Der «Fall» Kaiser, der seit Anfang Februar die Öffentlichkeit beschäftigt, hat zwei Seiten. Die eine ist finanztechnischer Natur; sie betrifft eine Aktienaffäre, deren Hintergründe zur Zeit noch Gegenstand einer Untersuchung bilden, die andere ist charakterisiert durch die Auswirkungen dieses Streites auf die Autoindustrie im allgemeinen und auf die Kaiser-Frazer-Werke im besonderen. Bei der Aktienaffäre handelt es sich im wesentlichen um folgendes: Kaiser brauchte zur Durchführung eines beispiellosen Expansionspragramms flüssiges Kapital. Um dieses aufzubringen, beschloss er, 1500 000 Aktien auszugeben, die von der Maklerfirma Otis & Co. zu $ 11.50 pro Aktie übernommen und zu $ 13.— dem Publikum angeboten werden sollten, und zwar waren von den 1 500 000 Aktien 900 000 für Otis bestimmt. Der Vertrag wurde am 3. Februar dieses Jahres abgeschlossen. Nunmehr forderte Otis Kaiser auf, schon vor der Lancierung der neuen Ausgabe als Käufer aufzutreten, um den Preis auf 13J4 ? zu bringen. Kaiser sträubte sich anfänglich hiegegen, Hess sich dann aber auf da6 Geschäft ein und erwartete, rund 25 000 Aktien zurückkaufen zu müssen. Tatsächlich musste er jedoch mehr als 186 000 seiner eigenen Aktien übernehmen, die er nur mit einem erheblichen Verlust hätte kaufen können. Hiezu kam es jedoch nicht, denn plötzlich trat Otis vom Vertrage zurück. Darauf verklagte Kaiser die Maklerfirma auf den doppelten Betrag des erlittenen Schadens, d. h. $ 7 762 500. Die Verhandlungen yor der SEC (Security and Exchange Commission) werden eeit Wochen von beiden Seiten unter Zuhilfenahme aller forensischen Möglichkeiten geführt. Sie dürften 6ich noch geraume Zeit hinziehen, und dann wird die unterlegene Partei zweifellos den Instanzenweg einschlagen. Die ausserordentlich verwickelten Details der Verhandlungen (u.a. ist auch ein Nebenkläger aufgetreten) sind hauptsächlich für den Fachmann interessant. Das grosse Publikum will jedoch vor allem wissen, ob der Rechtsstreit einen Einfluss auf das Schicksal der Kaiser-Frazer-Werke hat, Von Wichtigkeit ist hierbei vor allem, dass die Aktienausgabe die Schaffung von Expansions- und U. S. A. Der «Fall» Kaiser (Von unseren New Yorker Korrespondenten) nicht von Sanierungskapital bezwecken sollte. Nach anfänglichen Schwierigkeiten hatten sich die Kaiser-Frazer-Werke (oder K. F., wie sie allgemein genannt werden) durchzusetzen begonnen. Noch im ersten Quartal 1947 schlössen sie ihre Bilanz mit einem Verlust von 3 Millionen Dollar ab. In den restlichen drei Vierteljahren erzielten sie jedoch einen Gewinn von 22 Millionen, so dass ein Nettogewinn von 19 Millionen Dollar verblieb. Diese aufsehenerregende Leistung ist auf mehrere Gründe zurückzuführen. Erstens stieg die Produktion ununterbrochen an — von ein paar Dutzend Wagen bis auf mehr als 1000 pro Tag. Zweitens waren diese Wagen nicht eben billig, Aber das Publikum kaufte sie, war also willens, diese Preise zii bezahlen. Und die Nachfrage hielt an, zumal K.-F.- Wagen den Vorzug besagen, sofort lieferbar zu sein. Die Fabrik ging zur Einführung einer zweiten Schicht in Willow Run über, eine Massnahme, die erfahrung6gemäss die Produktion wenigstens vorübergehend verteuert. Ihr Ziel war, die Produktion auf mindestens 1500 Autos pro Tag zu bringen. Schon damals — im Januar d. J. — standen die K.-F.-Werke unter den amerikanischen Autofabriken an vierter Stelle und machten den mittelschweren Wagen der «drei Grossen » ernsthafte Konkurrenz. Um sich endgültig durchzusetzen, brauchte K. F. mehr Kapital — und in diesem Augenblick trat Otis vom Vertrage zurück. Nahezu augenblicklich musste Kaiser-Frazer die gerade erst eingeführte zweite Schicht wieder aufgeben und zum ersten Male Entlassungen von Arbeitern vornehmen. Die Produktion fiel zwar sofort ab, aber der entscheidende Punkt liegt darin, dass K. F. bewiesen hatte, dass er sogar bei geringerer Produktion rentabel arbeiten konnte und jedenfalls : , lebensfähig war; der Jahresgewinn von 19 Millionen Dollar spricht für die Richtigkeit dieser Behauptung. Im Vorjahre stellten K. F. 145 000 Wagen her. Ursprünglich waren für 1948 300 000 in Aussicht genommen, doch wird diese Zahl kaum erreicht werden. Sicher ist aber damit zu rechnen, dassdie Produktion des Vorjahres überschritten wird. Als 6ich nämlich ergab, das« das neue Kapital 1 " aüsschliesslich für Expansionszwecke diente Hii&*'die Fabrik keiner Sanierung bedurfte, schlug die Stimmung des Publikums, das während |anz kurzer Zeit eine gewisse Kaufunlust gezeigt hatte, fast augenblicklich um. Noch im Februar d. J. hatte jeder der rund 4000 K.-F.-Vertreter in den USA 5—6 Wagen zur Verfügung (während andere Vertreter keine Autos, dafür aber Wartelisten bi6 zu 18 Monaten und sogar noch darüber hatten),. Inzwischen ßind diese K.'-F.-Wagen zum grossen Teil vom Markt verschwunden. Zum < erstenmal seit der Gründung der Werke hat die Fabrikleitung ein Rationierungssystem für ihre Vertreter einführen müssen. Damit ist K. F. der .Beweis geglückt, dass eine Produktion v.on 650 _ Wagen pro Tag, die ja eine Rentabilität garantiert, von den Käufern aufgenommen wird. 650 ist jedoch nur _das Minimum, das produziert werden kann; schon jetzt ist die Produktion wieder im Steigen begriffen, und man nimmt an, dass sie auch ohne weitere Finanzierung» von aussen her » noch im Laufe dieses Jahres auf mindestens 800 Wagen pro Tag erhöht werden könne. Trotz des Otis-Fiaskos scheint eine solche weitere Finanzierung nicht ausgeschlossen. Henry Kaiser befindet sich bereits- wieder auf der Suche nach Expansionskapital. Von ernst zu nehmender Seite wird eine solche Suche für illusorisch gehalten, aber die gleiche ernst zu nehmende Seite betrachtete es auch als unmöglich, dass sich aus der riesigen Bombenfluigzeugfabrik in Willow Run jemals eine Autofabrik herstellen Hesse, daes das •Publikum die neuen, noch nicht bewährten Wagen kaufen würde und das« es K.F. gelingen könnte, das erste Betriebsjahr ohne finanzielle Katastrophe "zu überleben. Wenigstens solange die Hausse am Automarkt anhält, kann K.F. damit rechnen, Pläne durchzuführen, die sich in normalen Zeiten nur mit den grössten Schwierigkeiten — wenn überhaupt -— realisieren Hessen, Und die Konjunktur am Automarkt wird noch viele Monate hindurch anhalten, vielleicht sogar mehrere Jahre. Selbst wenn K. F. seinen Prozess gegen Otis verlieren sollte, wird dies nicht bedeuten, dass eines der jüngsten und leistungsfähigsten Werke endgültig aus dem Rennen geworfen oder gar die amerikanische Autoindustrie selbst empfindlich ist. getroffen E.B. Paradoxe Höchstgeschwindigkeiten in den USA. Nach einem soeben erlassenen Gesetz macht eich im Staate Mississippi jeder Automobilist strafbar, der auf Bundesstrassen unter normalen Verkehrsverhältnissen mit weniger als 30 Meilen (48 km) pro Stunde fährt. Gleichzeitig ist im Distrikt Columbia, dem Bundesgebiet, in dem Washington liegt, ein Gesetz bestätigt worden, wonach sich jeder'strafbar macht, "der aus irgendwelchen Gründen mit mehr alc 25 Meilen pro Stande fährt. E. B. Keine Preiserhöhungen bei General Motors Die General-Motors-Werke haben bekanntgegeben, •• dass trotz der Lohnsteigerungen auf Grund der Verträge, die mit den Gewerkschaften abgeschlossen worden sind, vorläufig keine Erhöhung der Preise für die von den Werken hergestellten Wagen eintreten wird. E. B. Autobs* Strassen für New York ? Als « Fuscgänger-Inseln » (« Pedestrian Islands ») werden die Hauptstrassen im Geschäftszentrum van New York bezeichnet, die nach dem Vorschlag zweier bekannter Architekten, Simon Breines und John P. Dean, für den Autoverkehr gesperrt werden sollen. Dieser Vorschlag, der gegenwärtig von allen interessierten Gruppen diskutiert wird, geht davon aus, dass nicht das Auto, sondern der Fussg&nger in den Mittelpunkt aller Erörterungen über die Beseitigung der Verkehrsverstopfurtg zu stellen sei. Anstatt im Verkehrszentrum der Stadt teure Parkplätze und Garagen zu erstellen — eine Massnahme, die nur weitere Autos in die vorübergehend etwas weniger verstopften Strassen locken würd* —, sollen die Autos aus bestimmten Strassen überhaupt verbannt werden; Trottoir und Fahrdamm blieben ausschliesslich den Fussgängern überlassen. Zwei Schwierigkeiten sind jetzt 6chon vorauszusehen: Erstens werden die Nachbarstrassen womöglich noch mehr überfüllt als bisher, und zweitens droht den Geschäftsleuten ein Verlust, wenn der Kunde sie nicht mehr im Wagen besuchen kann. Das erste Problem ist kaum lösbar; für das zweite wird vorgeschlagen, es sollten 6ich alle Geschäfte in einer « autolosen » Strasse zusammenschliessen und einen Lieferdienst organisieren, der dafür sorgt,* da66 mit Hilfe von Dreirädern (!), Fließbändern usw. die Waren bis zum sogenannten «Portal •» am Ende der autolosen Zone gebracht werden, wo sie da-nn die üblichen Transportmittel in Empfang nehmen Die massgebenden Kreise sind sich darüber einig, das6 man es auf einen Versuch ankommen lassen könne; immerhin hat New York seit 1907 schon 51 verschiedene Pläne zur Verbesserung der Verkehrslage ganz oder teilweise dtirrhgeführt, wobei das Ergebnis noch immer gleich Null war. E.B. Universitätskurse für Verkehrsrichter Um die Praxis der Verkehrsrechtsprechung zu vereinheitlichen, führt die Universität von Kalifornien Spezialkurse für amtierende Richter ein, deren Jurisdiktion sich auf elf Staaten im Westen der USA erstreckt. Anlass zur Abhaltung dieser Kurse gab die Verschiedenheit der von diesen Richtern in Verkehrssachen gefällten Entscheide und die sich hieraus ergebende Rechtsunsicherheit, die sich auf die Entwicklung des Fremdenverkehrs ungünstig ausgewirkt hatte. E. B. IHRE Lenker Mitfahrer VERSICHERUNG In allen Garagen erhältlich AUTOMOBILWERKE FRANZ AG, ZÜRICH W. FAH R NI, Pneuhaus mit modernstem Service, BERN LAUSANNE 2, Av. Bemamin-Consrant Auskunftsdienst durch 16 Generalagenturen ZU VERKAUFEN EngeMdenstrass« 20 (beim Tivrspiial), Telephon (031)23551 eine Anzahl Holzgas- Generatoren « IMBERT», neuwertig, mit allen Zubehör- Ersatzteile für iltere Automobile wie Motoren. Getriebe, Wellen, Bäder, Achsen. Dynamos. 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Nr. 27 - MITTWOCH, 16. JUNI 1948 AUTOMOBIL-REVUE 21 Bank von Frankreich allein abgabeberechtigt. — Benzinpreis wie früher fFr. 27.-r pro Liter. — Amtlicher Wechselkurs. — Trockenzone in den Grenzdepartements (wbg) Die Neuregelung der Benzinzuteilung an Ausländer -r- worüber wir in unserer letzten Nummer die grossen Richtlinien bereits bekanntgegeben haben, tritt nunmehr definitiv am 15. Juni in Kraft. Sie enthält aber einige wesentliche Abänderungen gegenüber dem ursprünglichen Projekt. Bezugsberechtigt 6ind die im Ausland domizilierten Automobilisten, deren Wagen in ihrem Heimatland immatrikuliert sind. Zugeteilt werden bis auf weiteres 500 Liter pro Monat, und zwar nicht zu einem Preis von ca. 57 fFr. pro Liter (der nur unwesentlich unter dem Schweizer Preis liegen würde), sondern, wie bisher, zu 27 fFr., nnd zwar gegen Zahlung in einer amtlich zugelassenen Hart- oder anderen Devise. Der Schweizer Automobilist hat also von jetzt an bei den Filialen der « Banque de France » in Paris oder in der Provinz, (jedoch nur während der normalen Schalterzeit!} 6eine Benzinbons bis zur Höchstmenge von 500 Litern pro Monat zu beziehen, und zwar durch eine Devisenoperation. Er muss nämlich für die von ihm gewünschte Benzinmenge den entsprechenden Betrag an Schweizer Franken, Dollar oder Escudos in französische Franken umwechseln. Das Benzin bezahlt er dann zugleich mit der Abgabe der Coupons an der Tankstelle. Zur Vornahme der Wechseloperation in der Bank muss er sowohl seinen Pass als auch seine Wagenpapiere vorweisen. Eine im voraus erfolgende Zuteilung der Benzinbons im Ausland selbst war deswegen nicht möglich, weil sonst Ausflügler (zum Beispiel aus der Schweiz) billiges Benzin (ca. 38 Rp. pro Liter!) vorab kaufen, in den Grenzdepartements einlösen und in der Schweiz verfahren könnten. Aus dem gleichen Grunde mus6te eine « Trockenzone » rund um Frankreich geschaffen werden, welche die Grenzdepartements an der Nord-, Ost- und Südostgrenze umfasst und in der keine Benzinbons an Ausländer abgegeben werden. Für die Abgabe von Ausländer Benzincoupons sind erst die Niederlassungen der «Banque de France» in Chalons-sur- FRANKREICH Benzinbons gegen Devisen ab 15. Juni (Von unserem Korrespondenten) Saone, Macon, Dijon oder Chaumont, nicht aber von Beifort oder Mülhausen, von Annecy oder Chambery zuständig. Benzin-Kreditbriefe, die vor dem 15. Juni ausgestellt wurden, behalten ihre Gültigkeit noch bis Ende Juni bei und können bei den bisherigen Stellen gegen Benzincoupons umgetauscht werden. Die Büros des ACS und des TCS sind inzwischen in den Besitz der nötigen Ausführungfibestinimungen gelangt. Tschechoslovakei Wachsender Motorfahrzeugbestand In der Tschechoslowakei sind im Vorjahr 29 742 neue Motorfahrzeuge zugelassen worden, darunter 3236 Personenwagen, 234 Lieferwagen, 1840 Lastwagen und 459 Autobusse, währenddem der Rest zur Hauptsache auf Motorräder entfällt. Bei den Personenwagen war der grösste Zuwachs bei den Wagen zwischen 1000 und 1250 cem festzustellen (59,9 %), dann folgt die kleinste Klasse bis 750 cem mit 20,9 %. Bei den Nutzfahrzeugen führen die 3^-Tonner mit 42,6%. ' Nicht uninteressant ist die Unterteilung der Motorfahrzeuge, je nachdem ob sie im Inland oder im Ausland fabriziert wurden und ferner ein Vergleich der einzelnen Marken miteinander. Bei den Personenwagen stammten 92,6 % aus dem Inland^ wobei Tatra mit 39,1 vor Skoda mit 36,1 % führt. In der Kla6se der Last- und Lieferwagen sind 93,2 % heimischer Produktion, davon 30,8 % Praga, 29,7% Tatra und 20,9 % Skoda. Die Autobusse kamen zu 95 % aus dem Inland, und zwar zu gleichen Teilen von Praga und Skoda. e. s. U. S. A. Aurofabrikanr Charles W. Nash t An einem Herzleiden starb letzten Sonntag vor acht Tagen in 6einem Heim in Beverly Hills (Kalifornien) Charles W. Nash im Alter, von 84 Jahren. Die Ausländer-Benzinbons von je 10 Liter werden ohne weiteres bei jeder Tankstelle (auf der Rückfahrt also auch in den Grenzdepartements) eingelöst. Weil aber die Banken in Frankreich an Samstagen, teilweise auch an Montagen, geschlossen sind, möchten wir den Schweizer Automobilisten dringend raten, nicht mit halbleeren Benzintanks an einem Wochenende nach Frankreich zu fahren. Es verlautet zwar, dass in Zukunft ein Hilfsschalter bei jeder Pariser oder Prcfvinzfiliale der Banque de France für den Kauf von Benzinbons auch an Samstagen geöffnet werden soll, aber erfahrungsgemä66 dauert das Einlaufen einer solchen Neuerung in Frankreich etwas länger als in anderen Ländern. Jedenfalls versichern die amtlichen Stelr len, dass bis zum reibungslosen Funktionieren des neuen Systems jedem ausländischen Automobilisten, 60 er « auf dem Trockenen » sitzt, an jeder Tankstelle mit einigen Litern ausgeholfen werden soll, 1 auch wenn die Banken geschlossen sind. Kurzmeldungen aus aller Welt Nash, der seine Jugend vorwiegend auf Farmen verbracht hat, nachdem seine Eltern auseinander gegangen waren, als er im sechsten Lebensjahr stand, trat mit 26 Jahren in eine Fabrik ein, die sich mit dem Bau von Zweiradkarren befasste und wo et in seiner Freizeit ein laufendes Band mit Hilisfahrzeugen für den Transport von Halbfabrikaten und Zubehör entwickelte, das später u. a. in der Automobilindustrie Verwendung fand. Schliesslich konstruierte er sein eigenes Auto, womit er 1897 New York besuchte. In jenem Jahre war es, das6 er sich endgültig entschloss, sich hinfort der Herstellung von Automobilen zu widmen. Er tat sich mit David D. Buick zusammen, kaufte eine Räderfabrik- und organisierte mit dem vor Jahresfrist verstorbenen William Durant die.Buick Motor Company, deren gjäsident er im Jahre 1910 wurde, wobei er von 1912—1916 auch der General Motors Company vorstand, die unter seiner Leitung einen ungeheuren Aufschwung nahm. Meinungsverschiedenheiten mit Durant, der 6ich zu dieser Zeit neuerdings der Kontrolle über General Motors bemächtigte, veranlaesten Nash', dem Unternehmen den Rücken zu kehren und die Thomas-B.-Jeffrey-Company in Kenpsha im Staate Wisconsin zu erstehen, die er in Nash Motors Company umtaufte. Schon ein Jahr darauf erschienen die erste^ Nash-Automobile auf dem Markt, die sich wachsender Beliebtheit erfreuten; 1928 erreichte die jährliche Produktion der Gesellschaft mit 138 169 Fahrzeugen den Rekord. 1930 zog sich Nash von der Direktion seiner Werke zurück, um den Postern eines Verwaltungsratspräsidenten zu übernehmen, eine Charge, die er auch in der 1936 gegründeten neuen Nash-Kel- -vinätpr-Corporation bekleidete, welche im zweiten Weltkrieg u. a. Flugzeugmotoren, Propeller, Helikopter und verschiedene Waffen produzierte. FLUGNOTIZEN Der interkontinentale Flughafen Kioten eröffnet Mit der Fertigstellung der Westpiste ist der Flughafen Kloten zur Benutzung durch solche Grossflugzeuge frei igeworden, die dem transkontinentalen Verkehr dienen. Zu diesem Anlass fand am Morgen des 14. Juni vor dem provisorischen Aufnahmegebäude eine einfache Feier statt, in deren Verlauf der kantonale Baudirektor, Regierungsrat Kägi, das Werk seiner Bestimmung übergab. In ausgezeichneter Formuliarung knüpfte er daran einen kurzen Rückblick auf die Entwicklung des Projektes, nannte die am Bau beteiligten Firmen und schilderte die einzelnen Etappen seiner Realisierung. Bis zur definitiven Vollendung des gesamten Werkes, das ist etwa im Herbst 'dieses Jahres, wird der Hauptverkehr 6ich nach wie vor in Dübendorf abspielen und Kloten nur von solchen Maschinen beflogen werden, die für Dübendorf zu gro6S sind. Mit dem heutigen Tag jedoch hat die schweizerische Handelsmetropole, die 1938 noch % des schweizerischen Luftverkehrs bewältigte, den Anschlu-ss an den Weltverkehr wiederum hergestellt. Kloten wird nicht nur Zürich, sondern der ganzen Schweiz dienen. Die mit Beifall aufgenommenen Worte von Regierungsrat Kägi klangen aus in dem Wunsche, dass die geflügelten Sendbot«« der viersprachigen Schweiz der übrigen Welt das lebendige Beispiel des friedlichen Zusammenlebens verschiedener Rassen auf kleinem Raum und des zwischen ihnen praktisch verwirklichten Friedens vermitteln möchten. ewigen Mit dem letzten Wort von Regierungsrat Kägi setzte donnernd i der Motorengesang des für den Abflug nach London bereitstehenden viermotorigen Kursflugzeuges der Swissair ein, das majestätisch auf die soeben freigegebene Westpiste einschwenkte und alsbald im Mörgendunst entschwand. ., Zürcher Flugtag. Die Segelfluggruppe des AeCS hielt am 13. Juni auf der Zürcher Allmend ihren infolge schlechter Witterung auf dieses Datum verschobenen Flugtag ab und konnte bei brennender Sonne, soweit es der i Augenschein gestattete, einen vollen Erfolg buchen. Eine nach Tausenden von Köpfen zählende Menschenmenge umsäumte das riesige Areal und folgte mit Begeisterung den Darbietungen. Pausenlos lösten sich die im Passagierflug eingesetzten zahlreichen Maschinen ab, und besonders die Segelflieger haben dabei eine Menge neuer, begeisterter Anhänger gewonnen. Einem der Segler musste man sogar durch ein^n Motorflieger das Zeichen zum Niedergehen vermitteln, als er zur Besorgnis des Organisationsleiters nach 1K Stunden sich, noch immer nicht zum Abstieg anschickte. Man erfuhr nachher, dass sein Fluggast vor lauter Begeisterung jedesmal nach Ablauf der raglementarischen Halbstunde Verlängerung Verfügt hatte. br-z Kühlerschläuche jetzt wieder in allen Dimensionen ab Lager lieferbar Gummihaus Karl Troxl«r, Zürich, Seidengasse 13, Telephon 25 7768 GENT GARAGE DES NATIONS Tag- und Nachtservice Benzin - Pneus - Schweröle Rue de Lausanne 18-20 (Nähe Bahnhof) Tel. 2 55 55 1MU AUTOJCOAT Transportable Garage" Eine Neuheit für Spezioldecke bu» metallisiertem, umerreisjbarem Baumwollstoff mit Gummizwischenlage, ist absolut wasser- und luftdicht und wird nicht brüchig. Der gespritzte Silberanstrich wirft die Sonnenstrahlen zurück. IKU-AUTO-COAT ist nach einem patentierten Verfahren der Form Ihres Wagens genau angepdsst. Er verhindert den Rostansatz, Verblassen des Lackes, das Sprödwerden der Gummiteile. Gewicht: ca. 4 bis 5 kg. Grosse verpackt 20x40 cm. IKU- AUTO-COAT, der ideale Schutz für das Parkieren im Freien. 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