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E_1948_Zeitung_Nr.027

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Ir.n-IEIÜ. 1..Jnl1!4l wnfoiAtz&asi^ffo^7 Nur wenige wissen — und das ist gut so — von den Schönheiten des Lago Maggiore. Und von all denen, die davon wissen, haben wieder nur wenige ein Auto, und so kommt es, dass hier die Strassen verhältnismässig ruhig sind und man am Steuer so richtig Zeit hat, die Eindrücke der Landschaft zu erleben. Man kann die Strecke hier unten nicht durchrasen, so lange man Mensch ist und als Mensch fühlt. Man muss einmal da, einmal dort parken und in Ruhe über die blaugrünen Wasser blicken, auf denen einst Galeerenruderer und Söldner nach dem Süden fuhren. Im Castello di Ferro bei Rivapiana, einem lieblichen Ort bei Locarno, etwas abseits der grossen Strasse, lagen einst die Söldner und warteten auf die Befehle. Man glaubt, dass von hier ein unterirdischer Gang nach dem «Voce nel deserto », einem Restaurant an der Hauptstrasse, kurz vor Minusio, führte, denn hier lebte der grosse Garibaldi, von dem in Italien seit Monaten überall die Rede ist. 'Der Wirt vom «Voce», dem «Schrei in der Wüste», wird dir die Kellergewölbe zeigen und dir erklären, wo einst die flammenden Aufrufe des grossen Italieners gedruckt wurden, der hier Asyl fand — und hier verraten wurde. Fahre von Locarno über Minusio nach Magadino, um einmal Locarno von der anderen See- Eeite zu sehen, und du wirst gestehen, wie schön dieser Ort an das Maggiadelta gebettet liegt. Fahre dann weiter nach Gerra und Ranzo, wo du einfache, glückliche Menschen finden wirst, um dann die Schweiz zu verlassen. Die Strasse führt von Pino nach Maccagno, durch zwei weniger bedeutende Orte, und bald wirst du in Luino sein. Luino nennt sich stolz die « Hafenstadt » und ist im Sommer stark bevölkert. Hier laufen die wenigen' Boote ein und aus, hier treffen sich die Fremden, die den Weg mit der Bahn über. Ponte .Tresa gewählt haben, hier führen sie dich in einem Boot nach den beiden Cannero vorgelagerten Seefestungen, den « Castelli di Cannero ». Sie gehören einer längst hinter uns liegenden Epoche an und vermögen dennoch das Interesse auf sich zu lenken. Du kannst deinen Wagen ruhig auf einem der herr- Jichen Plätze Luinos oder am Quai unter den Blütenbäumen parkieren und hinüberfahren. Allzu lange wollen wir in Luino nicht verweilen, sondern auf der guten Strasse über Germignano und Porto nach Laveno weiterfahren. Sie ist gut ausgebaut und gehört zu den schönsten Seestrassen Oberitaliens. Wir fahren durch eine blumige Landschaft, tief unten der See. Wir fahren nach Laveno, von wo aus eine Autofähre nach Intra hinüberführt, denn die meisten Fahrer zieht es nach den Borromeischen Inseln, die sie so rasch wie nur möglich erreichen wollen. So bleibt ihnen manch Schönes verborgen. Sie sehen weder Cerro, Reno, Arola, SanCaterina, Monvallina noch Bezza, die zwar nicht auf einer Hauptstrasse, sondern auf Fahrwegen erreicht werden. Es sind bescheidene Orte, hübsch am und über dem See gelegen und haben ihre Bedeutung durch das Geschlecht der Borromeo erhalten, das auch hier zu Hause war. Von Laveno führt auch eine Strasse nach Gavirate am Lago di Varese, und wer nicht nach Varese und von dort nach Mailand, das in einer halben Stunde erreicht wird, will, der fahre über Bardello, Trevedona, am Lago di Monate, nach Angera und.Sesto Calende. Sesto Calende ist ein altes Dorf, wo der Tessin den See verlässt. Vom Krieg ein wenig mitgenommen, hat es auch keine Brücke über den Fluss mehr und der Verkehr wickelt sich über die Militär-Pontonbrücke der Amerikaner ab, die sie hier «vergessen» haben. Auch von hier wieder eine gute Strasse nach Arona, das auf seine Kellereien stolz sein darf. Man bekommt hier manch guten, kühlen Tropfen und sitzt unter den Arkaden am See. Ein wenig Ascona, ein wenig Lugano. c&i y$4rfd*rw$#-/r&vue Frühlingsfahrt um den Lago Maggiore... Ueber dem Nest thront eine der grössten Statuen Italiens, die des San Carlo. Man kann in den-Bauch dieses Heiligen steigen und aus seiner grossen Hand über den See schauen. Während des Krieges hat diese mächtige Statue, die im Kreuzfeuer der Partisanen und Deutschen lag, da und dort ein Stück Eisen abbekommen, und die Leute von Arona sind stolz auf ihren San Carlo, der den Krieg überlebt hat und nun bald wieder jeden Sommer Tausende anziehen wird. Er, San Carlo, ist einer aus dem borromeischen Herrscherhaus, dem Oberitalien so viel zu verdanken hat. Sie legten die Inseln vor Stresa an und ihre Nachkommen sorgen für den Unterhalt. Strpsa erreichen wir in einer guten Viertelstundeivon hier oben und parken direkt vor der Der Autopark in Stresa an einem Sonntag in früher Stunde. Schiffstation. Hier finden wir über das Wochenende Wagen an Wagen. Wagen aus Zürich, Bern, Basel, England, Holland, Frankreich, Italien. Wer zählt die Nummern, wer nennt die Namen? Stresa ist international. Stresa ist teuer. Aber wen kümmerts? Wer einmal in Stresa ist, bezahlt. Wer Stresa kennt, bekommt es lieb. Und doch ist es nur der Name, der solch magische Kräfte besitzt. Was ist sonst Stresa? Ein Ferienort. Es hat zwei herrliche, aber teure Hotels und viele Pensionen oder Touristenhotels. Es hat einen herrlichen Quai, viele Blumen — aber weniger Sonne als Pallanza. Man erzählt sich von der Konferenz zu Stresa, an der Mussolini teilnahm und . die doch nicht in Stresa, sondern auf der Isola Bella stattfand. Aber eben, Stresa ist ein Name, der zu locken vermag, und da sind wir nun alle einmal Menschen und hauchen ein vornehmes Stresa vor uns hin, das uns zwei Stufen auf der Treppe höher steigen lässt. Mach es wie wir es taten und fahre hinüber nach der Isola Bella, wo dich das Museum, die Schlafstelle der englischen Königin, Napoleons und anderer Grossen interessieren, lasse dir die grossen Gobelins zeigen, die Bilder und Prunksäle — aber fliehe nicht in den künstlich angelegten Garten mit seinen Türmchen und Spitzchen, mit Kalk und Marmor, Lava und Kieselsteinen. Du findest jene Romantik, von der man dir vielleicht schön erzählt hat, eben auf einer anderen Insel: auf der Isola Madre. Hier wohnten die Herren aus dem Hause Borromeo, hier findest du Planzen und Bäume aus Asien, aus dem Tibet, aus Amerika. Vögel aus Australien und von den Kanarischen Inseln. Hier zeigt man dir Zitronenbäume und Kafteepflanzen, Bambus und seltene Tiere. Hier schaue dich lange um! Dann fliehe aus dieser Stille unter das Volk, das auf der Fischerinsel lebt, oder der Isola dei Pescatori, wie man im Volksmund sagt. Hier riecht es nach Fisch, hier hängen Netze in der Sonne, hier funkelt der Wein und hier musst du einmal im «Belvedere» speisen. Du wirst begeistert sein! Ein kleines Eiland mit zufriedenen Menschen möchte dir ein paar glückliche Stunden schenken. Ich werde wieder nach hier fahren, im Herbst, wenn überall die Trauben reifen und in Stresa die internationale Welt seine Gelage hält. Dann ist es hier über den Wassern stille und schön. Baveno ist der nächste Ort nach Stresa. Ein Fischerdorf, etwas abseits und nicht gerade so sauber. Aber dafür romantisch. Von hier nach Pallanza ist die Strecke eher etwas langweiliger. Pallanza ist wieder Ferienort, etwas billiger als Stresa und es gibt auch keine Fischer in blauen Uniformen, die auf der Strasse stehen wie in Stresa und deinen Wagen anhalten, um ihn nach dem Lido zu lenken. Kaum bist du unten, so «überfallen» dich in dieser Sackgasse 10 bis 20 Matrosen, die alle mit dir nach einer Insel fahren wollen. Sie sind harmlos, aber unverschämt, wenn es um ihr Geschäft geht. Im Hintergrund Isola Bella. Intra-Ghiffa-Oggebbio und Cannero sind alte Partisanennester. Die Strassen, die durch diese Orte führen, sind gut erhalten und bald wirst du in Cannobbio und Brissago sein. Nach Brissago beginnt wieder eine andere Welt, hier beginnt für manchen das schönste Fleckchen Erde. Hoch über dem See Ronco, daneben das Felsennest San Martino, in der grossen «Kehre« Ascona. Hier wird dich plötzlich alle Ruhe verlassen und du wirst im Getümmel des Volkes untergehen. Hier ist wieder Leben, wie es pulst — aber du bist dankbar, dass du auf der Lago- Maggiore-Rundfahrt durch stille Orte gekommen bist und einmal in aller Ruhe einen See kennen lerntest, der für dich früher in Brissago aufgehört hat. P. Riesterer Einbrecher im Juwelenladen Von Josef Robert Harrer. Gegen Mitternacht stürzte ein Mann aufgeregt auf einen Polizisten zu und rief: «Kommen Sie schnell! Im Juwelenladen Brownfield sind Einbrecher! Ich habe eben ganz deutlich den Lichtschein von Taschenlampen gesehen!» Die beiden machten sich sofort auf den Weg. Da lief ihnen eine Frau entgegen. «Einbrecher!» schrie sie. «Einbrecher bei Brownfield! Man sieht im Laden Schattengestalten!» Vom nächsten Telephonautomaten verständigte der Polizist das Ueberfallkommando. Wenige Minuten später sausten die Autos heran. Der Häuserblock wurde umstellt; Polizisten durchsuchten mit gezogenen Revolvern das Gebäude vom Keller bis zum Dachboden. Aber von den Einbrechern war keine Spur zu finden. Brownfield, der sofort geholt worden war, kam zitternd und bleich. Er konnte aber zu seiner Erleichterung feststellen, dass kein einziges Schmuckstück fehlte. Während man die Frau und den Mann, welche die verdächtigen Lichter im Juweleniaden gesehen haben wollten, strenge verhörte, trat plötzlich ein Kriminalbeamter hinzu und sagte lachend: «Das Rätsel ist gelöst! Man sieht tatsächlich im Juwelenladen verdächtige Lichter aufblitzen, es sind aber nur die Blinksignale der Autos, die sich in den Schaufenstern spiegeln. Seit dem Nachthupverbot geben die Autos zur Warnung grellere Lichtsignale. Die Querstrasse verläuft nun in einem solchen Winkel, dass sich die Blinksignale der einbiegenden Autos gerade in den Schaufenstern des Juwelenladens spiegeln. Das ist die einfache Erklärung!» Unter allgemeiner Heiterkeit betrachteten die Polizisten und die nächtlichen Passanten das merkwürdige Schauspiel. Wenn man die Lichter sah, konnte man, misstrauisch geworden, bald auch verdächtige Gestalten oder Schatten hinter den Fenstern bemerken, ohne dass man viel Phantasie brauchte. Einige Tage später trat wieder ein Mann aufgeregt auf den Polizisten zu, der nahe dem Juwelenladen Brownfield Dienst machte. «Im Juwelenladen Brownfield sind Einbrecher!» rief er. «Ich habe eben ganz deutlich den verdächtigen Lichtschein gesehen!» Der Polizist lachte. «Das scheint Ihnen nur so! Daran ist das Nachthupverbot schuld!» «Herr, ich bin nicht betrunken. Machen Sie Ihre Scherze mit anderen! Was hat das Nachthupverbot mit dem aufblitzenden Lichtschein im Juwelenladen Brownfield zu tun?» Nur mit Mühe beruhigte ihn der Polizist. «Sie haben die von den Schaufenstern reflektierten Blinksignale der Autos gesehen. Die Zeitungen haben ja schon darüber berichtet. Haben Sie nicht den witzigen Alarmartikel gelesen «Viel Lärm um Juwelendiebe, die nicht da waren?» Sind Sie der einzige, der nicht darüber gelacht hat?» «Das interessiert mich alles nicht!» erwiderte der Mann. «Was ich gesehen habe, das habe ich gesehen! Kommen Sie mit!» Der Polizist ging mit dem Mann bis zum Juwelenladen. Eben bog wieder ein Auto ein. Deutlich sah man die reflektierten Blinksignale. Der Polizist erklärte dem Mann genau den Vorgang. Aber der Mann war sehr begriffsstutzig. Andere nächtliche Passanten waren stehen geblieben. Sie schüttelten über den lächerlichen Eigensinn des Mannes den Kopf. Alle redeten auf ihn ein. Aber es dauerte lange, bis er sich überzeugen liess, dass er sich nur getäuscht hatte. — Es dauerte so lange, bis seine beiden Komplizen den Juwelenladen Brownfields um Werte von einigen Hunderttausend erleichtert hatten... Pallanza am Logo Maggiore, eines der schönsten Ausflugsziele, Die Fischerinsel im Lago-Maggiore oder Isola Pescatori mit den uralten Fischerhäusern. Das ehemalige Freilichttheater der Familie Boromeo auf der t San Carlo >, eine der grössten Statuen Italiens auf der An- Isola Bella. Im Hintergrund Tempel-Nischen und Grotten aus höhe bei Arona. Eine Treppe führt im Innern der Statue zum Lavamasse. Granit- und Marmorskulpturen. Haupt des « Heiligen vom Lago Maggiore i.