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E_1948_Zeitung_Nr.027

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T AÜTO-MAGAZIH lr.27

T AÜTO-MAGAZIH lr.27 Fieissige Hände stellen das Bergsträsschen, das die Deutschen auf ihrem Rückzug zerstört hatten, wieder her. Das klein« Bauerndorf im Hintergrund war lange Zeit von jedem Verkehr abgeschnitten. Ein prächtig gelegener italienischer Bauernhof an den Hängen des Pratomagno, eines teskanischen Höhenzuges, der nur wf kleinen Wegen zugänglich ist. Solche Abstecher sind der Gewinn beschaulichen Fahren*. AUF DEN NEBENSTRASSEN ITALIENS Nicht nur das Ochsengespann, alle Fahrzeuge müssen zur Furt hintmtersteigen, wenn sie reichen müssen. die andere Seite des laches er- Wir hatten es satt, die endlosen Bänder der schnellen Ueberlandstrassen Italiens vor uns zu sehen. Es gelüstete uns, die kleinen, unscheinbaren Schönheiten der Landschaft zu kosten, in Ruhe unseren Augen die Labsal der friedlichen Welt neben der hastigen Hauptverkehrsader, die uns gewiss der Abenteuer viele gebracht hatten, zu gönnen. Wir haben es nicht bereut. Wer glaubt, die schmalen Zweit- und Drittklaßsträsschen seien besonders schlimm zu fahren, irrt. Manche « Strada nazionale » ist nicht besser unterhalten als die kleinen Landsträsschen. Was uns plagte, war der italienische Sommerstaub, der nicht angenehmer ist als der unsrige. Befanden wir uns hinter einem anderen Wagen, so rettete uns nur schnellstes Schliessen aller Fenster vor der Aussicht, eine Staubwolke zu inhalieren. Sonst aber ist der Belag dieser Strässchen recht gut; er erinnerte uns an die schönen Paßstrassen der Schweiz. Oft mussten wir feststellen, dass hauptsächlich die grossen Ueberlandstrassen noch unter den Kriegsfolgen leiden. Besonders bei den Ausfahrten der Industrieortschaften stösst man auf die Spuren der Artillerie- und Infanteriekämpfe; und ausserhalb der Orte selbst bremsen fusstiefe Löcher die Fahrt und zwingen zu einem wahren Eiertanz. Die Pneus waren nicht entzückt, in diese Mausefallen hineinzuplumpsen und wieder hinausklettern zu müssen. Was indessen die Nebenstrassen der Toscana und Umbriens noch unangenehm macht, sind die Zerstörungen, die, die Deutschen im Laufe ihrer Rückzüge hier anrichteten. Kaum eine Brücke, und wäre sie auch nur drei oder vier Meter lang, blieb unverschont, und auf den überall von der fleissigen Bevölkerung errichteten Notstegen ist meist zu wenig Platz vorhanden. Manchmal steigen die Zufahrtsrampen derart steil und sind voll grosser Steinklumpen, dass man sie kaum anfahren kann. Oft ist ein Strassenstück an einer steilen Felswand durch Sprengung unpassierbar gemacht worden. Bis der ursprüngliche Zustand erreicht sein wird, ist man gezwungen, über die Baustelle zu fahren. Unnütz zu sagen, dass der kleine Handlanger seinen Betonmischhaufen erst auf die Seite schaufeln muss, um das unfertige Strassenbett überhaupt frei geben zu können. Auf Nebenstrassen ist die Markierung erklärlicherweise mangelhaft. Wir wollten in Umbrien 25 km Hauptstrasse auf einer kleinen Strasse einsparen und haben zur Strafe weitere 25 km auf einem regelrechten Maultierpfad über Stock und Stein holpern müssen. Wie wir da sehnsüchtig an unsere Friedensstrassen gedacht haben! Und doch, warum suchten wir diese kleinen Abenteuerchen? Wir haben es nie bereut, hier den asphaltierten c Pfad der Spiesser >, dort die gerade Strasse nach Rom (man weiss ja, alle Wege führen dorthin) verlassen zu haben. Erst auf Nebenstrassen kommt man zu jenem Kontakt mit dem fremden Volk, der einem nottut und durch den man erst andere Meinungen und Auffassungen verstehen lernt. Auch bietet sich erst hier, neben der Heerstrasse, dem schönheitsdurstigen Auge die Schönheiten, die nicht mit drei Sternchen im Baedecker verzeichnet sind. Hier wartet uns auch das liebenswürdige Volk, das nicht durch die scharenweise Ueberflutung der Städte mit Fremden nur noch gegen Trinkgelder und Geschenke gefällig ist. Wir wollen ganz absehen von den Kunstgenüssen, die sich dem Entdeckerauge darbieten und die mehr Befriedigung verschaffen als der prächtigste Palast in der grossen Stadt. Alle diese Freuden heben die Schwierigkeiten und Beschwerden der Nebensträsschen zehnmal wieder auf und lassen solche Ferien erst zum Genuss werden. E. W. FEKIENSTIMMUNG Eine idyllische toskanische Hügellandschaft mit sich sanft den Hängen anschmiegenden Strässchen, ein Bild, das an. den südlichen Tessin erinnert. Wer das Wasser nicht scheut, darf weiterfahren. Heute ein harmloses Bächlein, morgen ein reissender Wildslrom.

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