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Nr. 2 / 2018

90 Jahre – modern wie nie! In der aktuellen Ausgabe der Schweizer Hausapotheke biegen wir ein ins Jubiläumsjahr. Unter anderem beleuchten wir wie es früher war. Als Vergleichsquelle diente unser Archiv..

Nagelpflege von innen

Nagelpflege von innen und aussen Fingernägel sind von Natur aus anfällig und gelten zu Recht als ein Abbild der Gesundheit. Winterliche Kälte setzt den kleinen Keratinplättchen besonders zu. Sind Festigkeit, Farbe und Struktur beeinträchtigt, ist eine Lösung von innen und aussen angebracht. Der medizinische Nagellack Kloril ® P schützt vor weiteren Beeinträchtigungen und versorgt das Nagelinnere gleichzeitig mit wertvollen Nährstoffen. Frau Hörler, was unterscheidet Kloril ® P von her kömmlichen Nagelhärtern? Anders als andere Nagelhärter enthält Kloril ® P kein nagelschä digendes Formaldehyd. Dieses trocknet den Nagel aus, was zu weiterem Nagelbruch führen kann. Die Anwendung ist zudem sehr einfach – insbesondere auch für Männer. Der Lack trocknet innerhalb von 30 Sekunden und seine Wasserlöslichkeit macht Lackentferner überflüssig. Wie wirkt Kloril ® P? Das Anwendungsgebiet ist breit. Der Nagellack hilft sowohl bei Nagelspliss, Querrillen, weisslichen Flecken, brüchigen und splitternden Nägeln sowie auch bei psoriasistypischen Ölflecken. Der Wirkstoff zieht durch die Nagelplatte und kann sich im Innern entfalten. Dank der drei natürlichen Inhaltsstoffe HPCH, Kieselsäure und organischer Schwefel wird der Nagel gestärkt und remineralisiert. Insbesondere Schwefel ist ein wichtiger Bestandteil starker Nägel. Gibt es Untersuchungen, welche die Wirkung belegen? Ja. 85 Prozent der Anwenderinnen und Anwender berichteten innerhalb von vier Wochen über weniger Nagelspliss. 70 Prozent davon bemerkten weniger Nagelbruch. Wie empfehlen Sie die Anwendung? Der Nagellack wird einmal täglich, jeweils zum Beispiel am Abend aufgetragen. So kann er über Nacht wirken. Kloril ® P kann dauerhaft oder als jährliche Kur während vier bis acht Wochen angewendet werden. Der optimale Startzeitpunkt liegt im Winter oder unmittelbar nach dem Entfernen von Gelnägeln. Claudia Hörler, Drogistin HF, leitet die MÜLLER Reformhaus Vital Drogerie an der Gerbergasse 35 in Basel. Tibetische Rezeptur harmonisiert das Magenklima Stress, psychische Belastung, Hektik beim Essen oder Alkohol, Koffein und Nikotin stören das Magenklima. Zudem begünstigen üppige Mahlzeiten, Fertiggerichte, Fettiges sowie Süssigkeiten einen Überschuss von Magensaft, welcher in die Speiseröhre gelangt und ein brennendes Gefühl verursachen kann. Aus tibetischer Sicht erhöhen die genannten Faktoren die kalte Ener - gie (tib.: Beken) im Magen. Dies schwächt die Verdauung. Fettiges, saure und rohe Nahrungsmittel, aber auch Genussmittel führen zur Entstehung von überschüssigem Magensaft und schwächen die Verdauung zusätzlich. Ist die Energie im Magenbereich gestört, gerät das Magenklima (tib.: powa sung chub) aus der Balance. Die Verdauungsenzyme können die Nahrung nicht vollständig in ihre einzelnen Bestandteile zersetzen und Magensaft gelangt in die Speiseröhre. Dies wird als unangenehmes Brennen oder Stechen wahrgenommen. Häufig tritt dieses Gefühl beim Liegen, Bücken oder Heben sowie nach dem Genuss von belastenden Nahrungsmitteln auf. PADMA ACIBEN ist eine Kräuterrezeptur aus der uralten Tradition Tibets. Sie besteht aus fünf Gewürzkräutern und Calciumcarbonat und hält das Magenklima in Balance. Durch die spezielle Komposition werden plötzlich auftretende Ungleichgewichte ausbalanciert und ein lang anhaltender Erhalt der ausgeglichenen Körperenergien angestrebt. Mit einer ausgewogenen Ernährung tragen diese Gewürze und eine harmonische Work- Life- Balance zu einem ausgeglichenen Magenklima und so zu mehr Wohlbefinden bei. PADMA ACIBEN ist ein Nahrungsergänzungsmittel. Erhältlich in Apotheken und Drogerien. www.padma.ch 20 Schweizer Hausapotheke 2-2018

Trost» für die Augen Augentrost, Augendienst, Augendank oder auch Augenkraut sind nur einige der Namen für das hübsche Sommerwurzgewächs, das unter anderem in der Augenheilkunde als Euphrasia bekannt ist. Schon im 13. Jahrhundert wurde Euphrasia officinalis als Augenheilmittel verwendet. Drogistin Tamara Niedermann berät Kundinnen und Kunden zu Fragen rund um die Anwendungsmöglichkeiten dieser Pflanze, die vor allem auch in der Homöopathie zum Einsatz kommt. Frau Niedermann, was für eine Pflanze steckt hinter dem speziellen Namen Augentrost? Der Gattungsname Euphrasia ist griechischen Ursprungs. Er bedeutet Frohsinn oder auch Wohlbefinden. Die Schönheit der Blüte zieht den Betrachter magisch an; sie ist ein Symbol der Heiterkeit. Der Augentrost wird bis zu 30 Zentimeter hoch und gedeiht im europäischen Raum auf feuchten und trockenen Wiesen. Während der Blütezeit ist die Pflanze besonders reich an Inhaltsstoffen, die vor allem entzündungshemmend wirken. Wann empfehlen Sie Augentrost? Der deutsche Name «Augentrost» weist auf die Verwendung der Pflanze bei Augenleiden hin. Empfohlen wird Euphrasia bei Rötungen, Schwellungen und Irritationen der Augen. Menschen, die zum Beispiel lange vor dem Bildschirm sitzen und dadurch übermüdete und gereizte Augen haben, kann Augentrost helfen. Auch Beschwerden wie Augenlidoder Bindehautentzündungen, Gerstenkorn, trockene Augen, Fremdkörpergefühl und Tränenfluss werden gelindert. Wie wird Augentrost angewendet? Bei Husten und Heiserkeit können zum Beispiel Tees bedenkenlos getrunken werden. Eine äusserliche Anwendung bei Augenbeschwerden wie Waschungen, Umschläge oder Bäder empfehlen wir aus hygienischen Grün- den nicht, da die Zubereitungen oft nicht keimfrei sind. Im Handel sind Euphrasia-Augentropfen als praktische Monodosen erhältlich. Wenn Beschwerden am Auge länger anhalten, rate ich immer zu einem Besuch beim Augenarzt. Tamara Niedermann ist dipl. Drogistin HF und Filialleiterin der MÜLLER Reformhaus Vital Drogerie im Westside Center Bern. Zeckenschutz von innen Jedes Jahr gehen in der Schweiz rund 23000 Menschen wegen eines Zeckenbisses zum Arzt. Gebissen werden natürlich weitaus mehr. Auch Haustiere. Die Folgen können verheerend sein. Entsprechend stark ist der Wunsch nach einem verlässlichen Zeckenschutz. Diesbezüglich sind Haustiere momentan im Vorteil. Zwischen April und Oktober sind die kleinen Blutsauger aktiv. Je milder die vermeintlich kalten Jahreszeiten ausfallen, desto länger dauert die Zeckensaison. Zu Zeiten des Klimawandels sind das besonders schlechte Nachrichten; denn anders als bei einem Insektenstich birgt jeder Zeckenbiss das Risiko einer ernsthaften Erkrankung. Bekannt sind die bakterielle Lyme-Borreliose und der Virus Frühsommer-Meningoenzephalitis. «Die wenigsten Menschen wissen, dass bei jedem Biss weitere Giftstoffe übertragen werden», erklärt der Drogist und Zeckenexperte Roland Wagner. Diese Gifte wurden noch wenig erforscht. Erschwerend komme hinzu, dass sie sich je nach Region oder Jahr unterscheiden und weiterentwickeln können: Der effizienteste Schutz, so Wagner, biete ein Mittel, das den Biss an sich verhindere. Also eine Substanz, welche die Attraktivität des Wirtes herabsetze. Psorinum ist ein homöopathisches Zeckenund Insektenmittel für Tiere. Nach dem Prinzip Knoblauch verhindert es, dass die vierbeinigen Lieblinge von Blutsaugern aller Art heimgesucht werden: «Zecken und Insekten sind wählerisch. Wenn ihnen ein Wirt unattraktiv erscheint, suchen sie sich den nächsten.» Die Anwendung von Psorinum ist bedenkenlos und einfach: Die Tropfen werden während zwei Wochen zweimal täglich ins Futter oder das Trinkwasser gegeben. Die Dosis kann anschliessend reduziert und bei akutem Bedarf wieder erhöht werden. Weil es sich um ein homöopathisches Arzneimittel handelt, sind die Wirkstoffe sehr niedrig dosiert und Nebenwirkungen nicht bekannt. Roland Wagner, eidg. dipl. Drogist und Inhaber der Alpstein Drogerie in St. Gallen Schweizer Hausapotheke 2-2018 21