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Nr. 2 März/April 2018

90 Jahre – modern wie nie! In der aktuellen Ausgabe der Schweizer Hausapotheke biegen wir ein ins Jubiläumsjahr. Unter anderem beleuchten wir wie es früher war. Als Vergleichsquelle diente unser Archiv..

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erzielen will. Menschen, die oft lächeln, werden von ihren Mitmenschen generell als vertrauenswürdiger, geselliger und – wie bereits erwähnt – als kompetenter wahrgenommen. Gelotologie (Lachforschung) nennt sich das neue Fachgebiet, das die Auswirkungen des Lachens auf die körperliche und psychische Gesundheit untersucht; erstaunlicherweise eine relativ junge Wissenschaft. Erst seit etwas mehr als 40 Jahren wird das Lachen «ernst genug genommen», um es zu erforschen. Mehr als 200 Gelotologen beschäftigen sich weltweit in wissenschaftlich fundierten Studien mit den Auswirkungen des Lachens auf den Gesundheitszustand der Menschen – und sind zu ganz erstaunlichen Ergebnissen gekommen: Kinder lachen zirka 400-mal am Tag; Erwachsene nur 15-mal; eine eher traurige Lachbilanz, wenn man weiss, wie gut das Lachen tut! Mit sechs Monaten können Babys noch nicht allein entscheiden, ob sie etwas lustig finden oder nicht. Sie lernen dies anhand der Reaktionen von Mutter und Vater. So zeigt sich auch das Verhalten von Kindern: Eltern prägen den Sinn für Humor. Lachen – rezeptfreies Supermedikament «Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag», sagte einst Charlie Chaplin. Tatsächlich ist das Lachen eine wirksame Methode, gleichzeitig auch das Immunsystem zu stimulieren, den Stoffwechsel zu erhöhen, ja sogar Schmerzen zu lindern, Entspannung und Kreativität zu fördern. Lachen senkt dabei die Produktion der Stresshormone Adrenalin und Cortisol (Steroidhormon) und sorgt für die Ausschüttung von Endorphinen, den sogenannten 18 Schweizer Hausapotheke 2-2018 Glückshormonen. Bei lachenden Menschen werden weniger Stresshormone gefunden. Eine der schönsten Methoden Stress abzubauen ist deshalb das Lachen. Erfahrungsgemäss kann eine Minute lachen ebenso heilsam sein wie 45 Minuten Entspannungstraining, sagen Lachforscher. Stress gehört leider für viele Menschen zum Alltag – und gerade weil es so alltäglich ist, unterschätzen viele, wie sehr Stress der Gesundheit schaden kann. Beim Lachen wird verstärkt Serotonin ausgeschüttet. Dieses wird auch als Glückshormon bezeichnet. Wer viel lacht, fühlt sich also besser. Ausserdem wird beim Lachen der gesamte Kreislauf angeregt. Dadurch steigen Herzfrequenz und Blutdruck. Dies hat ein Ausweiten der Arterien zur Folge, was anschliessend zum Sinken des Blutdrucks führt und Herz-Kreislauf- Krankheiten vorbeugt. Günstig ist auch die Erhöhung des Sauerstoffgehaltes im Blut durch die stärkere Atmung. Die Lungenkapazität wird ebenfalls gesteigert. Auch das Immunsystem wird durch das Lachen gestärkt. So fanden japanische Wissenschaftler heraus, dass die Zirkulation gewisser Immunsubstanzen nach einem Lachanfall noch für Stunden erhöht ist. Sie behandelten erfolgreich Allergien, indem sie ihre Patienten mit Videofilmen belustigten. Positive Einflüsse erkennen Wer jedoch die heilsame Wirkung des Lachens nutzen will, muss bewusst Reize suchen, die zum Lachen anregen. Auch ein künstliches Lächeln hat noch Rückwirkungen auf die Seele, da der Körper aus den Muskelbewegungen schliesst, er sei glücklich. Zudem unterscheiden sich verschiedene Kategorien: emotionale Anregung durch positive Grundstimmung, wie beispielsweise im Urlaub oder bei schönen Erinnerungen, aber auch kognitive Anregung durch einen Witz oder eine Situationskomik sowie motorische Anregung durch kitzeln. Sowohl bei der kognitiven als auch der motorischen Anregung ist der Überraschungseffekt, das Kontrasterlebnis, entscheidend. Deshalb werde stets eine kommunikative Situation gebraucht, sagen ausgebildete Lach-Yoga-Therapeuten. Wenn das Gehirn einen solchen anregenden Reiz empfängt, löst es das eigene Lachen aus. Und das ist körperliche Schwerstarbeit, weil dabei insgesamt über hundert Muskeln – von der Gesichtsmuskulatur bis zur Atemmuskulatur – beteiligt sind. Denn bei vollem Lachen wird der ganze Körper erfasst: Der Kopf wird bewegt, der Körper biegt und krümmt sich, also eine sogenannte Generalisierung. Neben allen physiologischen verdienen auch die psychologischen Wirkungsweisen des Lachens Beachtung. Gemeinsames Lachen, zum Beispiel nach einem Sieg bei einem sportlichen Ereignis, ist ein wichtiges Signal der Verbundenheit. Ein gekünsteltes Lachen soll vor allem als soziales Schmiermittel dienen. Ein fröhliches Begrüssungslachen jedoch kann Türen öffnen. Verlegenes Lachen lässt Fehler oder Unsicherheiten weniger schwer wiegen. Entschuldigendes Lachen hilft, Missstimmungen aus der Welt zu schaffen. Eine gute Möglichkeit, das Lachen zu trainieren, sind Treffen in einem regionalen Lachclub oder in Lach-Seminaren. Der deutsche Berufsverband lud zum 15-jährigen Bestehen zu einem öffentlichen Lach-Event in den Münchner Westpark ein. Lach-Yoga ist eine ganzheitliche Methode, die mit einfachsten Mitteln natürliche Kräfte im Menschen mobilisiert. Körperliche und seelische Gesundheit wird genauso gefördert wie auch mentale Energien. Man muss nicht unbedingt besonders humorvoll sein, um hier mitzulachen. Eine einzige Voraussetzung ist der Wille zum Lachen. Zu den Übungen gehören Geräusche, Mimik und Körperbewegungen genauso wie Atemtechniken und Zwerchfellstimulationen. Lachen gegen Schmerzen Lachforscher fanden heraus, dass Schmerzpatienten bereits nach wenigen Minuten Lachen eine Linderung ihrer Schmerzen erfahren, die mehrere Stunden anhalten kann. Entsprechend wird in medizinischen Bereichen gezielt Erheiterung als Therapie eingesetzt. In Krankenhäusern und in deren Kinderstationen besuchen Klinik- Clowns kranke Kinder, aber auch schwerstkranke Erwachsene, und sorgen für heilsame Ablenkung. Sie verstehen es, ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern und ein wenig Lebensfreude in den Spitalalltag zu bringen. Situationen, die mit Angst, Scham oder Trauer behaftet sind, verlieren durch die moralisch wertfreie Begegnung mit der Clownfigur an Schwere. Ja sogar Unbefangenheit macht sich breit, sobald der Clown die Krankenzimmer betritt. Seine Arbeit im medizinisch-pflegerischen Kontext hat positive Auswirkungen auf Kinder und Senioren. Eine komplementäre, vergnügliche und wohltuende Humor-Therapie kann älteren Menschen, deren Welt mit fortschreitendem Alter immer kleiner wird, dabei helfen, der Altersvergesslichkeit entgegenzuwirken, so lautet die These der Wissenschaftler. Bei Demenzkranken hat sich der Einsatz lustiger Besucher bewährt. Jacqueline Trachsel

Verstopfung, was tun? Unsere Verdauung funktioniert dann am besten, wenn sich das System im Gleichgewicht befindet. Dabei geht es unter anderem um die Menge an Flüssigkeit, die dem Nahrungsbrei im Darmtrakt entzogen wird. Ist es zu wenig, dann entsteht Durchfall. Ist es zu viel, kommt es zu einer sogenannten Verstopfung. Claudia Hörler, Filialleiterin und diplomierte Drogistin HF bei Müller Rerformhaus in Basel erklärt, wie einer Verstopfung auf natürliche Weise begegnet und vorgebeugt werden kann. Frau Hörler, wann spricht man von einer Verstopfung? Grundsätzlich ist eine Stuhlfrequenz von dreimal täglich bis zu einmal alle drei Tage normal. Bleibt der Stuhlgang länger aus, dann spricht man von einer Verstopfung. Kurzfristiges Ausbleiben kann etwa auf gewisse Medikamente wie Schmerzmittel, Blutdrucksenker, Antidepressiva oder situative emotionale Belastungen zurückgeführt werden. Der Verdauungstrakt ist besonders empfindlich für Anspannung oder Stress. Dauert die Verstopfung länger an, ist eine ärztliche Abklärung ratsam. Gibt es noch andere Gründe für Verstopfung? Vielfach kommt es etwa auf Reisen in ferne Länder zu einer Art «Toiletten-Angst». Dabei wird der Reflex zur Darmentleerung unterdrückt. Aber nicht nur die Psyche, auch das eigene Verhalten beeinflusst das Funktionieren des Verdauungssystems: Wenig Bewegung, ungesunde und einseitige Ernährung sowie mangelnde Aufnahme von Flüssigkeit können zu Verstopfung führen. Grundsätzlich ist die Verdauung eine hoch individuelle Angelegenheit und von Mensch zu Mensch verschieden. Genügend Bewegung und Flüssigkeit braucht der Körper aber in jedem Fall. Welche Mittel aus der Natur können helfen? Die Sennapflanze ist ein altbewährtes Mittel aus der Natur und wird von Menschen seit jeher insbesondere bei akuter Verstopfung verwendet. Wirksamkeit und Verträglichkeit wurden auch wissenschaftlich nachgewiesen. Sie regt in erster Linie die Darmwand zu verstärkter Bewegung an und fördert die Flüssigkeitsaufnahme in den Darm. Damit wird der Stuhl weicher und die Entleerung vereinfacht. Vor der Einnahme sollte eine Fachperson konsultiert oder die Packungsbeilage gelesen werden. Claudia Hörler, Drogistin HF, leitet die MÜLLER Reformhaus Vital Drogerie an der Gerbergasse 35 in Basel. Blasenentzündung ade! FEMANNOSE® N – zur Akutbehandlung & Vorbeugung Wirkt rasch in der Blase Wirkeintritt bereits nach einer Einnahme möglich Sehr gute Verträglichkeit Dank D-Mannose Keine Resistenzbildung Keime werden inaktiviert und ausgeschieden Fruchtiger Geschmack Medizinprodukt CE 0426 | Bitte lesen Sie die Packungsbeilage. Melisana AG, 8004 Zürich, www.femannose.ch Förderkreis-Mitglied der Schweizerischen Gesellschaft für Blasenschwäche Schweizer Hausapotheke 2-2018 19 180129_FEM_N_Inserat_180x125_df.indd 1 29.01.18 10:12