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Nr. 2 März/April 2018

90 Jahre – modern wie nie! In der aktuellen Ausgabe der Schweizer Hausapotheke biegen wir ein ins Jubiläumsjahr. Unter anderem beleuchten wir wie es früher war. Als Vergleichsquelle diente unser Archiv..

Spagyrik – ein altes

Spagyrik – ein altes Heilverfahren neu entdeckt Spagyrische Heilmittel erfreuen sich wachsender Beliebtheit, weil sich herumgesprochen hat, wie wirksam sie bei vielerlei Beschwerden sein können. Was jedoch viele nicht wissen, ist, dass sie auf komplizierten alchemistischen Herstellverfahren beruhen, deren Ursprünge auf Paracelsus zurückreichen, der im 16. Jahrhundert in weiten Teilen Europas als Arzt, Naturphilosoph und Alchemist gewirkt und die Entwicklung der Naturheilkunde wesentlich mitgeprägt hat. Aufwändige Herstellungsverfahren Bis zu 220 Einzelschritte können erforderlich sein, um eine spagyrische Essenz herzustellen. Der Zeitraum hierfür erstreckt sich, je nach Art des angewandten Herstellungsverfahrens, auf bis zu einem halben Jahr. Dabei wird die Heilpflanze einem Gärprozess ausgesetzt. Die flüchtigen Bestandteile der Pflanze werden in mehreren Schritten herausdestilliert und anschliessend mit der veraschten Festsubstanz oder mit den Mineralsalzen daraus wieder zusammengeführt. In der Schweiz sind bei Swissmedic verschiedene Herstellungsverfahren registriert. Mit dem Verfahren nach Lüthi lassen sich mithilfe der Zugabe von Weintrauben auch aus Mineralien und Metallen spagyrische Tinkturen gewinnen. Sie vermitteln dem Organismus Die NVS (Naturärzte Vereinigung der Schweiz) in Herisau als grösster Verband der Komplementär- und Alternativmedizin vertritt nicht nur einzelne Methoden oder Fachrichtungen, sondern sämtliche Praktizierende der Naturheilkunde und Komplementärtherapie. Um NVS-A-Mitglied zu werden, müssen die Praktizierenden die hohen SPAK-Anforderungen (Qualitätslabel der NVS) erfüllen. Die NVS-Mitglieder unterstellen sich den vom Verband formulierten Ethikrichtlinien. Die NVS-A-Naturheilpraktiker/innen und -Komplementärtherapeut/innen sind auf der Webseite www.nvs.swiss aufgeführt. 62 Schweizer Hausapotheke 2-2018 genauso wie spagyrische Heilmittel, die aus Pflanzen gewonnen werden, tiefgreifende Impulse für die Selbstheilung und werden häufig auch als Konstitutionsmittel eingesetzt. Die Herstellung beruht auf alten, ganzheitlichen Prinzipien wie den hermetischen Gesetzen, der Lehre von den vier Elementen und den Planetenkräften, der Signaturenlehre oder dem Grundsatz der Einheit von Körper, Seele und Geist. Sie alle wurden von Paracelsus gelehrt und weiterentwickelt. Mit der Spagyrik fand er eine Möglichkeit, darauf basierend wirksame Heilmittel herzustellen. Sie hat den besonderen Vorteil, dass er auch giftige Ausgangssubstanzen und Pflanzen verwenden und deren Heilkraft nutzen konnte, ohne dass die Giftstoffe im Heilmittel mehr enthalten waren. Besonders heilkräftige Quintessenz Zudem ermöglicht ein spagyrisches Herstellungsverfahren ein fünftes Element, die Quintessenz zu gewinnen. Sie entsteht durch das Zusammenführen des Archäus – des Produkts verschiedener Destillationsprozesse – mit den aus den Rückständen extrahierten Mineralsalzen im Rahmen der sogenannten Chymischen Hochzeit, von Paracelsus auch Cohabitatio genannt. Dabei entstehen Wärme und eine vorerst trübe Flüssigkeit. Wird diese während rund zwei Wochen gelagert, trennt sich oben allmählich die Quintessenz als rötlich-orange Flüssigkeit in scharf abgegrenzter Weise von der darunterliegenden klaren Flüssigkeit sowie den am Boden des Gefässes abgelagerten Mineralsalzen. Voraussetzung ist, dass die vorgängigen, vielfältigen Prozesse korrekt durchgeführt wurden. Genaueres über Paracelsus einerseits und die Spagyrik andererseits erfahren Sie in zwei Interviews mit dem Apotheker Dr. R. Renato Kaiser im NVS-Magazin auf www. nvs.swiss. Auf der Homepage der Naturärzte Vereinigung Schweiz NVS finden Sie zudem unter «NVS Therapeut/ innen finden» komplementärund alternativmedizinische Fachpersonen, die mit der Spagyrik vertraut sind und sie therapeutisch einsetzen. Die Quintessenz enthält einen Grossteil der Heilkraft des späteren spagyrischen Heilmittels – entsprechend wird es als Quintessenz-Spagyrik bezeichnet. Es entsteht im Verfahren nach Lüthi durch das intensive Durchmischen der drei genannten Bestandteile und dem Hinzufügen des zuvor abdestillierten ätherischen Öls der Pflanze. Das Endprodukt, die spagyrische Essenz, ist klar und besitzt eine für jedes Produkt typische Farbe. Im Sinn der Einheit von Körper, Seele und Geist enthält sie die gelösten Mineralsalze, das ätherische Öl und die Destillationsprodukte mit dem Alkohol, der im Gärprozess entstanden ist. In der Sprache der Alchemie werden sie als Sal, Sulphur und Merkur bezeichnet. Vielfältiges Anwendungsspektrum Spagyrische Essenzen eignen sich hervorragend, um leichtere akute Beschwerden sowie begleitend auch chronische Erkrankungen zu behandeln. Sie können zudem präventiv zur Stärkung des körpereigenen Abwehrsystems eingesetzt werden. In Drogerien sowie in vielen Apotheken und bei zahlreichen naturheilkundlichen Therapeutinnen und Therapeuten erhalten Sie kompetente Beratung, welches die für Sie passenden spagyrischen Heilmittel sind. Dr. oec. Hans-Peter Studer

Die Haarspitze der Mineralstoffversorgung Unser Organismus ist in der Lage, Mineralstoffe zu speichern. Die Haare jedoch stehen ganz am Ende der Nährstoffversorgung. Für die Haargesundheit sind daher eine regelmässige Versorgung mit Mineralstoffen und ein ausgeglichener Säure- Basen-Haushalt notwendig. Werden unserem Körper Mineralstoffe zugeführt, findet als erstes die Versorgung von Hirn und den Sexualhormonen statt. Anschliessend folgen die Verdauungsorgane und die Muskeln und wenn dann noch etwas übrig bleibt, werden auch Nägel, Haut und Haare ernährt. So erhält die Haarwurzel oft zu wenig Nährstoffe für ein gesundes Wachstum. Hinzukommt, dass bei einem Mineralstoffdefizit vermehrt Giftstoffe und Säuren über den Haarboden ausgeleitet werden. Folgen davon sind trockene oder fettige Haare, eine schuppige und juckende Kopfhaut oder Haarausfall. Für eine gesunde Kopfhaut und schöne Haare ist somit nicht nur die richtige Haarpflege notwendig, sondern auch volle Mineralstoffdepots und ein gut funktionierender Säure-Basen-Haushalt. Eine mögliche Rundumlösung für beide Bereiche wird mit Corialith geboten. Das Schweizer Produkt enthält Dolomitgestein und verschiedene Kräuter, welche den Körper bei der Entgiftung unterstützen und gleichzeitig mit Mineralstoffen versorgen. Sehr gute Rückmeldungen zeigen den positiven Effekt auf die Schönheit der Haare. Ebenfalls gute Erfahrungen wurden mit dem basischen Granulat von Droste-Laux gemacht. Dieses enthält natürliche Vitamine und Mineralstoffe, welche die Bildung basischer Verdauungssäfte anregen und Haut und Haar nähren. Eine dritte Möglichkeit stellen die Blätter des Moringabaumes dar, welche laut Studien mehr als 90 Vitalstoffe enthalten und seit Jahrhunderten in der ayurvedischen Medizin eingesetzt werden. Werden dem Körper hochwertige Mineralstoffe zugeführt, kann sich dies positiv auf die Gesundheit von Haar und Kopfhaut auswirken. Wichtig ist eine mehrmonatige Einnahme, damit auch das Ende der Mineralstoffkette erreicht wird. Mit Gedanken aus dem Buch «Natürliche Hilfe bei Haarausfall» von Gianni Coria ZECHSTEIN MAGNESIUM OIL Magnesium – einfach auf die Haut gesprüht • Ideal nach dem Sport oder zur Entspannung Vertrieb: Natural Power Distribution AG, Volketswil, info@naturalpower.ch www.zechstein-magnesium-oil.com 1_2_Ins_Zechstein_Magnesium_Oil_Druck.indd 1 Schweizer Hausapotheke 14.09.16 2-2018 12:2263