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NF_Nov_2017

▲ STORY FEST(-)PLATTE

▲ STORY FEST(-)PLATTE TEXT: NICOLE STEEG FORMATIEREN Eine Gruppe hip gekleideter Jugendlicher wollen heute wieder ordentlich die Sau rauslassen und »die Festplatte formatieren«. Das magische Wort die ganze Woche war bereits: Party! Endlich ist hier am Wochenende in der Gegend mal wieder richtig fett Beat. Alle treffen sich vorab bei Vicky zu Hause, wollen noch ein bisschen gemeinsam abchillen, so wie sie es immer machen. Damit der Partybesuch von Anfang an ein voller Erfolg wird, fließt der Alkohol bereits beim »Vorglühen« aus Kannen. Neben Hopfensmoothie und Blubberwasser wird halbstündlich ein kurzer Shot hinterhergeschüttet. Dabei spielt die Sorte keine Rolle, irgendwas aus Vaters Schnapskammer – hauptsache, es knallt im Kopf. Je später die Stunde, desto lustiger wird die Runde. Mittlerweile ist auch Jens gekommen. Als Fahrer ist er der wichtigste Mann an diesem Abend, schließlich kutschiert er alle zum Ort des Geschehens. Einer muss ja Fahrer machen. »Gott sei Dank nicht ich!«, denkt sich Vicky. Gegen 24 Uhr geht es dann endlich los. Alle sind bereits gut dabei. Das wird ’ne geile Party. Auf dem Beat angekommen, spaltet sich die Clique. Die einen sind nur am abdancen und andere ballern eine Kippe nach der anderen im Raucherraum durch. Dann gibt es noch die ewigen Barabhänger und nicht zu vergessen die Draufgänger, die eine Nummer nach der anderen klarmachen. Bei allen fließt der Alkohol wie Wasser. Der Einzige, der gelangweilt herumsteht und wartet, dass es wieder nach Hause geht, ist Jens. Ans Nachhausefahren denkt jedoch keiner der Partywütigen. Die Promillezahlen steigen und die meisten sind schon total zu. Gefühle voller Freiheit und Unbeschwertheit liegen in der Luft. Vicky könnte die Welt umarmen. Ihr Körper ist warm und fühlt sich leicht an. Es ist einfach nur schön, sie hat so viel Spaß und vergisst den ganzen Alltagsstress, der sie in der Woche verfolgt. Sie lebt für diesen Moment. Im Morgengrauen geht es dann für die ganzen Schnapsleichen nach Hause ab ins Bett. Was für ein Alkoholrausch, schwärmt Vicky auf der hinteren Sitzbank im Auto. Am Morgen danach bereut sie es bereits, so viel »Alk« durcheinandergetrunken zu haben. Ihr Kopf platzt und auch im Magen hat sie ein krümeliges Gefühl. Am liebsten würde sie sich übergeben. »Ich trinke niiiiieeeeeeee wieder Alkohol«, jammert sie und verbringt den ganzen Sonntag im Bett. EIN GANZ NORMALER SAMSTAGABEND Model: Linda Stößer, 25, aus Koßdorf | Dress: Intersport Höcke 18 18 NACHTFALTER Fotos: Fotolia © Andrey Apoev | David Pereiras

NACHGEFRAGT NACHGEFRAGT Die Nächte durchmachen – einfach die Festplatte formatieren, die meisten Jugendlichen kennen diese Wochenenden. Sie wissen, dass sie am Folgetag total verkatert sind und trotzdem lieben sie diesen Moment im Vollstrom. Was ist das für ein Alkoholkick? Und wieso tun es die meisten immer wieder freiwillig? Schließlich ist doch jedem bewusst, dass Millionen von Gehirnzellen durch solch einen Rausch absterben und die Leber massiv geschädigt wird. NACHTFALTER wollte es wissen. Personen aus der Region haben anonym ihr Statement dazu abgegeben. Anonymus (männlich/26 Jahre) - Arzberg Na ja, wie soll ich das sagen. Ich habe es von meinem Umfeld so gelernt, dass auf Partys auch Alkohol fließt. Theoretisch kann man das eine ohne das andere nicht ausschließen. Außerdem erlebt man einzigartige Momente mit Freunden und seiner aktuellen Flamme. Man ist eben einfach frei. Nach jedem starken Kater schwört man: „Man trinkt nie wieder!“. Jedoch muss ich sagen, dass das Gefühl, sich für einige Stunden frei und unbeschwert zu fühlen, stärker ist. Anonymus (weiblich/23 Jahre) - Beilrode Es ist einfach unbeschreiblich. Man ist frei, denkt nicht darüber nach was heute und morgen ist, man lebt einfach nur für diese Nacht und vergisst dabei noch den ganzen Alltagsstress. Anonymus (weiblich/26 Jahre) – Belgern Ich trinke gerne Alkohol auf Partys. Für mich ist das ein Lebensgefühl. Spaß haben, Quatsch reden, sich leicht fühlen und mit meinen besten Freunden Erinnerungen schaffen, hat oft mit Rauschzuständen zu tun. Früher habe ich aber viel mehr getrunken, mittlerweile kennt man seine Grenze und weiß, wann´s zu viel wird. Feiern ohne Alkohol stört mich übrigens gar nicht! Anonymus (männlich/28 Jahre) – Mühlberg Die Stimmung ist lockerer. Man ist mutiger und traut sich Leute anzusprechen, somit entstehen tolle Gespräche, die man nüchtern nicht hätte. Zudem kommt der Punkt, dass man nach einer Mische auch eine zweite und eine dritte will. Wenn man einen trinkt, will man immer mehr – es ist wie eine Sucht. Anonymus (weiblich/19 Jahre) – Torgau Trinken verbindet und man lernt viel schneller neue Leute kennen! Außerdem passieren dabei viele lustige Momente, an die man sich gern zurückerinnert! Ist ja eigentlich fast schon so Standard beim Feiern. Man wird lockerer, schaltet ab und es schmeckt natürlich auch. Anonymus (männlich/24 Jahre) - Großwig Alkohol schmeckt absolut nicht, aber der Effekt ist so geil, betrunken zu sein. Man ist einfach nur ausgelassen. Ich bin dann so aktiv, ich hüpfe, tanze und springe – einfach unbeschreiblich. UNSER FAZIT: Durch Alkohol fühlt man sich anscheinend einfach nur FREI! Frei von Sorgen, frei – einfach das zu tun in diesem Moment, worauf man Lust hat und sich nicht Gedanken um Konsequenzen zu machen. Ob Ihr nun an Eure Leber, als eines der wichtigsten Organe, denken solltet, müsst Ihr selbst entscheiden ;-). Dennoch raten wir Euch: Geht doch einfach mal in einer großen Gruppe feiern, wo alle nüchtern sind. Wer weiß, vielleicht wird es ebenso eine unvergessliche Erinnerung! NACHTFALTER 19

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