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NF_Nov_2017

NACHGEFRAGT WHY GENERA

NACHGEFRAGT WHY GENERA ▲ TEXT: VANESSA BAHNS Mein Name ist Vanessa, ich bin 17 Jahre alt und stamme noch aus dem Zeitraum der Generation Y. Ihr fragt Euch jetzt sicher, was Generation Y ist? Im Laufe der Jahre hat sich unser Medienverhalten sehr gewandelt und so steckt auch jeder Mensch in seiner eigenen Generation. Meine Generation beschreibt einen Zeitraum von 1980 bis 2000. Ich gehöre also zu den Leuten, die erstmals im Umfeld von Internet und mobiler Kommunikation aufgewachsen sind. Das Handy wurde zum Massenmedium und man erkannte schnell, dass somit auch eine Erleichterung für den Alltag besteht. Auch heute, wenn ich mal drüber nachdenke, wird unser ganzes Leben mit unserem Handy geregelt, seien es Termine, wichtige Anrufe, Nachrichten, Videos, Fotos, die man sich hinund herschickt. Das kleine Technikwunder scheint schon fast unentbehrlich. Aber wenn man mal so über den Urschleim nachdenkt, dann merkt man schon, dass sich eigentlich alles in unserem Leben digitalisiert hat. Früher hat man mithilfe von Briefen gechattet und sich Fotos geschickt. Was doch eigentlich total langweilig gewesen sein muss. Drei Tage auf eine Antwort gewartet und eh der Brief dann angekommen ist, gab es schon wieder was Neues zu erzählen. Bin ich froh, dass ich in einer Generation aufgewachsen bin, in welcher ich mir all diese Mühe nicht mehr machen muss. Dank WhatsApp, Facebook, Instagram & Co. bin ich immer voll vernetzt und kann zu jedem Zeitraum meine Anliegen verschicken oder posten. Meine Oma sagt immer: »Auf der einen Seite ist es bewundernswert, was heutzutage alles möglich ist, aber auf der anderen Seite steckt alles hinter einem großen Kontrollzwang, einem Drang nach dem Checken von E-Mails oder nach dem Posten von neuen Bildern.« Doch heute gehört so was zu einer Normalität in unserem Leben und in meiner Generation ist es nicht mehr wegzudenken. Ich kenne es gar nicht anders, ständig neue Bilder auf Instagram zu laden oder meinen Tagesablauf auf Snapchat mitzuteilen, es ist für mich komplett normal. Auch in beruflicher Hinsicht haben wir gelernt, nicht alles dem Beruf unterzuordnen, sondern uns für eine Balance zwischen Beruf und Freizeit einzusetzen. Eine Arbeit zu finden, die einen erfüllt und glücklich macht, ohne ein ständiges Auf-die-Uhr-Schauen, um zu wissen, wann man endlich den Feierabend genießen kann. Meine Familie hat immer gesagt: »Kind, mach das, was Dir am meisten Spaß macht!« Wieso muss man immer alles machen, was man vorgegeben bekommt? Ich bin eben ein typisches Ypsilon, weil ich alles hinterfrage. Deswegen ja auch der Wortstamm Y-WHY = WARUM? Beispielsweise stelle ich infrage, ob es überhaupt gut ist, fast 40 Stunden die Woche arbeiten zu gehen. Warum? – Wieso soll man nicht durch gute Verhandlungszüge zum Ziel kommen und so sein Leben genießen?! Warum soll es das Shampoo für 1 Euro nur von Freitag bis Mittwoch geben? Warum? Warum? Stellt sich die Frage. Aber es gibt natürlich auch Momente, wo das Leben mal keine Blumenwiese ist, oft auch in der Generation Y. Viele sagen, die Generation schmückt sich mit zu viel Selbstbewusstsein und andere sagen, sie stelle zu hohe Ansprüche. Dann ist das eben so! Und ich bin stolz drauf! 40 NACHTFALTER

NACHGEFRAGT TION Y? WHYNOT ▲ TEXT: LUCIE LORBEER Hallo, mein Name ist Lucie, bin 17 und werde somit noch der Generation Y zugeordnet. Aber zugeordnet? Das klingt schon hart. Wer hat sich eigentlich diesen Generationenquatsch einfallen lassen? Das wird leider aus meinen vielzählig gelesenen Artikeln über die Generationen nicht klar. Aber trotzdem, dieses Generationendenken ist für mich völlig irrelevant, jeder lebt sein Leben anders und man kann eben nicht alle in einen Schubkasten werfen. Zwar sind die prägenden Ereignisse nicht der 2. Weltkrieg. Aber unsere Eltern erziehen uns so wie sie es für richtig halten. Manche mit der These ihrer Eltern und andere versuchen etwas ganz Neues. So entstehen auch völlig unterschiedliche Menschen und Lebensstile, auch die Werte sind andere. Wollen wir das ganze mal ausklamüsern: GenY hinterfragt alles – Ja richtig, ich auch, aber wer macht das nicht? Ich kenne keinen der alles nur hinnimmt und nichts sagt. Klar, es gibt auch Dinge die muss man so nehmen wie sie sind. Aber dann sollte das Ganze auch einen Hintergrund haben und irgendjemand hat sich schon was bei der Sache gedacht. GenY ist optimistisch – Ich kenne viele Leute die optimistisch sind und das ist für mich, als Realist, eher nervig. Denn diese denken nur an das Positive und schalten alles Schlechte aus, aber das ist ein großer Fehler. Ein Realist in der Gruppe und schon denken alle noch ein bisschen länger nach, bevor sie wie immer sagen: »Ach, das wird schon, sei doch mal nicht so negativ, du verdirbst den ganzen Spaß.« Aber sich alles gut reden bringt auch keine Punkte. Doch wenigstens haben sie einen kurzen Augenblick darüber nachgedacht. GenY ist 24h online – wenn ich ehrlich bin, dann bin ich auch mal froh, wenn ich in Ruhe in den Wald gehen kann … ohne Handy! Aber mit meiner Kamera! Und dann werden ordentliche Fotos gemacht und keine 08/15-Bilder mit dem Smartphone. Ich bin kein Fan von Handyfotos, es geht zwar schneller als die Kamera zu zücken, aber die Bilder haben einfach nicht die gewohnte hohe Qualität. Denn wozu habe ich mir schon eine gute Kamera gekauft, wenn ich dann doch das Handy nehme? Aber zurück zum 24h-online sein, mittlerweile kenne ich kaum einen Beruf, wo es ohne Technik bzw. Datenübertragung funktioniert. Es erleichtert uns das Leben und ist zudem viel schneller als der herkömmliche Postweg. Da ist es logisch, dass jeder vernetzt ist, aber doch keine 24h. Man sollte auch mal die Zeit ohne Technik genießen, doch viele übertreiben es und sind auch nach der Arbeit oder Schule ständig am Rechner. Ich bin ebenso mit den neuen Medien aufgewachsen, denn dank meines Paps wurde ich schon früh an die Technik herangeführt. Sodass ich eben keine Angst vor dem »bösen schwarzen Kasten« habe. Doch trotz der Technik um mich herum ging ich früher raus zum spielen und kann jetzt noch mit Stolz sagen: »Ich konnte auf Bäume klettern!« Zwar war ich für die meisten einfach zu kurz geraten, aber dann ließ man sich eben was einfallen und stapelte mehrere Stühle übereinander bis es passte. Wie die Generation in 40 Jahren aussieht, weiß keiner so recht, sind die Merkmale die gleichen? Haben sie ihre Meinung über bestimmte Dinge geändert? Lassen wir die Zeit entscheiden. NACHTFALTER 41

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