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E_1948_Zeitung_Nr.035

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16 AUTOMOBIL-REVUE

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III. Blatt BERN, 11. August 1948 AUTOMOBIL-REVUE III. Blatt BERN, 11. August 1948 FRANKREICH Die Pariser Verkehrsprobleme II. «WMF8ÄSfc-.i Die Pariser Verkehrsregelung. Die Regelung des eigentlichen Straßenverkehrs der Pariser Innenstadt erfolgt, je nach d«r Verkehrsdichte und dem Saisonbedarf, wie überall in der Welt primär durch Verkehrspolizisten, die zu diesem Zweck eigens geschult werden und grundsätzlich auch die Fahrprüfungen abgelegt haben müssen und erst sekundär und hilfsweise durch mechanische, pneumatisch oder elektrisch betätigte Signalanlagen. Die Verkehrspolizei der Pariser Polizeipräfektur trägt als äusseres Zeichen einen « Char » (antiken Zweiradwagen) auf dem Aermel aufgestickt. Jeder Stras6enbenützer kann sich an den Verkehrsibrennpunkten persönlich davon überzeugen, wie diese Beamten mit ihren weissen Stäben und der unentbehrlichen Trillerpfeife den Verkehr in den Stosszeiten meistern. Soweit an Kreuzungen Verkehrsampeln angebracht sind, kann der diensttuende Beamte den Mechanismus a-usseT Betnieb setzen und durch Betätigung eines Schaltwerks, 6ei es von einer Verkehrsinsel, sei es von einem Kontrollturm (Opernplatz) oder von kleinen Kontrollkanzeln (Rue de Rivoli) aus die Signalanlage manuell betätigen. An jedem wichtigen Punkt des Pariser Strassenverkehrs stehen überdies immer ein bis zwei weitere Polizisten, zeitweise auch Inspektoren in Zivil beTeit, um bei Unfällen einzügreifen, Verkehrssünder zu protokollieren oder zu Tatbestandsaufnahmen für spätere Gerichtsverhandlungen zu schreiten. Aus der nachfolgenden Zusammenstellung geht hervor, dass die Strassenverkehreregelung in Paris heute weitgehend automatisiert ist, dass die angewendeten Methoden aber durchwegs durch individuelle Schalttätigkeit ersetzt und d? ; t die Verkehrsregelung so elastisch wie möglich gestaltet werden kann. Im einzelnen funktionieren zur Zeit in Paris folgende verschiedene Signalkombinationen: Primarbetrieb a) Dreifarbenwechsel-Leuchtsignale mit automatischer Zeitregelung b) dito c) Leuchtsignalisierung mit pneumatisch-elektrischer Selbstauslösung (Pedale) dl dito e) Leuchtsignale mit photo-elektrischer Selbstauslösung f) Rote Warnlicher als Markierung für Fussgängerstreifen Sekundärbetrieb 51 36 Die einfache Rot-gTÜn-Signalisierung, die entweder durch ein Uhrwerk oder mit Handschaltung (b) bedient werden kann, entspricht dem überall in Europa üblichen Dreifarben-Leuchtsignal (rotorange-grün). In verkehrsarmen Stunden wird sie an gewissen Strassenkreurungen durch einfaches, orangefarbenes Blinklicht •'notage) ersetzt (a), das jedes sich nähernde Fa^zeug auf die Kreuzung aufmerksam macht. Blinklichtanlagen befinden 6ich grundsätzlich auch an der Einfahrt zu den Unterführungen (passages souterrains), von denen in Paris bis jetzt 11 in Betrieb stehen. Eine sinnvolle Abwandlung erfährt das mechanisch-optische System mit regelmässigem Lichtwechsel durch die Abstimmung dieses Lichtwechsels auf das Verkehrstempo der betreffenden Strasse. So erfolgt z. B. längs den Seinequais (rechtsufrig) zwischen Notre-Dame und Caround-Brücke die Signalgebung unregelmässig, aber in fest vorausbestimmten Zeiträumen, so dass kein Fahrer, der dieser Uferstrasse mit einem Durchschnittstempo von 40 km/h folgt, falls er dieses unterwegs nicht aus irgendwelchen Gründen unvorhergesehen ändert, durch rotes Sperrlicht aufgehalten wird. Natürlich geht dieser Vorteil für die Benutzer der Hauptfahrrichtung immer ein wenig auf Kosten der von rechts oder links kreuzenden und ihrerseits öfters durch •) Siehe AR Nr. 34. Orangefarbenes ßlinkiicht Handschaltung Keine Umschaltmöglichkeit Handschaltung Keine Umschaltmöglichkeit Stabile Anlage Zahl dei Einzelanlagen 16 30 2 14 rotes Licht aufgehaltenen Fahrzeuglenker, ein Prinzip, das durchaus der Regelung des Vortrittsrechtes entspricht, wie es für Hauptverkehrsstras- 6en in den grossen Städten gilt. Das in unserer Tabelle unter d] aufgeführte pneumatisch-optische Pedalsystem basiert auf folgender technischer Ueberlegung: Ueberquert ein Fahrzeug das in die Fahrbahn eingelassene elastische Band (es handelt sich um schwach gewölbte Gummiplatten), so wird dadurch das Lichtsignal in der Fahrtrichtung ausgelöst und zugleich synchronisiert, d. h. es wird jedem Fahrzeug, das die Gummischwelle überfährt, automatisch freie Fahrt (grünes Licht) für die nächste Strasse nkreuzung gesichert. Tritt dagegen eine Verlangsamung oder gar eine Pause im Verkehrsfluss ein, dann wird die Fahrbahn automatisch für den Querverkehr an der nächsten Kreuzung freigegeben: die Hauptrichtung bleibt so lange blockiert, bis wiederum ein Automobil die Signalschwelle passiert. In Zeiten des Spitzenverkehrs kann diese Selbstauslösung allerdings zu Verkehrsstockungen in der Querrichtung führen. Deshalb lässt sie sich an den belebtesten Ve'Tkehrszentren jederzeit auf Handschaltung stellen. In Zeiten des normalen und rejjelmässigen Geschäftsverkehrs 'bewährt sie sieh aber durchaus, und jeder ausländische Automobilist kann ihr einwandfreies Funktionieren an der «Trinite» beobachten, wo sechs verschiedene, stark frequentierte Strassen auf einen Platz münden, der ständig von Fussgängern überquert werden muss. Hier findet sich daher auch die in unserer Aufstellung unter f) aufgeführte Markierung des Fus6gängerstreifens" durch rote, flache Leuchtbojen, welche in die Fahrbahn versenkt sind und gleichzeitig mit dem roten Licht an den Signalmasten aufflammen. Der einzige Nachteil der Pedalsignalisierung besteht nach Aussage der Fachleute darin, dass die ziemlich empfindliche, unterirdisch angebrachte elektrische Anlage eine dauernde Ueberwachung und häufige Reparaturen erfordert. Die Signale werden hier übrigens nicht nur durch Wagen, sondern auch durch Radfahrer ausgelöst, nicht aber durch Fussgänger. Neben diesen auf Handbetrieb umschaltbaren Selbstaüslöse-Signalanlagen gibt es auch eine Reihe von solchen ohne Umschaltmöglichkeit (Ziffer c), und zwar überall dort, wo der Verkehr zwar in gewissen Stunden zunimmt, in der übrigen Zeit aber auf ein Niveau absinkt, das eine individuelle Verkehrskontrolle überflüssig macht. An zwei Stellen in Paris hat man versuchsweise Lichtsignalanlagen erstellt, die durch photoelektrische Zellen (e) betätigt werden. Hier erfolgt die Auslösung der Lichtsignale, bzw. die Freigabe der Fahrrichtung nicht nur durch Wagen und Radfahrer, sondern angeblich auch durch Fussgänger, die vorschriftswidrig quer über die Strasse gehen und dabei in die Strahlenzone geraten. Hierin mag ein Grund dafür liegen, dass die Polizeipräfektur die photoelektrische Selbstauslösung der Verkehrsregelung füre erete nicht weiter anzuwenden beabsichtigt. Die Koordinierung zwischen Fahrzeug- und Fassgängerverkehr erfolgt in Paris wie überall durch die Anlage von Fussgängerstreifen, die in der französischen Hauptstadt grundsätzlich durch Metallnägel markiert werden. Interessant ist hierbei besonders die verkehrserzieherische Arbeit der Polizei. Auch in Paris ist das Publikum heute auf der Strasse undisziplinierter als vor dem Krieg, aber solange der Verkehr die Vorkriegsdichte noch nicht wieder erreicht hat, legen die Pariser Verkehrspolizisten gegenüber jenen « Pietons », denen es so « pressiert », dass sie mitten im Strom der Fahrzeuge die Strasse überqueren, eine gewisse Toleranz an den Tag. Allerdings hat sie ihre Grenzen. Man 6teht auch in Paris auf dem Standpunkt, dass e6 ein- Fussgänger, der die Verkehrsvorschriften missachtet, sich selbst zuzuschreiben hat, wenn er dabei Schaden erleidet. Bedroht er durch sein Verhalten aber zugleich auch die reibungslose Abwicklung, ja die Sicherheit des Automobilverkehrs, so wird er unnachsichtlich « zurückgepfiffen », belehrt und verwarnt, oder er erhält, wenn er renitent ist, sofort eine Busse zudiktiert, die vor dem Krieg 5 Fr. betrug, aber heute bis zum 50fachen gesteigert werden kann. Ueberfährt dagegen ein Automobilist, auch nur fahrlässig, die Markierung eines, Fussgängerstreifens, so blüht ihm — abgesehen von der polizeilichen Verzeigung — strafrechtliche Verfolgung. Fliegende Patrouillen der Verkehrspolizei kontrol- Die Place de \a Trinite gegen 16 Uhr. Um diese verkehrssehwoeri« Stunde ist die pneumo-automatische Selbstauslösung der Verkehrslichter in Tätigkeit. Im Hintergrund des Bildes münden von links die Kue Blanche, von der Mitte her die tue St-Lazare, von rechts die Rue de Chäteaudun, dazu drei andere Zufahrtsstrassen im Vordergrund des Bildes — hier nicht sichtbar. Am vorderen Ende der Schutzinsel das Verkehrssignal mit den drei Lichtern. Rechts davon zieht, gegen die rechte Strassenseite ein weisser Strich: die .Schwellen für die Selbstauslösung. Im Hintergrund der Bildmitte, zwischen linkem Trotloir und Insel, wo gerade drei Fussgänger die Fahrbahn queren, verläuft der mit roten Leuchtlampen markierte Fussgängerstreifen, vor dem gerade zwei Wagen — die aus der Rue St-Lazare kommen — vorschriftsmäßig stoppen. Die Selbstauslösungsschwelle vor der « Eglise de Ja Trtnite ». durch Selbstauslösung von rechts erfolgen. Der Verkehrsfluss wird also hier in beiden Fahrrichtungen unabhängig voneinander reguliert. In etwa einer Stunde, bei Erreichung der Tagesspitze des Verkehrt stellt der Verkehrspolizist, der nur beobachtet, die Signalanlage auf Handbedienung um. Heren auch in den Abendstunden gewisse Verkehrsbrennpunkte und Kreuzungen; wehe dem Automobilisten, der dabei erwischt wird, dass er ein rotes Licht ignoriert, selbst wenn sich auf der Kreuzung gerade kein Verkehr abwickelt. Unweigerlich ist die Folge davon der temporäre oder — wenn es ein rückfälliger Sünder ist — der endgültige Entzug des Führerausweises. Für den ausländischen Automobilisten, der nach Paris kommt, ist wichtig, dass er sich bei jedem Verkehrsaufsichtsbeamten (der durch das Abzeichen am Aermel gekennzeichnet ist) im Zweifelsfalle nach den Vorschriften erkundigen kann. Ueberdies entsprechen die Signalschilder in der Innenstadt in jeder Hinsicht den internationalen Bestimmungen, und wer mit offenen Augen durch Paris fährt, kann sich weder damit entschuldigen, dass er ein optisches Signal übersehen habe, noch dass ihm etwa ein Parkverbot oder eine Einbahnstra6se entgangen sei. Hat der fremde Fahrer einmal die wirklich sinnvolle Regelung des Pariser Strassenverkehrs begriffen, so wird er zu der Ueberzeugung gelangen, dass man in Paris mit grösserer Sicherheit seinen Weg finden kann, als in mancher anderen Hauptstadt Europas. Freilich muss man hiezu wirklich « fahren > können. Die franzosische Automobilproduktion im 1. Halbjahr 1948 Rekorderzeugung von Personenwagen im Juni. (Wbg.) Das erste Halbjahr 1948 schliesst für die franzosische Automobilproduktion mit einer Ziffer von nahezu 100 000 fabrikneuen Fahrzeugen ab. Dieses Ergebnis übertrifft den Voranschlag des französischen Industrie- und Handelsministeriums beträchtlich, denn es war für die ersten sechs Monate des laufenden Jahres lediglich eine Erzeugung von 88 491 Fahrzeugen, davon 54 100 Personenund 31903 Nutzfahrzeuge vorgesehen.. Wiederum zeigt 6ich aber die gleiche Anomalie, die auch im zweiten Halbjahr 1947 zu verzeichnen war- Immer noch wird der Ausstoss von Lastwagen zum Schaden des Personenwagensektors forciert. Die Produktion an Personenwagen liegt noch immer um 12 % unter dem Voranschlag. Sofern aber die Entwicklung in den nächsten Monaten den gleichen befriedigenden Verlauf nimmt, 60 steht zu hoffen, dass die Jahresproduktion an Personenwagen •heuer 200 000 Fahrzeuge erreichen wird. , Im einzelnen ist zu unserer Tabelle noch zu bemerken, dass die Juni-Produktion an ßerienund Luxuswagen mit 8917 Einheiten einen Rekord darstellt. Von der Gesamterzeugung erhielten der inländische Markt 9573, die französische Armee 71, die überseeischen Gebiete des französischen Empires 2346 und das Ausland 6806 Fahrzeuge. Marke Lastwagen Cars und Autobusse Spezialfahrzeuge (Kranken-, Feuerlöschwagen etc.) Strassentraktoren Total erste 5 Monate Citroen 14 052 Delahaye 344 Delaunay-Belleville 3 Fcrd 2 301 Hotchkiss 170 Panhard 311 Peugeot 7 034 Renault 10 258 de Rovin 108 Salmson 138 Simca 3 981 Tnlhnt 100 Tota 38 800 39 512 1 770 173 •^o Juni l.Halbiahr 1948 1948 2 720 55 514 61 156 2 007 2 630 40 21 8917 8 260 405 55 16 772 39? 3 2 815 231 467 9 041 12 888 148 159 A £.7% 47 717 47 772 2 175 228 Am Gesamtzahl 1948 80 597 17 696 98 293