Aufrufe
vor 3 Monaten

E_1948_Zeitung_Nr.038

E_1948_Zeitung_Nr.038

16 AUTOMOBIL REVUE

16 AUTOMOBIL REVUE MITTWOCH, I. SEPTEMBER 1948 - Nr. 38" den Anhänger zu bremsen. Der Begleiter hat aber auch die Möglichkeit, selbständig zu handeln. Die Fussbremse dient ausser als Bremse auch noch als Signalisiervorrichtung zwischen Lenker und Begleiter. Abb. A Der Anhänger LS-8 ist speziell für die Bedürfnisse des Langholztransportes entwickelt worden. Die neuartige Lenkung erlaubt das Fahrgestell um volle 45° auszuschwenken, wodurch die Y/endigkeit wesentlich verbessert wird. Der Begleiter sitzt geschützt unter dem Ladegut und hinter den rechtseitigen Rädern. 45°. welche Vorteile die Möglichkeit mit so hohem Einschlag zu fahren bietet, ist am Beispiel einer engen Linkskurve in Abb. 5 dargestellt. Der LS 8 ist mit drei Bremsen ausgerüstet: mit der vom Traktionsfahrzeug aus bedienten Druckluftbremse, mit einer durch ein Handrad betätigten mechanischen Bremse und mit einer mechanischen Fussbremse. Durch diese Anordnung ist sowohl der Lenker des Traktionsfahrzeuges in der Lage, auch 1 1 Ein Jeep-Anhänger mit elektromagnetischer Bremse. Durch neue Vorschriften ist nun auch die Verwendung von ein- und zweiachsigen Anhängern an Jeeps zugelassen. Die Firma hat einen zweiachsigen Anhänger entwickelt, der eine Nutzlast von 1800 kg zu tragen vermag. Der in der Abb. 6 gezeigte Anhänger ist zum Transport von Brettern oder Balken eingerichtet und ist zu diesem Zwecke mit 4 Aufsteckrungen ausgerüstet. In einfacher Weise kann die Länge des Anhängers der Länge der transportierten Bretter oder Balken angepasst werden. Normalerweise wird allerdings der Anhänger mit einer leicht abnehmbaren Brücke verwendet. Beide Fahrgestelle sind mit starren Achsen und hochgezogenen, quergestellten, halbelliptischen Blattfedern versehen. Die beiden Fahrgestelle sind durch ein zweiteiliges Zentralrohrchassis verbunden. Die beiden ineinandergesteckte-n Rohrteile sind durch Einsteckbolzen gesichert. Anstatt eines Drehgestells ist für das vordere Fahrgestell eine einfache Zapfenkonstruktion entwickelt worden, die einen starken Lenkeinschlag zulässt. Um auch bei schwer beladenem Anhänger volle Fahrsicherheit zu gewährleisten, ist eine vom Jeep aus betätigte Vierradibremse eingebaut worden, die auf elektromagnetischer Basis arbeitet, wobei der Abb. o Das Fahrgestell des Jeep- Anhängers. Abb. 5 Vergleich der Fahrspuren zweier Langholzanhänger beim lefahren einer engen Linkskurve. Rechts eine Ausführung, bei der das Fahrgestell nur um 25* ausgeschwenkt werden kann. Links die Konstruktion von MERK, die ein Abschwenken bil zu

Nr. 38 - MITTVTOCHJ r, SEPTEMBER IOIS AUTOMOBIL REVUE 17 Alfa Romeo 2500 Sport (ScMuM von Sciie 14) Die Karosserie des Typs « Freccia d'Oro > ißt von Alfa Romeo selbst entwickelt und gebaut. Die zweitürige Limousine bietet vorn und hinten je 2 bis 3 Personen Platz, und der Einstieg zu beiden Sitzreihen verlangt dank der sehr breiten, im Stadtverkehr oft etwas zu breiten Türe nicht, wie 2$ bei modernen italienischen Karosserien hin und nieder der Fall ist, akrobatische Kontorsionen von Fahrgästen, deren Körperbau von der schlanken, italienischen Stromlinie nicht beeinflusst wurde. Die äussere Form wird durch die niedrige Gesamthöhe und die langgestreckte Silhouette bestimn^tj die Frontverschalung zeigt eine schmale, hohe Oeffnung und breite, tiefgelegte Querstreifen, 'fan Interesse der Kopffreiheit der hinteren Insassen sowie eines genügend geräumigen Kofferbehälters wurde etwas von der üblichen Eleganz des Hecks, das hier etwas brüsk abgerundet ist, geopfert.^Iri der Breite und der Länge bietet die Karosserie viel Raum; in der Höhe ist sie über den Vordef« sitzen genügend bemessen während grössere Passis* giere auf den Hintersitzen keine Kopfbedeckung; tragen können. Die hintere, klappbare Armlehne, die einzelne Fahrgäste in den Kurven sicher hält, würde man vorne gern ebenfalls vorhanden sehen. Sehr praktisch und stabil ist die vordere Sitzver- • Stellung, die aus dem Flugzeugbau übernommen wurde. Der Kofferraum ist gross bemessen; hinter der Hecksitzreihe befindet sich ein sehr tiefes Ablegebrett. Alle Sitze sind richtig dimensioniert und sehr angenehm gepolstert. Die grosse Fensterfläche bietet für alle Insassen gute Sicht; der Fahrer kann den Wagen auch iä 1 engen Strässchen gut übersehen. Bei den Instrumenten ist der Geschwindigkeitsmesser unmittel^ bar vor dem Fahrer übersichtlich angebracht. Fro geprüften Wagen Hess sich der so wichtige Drehzahlmesser nicht immer leicht ablesen, da er etwas zu entfernt montiert ist; immerhin wird ein guter Fahrer vor allem mit dem Gehör schaffen. Ein etwas grösseres Zifferblatt wünschte man sich für das Oelmanometer das man bei einem so schnellen Wagen häufig überwacht. Der zur Verfügung stehende Raum gestattet keine ausführliche Beschreibung des technischen Aufbaus, der immerhin Stichwort-'; artig in der beigegebenen Tabelle skizziert ist. Erwähnung darf die Art der Radaufhängung finden) wo vorn und hinten separate Elemente für die Radführung und -federung gewählt wurden. Die Aufhängung ist derjenigen der Rennwagen den Firma verwandt; vorn werden Doppellängslenke^ verwendet, deren oberer über einen Balancierhebet luf Schraubenfedern wirkt, die im Gehäuse de^ auf Schraubenfedern wirkt, die im Gehäuse der hydraulischen Niederdruck - Stossdämpfer untergebracht sind. Die Hinterräder schwingen um eine Achse, die durch die Aussenwand des Differentials den sind. Ob sich dieser Umstand auf die Lebens« dauer des Fahrzeugs nachteilig auswirkt, liest sich an Hand der Prüfung eines neuwertigen Exemplare nicht beurteilen; immerhin haben sich schon die ähnlich gebauten früheren Exemplare dieser MarSTe sowie einen aussen am Rahmen gelegenen Drehpunkt geht; die Brems- tmd Beschleunigtingsreaktionen werden durch einen Längslenker übertragen. Auch der Motor erinnert mit seinen zwei obenliegenden Nockenwellen und den halbkugeligen Verbrenntmigsräumen an die Praxis im Bauüber ein bedeutendes Mass an Dauerhaftigkeit ujil3 von Grand-Prix-Wagen. Bewährung in langjähriger täglicher Verwendung Nach' diesen Ausführungen ist e« eigentlich ausgewiesen. müssig, noch nach einem Zusammenhang mit Wenn auch nur wenige Glückliche je einen, solchen Wagen ihr eigen nennen können, so dürft« dem Rennwagenbau zu fahnden. Sowohl im technischen Aufbau wie auch in den Fahreigenschaften 16t der Alfa Romeo ein Fahrzeug, bei dem Spitzenklasse zweifellc« einen grösseren Kreis vofl das Verhalten dieses Vertreters der internationale! die Qualitäten eines Rennwagens, unter entsprechenden, für den Alltag notwendigen Verein- seiner heutigen Form bildet der Alfa Romeo näcK Liebhabern sportlicher Fahrzeuge interessieren. In fachungen und Verfeinerungen, in den Bau vonwie vor Krönung der italienischen Personenwagenkonstruktion, « Tester Personenwagen höchster Klasse übertragen wor- » UnsereXegcr Berichten üb(&/ Öire Betriebskosten Wenn man in ein gewisses Alter kommt, sind 4X5 km jeden Tag zu Fuss, per Velo oder im Tram nicht immer ein Genuss; besonders bei schlechtem Wetter, bei Kälte, wenn die Strassenbahn ohnehin schon besetzt war, musste auch ich sie benutzen. Ich habe das Auto gekauft, um mir den Weg ine Geschäft zu erleichtern und um mit meiner Frau und eventuellen Gästen zum Vergnügen herumfahren zu können. — Den Ausschlag gab allerdings der im Frühjahr von meiner Frau geäußerte Wunsch, sie möchte Autofahren lernen. Dk war natürlich auch der spätere Kauf eines Wagens vorauszusehen, und nun fahren wir beide und feilen uns ziemlich redlich in die Steuerung. '•"Der « Austin-8 » war der passende Wagen, und die Wahl hat sich bisher bewährt. Wohl ist das Eahren in einem grösseren Wagen mit besserem Anzugsmoment leichter, aber — wir sind keine Draufgänger und sind zufrieden mit der Leistung des 0,9-Liter-Motors. Dieser läuft auch im Winter sofort an, und der Wagen fährt gut bergauf (meist imfdritten Gang), Iäs6t sich natürlich von andern *Tk«BiiB»''»i mmm„mmsmmmmmmmm>i'm »ä Der Austin «Eight» überholen; aber wir sperren uns dagegen nicht. Wir freuen uns an unserem hübschen kleinen Wagen, in dem vier Personen gut Platz haben, und mit dem wir in der Ebene normalerweise Geschwindigkeiten von 60, 70, 80 km fahren. Die eingangs erwähnten Gründe, die zum Kauf führten, lassen mich von einer kaufmännischen Auswertung der Fahrkosten absehen, obwohl ich den Wagen so oft als möglich auch für mein Geschäft verwende. Ich rechne also weder mit einer Amortisation noch mit einer Verzinsung des Anlagekapitals. Dagegen führe ich genau Buch über alle Kosten. Ein Taschenlkalender befindet sich im Handschuhfach, und darin wird jede Ausgabe sofort eingetragen; auch wird jeden Morgen vor dem Ausfahren aus der Garage der Stand des Kilometerzählers notiert. Auf diese Art konnten nachträglich alle Daten festgestellt werden, die auf dem Betriebskosten-Rechnungsblatt der «A.-R. » figurieren sollen. Ferner lässt sich z, B. der Benzinverbrauch für bestimmte Fahrten herauslesen, wenn die Notizen genau gemacht werden. Als Beispiel diene eine Fahrt von Basel (Auftanken) über Biet —Murten—Avenches (siehe Bild) nach Lausanne (Auftanken). Benzinverbrauch: 15,8 Liter; Strecke: 242 km. Relativer Verbrauch = 15,8:2,42 = 6,5 Liter/100 km. Betriebskosten eines Austin «8» Viersitzige Limousine, 5 Steuer-PS, durchschnittlicher Verbrauch 9,1 Liter/100 km, Fahrleisfung während der Berichtszeit [12 Monate) 11 807 km, mittlere Besetzung 2 Personen, Standort ßaselland. VERMOGENSRECHNUNG Amortisation nicht berücksichtigt! FESTE KOSTEN Verkehrssteuer Fr. 100.— Haftpflichtversicherung > 241.20 Feuer- und Diebstahlversicherung > 47,75 Clubbeitrag etc. > 57 — 2 Führerausweise » 10.— Garagemiete > 300.— Anschaffungen > 248.76 Prüfgebühr für Wagen > 15.— Verkehrsbewilligung > 5.— Nummernschilder > 12.— Fachliteratur » 24.— Total Fr. 1060.71 . BEWEGLICHE KOSTEN Treibstoff: 1076,5 Liter Fr. 710.49 Oel nachfüllen > Oelwechsel, Service, Schmieren » 467.13 Reparaturen > 21.50 Auswärtsgaragieren > 24.50 Diverses > 2.80 Fr. 1244.62 Gesamtkosten Fr. 2305 33 Pro km Fr. —.19,5 Touren: 4416 km, zu 6,5 bis 7 Liter/100 km. Stadt: 7391 km, zu 9,5 bis 10,6 Liter/100 km. Gesamtdurchschnitt = 9,1 Liter/100 km. Alle in diesem Zeitraum entstandenen Kosten gehen aus der Aufstellung hervor, wobei folgende Details von Interesse sein mögen: Die Reparaturen bestanden aus dem Ersatz eines zerbrochenen Rückspiegels und aus dem Wechsel der Benzrapumpenmembran (Folge der Beimischung?). Bis zu 2000 km wurde das Oel alle 500 km gewechselt, während des Sommers der Wagen selbst gewaschen und verschiedene Kleinigkeiten selbst besorgt. Ein gutes Handbuch zum Wagen wäre eine nützliche Hilfe, aber es wurde nur ein dünnes Heftchen in englischer Sprache mitgeliefert, das sich auf das Allernotwendigste beschränkt. Innert Garantiefrist wurde der Anlasser kostenlos in Ordnung gebracht, der von Anfang an hie und da ausgesetzt hatte. J.W. (Die Berechnungsart mag für einen Wagen, der vor allem für Vergnügungszwecke verwendet wird, zulässig sein. Genaue Berechnungen müssen aber unbedingt die Amortisation, den Kapitalzins sowie die Abnützung der Reifen berücksichtigen; ferner ist es vorsichtig, etwas « Reserve » für kommende Revisionen anzulegen. Red.) Kunststoff-Heckscheiben für Cabriolets. Die meisten amerikanischen Cabriolets besitzen den Nachteil, dass ihre Rückscheibe aus einem ver- Anderseits geht aus den Notizen hervor, dass der Verbrauch in der Stadt ziemlich hälnismässig kleinen Stück Glas besteht, das allgemein als unzureichend empfunden wird. Eine hoch ist, nämlich bis zu 10,6 Liter, weil viel geschaltet und alles unter 25 km/h in einem gebrachte Rückscheibe soll nun die bisherigen von den Robbins-Werken in Detroit auf den Markt Gang gefahren wird. Bei drei Modelle ersetzen. Sie besteht aus einem angeblich synchronisierten Gängen ist allerdings das Schalten leicht. streckt 6ich über die ganze Wagenbreite (ist also verzerrungsfreien durchsichtigen Kunststoff, er- Die Aufstellung für das breiter als viele Windschutzscheiben) und lässt erste Jahr (Kauf am 23.Auöust 1946) lautet: zerschnitten zu werden braucht. E. sich in das Verdeck einsetzen, ohne daßs dieses B. S C R I P P 5 der amerikanische Qualitäts-Schiffsmotor 28 Modelle von 25-600 PS, 4, 6, 8 und 12 Zylinder AUTOPNEUS 50 % billiger durch Neugummierung PNEUHAUS A. GALLI, BERN Wabernstr. 36, Tel. (031) 5 50 34 12 Zylinder, 316 PS Jedes gute Boot ist besser mit einem SCRIPPS-Motor EXPOSITION MONTRES ET BIJOUX DE GENEVE et PRESENTATION DE PIERRES PRECIEUSES Restaurant und Tea-Room am See. Sorgfaltig geführt« Küche u. hausgemachte Patisserie. Grösste alpine Forellenzucht. Grosser, schattiger Parkplatz. Telephon Blausee 8 00 93 Reinigungen Schutzanstriche Reparaturen Gutachten durch Thalwil *• -^ A * - A ^ Bachstr. 8. 8, Tel. (051) 920004 04 Prospekte durch die Generalvertretung MÜLLER & HERZOG AG., SPIEZ - Telephon