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E_1948_Zeitung_Nr.043

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20 AUTOMOBIL REVUE

20 AUTOMOBIL REVUE MITTWOCH, fi. OKTOHER 19(8 - Nr. 43 Welches ist das meistverlangte Autoöl in Amerika? Berühmte Zeitschriften wie «LIFE», * TIME •' und « POST » führten eine Art Gallup-Umfrage bei den Automobilisten durch. Dabei wurden 2 interessante Feststellungen gemacht: 1. dass die Automobilisten mit Vorliebe Qualitäts-Autoöle kaufen und 2. dass sie dabei QUAKER STATE MOTOR OIL vorziehen. Quaker State Autoöl ist ein natural raffiniertes pennsylvanisches Oel, das Ihrem Motor eine ganz neue Rasse gibt. Verlangen Sie es bei Ihrem Garagisten! Bezugsquellen-Nachweis durch GEL-BRACK AG., AARAU und ;el. Aarau (084) 22757 Tel. Renens (021) 49838 RENENS Es geht durch Müllers weite Brust Ein Sehnen und ein Nagen Der Lenz ist's und mit ihm die Lust Nach einem eig'nen Wagea Im Sinn Hegt ihm ein Kabriolett Nicht all zu gross und teuer Bequem, verlässlich und adrett Erträglich in der Steuer Und, siehe, schon nach kurzer Zeil Chauffiert er durch die Strassen. Den Wagen lobt er hoch und weil Isi glücklich über Massen wie unter allen akkurat Er diesen hat gefunden ? • Ich folgte einem guten Rat Bekennt er unumwunden: Warum nicht auch die Pneus pflegen? Wie wird der Motor gehegt und gepflegt! Warum nicht auch die Pneus? Verdienen sie nicht eine ebensolche Beachtung? Was passiert, wenn sie versagen, vielleicht in sausender Fahrt? — Es lohnt sich, die Reifen regelmässig vom Pneuspezialisten prüfen zu lassen. Beginnen die Profile zu verschwinden, so kenne ich noch verschiedene Möglichkeiten, welche die Ausnützung der restlichen Gummischicht erlaubt und doch eine gute Gleitsicherheit garantieren. Mein Service und me'ine Pneumarik-Werkstäffe werden von in- und ausländischen Fachleuten als vorbildlich bezeichnet. Spezialisten mit langjähriger Erfahrung stehen zu Ihren Diensten. Gutenbergstrasse 10 - Telephon (051) 232354 und 233434 Original-Ersatzteile Personen- und Lastwagen Best assortiertes Lager Auch Unfallteile ACAR AG., Zürich Offiz. Ersatzteil-Verkaufsstelle General Motors Seehofstrasse 15, Telephon (051) 32 68 28/29 u. 32 78 49 Lausanne, 5, avenue Ruchonnet, Tel. (021) 3 25 67 Mrvrrmoi*. KARL BAUMANN Öle und Fette für Industrie und Auto ZÜRICH-ALTSTETTEN Badenerstrasse 803 Telephon (051) 255965 Hydraulische Wagenheber 2. 2!:, 4, 5, 6, 8 t Tragkraft ACAR AG,ZÜRICH Seehofstrasse 15, Telephon (051) 32 68 28 / 32 78 49 LAUSANNE, 5, avenue Ruehonnet, tel. (021) 3 25 67 AIITnMnßll QIT7/IIRFR7IIRF Kurzfristige Anfertigung von und sonstigen Bestandteilen nach Skizze oder nach Muster sowie Ausdrehen, Egalisieren von Bremstrommeln Mech.- und Autorepararurwerkstärre fabriziert als Spezialitat Arthur Gross, Basel 8, Abteiig. Textilverwertung, früterstr. 81. Tel. 5 16 50. Daselbst werden alle Übrigen Autoreparaturen prompt und fachmännisch ausgeführt. Briner, j. Zürich 23 RISSE Bestes USA.- Produkt Limmatquai 32 Motorrad-, Personenwagen- und Lastwagen- PNEUS KARDAN-, DIFFERENTIALWELLEN GEBR. AESCHBACHER, BURGDORF Putzfäden Polierfäden Putzlappen in allen Grossen und Ausführungen, auch Schneereifen, sofort ab Lager lieferbar. Aus unserer Lagerliste: Normalprofil 14X45 Fr. 85.— 165—400 Fr. 85.— 5.00—15 Fr. 54.— 6.CO—16 Fr. 70.— 6.00—16 HD Fr. 85.— 5.50—17 HD Fr. 78.— 5.00—18 HD Fr. 86 — 4.50—19 Fr. 46.— 8.50—19 HD Fr. 121 — 32X4K HD Fr. 100.— 31X4 Fr. 75 — etc. etc. Garagen erhalten Rabatt! PNEUMATIKHAUS AG. LUZERN Obergrundstr. 26 Telephon (041)2 34 44 Motor- Tel. 051 241 goo Amerikanische Wagenheber Q^\ \ 3 / «Manloy» 1V4, 2 und 4 Tonnen Ausbildungskurse für Automechaniker Fachkurs 9/48 vom 22. November bis 18. Dezember 1948 Arbeiten an Fahrzeugen, Motoren und elektrischen Anlagen Anmeldefrist : bis 13. November 1948 Allgemeine mech. Arbeiten vom 3. Januar bis 12. Februar 1949 Je 2 Wochen Drehen, Schraubstockarbeiten, Autogen- und Elektrisch-Schweissen/Schmieden E. Sciinellmann Ing. & Co., Zürich Tel - (° 51 > 24 47 ° 2 Rämistr. 33 FACHSCHULE HARD, WINTERTHUR Anmeldefrist: bis 18. Dezember 1948 Es besteht die Möglichkeit, im Internat der Fachschule Verpflegung und Unterkunft zu angemessenen Preisen zu beziehen Anmeldeformulare, Kursprogramme und Schulprospekte können von der Fachschule Hard, Winterthur, bezogen vorder). Telephon (052) 2 41 68

Nr. 43-BERN, 6. Okt. 1948 7üt&^A^Ü€^z^fte€^? Zwischen Motorfahren, Motorsport und Motortouristik oder Motorreisen ist ein ebensogrosser Unterschied wie zwischen Spazierengehen, Wettlaufen und Bergsteigen oder Wandern. Es gibt Länder, in denen das eine betrieben wird und das andere verlacht oder nie bekannt war, und es gibt Erdteile, in denen wieder nur das eine oder andere denkbar ist. Geographische Verschiedenheiten und die Konkurrenz anderer Verkehrsmittel spielen hier wohl die entscheidende Rolle. Doch ebenso auch die Einstellung eines Volkes, die technischen Vorbedingungen an Strassen und Fahrzeugen und die sportliche Erziehung. Europa mit seinen geringen Entfernungen, zahlreichen Grenzen einerseits und der Propaganda für sportliche Ertüchtigung andrerseits hat wohl im Motorsport schon lange eine führende Rolle gespielt; für das Motorreisen bot es jedoch bisher nicht dieselbe Gelegenheit, zumindest nicht für ausgedehntere Touren, wie vielleicht Afrika mit seinen gewaltigen Entfernungen und ungenügenden Eisenbahnen, oder Amerika mit seinen billigen Betriebsmitteln, Autos, zahlreichen erstklassigen Strassen und den im Verhältnis hiezu doch eher teuren Schienenverkehrsmitteln. Die Millionen der Motortouristen in den USA — in den letzten Vorkriegsjahren erreichten sie bereits 5 Millionen, davon über 99 % Autofahrer (seither war eher ein kleiner Rückgang) — haben nicht nur seit langem Erfahrungen gesammelt und verwertet,, sondern diese auch der Allgemeinheit zugänglich gemacht. Sie haben darüber hinaus eine eigene Autotouristen- Industrie ins Leben gerufen, die eine dringende Notwendigkeit geworden war. Vor dem Krieg schon erreichte diese in der Statistik des amerikanischen Handels mit einem Umsatz von fast 15 Millionen eine führende Rolle. Vor kaum 20 Jahren war in den Staaten eine Autofahrt von New York nach dem Pazifik keine so einfache Sache wie heute. Frauen, die diese 5000 Kilometer allein bewältigt hatten, gab es damals noch wenige. Die Strassen, insbesondere im Westen, waren nicht durchwegs mit Asphalt und Beton versehen; Benzinstationen in den Rocky Mountains fanden sich mitunter auf 200 bis 300 Meilen beschränkt und schliesslich Hess auch die Sicherheit zu wünschen übrig. Ich passierte täglich höchstens 10 oder 20 Autos, als ich im Jahre 1930 zum erstenmale die Transkontinentalstrecke fuhr, weit weniger als einige Jahre später am Panamericanhighway in Mexiko. Ein Jahrzehnt nachher jedoch hat sich das Bild schnell und entscheidend geändert. Wenn auch New York und die Grossstädte fast unverändert blieben, so sind die Weststaaten mit ihrer Zivilisation und der Technisierung der Landstrasse kaum wieder zu erkennen. Camps, die noch vor wenigen Jahren auf die wichtigsten Highwaykreuzungen oder auf Natinalparks beschränkt waren, sind heute zu Tausenden eine allgemeine Erscheinung und eine erste Grundbedingung für jede Autotouristik wie Roadhouses (Landstrassenrestaurants) oder Reparaturwerkstätten mit „Tow-service" (Abschleppdienst). Mit wachsender Konkurrenz und Verkehr wurden diese Rastplätze der amerikanischen Autowanderer — gleichviel ob sie Hotels, Cabins usw. heissen, nicht nur billiger, sondern sie schlugen jede Konkurrenz stadtgebundener Hotels, die kaum unter einen Dollar für ein Zimmer heruntergehen können. Auch für Benzin ist dkt ytfujfotn0rft$-/T&tMte Autowandern in Amerika heute schon überall in geringen Abständen ganz vortrefflich gesorgt und gleichzeitig damit auch für ein in Europa noch wenig bekanntes Universal-Service. Vorausgesetzt, dass der Wagen nicht überaltet, normal behandelt und die Reifen in Ordnung sind, muss der Autotourist Amerikas auch auf 1000 Meilen und mehr die Motorhaube nicht heben oder gar ein Werkzeug zur Hand nehmen. Denn bei jedem Benzinfassen, mag es sich auch nur um eine kleine Menge handeln, wird sofort ohne Aufforderung oder Bezahlung der Oelstand geprüft, Wasser nachgefüllt, die Reifenspannung und die Batteriesäure untersucht, die Windschutzscheibe geputzt und kleine Fehler an Zündkerzen, Lampen oder am Hörn behoben. In grösseren, sogenannten Super- Servicestationen geschehen diese Arbeiten, inklusive einem ganzen Abschmierservice, gleichzeitig von mehreren Monteuren; sie nehmen kaum einen Bruchteil der sonst notwendigen Zeit in Anspruch, ohne den Fahrer zum Aussteigen zu zwingen. Ebenso muss man sich auch nicht mehr für das Mittagessen oder ein schnelles Gabelfrühstück aus den weichen Polstern erheben. Sämtliche Sandwichstuben oder Lunchstände, viele Restaurants oder Diners an den Highways, sind heute als Drive-ins ausgerüstet. Zwischen Strasse und der Bar oder Bude, die oft in der verrücktesten Aufmachung oder Tarnung als Kirche oder Aeroplan erscheint, lässt ein freier Platz auch für 20 oder mehr Autos Raum zum Parken. Mehrere Kellner sorgen für ein schnelles Curbservice (Strassenbedienung), und in wenigen Minuten kann der Gast wieder weiterfahren. Kleine Aluminiumtische werden entweder aussen an den Fenstern oder innen im Wagen, für jeden Passagier extra, an die Türen gehängt, und es isst sich auf ihnen ebenso einfach wie bequem. Diese Drive-ins haben in den letzten Jahren Schule gemacht, und in vielen Städten des Westens Anlass zur Errichtung richtiger Autorestaurants gegeben, die so in Mode sind, dass viele Gourmands aus weiter Ferne zu ihnen wallfahrten. Der grosse Erfolg dieser Einrichtung hat nun auch Obstverkäufer und andere Lebensmittelhändler veranlasst, Filialen ihrer Läden an den Highway zu stellen und mit einem Curbservice zu versehen, um den Autofahrern das zeitraubende Aussteigen zu ersparen. Der Drang, dem, Autokunden entgegenzukommen, hat die weitesten Kreise der Geschäftsinteressenten erfasst. Immer zahlreicher werden die Andenkenstände, die eine Kreuzung oder ein Stoppsignal als geeignetsten Platz ansehen. Mobile Verkäufer von Postkarten, Zeitungen und Zigarren stehen in und neben der Strasse; Briefkästen sind so knapp am Highway angebracht, dass man den Brief direkt einwerfen kann; Aussichtspunkte werden so eingerichtet, dass man, um den Ausblick zu geniessen, nicht aussteigen muss. Ja, in letzter Zeit wurden sogar Kinos gegründet, in die man mitsamt seinem Auto hineinfahren kann. Hiemit sind alle Vorbedingungen geschaffen, um dem Automobilisten auf weiter Fahrt jeden unnützen Zeitverlust zu ersparen, der schliesslich die Reisegeschwindigkeit beeinflusst. Dank der im allgemeinen stärkeren amerikanischen Motoren, der geringeren Anzahl von Städten und der besseren Strassen wird auch im allgemeinen weit schneller gefahren als in^Europa, mitunter sogar schneller als notwendig oder sicher. Die Erfahrung hat gelehrt, dass die meisten Verzögerungen im Reiseplan durch unnotwendige Aufenthalte hervorgerufen wurde; diese sind damit ausgeschaltet und mit ihnen auch meistens Abstecher für Stadtbesichtigungen oder besonderen Naturdenkmälern. Selbst Halte, um nach der richtigen Route zu fragen, sind, ebenso wie ein Abirren, verpönt. Alle Highways Amerikas sind nummeriert und mit unzähligen Schildern und Wegweisern versehen, die Routenkarten in jeder Servicestation umsonst erhältlich und heute punkto Uebersichtlichkeit auf einer unübertreffbaren Höhe angelangt. Neben den Meilendistanzen sind die absoluten Fahrzeiten in Stunden und Minuten angegeben, ausgerechnet nach erlaubten Höchstgeschwindigkeiten und örtlichen Verhältnissen wie Kurven, Ortsdurchfahrten und der gleichen. Als obere Grenze gilt in den meisten Strassen 45 bis 50 Meilen pro Stunde, doch sind diejenigen Braven, die diese Geschwindigkeit einhalten, recht selten und gegenüber denen, die mit 70 oder 80 Meilen dahinsausen, bestimmt in der Minderzahl. Vergessen darf zwar auch nicht werden, dass die Highways in den meisten Staaten oft viele hundert Meilen geradeaus verlaufen und zum „Speeding" geradezu herausfordern. Gefahren wird oft mit weit grösserer Ausdauer als in Europa, von 7 oder 8 Uhr früh bis spät nachts. So werdenTagesdurchschnitte von 700 und mehr Meilen leicht erreicht. Manche Geschäftsleute sind immerhin durch Zeitmangel zur Eile gezwungen, andere wieder wollen keinen Augenblick in den öden Gebieten des Mittelwestens versäumen und beeilen sich, in landschaftlich schönere Gegenden zu kommen. Viele wieder haben „ Zahlgäste " mit, derentwegen sie einen gewissen Zeitplan einhalten müssen. Denn seit vielen Jahren und insbesondere im Krieg hat sich als eine Folge der Betriebsmittelknappheit eingebürgert, freie Sitzplätze im Wagen auf grössere Strecken zu vermieten. Dieses Vorgehen ist heute in den Staaten schon vollkommen normalisiert. In allen grösseren Städten gibt es viele kleine Verkehrsbüros und „Travel agencies" im Freien, die den Autofahrern die notwendigen Passagiere vermitteln, deren Nachfrage immer weit grösser ist als das zur Verfügung stehende Angebot freier Plätze. Die Fahrpreise, meistens 1 y 2 Cents pro Meile gegenüber 2 Cents im Bus oder 3 Cents im Pullmanzug, sind überall die gleichen und vorgeschrieben und genügen meistens, dem Automobilbesitzer einen guten Teil der Betriebsmittel mitzubezahlen, wenn nicht gar, bei mehreren Personen, ein Reinertrag herauszuschlagen ist, obgleich der Agent 25 % der Summe für sich behält. Auch diejenigen, die versuchen, ihre Zahlgäste durch Zeitungsannoncen zu erhalten, schneiden nicht schlecht ab, vorausgesetzt, dass sie sich als smarte Geschäftsleute eine entsprechende Anzahlung gebenlassen. Denn wer weiss zum voraus, ob sich der Gast nifeht später als insolvent erklärt ? Dann käme es wohl auf das gleiche heraus einer jener vielen Hitchhiker mitzunehmen, die trotz allerVerbote noch immer am §trassenrand mit dem Daumen um einen „Lift" betteln. Gut ein Drittel von Amerikas Weitstreckenfahrern finden letzte Version gastfreundlicher und sportlicher. Deshalb ist die Zahl dieser autolosen Autowanderer stets noch im Wachsen. Mehr als dreiviertel von Amerikas Autotouristen halten sich an diese allgemeinen Richtlinien, ja, es kommt nicht selten vor, dass das gleiche Programm mehrere Autobesitzer veranlasst, sich in Gruppen zusammenzuschliessen. Verhältnismässig gering sind jene Aussenseiter, die entweder die Fahrt durch den Besuch konfortabler Hotels ' in grösseren Städten teurer gestalten oder aber billiger dadurch, dass sie ein Zelt verwenden. Zum Zelten bieten fast sämtliche Staaten jede Möglichkeit. Sobald einmal für wenige Cents oder Dollars Kocher und Matratzen angeschafft Sind, gehört die Welt buchstäblich diesen Autotouristen. Zum Unterschied von den geschäftsgehetzten Autowandern haben diese Camper, zumeist Urlauber oder Arbeitslose, weit mehr Zeit. Sie sind mit 100 oder 200 Meilen zufrieden und schalten womöglich noch einige Rasttage ein. Ihre Route führt auch nicht den geradesten Weg, sondern schliesst einige Stateparks mit ein, die heute schon alle auf ausgezeichneten Strassen erreichbar sind und mit Zeltlagerplätzen Lodges und Camps gerade diese „Aermsten" zu längerem Aufenthalt einladen. Für diese wirklichen Wanderer und Geniesser haben fast alle Staaten und Gemeinden durch Anlage von Picknickplätzen vorgesorgt. Sie verschaffen ihnen für kurze Rast eine Möglichkeit zum Sitzen und zum Abkochen. Ein Lagerfeuer ist ein grosser Spass von Alt und Jung, besonders für jene, bei denen noch eine gute Brise der Indianerromantik im Blute steckt. Doch auch hier hat die Zivilisation bereits mit der Garbage-can, dem Abfallkorb, einen Schritt vorgetan. Immer mehr arbeitet Amerikas Autotechnik auch daran, den Autotouristen jede Möglichkeit einer ständigen und leichten Verbindung mit ihren Geschäften oder Angehörigen zu Hause zu geben. Nicht nur in jedem Ort, sondern auch in der entlegensten Servicestation in der Wüste oder im Urwald können heute Western Union oder Postal-Telegramme aufgegeben werden, die binnen weniger Stunden an ihrem Bestimmungsort anlangen. Die grösste Erleichterung der Automobilisten bildete auch die Einführung der drahtlosen Telephonie, die es .ihnen ermöglicht, jederzeit mit den Angehörigen zu sprechen. Noch ist diese letzte Erfindung noch nicht so weit ausgebaut dass sie jedermann auf jede Entfernung zur Verfügung steht; doch dürfte die Zeit nicht mehr weit sein, da auch der Wenigerbemittelte daran teilnehmen kann. Einen immer grösseren Prozentsatz unter den Autowanderern nehmen neuerdings auch die Wohnwagenbesitzer, die „Trailer" ein* deren Zahl in den letzten Monaten durch zahlreiche „Vets" (Veteranen) vermehrt, im Steigen begriffen ist. Auch für sie, die das Autowandern oft nicht nur zeitweise, sondern auf Dauer betreiben, sind die Einrichtungen der amerikanischen Autotouristik von grösstem Vorteil, wenngleich sie wegen ihrer Ungebundenheit auf vieles verzichten können. Auch Zeltanhänger gibt es unter den amerikanisch«« Autowanderern Kleine Verkehrsbureaux vermitteln Zahlgäste für Autoren»« in allen Städten der U.SA. Erstklassige Highways sind für die fast 5 Millionen Automobilisten geschaffen worden. Die Zahl der Hitchhiker ist seit den Kriegsjahren eher noch gewachsen Aussen oder innen kann das lunchtischchen am Fenster des Autos angebracht werden