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E_1948_Zeitung_Nr.043

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AUTOMOBIL REVUE

AUTOMOBIL REVUE MITTWOCH, t. OKTOBER »4t - Nr. 43 USA Die sichersten Fahrer: Gehörlose In Nr. 42 der « AR » hat sich ein gehörloser Automobilist über die vorläufig probeweise erfolgte Zulassung dieser physisch Behinderten zum Autofahren in der Schweiz geäussert. Er wies dabei u. a. auch auf die günstigen Erfahrungen hin, die in den Vereinigten Staaten mit gehörlosen Autolenkern gemacht worden sind. Die Bestätigung dafür liefert der nachfolgende Artikel unseres New Yorker Korrespondenten, der in interessanter Weise namentlich auch die Gründe der vorbildlichen Disziplin und der Fahrsicherheit der Gehörlosen darlegt. Unter den drei Millionen Personen, die im Staate Pennsylvania einen Führerausweis' besitzen, gibt es eine Gruppe von 3000, die im Laufe der letzten neun Jahre nicht einen einzigen Unfall verschuldet haben. Sie haben weder ein einziges Menschenleben oder eine Verletzung auf dem Gewissen, noch haben sie jemals Sachschaden angerichtet, der der Polizei gemeldet werden müsste. Dieser Rekord wirkt auf den ersten Blick erstaunlicher, wenn man sich vergegenwärtigt, dass die 3000 « Meisterfahrer » Taubstumme sind. Ursprünglich waren in Pennsylvania, wie auch in anderen Staaten der Union, Taubstumme von der Zulassung zur Fahrerprüfung ausgeschlossen. Man behandelte sie wie andere, die infolge bestimmter körperlicher oder geistiger Leiden nicht geeignet sind, ein Auto zu führen. Vor etwas über neun Jahren protestierte Henry J. Pulver, Pastor der « All Souls Church for the Deaf » in Philadelphia, gegen diese Bestimmung und anerbot sich dem Gouverneur des Staates, seine Eignung als Fahrer unter Beweis zu stellen. Der Gouverneur willigte ein, sich eine halbe Stunde lang von dem taubstummen Pastor durch die Strassen fahren zu lassen, mit dem Ergebnis, dass er die ursprüngliche Verordnung, die sich gegen die Taubstummen richtete, zurückzog und eine besondere Kommission einsetzte, die sich mit deren Zulassung zum Autofahren befasste. Zum Vorsitzenden wurde Pastor Pulver ernannt. Maximale Prüfungsanforderungen. Die Kommission arbeitet mit den Polizeibehörden zusammen und macht es sich zur Aufgabe, die Prüfung für Taubstumme nach Möglichkeit zu erschweren, um jeden nicht vollständig geeigneten Kandidaten auszuschliessen. Bei der Fahrprüfung muss der Taubstumme doppelt solange hinter dem Steuerrad zubringen und die dreifache Distanz zurücklegen wie s gewöhnliche • Bewerber, und zwar hauptsächlich durch (Von unserem New Yorker Korrespondenten) schweren Verkehr. Während die Experten einem körperlich nicht behinderten Kandidaten ein Dutzend Fragen vorlegen, bei deren Beantwortung er nicht mehr als einen Fehler machen darf, werden an einen Taubstummen fünfzig Fragen gestellt, die er ausnahmlos richtig beantworten muss. Eine einzige falsche Antwort bedeutet Nichtbestehen der Prüfung. Zu diesem Examen kommt noch eine Charakterprüfung und eine klinische Untersuchung (die letztere ist nicht obligatorisch, doch unterziehen sich ihr die meisten Täubstummen freiwillig). Bei der Charakterprüfung wird das Vorleben des Kandidaten untersucht; man stellt fest, ob er vorbestraft ist, wie er sich seinen Kollegen im Beruf gegenüber verhält, wie er mit seiner Frau lebt, ob er jähzornig ist, ob er trinkt usw. Wiederum schliesst ihn jede einzelne negative Feststellung von der Erlangung des Führerausweises aus. Dieser Teil der Prüfung wird nicht so sehr im Interesse des Kandidaten wie in jenem der Taubstummenorganisation durchgeführt. Mit Recht wird argumentiert, dass ein einziger unverantwortlicher Taubstummer die ganze Organisation diskreditieren kann. Die überraschende Schlussfolgerung, die sich aus diesem — geglückten — Experiment ergibt, ist die, dass der Verlust akustischer Wahrnehmungsfähigkeit durch Konzentrierung auf optische Signale und durch bewusst sorgfältiges Fahren mehr als ausgeglichen werden kann. Normalerweise hätten etwa 400 anzeigepflichtige Unfälle auf das Konto der 3000 Taubstummen kommen müssen; statt dessen war nicht ein einziger zu verzeichnen. Einer der Taubstummen hat dieses Phänomen damit erklärt, dass er — ebenso wie alle anderen Taubstummen — immer so fahre, als ob der Prüfungsexperte neben ihm sitze — eine Einstellung, die bei den übrigen, körperlich nicht behinderten Fahrern nur sehr selten zu finden ist. Ferner sorgt die rigorose Vorprüfung und die Prüfung selbst dafür, dass jeder charakterlich nicht unbedingt zuverlässige Kandidat von der Führung eines Automobils ausgeschlossen bleibt, und auch in dieser Beziehung wird unter den « normalen » Fahrern keineswegs so streng gesiebt. Bei Taubstummen erstreckt sich die Prüfung nicht auf die wenigen Viertelstunden des eigentlichen Examens, sondern sie erfasst ihr ganzes Vorleben. Gerade hieraus erhellt, in welcher Hinsicht die in den USA (und auch in anderen Ländern) üblichen Fahrerprüfungen reformiert werden könnten. Woher die Sicherheit beim Fahren? Zweifellos ist der Taubstumme, und zwar gerade wegen seines Gebrechens, gegenüber dem Gesunden in gewisser Weise begünstigt. Er ist gewöhnlich trainiert, das fehlende Hörvermögen durch eine Anspannung seiner übrigen Sinne zu ersetzen und schärfer zu beobachten. Strassenlärm und Unterhaltungen im Wagen können ihn nicht ablenken. Anderseits erfordert für ihn die Wahrnehmung akustischer Signale — Hupen, Sirenen u. dgl. — schärfste Konzentration, da er die Vibrationen, die er fühlt, jederzeit sofort richtig deuten muss. Aber selbst wenn ihm dies immer gelingt, und selbst wenn er durch Geräusche weder abgelenkt noch gestört wird, lässt Die grossen Anstrengungen, die Oesterreich im Frühjahr unternommen hat, um in dieser Fremdensaison wieder etwas vom Kuchen des internationalen Autotourismus für sich abzubekommen, sind schliesslich doch nicht ganz umsonst gewesen. Zwar muss es noch dahingestellt bleiben, ob das grössere Verdienst hieran den Behörden, der Anziehungskraft der österreichischen Kunst oder der Eigeninitiative (im Behördenkodex « Unbotmässigkeit») der Hotellerie in den westlichen Bundesländern zufällt. Zum erstenmal nämlich haben in diesem Sommer die Hoteliers und Gastwirte nicht nur vereinzelt, sondern ganz allgemein ihre Speisekarten weniger mit Angaben über die erforderlichen Lebensmittelmarken als mit vielen guten Sachen geziert, und die Kellner halfen mit, den Gast zu veranlassen, die Marken • aus Gründen der Vereinfachung » in der Tasche zu lassen und lieber den kleinen Aufschlag zu zahlen. Für 12—15 Schillinge « ohne Marken » anstatt 7—8 Seh. mit Marken konnte man dabei ganz gut speisen. Noch sind zwar die Fremdenverkehrs-Organisationen auf Grund der Statistiken nicht von der Meinung abzubringen, dass die grossen Festspiele dieses Sommers die Triebfedern und Ziele der Auslandstouristen bildeten, von denen durchschnittlich die Hälfte mit dem Motorfahrzeug einreisten. Die Reihe der Musikfeste begann mit den Bregenzer Festspielen, wobei von den 40 000 Gästen (die Vorarlberger der Umgebung nicht mitgerechnet) nicht weniger als 15 000 aus den Schweizer Ostkantonen kamen. 5000 Personenwagen mit dem « CH »-Schild machten von der passlosen zweitägigen Grenzbegünstigung Gebrauch. Auffallend war auch eine grössere Zahl von Wagen aus Deutschlands französischer Zone, die einen Teil der 6000 deutschen Gäste beförderten. Relativ noch sprunghafter ist zwar die Zahl der fremden Autogäste bei den Salzburger OSTERREICH sich seine verblüffende Sicherheit beim Fabren noch nicht befriedigend erklären. Die einzige mögliche Deutung ist die, dass die Taubstummen nur so gut fahren, wie auch « normale » Fahrer fahren könnten, wenn sie sich nur ihrer Verpflichtungen gegenüber den übrigen Strassenbenützern gebührend bewusst wären. Beim Taubstummen wird diese Verpflichtung erzwungen, durch die Behörden, durch die Taubstummenorganisation und durch sein eigenes, ihm ständig bewusstes Verantwortungsgefühl; der «normale » Fahrer geniesst mehr Freiheit, und was er damit anzufangen weiss, geht aus den Statistiken hervor, die in den USA jedes Jahr von 30 000 bis 40 000 tödlichen Autounfällen berichten. Ernst Behrendt. Internationaler Autotourismus im Sommer 1948 Festspielen angestiegen. Unter den fast 17 000 Fahrzeugen, die schätzungsweise dazu eintrafen, überwiegen zwar noch immer jene der USA-Besetzungstruppen und US-Gäste mit mehr als zwei Dritteln; es folgen aber auch hier schon die Schweizer gleich nach den Engländern und vor den Italienern. Ueberall liegen die Zahlen dieses Sommers über den Vergleichswerten des vergangenen Jahres, manchmal bis zu 100 und 200 %. Deutlich wahrnehmbar war übrigens ein Umschwenken der Frequenz von den grossen Ausländer- Hotels auf die guten Gasthöfe, ja selbst Berghütten. Am Glockner wie im Zillertal oder Montafon befanden sich die « CH »-, « GB »- oder «I «-Schilder neben jenen der Besetzungsmächte und den schwarzen Schildern Oesterreichs oft keineswegs in der Minderzahl. Von den vielen Ausländern, mit denen der Schreiber dieser Zeilen sprach, klagten die wenigsten über Verpflegungsschwierigkeiten. Auf dem Gebiet der Treibstoffversorgung hatte die Einführung der allgemein, in allen Bundesländern gültigen österreichischen Benzinmarken einen Ansturm von Wiener Autotouristen in den Süd- und Westbundesländern zur Folge (wo sie das bessere «amerikanische» Benzin tanken konnten). So kam es, dass die Tankstellen dieser Länder oft wochenlang auch für Interessenten des «freien Treibstoffes • ausverkauft waren, der in Salzburg und Kärnten mit ca. 4—5 Seh. pro Liter gehandelt wurde. Die Marken wurden in Wien für durchschnittlich 2 Seh. abgegeben; im Westen kursierten sie für 3 Seh. (zuzüglich den Benzinpreis von Seh. 1.30). Es ist leicht verständlich, dass diese Preisdifferenz (für den Schweizer 50 Rappen gegenüber 67 Rp. des Devisenbenzins) auch viele Ausländer aus Staaten mit harter Währung verleitete, billiger auf dem freien Weg einzukaufen. Meist aber kehrten sie zum « Ausländer Benzin » zurück, das in separaten Pumpen unter genauer Kontrolle steht und stets vorhanden ist. 20 Jahre BONETT! -Differential- und Kardanwellen gümmimi Es liegt auf der Hand... Differential- und Kardanwellen liefert prompt in jeder Ausführung nach Muster oder Zeichnung, aus ausgezeichnetem Material PIERO BONETTI, LOCARNO - Telephon (093) 72155 Letzte technische Errungenschaften: Direkte Einspritzung, 4,5 t Nutzlast, 3-Gang-Getriebe, Doppelte Rücksetzung Bestellen ganz einfach! Dodge-Generalvertretuna für die Schweiz: FRATELLI AMBROSOLI, ZÜRICH 1 St.-Peter-Strasse 17 /Talacker - Postfach Hauptpost - Telephon (051) 23 67 82 Untervertreter Ls. HONEGGER, Winterthurerstrasse 344, ZÜRICH: Zürich, St. Gallen, Graubünden, Thurgau u. 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Nr. 43 - MITTWOCH. 6. OKTOBER 1«48 AUTOMOBIL REVUE DEUTSCHLAND Ford-« Taunus »-Produktion angelaufen. Im Kölner Ford-Werk ist die Produktion von « Taunus »-Fahrgestellen im August angelaufen. Die ersten davon sind für den Aufbau von Kastenlieferwagen bestimmt. Ein Verkauf der Chassis ohne Aufbau ist zunächst nicht vorgesehen. Mit der Aufnahme der Produktion des 1,1-Liter-« Taunus »-Personenwagens als Limousine kann in den nächsten Wochen gerechnet werden. W. F. Deutsche Lastwagen-Produktion im Anstieg. Die endgültigen Produktionszahlen des Monats August 1948 lassen ein Ansteigen der Erzeugung von Liefer- und Lastwagen von 2295 Stück im Juli auf 2557 im August erkennen, woraus sich eine Erhöhung um rund 12 % ergibt. In den ersten 8 Monaten des laufenden Jahres hat die Produktion von Liefer- und Lastkraftwagen mit 13 870 bereits den gesamten Ausstoss von 1947 (12 768 Liefer- und Lastwagen) überflügelt. Auch die Erzeugung von Omnibussen und Traktoren hat im August gegenüber Juli zugenommen. Bei der jetzigen Produktion kann die Nachfrage auch nicht annähernd mit angemessenen Lieferfristen erfüllt werden. Eine weitere Erhöhung der Erzeugung ist deshalb notwendig und auch bei allen Werken möglich. Sie hängt ausschliesslich von den Eisen- und Stahlzuteilungen ab, die nach wie vor die Dispositionen aller Werke stark einengen. Durchwegs sind die Serien noch zu klein, um eine Ermässigung der stark ansteigenden Preise zu ermöglichen. f-r. ENGLAND KURZMELDUNGEN AUS ALLER WELT Begrabene Hoffnungen. Durch die Ankündigung der britischen Regierung im Unterhaus betreffend den Auf- und Ausbau der Landesverteidigung ist manche Hoffnung auf eine Erhöhung der Benzinration jäh zunichte gemacht worden. Steht auch mit Bestimmtheit fest, dass infolge der Eindämmung des Schwarzen Marktes, die durch die Einführung des «roten» Treibstoffes möglich wurde, beträchtliche Reserven angelegt werden konnten, so hält man es doch für recht wenig wahrscheinlich, dass diese nun dem Konsumenten zugeführt werden. Die Vorräte bleiben damit praktisch « für alle Eventualitäten » reserviert. Kein Export ohne Stahl. Als Folge unzureichender Stahllieferungen sagte Sir William Rootes kürzlich den Zusammenbruch des Ueberseegeschäfts der britischen Automobilindustrie voraus. Die Verstaatlichung der Stahlindustrie werde nicht ohne katastrophale Wirkungen auf den Motorfahrzeugexport bleiben. Um auf dem Weltmarkt mit Aussicht auf Erfolg konkurrieren zu können, sei die Autoindustrie unbedingt auf grössere Stahlzuteilungen angewiesen. Sonst könne nicht vermieden werden, dass britische Fahrzeuge im Ausland wegen der hohen Preise unverkäuflich blieben. Die Kosten Hessen sich so lange nicht senken, als eine Steigerung der Produktion wegen Stahlmangel eine Utopie sei. Die Produktionsfähigkeit Die Montagewerke für amerikanische Motorfahrzeuge in Schweden befinden sich gegenwärtig in einer ausserordentlich kritischen Lage. Sie hatten mit einem grossen Aufschwung nach Kriegsende gerechnet, da der schwedische Autopark zu 6O°/o aus alten Wagen besteht und der Markt infolgedessen sehr aufnahmefähig war. Die Fabriken haben ihre Anlagen erweitert und der Autoindustrie sei heute lediglich zu 50 bis 60 % ausgenützt. HOLLAND Gummi als Strassenbelag. In einem staatlichen Laboratorium in Holland werden zur Zeit eingehende Experimente durchgeführt, die die Strassenoberflächenbehandlung mit Gummi betreffen. Schwedische Autoindustrie in Schwierigkeiten neue Maschinen angeschafft, um die einheimische Produktion nach Möglichkeit zu erhöhen. Infolge der Dollarknappheit und der von der Regierung verhängten Einfuhrsperre können sie jetzt aber keine Zubehör- und Ersatzteile importieren und sehen sich aus diesem Grunde gezwungen, Arbeiter und andere Angestellte zu entlassen. Die drei grossen Montagewerke in Schweden sind die Ford Motor Company, General Motors und Ana-Werke inNyköping. Bezifferte sich die normale Tagesproduktion bei General Motors in Stockholm früher auf 50 Wagen, so verlassen jetzt nur 7 Wagen pro Tag die Fliessbänder, und der Personalbestand ist von 1400 auf 550 Arbeiter und Angestellte abgebaut worden. Was Ford anbelangt, so hat dieses Unternehmen im vergangenen Monat seine modernste Fabrik in Europa in Betrieb genommen, deren Produktionskapazität 15 000 Wagen pro Jahr betragt. Aller Voraussicht nach lässt sich indessen dieses Programm, und zwar hauptsächlich wegen des Mangels an Ersatz- und Bestandteilen, nicht verwirklichen. Eine Anleihe von 400 000 Dollar, die Henry Ford II gewährte, hat die Anschaffung einer erstklassigen maschinellen Ausrüstung ermöglicht. Aber was hilft eine Erweiterung der Anlagen, was helfen moderne Einrichtungen, wenn die schwedischen Behörden nicht zu einem Entscheid in der wichtigen Importfrage gelangen können? Die Ana-Werke in Nyköping, die Chrysler-, Plymouth- und Fargo-Lastwagen montieren, erreichen normalerweise einen Ausstoss von 25 Wagen pro Tag; gegenwärtig produzieren sie jedoch nur 3 Stück täglich. Auch dieses Unternehmen hat kürzlich neue Anlagen mit modernster Ausrüstung erstellt. Ohne die Einfuhrsperre hätte man mit einer Produktion von 40 Wagen pro Tag rechnen dürfen. In der gegenwärtigen prekären Lage wird die Fabrik wahrscheinlich keinen einzigen Wagen herausbringen können. Allerdings sind die Ana-Werke in der Lage, Zubehörteile selbst anzufertigen, doch stellen sich diese siebenmal teurer als die aus den USA importierten. U. H. Die Ford Motor Company kat unlängst in Stockholm ihre modernste europäische Montageanlage in Betrieb genommen. — Unser Bild zeigt das Werk, das indessen,, kaum eröffnet, wegen der Importbeschränkungen in Schweden bereih zu Personalentlassungen hat schreiten müssen POLEN Fiat in Polen. Es ist die Rede davon, dass man sich bei Fiat mit dem Gedanken trägt, das Filialwerk in Polen, das durch Kriegseinwirkung zerstört wurde, demnächst wieder aufzubauen. TSCHECHOSLOWAKEI Volksabstimmline über Minicars. In der Zeit, in der sonst der internationale Automobilsalon in Prag vor sich geht, wird statt dieser abgesagten Ausstellung eine Schau von Kleinstwagen veranstaltet, die mit einer Art Volksabstimmung verbunden ist. Wie in der « AR » Nr. 41 vom 22. September bereits berichtet wurde, hat der AKRCS einen Wettbewerb für die Konstruktion von Kleinstwagen (Minicars) ausgeschrieben, der grossen Widerhall gefunden hat. Die ersten dieser Wägelchen sind bereits auf den Strassen aufgetaucht, so dass sich der Autoclub zur öffentlichen Ausstellung entschlossen hat und beabsichtigt, diese Schau als Wanderausstellung aufzuziehen, die dann auch in die Provinz reisen soll. Die Besucher sollen durch Abgabe von Stimmzetteln jene Wagen bezeichnen, die ihnen am besten gefallen. Nicht alle Konstruktionen oder Prototypen sollen ausgestellt werden, vielmehr wird eine technische Kommission die Kleinstwagen sieben, die ein Mittelding zwischen Motorrad und Automobil darstellen und vor allem den wirtschaftlich schwachen Bevölkerungsschichten zugedacht sind. S. USA Kaisers Pläne. Sobald auf dem Automobilmarkt wieder ausgeprägtere Wettbewerbsverhältnisse herrschen werden, gedankt die Kaiser-Frazer-Corporation einen Wagen der untern Preisklasse herauszubringen, mit dem sie zu Ford, Chevrolet und Plymouth in Konkurrenz treten kann. Waffenstillstand in der amerikanischen Autoindustrie — nach 1949! Von unterrichteter Seite -wird mitgeteilt, dass die Jahre 1949—1951 eine Art stilistischer Konsolidierung in der amerikanischen Autoindustrie bringen werden. Die neue Linie ist bereits bei den in diesen Jahren herausgekommenen 1949er- Modellen (ebenso bei einigen der 1948er-Modelle wie Studebaker, Kaiser-Frazer und Oldsmobile) deutlich erkennbar; man nimmt an, dass sie in spätestens einem Jahre ganz allgemein vorherrscht. Das bedeutet, dass die kommenden Modelle länger, breiter, niedriger und bequemer sein und breitere Fenster sowie Motoren mit einem besseren Kompressionsverhältnis besitzen werden; auch der Zug zur automatischen Kraftübertragung iist deutlich sichtbar. Nach 1949 werden zunächst auf wenigstens zwei Jahre hinaus keine durchgreifenden Aenderungen erwartet, und es wird, wenigstens vorübergehend, ein «stilistischer Waffenstillstand» eintreten, bei dem sich die Werke nicht mit Formgebung und mit technischen Finessen, sondern mit Preisen bekämpfen. E. B. VENTILSCHLEIFMASCHINE Marke «SALMO» die schweizerische Präzisionsmaschine für alle Garagen Verlangen Sie Offerte und Vorführung durch die Herstellerin: Fischereiartikel und Leichtmetalle AG., Zürich Abteilung Maschinenbau Nebelbachstrasse 16, Telephon 24 44 53 höchste Anforderungen 1 LUMINA AG SH 140 X40 165 X 400 «*~/s 160X40 PNEUS RICHLAND DELUXE *AF w i/M MX45 Verstärkte Seifenwände, welche die Pneus vor unregelmässigen Felgen und Rost schützen Meterdimensionen Automobilisten! verlangen Sie Pneus Richland-de-Luxe bei Ihrem Garagisten Alleinvertreter für die Schweiz: S.A. pour la vente des pneus Richland, Genf Place Longemalle 7 • Telephon 5 63 97