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E_1948_Zeitung_Nr.040

E_1948_Zeitung_Nr.040

In diesen acht Jahren

In diesen acht Jahren waren 4742 Wagen für 39,9 Mill. Fr. bezogen, gleichzeitig aber 4311 Stück für fast 65 Mill. Fr. ins Ausland verkauft worden. Dieser Export umfasste 1192 Personenwagen für 14,5 Mill. Fr. und 3119 Chassis und Lastwagen für 50,5 Mill. Fr. Von beiden Kategorien sind schweizerische Erzeugnisse nach den brasilianischen Urwäldern, in die Steppen Asiens, in den « Wilden Westen » und nach den malayischen Tropen versandt worden. Nach dem Wert ergibt sich folgende geographische Aufteilung: Zur Frage des Verbotes der Sealed-Beam- Scheinwerfer hat vor einigen Tagen nun auch der schweizerische Strassenverkehrsverband (FRS) ein Schrei-- ben an das eidg. Justiz- und Polizeidepartement gerichtet, darin — wie wir vernehmen — der Standpunkt der Strassenbenützer zur Verfügung des Departements vom 16. August 1948 in ähnlicher Weise umschrieben wurde, wie dies bereits in der hier erwähnten Eingabe des Schweiz. Autogewerbe-Verbandes geschah. Das Departement wird darin ersucht, auf die Verfügung zurückzukommen und das Verbot nicht in Kraft treten zu lassen, solange nicht die internationale Normenvereinigung und das Comite international de l'eclairage das Problem gründlich abgeklärt und eine international tragbare Regelung vorgeschlagen haben. Personen- und Sachentransport mit Motorfahrzeugen zwischen der Schweiz und Frankreich. Zwischen Frankreich und der Schweiz ist kürzlich eine provisorische, bis Ende 1948 gültige Vereinbarung betr. grenzüberschreitende Personen- und Sachentransporte mit Motorfahrzeugen getroffen worden. Darnach wird versuchsweise von beiden Ländern dem Grundsatz der völligen Freiheit des Sachentransportes im Transitverkehr zugestimmt, wobei die Schweiz. Behörden vorläufig in bezug auf die Transporte auf jede Formalität verzichten, während Frankreich zu Kontrollzwecken die Vorweisung eines durch den Transporteur auszufüllenden «feuille de route » verlangt. Dort, wo es sich nicht um Transitverkehr handelt, ist Frankreich bereit, den Transportunternehmern, die die Transportkarte « TD » besitzen, Transportbewilligungen mit dreimonatiger Gültigkeit für Beförderungen nach dem Rhonebecken zu erteilen; die Schweiz ihrerseits verzichtet für die franz. Transportunternehmer auf die Anwendung der ATO. Der Grundsatz der Freiheit findet auch im Touristenverkehr mit Gesellschaftswagen Anwendung, und zwar für alle jene Personentransporte, bei denen eine Gruppe von Fahrgästen mit dem gleichen Fahrzeug eine Fahrt ausführt, die ihren Ausgang und ihr Ende im gleichen Lande nimmt. Auch in diesem Falle verzichtet die Schweiz auf Formalitäten, wogegen Frankreich zur Kontrolle die Vorweisung eines Formulars verlangt. Regelmässige Liniendienste sind besondern Bestimmungen unterstellt. Bewilligungsgesuche für Ge seil- Schaftswagentransporte, die im Ausland beginnen (z. B. Calais—Basel) werden von Fall zu Fall und nach dem Grundsatz der Teilung des Verkehrs geprüft. Unter Vorbehalt des Gegenrechtes gestattet die Schweiz sodann die Einreise französischer Taxi, die nach der Schweiz fahren, um Personen nach dem Ausland abzuholen; Frankreich wird für eine ähnliche Lösung besorgt sein. Zahl herstellten, erzielten einen schönen Nutzen. » An der in der Bundesversammlung gehaltenen Rede zur Eröffnung der Schweizerischen Landesausstellung 1914 in Bern attestierte Bundesrat Calonder: « Die schweizerische Automobilindustrie ist sehr entwickelt und sehr wichtig. Das Automobil entwickelt sich immer mehr als ausgezeichnetes Transportmittel. • Als sehr zuverlässiges Barometer, welches alle Bewegungen auf dem Motorfahrzeugmarkt fein registriert, funktioniert die Aussenhandelsstatistik. An ihr, die seit 1906 eine spezielle Ru- Fremde Autogäste wie noch nie Der Aucust brachte mit 106 634 eingereisten Motorfahrzeugen einen neuen Rekord im internationalen Autotourismus der Schweiz. Wer den Verkehr auf unsern Strassen im August, dem Ferienmonat par excellence, mit offenen Augen beobachtete, dem kann es nicht entgangen sein, dass Privatwagen und Autocars mit brik für Motorfahrzeuge führt, welche zuerst zwei Kategorien, nämlich Vehikel ohne Leder- ausländischen Polizeischildern hierzulande nie Überzug (Chassis und Lastwagen) und Motorwagen mit Lederpolsterung (Personenwagen lung nicht auf einer Täuschung beruhte, dafür zuvor so dicht gesät waren. Dass diese Feststel- und Omnibusse) unterschied, lässt sich der imponierende Aufschwung der schweizerischen liefert die neueste Monatsstatistik der eidg. Automobilindustrie ablesen. Oberzolldirektion über die Grenzübertritte mit Motorfahrzeugen einen überaus eindrücklichen Abgesehen von der vorübergehenden Störung Beweis. Ihr zufolge haben nämlich im August im Jahre 1908 nahm der Export weit stärker zu als die Einfuhr, und bis 1914 blieb — Frankreich die Insassen von nicht weniger als 106 634 Automobilen, Autocars und Motorrädern zu kürze- ausgenommen — der Austausch mit allen Ländern zu unseren Gunsten aktiv. rem oder längerem Aufenthalt die Schweiz aufgesucht. Trotz mannigfacher Restriktionen, die Einfuhr Ausfuhr Jahre PW LW Wert PW LW Wert Auslandsreisen noch immer nicht zu einem völlig ungetrübten Genuss machen, wird damit in Mill. Fr. Mill. Fr. 1906 216 399 2 9 80 295 4,4der Geschichte des internationalen Autotouris- nach der Schweiz die Hunderttausender- 1907 180 179 2,9 87 183 5,2 1908 187 118 2.2 103 164 3,7mus 1909 243 169 3,9 181 280 5,9grenze, die 1938, dem letzten vollen Vorkriegsjahr, mit 103 467 Einreisen ein erstesmal er- 1910 275 259 4,7 120 455 8,3 1911 313 394 6,7 140 540 10,6 1912 426 397 7,7 196 645 13,6 reicht und überschritten worden war, zum zwei- 1913 593 393 8,9 285 557 13,3 Europa Südamerika Nordamerika Asien/Australien Afrika Ein Fünftel der Wagen gelangte also nach beiden Amerika, und es mag heute vielleicht erstaunen, dass damals die USA in der vordersten Reihe unserer Kunden stand. Die Reihenfolge der zehn bedeutendsten Abnehmerländer lautete für die Periode 1906 bis 1913: Deutschland Frankreich Italien Brasilien Grossbritannien Russland Oesterreich U.S.A. Argentinien Soanian Stück (Totall 898 750 335 503 »79 294 158 215 179 117 49,3 Mill. Fr. = 76") 10,2 Mill. Fr. =, 16 4 3,2 Mill. Fr. = 5^ 1,2 Mill. Fr. = 1,5 1,0 Mill. Fr. = 1,0 SCHWEIZERISCHES Wert in Mill. Fr. 12,559 = 19 4% 10,137 = 15,5 % 8,261 = 12,6% 7;548 • • = 11,6% 5,954 = 9,2% 4,662 = 7,2 % 3,392 = £,2 % 2,894 = 4,5% 2,480 = 3,8% 1,696 = 2,6% (Schluss folgt) AUTOTOURISMUS Als Beitrag Zur Lösung der schwierigen Parkierungsfrage von Personenwagen in den Städten, besonders in den verkehrsreichen Geschäftsquartieren, haben die Aufzugsfabrik Schindler & Co., Luzern, G. Schindler, dipl. Arch., und C. Schindler, dipl. Ing., in Zürich, in gemeinsamer Zusammenarbeit eine Schachtgarage entwickelt und patentiert. Schon vor dem Kriege begegnete die Unterbringung der Autos in den Städten Schwierigkeiten; in den letzten Jahren aber haben sich die Verhältnisse zusehends unhaltbarer gestaltet. Neue Parkierungsmöglichkeiten sind unbedingt erforderlich, um die Strasse für den Fahrzeuigverkehr freizuhalten. In neuen Geschäftshäusern können zu diesem Zwecke Hofunterkellerungen vorgesehen werden, während dies bei bestehenden Gebäuden nur ausnahmsweise möglich ist. Auch der Einbau von Garagen unter öffentlichen Anlagen oder Plätzen stösst auf Schwierigkeiten aller Art, nicht zuletzt wegen de6 dichten Netzes von Leitungen, Kanalisationen, Kabeln etc., die darin verlegt sind. Eine Ausnutzung von Kellern für Zufahrtsrampen oder gar als Garagen kommt kaum in Frage, weil diese Räumlichkeiten gut vermietet werden können und häufig für die Benutzer der darüberliegenden Geschäftsräume unentbehrlich sind. Wie die Schnitte zeigen, besteht die Garage aus einem mehrstöckigen, kreisrunden unterirdischen Schacht und einem kleineren, rechteckigen Aufbau über dein Hofniveau. In der Mitte der Anlage befindet sich der Liftschacht mit dem darüberliegenden Maschinenraum. Der Zugang zum Lift erfolgt einseitig und ist durch eine automatische Türe abgeschlossen. Die Fahrzeuge werden auf beiden Längsseiten des Liftes in Einzelboxen in Form von Nischen untergebracht, 6O dass jedes Stockwerk zwei Wagen fasßen kann. Im allgemeinen kommen Anlagen für 8—16 Wagen in Betracht, je nach Bedarf und Terrainverhältnissen. Die Liftkabine ist an einem Ende und auf beiden Längsseiten offen, und ihr Gewicht wird durch ein Gegengewicht ausgeglichen. Jede Nische erhält eine Schiebebühne, die auf einem Geleise aus der Nische in die Liftkabine geschoben werden kann. Diese Schiebebühnen besitzen auf der Liftschachtseite eine glatte Wand von der Grosse der Nischenöffnung. An den Wänden des Liftschachtes AUTOMOBIL REVUE MFTTVOCH, 15. SEPTFMBKH - Nr. 4C tenmal überflügelt und das 1938er-Ergebnis um mehr als 3000 Einheiten (rund 3 %) überboten. Durch dieses glanzvolle Resultat erfährt die im Vormonat ermittelte Zahl der von unsern Grenzorganen registrierten Motorfahrzeuge (70 775) eine Erhöhung um rund 50 %, während sich im Vergleich zum August 1947 (44 842) eine Intensivierung des ausländischen Automobilistenzustroms um rund 138 % feststellen lässt. Per Ende August ergibt sich für die Jahre 1948, 1947 und 1938 vergleichsweise folgendes Bild: Total der Einreisen: 1948 1947 1933 Januar 16 338 6 850 16 687 Februar 19 865 6 179 17 961 März 24 261 9 560 24 346 April 28 129 15 156 32 441 Mai 37 565 15 746 28 734 Juni 40 695 21 604 40 844 Juli ' 70 775 30 883 64 346 August 106 634 44 842 103 467 Januar—Aug. 344 262 150 820 328 826 Die unterirdische Schachtgarage Einfahrt A Längsschnitt ,A-A B GRUNDR1SS AUFBAU Gegenüber 1938 ist somit in den ersten bei- 1 den Trimestern eine Steigerung von 4,7 %, gegenüber 1947 eine solche von 128 %, zu verzeichnen. Fast die Gesamtheit der eingereisten Fahrzeuge wird vom Fernverkehr absorbiert, der 104 435 (Juli 68 443) Einheiten auf sich vereinigt. Davon trifft es 87 346 (56 125) Personenbleibt also jeweils nur jene Boxe geöffnet, die gerade besetzt werden soll; alle andern Nischen sind verschlossen. Natürlich besitzt die ganze Anlage- die notwendigen Verriegelungen und Sicherungen, um jedes falsche Manöver auszuschliessen. Die Steuerung der Zugangstüre und des Liftes geschieht durch Druckknopfschalter. Für die Manöver innerhalb der Garage braucht der Motor des Wagens nicht zu laufen. Er wird erst für die Ausfahrt in den Hof angelassen oder nach der Einfahrt in die Liftkabine abgestellt, so dass im Schacht keine Auspuffgase austreten und man keine besondere Lüftungsanlage hiezu benötigt. Die Bedienung der Anlage ist sehr einfach und erfordert keine besonderen Kenntnisse. Sie kann durch den Autofahrer selbst erfolgen, so dass man ohne ständiges Personal auskommt. Was den allgemeinen Unterhalt anbelangt, so liegt es nahe, Querschnitt B-B GRUNDRISS GARAGE-SCHACHT B ihn durch das Personal des betreffenden Geschäftshauses etc. besorgen zu lassen. Der Bau des unterirdischen Teils erfolgt durch Absenken des Hohlzylinders aus Eisenbeton, der an Ort und Stelle ringweise erstellt wird. Ist die definitive Tiefe erreicht, so folgt die Erstellung des Bodens, der Trennwände und der Zwischenböden, eine Bauweise, die sich besonders für die Ausführung in engen Höfen oder bei unmittelbarer Nähe weniger tief fundierter Gebäude eignet. Durch die Absenkung des Hohlzylmders wird jede Auflockerung des umliegenden Terrains vermieden und auch kein Holzeinbau in der Baugrube benötigt. Wo die Unterbringung einer grösseren Anzahl Wagen dringend erwünscht, aber kein Platz für den Einbau einer normalen Garage vorhanden ist, bietet oftmals die Schachtgarage einen Ausweg. Sie erlaubt die Ausnutzung von verhältnismäs6ig kleinen freien Flächen wie Höfe, Vorplätze etc. für Garagezwecke, die bei der gewohnten Ausführung hiefür nicht verwendbar wären; sie benötigt auch keine . Zufahrtsrampea, die in vielen Fällen das Haupthindernis für den Einbau einer unterirdischen Garage bilden. Die Anordnung der Wagen übereinander ermöglicht die Unterbringung einer Anzahl von Autos auf kleinster Grundfläche, und die Bauweise gestattet die Ausführung in unmittelbarer Nähe bestehender Bauten. wagen, 10 145 (7422) Cars und 6944 (4894) Motorräder. Während die amtlichen Unterlagen anderseits auch für den engern Grenzverkehr eine Zunahme ausweisen, wo 1024- Personenwagen und Motorräder gezählt wurden gegen 824 im Vormonat, so erlebte der Lastwagenverkehr einen Rückschlag von 1507 auf 1175 Fahrzeuge. In bezug auf die Nationalität der eingereisten Fahrzeuge haben sich in den Spitzenpositionen keine Verschiebungen ergeben. Demnach führt Frankreich (65 953) mit riesigem Abstand auf Italien (18 846) und Belgien / Luxemburg (10 968). Bei den übrigen Ländern, die mehr als 1000 Vehikel nach unserm Land entsandten, finden wir England/Schottland/Irland mit 3989 an vierter Stelle vor Deutschland/Danzig mit 1873, Holland mit 1790 und Oesterreich mit 1036. ZÜRCHER NOTIZEN Mehr Verkehrsraum zwischen Bahnhof und Zentral. Noch selten hat eine Bauvorlage bei der Aktivbürgerschaft von Zürich ein derart reges Interesse gefunden wie das Projekt der Verbreiterung von Bahnhofquai, Bahnhofbrücke und Leonhardsplatz. Erstmals hat aber auch das Tiefbauamt durch eine Ausstellung von Plänen, Photographien und Zeichnungen sowie durch das Ausstecken des Baugeländes eine umfassende Aufklärungsaktion durchgeführt, die durch eine Reihe Lichtbildervorträge wirkungsvoll ergänzt wurde. Allerdings machte sich gegen den Abstimmungstag hin auch die Opposition zusehends stärker bemerkbar, doch liess sich der Souverän den Blick aufs Ganze nicht trüben, sondern stimmte mit einer erfreulich starken Mehrheit zugunsten einer wohlabgewogenen und grosszügigen Lösung. Bei relativ starker Beteiligung bewilligten 43 912 Stimmberechtigte den Kredit von 13,5 Mill. Fr., während 20 806 ein Nein in die Urne legten. Sämtliche Stadtkreise hiessen die Vorlage gut. Mit der Erweiterung des Verkehrsraumes zwischen Hauptbahnhof und Zentral kann gleichsam das Kernstück der Verkehrssanierung in der City in Angriff genommen werden. Im Rahmen einer schon bis in die Details ausgearbeiteten Gesamtplanung soll noch während der Bauzeit der Limmatquai auch zwischen Uraniabrücke und Rathaus flusswärts erweitert werden, gab doch Stadtingenieur H. Steiner an einer Diskussionsversammlung bekannt, dass an zuständiger Stelle das Todesurteil über die Fleischhalle bereits gefällt worden sei; damit verschwindet in absehbarer Zeit ein weiterer Engpass. Die Verwirklichung dieser Projekte dürfte ungefähr fünf Jahre dauern, doch wurde versichert, dass das Tiefbauamt bestrebt sei, den Verkehr so wenig als möglich zu behindern. Da nun die Aufnahmefähigkeit des Leonhardsplatzes bedeutend erweitert werden kann, wird auch ein Ausbau des unteren Seilergrabens und damit eine direkte Verbindung Pfauen — Zentral — Weinbergstrasse möglich. Lehr, und Lernfahrten mit Motorfahrzeugen. Eine Mitte Juli vom Polizeivorstand der Stadt Zürich erlassene Verordnung über Lehr- und Lernfahrten mit Motorfahrzeugen, die bestimmte Manövrierübungen wie Wenden, Rückwärtsfahren, Stoppen und Anfahren nur auf bezeichneten, durchwegs an der Peripherie gelegenen Strassen zulässt, hat einer Diskussion gerufen. Zwar haben sich die Fahrlehrer der Einsicht nicht verschlossen, dass eine Behinderung des Verkehrs im Stadtkern durch zu häufige Uebungsfolgen zu vermeiden sei, doch wehrten sie sich gegen eine zu starke Beschränkung ihrer beruflichen Bewegungsfreiheit. Das Aufsuchen der abseitsliegenden Gegenden ist mit erheblichen Zeitverlusten verbunden; ferner wurden namentlich die Möglichkeiten, das Parkieren zu üben, stark beschnitten. Anderseits scheint im Publikum, das durch seine sich ständig mehrenden Reklamationen die Polizeibehörden zu einer Neuregelung gezwungen hat, die irrige Meinung verbreitet zu sein, die Fahrschulwagen würden gänzlich aus der City verschwinden. Nach langen und zähen Verhandlungen zwischen der Sektion Zürich des Autofahrlehrer-Zentralverbandes und den zuständigen Amtsstellen liess sich eine Kompromisslösung finden, über die an einer Orientierungsversammlung Präsident M. Z. Frei Aufschluss gab. Es sollen in den einzelnen Quartieren weitere Uebungsstrassen bezeichnet Werden, Beim Strandbad richtet die Stadt einen Parkierungs- und Uebungsplatz her, dessen Benutzung allerdings taxpflichtig ist. Es ist vorgesehen, dort 1,6 m hohe und 5 m tiefe Boxen von verschiedenen Breiten für das Rückwärtsparkieren aufzustellen. Aehnliche Einrichtungen werden für Lastwagen und für das Seitwärtsparkieren sowie für das Wenden geschaffen. Den Fahrlehrern wird bewilligt, acht Tage vor der Prüfung mit dem Kandidaten alle Strassen der Stadt zu befahren. Dabei ist jede Behinderung und Störung des Verkehrs zu vermeiden. Es wird empfohlen, nur mit Schülern, die schon genügend Kenntnisse, Erfahrungen und Routine besitzen, die City aufzusuchen. Der Chef des kantonalen Strassenverkehrsamtes, Ing. Müdespacher, teilte mit, dass die Experten Weisungen erhalten haben, die Prüfungsrouten der neuen Regelung anzupassen; so sollen inskünftig gewisse neuralgische Punkte im Stadtkern nicht mehr befahren werden. Polizeiadjunkt Baumgartner erläuterte, weshalb aus formellen Gründen der neue Uebungsplatz auf dem Landiareal nur gegen eine Gebühr zur Verfügung gestellt werden kann. Es handelt sich auch hier nur um ein Provisorium, und das Finanzamt hält nach einem andern, geeigneten und grösseren Gelände Umschau. In der Diskussion tauchten Bedenken auf, ob die Zeit von nur 8 Tagen nicht zu kurz sei, um die Schüler mit dem stark pulsierenden Verkehr der inriern Stadt genügend vertraut zu machen. Ein Mitarbeiter des psychotechnischen Institutes betonte, dass gerade aus Gründpn der öffentlichen Sicherheit besonderer Wert darauf zu legen ist, dass sich der Schüler mit aller Gründlichkeit praktisch mit den Schwierigkeiten des dichten Verkehrs auseinandersetzen kann. Wenn Behörden und Fahrlehrer weiterhin im gleichen Geiste der Bereitschaft zur Verständigung zusammenarbeiten, wird sich auf Grund der zu sammelnden und auszutauschenden Erfahrungen für die Lehr- und Lernfahrten auf Stadtgebiet sicherlich eine Lösung herauskristallisieren, die alle Bedürfnisse zu befriedigen vermag.

Nr. 40 - MITTWOCH. 15. SEPTEMBER 1948 AUTOMOBIL REVUE Ein deutscher Standpunkt zur internationalen Rennformel Nr. 2 Ein gelegentlicher Mitarbeiter unseres ca. 200 PS herausgeholt und konnte damit beim Blattes hatte vor einiger Zeit Gelegenheit, ersten Start in Tripolis den vielfach erprobten die Auffassung des ehemaligen Rennleiters Konstruktionen der Italiener davonfahren. Eine der Mercedes-Benz-Werke, A. Neubauer, zur Frage der internationalen Rennformel Nr. 2 noch höhere spezifische Leistung, nämlich 250 kennenzulernen, die hier auszugsweise wiedergegeben sei. gen, den Dipl.-Ing. Uhlenhaut im englischen PS, sollte der 500-cm 3 -Kompressormotor brin- Auftrage für die « Formel 2 » konstruierte. Und Unsere Frage, weshalb nach der gegenwärtig trotz diesem ungeheuren — aber bisher in der gültigen Rennformel Nr. 1 Fahrzeuge mit 1,5-Praxis eben noch nicht erreichten — Ergebnis Liter-Kompressormotoren gegen solche mit 4,5- wäre die kleine Kompressormaschine z. B. sicher Liter-Motoren ohne Gebläse antreten müssten nicht auf die effektive Leistung des gebläselosen, und warum bei der mit Wirkung ab 1948 parallel dazu in Kraft gesetzten Rennformel Nr. 2 cm 3 -Motors des BMW-Veritas gekommen. Denn aber grössenmässig vierfach überlegenen 2000- das Verhältnis von aufgeladenen zu gebläselosen Maschinen auf 1 :4 (500 cm 3 nach Adam Riese bringt eine Literleistung von mit, 2000 cm' ohne 250 PS im 500-ccm-Kompressor 125 PS und eine Kompressor) gebracht worden sei, beantwortete Literleistung von 70 PS im 2000-cm 3 (ohne Obering. Neubauer u. a. wie folgt: Kompressor) 140 PS. Trotz der beiden Vorkriegsformeln, von denen die eine (1934—37) 750 kg als Höchstgewicht, die andere (1938—40) das Hubvolumen ganz abgesehen von seiner stärker gefährdeten Damit wäre der kleine Kompressormotor — der Kompressormotoren auf 3, das der gebläselosen Maschinen auf 4,5 Liter festsetzte, waren glatte 15 PS geschlagen! H. G. W. Betriebssicherheit — schon vor dem Rennen um bis 1938 so viele der in Herstellung und Erhaltung billigeren 1,5-Liter-Rennwagen entstanden, dass man eigene Grossveranstaltungen für sie FRANKREICH ausschreiben konnte. Weil nun nach dem Kriege (und vor allem nach dem Ausfall der deutschen Chmetti (Ferrari-2-Liter) gewinnt das Formelwagen) kaum noch 3-Liter-Fahrzeuge Zwölfstundenrennen von Paris. vorhanden waren, hat die Föderation Internationale de 1'Automobile die zahlreichen 1,5- kelte sich am letzten Sonntag auf der Month- Das zweite Pariser Zwölfstundenrennen wik- Liter-Fahrzeuge und die noch existierenden 4,5- lerybahn genau zehn Jahre nach der ersten Auflage ab. Die erste stieg nämlich am 11. Septem- Liter ohne Kompressor einfach in ein Verhältnis ber 1938 und war als Pendant zu den berühmten zueinander gesetzt, womit sich an Stelle der « 24 heures du Mans » gedacht. Sieger wurde damals die Talbot-Equipe Le Begue-Andre Morel technisch begründeten Relation der Vorkriegsformel von 1 : 1,5 ein Verhältnis von 1 :3 ergab. mit einer Totaldistanz von 1463 km, was einem Formeln bilden nicht nur die Basis für sportliche Auseinandersetzungen, sondern Die Wiederaufnahme dieses Stundenmittel von nahezu 122 km gleichkam. Dauerwettbe- Konstruktionsaufgraben internationaler Prägung:. Bei der letzten Vorkriegsformel standen den bis zum äussersten entwickelten 3-Liter-Kompressorwagen gebläselose 4,5-Liter-Fahrzeuge gegenüber, aus denen bei weitem nicht das letzte herausgeholt war. Mit ihren 190—250 PS (Literleistung 42—55 PS) konnten diese Konstruktionen gegen die 450 Pferde des Kompressormotors nicht aufkommen. (Was übrigens grossvolumige, kompressorlose Maschinen bei wirklicher Forschungs- und Entwicklungsarbeit auf einer bestimmten Fahrbahn hergeben, zeigt sich alljährlich in Indianapolis, wo die 4,5-Liter- ohne Kompressor den 3-Liter-Kompressormaschinen tempomässig die Stange halten; denn dort spielt die grössere Beschleunigung der Kompressorwagen keine wesentliche Rolle.) Weil man in Europa aber nur die kontinentalen Rennen auswertete, in denen sich der höchstentwickelte Kompressormotor der weniger bearbeiteten gebläselosen Maschine weit überlegen erwies und ausserdem — wie gesagt — das vorhandene Fahrzeugmaterial berücksichtigte, kam man zu einer Formel mit der Relation von 1 :3. Bei den vorhandenen Fahrzeugen mag diese Lösung hingehen; den Techniker, der zwei auf Höchstleistung gebrachte Systeme im Wettbewerb sehen will, kann sie nicht befriedigen. Und wenn der kompressorlose Motor auf die heute mögliche Literleistung von 80 PS gebracht sein wird, ist dem Kompressormotor mit dem Verhältnis von 1: 3 ein fast nicht mehr zu tragendes Handicap aufgebürdet, wenn nicht die in Entwicklung stehenden Kompressormotoren auf annähernd 250 PS pro Liter kommen. Schwer verständlich ist nach alledem die ' Formel 2 •, die — ursprünglich als « Zuchtklasse » für einen Kompressor gedacht — die Konstrukteure zu Entwicklungen kompressorloser Art zwingt. Um nämlich Bestand und Entwicklung ihrer verschiedenen 500-cm 3 -Kompressorrennwagen zu sichern, hatten sie die Engländer auf der FIA-Herbsttagung 1947 angestrebt und durchgesetzt. Französischem und italienischem Einfluss war es dann anscheinend zuzuschreiben, dass auch für dieses kleine Zylindervolumen — analog der Formel 1 — eine kompressorlose Ausführung eingesetzt und dabei das Verhältnis beider Kategorien sogar auf 1:4 gebracht wurde. Damit wird dem Kompressormotor in der « Formel 2 » jede Chance genommen. Beim Anderthalbliter-Mercedes-Kompressormotor von 1939 hatte man eine Literleistung von SPORTNACHRICHTEN Eggberg-Rennen bei Säckingen. Die 30 000 Zuschauer, die am vorletzten Sonntag dem 6,5 km langen Eggberg-Rennen bei Säckingen beiwohnten, erlebten in allen Kategorien und Klassen harte Kämpfe um den Sieg. Die bisherigen Bestzeiten wurden zum Teil recht erheblich verbessert; der Stuttgarter Egon Brütsch auf Maserati-Eigenbau fuhr eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 92,600 km/h heraus, womit er sich den Tagessieg bei den Automobilen sicherte. Die Resultate der Automobilrennen: Klein-Rennwogen bis 750 cm': 1. Lehder (Eigenbau), 4' 44,7 (82,2 km); 2. Herbster (Zündapp-Eigenbau), 5' 15,4" 3. Bohr (BMW-Eigenbau), 5' 17.3" Sportwagen bis 1100 cm': 1. Vollmer (VW-Spezial), 4' 53,9" (79,7 km/h, neuer Klassenrekord); 2 Peter Max Müller (Volkswagen), 4' 54,3; 3. Nothelfer (NSU/Fiat), 5' 00,5" Sportwagen bis 1500 cm 1 : 1, Von Falkenhausen (AFMI, 4' 31,5" (8(5,2 km/h, neuer Klassenrekord; 2. Kathrein |BMW- Veritas), 4' 33,8"; 3. Hummel (BMW-Veritas), 4' 37,5" Sportwagen bis 2000 cm 1 ; 1. Kling (BMW-Veritas), 4' 14,1" 192 km, neuer Klassenrekord); 2. Holbein (HH-47), 4' 26"; 3. Roese (BMW-Veritas), 4' 36" Rennwagens 1. Egon Brütsch (Maserafi-Eigenbaul, 4' 12" •92,6 km/h, neuer Klassenrekord); 2. Polensky (Monopol), 4' '«,6" ; 3. Georg Meier (BMW-Veritas), 4' 38,2'' werbes stiess in den Rennfahrerkreisen Frankreichs und Englands auf grosses Interesse. Am Sonntag stellten sich in der sechsten Morgenstunde 49 Wagen bereit, um den Kampf auf der 12,5 km langen Rundstrecke aufzunehmen. In letzter Minute hatten Sommer und Chiron forfait gemeldet. Allgemein erwartete man ein spannendes Duell zwischen den Talbot und Delahaye, wobei man auch der starken Delage- Equipe eine Chance einzuräumen gewillt war. Der Rennverlauf zeigte aber bald, dass mit dem Eingreifen des einzigen 2-1-Ferrari-Wagens sämtliche Prognosen über den Haufen geworfen wurden. Die vom Italiener Chinetti gesteuerte Maschine übernahm nach der dritten Stunde die Führung des Feldes, um mit einer verblüffenden Regelmässigkeit mehr und mehr an Vorsprung zu gewinnen und die anderen Wagen in gleichmassigen Abständen zu überrunden. Der italienische Erfolg ist um so bemerkenswerter, als Chinetti ohne Ablösung während der ganzen zwölf Stunden am Steuer sass. Zu Beginn entwickelte sich ein harter Kampf um die Spitzenpositionen, in welchem sich vorerst der Talbot von Mairesse und der Simca Manzons auszeichneten. Nach und nach schoben sich aber verschiedene 3-1-Delage in den Vordergrund, und während der nachmalige Sieger Chinetti die Spitze übernahm, rückte Chaboud mit seinem 3,6-1-Delage an zweite Stelle vor. Nach der fünften Stunde betrug der Vorsprung Chinettis 3y 2 Minuten auf Chaboud und bereits drei Runden auf die Engländer Heath-Rolt (Alta). Das Rennen war also praktisch schon lange vor Halbzeit entschieden, denn die Konkurrenz war dem Spitzenreiter einfach nicht gewachsen. Im Duell Chinetti-Chaboud hatte der Italiener keine Mühe, sich in Front zu halten, und nach neun Stunden passierte er Chaboud ZUM ABSCHLUSS DER SCHWEIZERISCHEN AUTOSPORTSAISON bereits zum zweitenmal. Dieser kollidierte kurz vor Anbruch der letzten Rennstunde in der Waldkurve mit der Seitenmauer, wobei ihn die Beschädigungen an der Maschine zur Aufgabe zwangen. Chinettis Vorsprung auf den nächsten Konkurrenten betrug nun mehr als vier Runden, und ohne weiter zu forcieren, passierte er als überlegener Sieger das Ziel. Chinetti spulte mit seinem Ferrari bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 116,753 km/h eine Gesamtdistanz von 1401,041 km herunter, kam also nicht ganz an die Leistung der Sieger von 1938 heran. Beste Resultate: 1. Chinetti, Italien Ferrari 2000 1401,041 km , = 116,753 km/h 2. Louveau-Brunef, Frankreich Delage 3 I 1352,714 km 3. Folland-Connel England Aston-Martin 2 I 1320,540 km 4. Versini-Levegh, Frankreich Delage 3 I 1313,374 km 5. Brault-Marechal, Frankreich Delahaye 3,6 I 1293,3 km 6. Wagner, Frankreich BMW 1971 1248,640 km 7 Meyrat-Serraud, Frankreich Delahaye 3,6 I 1247,954 km 8. Claes-Corner, Belgien Meteor 2 I 1237,273 km Gelände- und Orientierungsfahrt Neuenburg Mit einer Verspätung, die verschiedenen Umständen zuzuschreiben ist, sind dieser Tage die Ausführungsbestimmungen zur nationalen Gelände- und Orientierungsfahrt erschienen, die von der Sektion Neuenburg des ACS als letzte nationale Sportveranstaltung dieses Jahres und als Entscheidungslauf um die schweizerische Automobilmeisterschaft 1948 durchgeführt wird. Die Länge der zu durchfahrenden Strecke beträgt rund 165 km, wobei die Fahrzeuge lediglich vom Lenker und dessen Beifahrer besetzt sein dürfen. Der Parcours ist in verschiedene Abschnitte eingeteilt. Itineraires und Idealzeiten werden den Fahrern am Start bekanntgegeben. Jeder Konkurrent hat sich die Dufourkarte 1 : 100 000, Blatt Colombier, Ausgabe 1937, und zwar mit Koordinatenaufdruck, zu beschaffen, werden doch die anzufahrenden Kontrollposten durch Angabe der Koordinaten bestimmt. Den Fahrern wird ausserdem empfohlen, sich die beiden Jura-Karten 1 :50 000 von Kümmerly & Frey, Blatt II und VI, zuzulegen. Längs der Strecke sind Zeit- und Durchfahrtskontrollen installiert, an denen die Kontrollkarte, deren Verlust die Disqualifikation zur Folge hat, vorzuweisen ist. Die Idealzeiten wurden nach dem kürzesten Weg errechnet; die Amerikanischer Forschergeist, gepaart mit Schweizer Qualitätsarbeit, geben dem Schweizer FIRESTONE-Reifen sein besonderes Gepräge. Was Wunder, dass er sich stets grösserer Beliebtheit er« freut. Fahren auch Sie Tirestone FABRIK FÜR FIRESTONE-PRODUKTE AG. PRATTELN 26. September 1948 Durchschnittsgeschwindigkeiten wechseln von einem Abschnitt zum andern je nach den topographischen Verhältnissen. Die Ankunftszeit an einer Zeitkontrolle gilt gleichzeitig als Startzeit für den neuen Abschnitt. Verspätungen im einen Abschnitt sind somit im nächsten nicht aufzuholen. Für jede volle oder angebrochene Minute zu frühes oder zu spätes Eintreffen an einer Zeitkontrolle werden — unter Berücksichtigung der Toleranz von minus, bzw. plus 1 Minute — 10 Strafpunkte belastet. Jeder verpasste Kontrollposten wird mit 400 Strafpunkten in Rechnung gestellt. Sieger der Gelände- und Orientierungsfahrt ist der Konkurrent, dessen Konto am wenigsten Strafpunkte aufweist. Im Anschluss an die Fahrt findet eine Gymkhana statt, deren Resultat jedoch bei der Klassementsermittlung für die Gelände- und Orientierungsfahrt nur im Falle von ex aequos eine Rolle spielt. Die Fahrer haben sich spätestens 3 Minuten nach Beendigung der Orientierungsfahrt beim Gymkhana-Kommissär zu melden. Tun sie dies nicht, so erhält das Gymkhana-Strafpunktkonto eine Dotierung von 5 Punkten pro 5 Sekunden Verspätung. Die Gymkhana, bei der sich Fahrer und Mitfahrer an Bord des Fahrzeugs befinden, setzt sich aus sieben verschiedenen Hindernissen zusammen, deren Umgehung im Einzelfalle mit 500 und deren Zerstörung mit 1000 Strafpunkten bewertet wird; eine Wiederholung eines nicht richtig genommenen Hindernisses ist nicht gestattet. Es handelt sich um das Wenden des Fahrzeugs innerhalb zweier Lattenzäune, um die Betätigung eines Signalhorns mittels Zugseil, um das Durchfahren eines Tors mit Querbalken, um das Befahren einer Rampe von 15 % Steigung unter Betätigung zweier Signalhörner, um einen Ballwurf, um das lenkradseitige Befahren eines Balkens mit Vorder- und Hinterrad und das Befahren einer mit Kegeln abgesteckten Kurve. Bei der Bewältigung der einzelnen Hindernisse werden für begangene Fehler nach einer in den Ausführungsbestimmungen festgelegten Bewertungsskala Strafpunkte in Anrechnung gebracht. Fahrer, die den Wettbewerb innerhalb der Idealzeit unter Dach bringen, kommen strafpunktfrei weg; alle übrigen erhalten pro Sekunde Mehrzeit 1 Strafpunkt aufgebrummt. Wird dagegen die Idealzeit unterboten, dann werden für die weniger benötigte Zeit pro Sekunde 2 Punkte gutgeschrieben. Abschliessend sei darauf aufmerksam gemacht, dass die Meldefrist zum einfachen Nenngeld im Hinblick auf das späte Erscheinen der Ausführungrsbestimmungen eine Erstreckun? bis Samstag, den 18. September, mittags, erfährt. Dem Sieger in der Gelände- und Orientierungsfahrt winkt als Preis eine Neuenburger Pendule. Die Militärkonkurrenz. Die Abteilung Heeresmotorisierung hat nach eingehender Prüfung des Gesuches, zuhanden der Miltärteilnehmer an obiger Veranstaltung armeeeigene Jeeps zur Verfügung zu stellen, am 9. September wie folgt geantwortet: ' Grundsätzlich begrüssen wir Ihre Initiative und sind gerne bereit, bei den zuständigen Instanzen die Abgabe geländegängiger Militärmotorfahrzeuge für nationale Automobilsportveranstaltungen zu erwirken, insofern keine Strecken- oder Bergrennen im Parcours enthalten sind, militärische Uebungen eingeflochten werden und dadurch die ausserdienstliche Ausbildung von Wehrmännern motorisierter Truppen gefördert wird. Leider sind wir im vorliegenden Falle nicht in der Lage, die von Ihnen für den 26. September 1948 verlangten 20 Jeeps abzugeben, indem während dieser Zeit sämtliche Militärmotorfahrzeuge in Schulen und Wiederholungskursen eingesetzt sind. ' Wir hoffen, bei anderer Gelegenheit die Beteiligung in der Militärkategorie durch Lieferung von Geländepersonenwagen unterstützen zu können. » Die Sektion Neuenburg des ACS schreibt dagegen die Militärkategorie, welche mit eigenen Fahrzeugen zu bestreiten ist, trotzdem aus. Jedem Angehörigen der motorisierten Truppen empfiehlt sich, an dieser auf den militärischen Motorsport zugespitzten Orientierungsfahrt teilzunehmen. Es sind für die Militärkategorie bereits wertvolle Preise zur Verfügung gestellt worden. Major A. Scherrer. Der schweizerische Automobil-Rennsportclub (SAR), der vor nahezu Jahresfrist ins Leben gerufen wurde, macht alle ihm noch nicht angeschlossenen Aktiven und Freunde des Autosportes darauf aufmerksam, dass von der Entrichtung des Eintrittsgeldes von Fr. 20.— nur befreit ist, wer seinen Beitritt zum Club bis spätestens Ende dieses Jahres erklärt. Bis zu diesem Zeitpunkt haben Neueintretende lediglich den von der Gründungsversammlung seinerzeit festgesetzten Jahresbeitrag zu entrichten, der für Aktive Fr. 50.—, für Passive Fr. 25.— und für Junioren (19 bis 22 Jahre) Fr. 10.— beträgt. Adresse des Aktuars: Kaspar Aebli, Tödistrasse 4, Uster/Zch.