Aufrufe
vor 6 Monaten

E_1948_Zeitung_Nr.040

E_1948_Zeitung_Nr.040

AUTOMOBIL REVUE

AUTOMOBIL REVUE MTTTWOCH, 15. SEPTEMBER lots - Nr. 40 BRIEFE DER LESER AN DIE A.B. •rtefa 9b*r ollgemein intorenierende Fragen werden gerne ror Veröffentlichung entgegengenommen. Sie aiad »ooflchj« km zu fassen und an die Redaktion der cAutomobil Revue», Breitenrainstr. 97, Bern, zu send**. Die Verwendung eines Pseudonyms ist gestattet, wenn der Redaktion Name und Adresse des Absenders bekanntgegeben werefe«. Unwürdige Zustände am Basler ZolL Gestatten Sie einem Englandschweizer, der seit Kriegsschluss jedes Jahr mit seinem Wagen in die Heimat in die Ferien kommt, auf einen Mißstand aufmerksam zu machen, der sehr viele Engländer verärgert: den Basler ZolL Die Schweiz ist und bleibt für jeden Engländer, der sich einen Urlaub im Ausland leisten kann, das Ferienland par excellence. Ihre Schönheit, ihre Nahrung, die Bedienung in den Hotels, die Höflichkeit in den Geschäften werden, neben vielen andern Dingen, in der englischen Presse und Oeffentlichkeit über alles gelobt. In Gesprächen aber, wie auch in Veröffentlichungen, taucht eine und dieselbe Klage immer und immer wieder auf: die Klage über die Handhabung des Zolls in Basel, sei es auf der Strasse, sei es im Bahnhof. Es wäre wirklich an der Zeit, dass da endlich einmal Abhilfe geschaffen würde, da der Eindruck entsteht, als ob die Schweiz ausländische Feriengäste nicht willkommen heisst. Wie ein Aufsatz in der englischen Fachzeitschrift «The Motor» im Juli gezeigt hat, ist es die Art und Weise, wie die Zollabfertigung gehandhabt wird, die irritiert. Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass der Ton, den sich die Schweizer Zöllner in Basel den einreisenden Gästen gegenüber erlauben, bestenfalls auf den Kasernenhof gehört, nicht aber an eine Eingangspforte zum Ferienland Schweiz. Ist der Ton dieser Beamten derjenige von Feldwebeln der alten Schule, so sind ihre Methoden der Durchsuchung des Wagens, der feindseligen und misstrauischen Ausfragerei diejenigen der Inquisition. Diese Beamten nehmen offenbar grundsätzlich an, dass jeder Einreisende sie irgendwie hintergehen, sie hereinlegen will. Sie schnarren ihre Befehle « Koffer zur Inspektion dorthintragen » und Aehnliches herunter, als ob sie entwichene Sträflinge vor sich hätten. Sie setzen die sauersten Amtsmienen auf, deren sie fähig sind und sprechen zu einem, als ob man eine Volksversammlung wäre. Sie gehen, bildlich gesprochen, auf hohen Stelzen umher. Sie machen den Eindruck, als ob es ihre höchste Genugtuung und ihr höchstes Ziel wäre, einen die Macht fühlen zu lassen, die ihnen der Staat gibt. Sie sind, im Gegensatz zu den Zöllnern an andern schweizerischen Grenzstellen, unerträglich. Eine Zollabfertigung ist bestenfalls eine mehr oder weniger rasch erledigte Formalität, bei welcher für den Staat manchmal etwas herausschaut. Eine Basler Zollabfertigung aber ist eine Prozedur, wie sie der freien, gastfreundlichen Schweiz und der schönen Stadt am Rhein unwürdig ist. Viele Engländer, mit denen man ober ihre Schweizer Reisen spricht, wie auch viele Auslandschweizer, denken so. Viele von ihnen ziehen es angesichts ihrer in Basel gemachten Erfahrungen vor, Umwege von einigen Autostunden zu machen, um irgendwo im Jura in die Schweiz einzureisen, wo sie nicht schikaniert werden. Es liegt im Interesse der Schweiz, der Fremdenindustrie und der Hotellerie, in Bern vorstellig zu werden, damit da endlich einmal energisch Abhilfe geschaffen wird. G. K. (London). Die Signalisierung der Stopstrasse. Zu diesem Problem, das in Nr. 36 der c A. R.» vom 18. August 1948 angeschnitten wurde, sei einem nichtschweizerischen Automobilisten ein Vorschlag gestattet: Es dreht sich darum, ob ein neues, optisch zweifellos wirksames • amerikanisches » Stopzeichen oder ein « abgegriffenes •, der Signalordnung entnommenes eingeführt werden soll. Welche. Lösung von beiden Möglichkeiten auch immer gewählt werden wird, immer werden die Verfechter der anderen, in ihren Augen der zweckmässigeren Lösung, ihre Stimme erheben, und die Debatten werden kein Ende nehmen. Warum also nicht etwas einführen, was anderwärts schon existiert, sich sehr gut bewährt hat und beiden streitenden Parteien den Wind aus den Segeln nimmt? In einem Grossteil Europas hat sich das auf der Spitze stehende gleichseitige Dreieck, weiss mit roter Umrandung, als jenes Warnungszeichen eingeführt, das dem Automobilisten sagt: c Achtung, Vortrittsrecht für die Strasse, in die du jetzt einfahren willst! » Was liegt näher, als eine Stopstrasse ebenso zu kennzeichnen, mit dem Zusatz « STOP » im Dreieck, welches dem Fahrer zuruft: «Du hast nicht nur in die kommende Strasse höherer Ordnung mit der nötigen Vorsicht einzufahren, sondern du hast in diesem Falle — weil erhöhte Gefahr besteht — dein Fahrzeug sogar abzustoppen.» Dieses Zeichen IMU om vurtdlt Yldcu Atxiüiuobuisten ucidts bekannt zu sein — ein Umstand, auf den ein Fremdenverkehrsland wie die Schweiz doch unbedingt Rücksicht nehmen sollte, und es ist ausserdem so deutlich und verständlich, dass es auch für denjenigen eine kategorische Aufforderung enthält, der es zum ersten Male in seinem Leben sieht Ing. E. W. SchediwT, Prag. Unzulängliche Signalisierung. Als Mangel in der Strassensignalisation empfand ich dieser Tage die neuen Geschwindigkeitsbegrenzungstafeln auf der Walenseestrasße in den Gemeinden Mols—Unterterzen—Murg (vgl. dazu « A. R. » Nr. 25. Red.), weil der gewissenhafte Automobilist aus den Tafeln nicht ersieht, für welche Strecke die Beschränkungen Geltung haben. Fährt man beispielsweise von Unterterzen Richtung, Murg, so findet man die Tafel « 30 ktn » dicht vor einer scharfen Rechtskurve, der eine schmale Eisenbrücke über die SBB folgt. Der ortsfremde Fahrer nimmt sofort au, dass diese beiden Uebel (Kurve + schmale Brücke) der Grund zur Geschwindigkeitsreduktion seien. Er weiss vielleicht nicht oder hat wieder vergessen, dass diese für das ganze Dorf von ca. 1% km (Länge Geltung hat. Meines Erachtens wäre es deshalb am Platz, der Verbotstafel eine Zusatztafel beizugeben, wobei das Ende der Strecke auf dem Rücken der entsprechenden Tafel für die Gegenseite markiert werden kann, analog den Schildern für Postautostrassen, wo es deutlich heisst: « Ende der Postautostrecke », Mit den Vorschriften über die Signalisierung der Niveaukreuzungen in Widerspruch zu stehen scheint mir die Distanzpfahlanlage bei der Station SihJwald der Sihltalbahn. Dort sind, Richtung Zug— Zürich, neue Distanzpfähle mit schönen roten Ringen angebracht worden, aber — offenbar willkürlich — wie folgt: 200 m = 4 Striche auf der rechten Strassenseite = richtig! 150 m = 3 Striche auf der linken Strassenseite = falsch; 100 m = 2 Striche und 50 m = 1 Strich auf der rechten Strassenseite = richtig. Der auf der falschen Strassenseite aufgestellte Pfosten nützt dem Fahrer Zug—Zürich nicht nur nichts, sondern er irritiert den Fahrer in der Richtung Zürich—Zug, weil dieser nach Passieren dieses Pfostens weitere und einen Bahnübergang sucht, zumal der Pfosten auf seiner rechten Seite steht. B. (Die Verordnung über die Signalisierung der Niveaukreuzungen sagt in Art. 7, dass die Distanzpfähle am rechten Strassenrand in Abständen von 50 zu 50 m aufzustellen sind. Allerdings lässt sie beim Vorliegen besonderer Verhältnisse auch Abweichungen zu. Ob solche besonderen Verhältnisse «nd damit dfe BcrvchtifaoC zu Abweichungen feieben ist, darüber entscheidet die Aufsichtsbehörde. Red.) Gedankenlosigkeit, Wurschtigkeit oder mehr? Manchmal greift man sich wirklich an den Kopf, mit welcher unglaublichen Unverfrorenheit gewisse Automobilisten ihre Wagen direkt unter oder neben einer Parkverbottafel abstellen. In Zürich kann man diese Sorte von Parkieren übrigens zu jeder Tages- und Nachtzeit gegenüber dem Eingang zum « Baur au Lac» an'der Talstrasse bewundern, ein der Polizei wohlbekannter Jagdgrund. Der Schauplatz, auf dem die nebenstehende Aufnahme entstand, ist weniger bekannt: die Passhöhe des Stoss zwischen Gais und Altstätten. Zuerst kamen nur zwei Wagen, die mich und meinen Photoapparat reizten; nachher gesellten sich ihnen noch einige zu, deren Fahrer offenbar dachten, was den anderen erlaubt, 6ei ihnen auch nicht verboten. Was soll man zu solchem Benehmen sagen? « Mir ist da mancherlei nicht klar! » Bei dem mit einem Parkverbot belegten Platz handelt es sich übrigens um eine Haltstelle der Altstätten—•Gais-Bahn, deren Verkehr, falls der sonst für das Abstellen wirklich ideale Raum voller Automobile stände, zweifellos behindert würde. Mutterliebe im Tierreich. In einer der letzten Nächte mu6ste ein Automobilist, der durch das Fricktal fuhr, überhalb Sulz seinen Wagen plötzlich stoppen. Vier Meter vor dem Auto 'blieb mitten in der Strasse im Lichtkegel der Scheinwerfer eine Rehgeiss unbeweglich stehen. Auf der linken Strassenseite gewahrte der Automobilist ein Rehkitz, das seiner Mutter über die Strasse folgen wollte. Offenbar fürchtete die Rehgeiss, dass das Kleine ohne ihr Dazutun nicht bemerkt und überfahren worden wäre. Als das Kitzlein der Gefahr entronnen war, setzten Mutter und Junges ihre nächtliche Wanderung in weiten Sprüngen fort, worauf auch das Auto weiterrollte. Seinen Insassen bleibt die kleine Szene mütterlicher Opferbereitscbaft im Tierreich unvergessen. Blr. Dank grosster Geschmeidigkeit sind die Gewabeeinlagen des Pneus MICHELIN- «.ZZ» Der Dieseltreibstoff für höchste Anforderungen j gegen Hitze am besten geschützt. Die durch das Walken des Pneus herbeigeführte Erhitzung ist die Häuptursache des Pneuverschleisses Lieferbar in: 4,00/15 5,00/15 6,50/16 5,50/17 5,50/15 6,70/15 7,00/15 7,60/15 6,00/16

M^^ ^_ H ^m v -• m w -mm a^ mamMmJmma mmmt mtmi mm •• «• ^ Nr. 40 - MITTWOCH, 15. SEPTEMBER 1948 AUTOMOBIL REVUE Ein Produkt der GENERAL MOTORS mit den Vorzügen der fährenden Marken NAME, DER VERPFLICHTET Kein Wunder, daB gerade Groß-Unternehmen, die das Lastwagenproblem durch und durch kennen, 8B0P0R0 den Vorzug geben: Auen der 11D F O » D • Lleferungtwagen verdient Ihren Verzug, dank folgender besonderer Merk» cial« t. lehr geräumtgi taderetim 3,08 m*. t Gute Zuginglichkeil durch grob» Doppeltüre (1,t6Xl. 2 25 24 Brunnen Joseph Inderbitzin, Garage, Tel. 2 20 Cbur L. Dosch, Grand-Garage, St.-Margrethen-Strasse, Tel. 2 13 13 Fribourg Georges Gauthier, Garage, 6, rue Locarno, Tel. 2 27 77 Geneve Etabl. Fleury & Cie S.A., 35, rue de la Mairie, Tel. 5 02 30 Glarus Zentralgarage Ryffel, F. Schielly-Ryffel, Tel. 5 18 34 La Chaux-de-Fonds A. Pauli Garaoe des Entilles, 146. av. Leop.-Robert, Tel. 2 18 57 lausanne Etabl. Ch. Ramuz S.A., 2-4, av. d'Echallens, Tel. 4 04 44 [iestal Blank AG., Automobile, Tel. 7 24 14 ZÜNDKERZEN seit über 50 Jahren bewährt Votiuollche Wendrokert I. Hohe Nutzlast (IV»—S Tonnen) bei normalem Rad. stand. I. Gunstige Gewlchtsvertellung eul Vorder» und Hinterachse durch die vorgebaute Kabin«, Daher grohe Fahrsicheiheit 3. Trott langer Brück* und gröhter Ladefläche verhältnismäßig kurzes Fahrzeug mit kleinem Vorbau (wichtig (ür Strafjenübersicht, Parkieren und Garage). Vorzugliche Wendigkeit, daher günstig für anser Gelinde. Am Berg, in der Stadt, auf kurvenreichen, kleinen Straften im Vorteil) , Getriebe und Hlnferachsenuberserzung sind eben, falls speziell auf unsere Slrafjenverhällnisse abge» llimmt. t. Wirkungsvolle hydraulische Bremsen mit besonde» rem Vacuum-Hilfsapparat, daher gröfjte Bremskraft bei kleinem Druck. 18 St. PS-Motor Hochleistungsmotor, grofje Anzugskraft schon bei geringer Tourenzahl. Daher grofje Wirt- Schädlichkeit und lange Lebensdauer. GM-QualltMtsarbtlt GM-Garantl* GM-Servlce-Vorttlle GM-Ersatzteil« In der qanztn Schweiz Locarno A. Leoni, Garage, Tel. 7 48 80 Lugano Ferrari & Crescionini, Garage Splendide, Tel 2 36 35 luzern Za'i & Cie., Ebikonerstrasse, Tel. 2 66 00 Moutier Duvanel & Joray, Garage Moderne, Tel. 9 45 68 Neuchätel E. & M. Schenker, Garage, Tel. 5 28 64 Porrsnlrui; Periat & Petignat, Garage des Ponts, Tel. 612 06 Rapperjwil O. Pfenninger, Garage, Tel. 213 33 Reiden Gebr. Zimmerli, Autogarage, Tel. 8 33 66 Schaffhausen E. Rampinelli, City-Garage, Tel. £22 22 Sion A. Gschwend, Garage Moderne Route de Läusanne, Tel. 21730 Solothurn E. Kupferschmid & O. Müller, Garage Weissenstein, Tel. 2 14 42 Yverdon W. Humberset, Garage des Remparts, Tel. 2 35 35 Zürich Tip-Top-Garage AG., Claridenhof/Gotthardstr. 4, Tel. 23 22 33 GARAGISTEN UND AUTOMOBILISTEN! Kennen Sie schon die hervorragenden Eigenschaften der in allen Farben erhältlichen Polster-Überzüge aus Boltaflex-Plastic? Säurefest, leicht abwaschbar, stets glatt und weich, kein Ausreissen, grösste Dauerhaftigkeit. Anfertigung nach Mass, für alle gangbaren Automarken auch in Konfektion sofort lieferbar. Einfache und saubere Montage, la Referenzen von zufriedenen Kunden. Fabriziere auch die bequemen Notsitze zu Topolino, ferner Kühlerd*ck«n, Cabriolet-Verdecke, Neu« Polster usw. Verlangen Sie Offerten oder unverbindlichen Vertreterbesuch. Für Garagisten gute Verdienstspanne. EMIL KAUFMANN, Autosattlerei, BERN Dalmazirain 7, Telephon 2 80 49 Auch in anderen Stoffarten erhältlich SCIMERQEL p^i NACH MASS Stossdämpfer und Schwingachsen aller Systeme rep. die Spez. Werkstätte Zürich 9 Industriestrasse 152 Telephon Telephon Werkstatt (051) 25 55 76 Privat (051) 33 42 53 GENF GARAGE DES NATIONS Tag- und-Nachtservice Benzin — Pneus — Schweröle Rue de Lausanne 18-20 (Nähe Bahnhof) Telephon 2 55 55 Putzfäden u. -Lappen beziehen Sie heute zu vorteilhaften Preisen bei Franz Rechsteiner, Flawil Putzfädenfabrikation Telephon (071) 8 35 68 Umwälzende Neuheit zum Schütze Ihres Autos gegen Sonne, Regen, Schnee und Kälte. Unsere Spezlaldecke weut folgend« rU§ Hauptmerkmale auf: * SpezialStoff (Banmwolldoppel-Stoff mit Gummizwischenlage) * Genau der Form Ihres Wagens angepaßt, im Gegensat* i" den bereits im Handel bestehenden gewöhnlichen Schutzhüllen (Bla* ehen) * Versichert gegen Diebstahl, Feuer und W» willig« Beschädigungen * Jederzeit und überall in einer Minute montiert und ebenso schnell abmontiert. Gewieht ca. 4—5 kg. Machen Si« Gebrauch Ton untenstehendem Outschein. Verlangen Sie ein« unverbindliche Vorführung Ernst Wipf & Co. Zürich Freischütigasse 5, Tel. (051) 27 25 8T Gutschein (für nnTerbindl. Offert«) Fabrikmarke und Jahrg.: Typ Adresse: JOS. MEYER