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E_1948_Zeitung_Nr.044

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14 AUTOMOBIL REVUE

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AUTOMOBIL REVUE Nr. 44 — III. BLATT BERN, 13. OKTOBER 1948 Links EINFACHHEIT. Der konstruktive Aufbau des Citroen ist aus diesem Bild zu erkennen. Zwei Längsträger, Querträger, zwei Längsbügel mit den Türen daran, Querrohre, und fertig ist die Chose Rechts; ASCHENBRODEL. Der neue kleine Citroen bildet das Tagesgespräch des Salons und von ganz Paris. Trotz seiner geradezu abstossenden Hässlichkeit und der versprochenen bescheidenen Leistungen dürfte er für die Verbreitung des Motorfahrzeuges in Europa eine grosse Rolle zu spielen haben Beim Studium der Informationen, die die französische Industrie der Presse über ihre Pläne für den Pariser Salon zukommen liess, konnte man berechtigte Zweifel über den Zweck der diesjährigen Ausstellung hegen. Es ist anders gekommen: Der Grand Palais ist voll von grossen und kleinen Ueberraschungen, von Neuheiten, die vom blutigen Autoneuling bis zum abgebrühten alten Hasen jeden brennend interessieren, der irgendwie mit dem Motorfahrzeug verbunden ist. • Der Fall Citroen Seit mehr als zehn Jahren arbeitete Citroen, wie viele mehr oder weniger orientierte Kreise wussten, an einem Wagen für die Masse, der wirklich das Fahrzeug für jedermann darstellen sollte. Niemand konnte sagen, ob diese Konstruktion jemals das laicht der Öffentlichkeit erblicken würde. Schon letztes Jahr hatten Gerüchte wissen wollen, es sei nun so weit; vor einigen Wochen noch dementierte Citroen, allerdings auf sehr rabulistische Art und Weise, das Vorhandensein eines Volkswagens, von dem die Presse sprach. MIN1CAR GRAND LUXE. Als Kontrast zum superspartanischen Citroen zeig) Renault eine Sonderausführung des Heckmotortyps mit Lederpolsterung, Schiebedach, Radio, Plexiglas-cKristallt-Knöpfen und weiteren verchromten Details PARIS HERBST 1948 Neue Wagen — Citroens Volksfahrzeug — Keine einheitlichen technischen Tendenzen Am Vorabend war er im Salon, und an der Eröffnung wurde er erstmals enthüllt. Ein Schrei der Entrüstung erklang in der ganzen Pariser Presse, und die ersten Besucher lachten laut heraus, als sie die kleinen, aluminiumgrau gespritzten Ausbünde der Hässlichkeit erblickten, die als « Citroen 2 CV » angeschrieben waren. Man fühlte sich von Citroen an der Nase herumgeführt, und in der Tat scheint man sich am. Quai de Javel um die öffentliche Meinung sowohl in der Presse wie auch beim Mann auf der Strasse, für den ja das neue Modell besonders bestimmt ist, wenig zu kümmern. Um was handelt es sich nun hier? Unserer Meinung nach hat Citroen mit seiner neuen Konstruktion etwas geleistet, was nur mit dem Wort Revolution gekennzeichnet werden kann. Während bisher fast jeder kleine Wagen, selbst in gewissem Masse der deutsche Volkswagen, in Grosse, Fahrleistung, Aussehen und Bauart eine Verkleinerung und Vereinfachung des früheren «Luxuswagens » darstellte, bildet der Citroen 2 CV eine völlig neue Fahrzeugkategorie. Er ist das Transportgerät für jedermann, ein viersitziges Fahrrad, ein « fahrbarer Untersatz », oder wie immer man das Ding nennt. Seine Spezifikation sei hier summarisch angegeben; genau bekannt ist sie, wenigstens offiziell, noch nicht, da Citroen damit erst herausrücken will, wenn die Serie auf dem Markt erscheint. Es handelt sich also um einen Viersitzer in einfachster Bauweise, Gewicht «weniger als der Topolino» (schätzungsweise leer etwa 400 bis 450 kg), mit einem luftgekühlten, obengesteuerten Zweizylinder-Viertajrtmotor von 375 cm* (also ein kleiner Motorradmotor), Frontantrieb, sehr weiche Einzelradfederung, Faltdach, das sich bis an den Boden des Gepäckraumes im Heck öffnet, vier Türen, ..drei Gänge und ein Schnellgang sowie eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 65 km/h. Der Motor; der etwa seine 8—10 PS entwickeln dürfte, wird nicht gezeigt. Also ein absichtlich fauler, am Berg über wenig Kraftreserve verfügender Wagen (wobei es nicht ausgeschlossen ist, dass dieser Punkt später vielleicht einmal erneute Aufmerksamkeit finden könnte), der überall durchkommen sollte, aber keine hohen Durchschnitte erreicht. Als Preis wird in Frankreich die Summe von 185 000 fFr. angegeben, also etwa 60% des schon billigen Citroen 11 lagere. In bezug auf Verbrauch nennt das Werk 4—5 Liter auf 100 km. Der Unterhalt wird ein bisher nicht gekanntes Minimum an Auslagen und Zeit DYNAVIA. Panhard-Sonderausführung in Stromlinienform Fahrgeste Peugeot 203 und Ford Vedette In gewohnterem Gebiet bewegen wir uns beim Betrachten der übrigen Neukonstruktionen. Der neue Peugeot ist schon letztes Jahr an dieser Stelle erwähnt worden, wenn ihn auch das Publikum noch nicht sehen konnte. Nunmehr wird er ausgestellt und wird in Bälde lieferbar sein. Auch für die Schweiz wird er, eine grosse Bedeutung erhalten, denn Peugeot hat mit seinem neuen Typ wirklich eine gute Lösung gefunden. Das Ziel bestand in einem bequemen, nicht mehr als viersitzigen Wagen mit günstigen Unterhalts- und Anschaffungskosten, sehr hoher Fahrsicherheit und hohen Fahrleistungen. Diese Absicht wurde voll erreicht. Mit einem 1,3-Liter-Vierzylindermotor mit schräg =• im Zylinderkopf hängenden Ventilen und einer Höchstleistung von 42 PS, einem Vierganggetriebe (vierter als Schnellgang) und einem Leergewicht von 825 kg (also weniger als der kleinere 202!) kommt der neue Typ auf 115 km/h Geschwindigkeit, hat einen sehr niedrigen Verbrauch und dank seiner selbsttragenden Karosserie mit hoher Steifigkeit und der Aufhängung (vorn Querhebel und Querfeder, hinten Schubdreieck, Schraubenfedern und Querstabilisator) hervorragende Fahreigenschaften. Die einfache Karoserfordern (Kotflügel sind in wenigen Minuten ausgewechselt). Soweit kann man nichts Revolutionäres feststellen. Träge, sparsame und billige Viersitzer hat man auch schon gesehen, wenn auch nicht so weit getrieben wie der Citroen. Betrachtet man aber den- Wagen mit den Augen sowohl des Konstrukteurs, des Fabrikanten und des nüchternen Ge-(Ver-?)brauchers, so wächst die anfangs zögernde Anerkennung zu einer staunenden Bewunderung über diesen Entwurf. Es hat wohl noch nie einen Wagen gegeben, bei dem jeder einzelne Quadrätzentimeter derart gründlich in Hinblick auf praktische Verwendung und billigste Herstellung durchdacht worden ist, wie bei diesem Fahrzeug. Jedes Profil, jede Fläche, jede Schraube utid jedes Organ sind so dimensioniert, dass, im ganzen gesehen, genügend Festigkeitsreserve geboten! wird, dass aber anderseits das absolute Minimum an Materiälkosten und Herstellüngszeit aufgewendet werden muss. Beispiele: Das gleiche Karosseriemodell kann als Limousine, offener Wagen, Commerciäle und Lieierfaljrzeug dienen. Die Sitze können mit einefiif' Ringer ! -vom Boden weggehoben und entfernt werden; ihre Polsterung sieht der Untermatratze eines Bettes gleich, ist aber weich und bequem. Der Scheibenwischer wird vom Tachometer angetrieben, um die Batterie zu verkleinern; er kann auch von Hand betätigt werden. Das Ablegebrett unter den Armaturen ist geräumiger als beim Bentley. So gäbe es noch Dutzende von Details (wenn alle Charakteristiken, so besonders über die Federung, bekannt sind, werden sie in die Hunderte gehen), die davon zeugen, dass hier ein einmaliger Aufwand an geistiger und technischer Entwicklungsarbeit geleistet worden ist. auf dem Dyna- Wird der Wagen Erfolg haben? Zweifellos stösst sich das Publikum anfangs an den hässlichen Linien, am billigen Aussehen. Trotzdem wird der Wagen dafür sorgen, dass der Gedanke der Motorisierung eine mächtige Breitenentwicklung finden wird. Keinem Steuerinspektor wird bei seinem Anblick der Gedanke an Luxus kommen, und die Besitzer einer solchen Fahrmaschine werden darüber nicht mehr Kpnversation pflegen wie über ihre Arbeitswerkzeuge, Schreibmaschine oder Stosskarren. Besitzerstolz NEW LOOK. Neue Formen für den Rovin-Kleinzweisitzer mit mehr Raum ohne mehr Gewicht wird der « 2 CV » kaum mehr erwecken, aber auch keinen Neid. Deshalb passt er nicht schlecht in unsere Zeit. EIN KOMMENDER SCHLAGER. Ford Vedette, nicht nur ein formal glänzend geratener Wagen, sondern auch in seinen technischen Details ein vielversprechender Vertreter der Nachkriegsmittelklasse BRAVO PEUGEOT. Der Peugeot 203, eine siebenpferdige, leichte Limousine mit vier geräumigen Sitzen, kräftigem, aber nicht zu grossem Motor u. guter Linie. Solche Nachkriegswagen zeigen wirkliche Fortschritte