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E_1948_Zeitung_Nr.044

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AUTOMOBIL REVUE

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Nr. 44 - MITTWOCH, IS. OKTOBER 1941» AUTOMOBIL REVUE Am Vorabend von Monza (Siehe hiezu unsere Bilder auf Seite 6) Mit dem innerhalb weniger Wochen Tatsache gewordenen Wiederaufbau der permanenten Rennbahn von Monza hat für Italien die Nachkriegsperiode der Verlegenheitslösungen auf dem Gebiete des Rennsports einen ähnlich glücklichen Abschluss gefunden wie für England, wo zu Beginn dieses Monats im Einverständnis mit dem Luftministerium auf dem Flugplatz von Silverstone das erste Rundrennen seit Kriegsende zur Durchführung gelangte, nachdem die berühmte Brooklandsbahn in den Besitz des Vickerskonzerns übergegangen und der Doningtonpark noch immer von den Militärbehörden mit Beschlag belegt war. Im Unterschied zu Grossbritannien war es unserm südlichen Nachbarland freilich vergönnt, den Rennsportbetrieb schon 1946 und erst recht 1947 in beträchtlichem Umfange wieder aufzunehmen, wenn es sich — abgesehen von den fast jeden Sonntag auf Stadtrundkursen ausgetragenen regionalen Sportwagenrennen — in Ermangelung einer intakten Piste für Versuchs- und Rennzwecke auch gezwungen sah, seinen « Gran Premio» sowohl letztes als auch dieses Jahr als • Course dans la Cite » in Mailand, bzw. Turin aufzuziehen. Heute, da die schon vor dem Krieg überholungsbedürftig gewesene Bahn im Park von Monza überraschend schnell und in neuer Gestalt wieder erstanden ist, obwohl noch zu Anfang dieses Jahres der Bau eines modernen Autodroms in der Nähe des Mailänder Wasserflughafens ernsthaft zur Diskussion gestellt wurde, darf man mit Bestimmtheit annehmen, dass die Improvisationen endgültig der Vergangenheit angehören und damit für Monza die Fortsetzung jener glanzvollen Epoche anhebt, die die Geschichte dieser Bahn während der Zwischenkriegszeit kennzeichnete. Seit das Autodrom, das sich in einer Entfernung von 11 km nördlich von Mailand befindet, im Sommer 1922 in der Rekordzeit von gut drei Monaten erbaut wurde, bildete es Jahr um Jahr den Schauplatz überaus spannungsgeladener und — wie man sich erinnert — oftmals auch äusserst zwischenfallreicher sportlicher Grossanlässe. Ausserdem wurde die Anlage, die sich aus einem 4,5 km langen Oval mit Bahncharakter sowie aus einem 5,5 km langen Strassenparcours zusammensetzte, wobei sich diese beiden Rundstrecken zu einem rund 10 km langen Circuit kombinieren Hessen, wiederholt von der Industrie als « proving ground » benützt und ferner ab Mitte der dreissiger Jahre regelmässig bald an Mercedes-Benz, bald an die Auto-Union vermietet, deren Fabrikmannschaften hier die von Mal zu Mal verbesserten Rennwagen ausprobierten und einem ausgedehnten Training oblagen. Auf Grund einer zwischen den Stadtbehörden von Mailand und Monza einerseits und dem Automobile-Club di Milano anderseits diesen Sommer getroffenen Uebereinkunft wurde es möglich, die Bahn, die während des Krieges von militärischen Instanzen und anschhessend von der ARAR, der von der italienischen Regierung für die Liquidation von Surpluskriegsmaterial aus alliierten Beständen gegründeten Gesellschaft, belegt war, durch ein Aufgebot von rund 1000 Arbeitern mit einem Aufwand von ca. 100 Millionen Lire innert kürzester Frist instandzustellen. Der « Gran Premio dell'Autodromo > wifd am Sonntag auf dem Strassencircuit gefaftren, dessen Länge nach den vorgenommenen Abänderungen rund 6,3 km beträgt. Diese Strecke, die nicht nur durch direkte Kriegseinwirkungen, sondern auch angesichts des mangelnden Unterhalts während der" Kriegs jähre stark gelitten hat, wurde durchgehend auf 9,5 m verbünen zur Erzielung einer bessern Sicht gewechselt und auch die Boxen und Pressetribünen modernisiert wurden. Zum Schütze von Fahrern und Publikum hat man — eingedenk der vor dem Kriege gemachten Erfahrungen — verschiedene Massnahmen getroffen. Zuschauer sind- bei Kurven nur am innern Fahrbahnrand zugelassen, wobei die Mindestdistanz zwischen ihnen und der Strecke immerhin 10 m beträgt. Diesen 10-m-Raum, der mit Erde aufgefüllt ist, hat man durch ein Drahtnetz abgesperrt. ' Das Rennen, das über die klassische grandeepreuve-Distanz von 500 (genau 504) km = 80 Runden zum Austrag kommt, beansprucht nach dem fünfeinhalb Wochen zurückliegenden Grossen Preis von Italien in Turin begreiflicherweise das ganz besondere Interesse der Fachwelt. In der Hauptstadt des Piemonts wurden bekanntlich die drei vordersten Positionen nach dem weitaus spannendsten Grand Prix der Nachkriegszeit von drei verschiedenen Marken (Alfa Romeo, Maserati und Ferrari) besetzt, und es ist verständlich, wenn das Rätselraten über den Ausgang des ersten Grosskampfes auf der Die neue Streckenführung dar Monza-Bahn, deren länge 6,3 km misst. A = Ehrentribüne beim Start und Ziel; B m gedeckte Tribüne; C = Ungedeckte Treppentribüne; D •» Boxen; E = Tribüne für die Fachpresse; F = Tribüne für die Tagespresse. — Das Rennen wird in der Richtung des Uhrzeigers gefahren breitert. Kurven, die sich in der Vergangenheit als besonders berüchtigt, ja gefährlich erwiesen, erfuhren eine entsprechende Korrektur: so wurde die « Curva della Roggia > ziemlich stark gestreckt und die Lesmo-Kurve sogar auf 12 m verbreitert und ausserdem mit einem Schutzwall gegen aussen versehen. Nicht weniger als 100 000 m 1 Asphaltoberflächenbelag wurden erneuert und einige Kurven zur Vermeidung der Schleudergefahr gepflastert. Im übrigen gehört es zum Gesamtbild der neuerstandenen Monzabahn, dass die Ehrentribüne und verschiedene Treppentribünen neu erstellt, der Standort der mobilen gedeckten Trirenovierten Monzabahn seither nicht geringe Wellen warf. Wird Alfa Romeo seine bisherige, in Turin weiterhin, wenn auch nicht mehr auf der üblichen breiten Grundlage bekräftigte Vormachtstellung aufrechterhalten oder aber dem nunmehr sehr leistungsfähigen 4CTL-Maserati oder gar dem neuen Ferrari, der sich bei der Turiner Feuerprobe so hervorragend schlug, ein abermaliger, vielleicht noch ausgeprägterer Einbruch in die Alfa-Front glücken? Am nächsten Sonntagabend werden wir hierüber Bescheid wissen. Einstweilen stellt man mit Genugtuung fest, dass Ferrari und damit Sommer' und Farina, die bis Sonntagmittag — dem offiziellen Nennschhiss — noch rocht gemeldet hatten, doch endgültig mit von der Partie sein werden. Das erhöht den sportlichen Wert der Veranstaltung und damit die Spannung ganz ungemein, und es kann kein Zweifel darüber sein, dass die Alfas mit Wimille, Trossi und Sanesi sowie einem vierten Fahrer, ferner die Maserati mit Villoresi und Ascari und — last not least — die Ferrarileute dazu berufen sein dürften, die erste Geige zu spielen. Von ihnen sowie von zwei bis drei weiteren Konkurrenten abgesehen, die ebenfalls einen Maserati vom Typ 4 CTL ins Treffen führen, wird ein stattliche Zahl von 4,5- Liter-Talbots und Maseratis älterer Typen um die Plätzen ringen. Soviel steht fest: Man wird in Monza ein Rennen mit mörderischen Tempi erleben. Bei einer inoffiziellen Kontaktnahme mit der Piste am vergangenen Wochenende haben Sanesi auf Alfa Romeo mit 2'08,1'' (177 km/h), Ascari auf Maserati mit 2'07,1" (178,301 km/h) und Villoresi auf Maserati mit 2 10" die schnellsten Runden gedreht. Ein Rundenrekord von über 180 km/h und ein Gesamtdurchschnitt von gegen 170 km/h dürften durchaus im Bereich des Möglichen sein; auf der Geraden an der Tribüne vorbei "rechnet man mit Höchstgeschwindigkeiten von 280—300 km/h rechnet. Vergleichsweise sei in Erinnerung gerufen, dass Fagioli (Alfa Romeo) im Jahre 1933 über 500 km der 10-km- Strecke einen Durchschnitt von 174,740 km/h erzielte, wobei er mit 186,335 km1i die schnellste Runde fuhr. Auf der 4,5-km-Geschwindigkeitspiste beträgt Varzis (Alfa Romeo) Rekord über 99 km (22 Runden) aus dem Jahre 1929 187,736 km/h (schnellste Runde um die 200 km/h). Das letzte Rennen in Monza gelangte 1938 zum Austrag; Nuvolari (Auto-Union) notierte auf dem abgeänderten Strassencircuit über 420 km ein Stundenmittel von'155,726 km/h. Startberechtigt sind auf Grund der besten Trainingszeiten maximal 20 Fahrer. Eine Ablösung durch einen andern Fahrer während des Rennens kommt nicht in Frage, nachdem die Veranstaltung in Verbindung mit der nationalen Millionenlotterie steigt. Die Nennungen in der Reihenfolge ihres Einganges. 1. Wimille (Frankreich) 2. Trossi (Italien) 3. Sanesi (Italien) 4. X... (Italien) 5. Villoresi (Italien) 6. Ascari (Italien) 7. X... (Italien) 8. Chiron (Monaco) 9. Mairesse (Frankreich) 10. Giraud-Cobantous (Frankreich) 11. Levegh (Frankreich) 12. Bucci (Argentinien) 13. Ashmore (England) 14. Parnell (England) 15. Brooke (England) 16. Louveau (Frankreich) 17. Pagani (Italien) 18. Harrison (England) 19 Raph (Frankreich) 20. Choboud (Frankreich) 21. Minozzi (Italien) 22. Brunet (Frankreich) 23. Comotti (Frankreich) 24. de Graffenried (Schweiz) 25. X... (Italien) 26. X ... (Italien) 27. Farina (Italien) 28. Sommer (Frankreich) 29. Tenaglia (Italien) 30. Prinz Igor (Frankreich) Alfa Romeo 1500 Alfa Romeo 1500 Alfa Romeo 1500 Alfa Romeo 1500 Maserafi 1500 Maserati 1500 Maserati 1500 Talbot 4500 Talbot 4500 Talbot 4500 Talbot 4500 Maserati 1500 Maserati 1500 Maserafi 1500 Maserati 1500 Maserati 1500 Maserati 1500 ERA 1500 Talbot 4500 Talbot 4500 Maserati 1500 Talbot 4500 Talbot 4500 Maserati 1500 Maserati 1500 Plate Special 1500 Ferrari 1500 Ferrari 15 X Ferrari 2000 MÄRCHÄL «630» KURVEN- UND NEBELSCHEINWERFER esset... als vor dem Krieg Sie Vorkriegs-FabrüttHon -n fiberireffen. ist eist schwer«, aber — nicht unmögliche Leistung. Die heuti- |en SOLEX-Vergaser zeichnen sich durch diese Eigenscliifl aas. Sii sind besser als vor dem Krieg! Dies« Resultat war nur möglich, dank der Eingabe und Fähigkeit der SOLEX-Techniker, der Forschungen and Modernisierung in den SOLEX-Laboralorisn. 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