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E_1948_Zeitung_Nr.042

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PI1 AUTOMOBIL REVUE

PI1 AUTOMOBIL REVUE MITTWOCH, 29. SEPTEMBER 1948 - N*. 42 Ersatzteil-Service liefert für europäische und amerikanische Wagen alle kuranten Verschleissteile zu günstigen Preisen. Fabrikvertreter der: PERM1TE, Republic-Gear, PARMACO-Stossdämpfer ELECTRIC-Bruxelles, UNK-BELT-Ketten Monmouth-Lagerschaleru Der Dieseltreibstoff für höchste Anforderungen j Die Erfahrungen im Laboratorium auf dem Prüfstand und in der Praxis beweisen es Tag für Tag Unermüdlich wird ENERGOL im Laboratorium Oberprüft, werden Beschaffenheit, Schmierkraft und Alterungsbeständigkeit strengsten Kontrollen unterworfen... und ebenso unermüdlich werden neue, noch bessere Herstellungsverfahren erforscht. .A6 —4* Motorenöl mit Antikorrosiv- und Antioxydations-Zusätzen. ... erhältlich bei allen grüaeo Tankstellen.

Nr. 42 - MITTWOCH, 29. SEPTEMBER 1948 schweigen von den Beanspruchungen, denen die Fahrzeuge ausgesetzt waren. — Generell halten wir fest, dass das Abhängigkeitsverhältnis von Fahrer und Beifahrer im Vergleich zu Zürich und Gstaad und den letzt jährigen Geländeprüfungen diesmal bedeutend weniger ausgeprägt war. Wenn man bedenkt, welche Rolle den Geländefahrten im Rahmen der Meisterschaft zukommt, so ist diese Schwergewichtsverlagerung vom Beifahrer auf den Fahrer grundsätzlich zu begrüssen. Wir hoffen nun freilich nicht, dass man diese Verschiebung zuständigenorts so interpretiere, mit dieser Art geländesportlicher Veranstaltung sei die Formel gefunden, nach der sich die Einbeziehung dieser Wettbewerbe in eine Allroundmeisterschaft auch in Zukunft rechtfertige, sondern möchten den Umstand, dass aus der dem Beifahrer erwachsenen Erleichterung verschiedene ex aequos resultieren dürften, vielmehr so ausgelegt wissen, dass sich die Beibehaltung des bisherigen Niveaus (ä la Gstaad) und die Frage der Ausschreibung einer Geländemeisterschaft gebieterisch aufdrängt. Ungenaue Koordinaten, andere Widersprüche und ihre Folgen Wer — wie die Neuenburger — in den Ausführungsbestimmungen ausdrücklich stipuliert, die Kontrollpunkte würden durch Koordinaten bezeichnet, hat dafür besorgt zu sein, dass die Kontrollen auch wirklich an den betr. Koordinatenpunkten aufgestellt werden. Das war, wie weiter oben bemerkt, in Le Quarteron nicht der Fall, weshalb den Organisatoren — auf den ersten Blick nicht zu Unrecht — ein Protest zuflog mit dem Begehren, es seien die bis La Combaz als Folge vermehrter Sucharbeit entstandenen Verzögerungen zu neutralisieren. Dieser Protest wurde von den Sportkommissären gutgeheissen. Das rief begreiflicherweise jene Gruppe von Konkurrenten auf den Plan, die Le Quarteron ohne lange Umtriebe aufgestöbert und in La Combaz keine oder nur sehr wenige Strafpunkte erwischten. Von dieser Seite wurde — u. E. vollauf zu Recht — ein Gegenprotest lanciert, denn die gleichen Ausführungsbestimmungen, die in Art. 20 die Bezeichnung der Kontrollpunkte durch Koordinaten festlegten, enthalten im Artikel 39 den Hinweis darauf, dass weitere Vorschriften oder Ergänzungen, die die Organisatoren als nötig erachten, den Konkurrenten durch besondere Rundschreiben, die einen integrierenden Bestandteil der Ausführungsbestimmungen bilden, zur Kenntnis gebracht würden. Der Marschbefehl nun, der den Konkurrenten in Serrieres ausgehändigt wurde, enthielt unter der Streckenbezeichnung für die erste Etappe in Fettschrift folgenden Passus in französischer Sprache: « Les coordonnes des postes de contröle sont donnes ä titre indicatif pour faciliter la determination des lieux», was frei auf deutsch übersetzt etwa soviel besagt wie: die Koordinaten dienen lediglich als Hinweis zur besseren Auffindung der Oertlichkeiten, anders ausgedrückt: die Koordinatenangabe ist keineswegs verbindlich für den Standort der Kontrolle. Ob der allen Konkurrenten übergebene Fahrtbefehl ein Rundschreiben im Sinne von Art. 39 ist, dies zu entscheiden dürfen wir füglich dem Präsidenten der NSK überlassen, der Jurist ist. Die Rennleitung jedenfalls hat bei der Instruktion am Start — ob bei allen Konkurrenten, das ent- zieht sich unserer Kenntnis — die Koordinateninterpijtation auf dem Fahrtbefehl mündlich mit Nachdruck bekräftigt. Was eigentlich genügen dürfte. Eine Gymkhana, die nicht befriedigt Was zeigt der hier dargestellte Sachverhalt? Dass mit diesem Befehl und Gegenbefehl nach militärischen Mustern und mit diesen ungenauen Koordinatenangaben ein «Salat» angerichtet wurde, wie er im Buche steht. Hätte man auf dieses Hin und Her verzichtet, jeglichem Protest, ja jeglicher Diskussion überhaupt wäre der Boden entzogen gewesen. Die Leidtragenden aber sind diesmal die Konkurrenten und gewisse Anwärter auf die vorderen Meisterschaftsplätze, und sie werden solange die Düpierten sein, als es nicht gelingt, unanfechtbare Reglemente auszuarbeiten. Die ganze Angelegenheit wird nämlich auch nicht schmackhafter dadurch, dass die Gymkhdna im Falle von Geländefahrt-ex aequos, mit denen unzweifelhaft in grösserer Zahl zu rechnen ist, wenn die Etappe Neuenburg—La Combaz definitiv neutralisiert werden sollte, diese « toten Rennen > in Ränge aufspaltet. Denn dieses Geschicklichkeitsfahren, das in bezug auf die Fahrkunst und Reaktionsfähigkeit der Konkurrenten zwar manche interessante Lichter aufsteckte, halten wir in Form und Anlage, wie man es aufzog, für eine ausgesprochene Zirkusnummer, dargebracht zum Amüsement eines zahlreich erschienenen Publikums, und auf jeuen Fall unwürdig, im Rahmen einer nationalen Veranstaltung organisiert zu werden, vom reinen Akt der Willkür, womit man kurze, wendige und lange und breite Wagen durch die Kegelbahn « schleuste », ohne die Breite dieser Bahn von Fall zu Fall zu ändern, gar nicht zu sprechen. Die NSK hat das Wort An der NSK ist es nun, in diese reichlich verworrene Angelegenheit Licht zu bringen und über die Proteste zu entscheiden, eine Aufgabe, um die wir sie — offen gestanden — nicht beneiden. Der Schönheitsfehler aber, der darin besteht, dass man von der letzten Veranstaltung der Saison — u. W. zum erstenmal, seit hierzulande autosportliche Anlässe zur Durchführung gelangen — heimwärts zog, ohne gleichen Tages wenigstens eine provisorische Resultatliste zu besitzen, geschweige denn den Sieger zu kennen, ist um so mehr zu bedauern, als man im übrigen den Veranstaltern und vor allem dem Rennleiter, Herrn K. W y 1 e r , für die umsichtige Betreuung der Konkurrenz das beste Zeugnis ausstellen darf. Die sechs Etappen der Geländeund Orientierungsfahrt 1. Neuenburg - Le Quarteron - la Combaz 2. La Comboz - La Grandsonnaz-dessous - Haut de la Tour 3. Haut de la Tour - Petite Charbonniere - La ßrevine - La Fruiti^re - Martel-Dernier 4. Martel-Dernier - La Queue de l'Ordon - La Fernere 5. La Fernere - La Vacherie - Les Pontins - Yilliers 6. Villien - la Dame - Metairie de Lordel - Neuenburg lorai laeaizeir una ungeianre loiaidistanz 30 km 30 km 27 km 28 km 25 km 20 km ZeiJkonfrollen sind halbfett, Durchfahrtskontrollen ohne Auszeichnung wiedergegeben. 55' SO' SS' 40' SO' AUTOMOBIL REVUE ca. ca. ca. ca. ca. * h. 45* ca. 1#> km ENGLAND Vor dem Grossen Preis von England in Silverstone Dreieinhalb Jahre nach Kriegsende findet — am kommenden Samstag — auf dem britischen Mutterland das erste Automobilrennen statt, das als Grosser Preis von England international ausgeschrieben ist. Unsere Leser kennen die Gründe, die die Durchführung von Rundrennen jenseits des Kanals bisland verunmöglichten. Die Brooklandsbahn, in der Zwischenkriegszeit der motorsportliche Brennpunkt Grossbritanniens, ging bei «Ende Feuer» in den Besitz des Vickers-Konzerns über, währenddem Donington- Park noch immer militärisch belegt ist, wobei alle Versuche, sie als Rennpiste und Prüfstrecke der Industrie freizubekommen, bei den zuständigen Instanzen auf ein kategorisches Nein stiessen. Schliesslich aber wurden die unablässigen Bemühungen der interessierten Kreise insofern doch von Erfolg gekrönt, als sich das Luftfahrtministerium bereit erklärte, das etwa auf halber Distanz zwischen London und Birmingham liegende Aerodrom von Silverstone mit seinen Betonbahnen vorderhand für ein Jahr als Versuchs- und Rennpiste zur Verfügung zu stellen. ffovpttribüt Tribunes MrincipoJei sie sich an auf den Grossen Prel* von Monza vom 17. Oktober zu konzentrieren gedenken, wird sich die ausländische Beteiligung auf die Franzosen Chiron und Rosier auf Talbot und Sommer auf Maserati, die Italiener Villoresi und Farina auf Maserati (der letztere möglicherweise auf Ferrari), den siamesischen Prinzen Bira und unsern Landsmann de Graffenried, beide auf Maserati, beschränken. Als Auftakt wohnt man einem Rennen für 500-ccm-Wagen bei, dessen Reglement nachträglich insofern eine Abänderung erfahren hat, als das verlangte Pensum nicht 20, sondern 13 Runden (79,5 km) beträgt und 30 statt 15 Fahrer am Ablauf zugelassen sind. ITALIEN Das Runnrennen von Florenz eine Beute Sommers (Ferrari) Das den Rennwagen der Formel 2 reservierte internationale Rundstreckenrennen von Florenz vom vergangenen Sonntag endete mit einem überwältigenden Sieg von Sommer auf Ferrari, der vom Start weg bis ins Ziel unangefochten in Front lag. Weder Ascari noch Villoresi auf Maserati, die später ausschieden, vermochten das vom Franzosen vorgelegte Tempo mitzuhalten. Leider ereignete sich ein schwerer Zwischenfall, indem der Florentiner Fahrer Pasqualino Ermini im Laufe der 44. Runde ausgangs der Tribünengeraden in vollem Tempo an die Balustrade raste, die an dieser Stelle dreifache Umzäunung durchbrach und erst mitten in den Zuschauern zum Stehen kam, wobei vier Personen den Tod fanden, währenddem sechs weitere mehr oder weniger schwere Verletzungen erlitten. Der Fahrer •wurde nur leicht verletzt. Eine erste Kontrolle des Fahrzeuges, eines von Ermini selber abgeänderten 1,1-Liter-Fiat, soll die Bremsen völlig intakt befunden, dagegen im Lenkgestänge einen Defekt gezeitigt haben, der möglicherweise die Ursache dieser Katastrophe ist. Die besten Resultate. (60 Runden ä 4,250 km — 255 km) 1. Sommer, Frankreich Ferrari 2000 2 :15 • 30 = 2. Biondetti, Italien 112,915 Ferrari 2000 59 Runden km/h 3. Scagliarini, Italien Cisitalia 1200 59 Runden 4. Taruffi, Italien Cisitalia 1200 58 Runden 5. Bira, Siam Simca 1430 58 Runden 6. Stuck. Oesterreich Cisitalia 1200 57 Runden SÜDAMERIKA Grosser Preis von Südamerika verschoben. Wie wir erfahren, ist der Start zum Grossen Preis von Südamerika, von dem wir in Das Rennen ist Fahrzeugen der Formel 1 reserviert, die 65 Runden der 6,114 km langen der letzten «AR» berichteten, er sei auf den Strecke, über deren Führung unser Croquis Auskunft gibt, d. h. eine Distanz von 397,423 km zu- verschoben worden. Das Rennen von Buenos 22. September angesetzt, auf den 15. Oktober rückzulegen haben. Startberechtigt sind 25 Konkurrenten, unter denen — wie der in der letzten 3. November, dasjenige von Lima nach Buenos Aires nach Caracas wird von Oktobermitte bis « AR » wiedergegebenen Nennliste zu entnehmen Aires vom 21. bis 28. November ausgetragen. Die war — die Engländer den Hauptharst stellen. Nennfrist läuft morgen Donnerstag ab. Bis zum Nachdem die Alfa-Ronieo-Werke, die sich ursprünglich für eine Teilnahme sehr stsrk interkurrenten vor, unter denen sich auch Oscar Gal- 17. September lagen die Meldungen von 28 Konessierten, auf einen Start verzichtet haben, da vez und Juan Manuel Fangio befinden. csser... als vor dem Krieg Mit dem MICHELIN Reifen «ZZ» grosse Kilometerleistung und Fahrsicherheit bis zur vollständigen Abnützung Oii Vorkrtigt-Ftlirikilion in übertreffen, isl eine Schwert, iber — nicht unmögliche Leistung. Die heiiflfei SOLEX-Vergjser zeichnen tick durch diese Eigenickalt ins. Sie sind O Q besser als vor dem Krieg! Diisis Besaitet war nnr möglich, dank dtr Hingabe nni Fähigkeit der SOLEX-Techniker der Forschungen und Modernisierung in den Sni.EX-Lahoralorien. den besunderen Herslellungs- nnd Kontrollverfahren, nnter denen eine ausschlaggebende Rolle dem pneumatischen SOLEX-Mikromeier zufällt, der hente in jedem Stadinm bei der Fabrikation der SOLEX-Vergaser verwendet wir! 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