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E_1948_Zeitung_Nr.042

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AUTOMOBIL REVUE

AUTOMOBIL REVUE MTTTWOCH, 29. SEPTEMBER 1948 - ISr. 42 TOTEIVTAFEL Am vergangenen Wochenende, zweimal 24 Stunden vor seinem 79. Geburtstag, starb in Herisau an einem Herzschlag überraschend Traugott Walser, dessen Name mit der Sturm- und Drangperiode des schweizerischen Automobilsports auf immer eng verknüpft bleiben wird. Walser, der sich schon kurz nach der Jahrhundertwende sein erstes Auto — einen Pic-Pic — zulegte und für den aufstrebenden Automobilismus eine Begeisterung hegte wie kaum einer, trat 1909 in die Sektion St. Gallen-Appenzell des ACS ein, wo seinem Tatendrang, seiner Initia- Trougolt Walser am Volant eines Bugatti vor dem Start zum Kheineck—Walzenhausenrennen 1931 tive Gelegenheit geboten war, sich in schönster und fruchtbarster Weise zu entfalten. 1914 schon wurde er in den Vorstand, 1917 zum Vizepräsidenten gewählt und zwei Jahre darauf zum Sektionspräsidenten erkoren, um dann ab 1925 dem Zentralvorstand des ACS anzugehören. Der ACS, der ihn um seiner bedeutenden Verdienste willen 1944 zum Ehrenmitglied ernannte, besass in Traugott Walser einen unentwegten Förderer, der der Sache des Automobils treu ergeben war. Wofür sich aber der Verstorbene vor allem einsetzte, das war der Sport, dem er sich voll und ganz verschrieben hatte. Dabei interessierte er sich für diesen Sport nicht etwa nur von ferne, aus reiner Passion, sondern er bestritt selber aktiv Rennen, wo immer sich eine Startmöglichkeit zeigte. Wohl eine der schönsten Ehrungen wurden ihm 1926 zuteil, als er auf Lancia den Titel eines schweizerischen Automobilmeisters der 3-Liter-Tourenwagenklasse errang. Ganz besonders lag ihm das ostschweizerische Bergderby Rheineck — Walzenhausen — Lachen am Herzen, das vergangenen Sommer seine 20. Auflage erlebte. Seinem sportlichen Geist ist es zu verdanken, wenn diese Veranstaltung selbst in den Krisenjahren der Zwischenkriegszeit, als das immer mehr zusammenschrumpfende Trüpplein von Aktiven bald keine Startgelegenheit mehr fand, aller Schwierigkeiten zum Trotz, stets aufs neue zur Durchführung gelangte. Heute, da Traugott Walser seine letzte Fahrt antritt, sei dieser Tatsache, sei seines unermüdlichen und selbstlosen Wirkens im Dienste des einheimischen Autosports ehrend gedacht. TAGUNGEN Traugolt Walser f Vor der Herbsttagung der FIA in Paris Während des Pariser Salons, der vom 7.—17. Oktober dauert, tritt die FIA (Föderation Internationale de 1'Automobile) zu ihrer üblichen Herbsttagung zusammen, deren Programm ausser den Sitzungen der einzelnen internationalen Kommissionen auch die Generalversammlung dieser Organisation umfasst. Der ACS wird dabei durch die Herren H. Hürlimann (Präsident der Finanzkommission), Primault (Präsident der technischen Kommission), Dr. Napp (Mitglied der int. Sportkommission) und Dr. Gay, Direktor des ACS, vertreten sein, währenddem Zentralpräsident Dr. Mende durch Krankheit verhindert ist, die Reise nach Paris anzutreten. Den Anfang macht am 6. Oktober eine Sitzung des Int. Schiedsgerichtes der FIA, das sich mit dem vom AC von Frankreich gegen die Disqualifikation Biras am Grossen Preis von Stockholm vom 30. Mai eingereichten Protest zu befassen haben wird. Am 7. Oktober vereinigt sich die Int. Sport kommission, deren wichtigstes Pensum die Aufstellung des Int. Sportkalenders 1949 bildet. Daneben wird sie über Aenderungen am Int. Sportreglement, über den Vorschlag zur Schaffung einer Automobil - Weltmeisterschaft, über die Zukunft der internationalen Rennen, über ein internationales Reglement für Midget- Wagen und über eine Reihe weiterer Geschäfte beraten. Unter den Traktanden der Int. Touristikkommission, die ebenfalls am 7. Oktober tagt, stehen an erster Stelle die int. Abkommen über den Strassenverkehr und die Strassensignalisierung und die Fragen des Automobilverkehrs durch die besetzten Zonen Deutschlands. Eine schwer befrachtete Tagesordnung harrt der auf 8. Oktober einberufenen Int. Verkehrs- und Zollkommission. Vor allem sind es hier Fragen aus dem Gebiet der Zolldokumente, wie gemeinsame Ausgabe eines « Carnet de passage » durch FIA und AIT, Aufhebung des Triptyks und dessen Ersetzung durch das « Carnet de passage » usw., die in Diskussion gezogen werden sollen. Die Generalversammlung vom 11. Oktober nimmt ihren Anfang mit der Aufstellung des Int. Sportkalenders 1949; unter den übrigen Geschäften seien neben Wahlen und der Bezeichnung der Mitglieder der einzelnen int. Kommissionen für 1948/49 die Prüfung der Anträge dieser Kommissionen, die Beziehungen zur IRU, die Frage der Wiedererrichtung einer deutschen Organisation für die Ausgabe und die Garantierung von Zolldokumenten genannt. Im Anschluss an die Tagung der FIA hält am 12.—14. Oktober der « Conseil du Tourisme international », dem alle internationalen Verbände und die Behörden angehören, ebenfalls in Paris einen Kongrcss ab. Aus der Treibstoff-Forschung in der Schweiz 16. Generalversammlung der Schweizerischen Gesellschaft für das Studium der Motorbrennstoffe An der IC. Generalversammlung dieser Studiengesellschaft, die am letzten Freitag in Bern zusammentrat, wurde die Tätigkeit der technischen Forschungsabteilung durch zwei beachtenswerte Referate beleuchtet, die wir hier in stark gekürzter Form wiedergeben. Im Sinne eines Ueberblickes sprach Dr. H. Ruf, Ing. ehem., über die Entwicklungstendenzen nnd neue Verfahren bei der Herstellung von Automobiltreibstoffen aus Erdöl. Die ersten Vergasertreibstoffe waren ausschliesslich Destillat-(sog. Straightrun-)Benzin und Gasbenzin (Natural Gasoline). Das rohe Erdöl enthält jedoch selten prozentual so viel solches Benzin, dass es dem rapid zugenommenen Bedarf entspricht Ueberdies haben die meisten Destillatbenzine eine ungenügende Klopfr festigkeit. Sie lässt sich zwar durch Zusatz von Bleitetraäthyl etwas verbessern, doch wird durch den Btä-Zusatz die Menge an verfügbarem Treibstoff nicht erhöht. Einen wesentlich wichtigeren Beitrag zur Lösung des Problems der Herstellung des erforderlichen Quantums klopffester Automobiltreibstoffe leisteten die Krackverfahren. Sie erlauben nicht nur den Ueberfluss an hochsiedenden Erdölfraktionen in das meistbegehrte Benzin umzusetzen, sondern der auf diese Weise herzustellende Treibstoff ist überdies von einer das Destillatbenzin bedeutend übertreffenden Klopffestigkeit. Es ist deshalb verständlich, dass der mittlere Krackbenzingehalt des Automobiltreibstoffes in den USA von weniger als 20 •/« in 1922 auf über 50 Vo in 1946 gestiegen ist. Schon länger bekannt sind die thermischen Krack- und Reformverfahren. Neuerdings werden zur Erzielung einer besseren Ausbeute und eines besonders klopffesten Endproduktes auch k a t a 1 y - tische Prozesse beigezogen. Während Straightrun-Benzine nur eine Oktanzahl von etwa 40—65 aufweisen, haben thermisch gekrackte und Reformbenzine eine OZ von etwa 65 bis 75 und Polyform- sowie katalytisch umgeformte oder eekrackte Benzine eine solche von 75 bis über 80. Es ist jedoch zu bemerken, dass die Umstellung bestehender Fabriken auf diese neuen Verfahren einen ausserordentlich grossen Arbeits- nnd Kapitalaufwand verlangt, so dass nicht erwartet werden darf, dass dieser technische Fortschritt schon morgen auch ausserhalb den USA verwirklicht werden kann. Als zweiter Referent orientierte der Präsident der technischen Kommission der SGSM., Herr P r o f. D r. P. S c h 1 ä p f e r die Generalversammlung über den Stand der Forschung auf dem Gebiet der Frostschutzmittel. Der Referent stellte eingangs fest, dass der Zweck der Untersuchungen nicht gewesen sei, die im Handel befindlichen Frostschutzmittel zu untersuchen und zu beschreiben, sondern vielmehr eine systematische und vergleichende Arbeit über die Anforderungen, die an Frostschutzmittel gestellt werden müssen, über deren, physikalische Eigenschaften und ihr Verhalten den Metallen gegenüber. Im weiteren sollte die Untersuchung Schlussfolgerungen ermöglichen, die später zum Aufstellen von Normen und Qualitätsvorschriften dienen können. Die von einem Kühlmittel erwarteten Eigenschaften dürfen nicht schlechter als jene des Wassers sein, das zufolge seiner physikalischen Eigenschaften als am besten geeignet erscheint. Deren einzige Nachteile, der hohe Gefrierpunkt und die Korrosionsbegünstigung, sollen durch Verwendung von Frostschutzmitteln behoben werden. Schwierigkeiten sind darin zu erblicken, dass mit einer gegebenen, kleinen Kühlmittelmenge eine sehr grosse Wärmemenge abgeführt werden muss. Vergleicht man die wässerigen Lösungen, die dem Kühlwasser zugefügt werden, um einen bestimmten Gefrierpunkt zu erreichen, so ergibt sich das beste Resultat bei Verwendung von Alkoholen (am besten Methanol), "während Glyzerine in wesentlich grösseren Mengen (bis 48 Gewichts-°/o) aufgewendet werden müssen. Für das gute Zirkulieren des Kühlmittels spielt die Viskosität eine grosse Rolle. Bei Methanol liegen die Verhältnisse günstiger als bei Glyzerin. Bei Kühlmitteltemperaturen von 60 o C sind die Viskositätsgrade fast aller Kühlmittel einander ähnlich, während sich bei tiefern Temperaturen beachtenswerte Differenzen ergeben. Mit Bezug auf die Wärmekapazität erscheint das Methanol sehr geeignet. Noch wichtiger ist die Wärmeleitzahl, weil nur eine begrenzte Menge von Kühlmitteln verwendet werden und sehr grosse Wärmemengen auszutauschen sind. An der Spitze steht hier Kalziumchlorid. Besondere Bedeutung kommt den Verdampfungsverlusten zu. Die Kühlmittel werden vielfach nach ihrer Neigung zur Korrosionsbeförderung kritisch beurteilt. Während man bei Verwendung von reinem Kühlwasser an den Korrosionserscheinungen keinen Anstoss nimmt, so wird bei Verwendung von Kühlmitteln Korrosionsschutz verlangt. Die Resultate der Korrosionsversuche waren bei keinem Kühlmittel befriedigend. Die Verwendung von Inhibitoren, Stoffen, die die' Korrosion verhindern, drängt sich auf. Als solche kommen emulgiertes Oel, Borax und Wasserglas in Betracht Die Resultate mit solchen Rostschutzmitteln, die den Frostschutzmitteln zugesetzt wurden, waren befriedigend. Im ganzen gesehen sind Frostschutzmittel auf Methanolbasis mit einem geeigneten Rostschutzmittel technisch am geeignetsten. Die Glyzerin-Wassergemische sind in ihrem Verhalten ähnlieh dem Glykol-Wassergemisch; diese Mittel haben den Vorteil grösserer Betriebssicherheit, da sie weniger rasch verdampfen; sie sind aber viskoser. Der Tätigkeitsbericht über das vergangene Geschäftsjajhr wurde ergänzt durch ein weiteres Referat des Präsidenten der technischen Kommission, Prof. Dr. P. Schläpfer, worin sich dieser zur Frage der Beibehaltung des Bleibenzins äusserte. Die Bleikommission hat festgestellt, dass der vom Bundesrat vorgeschriebene maximale Bleizusatz von 0,6 cm 3 pro Liter Benzin bei den Importen nicht überschritten wurde. Von medizinischer Seite habe die Untersuchung ergeben, dass bis heute keine ernstlichen oder Tiefbliek mrf die Tramhattesfelle Rennweg im bisherigen Zostand Links der Halteplatz der nach dem Paradeplatz fahrenden lüge ohne Inselperron. Rechts das sehr breit« Trottoir yor der Mündung des Rennwegs Als vor bald einem halben Jahre der Frühling ins Land zog, hob zwischen Paradeplatz und Kreuzung Bahnhofstrasse/Uraniastrasse ein rastloses Werken an, das für viele Monate nicht mehr ruhen sollte. Die auffälligste Arbeit war die Geleiseerneuerung der Strassenbahn; daneben aber wurden mindestens in einzelnen Abschnitten die bisherigen Bäume am Trottoirrand gefällt und durch neue ersetzt, die gleichzeitig ein gewisses Stück näher der Häuserfront eingepflanzt wurden. Damit gelang es, auch den Randstein um 60—80 cm, gelegentlich auch annähernd einen Meter, zurückzuverlegen, und das Ergebnis war eine entsprechende Verbreiterung der Fahrbahn. n. (Schluss*) Gewonnene Dezimeter Um die Wende Juli/August konnte das also erneuerte Teilstück der Bahnhofstrasse wiederum dem vollen durchgehenden Verkehr übergeben werden. Nur einzelne wenige Teilstücke — und auch diese jeweils nur auf der einen Strassenseite — weisen bereits die verbreiterte Fahrbahn auf, die man schon heute als ausgesprochene Erleichterung empfindet. Die gegenseitige Ueberholung zwischen Strassenbahn und schienenfreien Fahrzeugen — denn nicht selten überholen ja die Tramzüge ihrerseits langsam fahrende Vehikel verschiedener Art! — ist jetzt unschwer möglich,- und desgleichen kommen nunmehr die Strassenbahnkompositionen ungefährdet an stationierenden Last- und Lieferwagen, Möbelwagen und Camionnagefuhrwerken vorbei. Dabei ist kaum zu erwarten, dass deshalh eine vermehrte « Raserei » einsetzen wird. Auch bei der neuen Fahrbahngestaltung liegt eine gewisse Gefahr immerhin in dem Umstand, dass beispielsweise der Autofahrer, der sich künftig auf einem Teilstück mit verbreitertem schienenfreiem Fahrstreifen zur Ueberholung eines Tramzuges anschickt, mitten in diesem Manöver schon wieder in die Engnis eines unausgebauten Abschnittes gelangt. Auch mag mancher durch die scheinbar viel grössere Breite der Fahrbahn zur Annahme verleitet werden, dass er neben einem Tramzug einen Radfahrer überholen könne, was allerhöchstens bei ganz kleinen Wagen geht und auch dann nicht ratsam ist. Auf alle Fälle setzt die Wirksamkeit der Fahrbahnverbreiterung bei allen Verkehrsteilnehmern voraus, dass sie sich auch in den erweiterten Abschnitten gut an den rechten Fahrbahnrand halten. Ein besonderer Appell gilt dabei den Autofahrern, die sich vom Hauptbahnhof her dem Paradeplatz nähern und dort neben der Kreditanstalt vom Polizisten gestoppt werden. Die an jener Stelle bereits durchgeführte Fahrbahnverbreiterung soll ja vor allem dazu dienen, den Tramzügen neben den haltenden Fahrzeugkolonnen vorbei ein Aufrücken bis an die Haltelinie oder sogar die Einfahrt in die Haltestelle zu ermöglichen. Diese Absicht aber würde illusorisch, wenn sich die Automobilisten auch weiterhin so sorglos halb auf dem Geleise selber dahinbewegen und aufstellen sollten, wie es manche Angehörige der Autofahrerzunft bisher taten. An sie ergeht daher die dringende Bitte, sich auch dort ganz rechts zu halten. »Siehe AR. Nr. 41 sogar zwingenden Gründe rorhanden seien, das Bleibenzin zu verbieten. Indessen wurden bei Untersuchung des Strassenstaubes in verkehrsreichen Stadtstrassen (Zürich) Veränderungen in der Zusammensetzung des Strassenstaubes durch vermehrte Bleidepots festgestellt Der Referent betonte aber ausdrücklich, dass bis jetzt nirgends Bleigehalte gefunden wurden, die zu ernstlichen Bedenken Anlass geben könnten. Auf jeden Fall müsse sich der Bundesrat über die Frage des Bleibenzins sehr genau informieren lassen, da et rieh nicht nur um technische und medizinische Fragen, sondern ebensosehr um ein Problem der Versorgung handelt Die statutarischen Geschäfte der Generalversammlung wurden unter der Leitung des Präsidenten der Gesellschaft, Dr. Raaflaub, diskussionslos erledigt. Als Nachfolger von Ing. Monteil, der unter Verdankung und höchster Anerkennung der geleisteten Dienste aus Gesundheitsgründen zurücktrat, wurde Ing. Bloch als Kassier und Aktuar gewählt. Die Studiengesellschaft hat im vergangenen Berichtsjahre ihren Mitgliedern durch Herausgabe von wissenschaftlichen Veröffentlichungen, deren Erscheinen in der A.-R. jeweils angekündigt worden ist, wertvolle Dienste geleistet. Es soll angestrebt werden, diese Veröffentlichungen noch weiteren Fachkreisen zugänglich zu machen. Die Zürcher Bahnhofstrasse Tiefbliek oof die Sh-asienbahnbalfestene «Rennweg» in Irirer neuen Gestalt. In der Bildmitte die beiden langen Inselperrons das Trams, links die «einspurig» Aussenfahrbahn für den schienenfreien Verkehr die Bahnhofstrasse aufwärts; rechts •eben dem verschmälerten Trottoir vor der Mündung des Rennwegs die Doppelfahrbahn für die Spurentrennung an der Kreuzung der Uraniastrasse (im Hintergrund) Probleme einer Kreuzung. Das wichtigste Ergebnis der in diesen Tagen zu Ende gegangenen Bauarbeiten ist aber die durchgreifende Umgestaltung des grossen Verkehrsknotenpunktes bei der Kreuzung Bahnhof-/ Uraniastrasse und bei der Einmündung von Rennweg einerseits, Sihlstrasse und Seidengasse anderseits. Hier litt der Verkehr bis heute unter Mängeln baulicher und organisatorischer Natur. Der grösste Nachteil lag im Fehlen eines Inselperrons für die vom Bahnhof nach dem Paradeplatz fahrenden Tramzüge, so dass der schienenfreie Verkehr derselben Richtung hinter den haltenden Zügen auf die Weiterfahrt warten musste. Daraus ergab sich oft ein Rückstau blokkierter Wagen bis in das Profil der Uraniastrasse hinein. Die Kreuzung der letzteren mit der Bahnhofstrasse besass zwar ein Lichtsignal, doch vermochte diese Anlage die Anforderungen des Verkehrs nicht mehr zu erfüllen. Heute nun präsentiert sich diese komplizierte Strassenkreuzung einschliesslich dem Knotenpunkt beim Rennweg in völlig veränderter Gestalt Die Strassenbahn hat für jede Fahrrichtung eine Haltestelleninsel von grösstmöglicher Länge erhalten, womit nun zu beiden Seiten auch geleisefreie Durchfahrten für den schienenfreien Verkehr geschaffen sind. Dieser Vorteil musste jedoch durch eine Anzahl von anderweitigen Nachteilen der neuen Platzorganisation erkauft werden. Vor allem hiess es die beidseitigen Trottoire teilweise stark beschneiden, was besonders auf der Ostseite des Platzes ziemlich fühlbar ist. Dafür ist es nun — ein erheblicher Gewinn — gerade durch die Trottoirverschmälerung gelungen, auch an diesem wichtigen Kreuzungspunkt die « Vorsortierung » der Fahrzeuge nach Abbiegerichtungen einzuführen. Schon heute, da der Kreuzungsbetrieb vorübergehend durch einen Polizisten geregelt wird, macht sich die Erleichterung der Verkehrsabwicklung durch diese Einrichtung sehr stark fühlbar. Zum ersten Male für Zürich kamen dabei für die Markierung der je zwei getrennten Richtungsspuren in die Fahrbahn eingelegte Pfeile aus fast silberhellem Chromnickelstahl zur Anwendung, die nun nicht mehr wie die bloss aufgemalten Farbmarken vom Verkehr immer wieder ausradiert werden können. Freilich wird es sich noch erweisen müssen, ob die Fahrbahn für den Verkehr Richtung Paradeplatz ausserhalb des Inselperrons genügende Breite besitzt, um einen reibungslosen Verkehr zu gewährleisten. Sie ist nämlich praktisch nur einspurig, was jegliche Ueberholung langsamer Vehikel (wie etwa von Pferdefuhrwerken) ausschliesst und in Anbetracht der Länpe dieses Kanals doch zu gelegentlichen Verkehrsstauungen führen mag. Eine Signalanlage modernsten Gepräges. Noch ist der eben beschriebene Verkehrsknotenpunkt Zürichs nicht völlig fertig ausgebaut Dazu gehört noch die Aufstellung der neuen Signalanlage, die sich zur Zeit in Fabrikation befindet. Erst mit deren Inbetriebnahme wird die Kreuzung so funktionieren, wie es in der Absicht der zuständigen Behörden liegt. H. W. Thommcn.

Nr. 42 - MITTWOCH, 29. SEPTEMBER 194« AUTOMOBIL REVUE Arzte schätzen den ^*&r besonders! Preis Fr. 11850.-. inkl. Heizung, Defrosteranlage und Schiebedach, exkl. Wust. Es ist auffallend, dass sich unter den Riley-Besitzern besonders zahlreiche Ärzte befinden, also Menschen, die viel am Lenkrad sitzen, trotz vorsichtiger Fahrweise gute Tempi erzielen und dabei noch mit ihrer Nervenkraft haushalten müssen I Dass ihre Zahl ständig noch weiter zunimmt, ist wohl der beste Beweis für die Zufriedenheit, die er den Besitzern verschafft. Die < Riley-Wagen > sind nun mit VA von 55 Br«ms-PS und mit ZH"Liter-Motor von 105 Brems-PS sofort ab Lager lieferbar. Generalvertretung für die Schweiz. J. ft E. Waeny, Grand Garage, Wabern-Bern Telephon 5 26 22 Aargau i Paul Kaufmann, Schönenwerd. Amrltwili A. Roth 8. Söhne. Basel > Henry Hurter, Schanzenstr. 13. Bieli E. Hieder, Ob. Quai 32. La Chaux-de- Fondsi Paul Ruckstuhl 21a. rue Leopold-Robert. Flawili Garage Steinemann. 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