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E_1948_Zeitung_Nr.042

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AUTOMOBIL REVUE

AUTOMOBIL REVUE MITTWOCH, 29. SEPTEMBER 1918 - Nr. 42 k JFur einen neuen Wagen1949 eine neue Avtsstaffterung 1949 I. HALT DEN MOTOR SAUBER S UND RASSIG Spexieil w tonstruiert . j t e Länder bietet Ihnen eine Hochleistungs-Zündspule für Verbrennungsmotoren Neuartige Konstruktion ATENT ANGEMELDET PATENT APPLICATION PENDING ^ : . ^ r V > %% * 9 >U • •':• V- Individuell angepasst, dauerhaft und kurzfristig lieferbar. AUTOSATTLEREI E I Q E R P L A T Z • TELEPHON O196O (SWITZERLAND^ Htv&vm €inv£tirwisiWt»vw *»wfiaItlicFt Autobestandteile verchromen wir n • Qualität, prompt und zuverlässig METALLVEREDLUNG Gebr Brunner Luzern, Denkmalstrasse 17 GARAGISTEN UND AUTOMOBILISTEN! Kennen Sie schon die hervorragenden Eigenschaften der in allen Farben erhältlichen Polster-Überzüge aus Boltaflex-Plastic? Säurefest, leicht abwaschbar, stets glatt und weich, kein Ausreisten, grösste Dauerhaftigkeit. Anfertigung nach Mass, für alle gangbaren Automarken auch in Konfektion sofort lieferbar. Einfache und saubere Montage, la Referenzen von zufriedenen Kunden. Fabriziere auch die bequemen Notsitze zu Topolino. ferner Kühlerdecken, Cabriolet-Verdecke, Neue Polster usw. Verlangen Sie Offerten oder unverbindlichen Vertreterbesuch. Für Garagisten gute Verdienstspanne. EMIL KAUFMANN, Autosattlerei, BERN Dalmazirain 7, Telephon 2 80 49 Auch in anderen Stoffarten erhältlich Technische Gase LIEBEFELD Kompr. Sauerstoff — Kompr. Stickstoff Kompr. Wasserstoff — Acetylen Dissous Flüssige Kohlensäure — Kompr. Luft Verfestigte Kohlensäure (Trockeneis) Flössige Luft —Schweflige Säure Chlormethyl — Freon — Ammoniak MEDiZINAL-GASE Sauerstoff — Stickstoff — Kohlensäure Stickoxydul (Lachgas) Cyclopropan BERN - ZURICH-BASEl-LAUSANNE Jede Woche die „Revue" gelesen, über alles im Bilde gewesen

AUTOMOBIL REVUE Nr. 42 — II. BLATT BERN, 29. SEPTEMBER 1948 Hai Cole am Steuer seines «City of Tacoma>, des ersten der 12 neuen Kurtis- Kraft-Rennwagen von 245 cm Radsland, der für AAA- und Dirt-Track-Rennen gebaut wurde. Der Wagen besitzt einen Meyers-Drake-Motor, eine leicht austauschbare Hinterachsübersetzung (im Text beschrieben) und Torsionsstabfederung für alle Räder Die Entwicklung im Rennwagenbau hat mit der Entwicklung von Gebrauchswagen das Charakteristikum gemeinsam, weniger durch revolutionäre Umwälzungen als durch stetige Evolution fortzuschreiten. Im Gegensatz zur Gebrauchswagenentwicklung steht aber im Rennwagenbau die grundsätzliche Forderung, dass alle Verbesserungen dazu beitragen müssen, dass der Rennwagen schneller wird als seine Konkurrenten und Vorgänger. Bevor auf die 1948 vollendeten Verbesserungen im einzelnen näher eingetreten werden kann, ist es noch nötig, die Art der Rennen zu beschreiben, für welche die amerikanischen Rennwagen in erster Linie bestimmt sind. In den USA gibt es, im Gegensatz zu Europa, keine Strassenrennen, sondern ausschliesslich Rennen auf besonders angelegten Rennbahnen. Rennbahnen werden als Ovale von y t Meilen Länge (für die « mighty Midgets », die kleinen Wagen) sowie als Ovale von y s , % und 1 Meile Länge angelegt. Ausserdem existiert noch die 2^-Meilen-Bahn von Indianapolis. Alle diese längeren Rennbahnen sind für die grossen Wagen bestimmt. In bezug auf die Klassierung von Rennwagen sind die Verhältnisse reichlich kompliziert, immerhin lassen sich doch folgende vier Hauptklassen unterscheiden: Midgets: Diese unterliegen gewissen Beschränkungen, in bezug auf Hubraum und Abmessungen. Peak-Bergrennen teil. Wie man sieht, entsprich! die AAA-Formel, wenigstens in bezug auf die Hubraumbegrenzung, der letzten Vorkriegsformel der FIA in Europa. Serienwagen: Diese Kategorie nimmi am raschesten zu. Die Situation der Serienwagenrennen ist allerdings heute etwas verworren, weil über die Definition von Serienwagen drei verschiedene Anschauungen bestehen, nämlich: 1. Die sog. Hot rods («Heisse Stangen »). Diese Wagen sind am zahlreichsten vertreten und sind mehr oder weniger stark frisierte Serienwagen. Die erlaubten Aenderungen an Motor und Chassis sind ziemlich weitgehend; die Karosserien sind meistens offene, ältere Roadster. Diese Wagen werden in erster Linie in Kalifornien und Indiana in Rennen eingesetzt. Die zweite Kategorie von Serienwagenrennen ist für Wagen, bei denen Motoränderungen gestattet sind, wogegen moderne Serienchassis und geschlossene Karosserien verwendet werden müssen. Die dritte Art von Serienwagenrennen lässt nur völlig unabgeänderte Serienwagen zu. Da es aber bis heute noch nicht gelungen ist, für die verschiedenen Arten von abgeänderten oder unabgeänderten Serienwagen genügend genaue und umfassende Definitionen zu geben (auch du, USA! Red.) treten viele Komplikationen auf. Es kann aber nicht geleugnet werden, dass Rennen von Serienpersonen- und -Sportwagen für die Vorderende des kompressorlosen 4425-cm l -Don-Lee-Special, der mit einem Meyers-Drake-Motor ausgerüstet ist. Der Motor soll 290 PS bei 4500 T/min entwickeln; der Radstand beträgt 245 cm und das Totalgewicht 645 kg. Der Wagen ist mit unabhängiger (?) Vorderradaufhängung und Torsionsstabfederung ausgerüstet, besitzt einen geschwelsslen Stahlrohrrahmen und einen flexiblen Gummibrennstofftank Neuerungen im amerikanischen Rennwagenbau aufmerksam wurden. Sie begannen mit der Entwicklung analoger Konstruktionen. Die letzten Verbesserungen in bezug auf die Radaufhängung waren am Indianapolis-Rennen 1948 zu sehen. Hierbei ist besonders interessant, dass in Amerika zwar auch die unabhängige Vorder- Die De-Dion-Hinterradaufhangung des Kurtis-Kraft radaufhangung stark überwiegt, dass aber immer noch einige Konstrukteure die Starrachse .vorziehen. Es scheint, dass für die Anforderungetf der Dirt-Tracks die Starrachse in gewissen Fällen sogar günstiger ist als unabhängige Vorderradaufhängung. Fünf neue Kurtis-Kraft- Rennwagen, die zum Einsatz in Indianapolis und auf den Dirt-Tracks bestimmt sind, besitzen jedenfalls eine ursprünglich für Midgets entwickelte Vorderachse, die als Starrachse mit Längslenkern und in Längsrichtung angeordneten Torsionsstäben ausgebildet ist. (Hierzu ist immerhin zu bemerken, dass dies die Ansicht des Chefingenieurs der Kurtis-Kraft Inc. ist. Inwiefern eine erstklassig entworfene unabhängige Aufhängung der Vorderräder nämlich selbst den besonderen Anforderungen eines Dirt-Tracks nicht mindestens ebenso gut gerecht werden soll, ist nicht ganz leicht einzusehen.) Die Hinterradaufhängung einiger Wagen ist nach dem durch die deutschen Vorkriegsrennwagen wieder eingeführten System De Dion ausgebildet. Die AAA-Vorschriften für Indianapolis erlauben nun auch die Teilnahme von Wagen mit einem Minimalradstand von 244 cm, im Gegensatz zu der alten Vorschrift von 254 cm. Das bedeutet, dass die sog. %-Wagen, die zuerst auf den Dirt-Tracks Popularität errangen, dieses Jahr zum erstenmal am 500-Meilen-Rennen von Indianapolis teilnehmen konnten. Wenigstens sechs der genannten Wagen besassen nur wenig mehr als 244 cm Radstand, worunter auch der von Walt Brown gesteuerte neue Kurtis-Kraft. Dieser Wagen besitzt eine unabhängige Vorderradaufhängung mittelst Parallelogramm - Querlenkern, während eine De-Dion-Hinterradaufhängung entworfen wurde. Die Federung erfolgt vorne und hinten durch Torsionsstäbe. Eine wichtige konstruktive Verbesserung besteht in der Entwicklung von rasch austauschbaren Hinterachsübersetzungen, wie sie übrigens schon längere Zeit von den Midgets benutzt wird. Mindestens 12 Marken stellen Hinterachsen her, die in die Midgets eingebaut werden können. Das Problem der raschen Austauschbarkeit wurde so gelöst, dass die Kardanwelle hinten unter dem Differential noch weiter nach rückwärts verlängert wurde. Eine Gegenwelle dient als eigentliche Differentialantriebswelle. Das zwischen Kardanwelle und Gegenwelle hinter dem Differential angeordnete Zahnradpaar ist leicht zugänglich, so dass die Hinterachsübersetzung ohne grossen Zeitverlust den jeweiligen Anforderungen der Piste angepasst werden kann. Durch diese Tieferlegung der Kardanwelle wird übrigens auch noch eine Senkung des Führersitzes und damit eine Reduktion der Stirnfläche des Wages möglich. Eine interessante Einzelheit ist übrigens die, dass die Midgets im allgemeinen eine differentiallose, aus einem Stück hergestellte Hinterachse ohne Achsgehäuse benutzen. Grosse Wagen besitzen alle das Differential mit konventionellen Halbachsen. Als einzige Ausnahme ist der Wagen Lou Moore's zu nennen, der zwar ein Differential besitzt, aber gehäuselose Halbachsen verwendet. Eine weitere Neuerung besteht in der Anwendung nichtmetallischer Brennstofftanks, die vom Flugzeugbau übernommen wurden. Ihre Flexibilität verhütet Rissbildungen im Brennstofftank als Folge der Chassisdeformationen. Es ist erstaunlich, dass gerade bei den amerikanischen Rennwagen, bei denen der Motor der ausschlaggebende Faktor ist, die Grundkonstruktion praktisch unverändert geblieben ist, seitdem Harry Miller seine Grundtypen entwarf. Auch der Erfolg der immer noch bevorzugten Vierzylinderbauart ist an sich schwer zu erklären, denn ein guter Achtzylinder-V-Motor von 4500 cm» Hubraum wäre bestimmt nicht wesentlich schwerer als ein Vierzylinder gleicher Grosse; dagegen könnte die Herabsetzung des Hubes von 116 auf 88 mm höhere Drehzahlen gestatten bei gleichzeitiger Erhöhung der Spitzenleistung. Vielleicht ist der Hauptgrund für das Festhalten am Vierzylinder der, dass einfach nichts anderes zur Verfügung steht. Immerhin haben die amerikanischen, kompressorlosen Vierzylinder-Rennmotoren ihre Zuverlässigkeit auch über die 500 Meilen (800 km) des Indianapolisrennens unter Beweis gestellt. (Nach «Automotive Industries», bearb. von hibJ Standard Vanguard als Nutzfahrzeug Der neue Kurtis-Kraft-Specioj wird durch einen Meyers-Drake-Vierzylindermotor von 4425 cm' Hubraum (ohne Kompressor) angetrieben. Der Wagen wiegt 820 kg und hat vorn und hinten Torsionsstabfederung. Hinter dem Wagen sein Erbauer Frank Kurtis Dirt-Track-Wagen: Oft unklar, aber meistens mit Hubraumbegrenzung auf 3,6 Liter. A-A-A-Rundstrecken-Rennwagen (AAA = American Automobile Association). Die 1948 gültigen Vorschriften gestatten die Teilnahme von Wagen in dieser Kategorie, sofern ihr Hubraum 3000 cm 3 mit Kompressor oder 4500 cm 3 ohne Kompressor nicht überschreitet. Während der Rennsaison 1948 dürfen AAA-Formelwagen nicht nur am 500-Meilen-Rennen von Indianapolis teilnehmen, sondern auch noch 15 weitere Rennen zwischen 100 und 200 Meilen bestreiten. Diese letzteren werden auf Dirt- Tracks in den verschiedenen Städten der USA ausgefahren. (Dirt Tracks sind Rennbahnen ohne Fahrbahnbelag aus Asphalt oder Beton, eventuell mit einem losen Spezialmaterial bedeckt.) Ferner nehmen die Wagen am jährlichen Pikes- Weiterentwicklung sehr wertvoll sein könnten, weshalb es bedauerlich ist, dass die erwähnten Schwierigkeiten schwer zu überwinden sind. Aus dem Umstand, dass mit der einzigen Ausnahme des Pikes-Peak-Bergrennens alle Rennen auf Rennbahnen ausgetragen werden, folgt, dass die konstruktiven Neuerungen bei den amerikanischen Rennwagenkonstruktionen weder so umfassender noch so fruchtbarer Natur sind wie bei den europäischen Rennwagen. Vielleicht die wichtigste Aenderung im amerikanischen Rennwagenbau war der Einfuhr eines Maseratis durch Mike Boyle und H. C. Cotting im Jahre 1930 zu verdanken. Der Wagen, gefahren von Wilbur Shaw, hatte einen derartigen Erfolg, dass die amerikanischen Konstrukteure auf die weit überlegene Strassenhaltung sowie den grösseren Fahrkomfort dieses Wagens Letzte Woche sind in England drei Versionen der Standard Vanguard als Nutzfahrzeuge herausgekommen, die alle den gleichen Vierzylindermotor mit 2088 cm 1 und das gleiche Fahrgestell, teilweise andere Reifengrössen, besitzen. Sie sind erst später in der Schweiz lieferbar DER STATION WAGON « ESTATE CAR » Sechs Sitze und vier Türen, hintere Doppeltüre mit grossem Gepäckraum,abklappbare Rücklehne, Tragkraft 2 Personen und 250 kg Gepäck oder 5 Personen und 100 kg Gepäck. Auf Wunsch Radio und Heizung. Verschliessbarer Benzintankverschlu ii»ir« DER KASTENWAGEN « DELIVERY VAN > Geschlossene Lieferwagenkarosserie mit hinterer Doppeltüre und 600 kg Nutzlast. Auf Wunsch Heizung und Radio. Kasten-Innenmasse: Länge 182 cm. Breite 17(1 cm, Höhe 105 cm. Innenraum 2,4 m' DIEDKEI VERTRETE* DES RENNSTALLS DON LEE AM INDIANAPOLISRENNEN 1948. Von links noch rechts: Der 1939-Zwölf- Zylinder-3-liter-Mercedes-Benz mit Zweistufenkompressor, der schon 1947 als «Don Lee» am Indianapoüsrennen teilnahm, M4 d«HM Motor völlig revidiert wurde; ein 2,9-Liler-Alfa-Romeo-Monoposto mit 2 Kompressoren; der neue Don-Lee- Special PRITSCHENWAGEN- «PICK-UP UTILITY» Brücke aus Stahl mit tiefem Boden; seitliche Sitrbänke. Tragkraft 9 Personen (davon 3 in Kabine) oder 3 Personen und 400 kg. Auf Wunsch Heizung u. Radio