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E_1948_Zeitung_Nr.045

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20 AUTOMOBIL REVUE

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Ir.fl-BntUO.OttobtriMI ßk&iAtz^vrtgwikyf tdi yfafym0$0-/&vue Im Banne südlicher Romantik Land unter azurblauem Himmel, die Ufer vom Meer bespült, Land ehrwürdiger Städte, deren uralte Paläste und Gärten eine lange Geschichte erzählen von Macht und Heimkehr zur Stille — das ist Italien, ein landschaftliches Paradies, dem nichts gleichkommt an Erdenschönheit. Kein Besucher kann sich dem berückenden Zauber verschliessen, und selbst wer nur kurze Zeit dort weilte, trägt fortan eine unauslöschliche Sehnsucht in sich, diese Gegenden und Städte wieder zu sehen, wo das Herz sich so ruhig und ausgeglichen fühlt, die Tage immer heiter und sorglos sind, eine Atmosphäre herrscht, die allen Drang zum Schweigen bringt. Südlich von Neapel, dieser Volksstadt Italiens, harrt des Autotouristen eine besonders eindrucksvolle Strecke der Meeresküste entlang, die an wilder, urwüchsiger Schönheit nicht ihresgleichen besitzen dürfte. Hier zeigt sich ein Stück Naturromantik, das jeden Empfänglichen beglücken dürfte durch eine lichthafte Erhabenheit und zugleich südliche Anmut. Die berühmte Felsenstrasse zieht sich von Salerno über Amalfi nach Positano und hat die Länge von 45 km, eine der abwechslungsreichsten Strecken mit zahllosen Windungen, die immer neue Ausblicke gewahren, mit neuen Ueberraschungen aufwarten. Meer, Felsen und Sonne sind die herrschenden Elemente dieser amalfitanischen Küste. Die Fahrt verlangt gemächlichstes Tempo, damit die seltene Schönheit dieses Küstenstrichs genossen werden kann. Lichtfunkelndes Wasser, unabsehbar und von friedlicher Ruhe erfüllt, liegt das Meer vor unseren Blicken, eine Weile später sehen wir ein Stück Fischerstrand mit harrenden Booten, und immer wieder wird das Auge gefesselt von zerklüfteten Felsen, die seit undenklichen Zeiten, von heisser Sonne bestrahlt und sanften Winden bestrichen, jene Verwitterung zeigen, die den besonderen Reiz von Naturruinen ausmacht. Da gibt es Felsdurchbrüche, deren Ausgänge wie bizarre Rahmen lichtstrahlende Bilder umschliessen, glitzernde Wasserstreifen und Himmelsblau. Salerno, diese alte Stadt mit wechselvoller Geschichte, geniesst nicht von ungefähr den Ruf als einer der herrlichst gelegenen Orte des Südens. Wer enge, unregelmässige Strassen von malerischem Charakter liebt, versäume nicht, sich in dieser Stadt einige Stunden aufzuhalten. Neben vielen bemerkenswerten Gebäuden aus grauer Vergangenheit hat sie noch den besonderti Reiz einer sanft orientalischen Atmosphäre. Sein Hauptaugenmerk aber dürfte der Tourist auf das weltberühmte Amalfi richten, diese kleine, die Uferfelsen hinankletternde Stadt, die einst als Handelsplatz der bedeutendste auf dieser Meerseite Italiens war. Dieser Küstenstrich gilt als der traumhafteste unter einer Südsonne, die unermüdlich herabblickt, ohne durch Grellheit zu ermüden. Als hätten sich alle Vorzüge an landschaftlicher Schönheit und Klimagunst vereint, geniesst Amalfi den Ruhm meines südlichen Edens, das nicht seinesgleichen hat. Eine besondere Anziehungskraft übt die grüne Grotte aus, ein wahres Wunder an Magie smaragdenen Lichts. Auf gepflegter Strasse gelangt man nach Ravello, einem Hügelstädtchen, von wo aus man eine berückende Aussicht geniesst auf die ganze amalfinische Küste. Sehr bemerkenswert ist hier die Villa Rufolo, deren Baubeginn in das elfte Ich gebe es zu: der berühmte weibliche Mangel an technischem Gefühl hat sich in mir besonders stark ausgeprägt. Kombiniert mit der fast notwendigerweise dazu gehörenden Aengstlichkeity konnte ich aber trotzdem das Leben eines Automotors, wenn nicht gar das des ganzen Vehikels samt Insassen retten. Ein Herr vorgerückteren Alters, Führer eines dito Automobils, lud mich kürzlich zu einem Spritzfährtchen über Land ein. Ich habe eine Schwäche für vorgerücktere Alter und nahm dankbar an der Seite des Führers Platz. Und staunend nahmen meine Augen die seltsamen Dinge auf, die sich da boten. Das war kein Wagen, an dem jedes Organ unpersönlich chromverschalt, geheimnisvoll aus Verstecken wirkt. Da sah man noch unzählige Hebel und Schalter und Knöpfe und Kabel. Die Hupe erweckte zuerst das ungewohnte, plötzlich aufflammende Interesse an Technik in mir, ein' erstes Ahnen jener komplizierten Vorgänge, die sich dem weiblichen Geist gegenüber so unnahbar verhalten. Es war nämlich noch eine jener lieben alten Blech tüten — ausserhalb der Karosserie angebracht —, durch die jeweils bei Gefahr der Ton vermittels Druck auf den mit Tönen angefüllten Gummiball in die Luft hinaus gequetscht wird. Die Sache erschien mir so einfach, dass ich ermutigt weiterforschte. Und siehe, durch einen Schlitz erblickte ich im Mötorraum ein Flämmchen. Es fiel mir ein, dass ich mir meiner Lebtag noch nie überlegt hatte, wieso sich wohl ein Auto vorwärts bewegt. Die Lösung dieses Mysteriums musste in diesem Flämmchen liegen! Feuer + Benzin — Explosion. Natürlich! — Stolz grub ich aus meinem Unterbewusstsein das Wort «Explosionsmotor», das iqh einmal irgendwo aufgeschnappt hatte. Dann grübelte ich lange darüber nach, wieso man wohl vom Knall dieser Explosion nichts höre und wie eine Explosion überhaupt an der Fortbewegung schuld sein könne. Aber das war mir zu kompliziert, und ich wandte mich einfacheren Fragen t -zu...Nämlich dem Problem der Entstehung des,".Flämmchens. Wohl hatte ich schon beobachtet, dass der Wagen vorn wie ein Grammophon ' aufgezogen wurde, aber ich konnte mich trotz .heftigem Besinnen nicht erinnern, je gesehen zu haben, dass mit Zündhölzern hantiert wird beim Anlassen. Wahrscheinlich wurde durch die .Kurbelbewegung ein im Motor versteckter Zühdstein geriehen, und das Feuer entstand auf Zunder, überlegte ich mir. Auf diese Erkenntnis war ich so stolz, dass ich mutig beschloss, sie durch den Automobilisten bestätigen zu, lassen. «Wird das Feuer durch Zündsteine erzeugt? » fragte ich. € Welches Feuer? » « Das Feuer im Motor. » Das Flämmchen Jahrhundert fällt Besonders auffällig ist die Ausführung dieses Palastes in seiner arabischsizilianischen Stilmischung. Im maurischen Hof befindet sich eine Galerie mit zierlichen Säulen, wie man sie in der Alhambra in Granada bewundert, die Kapitale filigranartig ornamentiert, während die verbindenden Bogen ganz schmal und blatt'artig sind. Wer den Zauber von Palastruinen inmitten verwunschener Gärten zu schätzen-weiss, der dürfte besonders in Ravello auf seine Kosten kommen. Dieses uralte, abseits und verträumt in der Höhe thronende Städtchen ist so recht geeignet, die betriebsame und nervös machende Gegenwart zu vergessen. Nach einer Fahrt von zwanzig Kilometern in nördlicher Richtung erreicht man das Städtchen Positano, das nur wenig über tausend Einwohner zahlt Weltfern und geborgen schläft es an einem Abhang, ein beglückendes Bild orientalischen Gepräges. Die letzte Wegstrecke führt quer über die Landzunge, welche die Bucht von Neapel vom Salerner Golf scheidet. Da macht man selbstverständlich dem vielbesungenen Sorrent einen Besuch, das auf einem imposanten Felsen gebaut ist. Eine reiche südliche Vegetation macht den Ort noch besonders köstlich. Hier gedeihen Zitronen, Orangen und Limonen in unerschöpflicher Fülle. Viele Männer, die Weltruf genossen, waren Gäste von Sorrent. Sie wurden es nicht müde, den bezaubernden Ort immer wieder zu loben als ein wahres Nirwana an Schönheit und klimatisch glänzendsten Bedingungen. J. B. Da wir jetzt viel schneller fuhren, hatte sich Flämmchen unterdessen naturgemäss zu einer Riesenflamme emporgefacht Ich entschloss mich zu einer weiteren, gefahrloseren Frage. « Wie gross ist die Flamme bei 60 Stundenkilometern? » « Welche Flamme? » Ich tappte mit dem Fuss auf die Wand vorne. « Die da vorn im Motor. » «Dumms cheibe Züüg! Es hat doch keine Flamme im Motor! » Ich schwieg wieder, diesmal einigermassen gekränkt. Er konnte schliesslich von einem Laien nicht verlangen, dass er den Fachausdruck für das autotreibende Feuer kenne. Aber das Problem liess mich nicht los. Fasziniert starrte ich auf den Schlitz, durch den immer stärker werdender Flammenschein und schliesslich auch etwas Rauch drang. Plötzlich erwachte in mir ein furchtbarer Verdacht. Wie gelähmt sass ich da und überlegte, ob ich ihn aussprechen solle. Schliesslich zupfte ich den Führer zaghaft am Aermel und asgte: « Es stinkt. » «Was stinkt? » « Der Rauch. » « Welcher Rauch? » « Der Rauch vom Feuer im Motor. » Der Führer gab mir einen zornigen Seitenblick und schüttelte meine Hand von seinem Aermel. Dann bequemte er sich aber doch zu einem Blick auf den Schlitz. Und dann ging eine merkwürdige Veränderung mit ihm vor. Sein Körper streckte sich in einem steifen Ruck, die Augen wurden glasig, die Lippen öffneten sich zu einem viereckigen Loch, und der Bart sträubte sich waagrecht in die Luft hinaus. Schliesslich gelang es ihm in seiner Versteinerung, den Wagen zu stoppen und mich anzuschreien: « Rennen Sie fort! » Ich rannte, und wie! Erst ein weit entfernter Waldrand konnte mich wieder aufhalten, wo ich mich hinter einem Baum versteckte. Als nach einer bangen Ewigkeit der Weltuntergang noch nicht eingetreten war, wagte ich den Blick nach unten und sah gerade noch die Schlussphase eines grandiosen Kampfes. Der Führer stopfte eben die letzten Wolldecken und Polster in den rauchenden Motor. Kurz darauf kehrte er der Unglücksmaschine den Rücken und wankte dem Walde zu. Ich wankte ihm entgegen und streckte ihm gerührt die Hand hin, seinen Dank für die Lebensrettung erwartend. Aber der undankbare Mensch übersah die Geste und dachte nicht daran, ein inniges « happy end » zu inszenieren. Wütend fauchte er mich an: « Sie haben doch das Feuer schon lang gesehen? Wieso haben Sie nichts gesagt? » Der Führer sah mich mitleidig an, und ich Dann trabten wir Seite an Seite, ohne uns je ging der Sache nicht weiter nach, aus Angst vor umzuschauen, wortlos fürbass, dem nächsten einer Blamage. Dorfe zu. D.H. Das Meer ist der standige Begleiter um i. Din Häuser klettern am Felsen herauf und klammern sich mit allen Mitteln am Stellhana fest