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E_1948_Zeitung_Nr.049

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AUTOMOBIL REVUE

AUTOMOBIL REVUE MITTWOCH, 17. NOVEMBER 19« - Nr. 49 TOURISMUS Unsere Autogäste im Oktober Vom Januar bis Oktober 1948 mehr ausländische Motorfahrzeuge eingereist als 1938 während des ganzen Jahres. Es passt durchaus in den Rahmen der bisherigen Entwicklung des internationalen Autotourismus nach der Schweiz, wenn auch der vergangene Monat unserm Land einen Zustrom von motorisierten Fremden brachte, dahinter die frühern Oktoberereignisse verblassen. Nach der neuesten Monatsstatistik der Eidg. Oberzolldirektion nämlich sind in der Berichtsperiode 40 942 Motorfahrzeuge zu vorübergehendem Aufenthalt über unsere Grenzen gerollt, was gegenüber dem Voriahr (24 656) ein Plus von 66 % und gegenüber dem Vorkriegsrekordjahr 1938 (22 982) ein solches von 78 % bedeutet. Der von 1938 datierende Jahresrekord in der Einreise ausländischer Motorfahrzeuge aller Kategorien, der mit 432 295 zu Buche steht, ist nach Anfügung der Oktoberziffern an die ersten neun Monatsergebnisse von 1948 bereits glatt übertroffen, wie nachstehende zeigt: Zusammenstellung Total der Einreisen: 194S 1947 1938 Januar 16 338 6 850 16 687 Februar 19 865 6 179 17 961 März 24 261 9 560 24 346 April 28 129 15 156 32 441 Mai 37 565 15 746 28 734 Juni 40 695 21 604 40 844 Juli 70 775 30 883 64 346 August 106 634 44 842 103 467 September 63 938 35 022 51005 Oktober 40 942 24 656 22 982 Januar—Oktober 449 142 210 498 402 813 Zieht man den Vergleich zwischen diesen drei Zehnmonatsbilanzen, so ergibt sich für das laufende Jahr gegenüber 1947 eine Zunahme von 113 % und gegenüber dem letzten Vorkriegsfriedensjahr ein Aufschwung um 11 %. Vom Total von 40 942 Fahrzeugen entfallen 38 994 (im Vormonat 62 029) auf den Fernverkehr, der sich im einzelnen aus 32 576 (51 452) Personenwagen, 3008 (6034) Gesellschaftswagen und 3410 (4543) Motorrädern zusammensetzt. Ausserdem reisten 1179 (1050) Lastwagen ein, währenddem im engern Grenzverkehr 769 (859) Personenautomobile und Motorräder registriert wurden. Eine Analyse der amtlichen Zahlen in bezug auf die Herkunftsländer bestätigt den allgemeinen Eindruck, dass Frankreich unentwegt, und zwar mit 18 794 Fahrzeugen gegen 35 907 im September den ersten Rang einnimmt, wogegen wir Italien mit 14 850 gegen 15 244 Einheiten wiederum an zweiter Stelle finden; der saisonbedingte Rückgang der Oktobereinreisen vollzog sich somit hauptsächlich auf Konto Frankreichs. Italienisch-schweizerische Strassentransporte Das Eidg. Post- und Eisenbahndepartement teilt mit: Am 25./26. Oktober 1948 fanden in Pallanza italienisch-schweizerische Verhandlungen statt, deren Gegenstand aktuelle Probleme des Strassentransportes zwischen den beiden Ländern bildeten (vgl. die Meldung in «AR» Nr. 48. Red.). Die Verhandlungen, die in einer freundschaftlichen Atmosphäre erfolgten, führten zu einer vollen Einigung. Nachdem nunmehr die zuständigen Regierungsstellen das Abkommen genehmigt haben, kann folgendes mitgeteilt werden: Schweizerische Unternehmer können nunmehr mit Gesellschaftswagen Reisende in geschlossenen Rundfahrten durch Italien befördern. Die Ausgleichsabgabe von Fr. 2.— pro Reisenden, die an der Grenzübergangsstelle Chiasso bisher entrichtet werden musste, fällt dahin. Die Schweiz hält Gegenrecht. Erleichterungen wurden zugestanden für den Abtransport von Reisenden durch italienische Unternehmungen ab Bahnhof Chiasso. Die Delegationen kamen ferner überein, den Abschluss eines Abkommens über den Sachentransport mit Motorfahrzeugen im internationalen Verkehr sowie die Revision des italienischschweizerischen Abkommens vom 19. Dezember 1930 in Erwägung zu ziehen. Gleichzeitig wurden die regelmässigen Autobuslinien zwischen den beiden Ländern neu festgesetzt. Bei den wichtigsten Verkehrsbeziehungen (Lugano — St. Moritz, Mailand — St. Moritz, Lugano — Mailand, Lugano — Locarno — Stresa, Brig — Domodossola) traten keine Aenderungen ein. Dieses Abkommen gilt bis zum 31. Dezember 1949; wenn es nicht drei Monate vor Ablauf der Geltungsdauer gekündigt wird, gilt es als um ein Jahr verlängert. Damit konnten die Schwierigkeiten, die den italienisch-schweizerischen Verkehr, namentlich mit Gesellschaftswagen, behinderten, im wesentlichen beseitigt werden. STRASSENBAU Ausbau der Kräzerlislrasse Neu St. Johann.Sehwägalp geplant Genau vor Jahresfrist (AR vom 5. November 1947) haben wir auf die Wichtigkeit hingewiesen, die der Durchgangsverbindung Toggenburg—Schwägalp—Appenzellerland für den Tourismus ganz allgemein sowie als Zubringerstrasse zur Säntis—Schwebebahn zukommt und in diesem Zusammenhang von der wenig beneidenswerten Lage berichtet, darin sich die Kreisalpengenossenschaft Krummenau—Nesslau als Erbauerin und Eigentümerin der Güterstrasse Seebengatter — Haslen — Schwägalp befindet, welche die Fortsetzung der Gemeindestrasse Neu St. Johann—Rietbad—Säge bildet. Der Zustand der erwähnten Güterstrasse von lediglich 3V» m Breite, die schon dem Vorkrieasverkehr in keiner Weise gewachsen war, hat sich seit 1945 angesichts der steigenden Frequenz der Kräzerlipaßstrasse durch Motorfahrzeuge aller Art empfindlich verschlechtert, so dass die Kreisalpengenossenschaft Ende Oktober 1947 die Sperrung der Strasse ab Frühjahr 1948 ankündigte für den Fall, dass sich der Kanton nicht entschliessen könne, bis zum Zeitpunkt eines durchgehenden Ausbaus Zuschüsse an die Unterhaltskosten zu leisten. Jener Alarmruf verklang nicht üngehört, denn noch in der gleichen Ausgabe der AR war von der Absicht des Regierungsrats die Rede, dem Grossen Rat Bericht und Antrag über den Ausbau der Strasse zu unterbreiten. In der nunmehr vorliegenden, vom 5. November 1948 datierten Botschaft an die kantonale Legislative betreffend den Ausbau der Kräzerlistrasse (Neu St Johann—Ennetbühl—Rietbad— Schwägalp) gelangt der Regierungsrat nach eingehender Darlegung der Vorgeschichte des ganzen Problems zur Ueberzeugung, der gordische Knoten lasse sich nur in der Weise durchhauen, dass die Kräzerlistrasse auf Kosten des Kantons, immerhin unter angemessener Beteiligung der interessierten Kreise und Gegenden, zur Staatsstrasse ausgebaut werde. Andernfalls bleibe nur die Schliessung der Strasse für den Motorfahrzeugverkehr übrig, ein Ausweg, den zu beschreiten man sich schon aus touristischen Erwägungen nicht entschliessen könne. Der Ausbau erfolgt nach einem vom Regierungsrat schon am 12. September 1944 genehmigten Projekt, das die Verbreiterung der 10,5 km langen Gemeinde- und Korporationsstrasse auf durchwegs 6 m vorsieht. Wurden hiefür die Kosten ursprünglich auf 1,36 Mill. Franken voranschlagt, so muss heute mit Rücksicht auf die Lohn- und Preissteigerungen seit 1944 mit einer Kostensumme von 1,8 Mill. Franken gerechnet werden, wobei als Strassendecke lediglich eine gewalzte Kieslage (Chaussierung) in Rechnung gestellt ist. Je nach der Art des staubfreien Belags ist für die gesamte Fahrbahnoberfläche von rund 61000 raä mit zusätzlichen Ausgaben von Fr. 200 000.— (Oberflächenbehandlung) bis Fr. 600 000.— (Teerasphaltbelag) zu rechnen, so dass sich die Totalkosten auf Fr. 2 000 000.— bis Fr. 2 400 000.— belaufen. An diese Kosten ist die Gemeinde Krummenau Fr. 100 000.— und die Kreisalpengenossenschaft Fr. 40 000.— zu leisten bereit. Ausserdem stellt die Genossenschaft für den Ausbau der Strasse auf dem Abschnitt Seeben'—Beieregg den nötigen Boden, soweit er ihr gehört, unentgeltlich zur Verfügung. Der ganze übrige Betrag geht zu Lasten des Kantons auf Konto «Ausserordentliche Strassenverbesserungen ». Um dieses Konto nicht in kurzer Zeit allzusehr zu belasten, soll der Ausbau der Strasse in ungefähr fünf Jahresetappen vor sich gehen, ein Grundsatz, von dem lediglich abgewichen werden soll, sofern sich die Bekämpfung einer Massenarbeitslosigkeit als notwendig erweist. ACS Sektion Zürich. Generalversammlung und Martinimahl. Rund 140 Getreue waren es, die Dr. Weisb r o d , der Präsident der ACS-Sektion Zürich, letzten Donnerstag im Zürcher Kongresshaus zur diesjährigen Winter-Generalversammlung willkommen heissen durfte — nicht eben eine überwältigende Beteiligung, wenn man bedenkt, dass sich der Mitgliederbestand der Sektion heute der 5000er Marke nähert. Dieser ungewöhnliche Zuwachs bringt, wie der Vorsitzende in einem kurzen tour d'horizon hervorhob, nicht nur eine starke Steigerung der Arbeitslast des Sekretariates mit sich — dessen Leiter, Herr Banga, den wohlverdienten Dank entgegennehmen durfte — er gestaltet auch die Suche nach genügend grossen Lokalitäten für die Sektionsveranstaltungen zu einem Problem. Die lebhafte sportliche Tätigkeit der Sektion kurz streifend und dabei die Verdienste des Sportpräsidenten Dr. H. Binder würdigend, schloss der präsidiale Redner sein Begrüssungswort mit der Feststel- Ausbau des «berühmten» Niveauübefgangs bei Roggwil-Wynau Mit dem kürzlich erfolgten Ausbau des Niveauüberganges bei der Station Roggwil-Wynau im Zuge der Fernverkehrsstrasse Genf—St. Margrethen ist ein langjähriger, an dieser Stelle (vgl. die Analyse der Strecke Zürich—Bern in der c AR » vom 28. Juli 1948) neuerdings ausgesprochenen Wunsch der Automobilisten in Erfüllungen gegangen. Vielerorts erscheint es den Strassenbenützern unverständlich, dass bestehende, schlechte Niveauübergänge nicht umgebaut werden. Die Gründe dafür sind nicht immer finanzieller, sondern sehr oft technischer Art, hauptsächlich dann, wenn die Strasse zwei in einer Kurve liegende Geleise überquert Der Bahn sind dort die Schienenüberhöhungen, je nach Kurvenradius und Fahrgeschwindigkeit, vorgeschrieben; anderseits hat der Strassenausbau entsprechend den Normalien der VSS zu erfolgen, und die Strassennivellette sollte für den Motorfahrzeugverkehr möglichst schlagfrei ausgebildet werden. Die Berücksichtigung der Bahn- und Strassenbaubelange beim Ausbau solcher Niveauübergänge bietet aber sehr oft technisch grosse Schwierigkeiten, besonders dann, wenn sich der Uebergang im überbauten Gebiet einer Ortschaft befindet, wo auf die' Zugänge zu den Häusern Rücksicht genommen werden muss. lung, dass die Bekämpfung des Verkehrsunfalls und die Hebung der Strassendisziplin den wesentlichsten Punkt der Sektionstätigkeit bilde (vgl. dazu auch den Bericht an anderer Stelle dieser Nummer). Im Zeichen des starken Zuwachses auf heute 4778 Mitglieder stand auch das Budget, dessen einzelne Posten.der Quästor, Herr H.Meyer, erläuterte und das, unter Belassung der Beiträge auf ihrer gegenwärtigen Höhe, von der Versammlung einstimmig gutgeheissen wurde. Aus der Fülle seiner Beobachtungen während einer kürzlich beendeten Studienreise nach den USA schöpfend, zog darauf dipl. ing. M. Troesch in einem aufschlussreichen Kurzreferat Vergleiche zwischen der Verkehrsdisziplin in Amerika und der Schweiz. Eine Untersuchung dieses Problems setzt die Kenntnis der Fahrzeugzahl einerseits, der Grosse des Strassennetzes anderseits voraus. Bei rund 4 Einwohnern pro Auto (gegen 36 in der Schweiz) nimmt in den US das Strassennetz enorme Dimensionen an, doch überwiegen dabei die zweispurigen Hauptstrassen bei weitem, währenddem eigentliche Autobahnen nicht allzuhäufig anzutreffen sind. Die Verkehrsdichte mutet stellenweise fast unheimlich an. Etwas vom Imposantesten dieser Art stellt der « Lake shore drive » in Chicago dar, eine achtspurige Ausfallstrasse mit elektrisch betätigter Spurentrennung, auf der während der Stosszeiten jeweilen sechs Kolonnen im 60-km-Tempo zur Arbeit oder nach Hause fahren. Bewältigt wird der Riesenverkehr auf vielfach zu schmalen Strassen durch möglichst gestreckte Linienführung, durch konsequente Anbringung von Trennungsund Sicherheitslinien, durch Anwendung des Stopstrassensystems an der Mehrzahl der Kreuzungen, durch kreuzungsfreie Ueberführungen, weniger dagegen durch Kreisverkehr. BRIEFE DER LESER AN DIE A.R. Briefe über atigemein interessierende fragen werden gerne zur Veröffentlichung entgegengenommen. Sie sind möglichst kurz zu fassen und an die Redaktion der «Automobil Revue», Breitenrainstr. 97, Bern, zu senden. Die Verwendung eines Pseudonyms ist gestattet, wenn der Redaktion Name und Adresse des Absenders bekanntgegeben werden. Kolonnenwanzen — anders gesehen Trotz der vielen, sicherlich überzeugenden und auch richtigen Argumente gegen die rücksichtslose und gefährliche Vorfahrerei auf schmalen, unübersichtlichen Strassen, über die es im Interesse der Verkehrssicherheit keine Diskussion geben darf, kann ich mich der Einsendung von Herrn Dr. med. S. nicht restlos erfreuen. Es wird darin fast der Eindruck erweckt, als ob es gewissermassen des Bürgers erste und vornehmste Pflicht sei, sich schön der Ueberland-Autokolonne einzuordnen und kilometerweit mit 40—50 km/h im Verbände, mit Aussicht auf das nicht immer hübsche Hinterteil des Vorderwagens, durch die Landschaft zu gondeln. Frage: Muss es überhaupt zu einer Kolonne kommen, und ist eine Kolonne, bei welcher die Fahrzeuge derart eng aufgeschlossen fahren, dass sich kein anderer Wagen mehr dazwischen schieben kann, überhaupt zweckmässig, oder ist dieses Verhalten auf Ueberlandstrassen nicht sogar verkehrswidrig? Haben tatsächlich alle Fahrer der Kolonne den einzigen Wunsch, im Elektromobiltempo, bei welchem bei gewissen Wagen der Motor im direkten Gang bereits zu rupfen beginnt und geschaltet werden muss, den häuslichen Penaten zuzustreben? Hiezu wage ich zu sagen, dass das Entstehen einer Kolonne, das sich fein säuberliche Anschliessen, nicht immer nur etwa hohem Verantwortungsbewusstsein, Disziplin und anderen schönen Tugenden entspringt, sondern vielfach indirekt dem blossen Unvermögen vieler Fahrer, eine flüssige Fahrweise innezuhalten und im günstigen Moment einen raschen Entschlüss zu fassen. Natürlich ist es in solchen Fällen durchaus richtig, sein Tempo solchen besonderen Umständen anzupassen. Aber kann man das nun von allen Fahrern verlangen, besonders solchen, die noch ein weites Reiseziel vor sich haben. 7.u einer Tageszeit, wo es bereits dämmert und die Reize der Landschaft auf den Nullpunkt herabsinken? Gewiss wird es immer Fahrer geben, die zeitlebens ihren Wagen einfahren und dadurch auf schmalen und unübersichtlichen Strassen eine flüssige Abwicklung des Verkehrs hemmen. Nur sei die Frage erlaubt, warum dann selche Fahrer ausgerechnet einen 50—100-PS-Motor unter der Motorhaube haben müssen, wo doch schon ein besserer Motorvelomotor solchen Ansprüchen völlig genügen würde? In der erwähnten Einsendung wird von einer Kolonne gesprochen, bei der, wie es leider die Regel ist, die Wagen so eng aufeinander aufgeschlossen fahren, dass kein anderer Wagen mehr dazwischen Platz hatte und dass, wie der Einsender bemerkt, die Gefahr bestand, beim Bremsen vom nachfolgenden Wagen gerammt zu werden! Ist ein solches Verhalten nun ein besonderes Verdienst oder muss es nicht im Gegenteil als geradezu verkehrswidrig und gefährlich angesprochen werden, da offenbar der der Geschwindigkeit von 40—50 km/h entsprechende Sicherheitsabstand nicht innegehalten wurde? Ist in einer Kolonne genügend Abstand zwischen den einzelnen Wagen, dann verschlechtert allerdings ein sich in die Kolonne hineindrängender eiligerer Fahrer die Situation wieder, doch sicher nicht lange, da er bei der nächsten günstigen Gelegenheit wieder « ausreissen » wird. Man kann die geschilderte Situation bei Muttenz deshalb auch so drehen: Hätten die Kolonnenfahrer einen vernünftigen Abstand zwischen den Wagen gewahrt, so wäre der ausländische Fahrer nicht in die sich selbst und andere gefährdende Lage gekommen. Es ist klar, dass sich ein Ausbilden einer Kolonne nicht immer vermeiden lässt. Durch vernünftiges, überlegtes Fahren, anderseits durch Unterdrücken falschen Stolzes gegenüber den schnelleren (und nicht notgedrungen immer unvorsichtigeren Fahrern) kann sicherlich viel dazu beigetragen werden, die oft etwas geladene Atmosphäre zwischen dem langsameren und dem schnelleren Fahrer in erfreulicher Weise t.n entspannen. Dr. M. B. Photo Ealln, lonoenm«! Wenn der Referent sodann unterstrich, dass in Amerika viel disziplinierter gefahren wird als bei uns, so bestätigte er damit die Feststellungen, die auch an dieser Stelle wiederholt gemacht worden sind. Trotz oder gerade wegen des enormen Getriebes wickelt sich der Verkehr viel flüssiger und gleichmässiger ab als hierzulande. Dafür sorgt die Polizei, sorgen weiter die Verkehrsanlagen selbst, sorgt aber auch die eiserne Disziplin der Fahrer, die sich überall offenbart, in den Kurven sowohl als auch beim Vorfahren und an den Kreuzungen, die übrigens in den Städten und auf stark frequentierten Ueberlandstrecken mehrheitlich mit Lichtsignalen ausgerüstet sind. Indessen hat die Polizei auch ein wachsames Auge auf die Fussgänger, denen sie stante pede eine Busse von 1 $ aufsalzt, wenn sie sich trotz rotem Signallicht an einer Kreuzung durchzwängen. Im übrigen aber ist auch der Fussgängerverkehr, mit Ausnahme New Yorks, auffallend diszipliniert. Das Stopsi.snal gehört in den USA zu den Selbstverständlichkeiten und fehlt nur bei-Einmündungen von ganz untergeordneter Bedeutung, t Dass die Disziplin der Fahrer und Fussgänger grösser ist als bei uns, lehren auch die Zahlen der Unfallstatistik, die in Amerika besonders gründlich gepflegt wird. Als eines der Hauptkriterien für den Grad der Verkehrssicherheit ermittelt sie die Zahl der tödlichen Unfälle auf je 100 Millionen Fahrmeilen (rund 160 Millionen Fahrkilometer), die von 15 im Jahre 1937 auf 9 im letzten Jahr gesenkt werden konnte. Als wei j teres wichtiges Mittel im Dienste der Unfallverhütung nannte der Redner die intensive Zusammenarbeit aller in Betracht fallenden Behörden mit den Verbänden, Schulen usw. Dank einem System von Auszeichnungen entsteht zwischen den Staaten und Städten ein Wettbewerb um weitere Steigerung der Verkehrssicherheit. Was für Lehren sich daraus für die Schweiz ergeben, umschrieb der Redner zum Schluss mit der Formulierung dreier Vorschläge: sofortige entsprechende Auswertung der Unfallstatistik, um Vergleiche zu ermöglichen; Verminderung der Zahl der tödlichen Unfälle mit den gleichen Mitteln wie in Amerika, d. h. dauernder Zusammenarbeit aller Behördestellen mit den Strassenbenützern (weil sich Einzelaktionen von Städten schon vor zehn Jahren als unwirksam erwiesen hätten) und schliesslich Ausbau unseres Strassennetzes, Ausmerzung von Gefahrenstellen und weitgehende Einführung von Stopstrassen und Leitlinien. Die anschliessende Umfrage zeitigte eine Reihe von Anregungen, die fast durchwegs um das akute und aktuelle Thema « Sicherheit im Strassenverkehr» kreisten und mit manchem wertvollen Verbesserungsvorschlag aufwarteten. Unterdessen war Zuzug in hellen Scharen angerückt, und als im grossen Kongressaal, altem Brauch getreu, die leckere Martinigans aufgetragen wurde, da blieb bis zum hintersten Tisch kein Stuhl mehr leer. Aber nicht nur für den Gaumen, sondern auch für das Ohr hatte die Regie des Abends gesorgt: unter Maestro Mantegazzis Leitung legte die Stadtmusik einmal mehr Zeugnis ab von ihrem hochstehenden Können. In witziger Rede begrüsste « entre la poire et le cafe » Dr. Weisbrod eine Reihe von Gästen, darunter Regierungsrat Vaterlaus, Stadtrat Sieber, Kantonsing. Marti und Oberstdiv. Rihner, worauf Dr. Binder als Sportpräsident zur Bekanntgabe der Resultate der Sektionsmeisterschaft 19 48 schritt, die, auf der Kombination von vier Veranstaltungen beruhend, folgende Rangliste zeitigte: Tourenwagen.: 1. Helbling H. (Rapperswili 11 P; 2. Locher W (Zürich) 13 P ; 3. Joos Carl (Winterthuri 15 P ; 4. Klaus Kurt (Zürichl 16 P ; 5a. Huber B. [Zürich) 17 P ; 5b. Bühler Fr. (Zürich) 17 P.; 7 Bosshard iWinterthur) 19 P ; 8. Schlatler (Zürich) 21 P Sportwagen: 1. Seyffer Rob. (Meilen) 5 P ; 2. Minoretti Aldo IDübendorf) 10 P ; 3. Hirt Peter rZollikon) HP; 4. Dattner A. (Zürich) 12 P ; 5. (toos H. (Winterthuri 14 P.,- 6. Fehr Hans (Kilchberg) 16 P 750 Augenpaare blickten gespannt auf die Bühne, als sich der Vorhang über der von Max Mümenthaler geschriebenen spritzigen Revue hob, die der vielgewändte Lukas Amman als Regisseur sowohl wie auch als Conferencier betreute. Und er hatte den Mund auf dem rechten Fleck und fand den richtigen Ton, wenn er die einzelnen Nummern der frisch-fröhlichen Bilderfolge ankündigte, der Cabaretgrössen wie Voli Geiler, Olga Gebhardt, Mimi Gerard und Walter Morath ihr Können liehen. Einzig die Herzdame, in ihrem recht mangelhaften Kostüm sozusagen das Pfefferkorn im ganzen Menü. hüllte sich in Anonymität

Nr. 49 - MITTWOCH, n. NOVEMBER mt AUTOMOBIL REVUE SwTss watch ppecfsTon! Trümpfe... Unser grosster Trumpf sind unsere vielen treuen und geschätzten Kunoen••• Unser zweiter Trumpf sind die Fabriken, die wir vertreten. Viele von ihnen haben Weltruf — alle sind verlässfich. Bn wetterer Trumpf sind unsere treuen Angestellten. Die meisten stehen uns nicht nur als Arbeitskraft, sondern auch menschlich nahe. Und ein anderer Trumpf ist unsere Spezialisierung : Bremsen, Kupplungen, Dichtungen, luvox/Girling-Stossdämpfer. ZÜRICH. Stwffiekmro»! 18/20. Tel. (DSD 2711 77 BEIM. BtlMtrasM 1« Teleghu (031) 3 S8 88 Die Riley-Wagen verdanken ihre aussmt' gewöhnlichen Eigenschaften zu einem guten Teil den Erfahrungen, welche die Riley-Werke während des Krieges mit der präzisionsweisen Herstellung von Flugzeugmotoren gemacht haben. Sie dürfen darum von diesen Wagen mit Recht vieles verlangen, vor allem dann, wenn Sie einen Gebrauchswagen mit ausgesprochen sportlichem Einschlag suchen. In Charakter und Form sind diese Fahrzeuge die würdigen Nachkommen von Vollblutschöpfungen. Die Riley-Wagen sind nun mit 1 ^-Liter-Motor von 55 Brems-PS und mit 2]X-Liter-Motor von 100 Brems-PS sofort ab Lager lieferbar. Generalvertretung für die Schweiz: J.&p. Waeny, Grand Garage, Wabern-Bern Telephon 5 26 22 Aargau und unlerer Teil Sololhurn: Paul Kaufmann, Schönenwerd. Amriswil: A. Roth & Söhne. Basel: Henri Hurter, Schanzenstr. 13. Biel: E. Rieder, Ob. Qual 32. La Chaux-de-Fonds: Paul Rucfcstuhl, 21a, rue Leopold-Robert. Flawiti Garage Steinemann. Genevei Montchoisy S. A., 68-70, rue Montchoisy. Schaff hausen: W. Fischer, Spitalstrasse 5. St. Gallen: Franz Klaiber, Sternockerstr. 1. Solothurn: Fritz Weber, Bahnhofplatz. Tessini P Mazzuchelli, Lugano. Thum W. de Berti, Kasarnenstrasse 1. Waadt und Wallis: Mai'esfic S.A., 45, avertue de Morges. Yverdon: Gribi & Leuba. Zürich: i. H. Keller AG., Bahnhofsfr. 1. BREMSEN KOPPLDNGEM DICITBNBEN SIBIIN8.DAMPFE! FSr Autogewerbe und Maschinenindustrie Hocfileisiungs-Scfinelldrefibank «PC 2" Drehßnge 1000 mm Hohlspindel 32 mm Einbaumotor 1 PS DELAHAYE DELAGE Ab Lager TELEPHON 35555 Der Aristokrat der Stratse Siegreich an vielen Schönheitskonkurrtnzin Der schöne franzosische Wagen fahrt schweizerischen Schnelligkeitsrekord Cabriolet Grand Luxe «Sport» 19 PS, 6 Zyl. Berline, 5 Plätze, 4 Türen, 19 PS. 6 Zyl. Limousine Grand Luxe. 6 Plätze, mit Notsitzen in der Strassenricbfung, Separation, 19 PS, 6 Zyl. SOFORT LIEFERBAR: Modell 1948, 4 Gänge, elektrisches COTAL-Vorwählgetriebe Cabriolet Grand Luxe, Chapron, 4 Plätze, 16 PS, 6 Zyl. Berline, 5 Plätze, 16 PS, 6 Zyl. LIEFERBAR IN DER GANZEN SCHWEIZ! Preisabschlag! Die ab L November gültige Erhöhung von 12% findet keine Anwendung Generalrevision von Automotoren Zylinder ausbüchsen und feinbohren auf Kellenberger-Feinbohrwerk Kurze Lieferzeit! Direkter Importeur: Albert GOY, Grands Garages du Kursaal et des Hotels GENF Telephon 2 63 33 (2 Linien) RUE PLANTAMOUR 21 Telegrammadresse: AUTOGOY-GENF GüBR.SCHLÄFU, mecti. Werkstätte, BERN Weissensteinstrasse 10 — Telephon (031) 51636