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E_1948_Zeitung_Nr.048

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16 AUTOMOBIL REVUE

16 AUTOMOBIL REVUE MITTVOCH. 10. NOVEMBER 1148 - Nr. 48 sondere die Vorderradführung mit Torsionsstäben gut gelungen, aber eher für einen Familienwagen in der bisherigen Art der braven, komfortablen Wolseley geeignet. In Tat und Wahrheit verfügt dieser neue Wolseley trotz bloss 11 Steuer-PS wenigstens in der geprüften Ausführung, über ganz phantastische Fahrleistungen. Nicht nur scheint der Motor ausserordentlich leistungsfähig (die 71 Brems-PS des Katalogs dürften zum mindesten beim Vorführungswagen übertroffen werden), sondern die Gänge sind so angelegt, dass im 2. und 3. Gang für einen Fämilienwagen unbekannte Tempi erreicht werden. Da ein Drehzahlmesser fehlte, entschloss sich der Prüfer immerhin, bei 80 km h vom 2. in den 3. und bei etwa 125 km/h vom 3. in den 4. Gang hinauf zu schalten, obwohl der sein Lied fast unhörbar schnurrende Motor zu weitern Taten bereit schien. Die Genauigkeit des Geschwindigkeitsmessers wurde nicht geprüft, doch war leicht ersichtlich, dass der grössere Wolseley mit seinen zwei mittleren Gängen dem Langstreckenfahrer ausserordentliche Möglichkeiten bieten wird. Die Aufhängung erwies sich als ziemlich weich, aber genügend fest, um ein Auswärtshängen in den Kurven oder auch zu starke Vertikalbewegungen zu vermeiden. Dank der starken Dämpfung dürfte besonders auf ausländischen langen Strecken, aber auch in unserem kurvigen Gelände, eine hohe Dauergeschwindigkeit erreicht werden. Bei normalem Tempo ist der Wolseley sehr ruhig, unaufdringlich und bequem zu lenken; der Prüfer könnte sich ein ' etwas grösseres Lenkrad wünschen. Jatnar-3 y, -Llter-Mark-\. Die neuen Modelle von Jaguar besitzen erstmals Einzelradaufhängung sowie einen wesentlich steiferen Rahmen Die Sechszylindermotoren sind nicht geändert worden, dagegen hat man die Karosserien, deren Linienführung der Marke zu besonderem Erfolg verholten haben, noch weiter verfeinert. In dieser neuesten Ausführung zeigt sich der 3 y 2 -Liter-Jaguar, einer der stärksten Wagen, die England heute baut, als leistungsfähige Maschine mit hohem Fahrkomfort. Obwohl die Federung nunmehr angenehm weich gehalten ist, verdienen die Fahreigenschaften eine gute Note. Der Wagen nimmt Unebenheiten der Oberfläche auf, ohne sich stark zu bewegen. Beim schnellen Kurvenfahren ist eine gewisse Korrektur auf das heute übliche Untersteuern notwendig. Die Maschine ist ausserordentlich kräftig und der Anzug in allen Gängen derart, dass man auf Bergstrecken zweifellos ohne Mühe und ohne Forcieren des Motors sehr gute Durchschnitte erzielen wird. Das Getriebe lässt sich mit dem kurzen Mittelschalthebel mit Ferngestänge leicht schalten. Die Innenausstattung und die Ausführung erinnern an die Spitzenmarken der englischen Automobil- und Karosseriefirmen. In seiner äussern Linienführung dürfte der Jaguar heute wohl die eleganteste Verkörperung der traditionellen Karosserieform darstellen, die man sich denken kann. Die Sitze sind besonders gut gepolstert; die vorderen Sitze lassen sich sowohl in der Höhe wie auch nach vorn und rückwärts verstellen. Der Land-Rover. Als vierradgetriebenes Universalfahrzeug ist der Land-Rover ein rechtes Kriegskind in dem Sinne, dass Geländefahrzeuge in dieser Art der Motorisierung der Armeen ihre Existenz verdanken. Er unterscheidet sich von anderen Fahrzeugen durch einen verhältnismässig kleinvolumigen Motor (1,5-Liter-Vierzylinder), der aber 50 Brems-PS leistet. Die gedrungene Maschine ist sehr leicht zu führen und verlangt auf der Strasse kaum mehr Fähigkeiten als ein Traktor; auch das Getriebe bietet keine Schwierigkeiten, wenn man sich auch etwas an die ganz kurzen Schaltwege gewöhnen muss. In leerem Zustand treten bei Geschwindigkeiten von über 40 km/h einige Nickschwingungen auf, die bei Belastung verschwinden. Eine kurze Prüfungsfahrt durch Gelände zeigte erwartungsgemäss gute Adhäsion an steilen Böschungen auch mit weichem Untergrund, ferner eine ausgezeichnete Wendigkeit in Gelände mit Baumbestand. Kleinere Hindernisse werden durch den Stossbalken leicht weggeschoben, und infolge der bis dicht vor das Fahrzeug reichenden Sicht lässt sich der Land-Rover auch in schmalen Passagen genau lenken. Die Motorleistung dürfte ^ür alle Beanspruchungen genügen, besonders da in Form des Vierganggetriebes mit zusätzlichem Geländegang insgesamt 8 Uebersetzungsverhältnisse zur Verfügung stehen Die Ausführung der Karosserie und ihre Ausrüstung ist sehr zweckmässig und robust; in der neuesten Ausführung des Wagens können drei Personen auf der vorderen Sitzbank untergebracht werden. Seitenteile und Verdeck bieten einwandfreien Wetterschutz. Bekannte Typen. Neben diesen neuen Schöpfungen der englischen Industrie, die gegenüber ihren Vorgängern durchwegs bedeutende und wertvolle Fortschritte verkörpern, bot sich auch Gelegenheit, einige der bekannten Modelle wieder einmal zu prüfen. Von diesen sei besonders der B e n t - ley Mark VI erwähnt, der seit seinem Erscheinen vor ty, Jahren nicht geändert wurde, aber in jeder Beziehung eine Spitzenleistung bleibt. Bei keinem Wagen, mit Ausnahme des älteren Bruders des Bentley, dem Rolls Royce, ist ein derart hohes Niveau angestrebt worden, wie bei diesem äusserlich so bescheidenen und unaufdringlichen Wagen. Der bekanntlich sehr hohe Anschaffungspreis des Bentley ist aber durch den bestmöglichen Kompromiss aller erdenklichen guten Eigenschaften eines Automobils, und zwar auch der ganz unbedeutenden und nebensächlichen Faktoren, gerechtfertigt. Zahlenmässig mag der Bentley nicht der schnellste 4 H-Liter sein, den es gibt, obwohl seine Höchstgeschwindigkeit weit über allen normalen Ansprüchen liegt. Ebenso gibt es vielleicht geräumigere, leichter bedienbare, sparsamere und elegantere Wagen. Dem Schreiber dieser Zeilen ist aber kein Fahrzeug bekannt, das alle diese Eigenschaften in derart meisterhafter Art vereinigt. Auf der Strasse äussert sich das Erreichen dieser Ziele durch das geräuschlose, fast sammethafte Vorwärtsstürmen in allen Gängen, das Verwechseln von 3. und 4. Gang infolge der absoluten Geräuschlosigkeit des dritten, das weiche, progressive Arbeiten der Bremsen, das beim raschen Anhalten wirklich den Eindruck erweckt, als fahre man plötzlich in einen Haufen weicher Watte. Merkwürdigerweise hat die Lenkung des Bentley fast als einziges Element mit der Vergangenheit insofern nicht gebrochen, als sie die Beschaffenheit der Strasse dem Fahrer durchaus mitteilt und kleinere, stark gedämpfte Bewegungen ausführt, die dem sportlichen Fahrer sehr willkommen sind. Die Synchronisierungsvorrichtung zwischen 3. und 4. Gang ist noch immer unübertroffen. Sehr bescheiden und mit den überdurchschnittlichen Eigenschaften des Wagens fast nicht in .Einklang stehend mutet die serienmässige Ganzstahl-Limousine an. Ueber den H e a 1 e y ist an dieser Stelle schon verschiedentlich gesprochen worden. Als neues Modell ist nun ein viersitziges Cabriolet erschienen, dessen Linien stark an Italienische Vorbilder erinnern. Das Gewicht dieses Fahrzeugs liegt wesentlich über den 1000 kg, die anfangs als Ziel galten. Immerhin ist das Leistungsgewicht von rund 13 kg'PS noch genügend tief, um dem Healey auch in dieser neuen Form einen Leistunesüberschuss gegenüber den meisten andern Fahrzeugen zu gewähren. Im übrigen sind die Charakteristiken des Healey unverändert geblieben, und er vereinigt nach wie vor die Fahrleistungen eines europäischen Sportwagens mit dem Komfort der Kf^IlVE UMSCHAU Aus dem Fabrikationsprogramm von Allard. Das Produktionsprogramm bei Allard umfasst für das Jahr 1949 eine neue, zweitürige Coach, ein Cabriolet, einen offenen viersitzigen Tourenwagen sowie einen offenen Zweisitzer auf kurzem Chassis. Die Fahrzeuge werden nach wie vor mit einem 3,6-Liter-Ford-V-8-Motor ausgerüstet. Die Räder der neuen Modelle sind mi' Kühlschlitzen versehen, durch welche ein Luftstrom um die Bremstrommeln erzeugt wird. Neuerdings wird der Schalthebel an der Lenksäule montiert. Marmon-Herrington-4-Rad-AntriebsaEgxerat. Die Marmon-Herrington Co., Indianapolis, hat die Produktion des von ihr entwickelten Vierradantriebsaggregates für die neuen Ford- Lastwagen aufgenommen. Bei diesem Umbau werden die Vorderradachsen durch das Ford- Standard-Differential ersetzt und Aenderungen in der Lenkung und im hydraulischen Bremssystem vorgenommen. Für schwere Lastwagen wird ein Sechsradantrieb mit dritter Treibachse gebaut. Nach Möglichkeit werden normierte Einzelteile für die Zusatzausrüstungen verwendet. Der Vierradantrieb der Marmon-Herrington Co. hat sich im letzten Krieg an vielen Ford-Armeefahrzeugen bewährt, und seine stärkere Verbreitung wird durch einen ausgebauten, zuverlässigen Reparaturservice unterstützt Der Vierradantrieb ist wegen der besseren Adhäsion, besonders bei amerikanischen Luxusfahrzeuge. Die Aufhängung ist verhältnismässig weich, erlaubt aber in den Kurven hohe Geschwindigkeiten. Das Getriebe bedarf einiger Aufmerksamkeit von Seiten des Fahrers, wenn völlig geräuschlos und dennoch sehr rasch geschaltet werden soll, was die wirklichen Freunde klassischer Sportwagen erfreuen wird. Sehr geschickt sind bei diesem neuen Cabriolet, das die Modellbezeichnung « Sportsmobile • trägt, die Instrumente angeordnet, wie ein Bild im Salonbericht der letztwöchigen c AR > zeigte. * Diese kurzen Bemerkungen über neun verschiedene englische Wagen beweisen schon den Wert dieses Massen-Testes. Man kann sich nichts anderes wünschen, als dass diese Idee Schule macht und in geeigneter Form weiterentwickelt wird. Insbesondere die nationalen Automobilsalons, also Paris, Turin und später auch New York, können davon nur gewinnen. Den Initianten und Organisatoren der Veranstaltung, so insbesondere Tommy Wisdom, dem Vorsitzenden der « Guild », seinem unermüdlichen Sekretär Dudley Noble (unseren Lesern als Londoner Korrespondent der « AR » kein Unbekannter), den leitenden Organen des RAC sowie den Fabrikanten, die ausserordentlich vertrauensvoll ihre Fahrzeuge zur Verfügung stellten, gebührt der Dank der ausländischen Journalisten. « Tester >. schlechten Strassenverhaltnissen, Schlamm, Sand, Schnee oder an starken Steigungen, für manche Zwecke vorteilhaft. Wagenwäschen In einer Minute. Bisher sind 84 der grossen Wagenwaschmaschinen in den USA in Betrieb (30 von ihnen in New York City), die seit einiger Zeit von einer Detroiter Fabrik hergestellt werden. Die Maschine besteht aus einem laufenden Band (an dem sich sechs mit Lappen, Seife und Staubsauger bewaffnete Arbeiter auf das Auto stürzen), einem grossen Waschapparat, der das Auto mit 250 Litern Wasser überschüttet und es gleichzeitig mit sieben von Motoren betriebenen Bürsten abscheuert, einem Heissluftapparat, der aus zehn Düsen heisse Luft auf das Auto strömen lässt, und einem weiteren laufenden Band, an dem sechs bis acht Arbeiter bereitstehen, um die letzten Spuren von Schmutz und Feuchtigkeit zu entfernen. Im Durchschnitt braucht man eine Minute, um den Wagen spiegelblank zu putzen; die Kosten für den Kunden betragen 1,50 Dollar an Wochen- und 2,00 Dollar an Sonntagen. E. B. Ein Oelanzelger mit Warnlicht. Eine amerikanische Zubehörfabrik hat einen Oelanzeiger auf den Markt gebracht, der den Fahrer warnt, wenn das Oelniveau zu stark sinkt. Betätigt wird der Anzeiger durch das Gewicht des Oels, das auf eine Membrane drückt; beim Absinken des Oelspiegels flammt am Armaturenbrett zunächst ein gelbes, dann ein rotes Warnlicht auf. E. B. ACHTUNG! neue Frontlenker-Diesel-Cars 24/30 Sitzplätze, Ausführung nach Wunsch, lieferbar in 3—4 Monaten. Offerten unter Chiffre Z 10350 an die Automobil Revue, Zürich 23. Caraan, Schneepneus, für Adler-Junior, zu verkaufen, in tadellosem Zustand. P 22383 L, 88901 Offerten an Case postale 2083. Lausanne I. Automobilisten, die Fenster Ihres Wagens werden nie mehr anlaufen, wenn Sie «fiese mit dem spezietl imprägnierten Tuch leicht polieren. VELVEX ist eine englische'Erfindung. Es wurde während des letzten Krieges von der Royal Air Force, der Navy und Army mit grossem Erfolg angewandt vnd hat sich auch in d«r Schweiz tausendfach bewährt Daher ist VELVEX allen Nachahmungen überlegen. Zu beziehen durch Garagen, Drogerien und Autozubehör-Firmen. Generalvertretung für die Schweiz: Louis Mertk. 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PSr. 48 - MITTWOCH. 10. NOVEMBER 1918 AUTOMOBIL REVUE 17 Die zunehmenden Frequenzen bei den kommunalen Verkehrsunternehmen und den Postkursen haben in vermehrtem Masse zur Einführung des Anhängerbetriebes geführt. Insbeson- . dere in Stosszeiten ermöglicht der Anhänger eine augenblickliche Vergrösserung des Platzangebotes ohne kostspielige Inbetriebsetzung und Bemannung von Extrawagen. Der Anhängerbetrieb ist dann besonders wirtschaftlich, wenn das vermehrte Platzangebot durch eine verhältnismässig kleine Erhöhung des Gesamtgewichtes erreicht wird und auf diese Weise die verfügbare Zugkraft des Traktionsfahrzeuges eine maximale Ausnützung erfährt. Bei elektrischen Zugfahrzeugen, die gegen Ueberlastung weniger empfindlich sind, liegen die Verhältnisse besonders günstig. Die Rheintalischen Strassenbahnen, Altstetten, haben dieser Tage einen zweiten Trolleybusanhänger in Betrieb genommen, der höchstzulässige Abmessungen besitzt und eine 100-%-» Platzvermehrung mit einer Erhöhung des Gesamtgewichtes von 55—58 % erreicht. Den Vorschriften des Motorfahrzeuggesetzes entsprechend, dem auch die Trolleybusse unterstehen, darf der Anhänger beim Befahren von Kurven das Raumprofil des Zugwagens nicht überschreiten. Bei einem Fahrzeug mit 38 Sitz- und 22 Stehplätzen wird der Radstand so gross, dass es nur bei Vierradlenkung dieser Anforderung gerecht wird und leicht manöverierfähig bleibt. Der Anhänger der Rheintalischen Strassenbahn wurde, in Zusammenarbeit mit den Karosseriewerken Ramseier & Jenzer, Bern, von der Firma Moser, Anhängerbau, Bern, die bereits eine ansehnliche Typenreihe solcher Fahrzeuge herausgebracht hat, entworfen. Das Der Trolleybus-Personenanhänger von aussen. Ein Trolleybusanhänger mit 60 Plätzen Vierradgelenkter Personentransportanhänger der Bauart Moser Fahrzeug hat bei einem Radstand von 4,5 m eine Länge von 9 m, eine Breite von 2,4 m und ein Gesamtgewicht von 9,3 t bei voller Besetzung mit 60 Passagieren. Die Konstruktion des Fahrgestells entspricht der an dieser Stelle bereits ausführlich beschriebenen Bauart (vgl. « AR > vom 4. August 1948). An einem zentralen Rohrträger, der die Deichselkräfte aufnimmt, sind ausser den Traversen für die selbsttragende Karosserie, die Räder an Querfedern und Schwingachsen aufgehängt. Die Schwingachsen sind so ausgebildet, dass die einzeln gelenkten Räder beim Durchfedern keine Spurveränderung erleiden. Beim Befahren von Kurven steuern zuerst die Vorderräder; nach Ueberschreiten eines gewissen Lenkeinschlages wird eine mechanische Stabilisierung der Hinterräder gelöst, und diese holen alsdann den Lenkeinschlag nach. Auf diese Weise wird die erforderliche Stabilität der Lenkung bei Geradeausfahrt erreicht. Damit jeder tote Gang im Lenkmechanismus sofort behoben werden kann, sind überall nachstellbare ^Kugelgelenke oder Schrägrollenlager vorgesehen. Versuche an einer Demonstrationsfahrt am 1. Oktober 1948 in Bern haben ergeben, dass auch ein extremes Ein- und Ausbiegen des Zugwagens an den Haltestellen ohne besondere Fahrtechnik und bei minimalstem Platzbedarf möglich ist. Besondere Sorgfalt wurde der Ausbildung der Bremsanlage gewidmet. Es sind zwei voneinander unabhängige Betriebsbremsen vorhanden, von denen die eine als sog. A^flaufbremse (Geschwindigkeitsdifferenzbremse) und die andere als normale Druckluftbremse, die vom Führerbremsventil aus betätigt wird, ausgeführt ist. Insbesondere die automatische Auflaufbremse, die trotz ihrer prinzipiell einfachen Wirkungsart in der Praxis viele Schwierigkeiten bietet, kann als gut gelöst bezeichnet werden. Die Bremse tritt erst bei einem Auflaufschub von ca. 280 kg in Funktion, so dass eine schädliche Einwirkung Blick auf das Fahrgestell mit Vierradlenkung. auf die Strassenlage des Zugfahrzeuges in Kurven nicht zu befürchten ist. Oelstossdämpfer sorgen zudem für ein weiches Arbeiten und auch dafür, dass die Bremse nicht schon bei kleinen Geschwindigkeitsdifferenzen (z. B. Schaltpausen) anspricht. Ein Stoppversuch bei 30 km/h in einer leichten Kurve ergab einen Bremsweg von 3,5 m, ohne dass der Anhänger von der Spur IMMER WIEDER KLEINSTWAGEN Links die c Eidechse >, eine italienische Neuschöpfung, die man an der Muslermesse in Padua sehen konnte. Hersteller ist die Fermi S. A. in Treviso, der Preis rund 400 000 Lire, die Höchstgeschwindigkeit 80 km/h und der Verbrauch etwa 4,5 Liter auf 100 km. 500 Wagen sollen in den nächsten drei Monaten {von wann an gerechnet?) gebaut werden. Rechts ein Engländer, der Bond Minicor, ein Dreiradwagen, der angeblich weniger ajs 2,5 Liter auf 100 km braucht. Einzylindermotor mit 5 PS, Höchstgeschwindigkei» 65 km/h, Platx für 2 Personen und ein Kind, Gesamtgewicht ca. M kg (leer) sind weitere verlockende Daten (?). Zimmer mit fliessendem Wasser; Priva KURSAAL BERN November bis Mitte Dezember i Orchester Georges Theus LENZERHEIDE Eden Hotel TCS Das gediegene, kleine Luxus-Hotel im Zentrum der Lenzerheide. Wintersport, Skilift. Erstklassige Küche, Garage, Garten. Tel. (081) 4 21 49) C. L. Boivin, Bes. und Tanzkapelle Marco Bacchet «• ... «ine Überraschung die Warmwasserheizung Mit Selbstaufzug do.für Damen neu FISCHER Seefeldstr.V DM* der tf&nztnti durchdacht«» Pw» dta HefckflrpBfi MfmiscM sieA die erzeugt« Wärme •mrereögtieli mit der ttagenluft ARVIN-Wonnwasserheizungen fcaben sieh out der ganzen Welt seit über 20 Jahren dank ihren hervorragenden Qualitäten glänzend bewährt. 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