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E_1948_Zeitung_Nr.051

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IS AUTOMOBIL REVUE

IS AUTOMOBIL REVUE W1TTVOCH, 1. DEZEMBER J948 - Nr. 51 Nr. 50 berichtete, hat nunmehr noch weitere Kreise erfasst. Die weitverbreitete Zeitschrift « Collier's > hat in einer ihrer letzten Nummern einen Aufruf an ihre Leser erlassen, sich ihren Wagen selbst zu zeichnen. Sechs Gruppen von Fragen werden ihnen vorgelegt. Die erste bezieht sich darauf, welche Form des Wagens bevorzugt wird, hoch oder gedrungen, stromlinienförmig; mit durchgehenden Fenstern ringsum oder futuristisch. In der Antwort auf die zweite Frage sollen sie angeben, welches Modell ihnen besser zusagt, ob Cqup£, zweitüriger Sedan usw. Die dritte Frage beschäftigt sich • mit Chromverzierungen und damit, ob der Leser fast gar kein, ein wenig oder viel Chrom an seinem Wagen wünsche. Dann folgt eine Frage, die ihm die Auswahl unter fünf Polstermaterialien ermöglicht, eine weitere, die sich darauf bezieht, welchen Zubehör (Radio, Heizung Richtungszeiger usw.) er für wichtig halte und endlich eine Frage, bei deren Beantwortung er angeben soll, ob er bei Einbau von Schnellganggetriebe, automatischer Kraftübertragung, Klimaanlage oder hochverdichtetem Motor einen höheren Preis bezahlen würde. Die Antworten gehen an die Redaktion der Zeitschrift; jeder Einsender wird davon benachrichtigt, auf was sich die Mehrheit geeinigt hat. Da t Collier's » mehrere Millionen Leser besitzt, dürfte sich aus der Beantwortung dieses Fragebogens wirklich ein zuverlässiges Bild des Wagens ergeben, den die Amerikaner wünschen. Ernst Behrendt. Fast 12 Millionen Wagen in drei Jahren Vom Oktober 1945, dem Zeitpunkt, da die amerikanische Automobilindustrie ihre Umstellung auf die Friedensproduktion beendet hatte, bis zum Oktober 1948 sind trotz Streiks und Materialknappheit nahezu 12 Millionen Wagen, davon rund 8,5 Mill. Personenwagen und 3,5 Mill. Nutzfahrzeuge und Autobusse hergestellt worden, und die Ersatzteilfabrikation übersteigt das Vorkriegsniveau nach wie vor um das Dreifache. Keine der Fabriken hat während dieser Zeit mehr als einen grösseren Modellwechsel vorgenommen, um angesichts der enormen Nachfrage die Produktion soweit als möglich ununterbrochen in Gang halten und Preiserhöhungen über das unumgängliche Ausmass hinaus vermeiden zu können. Stahl war und ist auch heute noch der ausgeprägteste Mangelartikel, entsprechen doch die drei Millionen Tonnen, welche die Autoindustrie zu wenig erhielt, einem Ausfall von -1,5 Millionen neuen Wagen. Mit Ausnahme der Reifen stiess überhaupt die Versorgung mit ungefähr jeder Art von Teilen auf Schwierigkeiten, und die Stockungen in der Belieferung mit Gußstücken, Stoßstangen, Glas* Sitzfedern, Türgriffen, Benzinpumpen usw. haben manchen Stillstand der Fliessbänder auf dem Gewissen. Alles in allem summieren sich die Verluste der Arbeiter und Angestellten der Autoindustrie infolge der Streiks in dieser selbst oder in verwandten Zweigen auf den netten Betrag von 500 Millionen Dollar. Ueberdies haben die Streiks auch ihren 'Anteil an den Erhöhungen der Wagenpreise, kam doch z. B. einer bestimmten Gesellschaft ein jeder Tag, da die Arbeit ruhte, auf die Kleinigkeit von 1 Million Dollar zu stehen, wohlverstanden nur für den Unterhalt der/ Anlagen und ähnliche Aufwendungen. Ersatzteilnöte für amerikanische Lastwagen Die italienische Ersatzteilindustrie arbeitet Hand in Hand mit den grossen Automobilfirmen, und die Beschränkung auf relativ wenige Typen gestattet überall auf der Apenninhalbinsel die sofortige Beschaffung von Ersatzteilen für alle Wagen italienischer Herkunft. Anders liegen die Dinge bei der Ersatzteilversorgung für ausländische Wagen. 22 % des italienischen Lastwagenparks bestehen aus ausländischen, vorwiegend amerikanischen Typen. Sie stammen aus den Lagern der staatlichen Verkaufsgesellschaft ARAR, aus UNRRA-Lieferungen usw. und aus freien Importen der unmittelbaren Nachkriegszeit. Dagegen gilt nach wie vor ein absolutes Einfuhrverbot für amerikanische Ersatzteile. Diese Massnahme, die zweifellos zur Stützung der einheimischen Industrie ergriffen wurde, hat jedoch zur Folge, dass die Ausnützung fast eines Fünftels des Lastwagenbestandes, eben wegen des Mangels an Ersatzteilen, der sich nach dem jahrelangen und strengen Gebrauch dieser Fahrzeuge immer schärfer bemerkbar macht, von Woche zu Woche zurückgeht und zurückgehen muss. Trotz der geringen Nutzlast und des hohen Treibstoffverbrauchs, namentlich der amerikanischen Militärtypen, kann sich die italienische Wirtschaft in diesem Augenblick der Anspannung aller ihrer Kräfte den Luxus nicht erlauben, diese Wagen ungenutzt zu lassen. Dabei erschöpfen sich die Möglichkeiten, durch Ausschlachtung von Autowracks auf den Autofriedhöfen der ARAR neue Ersatzteile zu finden, mehr und mehr. ITALIEN Das Beispiel der Hanomae. Noch während der letzten Kriegsphase gerieten die Vertreter der deutschen Automobilfirmen in Italien in die gleiche Bedrängnis. Das Ausbleiben von Ersatzteilen paralysierte Hunderte und Tausende durchaus gebrauchsfähiger Waren. Damals ging die italienische Vertretung der deutschen Hanomag, die den ganzen Mittel- •meerraum mit Automobilen und besonders mit Traktoren belieferte, dazu über, die fehlenden Ersatzteile in Italien selbst herzustellen. Qualitativ standen sie hinter den Originalteilen kaum zurück, ja in einzelnen Fällen übertrafen sie diese. Heute noch existieren Werkstätten, in denen Ersatzteile für deutsche Traktoren und Automobile erzeugt werden. Wenn die US-Autoindustrie für das laufende Jahr mit einem Gesamtausstoss von 5 Millionen Wagen rechnet, so wagt sie ihre Erwartungen auch für 1949 nicht höher zu schrauben. Wohl übersteigt die Stahlproduktion das Vorkriegsniveau wieder, aber die militärischen Bedürfnisse und die Hilfe für Europa entziehen dem amerikanischen zivilen Markt einen nicht unerheblichen Teil dieser Mehrerzeugune. Versuche mit amerikanischen Ersatzteilen. Zu Anfang dieses Jahres begannen verschiedene italienische Firmen mit der improvisierten Herstellung amerikanischer Ersatzteile in kleinen Serien. Die Anfangserfolge waren recht massig. Inzwischen ist aber durch direkte Fühlungnahme mit den amerikanischen Fabriken die Qualität dieser Ersatzteile weitgehend vervollkommnet worden. Aber das Prozedere ist kostspielig, und Aussichten auf eine Verbilligung bestehen zur Zeit so gut wie keine, weshalb die Aussenhandelsinstanzen die Eventualität einer wenigstens zeitweiligen Lockerung des Einfuhrverbotes für amerikanische Ersatzteile erwägen. Lpk Produktiodsprobleme bei Fiat Den grossen Anstrengungen der italienischen Automobilindustrie zur Steigerung der Verbilligung der Produktion stellen sich bei Fiat seit Monaten interne Arbeitsstreitigkeiten, die auf die Entlassung von sechs Unruhestiftern nach dem Generalstreik vom 14. Juli zurückgehen, hemmend in den Weg. Während den letzten drei Wochen haben sie tatsächlich zu einem erheblichen Produktionsrückgang geführt. War für den Oktober eine Tageserzeugung von 216 Wagen vorgesehen, so erreichte sie in der ersten Hälfte des Monats nur einen Durchschnitt von 205 Wagen täglich, mit dem Erfolg, dass Ende Oktober beispielsweise die Produktion des Werkes Mirafiori um 8 % gesunken war. In der ersten Novemberwoche wuchs dieses Minus auf 16 % und in der zweiten sogar auf 19 %. Mit der verringerten Arbeitsleistung sind gleichzeitig auch die Gestehungskosten, denen gleichbleibende fixe Kosten zugrundeliegen, erheblich gestiegen. Dem Unternehmen entstehen daraus nicht unerhebliche Verluste. Das gleiche gilt aber auch für die Arbeiterschaft selbst, weil ihr die verschiedenen Leistungsprämien, wie sie bei Fiat üblich sind, in die Binsen gehen. Amerikanische Werkzeutmaschinen. Ein Direktor der Turiner Fiat, Dr. Armando Fiorelli, gab dieser Tage bekannt, dass die Firma mit der amerikanischen Budd Comp. in Philadelphia einen bedeutenden Vertrag über die Lieferung moderner Maschinen (wahrscheinlich vor allem Karosseriepressen. Red.) eingegangen ist. Nach Angaben der Werkleitung sollen bis zu Jahresende täglich 300 Personenwagen in Mirkr fiore gebaut werden. Den Entschluss Fiats, in grossem Umfang amerikanische Maschinen zu kaufen, begründet die Direktion des Unternehmens mit der Unmöglichkeit, einer wirtschaftlichen Herstellung solcher Maschinen in Italien selbst. Die amerikanische Firma dagegen sei, so heisst es, in der Lage, die Ausrüstung binnen weniger Monate zu liefern.. Lpk TSCHECHOSLOWAKEI Tschechoslowakische Aiitoexportplänc Ueber die tschechoslowakische Automobilund Motorradindustrie kursierten m der letzten Zeit alle möglichen Gerüchte, die einander nicht nur widersprachen, sondern, wie sich jetzt zeigt, der Wahrheit nicht einmal nahe kamen. Das Ministerium für Aussenhandel veröffentlichte soeben Ziffern über die Erzeugung, Ausfuhr und Planung, die nicht nur an sich interessant sind, sondern auch den « Trend» für die nächsten Jahre,, vor allem für den kommenden Fünfjahresplan, beleuchten. Es wird festgestellt, dass auch die Tschechoslowakei in erster Linie exportieren will. Bisher führte sie 45 % aller im Lande produzierten Automobile und 21 % aller Motorräder aus. Für das erste Jahr des neuen Planes — 1949 — ist eine Exportquote von 80 % bei den Automobilen und von 35 % bei den Motorrädern vorgesehen. Zum ersten Male vernimmt man übrigens bei dieser Gelegenheit, offiziell — worüber die • AR » bereits in der Nr. 38 vom 1. September 1948 berichtet hat —, dass eine gewisse Scheidung zwischen West und Ost stattfindet, indem Automobile vorwiegend nach dem Osten, Motorräder hingegen hauptsächlich nach dem Westen exportiert werden sollen. Für das erste Jahr des Fünfjahrplanes ist folgende Verteilung geplant, wobei die Ziffern die Prozentzahlen des Exportes, getrennt nach Autos und Motorrädern, darstellen: Polen Jugoslawien Rumänien Bulgarien Belgien Russland Ungarn 29 107,5 63 5.5 5.3 Motorrader: USA 55 Schweiz U Indien 6- England 4,6 Holland 3,6 Es geht aus der Tabelle deutlich hervor dass Polen den Löwenanteil des tschechoslowakischen Exportes im Autosektor, die Vereinigten Staaten jenen des Motorradsektors erhalten sollen. Die anderen Staaten folgen erst in weitem Abstand. Die tschechoslowakische Motorfahrzeugindustrie hat sich keine leichte Aufgabe gestellt, wenn sie ihre geschäftlichen Beziehungen zu den östlichen Nachbarn vertiefen und gleichzeitig eine Einnahmenquelle für Hartdevisen schaffen will. Zweifellos ist der erste Teil dieses Programmes der schwierigere, denn mit dem Au'oexport allein ist es nicht getan. Die Fabriken werden gleichzeitig an die Errichtung von Kundendienstzentren denken müssen, wenn sie wirklich auf die Dauer den osteuropäischen Markt erobern wollen. Wer aber die Verhältnisse auf dem Balkan kennt, kann ermessen, welche Schwierigkeiten gerade im Service dort zu überwinden sind. Ing. E. W. S. GENF GARAGE DES NATIONS Tag- und Nachtservice lenzin - Pneus - Schweröle Ru« de Lausanne 18-20 (Mähe lahnhef) Tetephon 2 59 55 Sicher und unbesorgt fahren Sie mit den weltbekannten englischen Brems- und Kupplungsbelägen SenerahwtKtuita fDV dl* Schwell, gegründet 1910 HUGO BREITSCHMID, WOHLEN (Aargau) Depots In Zürich — Basel — Genf Für den Schnee den Schnee-Reifen für Personen- und Lastwagen, erprobt und bewährt im Schnee Das Spezialprofil reinigt sich selbst und bietet damit das Maximum an Griffigkeit S.A. peur la vente en Suisse du pneu Englebert Geneve: 3, rue Louis-Duchosal, Telephon (022) 5 23 87 Zürich: Flurstrasse 50, Telephon (051) 33 83 66 Gen.-Vertr.f. 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Nr. 51 - MITTWOCH, 1. DEZEMBER 194» AUTOMOBIL REVUE 19 DEUTSCHLAND Der Automobilbestand in der Bizone. (Korr.) Die am 1. Juli 1948 in den beiden Westzonen Deutschlands vorgenommene Registrierung der Motorfahrzeuge ergab folgendes Resultat: Total 1310 616 1252 074 davon in Betrieb 842 378 714 289 ENGLAND KURZMELDUNGEN AUS ALLER WELT 1. Juli 1948 1. Januar 1948 Personenwagen 280 441 274 700 davon in Betrieb 161 269 139 562 Lastwagen 269 529 253 107 davon in Betrieb 197 000 166 782 Autobusse 8 250 7 710 davon in Betrieb 5 721 4 776 Traktoren 82 048 78 424 davon in Betrieb 68 474 62 980 Motorräder 505 766 485 614 davon in Betrieb 265 032 209 047 Anhänger 164 582 152 499 davon in Betrieb 144 882 131132 50 000 Austin A 40 haben binnen Jahresfrist das Fliessband verlassen. Ueber 47 000 Stück gelangten zum Export, wovon allein 20 000 nach den USA und Kanada. Riesige Nachfrage nach Morris-Wagen. Einer Aussage von Lord Nuffield zufolge liegen mehr als eine Viertelmillion, d. h. genau 267 000 Bestellungen auf Morris-Personenwagen vor. Die Zusammenarbeit Austin-Morris rück. In dieser letztgenannten Ziffer sind 3503 macht gute Fortschritte. Techniker und Pla-Personenwagennungsingenieure der Austin-Werke haben kürz- enthalten. 225 Lastwagen und 9 Chassis lich den Fabriken des Nuffield-Konzerns in Birmingham einen Besuch abgestattet. Geplant ist Vergleichsweise sei hinzugefügt, dass der u. a. die Aufstellung eines Programms auf weite Rückgang der französischen Automobil ein- Sicht, das die Standardisierung von Bestandteilen vorsieht. Die Werkräume, in denen bisher der Wolseley hergestellt wurde, sind bereits auf die Fabrikation eines Landwirtschaftstraktors umgestellt, und das in Birmingham sich befindende Werk, von dem die Morris-Fabriken in Cowley bisher Personenwagenachsen bezogen, wird inskünftig auch Austin beliefern. Britischer Fahrzeugexport nach Uebersee. In der Ausfuhr englischer Personenv/agen ist gegenüber dem Vorjahr eine stark ins Gewicht fallende Steigerung eingetreten. Bis Ende August 1948 gingen heuer nicht weniger als 15 321 Fahrzeuge nach den Vereinigten Staaten von Nordamerika, so dass man annehmen darf, der Export nach den USA werde zahlenmässig bis xum Jahresende ungefähr das 60fache des letztjährigen Volumens ausmachen. Siebenmal soviele Wagen wie 1947 wurden bis Sommersende von Kanada übernommen, und Australien, das bisher auf der englischen Kundenliste an erster Stelle figurierte, gab für britische Personenwagen siebenmal mehr aus als 1947. Nette Aussichten. Schätzungen haben ergeben, dass es auf Grund des gegenwärtigen Tempos in der Automobilfabrikation und angesichts des Exportzwanges nicht weniger als 30 Jahre dauern dürfte, um die zwei Millionen in England im Verkehr stehenden Personenwagen zu ersetzen. Die vollständige Erneuerung des Lastwagenparks dagegen würde etwa 13 % Jahre in Anspruch nehmen. FRANKREICH Der Ruckgang der franzosischen Automobilexporte. Für die ersten zehn Monate des laufenden Jahres liegen jetzt die Ziffern der französischen Automobilausfuhr vor. Es wurden in dieser Zeit nur noch 60 403 Fahrzeuge, darunter 46 111 Personenwagen, nach den französischen Kolonien und dem devisenbringenden Ausland exportiert, gegenüber 68 DOS Einheiten während der gleichen Zeit des Vorjahres. Die Ausfuhrwerte sind indessen von 12,4 Mrd. fFr. im Jahre 1947 auf 18,8 Mrd. fFr. gestiegen, was ausschliesslich auf die zweimalige Erhöhung der Automobilpreise zurückzuführen ist, aber infolge der in der Berichtszeit erfolgten zweimaligen Abwertung des fFrankens selbstverständlich keinen Mehrgewinn an ausländischen Währungen bedeutet. Die Ausfuhr französischer Wagen nach der Schweiz ging in diesen zehn Monaten von 5839 auf 3737 Einheiten, also um nahezu 30 %, zu- fuhr noch stärker ausgeprägt ist. In den zehn Monaten, von Januar bis und mit Oktober 1948, wurden nur noch 1787 Fahrzeuge nach Frankreich importiert, gegen 7761 in der gleichen Zeit des Vorjahres; die Einfuhrwerte gingen von 1,4 Mrd. auf 608 Mrd. fFr. zurück. Bezeichnend ist, dass die Einfuhr amerikanischer Personenwagen von 2939 im Jahre 1947 auf 781 zusammenschrumpfte; gleichzeitig vermindert sich der Import kanadischer Marken von 3262 Stück in den ersten zehn Monaten des Jahres 1947 auf ganze 6 Wagen in der gleichen Zeit 1948. wog. HOLLAND Erweiterung der holländischen Automobil- Industrie. Der Wiederaufbau der holländischen Wirtschaft geht mit einer verstärkten Industrialisierung Hand in Hand. Dazu gehört auch die Erweiterung der bestehenden Anlagen der'Atrtömobuindustrie, die bis zum Kriege nur unbedeutend waren. Seit 1933 besteht in Amsterdam ein Ford-Montagewerk. Es ist nun beabsichtigt, in diesem Betrieb auch wichtige Einzelteile zu fabrizieren, da die Einfuhr augenblicklich immer noch auf Devisenschwierigkeiten stösst. Die tägliche Montage erreicht gegenwärtig erst 20 bis 22 Wagen, während es 1939 80 waren. Kürzlich wurde — wie bereits gemeldet — in Rotterdam eine Kaiser-Frazer-Anlage errichtet; sie hat den Betrieb am 1. Dezember aufgenommen. Sodann hat die N. V. van Doorne's Automobielfabriek den Bau eines Werkes für die Fabrikation von 3- und 5-t-Lastwagen beschlossen. Im Jahre 1950 soll die Serienproduktion auf der Grundlage des Fliessbandes aufgenommen werden. Vor dem Kriege belieferte die Gesellschaft in erster Linie die holländische Wehrmacht mit Armeefahrzeugen. In der Nachkriegszeit erweiterte sie ihr Produktionsprogramm wesentlich; vor einem Jahr verliess der erste in den Niederlanden gebaute Trolleybus die Fabrik. Um den grossen Bedarf an Autobussen rascher befriedigen zu können, haben die Vereinigten Niederländischen Flugzeugwerke Fokker in Amsterdam und Papendrecht ihre Anlagen in diesem Produktionszweig entsprechend erweitert. Vor einem Jähr nahm die Automobil fabrik « Nemo » die Herstellung von Dreirad-Lieferwagen auf; der Absatz hat sich inzwischen sehr befriedigend entwickelt. -g. USA Erhöhte Dividende bei General Motors. Die General Motors Corporation wird auf das Jahresende eine Restdividende von $ 2.— pro Aktie ausschütten, wodurch sich die Gesamtdividende pro 1948 auf $ 4.50 stellt, was gegenüber dem Vorjahr eine Erhöhung von % 1.50 bedeutet. Für ein Alkoholausschankverbot bei Tankstellen. Lou E. Holland, der Vorsitzende des Ausschusses für Verkehrssicherheit bei der American Automobile Association, hat einen Antrag eingebracht, wonach der Ausschank von Spirituosen und der Verkauf von berauschenden Getränken in Flaschen innerhalb von 200 m von jeder Tankstelle verboten werden soll. Ein erheblicher Teil der Verkehrsunfälle geht auf Alkoholgenuss zurück; weniger bekannt ist dagegen die Tatsache, dass in den USA nach den neuesten Schätzungen der AAA um die 10 000 Tankstellen bestehen, deren Besitzer neben dem Motorentreibstoff auch alkoholische Getränke zum Ausschank bringen. Beseitigt man den Anreiz für den Fahrer, zugleich mit dem Füllen des Benzintanks « einen zu genehmigen •, so hofft man, dass sich auch Trunkenheit am Steuer und damit die Zahl der Unfälle verringern werde. « Gas-a-terias. » < Billiges Benzin » scheint selbst in den reichen USA mit ihren für europäische Begriffe niedrigen Benzinpreisen seine Reize zu haben. Der Amerikaner steigt bekanntlich nur ungern aus seinem Wagen aus. Er hat die « drive-in's » Automobilsalons des Jahres 1949 Das « Bureau Permanent des Constructeurs d'Automobiles » hat die Termine für die nächstjährigen Automobilsalons wie folgt festgelegt: 22. Januar bis 2. Febr.: Automobilsalon Brüssel. 17.—27. März: Int. Genfer Automobilsalon. 8.—15. Mai: Wiener Automobilsalon. 6.—16. Oktober: Pariser Autosalon. Auf Vollständigkeit kann diese Terminliste allerdings keinen Anspruch erheben, fehlen darin doch beispielsweise die Londoner Automobilschau in Earls Court und der italienische Automobilsalon. Was London betrifft, so vernimmt man, dass die Eröffnung der nächstjährigen Automobilausstellung provisorisch auf 30. September in Aussicht genommen sei. Auch eine Nutzfahrzeugschau ist in London geplant; gelangt sie zur Durchführung, so wird sie sich an die Personenwagenausstellung anschliessen. und •> curb-side-shops » erfunden, welche Frühstücken und Einkaufen ohne Verlassen des Wagens ermöglichen. Der « ozoner » (Freiluftkino) ermöglicht ihm den Kinobesuch im Wagen, so dass Essen, Rauchen und Schwatzen andere Besucher nicht stören. Der « service » der Tankstellen ist in den USA besonders hoch gezüchtet, so dass ein Verlassen des Wagens beim Tanken wirklich nicht nötig ist. Und doch wachsen vom südlichen Kalifornien ausgehend pilzgleich die • gas-a-terias > aus der Erde, in denen es keinen « Service > gibt, der Fahrer also aus dem Wagen steigt und sich selbst bedient; bis 5 Cents je Gallone (also immerhin 10—20 %) billiger ist dafür das Benzin. Man bezahlt an smart gekleidete junge Mädchen, die auf einigen solchen Stationen — es gibt jetzt deren schon an die hundert — auf Rollschuhen zwischen den Pumpen und Fahrzeugen herumhuschen. Die • gas-a-terias » sind teuer, etwa 80 000 Dollar je Station. Sie brauchen viel Platz und viele Pumpen. Da bei den herabgesetzten Benzinoreisen für die Wirtschaftlichkeit ein grosser Umsatz Voraussetzung ist, muss lebhafter Betrieb herrschen. Der wird anscheinend erreicht; manche « gas-a-terias » sind jetzt .auch schon die ganze Nacht über geöffnet. O. H. Autos per Versandhaus. Sears Roebuck Co., das grösste Versandhaus der USA, hat kürzlich Kaiser-Frazer-Wagen in seinen umfangreichen Katalog aufgenommen. Ausser Kinderschuhen, historischen Romanen, Tulpenzwiebeln, Silberbestecken und Spezialnetzen für Forellenfang kann man sich jetzt in den USA auch ein Auto vom Versandhaus bestellen. Einzelne Warenhäuser haben sich ebenfalls eine Autoabteilung angegliedert. Schon seit längerer Zeit ist es möglich, einen Crosley- Wagen per Telephon durch das New-Yorker Warenhaus Macy zu beziehen. Der Wagen wird ebenso prompt geliefert wie z. B. die Eierbecher oder Füllfederhalter, die man in anderen Abteilungen bestellt. E. B. Auf Weihnachten und Neujahr möchten Sie mit einer Gabe Btern, Freunde, Verwandte beschenken Mitarbeitern danken treue Angestellte erfreuen «Ä««*/V% r«i* erleichtert Ihnen die oft schwere Auswahl durch ein Gefj1VV»/ y I XA 5 schenkkistenassortiment, in dem man für jeden das Richtige findet. 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