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E_1948_Zeitung_Nr.051

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24 AUTOMOBIL REVUE

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tüd&iA&Sfanftfiettf ? dkt >dufötn0$&-/r&(Mie Das Automobil erobert Nigeria (Westafrika) Noch vor 20 Jahren besass und kannte diese Kronkolonie Englands praktisch keine Automobile. Dies aus dem einfachen Grunde, weil noch gar kein Strassennetz vorhanden war, das von diesen Fahrzeugen hätte benützt werden können. Nur die wichtigsten und grössten Städte, wie Lagos oder Ibadan, besassen innerhalb des Stadtkreises ein kümmerliches Netz von Strassen; doch bedeutete es schon hier eine grosse Tat, wenn man ein Fahrzeug heil von einem zum andern Stadtteil brachte. Der Gouverneur und einige der höchsten Kolonialbeamten konnten sich nämlich damals allein den Luxus leisten, ein Automobil zu halten, und sie sind es auch, die die ersten Fahrzeuge dieser Art nach Nigeria brachten. Damalige Gouverneure sollen mehrere Male versucht haben, mit dem Auto die nähere Umgebung grosser Städte zu besuchen, was aber jedesmal eine Riesenarbeit verursacht hat. So mussten eingeborene Arbeitstrupps tagelang vorher einen Weg ebnen, Löcher ausstopfen, Bäume wegräumen, wackelige improvisierte Brücken bauen usw. Nach dem nächsten grossen Gewitter war von einer solchen Strasse nichts mehr zu sehen. Daher wurde damals dem kleineren und wendigeren Motorrad der Vorrang gegeben, wobei aber der Fahrer stets ein halbes Dutzend Träger für sich und das Rad mitnehmen musste. In jener Zeit war eine Auto- oder Motorradreise in Nigeria, auch wenn sie noch so kurz war, stets eine heroische und überaus sportliche Leistung. TJeber die grossen Flüsse soll der Wagen des damaligen Gouverneurs während einer Inspektionsreise einfach derart gebracht worden sein, dass man das Fahrzeug mit Seilen sicherte, um es ziehend und stossend von einem Ufer ans andere zu befördern. Oft soll nur noch das Dach der Limousine sichtbar gewesen sein. Im Norden des Landes benutzte man den Einspännet, wobei man, wie bei uns in der guten, alten Zeit, wochenlang auf Reisen war. Von Maidugari nach Kano (340 Meilen) brauchte ein solches Fahrzeug rund 22 Tage, wenn alles gut ging. Diesem Zustand musste mit fortschreitender Modernisierung natürlich ein Ende bereitet werden, und so machte sich das Gouvernement nach 1920 ernsthaft an die Arbeit, wobei man zuerst die wichtigsten Orte miteinander verband. Die einzelnen Arbeiten und der Bau der Strecken unterlagen der Aufsicht der verschiedenen D. O.'s (District Officers), die selbstverständlich nicht alle Strassenbauer von Beruf waren, wodurch sich « kleinere Fehler » an den heutigen Strassen erklären lassen. Der Fremde, der heute nach Nigeria kommt, Douata: Modernste Mittel werden zur raschen und möglichst raibung^l-^en Löschung der Güler verwendet. Vieles stammt aus der Kriegrzeit, als nicht auf Kosten und Arbeitsaufwand aeschcuf wurde. Ein USA.-Mehrzweckekran auf einen Lastwaoen montiert. Von Manus P. Jaeger. zen Lande noch mehr auszudehnen; ferner werden jetzt auch neue Strassenkarten herausgegeben. Nigeria kennt zwei Hauptarten von Strassen: solche, die das ganze Jahr befahrbar sind; diesen c königlichen » Strassen wird natürlich die Hauptaufmerksamkeit zugewendet. Dann gibt es die c only-dry-motorable-roads », die nur während der Trockenzeit, also etwa vom Oktober bis Februar, befahrbar sind. Die Aufgaben, die mich dieses Jahr, 1948, nach Nigeria führten, boten mir Gelegenheit, das Land im Automobil zu bereisen, und ich kann zum heutigen Verhältnis zwischen Land und Automobilverkehr sagen: «Das Automobil erobert das Land! » In den Städten fährt heute jeder Landeseinwohner, der etwas auf sich hält, gleichgültig ob Weisser oder Neger, mit seinem Privatwagen. So herrscht in den grösseren Städten Nigerias heute ein ganz respektabler Verkehr, der leider sehr undiszipliniert ist. Ich möchte nur kurz die Verhältnisse in Lagos näher berühren, da Lagos wohl eine der automobilreichsten Städte ganz Westafrikas ist. Lagos, auf einer Insel erbaut, ist sehr stark übervölkert, so dass jede Ecke überbaut worden ist, worunter die Verkehrsstrassen sehr zu leiden haben: Sie sind eng und stets allzüstark befahren. Das brachte für Lagos ein Einbahnstrassensystem mit sich, das wohl einzigartig ist. Praktisch ist jede grössere Strasse der Stadt eine Einbahnstrasse, während die Nebenstrassen überhaupt nicht mit Automobilen befahren werden, da sie zu eng sind und bis in die Strassenmitte von eingeborenen Händlern, Spaziergängern und Faulenzern besetzt und bevöl- ist sehr überrascht von der grossen. Anzahl von Automobilen, die besonders in den Städten zu finden ist; ferner bestaunt er mit ehrlicher Bewunderung die für afrikanische Verhältnisse überaus guten Strassen, ihre Anzahl und überhaupt den ganzen Strassenverkehr in seiner fortgeschrittenen Entwicklung. Die Behörden bemühen sich weiterhin, das Strassennetz im gankert sind, so dass man Mühe hat, selbst mrt dem Velo durchzukommen. Dem Einbahnsystem verdankt es der Bewohner von Lagos, dass er mit seinem Auto zehn Minuten lang alle möglichen Strassen befahren muss, um von einem Quartier in das nächstliegende zu gelangen, während er zu Fuss viel rascher am Ziel wäre. Aber nur dank diesem System kann einigermassen Ordnung im Verkehr der Stadt gehalten werden. Ohne ihn würden noch mehr Einwohner Opfer von Verkehrsunfällen werden. Der Lagos-Automobilist macht sich nämlich ein Vergnügen daraus, möglichst rasch und ganz nach eigenem Gutdünken zu fahren. Als Richtungszeiger gebraucht er seinen Arm. Während des Fahrens hupt er unablässig. Selbst die kleinsten Wagen besitzen mächtige Signalhupen, die mindestens so stark tönen wie die Signale der neuen Amerikaner Wagen. Während eines Gespräches, das ich im Colonial Office mit einem hohen Beamten hatte, wurden wir alle paar Minuten durch die grellen Hupsignale unterbrochen, die so stark waren, "dass wir unsere eigenen Worte nicht mehr verstehen konnten. Dafür hat der Lagos- Fussgänger eine gjrosse Tugend: Er passt ungemein auf, nicht überfahren zu werden, im Gegensatz zum gedankenlosen Verhalten der andern Eingeborenen Afrikas. An wichtigen Kreuzungen lenken eingeborene Polizisten den Verkehr. Lagos besitzt auch einen eigenen Autobusdienst, der von einem geschäftstüchtigen Griechen eingerichtet wurde, der sich damit ein Riesenvermögen und einen Adelstitel holte. Er hat ganz richtig mit dem Geltungsbedürfnis des Eingeborenen gerechnet, der sich seinen Bekannten nicht als simpler Spaziergänger zeigen will. Jeder Eingeborene von Lagos, der es irgendwie vermag, leistet sich seinen Privatwagen, wenn möglich mit Chauffeur. So sieht man oft uralte Vehikel daherrasen; Hauptsache ist, dass man seinen Wagen hat. Besonders auffällig ist die Anzahl neuer Amerikaner Wagen. Fast alle höheren Gouvernementsbeamten, die reichsten Eingeborenen, die eingeborenen Würdenträger und selbstverständlich fast jeder weisse Businessman haben ihren « Amerikaner 47 ». Das höchste Glück für den Lagos-Automobilisten ist es, einen Buick Eight Special Grand Luxe zu besitzen. Die Nachfrage nach Amerikaner Wagen in Lagos war so gross, dass sich das Gouver^ nement wegen der Beschaffung der nötigen Dollar vor ernstliche Sorgen gestellt sah. Zeitweilige Importverbote wurden rasch behoben. Grund: Jeder Gouvernementsbeamte hat den gleichen Ehrgeiz nach dem « Amerikaner », so dass auch die andern dazukommen. Das immer noch sehr knappe Benzin gestattet noch keine grossen Ueberlandtouren, so dass wenig Gelegenheit besteht, ausserhalb der Städte zu fahren, ausser in Spezialfällen. Es existiert aber hier ,natürlich auch der Benzin-Schwarzmarkt nach dem Vorbild Europas. «In Lagos ist der Weisse ohne Automobil verloren », sagte man mir, und tatsächlich gibt es fast keinen Europäer, der nicht sein eigenes Transportmittel hätte. Die Handelsgesellschaften stellen ihren weissen Angestellten Autos zur Verf üeuns. Die «enfants tembles» des Lagos-Automobilismus sind die Taxi-Drivers. Abgesehen davon, dass sie den Fremden unverschämt prellen, umschwärmen sie den Weissen, der einmal in der Stadt spazieren möchte, wie wütende Wespen. Sie pflegen laut hupend daherzurasen und während des Fahrens dem Fremden zuzuwinken, wobei sie den Kopf weit aus dem Fenster strekken, wenige Schritte vor, neben oder hinter dem Spaziergänger stoppen, die Türe aufreissen und ein Gesicht verständnislosen Erstaunens machen, wenn der Fremde abwinkt. Die eingeborenen Die Hafenstadt Douala (Kamerun — Mandatsgebiet) hat seit dem Kriege einen mächtigen Aufschwung genommen. Täglich kommen und gehen Schiffe alier Nationen (vorwiegend französische, englische, italienische, amerikanische). Bei den c Pagarts» im Plateau von Banchi. Hier trifft man Negerstämme, die noch fast unberührt von der europäischen Zivilisation auf primitive Weise leben. biegend Mohammedaner. Be sonders reich gekleidet sind die. Fürsten und « Ritter >. Die Haussa sind das südlichste Volk, das sich noch des Kamels bedient. (Gebiet: Franz. Niqer-Kolonie. bes. Nordnigeria). Parkplatz der tropischen Handelsstadt Lagos, Lagos: Eine sehr stark * motorisierte > Stadt in den Trope« und wichtiger Hafen. Aderemi II., O n i of Ife. Konig Aderemi ist der höchste Fürst Nigerias. Er ist geistiges und politisches Oberhaupt der Yoruba, die neben den Haussas im Norden und den noch unentwickelten Ibos im noch wenig erschlossenen NW und W llnnernj-des Landes, den wichtigsten Volkutamm Nigerias ausmachen.