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E_1948_Zeitung_Nr.054

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14-v AUTOMOBIL REVUE

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Nr. 54 — IV. BLATT AUTOMOBIL REVUE BERN, 22. Dezember 1948 Einheitliche Schätzung von Occasionsfahrzeugen in der ganzen Schweiz Es unterliegt keinem Zweifel: die Nachkriegshochkonjunktur im Automobilhandel, die durch einen riesigen Nachholbedarf als unmittelbare Folge eines jahrelangen Produktionsausfalles bedingt war, ist im Abflauen begriffen. Die Entwicklung der entsprechenden Positionen in unserer Aussenhandelsstatistik lässt deutlich eine weitgehende Sättigung des Marktes erkennen, und an Stelle der zeitweise stürmischen Nachfrage nach fabrikneuen Wagen wie des schwunghaften Occasionshandels mit all seinen unliebsamen Nebenerscheinungen macht sich auf der ganzen Linie eine verschärfte Konkurrenzierung bemerkbar. Eine Epoche ist neuerdings angebrochen, darin das Prinzip von Angebot und Nachfrage wie ehedem Gültigkeit hat. Angesichts dieser veränderten Sachlage bedeutete es ein Gebot der weisen Voraussicht des Autogewerbeverbandes der Schweiz, wenn er seine Fachgruppe Handel und Import vor geraumer Zeit schon damit beauftragte, nach Mitteln und Wegen für die Schaffung gesunder Wettbewerbsbestimmungen zu suchen. Die Bemühungen um das Zustandekommen einer Marktordnung reichen freilich in die Vorkriegszeit zurück. Wenn sie damals resultatlos verliefen, so lag der Grund vor allem in einem Mangel an loyaler Zusammenarbeit und gegenseitigem Vertrauen, aber auch darin, dass sich die ausgearbeiteten Regelungen als zu kompliziert erwiesen. Immerhin, die Kriegskrisenzeit hat auf diesem Gebiete manches zum Bessern gewendet. Sie schuf eine Atmosphäre des guten Einvernehmens, das heute gestattet, allgemeine Richtlinien in Kraft zu setzen, die dazu angetan sind, bestehende Auswüchse zu bekämpfen und im Interesse aller Händler für eine einheitliche Ordnung zu sorgen. Dies geschieht durch ein vom erwähnten Fachausschuss des AGVS in monatelanger Arbeit aufgestelltes Richtlinienprogramm, das sowohl den Neuwagenverkauf ohne Eintausch als auch den immer mehr überhandnehmenden mit Eintausch eines Occasionsfahrzeuges betrifft. Man macht sich wohl kaum einer Uebertreibung schuldig, wenn man die Verhältnisse, die bisher vorab in bezug auf die Schätzung von gebrauchten, bzw. Eintauschfahrzeugen herrschten, als reichlich verworren bezeichnet. Diese Das Schatzunjrsverbal Zu den einzelnen Positionen des Verbais ist folgendes zu bemerken: l. Katalogpreis laut Automobilkatalog des AGVS, zu dem für Vorkriegswagen 6er Anpassungswert (laut Weisungen im gleichen Katalog] zuzuschlagen und so der Totalneuwert zu er- MtiHAIn ist. I«. Amortisationsquote laut Kaloloa. Ib. Totolneuwert minus Amortisation in Franken ergibt den hier einzusetzenden Brvttö-Schatzungswert. Sind die mechanischen Organe in gutem Zustand, so drängt sich weder ein Zunoch ein Abschlag auf. Zuschläge sind nur zu bewilligen, wenn durch Fakturen der Beweis vorliegt, dass eines oder mehrere dieser Organe kurz zuvor vollständig überholt wurden. Unter «Bemerkungen» r sind die bewilligten Zuschläge zu bearünden. Für diese Positionen können Zuschläge auch dann bewilligt werden, wenn vor der Schätzung keine Instandstellung erfolgte. Massgebend ist der effektive Zustand, d. h. ob ejn Weiterverkauf Reparaturen und Auslagen notwendig mecht oder nicht. Zu- und Abschlage sind nach Ermittlung des Durchschnitts wi« folgt zu bewilligen: SO % und mehr = + 2 SXh-60 % =» + 1 «0—50 % = — - 50—40 % = — 1 40—30 % = — 2 30—20 % » — 3 20 *L und weniger = — 4 Da das Zubehör dieser Position nicht unbedingt zum Fahrzeug gehört, wird es Schätzung erfolgte durch einzelne Händler am selben Platze wie im ganzen Lande herum nach sehr ungleichen Maßstäben, was — wie man sich erinnert — die Berner Sektion des AGVS schon vor rwei Jahren veranlasste, zusammen mit den dortigen Polizeibehörden insofern neue Wege zu beschreiten, als jedes Fahrzeug, bevor es auf dem Automarkt vorgeführt werden darf, einer Kontrollkommission des AGVS zur Prüfung präsentiert und auf Grund derselben eine Zulassungskarte mit Schatzungsverbal erstellt werden muss. Aehnlich ist nun das Vorgehen, das mit Zustimmung der Importeure und Händler im gesamten schweizerischen Automobilhandel inskünftig befolgt wird. Jeder Automobilist, der beim Kauf eines Fahrzeugs einen gebrauchten Wagen einzutauschen beabsichtigt, hat den Zustandswert dieses Fahrzeugs schätzen zu lassen. Die Grundlage der Schätzung bildet der vom AGVS herausgegebene Automobil-Katalog 1949, der über den Neuwert aller von 1932 bis 1939 und von 1946 bis 1948 auf dem Markt erschienenen Personen- und Lastwagentypen Aufschluss gibt und Weisungen über die Ermittlung des Verkehrswertes wie auch die für die verschiedenen Jahrgänge anzuwendenden Amortisationsquoten enthält. Er bietet Gewähr dafür, dass der Handelswert in seriöser Weise und nach einheitlichen Gesichtspunkten errechnet wird. Nach dem neuen System ist es inskünftig völlig ausgeschlossen, dass ein und dasselbe Fahrzeug von einem Händler auf Fr. 10 000.—, von einem zweiten auf Fr. 7500.— und Es mag angezeigt sein, die Leser der «AR > über diese nunmehr in Angriff genommenen Arbeiten, insbesondere aber über den Zolltarif selbst zu orientieren, soweit er das Automobilwesen berührt. Um mit einem gedrängten geschichtlichen Rückblick zu beginnen: Gestützt auf den Bundesbeschluss vom 18. Februar 1921 schritt der Bundesrat zur Anpassung des Gebrauchstarifs aus dem Jahre 1906 an die damalige Lage. Der aus diesen Arbeiten hervorgegangene Entwurf wurde auf den 1. Juli 1921 in Kraft gesetzt und gilt noch heute. Indessen brachten seit 1921 Handelst. Der runktsendo (plus oder minos) ist in % des Brutto-Sehotzungswertes Ib) umzurechnen. 7 Siehe Weisungen im Katalog. Ab Neujahr 1949 gültige Richtlinien des AGVS. r*-"3n"' •SmffuTOi btfSdriooi (MMrMMrakt. Tft^ht^ffiD^nttfB^? Un>niW Obiwn &•»• «fcHton: r-irn --________ SehatziMJMvarkM • W«Wt|> Zu- «hf Ab«M6«i ' SauiolZ» öd» AfacMoo, . , In der Rubrik rechts von der Bemerkungs-Kolonne sind neben den einzelnen Positionen die maximalen Punktzv- htm •obschläge angeführt, die berechnet werden dürfen. AftdM bei der Schätzung nicht berücksichtigt. iS AKXildkm tauTI«M B»d>ith.mi | ~ | Total dar 2» «tof nfclitiHi von einem- dritten nur auf Fr. 5000.— geschätzt und damit beim Besitzer zu Recht der Eindruck erweckt wird, hier seien — gelinde gesagt — merkwürdige Praktiken Trumpf. Im einzelnen vollzieht sich die Schätzung hr der Weise, dass das Fahrzeug auf der Strasse kurz gefahren und geprüft und dann in Gegenwart des Kunden das Verbal ausgefüllt wird. Man setzt den Neuwert laut Katalog ein, multipliziert diesen Wert für Wagen der Vorkriegsjahrgänge mit dem zur Zeit auf 1,3 festgesetzten Anpassungskoeffizienten, welcher der Schweizer Frankenabwertung im Jahre 1936, bzw. der seit Kriegsausbruch eingetretenen Geldentwertung Rechnung trägt und erhält so den Totalneuwert, der um die Amortisationsquote gemäss besonderer Tabelle vermindert wird. Das Endprodukt stellt den Brutto-Schatzungswert dar. Weiter erfahren die anlässlich der kurzen Prüfungsfahrt gewonnenen Erkenntnisse und Eindrücke insofern Berücksichtigung, als für den Zustand der mechanischen Organe, der Karosserie, des Zubehörs (gesetzliche Ausrüstung), von Werkzeug und Batterie sowie der Reifen nach einem im Katalog wiedergegebenen Schema Plus-, bzw. Minuspunkte verrechnet werden. Nach erfolgter Beendigung dieser Zustandsschatzung wird der Punkt-Saldo ermittelt, der gleichbedeutend ist mit einem Wertplus oder -minus von soundsoviel Prozent. Um diese Prozente ist der Brutto- Schatzungswert zu erhöhen, bzw. zu verringern. Je nachdem, ob es sich nach dem Ermessen des Händlers um ein auf dem Occasionsmarkt gut oder schlecht abzusetzendes Fahrzeug handelt, kann der Experte ausserdem einen Zuschlag von maximal Fr. 500.—, bzw. Abschlag von maximal Fr. 1000.— berechnen. So kommt man schliesslich auf den endgültigen Schatzungswert. Das Verbal, das während drei Monaten gültig ist, wird dem Besitzer gegen Erlegung von Fr. 15.— ausgehändigt, ein Betrag, der beim Zustandekommen des Geschäfts zurückerstattet wird. Bei Meinungsverschiedenheiten lichkeit, gegen die Einschätzung innerhalb von acht Tagen nach Ausstellung des Verbais Einsprache zu erheben. Diese hat schriftlich zu erfolgen und ist an das Sekretariat der Gruppe Handel und Import des AGVS, Postfach Transit Bern, zu richten. Dies ist in kurzen Zügen die ab Neujahr 1949 in Kraft tretende Regelung in der Einschätzung von Eintauschfahrzeugen, worüber die einzelnen Sektionen des AGVS in der vergangenen Woche durch den Obmann der Gruppe Handel und Import, Dir. F. Iten (Basel) in instruktiver Weise orientiert wurden. Diese Richtlinien scheinen durchaus geeignet, in den Occasionshandel, der sich in der Nachkriegszeit bisweilen durch geradezu chaotische Zustände auszeichnete, jene Ordnung zu bringen, an der auch die Masse der Käufer ein eminentes Interesse hat. Um sich ein endgültiges Urteil über diese Neuordnung erlauben zu können, wird man nun freilich abwarten müssen, wie sie sich in der Praxis auswirkt. Es hat übrigens keineswegs die Meinung, dass der AGVS an seinem Vorschlag starr festzuhalten gedenkt. Vielmehr wird er die gemachten Erfahrungen von Zeit zu Zeit überprüfen und die Richtlinien, so sich dies aufdrängen sollte, abändern, bzw. ergänzen. Vor einer Revision des Zolltarifs Ihre Auswirkungen auf die Automobilwirtschaft UMmamH DvbwrM. kann separat veravssert werden. abkommen und andere Faktoren vielfache Aenderungen sowohl des Textes als auch der Ansätze des Tarifs mit sich, der damit seine ursprüngliche logische Struktur einbüsste und den heutigen Anforderungen nicht mehr entspricht. So trägt er beispielsweise den technischen Fortschritten der letzten Jahre keine Rechnung mehr, was dessen Anwendung schwierig gestaltet. Schon 1923 lud ein Bundesbeschluss die Exekutive zu einer Revision des gegenwärtigen Tarifs ein und es wurde auch ein Entwurf hiefür ausgearbeitet. Nach dessen Genehmigung unterbreitete ihn der Bundesrat im Januar 1925 dem eidgenössischen Parlament Der Nationalrat, dem die Priorität zukam, behandelte das Gesetz über den Tarif in seiner ersten Session 1931 und stimmte ihm zu. Dagegen gelangte der Entwurf für den Generaltarif selbst im Plenum der Volksvertretung nie zur Beratung, wohl aber zog ihn die nationalrätliche Zolltarifkommission in Diskussion und stellte ihn im August 1931 fertig. Dann jedoch geriet die parlamentarische Debatte über dieses Geschäft in Stillstand und das Jahr 1942 sah dessen Rückzug von der Traktandenliste des Nationalrates. Auf internationalem Boden. Von 1927 bis 1937 befasste sich eine Expertenkommission des Völkerbunds mit der Aufstellung eines Zoll-Nomenklatur-Entwurfs, der die einzelnen Tarif positionen in Gruppen gliedert und den Staaten als Grundlage für die Ausarbeitung eines gemeinsamen Zolltarifs dienen sollte. Dieses Schema bereitete den Boden für die schon seit langem fällige Vereinheitlichung der Tarife vor ; tatsächlich hat es auch in mehreren Ländern Eingang gefunden, wie z. B. in den Benelux-Staaten, deren seit 1. Januar 1948 geltender Zolltarif den Normen des internationalen Tarifs angepasst ist. Daneben liegt in der Vereinheitlichung der Zolltarife auch eine der Aufgaben der Studienausschusses der europäischen Zollunion. Im Verlauf dreier in Brüssel abgehaltener Sessionen (1947/1948) gelangten die Vertreter eine Reihe von Staaten, darunter auch der Schweiz, zur Auffasung, dass das Genfer Projekt von 1937 das Hauptfundament bilden müsse. Bereits hat ein in Brüssel bestelltes ständiges Tarifbüro seine Tätigkeit aufgenommen. Seine Mission besteht in einer Revision des Nomenklaturentwurfs von 1937 und dessen Anpassung an die neueste technische Entwicklung. Beiläufig gesagt hat auch die Schweiz einen Sitz in diesem Büro erhalten. Ein neuer schweizerischer Entwurf. Angesichts dieser Bestrebungen hat die Oberzolldirektion einen Entwurf für einen Generaltarif ausgearbeitet, der auf der Nomenklatur des früheren Völkerbundes beruht und ' somit dessen Struktur wie die einzelnen Hauptpositionen übernimmt Ausserdem enthält er, um die besonderen Bedürfnisse unseres Landes berücksichtigen zu können, eine erhebliche Anzahl von Unterpositionen. Dieses neue Projekt ist zu Beginn des laufenden Jahres erschienen, wobei an alle interessierten Kreise die Einladung erging, der Oberzolldirektion bis Jahresende ihre Bemerkungen, Vorschläge und Anregungen sowohl hinsichtlich des Textes als auch der Ansätze einzureichen. Die Handelsabteilung des EVD wird dann die erforderlichen Konferenzen mit den Vertretern der verschiedenen Wirtschaftsgruppen einberufen. Nach der Bereinigung nimmt der Entwurf seinen Weg an den Bundesrat zuhanden des eidgenössischen Parlaments. Beim Studium des Entwurfs muss- man sich dessen bewusst bleiben, dass er auf der internationalen Nomenklatur aufgebaut ist, dass also die Hauptpositionen obligatorisch und Aenderungen daran unzulässig sind. Im Uebrigen geht besteht die Mög- die Aufteilung in Unterpositionen bereits soweit, dass sie für die Bedürfnisse unserer Wirtschaft genügen sollten. Neue Untergruppen können deshalb lediglich in Erwägung gezogen werden, soweit gebieterische.Gründe dies verlangen, denn es leuchtet ein, dass die einfache und klare Struktur des Entwurfs beibehalten werden muss. Wenn sich die Oberzolldirektion zu dessen Veröffentlichung entschloss, so geschah es aus der Ueberlegung heraus, eine Diskussion über die neue Zoll-Nomenklatur in Gang zu bringen. Dagegen wäre es im jetzigen Zeitpunkt verfrüht, sich ein endgültiges Urteil über die Ansätze bilden zu wollen, denn die Lage in der internationalen Handelspolitik ist noch unstabil. Selbstverständlich aber können bei der Prüfung des Textes des Tarifs auch Bemerkungen zu den Zollansätzen angebracht werden. Das Gebiet der Automobflwirtschaft bildet Gegenstand eingehenden Studiums durch eine besondere Expertenkommission der FRS, die sich aus Spezialisten für Zollfragen und aus Vertretern des motorisierten Strassenverkehrs zusammensetzt Natürlich befasst sie sich nur mit jenen Abschnitten, die das Automobil tangieren, in erster Linie also mit den Kapiteln Motorfahrzeuge, Treibstoffe, Reifen und Zubehör. Wir werden demnächst auf die Vorschläge, Anregungen und Bemerkungen, welche die Kommission auf Jahresende an die Oberzolldirektion zu richten gedenkt, zurückkommen. VERSCHIEDENES Steigender schweizerischer Motorfahrzeugbestand In seiner Botschaft zur zweiten Serie der Nachtragskredite pro 1948 weist der Bundesrat im Abschnitt « Versicherung bei Strolchenfahrten » u. a. darauf hin, dass nach den vorliegenden statistischen Unterlagen Anfang Juli dieses Jahres in der Schweiz 183 287 Motorfahrzeuge im Betrieb standen. Vergleicht man diese Ziffer mit dem per 30. September 1947 zum letztenmal offiziell ausgewiesenen Bestand von 152 559t Fahrzeugen, so lässt sich im Laufe dieser Neunmonatsperiode eine Vergrösserung des Motorfahrzeugparks um 20 % feststellen. Schaffung eines «Bon de depannago, in Frankreich Wie der ACS mitteilt, hat der Automobile Club de France einen « Bon de depannage » für Automobile geschaffen, der seit dem 1. November 1948 gültig ist. Weshalb die neue Einrichtung geschaffen wurde? Zahlreiche Garagisten. die von einem Automobilisten zur Behebung einer Panne gerufen wurden, haben diesen oft nicht mehr vorgefunden, wenn sie an Ort und Stelle eintrafen; der Automobilist hatte anderweitig Hilfe gefunden oder konnte selbst reparieren. Die Fahrt an den Pannenort hatte für den Garagisten Zeitverlust und Kosten zur Folge, die ihm nicht vergütet wurden. Zahlreiche Garagisten weigerten sich deshalb, dem Ruf des Automobilisten Folge zu leisten, der eine Panne meldete, und dem ACF sind deshalb unzählige Reklamationen zugegangen. Zur Behebung dieses Zustandes hat der Club jetzt einen « Bon de depannage » geschaffen. Jeder Automobilist kann bei allen Sektionen des ACF und bei den Sektionen der anderen nationalen Automobil verbände, die die Abgabe des « Bon de depannage > übernommen haben, einen solchen Gutschein beziehen. In Frankreich erfolgt dessen Abgabe gegen Bezahlung von 1'Fr. 100.—. Wenn der Wagenhalter auf einer Strasse irgendwo in Frankreich eine Panne hat, kann er sich mit dem « Bon de depannage » an die nächstliegendste Garage oder an den nächsten Polizeiposten wenden, wo der Gutschein angenommen wird; unverzüglich darauf begibt sich ein Garagist zur Behebung der Panne an Ort und Stelle. Sollte er bei seiner Ankunft den Automobilisten nicht mehr vorfinden, so erhält er seine Kosten dennoch vergütet. Für den Automobilisten, der in Frankreich reist, ist es wichtig, den « Bon de depannage» zu besitzen. Er muss tatsächlich damit rechnen, dass fürderhin die Garagisten ihre Hilfeleistung verweigern, wenn der Automobilist den «Bon de depannage > nicht besitzt