Aufrufe
vor 8 Monaten

E_1948_Zeitung_Nr.054

E_1948_Zeitung_Nr.054

AUTOMOBIL REVUE

AUTOMOBIL REVUE MITTWOCH, 22. DEZEMBER 1948 - ?Sr. 54 Enefe über allgemein interessierende Fragen werden gerne zur Veröffentlichung entgegengenommen. Sie lind möglichst kwz zu fassen und an die Redaktion der «Automobil Revue», Breilenrainstr. 97, kern, zu »enden. Die Verwendung eines Pseudonyms ist gestattet, wenn der Redaktion Name und Adresse des Absenders bekanntgegeben werden. in Gestalt vereister Brücken Ihr Artikel in der «AR » vom 8. Dezember über den Autounfall auf der vereisten Kirehenfeldbrücke in Bern veranlasst mich, zu Nutz und Frommen anderer Automobilisten das Augenmerk einmal auf die besonders bei Brücken bestehende Vereisungsgefahr hinzulenken. Wer in den vergangenen Wochen am frühen Morgen bei dichtem Nebel und beinahe gefrorener Strasse mit dem Wagen wegfahren musste, dem war es dabei vermutlich kaum ganz wohl. Solange nicht Glatteis die Fahrbahn überzog, konnte man, wo es die Umstände verlangten, immerhin noch bremsen. Setzt sich nun der Automobilist mit dieser Gewissheit ans Steuer, so kann es ihm passieren, dass er völlig unversehens in eine « Falle » gerät, und zwar häufig genug auf einer Brücke. Wenn auf der Landstrasse bei ein oder zwei Grad über Null noch keine vereisten Stellen anzutreffen sind, dann denken die wenigsten daran, dass auf jeder Brücke oder auch Ueberführung infolge der unter ihr hindurchstreichenden Zugluft Minustemperaturen herrschen, welche die Strassenoberfläche in Glatteis verwandeln. Kommt man nun in normalem Tempo auf eine solche Stelle, so gerät der Wagen in den meisten Fällen ins Schleudern. Was macht in solcher Situation der Anfänger? Er bremst und tut damit das Dümmste, was er tun kann. Beispiele für die Folgen dieser falschen Reaktion bietet die nähere oder weitere Umgebung unserer Strassen immer wieder, und letzte Woche habe ich an einem einzigen Tage drei Wagen gesehen, welche an Stellen der erwähnten Art der Tücke des Glatteises zum Opfer gefallen waren. Entsteht dabei nur Sachschaden, so kann man noch von Glück reden, aber auf dem Dach in einer Wiese oder unterhalb einer Brücke liegende Wagen reden eine derart eindrüekliche und eindringliche Sprache, dass ein jeder diese Mahnungen beherzigen und in Zukunft die Fallen, vor denen diese Zeilen warnen möchten, gebührend respektieren, will sagen in einem der Meinen Gänge darüber mnwegschleichen sollte. BRIEFE DER LESER AN DIE A.R. «Autofallen» — T. M. Gefahren der Nachtfahrten Bei meinen häufigen Nachtfahrten ist es mir beinahe unverständlich, dass sich nicht mehr Verkehrsunfälle ereignen. Ich denke hiebei hauptsächlich an das erhöhte Gefahrenmoment ^>ei nassen Stressen und schlechter, von entgegenfahrenden Automobilen geblendeter Sicht. Wie oft tauchen da im Lichtkegel meines Wagens spät heimkehrende Fussgänger auf, die sorglos und unbekümmert auf den teils recht schmalen Ueberlandstrassen ihres Weges ziehen. Und weil sich's so leichter schwatzen lässt, spazieren sie zu Dritt oder Viert nebeneinander. Keiner denkt daran, wie gefährlich ihre Situation ist, keiner kommt auf die Idee, z. B. ein weisses Taschentuch an der Hand zu befestigen oder um den Mantelkragen zu legen, damit der geblendete Automobilist auf sie aufmerksam wird. Keinem käme es in den Sinn, z. B, auf der linken statt der rechten Fahrbahnseite zu marschieren. Denselben Uebelstand trifft man auch bei den Radfahrern; auch sie sollten hintereinander fahren, wobei sich der hinterste ebenfalls durch ein Taschentuch besser erkennbar machen könnte. Die Katzenaugen sind ja doch meistens verschmutzt. Wenn jeder dieser Strassenbenützer nur für kurze Zeit hinter ein Volant gesetzt würde, verschwänden solche Uebelstände wohl bald. Und nun noch eine Bitte an die Automobilisten: Rechtzeitig abblenden! Nebellampen nur beim Nebel einschalten und nicht als Kurvenlampen mitsamt den andern Scheinwerfern benutzen. Sie ersparen sich und dem Ihnen entgegenkommenden Automobilisten eine verdriessliche und unnötige « Scheinwerfer- und Abblendschlacht »! O. T. Ein Lastwagenchauffeur meint... Als Berufschauffeur muss ich oft am Morgen in aller Frühe wegfahren. Fast ausschliesslich grosse Lastwagen begegnen mir. Ich blende meine Lichter sofort ab, und der Entgegenkommende tut das gleiche fast zur selben Zeit wie ich. Das geht so weiter, bis die Nacht dem Tage weicht; ein jeder schaltet unverzüglich auf das Abblendlicht um. Ist das nicht Grund für ein bisschen Stolz darauf, dass unter uns Berufschauffeuren solche Ordnung und gegenseitige Rücksicht herrscht? Am Abend bei der Heimfahrt sieht es mit der • Abblenderei > dann allerdings anders aus. Von hundert entgegenkommenden Autos blendet einer überhaupt nicht ab, beim andern brennt nur eine Lampe, beim dritten sind die Birnen falsch eingebaut, einer blendet ab, bleibt aber fast mitten auf der Strasse, ein anderer blendet ab und hat nachher überhaupt kein Licht mehr. Kurz, man sieht alle möglichen und unmöglichen Arten von Autobeleuchtungen. Zur Ehre der Personenwagenfahrer sei aber auch gesagt, dass es unter ihnen sehr viele Anständige und Hilfsbereite gibt, die uns bei Pannen beistehen und, wenn die Umstände es erfordern, sogar ihren Wagen so stellen, dass die Scheinwerfer dorthin' leuchten, wo wir eben dringend Licht benötigen. Diesen Automobilisten möchte ich hier herzlich danken. Kürzlich erschienen in der «AR • Artikel, wonach der hinter einem Lastwagen fahrende Personenwagen gar keine Sicht zum Vorfahren habe. Um Besserung zu schaffen, schlug daraufhin ein Einsender vor, es sollte an der 'Rückseite des Lastwagens ein Signal angebracht werden, damit der nachfolgende Fahrer wisse, ob er vorfahren könne oder nicht. Bitte verschont uns damit, denn wir Chauffeure haben mit der Führung des Lastwagens genug Arbeit, genug aufzupassen, als dass wir dem hinter uns Fahrenden noch Zeichen geben könnten, wo, wohin und wie er fahren solle. R. S. Das letzte Wort, zu den «Kolonnenwanzen» In meiner Einsendung « Kolonnenwanzen — anders gesehen > («AR. Nr. 49) habe ich, gewissermassen als Motto, ausgeführt, dass es über die rücksichtslose und gefährliche Vorfahrerei auf schmalen,- unübersichtlichen Strassen im Interesse der Verkehrssicherheit keine Diskussion geben darf. Zur Diskussion gestellt wurde dagegen die Frage, ob es eigentlich, besonders im Ueberlandverkehr, immer zu einer Kolonne kommen müsse und dazu noch zu einer derart aufgeschlossenen, wie in der Einsendung von Dr. med. S. (« AR» Nr. 46) so anschaulich beschrieben wurde, und ob eine solche Kolonne überhaupt zweckmässig und statthaft sei. Interessanterweise sind nun gerade diese Punkte, die sicherlich einer Diskussion bedurft hätten, nicht mehr aufgegriffen worden. Gewiss liegt, wie auch J. K. L. richtig bemerkt, das Grundübel der Kolonnenbildung grösstenteils in unseren engen Strassen begründet. Da diese jedoch wohl nicht von heute auf morgen verbreitert werden können, sollte man versuchen, diesen-Zustand so erträglich wie möglich zu gestalten. Gerade wer als aufmerksamer Vergnügungsfahrer vorwiegend im Gebirge fährt, kann häufig, besonders an schönen Wochenenden, feststellen, wie er zu einer Kolonne kommt, aus der es für längere Zeit ohne Gefahr kein Entrinnen mehr gibt. Er wird dann auch feststellen, dass der Zeitgewinn, resp. -vertust z. B. auf der gesamten Strecke Zürich—Sihltal—Gotthard nicht so « lächerlich gering » ist. Da fährt z. B. ein Auto oder Autocar mit 40—50 km durch unser kurvenreiches Gelände. Ein etwas schnellerer Fahrer schliesst hart auf und probiert die längste Zeit, ihn zu überholen. Es gelingt ihm nicht, weil er zu nahe aufgeschlossen fährt und dadurch die nötige Uebersicht verliert und .weil er offensichtlich die wenigen Chancen nicht auszunützen versteht. Ein zweiter Fahrer schliesst auf. Für ihn ist die Möglichkeit des Ueberholens geringer, da er hiezu schon eine wesentlich grössere übersichtliche Strecke benötigen würde. Ist einmal ein halbes Dutzend oder mehr hart aufeinander aufgeschlossener Kolonnenfahrer beieinander, so kann es sehr lange dauern, bis das gerade und übersichtliche Strassenstück erscheint, das eine ge- Antwort: Eine Anhaltepflicht besteht nur dann, wenn das Haltezeichen durch einen für den Fahrer als Polizeiorgan erkennbare, d. h. also uniformierte Person abgegeben wird. Jeder Motorfahrzeugführer weiss, wie oft man heute von x-beliebigen Zivilisten — zum Teil mutwillig — zum Anhalten aufgefordert wird. Der Umstand, dass der in Frage stehende Polizist in Zivil ein Fahrrad hatte, legitimiert diesen noch lange nicht als Polizisten. Sie waren nicht in der Lage, zu erkennen, dass Sie von einer Amtsperson zum Anhalten aufgefordert worden sind. Sie waren deshalb auch nicht zum Anhalten verpflichtet. Wenn der Polizist in Zivil sein Fahrrad so in Ihre Fahrbahn hineinstellte, dass dieses deshalb beschädigt worden ist, hat er sich der WiderhandHmg gegen Art. 237 des Strafgesetzbuches — Störung des öffentlichen Verkehrs — Verbesserung der Verkehrssicherheit auf der Kirehenfeldbrücke in Bern Die Strassenverkehrsliga des Kantons Bern hat an die kantonale Baudirektion eine Eingabe gerichtet, deren Begehren sich zum grossen Teil mit den von der « AR » erhobenen Forderungen zur Sicherung des Verkehrs auf der Kirehenfeldbrücke (vgl. Nr. 52) decken. Das Schriftstück lautet: « Der schwere Verkehrsunfall vom 5. Dezember 1948 auf der Kirehenfeldbrücke in Bern, dem ein blühendes Menschenleben zum Opfer gefallen ist, hat in automobilistischen Kreisen erneut die Frage nach einer Verbesserung der Verkehrssicherheit auf dieser Brücke aufgeworfen Ẇir erinnern Sie daran, dass diese Frage schon früher zur Diskussion stand und trotz den Vorkehrungen der Behörden nie verstummt ist. Für die Gefährlichkeit der Kirehenfeldbrücke können verschiedene Gründe angeführt werden, auf welche aber im Rahmen dieser Eingabe nicht in allen Einzelheiten eingetreten werden soll. Die Schuld für das schwere Unglück vom 5. Dezember 1948 liegt an der glitschigen Fahrbahn und der ungenügenden Widerstandskraft des gusseisernen Brückengeländers. Es darf wohl behauptet werden, dass ohne diese primären Faktoren das Automobil nicht über die Brücke in die Tiefe gestürzt wäre. Da wahrscheinlich noch geraume Zeit verstreichen wird, bis das Projekt der Verbreiterung der Kirehenfeldbrücke ausgeführt werden kann, kann die Verkehrssicherheit nur durch provisorische Massnahmen verbessert werden. Als solche schlagen wir vor: Die Erneuerung, bzw. die Ersetzung der ausgefahrenen, holprigen und schmierigen Holzpflästerung durch einen griffigen Belag; 2. Die Verbesserung der Abschrankung zwischen Fahrbahn und Trottoir, sei es durch eine massivere Konstruktion des Bordrandes und dessen gleichzeitige Erhöhung, damit bei einein seitlichen Anprall eines Automobils die Radachse abgelenkt wird, oder durch die Erstellung einer federnden Abschrankung zu beiden Seiten der Fahrbahn in Holz- oder Stahlband- oder Drahtseilkonstruktion. Praktische Beispiele für diese Gleitschutzarten haben STRASSENVERKEHR Ein Vorstoss der Strassenverkehrsliga fahrlose Auflockerung der Kolonne ermöglicht Wenn aber die Kolonne sehr aufgelockert fahren würde und jene, die aus irgendwelchen Gründen mit dem Tempo des langsamsten, an der Spitze der Kolonne fahrenden Wagens (welcher der gesamten Kolonne sein Tempo diktiert) nicht einig gehen, von den langsameren vorgelassen würden, so käme es auch an relativ engen Strassen nicht zu solchen Situationen, wie von Dr. med. S. besehrieben. Das Heranwachsen einer Kolonne gleicht of1 einem wahren « circulus vitiosus »; es sollte daher nach Möglichkeit schon im Keime erstickt werden. Dr. M. B. (Wer mit Vorsicht, aber im richtigen Moment entschlossenem Vorfahren, die «Wanzenkolonne • aufzulösen versucht, handelt bestimmt nicht verkehrsgefährdend. Der « Kolonnenführer » hingegen sollte von Zeit zu Zeit die schnelleren Wagen, die er hindert, vorfahren lassen. Red.} JURISTISCHER SPRECÜSAAL Anfrage: Nichtanhalten auf Haltezeichen. Ich fuhr mit dem Lastwagen auf breiter Strasse im 35-km-Tempo « ausserorts » auf der rechten Fahrbahnhälfte. Ein Stück vor mir sah ich am rechten Strassenrand einen Velofahrer neben Dienstchef seinem Rad stehen, achtete ihn jedoch nicht weiter und benützte die freie Strasse schnell dazu, neben der Windschutzscheibe zum Motor zu horchen, von wo ich ein ungewöhnliches Geräusch wahrzunehmen glaubte. Als ich mich wieder auf den Sitz zurücksetzte, gewahrte ich den Velofahrer plötzlich links vom Wagen, wie er mir das Hinterrad in meine Fahrbahn hielt. Es wurde erfasst und das Velo demoliert. Natürlich hielt ich sofort an und'musste nun erfahren dass der Radfahrer ein Polizist in Zivil war, der mich aufhalten wollte. Er behauptet, auf 80 m schon mit der Hand Haltezeichen gegeben zu haben, die ich ganz übersah, weil ich dem zivilen Velofahrer weiter keine Beachtung schenkte. Die Bezahlung der Rechnung für die Reparatur habe ich selbstredend verweigert. Jetzt, nach einem halben Jahr, erhalte ich vom Bezirksamt eine Busse, ohne dass ich vorgeladen worden wäre, um mich verteidigen zu können. Wer ist nun im Recht? R. S. wir in der Schweiz auf der Rennstrecke im Bremgartenwald (Holz), an der Strasse Zürich—Winterthur bei Tageiswangen (Stahlband) und zwischen Lyss und Aarberg (Drahtseil). Alle diese Systeme haben sich bewährt. Von der berüchtigten Unfallstelle bei Tageiswangen steht erwiesenermassen fest, dass sich seit der Anbringung einer federnden Abschrankung vor elf Jahren keine Unfälle mehr ereignet haben. 3. Die Verstärkung des gusseisernen Brückengeländers durch Stahlrohre oder Drahtseile, damit selbst bei einem Durchschlagen des Brückengeländers das Fahrzeug durch das widerstandsfähige Stahlrohr oder Drahtseil aufgehalten wird. Wichtig ist vor allem die Verbesserung des Fahrbahnbelages und das Anbringen einer soliden Abschrankung. In diesem Falle kann auf die Verstärkung des Brückengeländers verzichtet werden. Sollte es zutreffen, dass die Kirehenfeldbrücke keine grössere Gewichtsbelastung mehr erträgt, so sollten wenigstens vorbeugende Massnahmen getroffen werden, wie die Errichtung eines Pikettdienstes, der sofort sandet, wenn die Strasse vereist, oder, im Sommer, die schmierige Deckschicht periodisch entfernt. Der Wert eines Piketts ist allerdings problematisch, da Vereisungen urplötzlich und besonders in den frühen Morgenstunden häufig aufzutreten pflegen Ẇir sind uns bewusst, dass die Kirehenfeldbrücke als Ganzes ausbaubedürftig ist und die Behörden wahrscheinlich aus diesem Grunde Zwischenlösungen ablehnend gegenüberstehen. Dem ist aber entgegenzuhalten, dass die Kirehenfeldbrücke in ihrer heutigen Anlage eine grosse Gefahrenquelle darstellt, und das Hinausschieben von notwendigen Sicherungsmassnahmen nicht mehr verantwortet werden kann. Wir hoffen deshalb, dass der Staat Bern als Eigentümer der Kirehenfeldbrücke nicht mehr länger zuwarten wird, bis über die Marzilibrücke oder über die Finanzierung der Kirehenfeldbrücke ein Entscheid gefallen ist, sondern durch zweckmässige Sofortmassnahmen dem allgemeinen Rufe nach einer wirksamen Sicherung des Verkehrs entsprochen wird. » Der neue Chef des Automobildienst« der PTT. Wie der Tagespresse zu entnehmen Ist, wählte der Bundesrat als Nachfolger de» kürzlich verstorbenen Ingenieurs Robert Endtner zum Chef des Automobildienstes der PTT den bisherigen 1. Sektionschef dieses Dienstes, Hans Burkhardt Der neugewählte steht im 43. Lebensjahr und steht nach seiner Ausbildung als dipl. Maschinentechniker und konstruktiver Tätigkeit seit 16 Jahren im Dienste des Automobilbetriebs der PTT, wo er, seit 1941 als 1. Sektionschef, unter der Leitung von Ing. Endtner am organisatorischen Ausbau und der technischen Weiterentwicklung der Automobilabteilung mitwirkte, die heute einen hohen Stand erreicht hat. Der Automobildienst leitet heute den gesamten Park der Postabteilung von etwa 1600 Fahrzeugen und wird in Zukunft noch vermehrte Bedeutung erhalten. Der neue Dienstchef bekleidet im Militärdienst den Grad eines Oberstleutnants der motorisierten Leichten Truppen. schuldig gemacht. Er hat vorsätzlich den Verkehr auf der Strasse gefährdet und damit Leib und Leben von Menschen in Gefahr gebracht. Offenbar ist Ihnen ein Strafmandat zugestellt worden. Falls die Frist noch nicht abgelaufen ist, müssen Sie unverzüglich dagegen Einsprache erheben. Sie können auch gegen den Polizisten Strafanzeige einreichen. Allerdings befinden Sie sich diesbezüglich in einem gewissen Beweisnotstand, es sei denn, dass der sich an Ihrem Fahrzeug anhängende Radfahrer Ihnen als Zeuge zur Verfügung steht. Der Kanton Zürich führt den obligatorischen Verkehrs. tinte.rrir.ht in der Volksschule ein Nach gründlichen und umfassenden Vorarbeiten und Versuchen hat der Erziehungsrat des Kantons Zürich beschlossen, den Verkehrsunterricht an den Volksschulen der Landgemeinden als obligatorisch zu erklären, nachdem er in den Städten Zürich und Winterthur schon vor längerer Zeit eingeführt worden war und sich ausgezeichnet bewährt hatte. Wie hier, so ist auch in den Schulen der Landgemeinden vorgesehen, den Verkehrsunterricht nicht zu einem besonderen Fach zu erheben, vielmehr soll er in den übrigen Unterricht zweckmässig eingegliedert werden. Währenddem die Lehrer den theoretischen Teil übernehmen, vermitteln Kantonspolizisten in Uniform, die in einem dreijährigen Turnus die Volksschulen aller Landgemeinden besuchen werden, die praktischen Kenntnisse. Für diese Tat verdienen die Schulbehörden des Kantons Zürich ein Bravo, wobei die Hoffnung mitschwingt, dass ihr vorbildlicher Entschluss bald auch in andern Kantonen Nachahmung finden werde. Systematische Verkehrserziehung der Schuljugend tut nämlich landauf, landab, auch im hintersten Winkel eines jeden Kantons, dringend not. Die Schuljugend von heute, das sind die Radfahrer, Automobilisten, die Strassenbenützer überhaupt von morgen. Bei der kommenden Generation aber muss die Aufklärung und Erziehung auf breitester Linie einsetzen, die Beeinflussung im Sinne des Ethos der Strasse. Erst wenn es Gemeingut geworden ist, dürfen wir hoffen, dass sich auch hier Rücksicht auf den andern, eine verständige und anständige Gesinnung aller gegenüber allen durchsetzen werde. STIIASSEXHAI! Für eine Sanetschstrasse An der Generalversammlung des Verkehrsvereins Gstaad sprach Ingenieur Thoenen über das Projekt einer Sanetschstrasse, wofür eine Berner Ingenieurfirma schon im Jahre 1928 ein generelles Projekt ausgearbeitet hat, das eine 4 m breite Strasse vorsieht und dazumal hauptsächlich von Walliserseite sehr stark befürwortet wurde. Die Lokalpresse berichtet über den Vortrag von Ing. Thoenen: « Vor zwei Jahren ist eine Delegation von Gemeindevertretern aus dem Wallis nach Saanen gekommen, um in dieser Angelegenheit mit unserer Gemeindebehörde Fühlung zu nehmen. Da von den drei Strassenprojekten Gemmi, Rawyl und Sanetsch das Projekt Gemmi wegen seiner Kostspieligkeit nicht in Frage kommt, stehen sich hier noch die beiden letztgenannten Projekte gegenüber. Die Erstellung einer Sanetschstrasse ist auch im Hinblick auf das im Studium stehende Sanetschkraftwerk für das ganze Saanenland von grosser wirtschaftlicher Bedeutung. Deshalb beschloss die Versammlung die Bestellung eines Initiativkomitees « Pro Sanetsch «, dem die Aufgabe zukommen wird, mit den Behörden der Kantone Wallis, Waadt und Bern Fühlung r.u nehmen und der Verwirklichung des Projektes die Wege zu ebnen. » E. S.

Nr. 54 - MITTWOCH. 32. DEZEMBER 1948 AUTOMOBIL REVUE Jahresbilanz tnne cui. aues srui — namc PENNZOIU SKI-HALTER für Limousinen und Cabriolets, Dach- und Reserverad-Montage Praktisch und leicht montierbar Loje Festsitze in Bohrungen von Radnaben oder Getriebekästen reparieren wir entweder durch die Auftragung der Bohrungen oder der Kogel- oder Rollenlagersitze. Auch montierte Kugellager können wir auftragen ohne Demontage der Kugeln. Der HAFROY arbeitet vollautomatisch schnell billig gründlich Entfettungs- und Reinigungsapparat Diverse Modelle für Klein-, Mittel- und Grossbetriebe Kürzeste Anheizzelt Niedere Bauart, bequemes • Arbeiten Werkzeuge Oufourstrasse 24 KANNE ZÜRICH Autozubehör Tel. (051) 24 2711 Müheloses Einfahren der Arbeitsstücke auf Rollwagen liick oder \rstand. Jede Hausfrau, die heute schon eine ACME besitzt, hat wahrhaftig Glück gehabt. Aber es werden immer mehr von diesen erstklassigen Auswindmaschinen aus England eingeführt. Und die Hausfrauen, die ein wenig Geduld haben und vor allem klug genug sind, sich in die Bestell-Liste einzuschreiben, werden bald eine ACME bekommen. Die Auswindmaschine ACME ist seit 70 Jahren führend in der ganzen Welt und wird von 4 Millionen Hausfrauen bevorzugt. Mit ihren elastischen Gummiwalzen erledigt die ACME die Wäsche in der halben Zeit. Gewebe und Knöpfe bleiben geschont. Deshalb wird die erfahrene Hausfrau sich gerne noch etwas gedulden, denn sie weiss: iiur uic ."AVJIVIEI ucincuigi vollkommen. • * • • * • • • + + • Besondere Eigenschaften der neAC 1. Elastisc/x Gummiwalzen. 2. Wissenschaftlich kontrollierter Druck. 3. Doppelter Abfluss. 4. Rahmen aus rostfreiem Stahl. 5. Einwandfreie Konstruktion und Ausführung. 6. Atontierbar an Waschmaschine, Tisch und Wascligelte. • • • • • • • * * Htmcüer ACME WRINGERS LTD. DAVID STREET. RLASGOW. S.E.. SCHOTTI.ANn •fr Die ACME Ut in allen eimehlägi. gen Geschäften erhältlich. Für Verkaufintellen-Nachwei» und Eagnw »ich wenden am CHARLES \FAAC 4, nie Manage, Neuchilel tU. (US) 52914 Die führende ttrlütche Auswindniatchine «eit 70 Jahren Stahlharter Belag mit 240 Brineüharte, gut bearbeitbar. Keine Wärmeanwendung, daher kein Verziehen. Absolute Haftfestigkeit. VERALIT-WERK Emil Hausser, Ina.. Zürich 3 Weststrasse 81 Telephon (051) 336011 Altöl-Aufarbeitung Neuestes. kMtetfwfatn». OuaHtXt «riAnuhu Um Hweltkenttrtli Offerten durch L. MÜLLER. AIMJI-Aiifarbeltmu, KRIENS-Obemao Auswaschen der Arbeitsstücke unter Druck durch Zentrifugalpumpe und 4—8 nach allen Richtungen strahlende Turbinen. In wenigen Minuten ist ein Motor vollständig entfettet, gereinigt und von Metallstaub, Einschleifpasten etc. befreit. Kleinstücke werden im Gitterkorb behandelt. Absolute Korrosionssicherheit. ACAR AG. KühlerrouleauX/ Kühler decken für jeden Wagen Auskunft und Offerte durch HANS KOHLER, ZÜRICH 8, ZÜRICH, Seehofstr. 15. Tel. 32 68 28 LAUSANNE, 5, av. Ruchonnet, Tel. 3 25 67 Verdecke und Ca briolefverdecke aller Arten Polsterüberzüge in jeder Ausführung Bodenteppiche Lancia-Automobil-Verkaufs AG. für die Ost- und Zentralschweiz. Seefeldstr. 216 Originalbestandteile LAVAGO AG., ZÜRICH AUTOSATTLEREI Tel. 34 08 55 Offizielle LA N C IA-Vertretung Spezialreparaturwerkstätte Badenerstrasse 330.332. Telephon (051) 27 55 33 Carrosserie Hans Waibel, Zürich 8, Kreuzstrasse 36, Telephon (051) 34 00 42 Achten Sie auf den Namen UNIVERSAL-KUHLER-ROULEAU Der Ideale Kälteschutz für jeden Wagen Zu beziehen durch Ihren Garagisten «^ M Verkaufspreis Fr. 7t.-, fertig einbaubercit mit allem Zubehör U •ft Patent Nr. 205m Vorteil* des Universal-Kühler-Itouleau: 1. Die Patent-Abstreifrolle gewährt bei jeder Witterung (Schnee, Eis Unreinigkoit) ein einwandfreies Funktionieren. 2. Kompl. rostfreier Rahmen. 3. Arretieren des Rouleaus an jeder gewünschten Stelle mittels neuesten < Feststellern ».