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E_1948_Zeitung_Nr.047

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AUTOMOBIL 'REVUE

AUTOMOBIL 'REVUE MimfOCH, 3. NOVEMBER 194» - Nr. 47 hsche wagen noch vor kurzer Zeit selten ein günstigeres Leistungsgewicht von, 25 kg/PS besassen, trifft man heute zahlreiche Typen aus den wohlfeilen und mittleren Rängen an, deren entsprechende Werte um 17 bis 20 kg/PS liegen. Besonders stark hat sich die Kennziffer « spezifisches Hubvolumen » verbessert; der Wert von rund 2 Liter pro Tonne Leergewicht, den wir als günstigen Normalfall für Gebrauchsfahrzeuge, die für die Schweiz tauglich und empfehlenswert, ansehen, wird heute von einer ganzen Reihe von Wagen erreicht. So kommt es, dass viele heutige englische Wagen, ganz im Gegensatz zu früher, als bergfreudig und lebendig bezeichnet werden dürfen. In manchen Dingen scheint die Entwicklung im Kreise herumzugehen. Besonders auffällig tritt dies im Motorenbau in Erscheinung. Schien kurz vor dem Krieg die Frage der Zylinderzahl in dem Sinne entschieden, dass der Vierzylinder nur noch eigentlich für billige Kleinwagen in Frage kam, so trifft man heute auf einige ziemlich voluminöse Vierzylinder, von denen wohl der Austin A-90 mit über 80 Brems-PS der leistungsfähigste normale Tourenmotor sein dürfte. Neue Sechszylindermotoren sind eher selten geworden. Ein weiterer Punkt, der einen gewissen Stillstand in der technischen Entwicklung andeutet, ist die Ventilsteuerung. Im gleichen Augenblick, da Austin den Schritt zum Motor mit Hängeventilen beendet und die Rootes- Gruppe seit langer Zeit erstmals ihre bisher seitengesteuerten Motoren für den Sunbeam ebenfalls durch solche mit Kipphebeln und Stossstangen ersetzt, macht der Nuffield-Konzern einerseits beim Morris mittlerer Grosse den umgekehrten Schritt zum seitengesteuerten Motor, um anderseits beim eigenen Wolseley die sonst nur noch selten anzutreffende obenliegende Nockenwelle zu verwenden. Die spezifische Leistung der Motoren hat sich nicht stark verändert; die heute sehr populären Motoren zwischen 2 und 2,7 Liter Hubvolumen kommen auf etwa durchschnittlich 30 bis 34 PS/Liter, was angesichts des durchwegs weichen und geräuscharmen Laufes sowie der recht guten Drehmomentkurve als so günstig bezeichnet werden darf, dass ein Weiterarbeiten nicht als opportun erscheint. Serien- und Spezialkarosserien. Auf den ersten Blick tritt die Neuorientierung naturgemäss vor allem in den Karosserien in Erscheinung. Der zum Schlagwort gewordene • New Look • besteht darin, dass man die beiden Pionierkarosserien von Studebaker (Loewy) und Kaiser-Frazer (Howard Darrin) zum Vorbild genommen hat. In seine Elemente zerlegt, heisst der « New Look » also Pontonkarosserie mit nur noch angedeuteten oder keinen Kotflügeln mehr, sehr breite Aufbauten mit niedriger Gesamthöhe, langgestreckte und breite Kofferräume, völlig neu aufgeteilte Vorderflächen (allerdings in einigen Fällen unter Ab- PROTOTYP DES LAGONDA. Eine sehr elegante, »orgfällig hergestellte FDnfsiizerlimousine mit 100 PS und einem eigenartigen Rahmen. Wandlung eines bisher verwendeten Kühlermotivs). Zu diesen Punkten kommt ferner noch die Umgestaltung des Inneren durch den weitgehenden Verzicht auf den « Herrenzimmer >- Charakter mit Nussbaumgarnituren etc., die durch einfach abgetönte Blech- oder Kunststoffverschalungen und -Verzierungen ersetzt sind. Die Armaturenbretter haben durch die Eingriffe der « Aestheten » nicht in allen Fällen gewonnen, wenn auch einige davon, worunter Healey und Lagonda, besondere Erwähnung verdienen, sich durch musterhafte Lesbarkeit der Instrumente auszeichnen. Sehr bemerkenswert sind die ausgestellten Spezialkarosserien deshalb, weil man bei vielen Firmen den Eindruck hat, dass die zehn Jahre Unterbruch fast spurlos vorbeigegangen sind und der unmittelbare Anschluss an die Arbeiten von 1938—39 gefunden wurde. So trifft man immer noch die feinen, zarten Linien mit mehrfach abgesetzten Wülsten, die weich geschwungenen Kotflügel und vor allem die scharfkantigen Knife-Edge-Karosserien, von denen wohl Vincents in Reading mit einer fast rechtwinklig geschnittenen Limousine den Vogel abschiesst. Der neuen Karosserielinie haben sich neben anderen James Young mit einer zweitürigen, hellgrauen Bentley-Limousine ohne Kotflügel sowie H. J. Mulliner mit einer viertürigen, dunkelroten Limousine in etwas strengerem Charakter angeschlossen; eine ebenfalls bemerkenswerte Neuschöpfung ist eine Touring - Limousine von Park Ward mit durchlaufenden glatten Seitenwänden und zwei breiten Sitzreihen mit drei Plätzen sowie ein Rolls-Royce, um den die amerikanischen Vertreter der Firma wie Helden kämpften. Die Preise solcher Wagen liegen nebenbei bemerkt rund zwischen 3500 und 4200 Pfund Sterling! Erwähnung darf ferner das Riesen-Cabriolet Zwei Vertreter der Liebhabermarken von Hooper (Daimler-5}£-l-Achtzylinderchassis) finden, das im Zusammenhang mit diesem Bericht im Bild wiedergegeben wird. Im allgemeinen ist ein wesentlicher Aufstieg in der Qualität der Cabriolets festzustellen; besonders gefallen die Halbserienbauten von Carbodies für den Hillman Minx, das Thrupp-&-Maberley-Cabriolet auf dem Talbot sowie das Austin-A-90-Cabriolet; die englischen Zubehörfirmen haben nunmehr die Herstellung von hydraulischen Automaten für die Verdeckbetätigung aufgenommen. Finish und Ausrüstung der Spezialkarosserien übertreffen an Sorgfalt und Qualität. « Faltbares Glas » für Autoscheiben. Die « Pittsburgh Plate Glass Company » teilt mit, dass ihr die Herstellung eines « faltbaren Glases » gelungen sei. Die Glasscheiben selbst sind so starr wie zuvor, aber sie schliessen ein Gelenk aus durchsichtigem Kunststoff ein, das unsichtbar durch ihre Mitte hindurchläuft. Wenn das Verdeck eines Cabriolets, das mit einer derartigen faltbaren Glässcheibe versehen ist, zusammengelegt wird, so schwingen die Scheibenteile um die durchsichtigen Kunststoffgelenke herum und schieben sich zusammen wie eine Ziehharmonika. Zum ersten Male sind die neuen faltbaren Scheiben bei dem letzten Modell des Hudson Convertible Brougham zur Verwendung gekommen. Bei diesem Cabriolet sind die Scheiben so gross wie bei einem gewöhnlichen Wagen. E. B. Fernsehapparate in Autos. Der « National Safety Council» hat in einer Bekanntmachung gegen den Einbau von Fernsehapparaten in Automobilen Stellung genommen. Vor einigen Wochen veröffentlichte eine Zeitschrift das Bild eines Mannes in Milwaukee, LEA-FRANCIS MARK V. Auch diese Marke ist nunmehr zur Einzelradaufhängung, und zwar mit Torsionsstab, übergegangen. wenn auch nicht an Eleganz der Linie alles, was man bisher an Nachkriegsausstellungen gesehen hat. Ueber die Zusammenstellung der Farben wird man in guten Treuen verschiedener Ansicht sein können, hingegen findet man wohl in der ganzen Welt keine annähernd ebenso komfortabeln Aufbauten. Als Gesamtes kann die Schau als eine völlig gelungene, enorme Willensanstrengung Englands angesehen werden. Die Organisation, insbesondere des Pressedienstes, dem der junge Donald Grant von der S. M. M. & T. vorstand, war tadellos. Br. KURZMELDUNGEN AUS ALLER WELT der einen Fernsehempfangsapparat unter seinem Armaturenbrett installiert hatte, ein Beispiel, das inzwischen schon Hunderte von Nachahmern gefunden hat. Der « Nation Safety Council » bezeichnet Fernsehempfang in Autos als « selbstmörderisch ». E. B. Ein neues Motoröl. Auf Grund jahrelanger Untersuchungen haben Ingenieure der Shell Oil Company festgestellt, dass im Motor der Hauptschaden nicht durch Reibung, sondern in weitaus grösserem Masse durch Bildung von Säure bei Betrieb bei niedrigen Temperaturen hervorgerufen wird. Die Gesellschaft beabsichtigt, in nächster Zeit ein Oel auf den Markt zu bringen, das in erster Linie der Säurebildung entgegenwirkt. Besonders wertvoll soll das neue Oel für Kurzstreckenfahrer (im Stadtverkehr usw.) sein, da sich ergeben hat, dass der Motor, der zu häufig im Leergang arbeitet, gegenüber dem normal arbeitenden Motor ein vielfaches an Säure entwickelt, die sich in die geschliffenen Metallteile einfrisst. E. B. Für Last- und Personenwagen der führenden Weif marke Grösstes Zugvermögen Maximale Sicherheit nach allen Seiten Steter Bodenkontakt - holpert daher nicht Verkauf nur an Garagen und Pneuhäuser Erhältliche Grossen: Personenwagen 6.40-15 6.50-15 6.70-15 7.00-15 7.10-15 6.00-16 7.60-15 6.50-16 8.20-15 7.00-16 TT 5.25/5.50-17 4.75/5.00-19 4.50-21 Lastwagen 7.00-17 7.50-17 30x5/6.00-20 32x6TT/6.50-20 32x6 HD/7.00-20 34x7 HD/7.50-20 8.25-20 9.00-20 40x8 GOOD/VEÄR ^^^^^^^ . ^ PNEU-IMPORT AG. ZÜRICH Utoquai 29, Telephon (051) 32 70 70

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